Seobility Einsteiger-Guide: So startest Du mit unserer All-in-One SEO-Software durch

In diesem Artikel

Dein Quick-Start-Guide für Seobility

  • Warum es wichtig ist: Neu bei Seobility? Dieser Schritt-für-Schritt-Guide hilft Dir, Dich schnell zurechtzufinden. So kannst Du Deinen Account einrichten und direkt damit loslegen, Deine Sichtbarkeit bei Google und in der KI-Suche zu verbessern.
  • Was Dich erwartet: Eine verständliche Anleitung, wie Du Dein erstes Projekt anlegst, durch das Dashboard navigierst und zentrale Features wie das Website Audit, Ranking Monitoring und Backlink Monitoring nutzt. Außerdem erfährst Du, wie Du Deine Wettbewerber analysierst und die Erreichbarkeit Deiner Website im Blick behältst.
  • Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt Lege Dein erstes Projekt an. Dort siehst Du, wie Du Deine Website in Seobility hinterlegst. Sobald das erledigt ist, läuft Dein erstes Website Audit im Hintergrund, während Du den Rest des Guides liest.

Du bist neu bei Seobility und möchtest direkt mit der Optimierung loslegen? Dann bist Du hier genau richtig!

Dieser Guide unterstützt Dich bei Deinem Einstieg in Seobility und führt Dich Schritt für Schritt durch unsere komplette SEO-Software-Suite.

Du erfährst, wie Du…

  • Dein erstes Website-Audit durchführst
  • Deine Rankings überwachst und Deinen SEO-Erfolg misst
  • Deine Backlinks analysierst und im Auge behältst
  • die SEO-Strategien Deiner Wettbewerber analysierst
  • und vieles mehr!

Du hast wenig Zeit und möchtest Dich nur über bestimmte Features informieren? Kein Problem! Springe einfach direkt in den gewünschten Bereich:

Bereit, mit Deiner Website durchzustarten? Legen wir direkt los!

Lege Dein erstes Projekt an

Um mit Seobility loslegen zu können, musst Du als erstes Deine Website als Projekt hinzufügen. Damit ermöglichst Du unserer Software, Deine Website zu crawlen und zu analysieren. Diese Analyse ist die Grundlage für Dein Website-Audit und alle weiteren Features.

Wichtig: Für jede Website, die Du analysieren und optimieren möchtest, benötigst Du ein eigenes Projekt in Seobility.

Sobald Du Dein Projekt angelegt hast, stehen Dir alle Features von Seobility zur Verfügung.

So legst Du ein neues Projekt an

1. Öffne Dein Seobility Dashboard und klicke auf den Button „Neues Projekt anlegen“:

Neues Projekt anlegen

2. Gib oben die URL Deiner Website ein:

Gib oben die URL Deiner Website ein

Wenn Du Subdomains auf Deiner Website hast, die Du ebenfalls analysieren möchtest (z.B. .blog oder .app), musst Du den Button “Alle Subdomains crawlen” aktivieren. Ansonsten wird Seobility nur die Haupt-Domain crawlen.

Alle Subdomains crawlen

Möchtest Du nur ein bestimmtes Verzeichnis prüfen lassen (zum Beispiel www.example.com/de)? Dann gib einfach die URL des gewünschten Verzeichnisses ein und aktiviere die Option „Crawling auf ein Unterverzeichnis einschränken“.

Schränke das Crawling auf ein Unterverzeichnis ein

Über die erweiterten Einstellungen kannst Du Dein Projekt noch genauer anpassen (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Erweiterte Crawlereinstellungen anpassen

Für einen schnellen Start kannst Du aber auch einfach die Standard-Einstellungen verwenden – diese funktionieren für die meisten Websites sehr gut. Klicke dann auf „Projekt anlegen“, um zu starten!

Optional: Erweiterte Einstellungen

Abschnitt überspringen ⬇

Du möchtest mehr Kontrolle darüber, wie Seobility Deine Website analysiert? Mit den erweiterten Einstellungen kannst Du den Crawling-Prozess genau an Deine Bedürfnisse anpassen.

Hier einige der wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten:

JavaScript-Crawling

Lädt Deine Website wichtige Inhalte über JavaScript? Dann aktiviere den „JavaScript (Chrome)“ Crawling-Modus. Diese Einstellung bewirkt, dass Seobility sämtliche JavaScripts ausführt, die auf Deiner Website gefunden werden, und diese dynamisch geladenen Inhalte analysiert.

So aktivierst Du JavaScript Crawling

Crawling-Geschwindigkeit

Bei großen Websites kannst Du die Analyse beschleunigen, indem Du die Anzahl der Crawler erhöhst. Dazu musst Du jedoch zunächst die Inhaberschaft Deiner Website verifizieren. Klicke einfach auf „Verifiziere Dein Projekt“ und folge dem Prozess.

Erhöhe die Anzahl der Crawler für schnelleres Crawling

Server-Auslastung reduzieren

Du möchtest eine Überlastung Deines Servers vermeiden? Dann kannst Du eine Wartezeit zwischen den einzelnen Aufrufen, die Seobility an Deinen Server sendet, einstellen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du einen weniger leistungsstarken Hosting-Tarif nutzt oder nur über begrenzte Server-Ressourcen verfügst.

Wartezeit nach jedem Aufruf einstellen

Individuelle robots.txt

Mit dieser Funktion kannst Du genau steuern, welche Bereiche Deiner Website Seobility durchsuchen soll. Du kannst den Seobility-Bot von bestimmten Verzeichnissen, Seiten oder Dateitypen ausschließen. Wichtig: Wenn Du diese Option aktivierst, ignoriert Seobility die bestehende robots.txt Deiner Website und folgt ausschließlich Deinen individuellen Anweisungen.

Lege individuelle robots.txt Angaben fest

Seobility analysiert Deine Website

Sobald Du auf „Projekt anlegen“ geklickt hast, beginnt Seobility mit der Arbeit. Unser Crawler analysiert nun Seite für Seite Deine Website.

Die Dauer der Analyse hängt von der Größe Deiner Website ab – je mehr Seiten, desto länger dauert der Prozess. Aber keine Sorge, Du musst dabei nicht die ganze Zeit Deinen Bildschirm beobachten – wir informieren Dich per E-Mail, sobald das Crawling abgeschlossen ist. 😉

Während die Analyse im Hintergrund läuft, schauen wir uns Dein Seobility Dashboard genauer an!

Dashboard und Navigation in Seobility

Vom Seobility Dashboard aus kannst Du auf all Deine Projekte zugreifen.

Für jede Website siehst Du hier die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

  • Den Onpage-Score, der den Optimierungsgrad Deiner Website anzeigt
  • Die Anzahl der gefundenen Probleme
  • Die Gesamtzahl der Backlinks
  • Den Sichtbarkeits-Score (Rankings) (Wird angezeigt, nachdem Du das Ranking-Monitoring eingerichtet hast)

Projekt-Übersicht im Dashboard

Wichtige Projekte kannst Du mit einem Klick auf das Stern-Symbol ganz oben im Dashboard anpinnen.

Pinne Projekte ganz oben in Deinem Dashboard an

In der linken Seitenleiste findest Du das Hauptmenü. Sobald Du ein Projekt ausgewählt hast, kannst Du von hier aus auf alle Features zugreifen.

das Seobility Hauptmenü

Unterhalb des Hauptmenüs befindet sich der „Tools“-Bereich mit zusätzlichen SEO-Tools (mehr dazu im Abschnitt “Tools ”).

Tools in der Seobility Navigation

Jetzt, wo Du weißt, wie Du Dich in Seobility zurechtfindest, schauen wir uns das erste Haupt-Feature an: das Website Audit.

Website Audit

Das Website Audit deckt technische und Onpage-SEO-Probleme auf, die Deine Website möglicherweise daran hindern, besser in den Google-Suchergebnissen zu ranken.

Erinnerst Du Dich an das Crawling, das wir vorhin gestartet haben? Im Website-Audit-Bereich findest Du jetzt alle Informationen, die Seobility während der Analyse gesammelt hat. Das Audit untersucht dabei jeden Bereich Deiner Website und zeigt Dir Optimierungspotenziale auf.

Lass uns die einzelnen Tabs des Website-Audits der Reihe nach durchgehen.

Überblick

der Tab Überblick im Website Audit Bereich

Der „Überblick“-Tab zeigt Dir die wichtigsten Ergebnisse des Crawlings auf einen Blick. Ganz oben findest Du Deinen Onpage-SEO-Score – er zeigt Dir, wie gut Deine Website aktuell für Suchmaschinen optimiert ist.

Erhalte einen Überblick über die Optimierung Deiner Website

Darunter siehst Du eine vollständige Liste aller Probleme, die Seobility auf Deiner Website gefunden hat, sortiert nach Priorität:

Liste an Problemen in Seobility

Wenn Du neu im SEO-Bereich bist und nicht genau weißt, wo Du mit der Optimierung starten sollst, kannst Du diese Liste als To-Do-Liste verwenden, um Deine Website möglichst schnell auf Vordermann zu bringen. Die rot markierten Probleme haben den größten Einfluss auf Deinen Onpage-Score. 

So priorisiert Seobility die Probleme

Die Priorisierung basiert auf zwei Faktoren:

  • Der Schweregrad des Problems (von „sehr wichtig“ bis „wenig wichtig“)
  • Die Anzahl der betroffenen Seiten (je mehr Seiten betroffen sind, desto höher die Priorität)

Bei jedem Problem ist angegeben, ob es sich um ein Problem aus der Kategorie “Technik & Meta”, “Struktur” oder “Inhalt” handelt.

Kategorisierung der Probleme durch Labels

Manche Probleme sind zusätzlich mit einem „AI Search“-Label gekennzeichnet. Diese heben die Probleme hervor, die Deine Sichtbarkeit in der KI-Suche beeinflussen. So erkennst Du schnell, was Du beheben solltest, um von KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity und Claude gefunden und zitiert zu werden.

Du kannst jedes der Probleme anklicken, um einen detaillierten Report mit weiteren Informationen und den betroffenen Seiten zu erhalten.

Report-Seite

Aufbau der Reports in Seobility

Jeder Report im Website-Audit von Seobility folgt dem gleichen Schema:

Im oberen Bereich findest Du eine kurze Beschreibung des Problems (in diesem Beispiel: problematische Seitentitel).

Beschreibung des Reports

Für mehr Details kannst Du auf Button “Guide öffnen” klicken…

Klicke auf den Button Guide öffnen

… und Du erhältst eine ausführliche Erklärung zum jeweiligen Report:

Guide zum Report in Seobility

Unterhalb der Report-Beschreibung zeigt Dir ein Graph, wie sich die Anzahl der betroffenen Seiten im Zeitverlauf entwickelt. So behältst Du Deinen Optimierungsfortschritt im Blick.

Entwicklung der Anzahl der Probleme im Report

Als nächstes kommt der Hauptteil des Reports:

Seiten, die von dem Problem betroffen sind

Hier siehst Du alle Seiten (URLs) Deiner Website, die von dem Problem betroffen sind. Für jede Seite wird Dir genau angezeigt, worin das Problem besteht.

Beispiel: Diese Seite hat einen zu langen Seitentitel (der deshalb in den Google-Suchergebnissen nicht vollständig angezeigt werden kann):

Beispiel eines zu langen Seitentitels

Das bedeutet: Überprüfe diese Seite und kürze den Titel. Sobald Du das Problem behoben hast, verschwindet es nach dem nächsten Website-Crawling automatisch aus dem Report.

Du bist Dir nicht sicher, was ein bestimmter Fehler bedeutet oder wie Du ihn behebst? In den oben erwähnten Hilfe-Center-Artikeln findest Du für jeden möglichen Fehler eine Erklärung und konkrete Anweisungen zur Behebung.

Erklärung der individuellen Fehlermeldungen

Wenn Du alle Probleme im Report bearbeitet und auf Deiner Website korrigiert hast, klicke hier, um zur Gesamtübersicht zurückzukehren…

Klicke auf Zurück, um die Problem-Übersicht zu sehen

… und wähle das nächste Problem 🙂

So kannst Du Schritt für Schritt alle gefundenen Fehler beheben und Deinen Onpage-Score kontinuierlich verbessern!

(Wichtig: Um zu sehen, wie sich Deine Optimierungen auf den Onpage-Score auswirken, musst Du ein neues Crawling starten.)

Wie bereits erwähnt, ist der Überblick-Tab Deine wichtigste Anlaufstelle, wenn Du Deine Website möglichst schnell optimieren möchtest.

Oft ist es aber sinnvoll, ähnliche Probleme gebündelt zu bearbeiten, um effizienter vorzugehen und nicht zwischen verschiedenen Bereichen springen zu müssen. Dafür gibt es den „Reports“-Tab.

Reports

Tab Reports im Website Audit Bereich

In diesem Tab findest Du die gleichen Reports wie im Bereich „Überblick“. Allerdings sind die Probleme hier nicht als priorisierte To-do-Liste aufgeführt, sondern thematisch in drei Hauptkategorien gegliedert:

Tech & Meta

Diese Kategorie umfasst alle Probleme im Bereich Technik & Meta-Informationen, z.B.:

Übersicht der Reports aus dem Bereich Technik und Meta

Struktur

Hier findest Du alle Probleme im Zusammenhang mit der Website-Struktur und -Verlinkung, z.B.:

  • Seiten mit großer Entfernung zur Homepage (also Seiten, die intern schlecht verlinkt sind und erst nach mehreren Klicks erreichbar sind)
  • Fehlerhafte Canonical-Links
  • Probleme mit Ankertexten bei internen Links
  • und viele mehr

Übersicht der Reports aus dem Bereich Struktur

Content

Dieser Bereich bündelt alle Probleme mit dem Content Deiner Seiten, darunter:

Übersicht der Reports aus dem Bereich Inhalt

Die Reports sind zwar nicht nach Priorität sortiert, aber Du erkennst die wichtigsten Probleme weiterhin an ihrer Farbe:

Farbliche Kategorisierung des Schweregrads der Probleme

Wie im „Überblick“-Tab führt Dich ein Klick auf ein Problem zum vollständigen Report mit allen betroffenen Seiten.

Einzelseiten-Analyse („Seiten-Details“)

Neben der Analyse Deiner gesamten Website kannst Du mit Seobility auch einzelne Seiten unter die Lupe nehmen. Das ist besonders nützlich für wichtige Seiten (zum Beispiel Seiten, die viel Umsatz generieren).

Gib dafür einfach die URL der Seite in das „URL finden“-Feld in der Navigationsleiste ein und drücke Enter:

URL-Suchleiste in der Navigation

Dadurch öffnet sich ein “Seiten-Details” Fenster:

Seiten-Details in Seobility

Hier erhältst Du alle Informationen aus dem Website-Audit, aber gefiltert auf diese spezifische URL. Du siehst auf einen Blick alle Probleme dieser Seite und kannst sie gezielt optimieren.

Die Daten, die Du hier siehst, stammen aus Deinem letzten Crawling, genau wie im restlichen Website Audit. So bleiben die Ergebnisse konsistent mit Deinen anderen Reports.

Du möchtest eine Seite stattdessen in Echtzeit prüfen, zum Beispiel um gerade vorgenommene Änderungen zu kontrollieren? Dann nutze einfach unseren kostenlosen SEO Check. Er führt sofort eine Live-Analyse jeder URL durch.

Über die Tabs oben kannst Du auch die Rankings und Backlinks dieser Seite prüfen:

Prüfe die Backlinks und Rankings der Seite

So verschaffst Du Dir schnell einen Komplettüberblick über die SEO-Performance der Seite.

Im „Elemente“-Tab findest Du zusätzlich eine detaillierte Übersicht aller Texte, Links und weiterer Elemente, die Seobility auf Deiner Seite gefunden hat. Hier kannst Du bei Bedarf noch mehr Details zu den gefundenen Problemen erhalten.

Tipp: Nutze den „Nur Fehler“-Button, um die Liste zu filtern und Dich auf Elemente mit SEO-Problemen zu konzentrieren.

Klicke auf Nur Fehler

Unterseiten

der Tab Unterseiten im Website Audit Bereich

Seobility bietet Dir im „Unterseiten“-Tab noch weitere fortgeschrittene Analysemöglichkeiten – über die Fehlerkorrektur und grundlegende SEO-Optimierung hinaus.

Da dies ein Einsteiger-Guide ist, beschränken wir uns hier aber auf einen grundlegenden Überblick.

Der Unterseiten-Tab listet alle gefundenen Seiten Deiner Website auf. Für jede Seite siehst Du:

  • Den Page Score (zeigt den Optimierungsgrad)
  • Die Klicktiefe (Anzahl der Klicks von der Homepage bis zu dieser Seite)
  • Die Anzahl der Backlinks
  • Und viele weitere Metriken

Metriken zu jeder Unterseite

Du kannst die Liste nach verschiedenen Kriterien filtern:

  • Indexierbare Seiten
  • Nicht-indexierbare Seiten
  • Seiten mit Rankings
  • Durch robots.txt blockierte Seiten

Außerdem kannst Du die Liste beliebig sortieren.

Sortiere und filtere die Liste der Unterseiten

Das ermöglicht Dir vielfältige Analysen, zum Beispiel:

  • Finde rankende Seiten mit den meisten Backlinks, um Seiten zu identifizieren, die viel Link-Juice weitergeben können.
  • Entdecke nicht-indexierbare Seiten mit Backlinks, wo externer Link-Juice verschenkt wird.

Und so weiter und so fort… die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Für erfahrene SEOs ist dieser Tab eine echte Fundgrube an wertvollen Informationen!

Statistiken

der Tab Statistitken im Website Audit Bereich

Im letzten Tab des Website-Audits findest Du informative Daten und Reports, die zwar nicht direkt Deinen Onpage-Score beeinflussen, aber dennoch wichtige Einblicke liefern.

Hier kannst Du zum Beispiel die Nutzung Deiner Crawling-Limits bei den Website-Crawlings überwachen. Das ist wichtig, denn: Wenn Deine Limits überschritten werden, könnten die Audit-Ergebnisse unvollständig oder ungenau sein!

Crawler-Limits in den Statistiken

Außerdem findest Du hier Crawling-Statistiken und weitere Kennzahlen zu Deiner Website, etwa die Verteilung der Antwortzeiten über alle Seiten hinweg:

Verteilung der Antwortzeiten

Zum Vergleich: In den Tabs „Übersicht“ und „Reports“ des Website-Audits werden Dir nur die Seiten mit problematischen Ladezeiten angezeigt:

problematische Antwortzeiten

Diese Statistiken helfen Dir, Dir ein Gesamtbild davon zu machen, wie Deine Website durch Suchmaschinen wahrgenommen wird – über die gefundenen Probleme hinaus.

Welchen Onpage-Score solltest Du anstreben?

Eine Frage, die uns Einsteiger oft stellen: Was ist eigentlich ein guter Onpage-Score? So kannst Du Deinen Wert ganz einfach einordnen:

  • 80 % oder mehr: Deine Seite hat ein starkes Onpage-Fundament. Da bist Du gut aufgestellt.
  • 30–79 %: Hier ist noch Luft nach oben. Arbeite Dich durch Deine To-Do-Liste und verbessere Deinen Score Schritt für Schritt.
  • Unter 30 %: Hier gibt es kritische Probleme zu beheben. Fang genau hier an, denn diese wirken sich am stärksten auf Deine Rankings und Deine Sichtbarkeit in der KI-Suche aus.

Vielleicht bist Du versucht, die perfekten 100 % anzustreben. Das ist aber meistens nicht die beste Investition Deiner Zeit. Sobald die wichtigen Probleme behoben sind, wird jeder weitere Punkt schnell zum Aufwand mit wenig Ertrag.

Ein besseres Ziel ist es, auf 80 %+ zu kommen und Deine Energie dann in die anderen Faktoren zu stecken, die über Rankings entscheiden, etwa starke Inhalte und hochwertige Backlinks. Es lohnt sich außerdem, Deinen Score mit dem Deiner Wettbewerber zu vergleichen: Wenn einige von ihnen mit einem niedrigeren Score über Dir ranken, liegt der Unterschied woanders als bei Deiner Onpage-Optimierung.

Jetzt weißt Du also, wie Du Deine Website mit Seobility analysieren und optimieren kannst. Lass uns zum nächsten Haupt-Feature übergehen, mit dem Du die Performance Deiner Website im Auge behältst.

Rankings

Mit dem Ranking Monitoring von Seobility behältst Du die Positionen Deiner Website bei Google, einschließlich der AI Overviews, im Blick und überwachst Deine SEO-Performance. So siehst Du direkt, ob Deine SEO-Maßnahmen Wirkung zeigen, und bist über wichtige Ranking-Veränderungen informiert.

der Tab Überblick im Rankings Bereich

So startest Du mit dem Ranking Monitoring

Um dieses Feature zu nutzen, musst Du als erstes festlegen, für welche Keywords Du Deine Rankings überwachen möchtest.. Klicke dafür auf den Button „Neue Keywords anlegen“.

Klicke auf den Button Neue Keywords anlegen

Du hast drei Möglichkeiten, Keywords hinzuzufügen:

  1. Manuelle Eingabe: Nutze unseren Assistenten, um Keywords einzeln einzutragen
  2. CSV-Import: Lade eine vorbereitete Keyword-Liste hoch
  3. Keyword-Vorschläge: Wähle aus Seobilitys automatisch generierten Vorschlägen. (Diese basieren auf der Analyse Deiner Website.)

drei Möglichkeiten, um Keywords hinzuzufügen

Tipp: Du bist Dir nicht sicher, welche Keywords Du tracken sollst? Mit unserem Keyword Recherche Tool findest Du:

  • Beliebte Suchbegriffe in Deinem Themenbereich (Tab „Ähnliche Keywords“)
  • Keywords, für die Deine Website bereits rankt (Tab „URL/Domain“)

das Keyword Recherche Tool von Seobility

So fügst Du Keywords zum Ranking Monitoring hinzu

Um Keywords manuell hinzuzufügen:

  1. Wähle zuerst das Land aus, in dem Du Deine Rankings überwachen möchtest. Du willst Rankings in mehreren Ländern tracken? Klicke auf „Weitere Lokalisierung anlegen“. Wähle eine Suchmaschine aus
  2. Optional: Wenn Du ein lokales Unternehmen betreibst, kannst Du Stadt oder Bundesland hinzufügen, um lokalisierte Ranking-Daten zu erhalten. (Hinweis: Diese Funktion ist nur in kostenpflichtigen Paketen verfügbar.) Lege optional eine Stadt zur Lokalisierung fest
  3. Trage dann Deine Keywords in das „Keyword“-Feld ein (ein Keyword pro Zeile) und klicke auf „Keywords auswählen“. Gib Deine Keywords in das Feld ein
  4. Überprüfe Deine ausgewählten Keywords und nimm bei Bedarf Änderungen vor. Wenn alles passt, klicke auf „Keywords speichern“. Überprüfe deine ausgewählten Keywords

Fertig!

Wenn Du stattdessen Keywords per CSV importieren möchtest, kannst Du in der „Beispiel-CSV-Datei“ prüfen, welches Format erforderlich ist.

Sieh dir die Beispiel-CSV-Datei an

Sobald Du Deine Keywords gespeichert hast, beginnt Seobility damit, die Positionen Deiner Website für diese Begriffe zu prüfen und füllt Dein Ranking Monitoring mit umfassenden Ranking-Daten.

Rankings Übersicht

der Tab Überblick im Rankings Bereich

Der erste Tab im Ranking Monitoring verschafft Dir einen schnellen Überblick über die Sichtbarkeit Deiner Website bei Google. Hier kannst Du täglich die Performance Deiner Seiten checken und wichtige Ranking-Veränderungen auf einen Blick erkennen.

Oben siehst Du den Sichtbarkeits-Trend Deiner Website im Zeitverlauf:

Beobachte die Sichtbarkeit deiner Website im Zeitverlauf

Diese „Sichtbarkeit“ ist eine Schätzung des monatlichen organischen Traffics, den Deine Website über die überwachten Keywords generiert – also wie viele Besucher Deine Website monatlich anzieht. Die Berechnung basiert auf Deinen Positionen und dem Suchvolumen der einzelnen Keywords.

Wichtig: Wenn Du gerade erst mit dem Keyword-Monitoring startest, stehen keine historischen Daten für die vergangenen Wochen oder Monate zur Verfügung. Veränderungen siehst Du ab dem nächsten Tag.

Im Bereich „Gewinner & Verlierer“ erkennst Du, für welche Keywords sich Dein Ranking im Vergleich zum Vortag verbessert oder verschlechtert hat. Wie beim Sichtbarkeits-Trend sind diese Daten ab dem Tag nach Start des Trackings verfügbar.

Übersicht über Gewinner und Verlierer Keywords

Darunter findest Du Deine bestperformenden Seiten – also die Seiten, die die höchste Sichtbarkeit für Deine Website generieren (basierend auf Deinen überwachten Keywords). Klicke auf „Alle Top-Seiten anzeigen“, um im „Top-Seiten“-Tab die vollständige Liste einzusehen.

Auflistung der Seiten mit der höchsten Sichtbarkeit

Keywords

der Tab Keywords im Rankings Bereich

Hier siehst Du die komplette Liste Deiner überwachten Keywords. Für jeden Begriff findest Du Deine Website-Positionen und viele weitere wichtige Daten:

  • Sichtbarkeit: Der geschätzte Traffic, den dieses Keyword auf Deine Seite bringt
  • Die Suchintention des Keywords
  • Monatliches Suchvolumen
  • Intensität des Wettbewerbs
  • Und weitere Metriken

Liste aller überwachten Keywords mit Details

Um Deine Keywords zu ordnen, kannst Du außerdem Tags hinzufügen und damit die Keyword-Liste filtern.

Tipp: Über das Zahnrad-Symbol kannst Du die angezeigten Spalten in Deiner Tabelle anpassen.

Stelle über das Zahnrad-Symbol die angezeigten Spalten ein

Um mehr Details zur Performance eines bestimmten Keywords zu erhalten, kannst Du dieses einfach anklicken:

Keyword-Details

Dadurch siehst Du u.a. den Sichtbarkeits-Trend für dieses einzelne Keyword und die Top 100 Seiten, die dafür ranken. Zusammen mit den Daten zur Suchintention kann Dir das Aufschluss darüber geben, welche Art von Content Google für diesen Suchbegriff als relevant einstuft.

Top 100 zu diesem Keyword bei google.de

Der „Keywords“-Tab zeigt Dir außerdem, wo Du in der KI-Suche stehst. Löst ein Keyword eine Google AI Overview aus, siehst Du direkt daneben einen AI-Overview-Indikator. Klicke ihn an, um Dir die komplette Antwort von Google anzusehen und zu prüfen, welche Quellen zitiert wurden. So erkennst Du, ob Deine Website dabei ist.

AI-Overview-Indikator im Keywords-Tab

Geöffnete AI Overview mit vollständiger Antwort und zitierten Quellen

Der „Keywords“-Tab bietet Dir also eine Fülle von Daten, um die Performance Deiner Website für Deine überwachten Keywords genau zu analysieren.

Top-Seiten

Wie bereits erwähnt zeigt dieser Tab eine Übersicht derjenigen Seiten, die in den Suchergebnissen am besten performen.

der Tab Top-Seiten im Rankings Bereich

So erkennst Du auf einen Blick, was auf Deiner Website besonders gut funktioniert und kannst dieses Wissen nutzen, um Deine Content- und SEO-Strategie zu optimieren.

Außerdem kannst Du hier sehen, welche Seiten aus SEO-Sicht besonders „wertvoll“ sind und bei deren Optimierung Du besonders aufmerksam sein solltest.

Wettbewerber

der Tab Wettbewerber im Rankings Bereich

Hier kannst Du die Rankings Deiner Wettbewerber überwachen und deren Sichtbarkeit mit Deiner vergleichen – für alle Deine getrackten Keywords. So weißt Du genau, wo Du im Vergleich zur Konkurrenz stehst.

Um das Wettbewerber Monitoring zu starten, klicke auf „Wettbewerber hinzufügen“ und trage die Domains Deiner Konkurrenten ein.

Lege Wettbewerber zur Überwachung an

Seobility analysiert dann deren Rankings für Deine überwachten Keywords und zeigt Dir die Ergebnisse:

Übersicht über die Rankings der überwachten Wettbewerber

Mit einem Klick auf einen Wettbewerber in der Liste siehst Du, wie Deine Website im direkten Vergleich abschneidet. Du kannst sowohl die Sichtbarkeit insgesamt als auch die Rankings für einzelne Keywords vergleichen:

Vergleich der Sichtbarkeit des Wettbewerbers mit Deiner Website

White-Label Ranking-Reports

Mit den White-Label-Ranking-Reports von Seobility kannst Du Deine SEO-Erfolge auf professionelle Art mit Deinen Kunden oder Kollegen teilen. Klicke einfach oben auf „Exportieren“, lade Dein Logo hoch und wähle den gewünschten Report aus.

Klicke den Button Exportieren, um einen PDF-Report zu generieren

Und fertig! Seobility erstellt Dir einen professionellen PDF-Report, der Deine SEO-Erfolge optimal präsentiert.

Bitte beachte, dass die White-Label-Ranking-Reports im Professional-Paket und im Agentur-Paket verfügbar sind.

Das war’s zum Thema Rankings! Als Nächstes zeigen wir Dir, wie Du mit Seobility Dein Backlink-Profil überwachen und verbessern kannst.

Mit dem Backlink Monitoring von Seobility behältst Du neue, verlorene und kaputte Backlinks im Blick, analysierst Dein Backlink-Profil und entdeckst individuelle Linkbuilding-Möglichkeiten für Deine Website.

Backlinks zählen nicht nur zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei Google, sondern sind neben Erwähnungen Deiner Website auch wichtig, um Deine Sichtbarkeit in AI-Suchmaschinen zu erhöhen. Deshalb ist die Pflege und der Aufbau von Links von anderen Websites entscheidend für bessere Positionen in traditionellen Suchmaschinen sowie AI Tools.

Lass uns nun schauen, welche Informationen dieser Bereich für Dich bereithält.

Überblick

der Tab Überblick im Backlinks Bereich

Der Überblick-Tab verschafft Dir einen schnellen Einblick in die Backlinks Deiner Website. Hier kannst Du das Wachstum Deiner Links beobachten und aktuelle Veränderungen auf einen Blick sehen.

Oben findest Du einen Graphen mit Deinen verweisenden Domains – also der Anzahl einzelner Websites, die auf Dich verlinken. Außerdem erhältst Du wichtige Statistiken zu Deinem Link-Profil, z.B. das Verhältnis zwischen Follow– und Nofollow-Links. Diese Informationen helfen Dir, die Qualität Deines Link-Profils einzuschätzen. (Mehr zu diesem Thema findest Du in unserem Blogartikel Linkbuilding Guide: So sicherst Du Dir hochwertige Backlinks.)

Entwicklung der verweisenden Domains im Zeitverlauf

Darunter siehst Du eine Übersicht der Links, die Du in den letzten 14 Tagen gewonnen und verloren hast.

Übersicht über neue und verlorene Backlinks

Ähnlich wie im Rankings Bereich zeigt Dir der Tab abschließend Deine am häufigsten verlinkten Seiten – also die Top-Seiten Deiner Website, die die meisten Backlinks anziehen:

Top 20 Seiten basierend auf verweisenden Domains

Backlinks

der Tab Backlinks im Backlinks Bereich

Der Backlinks Tab gibt Dir einen kompletten Überblick über alle verweisenden Links zu Deiner Website, die Seobility gefunden hat. Für jeden Backlink siehst Du:

  • Welche Website auf Dich verlinkt
  • Die Art des Links (Bild- oder Textlink, Follow oder Nofollow)
  • Den verwendeten Ankertext
  • Welche Deiner Seiten den Link erhält
  • Ein Rating, das den Wert jedes Links einschätzt

Auflistung aller Backlinks

Grundsätzlich solltest Du auf ein natürliches Backlink-Profil mit unterschiedlichen Link-Arten, Ankertexten etc. achten. Diese Mischung signalisiert Google, dass Deine Backlinks „echt“ und nicht künstlich aufgebaut sind. In unserem Linkbuilding-Guide erfährst Du mehr über diese Faktoren und ihre Bedeutung für ein hochwertiges Backlink-Profil.

Der Backlinks Tab zeigt Dir außerdem Deine:

  • Neu gewonnenen Links
  • Kürzlich verlorenen Links
  • Broken Backlinks (Links auf nicht mehr existierende Seiten)

Filtere die Backlink Liste

Um ein starkes Backlink-Profil aufrecht zu erhalten, solltest Du besonders bei verlorenen und kaputten (Broken) Backlinks aktiv werden, da diese den “Link-Juice”, der auf Deine Website fließt, reduzieren. Bei verlorenen Backlinks kann es sich lohnen, den jeweiligen Website-Betreiber zu kontaktieren, falls die Links nur versehentlich entfernt wurden. Defekte Linkziele auf Deiner eigenen Website solltest Du schnellstmöglich beheben – entweder indem Du die zugrundeliegenden Probleme behebst oder die URLs auf funktionierende Alternativen weiterleitest.

Wettbewerber

der Tab Wettbewerber im Backlinks Bereich

Du würdest gerne wissen, woher Deine Wettbewerber eigentlich ihre Backlinks bekommen?

Der Wettbewerber-Tab gibt Dir detaillierte Einblicke in deren Link-Profile! Das hilft Dir dabei…

  • einzuschätzen, wie viele Backlinks Du brauchst, um konkurrenzfähig zu bleiben
  • die Linkbuilding-Strategien Deiner Wettbewerber zu analysieren
  • neue potentielle Linkbuilding-Möglichkeiten für Deine eigene Website zu entdecken

Du findest hier dieselben Wettbewerber, die Du bereits im Wettbewerber-Tab des Rankings Bereichs hinzugefügt hast.

Vergleich der Wettbewerber Backlinks mit den eigenen

Klicke auf einen der Wettbewerber, um eine vollständige Liste der Websites zu sehen, die auf diesen verlinken:

detaillierter Backlink-Vergleich mit einem Wettbewerber

Diese Websites könnten potentielle Ziele für Deine eigenen Outreach- und Linkbuilding-Kampagnen sein – oder einfach als Inspiration dafür dienen, welche Art von Websites Interesse an einer Verlinkung zu Deinen Inhalten haben könnten.

Linktexte

der Tab Linktexte im Backlinks Bereich

Hier findest Du die am häufigsten verwendenten Linktexte (auch “Ankertexte” genannt) in Deinen Backlinks:

Übersicht über Linktexte der Backlinks

Ankertexte sind ein wichtiger Faktor für die Qualität eines Links, da sie Google vermitteln, worum es auf Deiner Website (aus Sicht der verlinkenden Website) geht.

Ankertexte helfen dabei, Relevanz für bestimmte Keywords aufzubauen. Du solltest aber zu viele “Exact-Match” Ankertexte (also Linktexte, in denen das Ziel-Keyword Deiner Seite exakt so verwendet wird) vermeiden. Denn zu viele dieser Ankertexte können auf Google unnatürlich wirken und möglicherweise zu Abstrafungen führen. Deshalb ist die Überwachung Deiner Ankertext-Verteilung so wichtig.

Du möchtest sehen, welche Websites einen bestimmten Ankertext verwenden? Klicke einfach auf den Pfeil neben der Backlink-Anzahl, um alle Links mit diesem Ankertext einzusehen.

Auflistung der Seiten, die einen konkreten Linktext verwenden

Linkaufbau

der Tab Linkaufbau im Backlinks Bereich

Dieser Tab liefert Dir individuelle Linkbuilding-Möglichkeiten für Deine Website. Seobility erstellt diese Vorschläge basierend auf Deinen überwachten Keywords und Wettbewerbern.

Um gute Ergebnisse zu erhalten, stelle bitte sicher, dass Du…

  • Keywords im Ranking-Monitoring
  • und mindestens einen Wettbewerber angelegt hast.

Je mehr Keywords und Wettbewerber, desto besser die Ergebnisse.

Klicke auf „Möglichkeiten berechnen“, um das Feature zu starten.

Klicke auf den Button Möglichkeiten berechnen

Die Analyse braucht etwas Zeit – Du erhältst eine E-Mail, sobald Deine Ergebnisse vorliegen.

Seobility unterteilt die gefundenen Möglichkeiten in vier Kategorien:

Linkbuilding Möglichkeiten in vier Kategorien

  1. Mehrere Wettbewerber: Websites, die auf mehrere Deiner Konkurrenten verlinken – sie könnten auch an einem Link zu Deiner Website interessiert sein
  2. Top 40 Seiten: Top-rankenden Produktlisten, Foren und Blogs zu Deinen Keywords, die keine direkten Wettbewerber sind
  3. Gesponserte Inhalte: Seiten mit gesponserten Inhalten oder Gastbeiträgen Deiner Wettbewerber – potenzielle Ziele für Deine eigenen Inhalte
  4. Broken Backlinks: Kaputte Links zu Konkurrenz-Websites – hier kannst Du bessere, funktionierende Alternativen von Deiner eigenen Website als Ersatz anbieten

Diese Listen bieten Dir verschiedene Ansätze und potenzielle Ziele für den Aufbau von Backlinks zu Deiner Website. Zusätzlich empfehlen wir Dir unseren Linkbuilding-Guide, der einen allgemeinen Überblick über bewährte Linkbuilding-Strategien gibt.

Wettbewerber-Dashboard

Du hast bereits gesehen, dass Du sowohl im Ranking Monitoring als auch im Backlink Monitoring Deine Wettbewerber im Blick behalten kannst. Das Wettbewerber-Dashboard führt all das an einer Stelle zusammen.

Wettbewerber-Dashboard mit der Liste der Wettbewerber

Hier bekommst Du eine kombinierte Ansicht der Sichtbarkeit Deiner Wettbewerber (aus dem Ranking Monitoring) und ihrer Backlink-Profile (aus dem Backlink Monitoring), direkt neben Deiner eigenen Website. So erkennst Du auf einen Blick:

  • wie sich die Sichtbarkeit jedes Wettbewerbers im Vergleich zu Deiner über die Zeit entwickelt
  • wie sein Backlink-Profil wächst oder schrumpft
  • ob Du vorne liegst, zurückliegst oder auf einem ähnlichen Niveau bist

Das Dashboard nutzt die Wettbewerber, die Du in Deinem Ranking Monitoring und Backlink Monitoring hinterlegt hast. Um Dir einen davon genauer anzusehen, klicke auf das Stern-Symbol neben dem jeweiligen Wettbewerber. Seobility zeigt Dir dann Vergleichsgrafiken Deiner Website gegenüber diesem Wettbewerber.

So bekommst Du ein klares Bild davon, wo Du stehst, und kannst entscheiden, worauf Du Dich als Nächstes konzentrierst.

Uptime Monitoring

Wenn Deine Website ausfällt, verlierst Du nicht nur Besucher. Bleibt sie zu lange offline, kann Dich das auch Rankings kosten. Deshalb behält Seobility Deine Website rund um die Uhr im Blick.

Uptime Monitoring im Bereich Website Health

Das Uptime Monitoring prüft, ob Deine Website erreichbar ist, und misst Deine Server-Antwortzeit, die ein wichtiges Signal für SEO und User Experience ist. Du findest es im Bereich „Website Health“ Deines Projekts.

Für die Start-URL Deines Projekts ist es automatisch aktiv, Du musst also nichts einrichten, um loszulegen. Du möchtest es genauer einstellen? Dann klicke über dem Antwortzeit-Diagramm auf „Einstellungen“ und lege fest:

  • wie oft wir Deine Website prüfen (von einmal pro Minute bis alle 60 Minuten)
  • ab welcher Antwortzeit Du eine Warnung erhältst (Standard: 2000 ms)
  • ob und an wen wir E-Mail-Benachrichtigungen senden

Fällt Deine Website aus, benachrichtigen wir Dich per E-Mail, damit Du das Problem beheben kannst, bevor es Dich Rankings oder Besucher kostet.

Tools

Zusätzlich zu unseren Haupt-Features bietet Dir Seobility verschiedene Tools für zusätzliche Funktionen oder detaillierte Einzelseiten-Analysen.

Du findest sie ganz unten in der Hauptnavigation:

Tools in der Navigation

Hier ein Überlick darüber, was Du mit jedem dieser Tools machen kannst:

  • Keyword Recherche Tool: Entdecke neue Keywords, Content-Ideen und Ranking-Potentiale für Deine Website.
  • WDF*IDF Tool: Optimiere Deine Inhalte für Top-Rankings mithilfe der bewährten WDF*IDF-Formel.
  • Redirect Check: Prüfe, ob der WWW-Redirect Deiner Website korrekt eingerichtet ist, um Duplicate-Content-Probleme und negative Auswirkungen auf Deine Rankings zu vermeiden.
  • SERP Snippet Generator: Optimiere Deine Seitentitel und Meta-Descriptions für bessere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und mehr Klicks.
  • Backlink Check: Analysiere die Backlinks jeder beliebigen Domain oder URL und entdecke neue Linkbuilding-Möglichkeiten.
  • Ranking Check: Prüfe, wo Deine Website oder eine beliebige andere Seite in den Google-Ergebnissen für ein Keyword rankt.
  • SEO Check: Analysiere jede beliebige Webseite auf technische Fehler und Onpage-SEO-Probleme, die Top-Rankings verhindern könnten.
  • Keyword Check: Prüfe, wie gut eine Seite für ihr Ziel-Keyword optimiert ist und erhalte Verbesserungsvorschläge
  • SEO Compare: Lerne von der Konkurrenz durch den direkten Vergleich der Keyword-Optimierung zweier Seiten.

Starte jetzt mit Seobility Deinen Weg zu besseren Rankings

Das war’s mit unserem Überblick über die All-in-One SEO-Software von Seobility. Du hast jetzt alles, was Du brauchst, um die Sichtbarkeit Deiner Website zu verbessern, bei Google genauso wie in der KI-Suche. Unser Support-Team steht Dir bei Fragen zu allen Features gerne zur Seite. 🙂

Wir wünschen Dir viel Spaß und Erfolg bei der Optimierung Deiner Website!

JavaScript SEO: Die größten Herausforderungen und Best Practices

Die User Experience einer Website ist ein wichtiger Faktor für ihr Suchmaschinen-Ranking. JavaScript (JS) kann hierbei eine sehr wertvolle Technologie sein, denn damit lassen sich für User dynamische und interaktive Inhalte schaffen.

Aber leider ist das auch nicht ganz unproblematisch: Suchmaschinen und ihre Crawler sind nämlich nicht ganz so angetan von JavaScript. Google und einige andere Suchmaschinen können zwar JavaScript-Inhalte ausführen und indexieren, aber viele Crawler tun sich dennoch schwer damit. Besonders problematisch ist es für KI-Crawler, von denen die meisten gar nicht in der Lage sind, JavaScript richtig zu verarbeiten.

Was das für Dich bedeutet? Wenn Deine Website Inhalte dynamisch über JavaScript lädt, kann das die Sichtbarkeit Deiner Inhalte erheblich beeinträchtigen. Das gilt sowohl für die traditionellen organischen Suchergebnisse als auch für die immer beliebter werdende KI-gestützte Suche.

In diesem Leitfaden sehen wir uns die Herausforderungen bei der Verwendung von JavaScript auf Deiner Website an und teilen SEO-Best-Practices, mit denen Du diese Probleme angehen kannst. Außerdem zeigen wir Dir, wie Seobility bei der Analyse und Optimierung Deiner JavaScript-Website helfen kann.

Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, was JavaScript eigentlich ist und wie das Ganze funktioniert, empfehlen wir Dir vor dem Lesen dieses Leitfadens unseren Wiki-Artikel zu JavaScript.

Was macht JavaScript-SEO so besonders?

Wenn JavaScript zum dynamischen Laden und Anzeigen von Inhalten verwendet wird, spricht man von Client-Side Rendering (CSR). Das bedeutet, dass das Client-Gerät (also der Browser des Users) JavaScript-Inhalte verarbeiten muss, um die Seite auf dem Gerät des Users zu rendern (d. h. verarbeiten und anzeigen). Dies steht im Gegensatz zum Server-Side Rendering, bei dem der Server der Website vorab gerendertes HTML für den Browser generiert. Hier ist also bereits alles für den User vorbereitet und Tools, die kein JavaScript verwenden, wissen schneller, was sie anzeigen sollen.

JavaScript eignet sich hervorragend zum Erstellen dynamischer Inhalte, zum Beispiel für Quizzes:

Beispiel für interaktive Inhalte Dynamische, über JavaScript hinzugefügte Inhalte können eine Website interaktiver und ansprechender machen, doch diese Inhalte sind nicht immer für alle Suchmaschinen und Crawler sichtbar.

User lieben und teilen solche Inhalte gerne, aber leider müssen wir davon ausgehen, dass viele Suchmaschinen nur statische Inhalte, die ohne JavaScript angezeigt werden, crawlen. In unserem Fall heißt das, Crawler sehen nicht den Inhalt, der nach Klick auf den Button „Quiz starten“ angezeigt wird:

Seite 2 des Quizzes

Das mag vielleicht kein Problem sein, wenn es nur um ein kleines Quiz geht. Aber bei wichtigeren Inhalten sieht das schon ganz anders aus.

Wenn Du gut ranken willst, musst Du Deine Inhalte also so gestalten, dass sie für Suchmaschinen-Crawler bereit und lesbar sind, auch wenn Du JavaScript und Client-Side Rendering nutzt. Obwohl einige hohe Tiere bei Google zur Vorsicht mit JavaScript geraten haben, kann Googlebot JS-Inhalte rendern und Bingbot ist ihm dicht auf den Fersen. Andere Suchmaschinen und KI-Crawler haben allerdings oft Schwierigkeiten, über JavaScript gelieferte Inhalte zu verarbeiten.

Zusammenfassend sei gesagt: Um die Herausforderung des Client-Side Renderings zu lösen, musst Du Dein JavaScript in der Regel optimieren und sicherstellen, dass wichtige Inhalte immer vom Server vorgerendert werden, ohne auf JavaScript angewiesen zu sein. So stellst Du sicher, dass Google und andere Crawler nichts Wesentliches übersehen. Wir werden an späterer Stelle noch ausführlicher darüber sprechen, wie Du das umsetzen kannst.

  Client-side Rendering (CSR) Server-side Rendering (SSR)
Wie werden Inhalte angezeigt  (Rendering) Nutzt die Ressourcen des Besucher-Geräts, um Inhalte mit JavaScript zu rendern. Wird auf dem Server vor dem Anzeigen als vorgerendertes HTML erzeugt.
Warum es Usern gefällt Dynamische, interaktive Websites & personalisierte User Experience. Seiten werden schneller geladen, einfachere Indexierung, bessere technische SEO.
Crawling Suchmaschinen und wichtige Crawler können dynamisch geladene Inhalte möglicherweise nicht sehen. Sofort für die Indexierung durch alle Suchmaschinen und wichtigen Crawler bereit.

Die Herausforderungen bei der JavaScript-Optimierung

Aufgrund der Tatsache, dass JavaScript-SEO überhaupt ein Thema ist (so etwas wie PHP-SEO gibt es schließlich nicht, oder?), kannst Du Dir wahrscheinlich schon denken, dass es hierbei einige Herausforderungen gibt. Wir gehen hier auf einige der größeren ein.

JavaScript-Frameworks

Manche im Web Development gern genutzten JavaScript-Frameworks wie React, Angular oder Vue können neue Inhalte laden, ohne dass dabei die Seite vollständig neu lädt. Sie werden beispielsweise eingesetzt, um die Startseite, die „Über uns“-Seite und Datenschutzrichtlinien eines Unternehmens über dieselbe URL anzuzeigen, ohne dass sich die URL in der Adressleiste jemals ändert.

Dies wird als Routing bezeichnet. Routing ändert den Zustand einer Seite, also das, was auf dem Bildschirm angezeigt wird, ohne dass die gesamte Seite und ihre Adresse geändert wird.

Für Suchmaschinen kann das problematisch sein, da sie in der Regel eine eindeutige URL für jede Seite erwarten. Wenn sich der Inhalt ändert, aber die URL gleich bleibt, ist es möglich, dass Teile der Website nicht indexiert werden.

Crawling und Indexierung

Wenn eine Suchmaschine JavaScript-basierte Inhalte nicht richtig lesen kann, werden diese in den Suchergebnissen nicht angezeigt. Das kann beispielsweise passieren, wenn Informationen wie Produktdetails, Bewertungen oder Preise von externen Diensten geladen werden (zum Beispiel von einem Bewertungs- oder Lagerverwaltungs-Plugin, das Daten von einer anderen Website oder aus Unternehmenssystemen bezieht). Da diese Inhalte erst nach dem Laden der Seite erscheinen, kann es sein, dass Suchmaschinen sie nicht „sehen“ oder verarbeiten. In manchen Fällen wird ihnen der Zugriff sogar komplett verwehrt.

JavaScript kann außerdem, basierend auf User Sessions, viele Versionen derselben Seite mit leicht unterschiedlichen URLs erzeugen. Das passiert oft, wenn Tracking-Codes oder Filter zur URL hinzugefügt werden. Dadurch können Probleme mit Duplicate Content entstehen. Dieses Problem kannst Du allerdings mit Canonical Tags in den Griff bekommen.

KI-Crawler

Eine Studie von Vercel über KI-Crawler hat ergeben, dass viele der aktuell führenden KI-Crawler (ChatGPT, Claude, Meta, Bytespider und Perplexity) nicht in der Lage sind, JavaScript auszuführen. Wir wissen noch nicht, ob sich Gartners Vorhersage bewahrheiten wird und KI-Sprachmodelle (LLMs) traditionelle Suchmaschinen ersetzen werden. Aber wir kennen wahrscheinlich alle jemanden, der ChatGPT oder Claude bereits wie eine Suchmaschine nutzt.

Wenn Du in diesen LLM-basierten Suchergebnissen angezeigt werden möchtest, solltest Du unbedingt dafür sorgen, dass Deine Inhalte dafür zugänglich sind.

Performance und Nachhaltigkeit

Mehrere, große oder schlecht optimierte JavaScript-Dateien können das Rendering blockieren. Das bedeutet, dass die Seite erst dann richtig angezeigt werden kann, wenn das JS und alle zugehörigen Elemente vollständig vom Gerät des Nutzers heruntergeladen und verarbeitet wurden, was den Lade- und Anzeigevorgang verlängern kann.

Ebenso kann es eine eher unschöne Layoutverschiebung, auch als Cumulative Layout Shift (CLS) bekannt, zur Folge haben. Hier wird der Inhalt aufgrund von spät ladenden Inhalten „live umgestaltet“. Ein klassisches Beispiel für diese Umgestaltung, die wir alle schon gesehen haben: Eine eCommerce-Website lädt zunächst, aber wenige Sekunden später erscheint oben ein Banner mit den neuesten Angeboten, wodurch sich die Inhalte darunter verschieben. Dies kann sich sowohl erheblich auf die Performance als auch auf die User Experience auswirken. Und wir wissen, dass beides wichtige Rankingfaktoren sind …

Beispiel für Cumulative Layout Shift
Ein Beispiel für Cumulative Layout Shift: Das Layout dieser Seite ändert sich mehrmals während des Ladens.

Gleichzeitig erhöht die Übertragung großer Dateien und Client-Side Rendering deutlich den CO2-Fußabdruck von Websites. Das Bewusstsein für digitales CO2 wächst und mit der bevorstehenden Einführung der W3W Web Sustainability Guidelines ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Dir die Auswirkungen Deines JavaScript-Renderings genauer anzuschauen.

Tracking und Analytics

Oftmals sind Tools wie Google Analytics selbst JavaScript-basiert. Das heißt, dass es hier bei JavaScript-lastigen Websites wiederum zu Konflikten kommen kann. Wenn Tracking-Skripte nicht geladen werden oder sich das Laden deutlich verzögert, werden User-Interaktionen möglicherweise nicht richtig erfasst. Das wirkt sich negativ auf die Qualität Deiner Analytics-Daten aus.

Structured Data und andere Optimierungen

Einige SEO- und Internationalisierungs-Tools nutzen JavaScript, um Schema-Markup (Structured Data) oder lokalisierte Inhalte auf einer Website einzufügen. Das betrifft beispielsweise ALT-Attribute, manchmal aber auch Meta-Tags und Seiteninhalte.

Es ist jedoch ziemlich riskant, sich beim dynamischen Einfügen wichtiger Inhalte auf JavaScript zu verlassen. Beispielsweise kannst Du dir so die Chance verbauen, in Rich-Snippet-Suchergebnissen zu erscheinen, wenn Dein Schema-Markup nicht erkannt wird. Oder es kann passieren, dass Suchmaschinen alternative Sprachversionen Deiner Inhalte nicht finden.

JavaScript SEO Best Practices

Du weißt jetzt, dass es (viele) Herausforderungen gibt. Allerdings besteht deshalb noch lange kein Grund zur Panik. Denk dran, dass nicht jedes JavaScript dieselben Probleme mit sich bringt und selbst wenn, gibt es in der Regel gute Wege, diese sowohl für User als auch für die Suchmaschinenoptimierung zu lösen.

Verzichte auf JavaScript, wenn es keinen Mehrwert bietet

JavaScript an sich ist keine schlechte Sache. Oftmals ist es der effektivste Weg, um bestimmte Funktionen für Barrierefreiheit hinzuzufügen, wie zum Beispiel Dark Mode oder reponsive Menüs.

Dennoch lohnt es sich zu überlegen, ob Deine geplanten Inhalte wirklich in JavaScript bereitgestellt werden müssen. Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit? Eine, die wichtige Inhalte nicht vor Crawlern verbirgt? Bevor Du mit Deinen Optimierungen weitermachst, solltest Du sicherstellen, dass sämtliche Inhalte, die permanent angezeigt werden sollen, unabhängig von JavaScript bereitgestellt werden.

Rendere wichtige Inhalte ohne JavaScript

Achte darauf, dass wichtige Inhalte wie Above-the-Fold-Inhalte, Metadaten, Bilder, Links und Schema-Markup für Suchmaschinen auch ohne JavaScript zugänglich sind. Server-side Rendering (SSR), auch bekannt als Pre-Rendering oder Static Site Generation (SSG), bedeutet, dass die Seite vollständig aufgebaut wird, bevor sie an den Browser gesendet wird. Bei JavaScript-lastigen Websites, bei denen vollständige SSR- oder SSG-Ansätze nicht in Frage kommen, kann dynamisches Rendering eine effektive Alternative sein. Hierbei wird Suchmaschinen und anderen Crawlern eine vorgerenderte Version angezeigt, während menschliche Besucher in den Genuss der vollständigen interaktiven Experience mit JavaScript kommen.

Einige Frameworks wie Next.js oder Nuxt.js unterstützen diese duale Einrichtung von Haus aus. Für andere JavaScript-Frameworks gibt es ebenfalls entsprechende Tools.

Ein Tool, das man dafür nutzen kann, ist beispielsweise Prerender. Prerender erstellt automatisch indexierbare Versionen Deiner Seiten. Hier erfährst Du mehr über Pre-Rendering.

Funktionsweise von Prerender
So funktioniert Pre-Rendering (Quelle)

Der Grundgedanke ist, dass Deine wichtigsten Inhalte immer verfügbar und bereit für die Indexierung sind, selbst wenn JavaScript zu spät zum Rendering-Date kommt.

Nutze SEO-freundliches Lazy Loading und Progressive Enhancement

Gestalte Deine Website so, dass grundlegende Inhalte immer geladen werden können, selbst wenn JavaScript nicht funktioniert oder andere Elemente länger zum Laden brauchen. Beim Progressive Enhancement geht es darum, eine funktionale Basis in statischem HTML bereitzustellen, die auch ohne JavaScript lädt und die wichtigsten Anforderungen erfüllt. JavaScript wird dann genutzt, um interaktive Funktionen hinzuzufügen.

Ein Blogbeitrag kann beispielsweise so gestaltet werden, dass Text und Bilder zuerst angezeigt werden, während Zusatzfunktionen wie ein interaktiver Kommentarbereich erst später, wenn JavaScript verfügbar ist, erscheinen. So stellst Du sicher, dass Deine wichtigsten Inhalte zugänglich und indexierbar bleiben, selbst wenn JavaScript nicht richtig lädt.

Lazy Loading ist eine weitere nützliche Technik, bei der Bilder oder andere Elemente erst bei Bedarf geladen werden, um den Pagespeed zu optimieren. Allerdings können Suchmaschinen per Lazy Loading geladene Inhalte möglicherweise nicht richtig indexieren. Achte daher auf Folgendes:

  1. Verwende das HTML-Attribut loading=“lazy“ für Bilder
  2. Verstecke Inhalte nicht mit display: none oder visibility: hidden
  3. Füge immer ein Platzhalterbild ein (z. B. src=“fallback.webp“)

Dadurch stellst Du sicher, dass Suchmaschinen schon vor dem Laden von JavaScript Deine Inhalte erfassen und verstehen.

Optimiere JavaScript für Performance und Nachhaltigkeit

Umfangreiche Skripte können Deine Seiten verlangsamen, was sowohl Deinen SEO-Bemühungen als auch der User Experience schadet. Gleichzeitig wächst auch Dein digitaler CO₂-Fußabdruck. Aber zum Glück gibt es Möglichkeiten, diese Auswirkungen möglichst gering zu halten:

  • Ein guter Startpunkt ist die Minimierung und Komprimierung Deiner JavaScript-Dateien, um ihre Größe und Ladezeit möglichst gering zu halten. Viele Caching– und Optimierungstools minimieren automatisch den Code und ermöglichen GZIP-Komprimierung für schnelleren, schlanken Code. Im Internet findest Du auch Minimierungstools für jede andere Art von Code.
  • Du kannst außerdem async und defer nutzen, damit andere Inhalte zuerst (also vor dem JS) geladen werden. Viele Optimierungs-Plugins sind ebenfalls dazu in der Lage.
  • Zudem solltest Du sicherstellen, dass Dein JavaScript nicht das Rendering blockiert, denn das kann Deine Core Web Vitals beeinträchtigen.

Klingt kompliziert? Keine Sorge – in unserem Artikel zur Page Speed Optimierung erklären wir Dir im Detail, wie Du diese Schritte in der Praxis umsetzt.

Zusätzlich kannst Du mit den Chrome-Entwicklertools die “Abdeckung”, das heißt wie viel Code tatsächlich auf Deiner Seite verwendet wird, prüfen. So kannst Du nicht verwendete JS-Elemente finden, die Deinen Pagespeed unnötig verlangsamen.

Technisch versierte Nutzer können auch Code-Splitting in Betracht ziehen. Dabei werden größere Dateien oder JS-Bibliotheken in kleinere Teile aufgesplittet, die leichter zu handhaben sind und bei Bedarf geladen werden können.

Für Entwickler ist auch Vanilla JavaScript eine Überlegung wert, also JavaScript, das nicht auf bestehenden vorgefertigten Funktionen, sogenannten “Bibliotheken”, basiert. Alternativ könnte auch eine schlankere Bibliothek effizienter sein als Features, die von größeren Bibliotheken abhängig sind.

Achte auf JavaScript-Fehler und Crawlbarkeit

JavaScript-Fehler können Deine Seiten beschädigen und ihre Indexierung verhindern. Auf der technischen Seite können Dir die und die Chrome DevTools dabei helfen, Fehler zu finden und JavaScript zu debuggen.

Auch solltest Du darauf achten, dass Deine JS-basierten Inhalte von Crawlern korrekt gerendert werden. Allerdings kann es schwierig sein, selbst zu erkennen, was ein Crawler sehen wird. Mit dem URL Inspection Tool kann Dir die Google Search Console einige Hinweise liefern. Mit diesem Tool kannst Du jede einzelne Seite überprüfen, um sicherzustellen, dass sie von Google korrekt gerendert wird. Hier ein Beispiel:

Tool zur URL-Prüfung in der Search Console

Manchmal sind jedoch detailliertere Informationen mit etwas mehr Kontext nötig. Und hier kommt Seobility ins Spiel! Unser Tool ist in der Lage, Websites mit dynamischen Inhalten, die über JavaScript bereitgestellt werden, zu crawlen.

Wie Seobility Dich in Sachen JavaScript SEO unterstützen kann

Das Seobility Website Audit bietet Dir zwei Crawling-Modi: den Standardmodus ohne JavaScript und den Chrome-Modus (mit aktiviertem JavaScript).

Zur Aktivierung des JavaScript-Crawlings gehst Du auf Übersicht > Crawlereinstellungen für Dein Projekt.

Aktivierung des JavaScript Crawlings in Seobility

Der JavaScript-Crawling-Modus ist besonders bei JavaScript-lastigen Websites sinnvoll: Er ermöglicht die Analyse des gerenderten Codes anstatt nur des ursprünglichen HTML. So kannst Du besser erkennen, was JavaScript-fähige Suchmaschinen in der Realität sehen, obwohl es immer noch keine Garantie ist.

Du kannst auch die JavaScript-Wartezeit festlegen, um so die „Geduld“ der Crawler zu simulieren. So siehst Du genau, was Suchmaschinen möglicherweise erkennen oder nicht erkennen.

Bitte beachte dabei, dass JavaScript-Crawlings deutlich länger dauern als reguläre HTML-basierte Crawlings.

Der Report zu eingebundenen Dateien, den Du unter Onpage > Technik & Meta findest, kann ebenfalls nützliche Einblicke liefern und Probleme mit Deinen JavaScript-Dateien aufzeigen.

Analyse eingebundener Dateien in Seobility

Dieser Bericht hebt alle Probleme im Zusammenhang mit Dateien hervor, die auf Deiner Website verwendet werden, einschließlich JavaScript-Dateien. Zum Beispiel, wenn es einfach zu viele JavaScript-Dateien gibt oder diese Dateien groß sind und die Performance beeinträchtigen.

JavaScript-Probleme können sich in der Seobility-Analyse aber auch auf andere Weise zeigen:

  • Fehlende Metadaten, Alt-Attribute oder etwas anderes, bei dem Du Dir sicher warst, es berücksichtigt zu haben? – Das kann passieren, wenn über JavaScript Bilder oder wichtige Inhalte eingefügt werden.
  • Nicht erkannte Lazy-Loaded-Bilder? – Für wichtige Bilder sollte kein Lazy Loading verwendet werden, da sie sonst leicht von Crawlern (ja, auch vom Seobility Crawler) übersehen werden können.
  • Zu viele JavaScript-Dateien, aber Du wusstest bisher nichts von ihrer Existenz? – Klicke auf “Details” im entsprechenden Report, um die URLs direkt ausfindig zu machen.
  • Report Zu Viele Dateien innerhalb einer Seite

Du kannst Seobility auch so einrichten, dass Deine Website regelmäßig neu gecrawlt wird:

Übersicht > Projekteinstellungen
Aktivierung von regelmäßigem Crawling in Seobility

So kannst Du immer Deine Fortschritte bei der Optimierung Deiner JavaScript-haltigen Website verfolgen – oder schnell eingreifen, wenn etwas schiefläuft!

JavaScript & SEO: Nicht zwangsläufig ein Widerspruch

Ja, dynamische Inhalte, die per JavaScript eingefügt werden, stellen einige Herausforderungen für die Optimierung dar und beeinflussen die Art und Weise, wie Suchmaschinen Inhalte crawlen, rendern und indexieren. Doch mit Best Practices wie Server-Side Rendering (SSR), Progressive Enhancement, Lazy Loading, die Optimierung Deines JavaScripts und der gründlichen, regelmäßigen Überprüfung auf Fehler kannst Du optimieren, wie Deine Inhalte von Suchmaschinen verarbeitet werden.

Während die generelle Minimierung von JavaScript und dynamischen Inhalten Dir wahrscheinlich Kopfschmerzen (und CO₂) ersparen wird, gelten viele dieser Best Practices für mehr als nur JavaScript. Und lass Dich nicht von den kniffligen Details abschrecken: JavaScript ist nahezu unverzichtbar, wenn Du eine reaktionsschnelle, zugängliche User Experience schaffen möchtest. Und die Optimierung für Suchmaschinen ist durchaus möglich.

Probiere jetzt das JavaScript Crawling mit Seobility aus – hier kannst Du unser Tool 14 Tage kostenlos testen!

Lust auf mehr JavaScript?

Local Linkbuilding: 12 Strategien um Deine lokalen Rankings zu verbessern und Deine Marke aufzubauen

Es ist nicht leicht, als lokales Unternehmen Fuß zu fassen.

Aber wir können uns wohl alle darauf einigen, dass es essentiell ist, Dein Unternehmen möglichst vielen potenziellen Kunden zu präsentieren. Und wie geht das am besten? Indem Du Deine Präsenz in der lokalen Suche ausbaust.

In einem unserer letzten Blogbeiträge hast Du bereits gelernt, welche lokalen Rankingfaktoren Du berücksichtigen solltest, um Deine lokalen Rankings zu verbessern. Außerdem haben wir uns bereits das Google Unternehmensprofil angesehen (früher: Google My Business), welches der wichtigste Einflussfaktor für ein Ranking im Local Pack ist.

Der Aufbau lokal relevanter Backlinks hingegen ist eine der effektivsten Methoden, um Deine organischen lokalen Rankings zu verbessern. Backlinks sind ein entscheidender Rankingfaktor. Und mit einer starken Linkbuilding-Strategie kannst Du Deine Präsenz in der lokalen Suche ausweiten und Dein Unternehmen mehr Konsumenten bekannt machen.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Warum Local Linkbuilding so wichtig ist
  • Wie Du beim Aufbau lokaler Backlinks am besten vorgehst
  • Leicht umsetzbare Strategien zum Aufbau lokaler Backlinks

… und vieles mehr.

Außerdem haben wir mit der Local SEO Expertin Carrie Hill gesprochen und ihre spannenden Ansichten und Tipps zum Thema Local Linkbuilding in den Artikel eingebaut.

Bist Du bereit? Dann lass uns loslegen.

Was ist Local Linkbuilding?

Die Bezeichnung Local Linkbuilding sagt eigentlich schon alles: Es bezeichnet den Prozess des Aufbaus von Backlinks von relevanten lokalen Websites, die Deinem Unternehmen dabei helfen, für geografisch relevante Keywords in der Suche ganz weit oben zu ranken.

Lokale Backlinks werden immer wieder als einer der wichtigsten lokalen Rankingfaktoren aufgelistet. Im Jahr 2023 ergab eine Studie von Whitespark, dass lokale Backlinks – direkt nach On-Page-Signalen – der zweitwichtigste lokale organische Rankingfaktor sind.

overview of local ranking factors

Backlinks von anderen Websites stellen einen der effektivsten Wege dar, um die Autorität der eigenen Domain zu erhöhen und mehr Traffic auf die eigene Website zu leiten. Und der Aufbau relevanter lokaler Backlinks ist eine der besten Möglichkeiten, um Deine Website als relevante Adresse für die lokale Gemeinschaft zu etablieren.

Zwar gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Backlinks zur eigenen Website aufzubauen, wie beispielsweise Gastartikel, Podcast-Auftritte oder Erwähnungen auf Social Media. Bei lokalen Backlinks sieht die Sache hingegen ein wenig anders aus.

Lokale Backlinks stammen von Quellen, die für das eigene Einzugsgebiet relevant sind, wie Cityguides, lokale Unternehmensverzeichnisse und Blogs.

Mal angenommen, Du betreibst ein vegetarisches Restaurant in Berlin. Wenn Du einen Backlink von einem Pariser Vegan-Blog erhältst, ist das durchaus ein relevanter Link, um Dein Backlink-Profil zu verbessern. Aber er wird nicht viel dazu beitragen, mehr lokale Kunden in Dein Restaurant zu locken. Backlinks von lokalen Websites zu erhalten, ist der beste Weg, um mehr Kunden in der Region zu erreichen.

Und genau deshalb ist es für lokale Unternehmen so wichtig, sich auf Local Linkbuilding zu konzentrieren.

Wenn man es richtig angeht, geht es bei Local Linkbuilding auch nicht nur darum, Backlinks zur eigenen Website zu sammeln. Indem Du Dich in die lokale Community einbringst, lokale Events sponserst und starke Beziehungen aufbaust, wirst Du in den Köpfen der Kunden zur absoluten „Go-To-Brand“. Starke lokale Backlinks folgen dann ganz automatisch.

Local Linkbuilding verstehen

Lass uns erst einmal klären, wie lokale Suchmaschinen-Rankings funktionieren.

Google unterscheidet zwischen zwei Arten von Suchergebnissen: dem Local Pack und den lokalen organischen Suchergebnissen.

Das sogenannte Local Pack sind die drei lokalen Unternehmen, die bei jeder lokalen Suche gemeinsam mit einer Karte ihrer Standorte erscheinen:

Local Pack Beispiel

Dein Google Unternehmensprofil mit Signalen wie Kundenbewertungen ist mit Abstand der wichtigste Rankingfaktor für das Local Pack. Dies bestätigte auch die Studie zu lokalen Rankingfaktoren von Whitespark. Hier erfährst Du mehr darüber, wie Du Dein Google Unternehmensprofil optimieren kannst.

Unterhalb des Local Pack siehst Du die lokalen Suchergebnisse. Wenn Du zum Beispiel nach „pizzeria dresden“ suchst, werden in den lokalen organischen Suchergebnissen Dresdner Pizzerien – zusammen mit anderen relevanten Links wie Local Guides und Verzeichnissen – angezeigt:

lokale organische Rankings

Die lokalen organischen Ergebnisse basieren weitgehend auf Onpage-Signalen und Link-Signalen. Darum ist es so wichtig, starke lokale Backlinks aufzubauen, wenn Du in den lokalen organischen Suchergebnissen eine Top-Platzierung erzielen möchtest.

Die lokale Suche im Zeitalter von KI

Aktuell wird es immer wichtiger, Deine Website für KI-Anwendungen wie ChatGPT oder die neuen KI-Suchfunktionen von Bing und Google zu optimieren. Dabei handelt es sich zwar nicht um klassische Suchmaschinen, sie werden aber oft auch für lokale Empfehlungen genutzt.

KI-Suchfunktionen von Bing und Google

Die Antworten dieser KI-Modelle basieren auf Trainingsdaten, zu denen laut OpenAI (dem Unternehmen hinter ChatGPT) folgende Informationen gehören:

  • Öffentlich zugängliche Daten im Internet
  • Daten, auf die über Partnerschaften mit Drittfirmen zugegriffen wird
  • Von Trainern/Forschern zur Verfügung gestellte oder generierte Daten

Weiter heißt es: “it learns about associations between words and concepts, and those learnings help the model update its numbers/weights. The model then uses those weights to predict and generate new content in response to a user request.” [Auf Deutsch: Es lernt durch Assoziationen zwischen Wörtern und Konzepten und durch diese Lernerfahrungen kann das Modell seine Werte/Gewichtungen aktualisieren. Das Modell kann diese dann dazu nutzen, um neue Inhalte als Antwort auf eine Nutzeranfrage vorauszusagen und zu generieren.]

Das bedeutet, dass Erwähnungen Deines lokalen Unternehmens (und die Websites, auf denen diese Erwähnungen gefunden werden) Einfluss darauf haben könnten, ob Dein Unternehmen von Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT gefunden wird oder nicht und wie oft und an welcher Stelle es auftaucht.

Dazu kommt, dass neuere Modelle sogar selbst dazu in der Lage sind, im Internet zu suchen. Oder sie sind, wie z. B. Microsoft Copilot, in die Suche integriert.

Microsoft Copilot

Beim Lesen dieses Beitrags solltest Du also auch an die KI-Suche denken. Citations, (nicht verlinkte) Erwähnungen und sogar Bewertungen könnten dort mit der Zeit immer wichtiger werden und eine ähnliche Funktion einnehmen wie lokale Links in der traditionellen Suche.

Das Gute ist, dass Dir unsere Tipps, Tricks und Methoden in diesem Beitrag auch in dieser Hinsicht helfen werden.

Die große Herausforderung des Local Linkbuilding

Wenn wir an Linkbuilding denken, ist unser erster Impuls wahrscheinlich, möglichst viele Domains mit hoher Autorität zu finden und so viele Backlinks wie möglich von diesen auf die eigene Website aufzubauen.

Beim Aufbau einer starken Präsenz in der lokalen Suche besteht die Herausforderung allerdings darin, dass die meisten lokalen Unternehmen keinen starken Content haben. Kleinunternehmer haben meist keine Zeit oder Ressourcen, um Content zu erstellen. Aus diesem Grund verfügen sie selten über verlinkbare Inhalte, die viele Backlinks einbringen könnten.

Wenn Nutzer nach lokalen Unternehmen suchen, wollen sie aber in der Regel gar keine herausragenden Inhalte finden. Ihr Ziel ist lediglich, die besten Dienstleister in ihrer Region zu finden. Das bedeutet, sie suchen für gewöhnlich eher nach navigationsbezogenen Keywords wie „berlin cafe“ und nicht nach informationsbezogenen Keywords wie „wie mache ich cold brew selbst“.

Kleine Unternehmen erhalten Backlinks oft aufgrund ihrer Relevanz für die Community vor Ort. Lokale Websites verlinken eher auf lokale kleine Unternehmen als auf große nationale Marken. Und deshalb besteht die Hauptaufgabe beim Aufbau lokaler Backlinks darin, den eigenen lokalen Markt anzusprechen.

Um Deine Präsenz in der lokalen Suche zu verbessern, musst Du in größeren Dimensionen denken.

Du baust nicht bloß Backlinks auf. Die baust eine starke lokale Marke auf.

Wir haben darüber mit Carrie Hill gesprochen, die als Expertin für Local SEO und Community Managerin bei der amerikanischen Local SEO Agentur Sterling Sky tätig ist. Seit 2005 ist sie einer der führenden Köpfe im Bereich des Digital Marketing und hält auf Konferenzen Vorträge über Community-Aufbau, Content-Erstellung und viele weitere Themen. Sie leitet LocalU Advanced, eine Veranstaltungsreihe zum Thema lokales Marketing.

Carrie Hill„Ich bin kein Fan des Begriffs ‚Linkbuilding‘. Die Vorteile des Backlinkaufbaus innerhalb der eigenen Community bringen so viel mehr als bloß einen Backlink. Man denke nur an die Partnerschaften, die man schmiedet, wenn man sich über die Kooperationsmöglichkeiten zwischen zwei Marken unterhält. Deine Partner können Dich an Kunden weiterempfehlen und umgekehrt. Wir haben uns vor einem Jahrzehnt vom Linkbuilding zum Markenaufbau entwickelt – und gleichzeitig damit begonnen, unsere Kunden dazu zu bewegen, in die Beziehung und nicht bloß einen Backlink zu investieren.“ (aus dem Englischen übersetzt)

– Carrie Hill

Local Linkbuilding Strategien

Der Aufbau von lokalen Backlinks ist oftmals eine größere Herausforderung als Linkbuilding für große Marken. Denn der Fokus liegt hier auf lokal relevanten Keywords, die kein hohes Suchvolumen haben. Und viele der Websites, mit denen Du dabei in Kontakt treten wirst, werden vermutlich keine hohe Domain Authority haben.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Es existiert eine ganze Reihe von Best Practices, mit denen Du ein starkes Linkprofil innerhalb eines lokalen Marktes – und damit gleichzeitig auch Deine Marke – aufbauen kannst.

Sehen wir uns das Ganze doch einmal genauer an.

Baue Citations auf

Wenn Du damit beginnst, Dich mit lokalen Backlinks zu beschäftigen, sollte der Aufbau von Citations Dein erster Schritt sein. Das Ziel dabei ist, grundlegende Informationen über Dein Unternehmen bei so vielen Quellen wie möglich zu hinterlegen.

Citations sind nicht dasselbe wie Backlinks. Bei Backlinks handelt es sich um Verlinkungen von anderen Websites auf Deine eigene. Citations wiederum sind Einträge in Online-Verzeichnissen für Unternehmen, die den Namen des Unternehmens, die Adresse und die Telefonnummer – also die NAP-Daten – umfassen. Häufig enthalten diese Branchenverzeichnisse auch einen Link zur eigenen Website. Der Aufbau von Citations kann also durchaus dabei helfen, Backlinks zu erhalten.

Bei Branchenverzeichnissen erhältst Du zwar oft Nofollow-Links, allerdings sind diese Backlinks unglaublich einfach aufzubauen. Darüber hinaus kannst Du damit die lokale Relevanz Deines Unternehmens erhöhen, weshalb es sich lohnt, in so vielen relevanten Verzeichnissen wie möglich zu erscheinen.

Citations in den Gelben Seiten

Es gibt eine Vielzahl von kostenlosen lokalen Branchenverzeichnissen, bei denen Du Citations aufbauen kannst. Beispiele hierfür wären Yelp, Das Örtliche, Die Gelben Seiten und viele mehr.

Noch mehr Möglichkeiten für den Aufbau von Citations findest Du, indem Du nach branchenspezifischen Verzeichnissen suchst, die sich auf Deine konkrete Nische konzentrieren. Branchenspezifische Verzeichnisse sind leicht zu finden, wenn Du Suchbegriffe wie die folgenden verwendest:

  • (Branche) Verzeichnis
  • (Stadt) (Branche) Verzeichnis
  • (Branche) Liste
  • (Stadt) (Branche) Liste

Über die Verzeichnisse, die Du dadurch findest, solltest Du Dich aber gründlich informieren, bevor Du mit dem Linkbuilding beginnst. Stelle sicher, dass sie zu Deinem Unternehmen passen und ausreichend Traffic erhalten, und konzentriere Dich auch auf diejenigen Verzeichnisse, die kostenlose Einträge anbieten. Wenn Du auf kostenpflichtige Verzeichnisse stößt, dann vergewissere Dich, dass die Vorteile ihren Preis auch tatsächlich wert sind.

Baue lokale Geschäftsbeziehungen auf

Die absolut effektivste Methode, um Backlinks zu bekommen, ist überraschend simpel: Baue Beziehungen in Deiner Community vor Ort auf! Wenn Du Dich weniger auf den Linkaufbau als auf den Aufbau von Beziehungen fokussierst, wirst Du Möglichkeiten zum Linkbuilding bald ganz natürlich erkennen.

Wie Carrie sagt: Am besten fängst Du mit den Beziehungen an, die Du bereits hast.

Carrie Hill„Das Tolle am Linkbuilding für lokale Unternehmen ist, dass die Beziehungen, die Du brauchst, um loslegen zu können, bereits existieren. Du hast bereits einen Versicherungsvertreter, einen Material- oder Produktlieferanten oder ein Restaurant direkt nebenan, das Deinen Kunden die Möglichkeit bietet, nach ihrem Einkauf einen Happen zu essen. All diese Partnerschaften bergen Möglichkeiten für lokale Backlinks.”

Hier einige Methoden, wie Du mit dem Aufbau lokaler Geschäftsbeziehungen loslegen kannst:

  • Überprüfe Deine Kontaktliste. Du findest so gut wie immer Möglichkeiten, wenn Du Dich an diejenigen Menschen wendest, mit denen Du regelmäßig zusammenarbeitest.
  • Arbeite mit Unternehmern zusammen, die Leistungen anbieten, die Dein Angebot ergänzen. Wenn Du zum Beispiel Immobilienmakler bist, könntest Du womöglich Backlinks von Bauunternehmen oder Hypothekenmaklern erhalten.
  • Wende Dich an Deine Lieferanten. Viele Hersteller geben die Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, auf einer Lieferantenseite an. Mit diesen Marken in Kontakt zu treten, kann ein einfacher Weg sein, um Backlinks für Deine Website zu bekommen.

Am effektivsten lassen sich Geschäftsbeziehungen aufbauen, wenn Du Dich persönlich darum kümmerst. Wenn Du die Möglichkeit hast, mit jemanden direkt zu sprechen, mit dem Du regelmäßig zusammenarbeitest, wirst Du dadurch mehr erreichen als durch eine E-Mail.

Erhalte Mentions in der Lokalpresse

Mit lokalen Zeitungen, Websites oder Blogs in Kontakt zu treten, ist etwas aufwändiger als andere Linkbuilding-Strategien, aber auch eine gute Strategie, um Deine Präsenz in der Community vor Ort zu steigern.

Um Backlinks von der Lokalpresse aufzubauen, beginne damit, nach Websites zu suchen, auf denen Dein Unternehmen bereits in einem Artikel erwähnt wurde, und frage nach einem Link. Sende dafür eine kurze, höfliche E-Mail an den Redakteur und bitte ihn darum, den Text so anzupassen, dass dieser auf Deine Website verlinkt. Ganz einfach.

Sobald Du mit den bestehenden Mentions in der Presse durch bist, ist es an der Zeit, neue zu erhalten. Stell Dir eine Liste lokaler Publikationen und Websites zusammen. Dann nutze die erweiterte Suche von Google, um jede einzelne davon nach für dich relevanten Begriffen zu durchsuchen.

Du kannst auch herausfinden, wo andere Unternehmen in der Presse erwähnt wurden, indem Du die Backlinks Deiner Mitbewerber genauer durchleuchtest. Mehr dazu später.

Sobald Du ein geeignetes Ziel für Dich identifiziert hast, ist es an der Zeit, Kontakt aufzunehmen. Setze Dich mit Autoren in Verbindung, die sich dafür interessieren, was Du tust. Frag nicht einfach nach einer Berichterstattung, sondern biete einen überzeugenden, berichtenswerten Aspekt, der die Leser interessieren dürfte.

Berichterstattung über lokale Unternehmen

Carrie empfiehlt die Zusammenarbeit mit einem PR-Experten, um den gesamten Prozess zu vereinfachen:

Carrie Hill„Jemanden zu haben, der weiß, wie man Beziehungen zu lokalen Unternehmen aufbaut, und ihnen Deinen Namen zur richtigen Zeit ins Bewusstsein ruft, kann eine unschätzbare Ressource sein. Wer es sich nicht leisten kann, eine PR-Firma oder einen PR-Consultant zu beauftragen, kann sich auch ein, zwei Beratungsstunden bei einem lokalen PR-Experten buchen. Informiere Dich dort über die besten Orte, um lokale Partnerschaften zu schließen, und darüber, wer bereit dazu ist, über eine Platzierung (und einen Backlink) auf seiner Website zu verhandeln.“

Arbeite mit lokalen Influencern zusammen

Kontakt zu lokalen Bloggern und Influencern zu suchen, ist eine weitere empfehlenswerte Methode, um Deine Präsenz in der lokalen Community weiter auszubauen.

In vielen Städten gibt es vielgelesene Blogs wie I Heart Berlin in Berlin oder 1000things in Wien. Diese Websites können ein toller Ort sein, um Dein Unternehmen zu präsentieren – und im Zuge dessen auch einen Backlink zu erhalten:

lokaler Blog

Lokale Blogger und Influencer sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um spannende Inhalte erstellen zu können. Eventuell kannst Du ihnen Dein Produkt oder Deinen Service kostenlos anbieten oder dergleichen, damit das Angebot lukrativer wird. Wenn Du Dich mit diesen Influencern zusammen tust, kannst Du viel Reichweite erhalten und im Zuge dessen auch gleich einen Backlink mitnehmen.

Kooperiere mit lokalen Experten

Eine weitere Methode, um starke Beziehungen innerhalb Deiner Community aufzubauen, ist die Zusammenarbeit mit Profis vor Ort. Idealerweise sind dies lokale Experten, die in Bereichen tätig sind, die eng mit Deiner eigenen Branche verwandt sind.

Bist Du beispielsweise Buchhalter, kannst Du Dich mit einem Finanzberater in Deiner Umgebung zusammenschließen, um Inhalte über Investments und Ruhestandsplanung für Deine Website zu erstellen. Wenn Du einen Laden für Tierbedarf betreibst, könntest Du vielleicht mit einem Tierarzt in Deiner Gegend kooperieren, um Artikel über Tierpflege und Trainingstipps zu verfassen.

Beginne damit, relevante Fachleute ausfindig zu machen, die etwas mit Deiner Branche zu tun haben. In Online-Branchenverzeichnissen kannst Du kompetente lokale Experten finden:

Tierarzt Verzeichnis

Diese Experten sind potentielle Partner, mit denen Du zusammenarbeiten kannst, um professionelle Inhalte zum jeweiligen Thema zu erstellen. Da es sich um Experten auf ihrem Gebiet handelt, kannst Du so noch hilfreichere und informativere Inhalte für Deine Leser kreieren. Und wenn Deine Partner Deinen Content auf ihren Websites und Social-Media-Kanälen posten, kannst Du Backlinks sammeln, die für Dein Unternehmen zu einem echten SEO-Booster werden können.

Sponsere lokale Events

Wenn Du schon einmal ein lokales Event besucht hast, dann weißt Du, dass dies die perfekte Möglichkeit ist, um lokale Unternehmen bekannter zu machen – und sich gleichzeitig in der Community vor Ort zu engagieren.

In diesem Zusammenhang erklärt Carrie:

Carrie Hill„Du könntest die Tombola auf dem örtlichen Volksfest sponsern, die Fußballmannschaft, in der Deine Kinder spielen, oder eine lokale Radiosendung. Du kannst auch eine gemeinnützige Organisation mit Förderungen oder Stipendien unterstützen, wodurch Du auch Deine lokale Gemeinschaft unterstützt und worüber Du auf Deiner eigenen Website berichten kannst.“ [Beispiele aus dem Originalzitat in der Übersetzung adaptiert]

„All diese Arten von Sponsoring ermöglichen eine Platzierung Deiner Marke und bei vielen kannst Du auch einen Backlink für Deine Website herausholen. Derartige Förder- und Stipendienprogramme könnten wiederum Websites haben, die zu Dir verlinken. All das sind reale Beziehungen, die zu einem Backlink führen können.”

Sieh Dir nur einmal an, wie viele Unternehmen den Berlin Marathon sponsern – und dadurch einen starken Backlink erhalten:

Sponsoren des Berlin Marathon

Wenn Du als Sponsor bei einer Veranstaltung auftrittst, erhältst Du aber nicht nur einen starken Backlink. Viele Veranstaltungswebsites erhalten jede Menge Traffic, was wiederum auch mehr Besucher auf Deine Website bringen kann.

Doch wie findest Du lokale Events, die Du sponsern könntest? Im Folgenden einige Strategien:

  • Schau in Deiner Lokalzeitung nach. Dort werden oft lokale Veranstaltungen angekündigt, die gute Gelegenheiten für Sponsoring bieten könnten.
  • Durchforste Online-Veranstaltungskalender. Die Websites von Lokalnachrichten sowie lokalen Behörden enthalten häufig Eventkalender. Wenn Du als Gastgeber oder Sponsor dieser Veranstaltungen auftrittst, kannst Du dort oftmals auch eine Erwähnung ergattern. Folgende Suchanfragen helfen Dir dabei, solche Kalender zu finden:
    • (Stadt) Veranstaltungen
    • (Stadt) Events
    • (Stadt) Veranstaltungskalender
    • (Stadt) Eventkalender
  • Nutze Google, um Events zu finden. Mit einer gezielten Google-Suche lassen sich eine Menge lokaler Sponsoring-Möglichkeiten ausfindig machen:
    • (Stadt) intitle:sponsoren
    • (Stadt) intitle:sponsoring

    Du kannst Deine Suche noch weiter verfeinern, indem Du spezifische Themen hinzufügst:

    Suche nach Sponsoren

  • Schau mal bei Meetup vorbei. Auf Meetup findest Du viele lokale Veranstaltungen, die nicht immer am selben Ort abgehalten werden. Wenn Du Dein Unternehmen als Veranstaltungsort anbietest, wirst Du dort erwähnt und kannst oftmals auch einen Backlink erhalten.

Tritt lokalen Wirtschaftsverbänden bei

Durch eine Mitgliedschaft in lokalen Wirtschafts- bzw. Unternehmerverbänden kannst Du vertrauenswürdige Links aufbauen, die Deine Autorität erhöhen und Deine Position in der lokalen Suche verbessern. Und mit den richtigen Suchanfragen bei Google sind diese Vereine leicht zu finden:

  • (Stadt) (Keyword) Vereinigung
  • (Stadt) (Keyword) Gesellschaft
  • (Stadt) (Keyword) Verband
  • (Stadt) (Keyword) Verein

Suche nach Berliner Gärtnervereinigungen

Wenn Du in Erwägung ziehst, einer solchen lokalen Unternehmervereinigung beizutreten, solltest Du einen Blick auf die Website werfen, um festzustellen, ob sich die SEO-Vorteile für Dich lohnen.

  • Wie ist die Performance auf Google? Wenn der Verband nicht auf der ersten Seite erscheint, ist er für Deine Branche wohl eher nicht so relevant.
  • Gibt es eine Mitgliederdatenbank? Stelle sicher, dass Du einen Eintrag mit Backlink und Citation bekommen kannst.
  • Wie sieht es mit der Domain Authority der Website aus? Links von Websites mit höherer Domain Authority bringen Dir mehr für Deine Platzierung bei Suchmaschinen.

Beteilige Dich in lokalen Foren, sozialen Kanälen und Sub-Reddits

Lokale Foren, soziale Kanäle und Subreddits können fürs Local Linkbuildung und Erwähnungen eine wahre Goldmine sein. Außerdem hast Du dort einen direkten Draht zu Deiner Community.

Indem Du auf Fragen der Leute eingehst und ihnen auf authentische Weise in lokalen Foren/sozialen Kanälen weiterhilfst, kannst Du Dir einen Namen machen. Durch Erwähnungen Deiner Marke baust Du nicht nur Unlinked Mentions auf. Dein steigender Bekanntheitsgrad macht es Dir auch einfacher, Dich mit anderen lokalen Geschäftsinhabern zu vernetzen.

Über die folgenden Suchbegriffe findest Du lokale Foren und soziale Kanäle:

  • (Stadt) Forum
  • (Ort) Subreddit
  • (Stadt) Nextdoor

Erstelle eine lokale Ressourcenseite

Um Backlinks von anderen relevanten Seiten in Deiner Region zu erhalten, ist es am besten, wenn Du selbst eine lokale Ressourcenseite auf Deiner Website erstellst. Auf dieser Seite sammelst Du die besten Unternehmen einer spezifischen Branche, z. B. Rechtsanwälte oder Immobilienmakler in Deiner Region.

Diese Strategie basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Und genau das macht sie so effektiv. Der Psychologe Robert Cialdini fand heraus, dass wir dazu veranlagt sind, die Gefallen anderer Leute zu erwidern. Wenn Du also eine hilfreiche Ressourcenseite erstellt hast, auf der Du lokale Unternehmen verlinkst, kannst Du diese Unternehmen auch um einen Backlink auf deren Website bitten.

In kleineren Gemeinden, in denen es insgesamt nicht viele Unternehmen gibt, lassen sich derartige Ressourcenseiten wesentlich einfacher erstellen. Wenn Du mit Deinem Unternehmen allerdings in einem großen Ballungsraum ansässig bist, solltest Du Dich auf eine ganz bestimmte Nische beschränken. So bleibt das Ganze überschaubar.

Erstelle lokal relevante Inhalte

Die Erstellung von Content spielt bei lokalen Unternehmen tendenziell eher eine untergeordnete Rolle. Dass lokal ausgerichtete Inhalte eine große Anzahl von Backlinks anziehen, ist aufgrund der kleineren Zielgruppe nämlich eher unwahrscheinlich. Darum sollte Dein Hauptaugenmerk auf anderen Bereichen liegen.

Trotzdem können lokale Inhalte Dir dabei helfen, Deine Zielgruppe anzusprechen, wenn sie mit anderen hier beschriebenen Strategien kombiniert werden.

Überlege Dir, nach welchen Inhalten Deine potentiellen Kunden suchen. Möglicherweise kannst Du zu diesen ortsbezogenen Keywords Listen oder Artikel erstellen, wie z. B. zum Keyword „beste pizza in berlin“. How-To-Artikel mit einem lokalen Schwerpunkt können ebenso effektiv sein, wie beispielsweise „Original Berliner Currywurst selbst zubereiten.“  Du kannst außerdem das kostenlose Keyword Recherche Tool von Seobility nutzen, um lokale Keywords für Deine Artikel zu finden.

Der Lokalblog MitVergnügen Berlin macht es vor:

lokal relevanter Content

„Reverse-Engineering“ von Linkbuilding-Möglichkeiten

Eine bewährte Methode, um Möglichkeiten für Backlinks sowie Lücken im eigenen Linkprofil ausfindig zu machen, besteht darin, sich einmal anzusehen, was bei anderen lokalen Unternehmen funktioniert.

Zwar nimmt diese Strategie ein wenig Zeit in Anspruch, aber mit einem kostenlosen Tool wie dem Backlink Check von Seobility geht das deutlich einfacher. Mit Seobility kannst Du das Backlinkprofil Deiner Konkurrenten ganz einfach analysieren und die Gesamtanzahl ihrer Backlinks, die verweisenden Domains und die Domain Authority ermitteln. Die Analyse der Backlinks Deiner Mitbewerber kann Dir dabei helfen, eigene Linkbuilding-Möglichkeiten zu erkennen, da sie Dir relevante Websites zeigt, die zu Deiner Konkurrenz, aber nicht auf Deine Website verlinken.

Gib hierzu einfach die Domain Deines Wettbewerbers ins kostenlose Backlink Check Tool von Seobilty ein:

Wettbewerber Backlink Analyse mit Seobility

Nach einem Klick auf “Backlinks Prüfen” wird Dir eine Liste der Backlinks Deines Konkurrenten angezeigt. So kannst Du Möglichkeiten für Deine eigene Website entdecken, indem Du beispielsweise die verlinkenden Websites kontaktierst oder einen Account erstellst, wenn es sich um ein Verzeichnis handelt.

ein Verzeichnis handelt

Unlinked Mentions

Wie bereits in diesem Artikel erwähnt, handelt es sich bei nicht-verlinkten Erwähnungen (Unlinked Mentions) um Erwähnungen Deiner Website oder Deines Unternehmens im Internet, ohne dass dabei ein Backlink gesetzt wird. Diese Erwähnungen haben bereits einen Nutzen, und zwar sowohl für die traditionelle als auch für die KI-Suche.

Dennoch hat es Vorteile, aus diesen Erwähnungen Verlinkungen zu machen. So findet der Leser oder die Leserin einfacher auf Deine Website, was für mehr Traffic sorgt. Außerdem erhältst Du dadurch einen Local Backlink, was oft ein höheres Gewicht hat als die bloße Erwähnung an sich.

Um solche Unlinked Mentions zu finden, suche einfach über Google nach dem Namen Deines Unternehmens oder führe eine intext-Suche wie „intext:unternehmensname“ durch.

Du kannst auch nach Begriffen suchen, die für Dein Geschäft einzigartig sind, zum Beispiel den Namen des Besitzers oder Namen bestimmter Mitarbeiter (wenn diese eine Online-Präsenz haben) oder bestimmte Produkte, die Du verkaufst, z. B. eines Deiner Gerichte, das einen unverkennbaren Namen hat.

Wenn Du solche Erwähnungen gefunden hast, wende Dich einfach an die Website oder die Autoren und bitte darum, einen Link hinzuzufügen. Wenn es beispielsweise eine Erwähnung des Besitzers ist, das Unternehmen aber nicht erwähnt wird, kannst Du fragen, ob der Text um etwas wie „Geschäftsführer von (Namen des Unternehmens)“ mit einem Link auf Deine Website ergänzt werden kann.

Beginne noch heute mit Local Linkbuilding

Wie Du siehst gibt es einige wirksame Local Linkbuilding Strategien, mit denen Du ohne viel Aufwand sofort loslegen kannst.

Nimm Dich selbst in die Pflicht, diese Strategien umzusetzen, sobald sich die Möglichkeit bietet! Schlag Deinen Kalender auf und nimm Dir jede Woche ein wenig Zeit, um Dich auf das Linkbuilding zu konzentrieren.

Und wenn Du losgelegt hast, vergiss nicht, Deine Backlinks mit Seobility zu überwachen, damit Du direkt die entsprechende Website kontaktieren kannst, wenn ein wichtiger Link entfernt wird oder nicht mehr funktioniert. Mit unserem 14-tägigen kostenlosen Testzeitraum hast Du Zugriff auf unser Backlink Monitoring Feature und kannst genau das tun!

Backlink Monitoring

Bleib dabei und Du wirst schon bald zu den Unternehmen gehören, über die Deine lokale Community spricht.

Möchtest Du noch mehr darüber lernen, wie Du Deine Rankings als lokales Unternehmen verbessern kannst? Hier geht’s zu unseren anderen Local SEO Artikeln:

KI-gestützte Suche: Alles, was Du für Deine SEO-Strategie wissen musst

In diesem Artikel

KI-gestützte Suche: Alles, was Du für Deine SEO-Strategie wissen musst

  • Das Problem: KI-Suchfunktionen wie Googles AI Overviews und Perplexity verändern das Suchverhalten und lassen die Klickraten sinken. Etablierte SEO-Strategien geraten dadurch unter Druck.
  • Die Lösung: KI-Systeme ziehen ihre Antworten aus top-rankenden, vertrauenswürdigen Quellen. Klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt deshalb wichtig. Konzentriere Dich auf die entscheidenden Metriken, solide E-E-A-T-Standards und digitale PR, um Deine Marke als Autorität zu etablieren.
  • Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt SEO-Strategien im Zeitalter der KI-Suche. Dort erfährst Du, wie Du Deine SEO- und Content-Prozesse an die KI-Suche anpasst.

In den letzten Monaten hat die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz die (SEO-)Welt regelrecht auf den Kopf gestellt. ChatGPT search, Google’s AI Overviews und Perplexity sind nur einige Beispiele für die neuen Technologien, die bei SEOs sowohl Begeisterungsstürme als auch Bedenken auslösen.

In Anbetracht des rasanten Tempos überrascht es nicht, dass viele aktuell Mühe haben, mitzuhalten. Wie passt man seine Strategien am besten der neuen Realität an?

In diesem Artikel erhältst Du einen klaren Überblick über die aktuellen Entwicklungen. Wir zeigen Dir, welchen Einfluss die KI-gestützte Suche auf das Nutzerverhalten und SEO Best Practices hat. Außerdem geben wir Dir praktische Tipps an die Hand, um Deine SEO-Strategie für die Zukunft zu wappnen.

Zum Einstieg geben wir Dir einen kurzen Überblick darüber, wie KI die Suche in den letzten Jahren beeinflusst hat und was die wichtigsten KI-gesteuerten Suchmaschinen und Funktionen sind, die Du heute kennen solltest.

Ein kurzer Überblick über die Entwicklung von KI für die Internetsuche

KI-gestützte Internetsuche mag vielleicht auf den ersten Blick wie eine brandneue Sache erscheinen, ist sie aber nicht. Tatsächlich nutzen Suchmaschinen wie Google schon seit fast einem Jahrzehnt KI im Hintergrund. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Entwicklungen:

  • 2015: Google führt RankBrain ein, den ersten selbstlernenden Algorithmus, der sich ohne menschliches Eingreifen selbst trainiert.
  • 2018: BERT wird ausgerollt und verbessert Googles Fähigkeit, Suchanfragen zu verstehen und zu beantworten.
  • 2021: Google führt MUM ein – ein Modell, das 1.000 Mal leistungsfähiger als BERT sein soll.

Diese KI-gesteuerten Algorithmen unterstützen Google dabei…

  • die menschliche Sprache und ihre Feinheiten besser zu verstehen, selbst wenn Suchende ihre Anfragen unpräzise formulieren.
  • personalisierte und relevante Suchergebnisse zu liefern, indem das System aus dem Verhalten und den früheren Suchanfragen der Nutzer lernt.
  • zu verstehen, welche die nützlichsten Websites sind, indem ihre Inhalte und Vertrauenswürdigkeit bewertet werden.
  • fortschrittliche Suchfunktionen wie Bild- und Sprachsuche anzubieten, die neue Wege eröffnen, um Informationen zu finden.

Durch das kontinuierliche Lernen aus Daten ist Google mithilfe von KI intelligenter und genauer geworden. Für Nutzer heißt das, sie finden das Gesuchte schneller und effizienter.

Obwohl jedes dieser Updates einen bedeutenden Fortschritt der Suchmaschinentechnologie darstellt, war dieser Fortschritt bei der herkömmlichen Suche eher weniger zu spüren. Erst mit dem Aufkommen von KI-Chatbots wie ChatGPT konnte man das Potenzial für drastische Veränderungen deutlich erkennen.

Die aktuell wichtigsten KI-gestützten Suchmaschinen und -funktionen

Google ist in Sachen KI definitiv eine dominierende Kraft und im Bereich der Suchmaschinen nach wie vor die Nummer eins. Doch die Konkurrenz schläft nicht. KI verändert die Art und Weise, wie Internetsuche funktioniert, und ChatGPT ist nicht der einzige Konkurrent, den Google im Auge behalten sollte.

Werfen wir nun einen genaueren Blick auf die aktuell wichtigsten KI-gestützten Suchmaschinen und -funktionen.

Google Suche

Wie bereits erwähnt, nutzt Google schon seit fast einem Jahrzehnt KI für seine Suchmaschine. Allerdings hat Google erst als Antwort auf ChatGPT mit der Integration von generativer KI in die Suche gestartet. Das wichtigste Feature sind hier die AI Overviews.

Google hat zwar mit Gemini auch einen eigenen KI-Chatbot entwickelt, allerdings ist dieser nicht in der Lage dazu, im Internet zu suchen.

Falls Du Zugang zu Search Labs hast, kannst Du außerdem experimentelle Suchfunktionen wie KI-Videosuche, erweiterte Anpassungen von AI Overviews und intelligente Entdeckung von Themen aktivieren.

Überblick über Googles wichtigste KI-Suchfunktionen:

    • AI Overviews: Vollständige Antworten oder Zusammenfassungen in den Suchergebnissen, die von Googles Large Language Model (LLM) Gemini aus bestehenden Inhalten im Web generiert werden. Aktuell werden sie in den USA, Großbritannien und rund 100 anderen Ländern weltweit angezeigt. In Deutschland ist das Feature allerdings noch nicht verfügbar.

Googles AI Overviews

  • Bildersuche: Eine Suche basierend auf Bilddateien oder Links, die die „Reverse Image Search“, Googles KI-Bilderkennungstechnologie, nutzt.
  • Search Labs: Zugang zu den neuesten experimentellen KI-Features für die Google Suche. Dazu gehören angepasste Overviews und Follow-up Fragen (nur für ausgewählte Nutzer verfügbar).

Microsoft Bing

Microsofts umfangreiche Investitionen in OpenAI haben dazu beigetragen, dass das Unternehmen Google bei der Implementierung generativer KI in seine Suchmaschine zuvorkam. Microsoft war das erste Unternehmen, das ein Produkt wie Copilot, einen GPT-gestützten KI-Assistenten, auf den Markt brachte und die KI-gestützte Plattform in seine Suchmaschine integrierte.

Obwohl Bing im Vergleich mit Google oft als Nachzügler gilt, zeigt sich Microsoft in Sachen KI-Integration deutlich innovativer und ambitionierter. Die KI-Funktionen von Bing sind mittlerweile fast weltweit verfügbar (mit Ausnahme einiger Länder wie Russland und China).

Dies sind die wichtigsten KI-Suche-Features von Microsoft:

    • KI-Zusammenfassungen: Microsofts Pendant zu den AI Overviews von Google. Sie kombinieren die Leistungsfähigkeit von Large Language Models (LLMs) mit den traditionellen Suchergebnissen. (Im Gegensatz zu Google, die für den Zugriff fast 58 Mio. Euro zahlten, verzichtet Microsoft jedoch auf die Nutzung von Reddit-Inhalten.)

AI Zusammenfassungen in der Bing Suche

  • Tiefe Suche: Diese Funktion verbessert die Suchergebnisse von Bing mithilfe der generativen KI GPT-4. Deine Anfragen werden hier gründlicher analysiert und das Internet wird noch intensiver nach relevanten Ergebnissen durchkämmt.
  • Microsoft Copilot: Mit nur einem Klick kannst Du Deine Anfrage an Copilot, den KI-Assistenten von Microsoft, senden.
  • Bildersuche: Eine Funktion, die der KI-gestützten Bildersuche von Google ähnelt.

ChatGPT search

Mit der Integration von Suchfunktionen in ChatGPT tritt OpenAI in direkten Wettbewerb mit Google und anderen Suchmaschinen.

In diesem Duell zwischen alt und neu punktet ChatGPT besonders mit den kontextuellen Fähigkeiten. So kann es beispielsweise umgangssprachliche Anfragen wie „gib mir alle neuen Ankündigungen von OpenAI“ ziemlich gut verarbeiten.

Allerdings schlägt sich ChatGPT noch mit einigen Problemen herum. Manchmal werden zum Beispiel veraltete Ergebnisse als „aktuell“ geliefert. Außerdem hat ChatGPT Probleme, Informationen korrekt ihren Quellen zuzuordnen. Und auch in anderen Bereichen muss ChatGPT noch aufholen: Die Kartenfunktion kann Google Maps oder Unternehmensprofilen für die lokale Suchmaschinenoptimierung nicht das Wasser reichen und Pendants zu Google Shopping oder der Hotel-Suche gibt es derzeit noch nicht.

Die geografische Verfügbarkeit von ChatGPT ist ähnlich wie bei Bing.

Die wichtigsten Suchfunktionen von ChatGPT im Überblick:

    • ChatGPT-Suche: Mit einem Klick auf „Suche“ kannst Du basierend auf Deiner Suchanfrage im Internet recherchieren.

die Suchfunktion von Chat GPT

  • Medien-Partnerschaften: ChatGPT greift auf Nachrichten von einer wachsenden Zahl an Medienpartnern zu, darunter Associated Press, Reuters und The Atlantic.
  • Datenvisualisierungen: Lass Dir aktuelle Informationen zu Nachrichten, Sport, Wetter und Börse in Form von grafischen Darstellungen anzeigen.
  • Karten: Mit der Kartenfunktion findest Du lokale Unternehmen, Dienstleistungen und Sehenswürdigkeiten.

das Maps Feature von ChatGPT

Perplexity AI

Perplexity (weltweit verfügbar) fügt nicht nur generative KI zur Suche hinzu oder fügt die Suche zur generativen KI hinzu: Perplexity wurde von Grund auf als KI-Suchmaschine entwickelt. eine Mischung aus traditioneller Suche und generativer KI in einer einzigen, nahtlosen Erfahrung.

Während Google noch an seinen KI-Funktionen feilt, ChatGPT in Sachen Suche gerade erst gestartet ist und Bing nur langsam Marktanteile gewinnt, lässt Perplexity uns möglicherweise am besten erahnen, wie die Zukunft der KI-Suche aussehen könnte:

Suchergebnis bei Perplexity

Die wichtigsten Features:

  • Konversationelle Suche: Stell Dir vor, Du würdest ChatGPT und Googles KI-Übersichten in einem Tool vereinen.
  • KI-generierte Antworten: Deine Suchanfragen werden mit Hilfe von GPT-4 und Quellen aus dem Internet beantwortet.
  • Transparente Quellenangaben: Die für die Antworten verwendeten Quellen im Internet sind direkt verlinkt und können mit einem Klick aufgerufen werden.
  • Bilder- und Videosuche: Du kannst in Perplexity gezielt nach Bildern und Videos suchen.
  • Generieren von Bildern: Mit Tools wie Dall-E 3 und Stable Diffusion XL kannst Du visuelle Inhalte erstellen.
  • Ähnliche Fragen: Ähnlich wie bei Googles „Weitere Fragen“ werden Dir thematisch passende Folgefragen vorgeschlagen.

Neben Perplexity gibt es noch weitere Nischen-KI-Suchmaschinen, die für SEOs interessant sein könnten. Ein Beispiel ist Brave Search, eine auf Datenschutz ausgerichtete Suchmaschine, die besonders bei sicherheitsbewussten Nutzern Anklang findet.

Du bist nun im Bilde über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der KI-gestützten Suche. Sehen wir uns jetzt an, wie sich diese Neuerungen auf den Suchmaschinenmarkt und das Nutzerverhalten auswirken.

Wie KI den Suchmaschinenmarkt und das Nutzerverhalten verändert

Google dominiert zwar mit einem Anteil von 89,33% (Oktober 2024) weiterhin den Markt für Suchmaschinen, aber es ist tatsächlich der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt (89,27% im März 2014) und das erste Mal seit März 2015, dass der Marktanteil unter 90% gefallen ist. Es lässt sich definitiv ein Zusammenhang zwischen der Popularität von künstlicher Intelligenz und ChatGPT einerseits und dem zunehmenden Wettbewerb mit den führenden Suchmaschinen wie Google andererseits beobachten.

Marktanteile der größten Suchmaschinen weltweit
Quelle

Wird generative KI die traditionellen Suchmaschinen ersetzen?

Seit ChatGPT in aller Munde ist, wird wild darüber spekuliert, ob generative KI klassische Suchmaschinen ablösen könnte. Tatsächlich hat ChatGPT einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Suchmaschinen:

  • Blitzschnelle Ergebnisse
  • Relevante Antworten
  • Vollständige Ergebnisse
  • Ideal für die Generierung von Ideen, Listen und Zusammenfassungen
  • Keine Notwendigkeit, sich durch Websites zu klicken
  • Angenehmes Erlebnis, das an ein Gespräch erinnert

Chatgpt Beispiel

Hinzu kommt, dass KI-Systeme, die Nutzereingaben verstehen, noch relativ neu und aufregend sind. Auch die Fähigkeit, überzeugende Antworten scheinbar aus dem Nichts zu generieren, ist nach wie vor beeindruckend.

Allerdings hat generative KI auch einige Schwächen:

  • Abhängigkeit vom Zugang zu bestehenden Daten und Inhalten: KI-Modelle sind sehr stark von der Qualität und Bandbreite der Daten abhängig, mit denen sie trainiert werden.
  • Probleme mit Urheberrecht, Eigentum und Quellenangaben: KI-generierte Inhalte werfen komplexe rechtliche und ethische Fragen zu geistigem Eigentum und korrekten Quellenangaben auf.
  • Falschinformationen: KI kann, besonders bei aktuellen Ereignissen und besonderen oder Nischenthemen, falsche oder irreführende Antworten produzieren.
  • Mangelnde Tiefe: KI-generierte Inhalte liefern oft oberflächliche Informationen ohne das nuancierte Verständnis, die tiefgehende Expertenanalyse oder die persönliche Perspektive, die Menschen bieten können.
  • Qualität von Daten und Ergebnissen nimmt ab: Mit zunehmender Nutzung von KI-Systemen zur Generierung von Web-Inhalten, die wiederum zum Trainieren der Modelle verwendet werden. besteht die Gefahr eines negativen Feedback-Loops, der die Qualität der Informationen im Laufe der Zeit immer schlechter macht.

Was die Daten sagen

Laut Adobe hat sich der Traffic von KI-gesteuerten Chatbots im Jahr 2024 verdoppelt. Gleichzeitig sind Weiterleitungen zu Online-Shops, die in Tools wie ChatGPT erwähnt werden, seit 2023 um das Achtfache gestiegen.

Dieselbe Umfrage ergab, dass zwei von fünf Verbrauchern planten, generative KI für ihre Weihnachtseinkäufe 2024 zu nutzen.

Solche Schlagzeilen verleiten zu der Annahme, dass Kunden Suchmaschinen gegen generative KI eintauschen. Allerdings zeigen die Daten nicht, dass Menschen Suchmaschinen weniger als vorher nutzen oder sie durch Tools wie ChatGPT ersetzen würden. Sie verwenden die KI-Tools möglicherweise einfach als Ergänzung zu den bekannten Suchmaschinen.

Im Zeitalter der generativen KI ist es wichtiger denn je, Aussagen kritisch zu hinterfragen und ihre Quellen zu prüfen. Eine gemeinsame Studie von Reuters und der Universität Oxford zur Nutzung und Wahrnehmung von generativer KI zeichnet z.B. ein ganz anderes Bild, als die Schlagzeilen vieler Tech-Journalisten:

  • ChatGPT wird zwei- bis dreimal häufiger genutzt als Google Gemini und Microsoft Copilot.
  • Dennoch nutzen nur 2% der Menschen in Großbritannien und 7% in den USA ChatGPT täglich.
  • 25 % der Befragten haben noch nie von den bekanntesten KI-Tools gehört.

Eine Studie der Harvard Business Review zu den häufigsten Anwendungsfällen von generativer KI zeigt folgende Verteilung:

  • Technische Unterstützung und Fehlerbehebung (23 %)
  • Erstellung und Bearbeitung von Inhalten (22 %)
  • Hilfe im Beruf oder Privatleben (17 %)
  • Lernen und Bildung (15 %)
  • Kreativität und Freizeit (13 %)
  • Recherche, Analyse und Entscheidungsfindung (10 %)

Laut Daten der Ofcom aus dem Jahr 2024 haben mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Großbritannien generative KI noch nicht ausprobiert, wobei 38 % angeben, „kein Interesse“ daran zu haben. Unter den Nutzern von generativer KI ist die Suche nach Inhalten der Hauptgrund, aber weniger als jeder Fünfte (18 %) vertraut den Ergebnissen.

die Einsatzzwecke von generativer KI
Gründe für die Nutzung generativer KI-Tools bei britischen Internetnutzern über 16

Diese Daten zeigen, dass KI-Tools zumindest derzeit noch nicht wirklich im Mainstream angekommen sind. Allerdings könnte sich dies in den nächsten Jahren durchaus ändern, wenn die Technologie sich noch weiter verbessert.

Die Suche im Internet geht schon jetzt über Google und traditionelle Suchmaschinen hinaus – und das ganz unabhängig vom Einfluss der KI. Die Hälfte der Produktsuchen finden bereits auf Amazon statt, während Gen Z zunehmend Instagram und TikTok nutzt, um Restaurants und andere Unternehmen in ihrer Nähe zu finden. Ebenso greifen Menschen eher direkt zu Apps wie Booking.com und Deliveroo, wenn sie ein Hotelzimmer buchen oder Essen bestellen möchten, anstatt traditionelle Suchmaschinen zu nutzen.

Derzeit ist es noch zu früh, um zu sagen, ob KI einen ähnlichen Einfluss auf das Suchverhalten haben wird. Wir können aktuell eher eine tiefere Integration von generativer KI-Technologie in traditionelle Suchmaschinen wie Google und Bing beobachten, anstatt dass ChatGPT diese Suchmaschinen vollständig ersetzt.

Doch auch wenn Google vorerst Marktführer im Bereich der Internetsuche bleibt, gibt es eine weitere große Unsicherheit, mit der sich SEOs derzeit herumschlagen: Werden Googles AI Overviews und ähnliche KI-Funktionen den Websites ihren wertvollen Traffic wegnehmen?

AI Overviews: Sorge vs. Realität

AI Overviews liefern schnelle, klare Antworten auf Anfragen, indem Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und in leicht verständlicher Form präsentiert werden. Oft ist der Stil dabei (abhängig von der Art der Suchanfrage) eher konversationell.

Beispiel einer AI Overview

Im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung und SERP-Features bedeutet das eine erhebliche Veränderung: AI Overviews zielen darauf ab, Nutzerfragen direkt auf der Suchergebnisseite zu beantworten. Das könnte zur Folge haben, dass weniger Nutzer auf einzelne Websites klicken. Gleichzeitig eröffnen sich aber auch neue Chancen für Unternehmen und Websites, in diesen Übersichten präsent zu sein.

Seit Oktober 2024 haben sich die Google AI Overviews stark ausgeweitet. Sie sind mittlerweile in über 100 Ländern verfügbar und erreichen monatlich mehr als eine Milliarde Menschen weltweit. Unterstützt werden inzwischen mehrere Sprachen, darunter Englisch, Hindi, Indonesisch, Japanisch, Portugiesisch und Spanisch. In Deutschland sind sie nachwievor noch nicht verfügbar.

Die Häufigkeit, mit der AI Overviews in den Suchergebnissen auftauchen, ist seit ihrer Einführung ziemlich wechselhaft. Anfängliche Analysen zeigten, dass bei bis zu 84 % der Suchanfragen AI Overviews geliefert wurden. Google hat das Feature jedoch mehrfach zurückgefahren.

Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass AI Overviews nur noch bei etwa 7 % der Suchanfragen angezeigt werden. Es ist zu erwarten, dass diese Zahl weiterhin schwanken wird – im Zeitverlauf, aber auch je nach Art der Anfrage und Branche.

Die tatsächlichen Auswirkungen von AI Overviews auf CTR und Besucherzahlen sind übergreifend schwer zu messen. Google nimmt ständig Änderungen an dem Feature vor und passt die Häufigkeit an, mit der es angezeigt wird. Frühe Studien haben von Traffic-Einbußen von bis zu 64 % berichtet, allerdings war das kurz nach der Einführung, als das Feature noch viel häufiger angezeigt wurde als aktuell. Andere Publisher behaupten hingegen, dass Googles AI Overviews ihrem Traffic nicht schaden. Es gibt auch eine Reihe anderer Studien, deren Schätzungen irgendwo dazwischen liegen – abhängig von der Branche und der Art der Suchanfrage. Eine aktuelle Analyse aus dem Februar 2025 zeigt beispielsweise, dass für 10.000 informationale Suchanfragen mit AI Overviews die organische CTR von 1,41% auf 0,64% gesunken ist.

Zusammenfassend lässt sich also leider nur eines mit Sicherheit sagen: Die tatsächlichen Auswirkungen der AI Overviews hängen von Deiner individuellen Situation ab – also der Branche, in der Du tätig bist, der Suchintention Deiner Ziel-Keywords, usw. Behalte Deinen Website-Traffic daher genau im Auge, wenn die AI Overviews irgendwann auch in Deutschland eingeführt werden.

SEO-Strategien im Zeitalter der KI-Suche

Die rasante Entwicklung der KI-Suche und der Mangel an historischen Daten für Features wie AI Overviews machen die Optimierung zu einer echten Herausforderung. Wie kannst Du Dich an die aktuelle Situation anpassen, wenn sich die Spielregeln für die KI-Suche ständig ändern?

Denke langfristig

Die Rolle von KI bei der Internetsuche ist noch ziemlich neu. In fünf Jahren ist generative KI vielleicht der wichtigste Treiber für die Suche, vielleicht aber auch nicht.

Sicher ist nur eines: Die Rolle der KI in der Suche wird sich weiterhin verändern.

Google hat zum Beispiel die Häufigkeit von AI Overviews seit ihrer Einführung mehrfach reduziert. Wer im letzten Jahr also zu viel in die Optimierung für AI Overviews investiert und dafür andere Maßnahmen vernachlässigt hat, hat sich damit nicht unbedingt einen Gefallen getan.

Aber neue Entwicklungen wie AI Overviews eröffnen auch attraktive neue Möglichkeiten, um Sichtbarkeit für Dein Unternehmen zu generieren, und Du solltest sie auf jeden Fall als Teil Deiner SEO- und Marketing-Strategie im Auge behalten.

Vergiss dabei nicht: Die meisten Grundprinzipien für SEO und Marketing bleiben weiterhin relevant (dazu gleich mehr). Verliere sie daher nicht aus den Augen, weil Du Dich übermäßig auf den neuesten Trend oder aktuelle Möglichkeiten konzentrierst.

Wir können mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass uns AI Overviews oder ähnliche Features auch in Zukunft erhalten bleiben werden. Sie bieten neue Möglichkeiten, auf den Suchergebnisseiten Präsenz zu zeigen, bleiben aber weiterhin nur eine von vielen Taktiken, die Du im Rahmen Deiner übergeordneten Strategie ausprobieren solltest.

Maximiere Deine Sichtbarkeit in der organischen Suche

Die aktuell effektivste Art, um Deine Website für die KI-Suche zu optimieren, ist auch die am wenigsten innovative: Konzentriere Dich weiterhin auf die klassische Optimierung. Warum? Weil generative KI bevorzugt Informationen von gut rankenden und häufig zitierten Webseiten verwendet, denn diese Seiten gelten als zuverlässige Quellen für korrekte, klare Informationen.

Das gilt besonders für KI-Features von traditionellen Suchmaschinen wie AI Overviews. Google, Bing und Co. nutzen dort ähnliche Kriterien wie bei der klassischen Suche, um hochwertige, präzise und hilfreiche Inhalte für ihre KI-Ergebnisse zu identifizieren. Hohe Suchmaschinenrankings, hochwertige (relevante) Backlinks, Erwähnungen Deines Unternehmens und andere Signale für Reputation liefern KI-Systemen überzeugende Gründe, Deine Inhalte anzuzeigen.

Optimiere Deine Seiten also weiterhin für die traditionelle Suche (z. B. mithilfe von SEO-Tools wie Seobility). So steigerst Du gleichzeitig Deine Chancen, in AI Overviews und ähnlichen Features aufzutauchen.

Gib Suchmaschinen und KI die Genauigkeit, nach der sie suchen

Präzise, korrekte Informationen haben für Suchmaschinen oberste Priorität. Gleichzeitig ist Genauigkeit aber eine der größten Schwachstellen von KI-Systemen. Besonders Google hat ziemlich strenge Kriterien für die Qualität und Genauigkeit von Inhalten, die hauptsächlich in den E-E-A-T- und YMYL-Richtlinien festgelegt sind.

So lieferst Du Suchmaschinen und KI die erforderliche Genauigkeit::

  • Optimiere Deine Inhalte nach den höchsten E-E-A-T- und YMYL-Standards.
  • Zitiere in Deinen Inhalten hochwertige, vertrauenswürdige Quellen.
  • Verwende verifizierte Informationen als Grundlage für Deine Kernaussagen und Argumente.
  • Vermeide Behauptungen, die Du nicht belegen kannst.
  • Überprüfe alle Fakten, bevor Du etwas veröffentlichst.
  • Aktualisiere Deine Inhalte regelmäßig, damit sie korrekt bleiben.

Das Zeitalter der generativen KI ist leider auch das Zeitalter der Fehlinformationen. Das ist sowohl für die KI-Technologie selbst als auch für Suchmaschinen eine große Herausforderung. Die Glaubwürdigkeit von Suchmaschinen und generativer KI hängt davon ab, ob sie in der Lage sind, korrekte Informationen zu liefern.

Du selbst kannst Teil der erforderlichen Lösung sein: Je besser es Dir gelingt, Wissen, Vertrauenswürdigkeit und Erfahrung zu zeigen und dies mit Daten, externer Validierung und anderen Qualitätsmerkmalen zu untermauern, desto wahrscheinlicher ist es, dass Du in diesen potenziellen Wachstumsbereichen des Online-Marketings an Sichtbarkeit gewinnst.

Sei Originalquelle für vertrauenswürdige Informationen

Indem Du verifizierte Informationen zitierst, sorgst Du dafür, dass Deine Inhalte korrekt sind. Noch besser ist es allerdings, wenn Du selbst die Originalquelle für vertrauenswürdige Informationen bist, die gern von Publishern, Autoren und KI-Algorithmen zitiert werden. Diese Informationen könnten so aussehen:

  • Umfragen, Studien und Berichte
  • Fachkundige Datenanalysen
  • Interviews mit Branchenexperten
  • Case Studies mit einzigartigen Erkenntnissen
  • Datenbasierte Thought-Leadership-Inhalte

Das ist kein schneller Trick oder SEO-Hack, mit dem Du über Nacht Erfolg hast. Du musst ein Netzwerk und v.a. Daten aufbauen, um originelle Infos liefern zu können. So etwas braucht Zeit, zahlt sich aber sowohl für die klassische Suche als auch für generative KI enorm aus.

Stärke Deine Glaubwürdigkeit durch Backlinks und digitale PR

Wir wissen bereits, dass Verlinkungen zu den wichtigsten Ranking-Faktoren für die organische Suche gehören. Und es deutet einiges darauf hin, dass sie auch dazu beitragen, dass Seiten in Googles AI Overviews erscheinen.

In dieser frühen Phase der generativen KI gibt es noch nicht viele Daten, die diesen Zusammenhang bestätigen. Es erscheint aber logisch, dass eingehende Links eine wichtige Rolle spielen:

  • Hochwertige Links verbessern das organische Ranking.
  • Inhalte mit hohem Ranking werden häufiger in KI-Ergebnissen angezeigt.
  • Suchmaschinen interpretieren Links als Beweis für die Qualität, Relevanz und den Wert einer Website.
  • Suchmaschinen scheinen für ihre KI-Ergebnisse ähnliche Ranking-Faktoren zu verwenden.
  • Eingehende Links gehen in der Regel auch mit mehr Erwähnungen und Diskussionen einher.
  • KI scheint eine Vorliebe für häufig zitierte Markennamen und Quellen zu haben.

Generative KI und Funktionen wie AI Overviews gehen auf Nummer sicher, indem sie Informationen wiederholen, die in mehreren Quellen enthalten sind. Solche Informationen sind mit geringerer Wahrscheinlichkeit irreführend, falsch oder anstößig.

Nach der gleichen Logik bist Du für KI-Algorithmen eine sichere Wahl, wenn Du Deinen Markennamen mit Informationen aus mehreren Quellen verbinden kannst. Wenn Du zum Beispiel einen Online-Shop für Sportschuhe betreibst und Dein Markenname im mehreren Artikeln über die besten Sportschuhe zitiert wird, signalisiert das den KI-Algortihmen, dass Dein Markenname für das Thema Sportschuhe relevant ist.

Diese Strategie nutzt das Konzept von Entitäten und Autorität, die für moderne SEO und KI-gestützte Suche entscheidend sind. Hier einige Beispiele, wie Du diese Strategie in der Praxis umsetzen kannst:

  1. Breit gestreute Platzierung von Inhalten: Erstelle und verbreite Inhalte auf verschiedenen Plattformen wie Blogs, Nachrichtenseiten und sozialen Medien. Dies erfordert die Erstellung von hochwertigen Content-Assets, die Du auf relevanten externen Websites platzieren kannst.
  2. Erwähnungen und Zitierungen Deiner Marke: Versuche, Erwähnungen Deiner Marke zu generieren, auch ohne direkte Verlinkungen. Das können z.B. Auftritte in Podcasts, Expertenaussagen in Nachrichtenartikeln oder Beiträge zu Roundup-Artikeln sein. Diese Art der Markenpräsenz hilft, Vertrauen aufzubauen und Deine Marke mit relevanten Kernthemen in Verbindung zu bringen.
  3. Interagiere mit Deiner Community: Beteilige Dich aktiv an Online-Communities, die für Deine Branche relevant sind. Du kannst z. B. Fragen auf Quora beantworten oder Dich an Reddit-Diskussionen beteiligen.
  4. Pressemitteilungen und Medienberichterstattung: Informiere über wichtige Updates zu Deinem Unternehmen durch Pressemitteilungen und sorge dafür, dass die Medien über bedeutende Erfolge oder Innovationen berichten. Je mehr über Deine Marke berichtet wird, desto wahrscheinlich wird sie in KI-Suchergebnissen angezeigt.
  5. Teilnahme an Events: Halte Vorträge auf Konferenzen, sponsere Events oder veranstalte Webinare, um die Sichtbarkeit Deiner Marke auf verschiedenen Plattformen und in unterschiedlichen Kontexten zu erhöhen. All diese Veranstaltungen schaffen Datenpunkte, die KI als auch Nutzern dabei helfen, Deine Marke zu finden.

Tipp: Mit dem Backlink Monitoring von Seobility kannst Du attraktive Link-Building-Möglichkeiten für Deine Website finden und Dein Backlink-Profil verwalten.

Linkbuilding Möglichkeiten

Behalte die Relevanz für Deinen Unternehmenserfolg im Blick

Bei dem ganzen Wirbel um künstliche Intelligenz kann man schnell den Überblick verlieren, aber Du solltest weiterhin Deine Prioritäten im Blick behalten. Es wird viel darüber gesprochen, wie ChatGPT Google ablösen könnte oder wie AI Overviews Traffic wegnehmen, aber viel wichtiger ist doch, welche realen Geschäftsmöglichkeiten sich durch diese Entwicklungen ergeben.

96,5 % der AI Overviews werden bei informationalen Suchanfragen angezeigt, die in der Regel ein geringeres Conversion-Potenzial haben. Da lohnt es sich zu hinterfragen, wie viele Kunden Du tatsächlich durch die ~7 % der Suchanfragen verlierst, bei denen AI Overviews erscheinen.

Aber wenn ChatGPT tatsächlich Traffic auf Online-Shops lenkt, haben wir einen handfesten Business Case für die Optimierung. Und wenn Du in AI Overviews erwähnt wirst und dadurch Leads generierst, kann das die Investition wert sein.

Im Traffic Acquisition Report in Google Analytics kannst Du bereits jetzt prüfen, ob Tools wie ChatGPT und Perplexity Traffic auf Deine Seiten leiten und ob dieser Traffic Umsatz generiert.

der Traffic Acquisition Report in Google Analytics

Die KI-Suche schafft neue Geschäftsmöglichkeiten – deshalb ist es wichtig, diese neuen Chancen unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie sich diese in Deine bestehende Marketing-Strategie integrieren lassen. 

Priorisiere High-Impact-Metriken

Wir haben oben bereits erklärt, warum eine starke SEO-Basis für die Sichtbarkeit in der KI-Suche vorteilhaft ist. Außerdem haben wir darüber gesprochen, warum traditionelle Ranking-Faktoren wie Backlinks auch im Zeitalter der KI-gestützten Suche relevant bleiben.

Diese Faktoren können wir als „High-Impact-Metriken“ bezeichnen – also Metriken, die den stärksten Einfluss auf sowohl organische Rankings als auch neue Möglichkeiten, wie z.B. AI Overviews, haben.

KI beschleunigt zwar die Entwicklung bei der Internetsuche, aber die Grundlagen der Suche ändern sich nicht über Nacht. Deshalb sind Aspekte wie die Korrektheit von Informationen sowohl für Such- als auch für KI-Algorithmen gleichermaßen wichtig, auch wenn die Gründe dafür unterschiedlich sind.

Solltest Du jemals unsicher sein, worauf Du Dich bei der Optimierung fokussieren sollst, konzentriere Dich auf die realen Geschäftsmöglichkeiten und priorisiere die High-Impact-Metriken.

Erstelle Inhalte mit KI-Unterstützung, anstatt komplett KI-generierte Inhalte

Auch wenn es nicht direkt mit der KI-gestützten Suche zu tun hat, ist die Nutzung von künstlicher Intelligenz für das Erstellen von Inhalten ein heißes Thema in der SEO-Branche. Die Fähigkeit von generativer KI, grammatikalisch korrekte Texte zu produzieren, ist zweifellos beeindruckend. Doch als reines Content-Creation-Tool ist generative KI nicht geeignet.

Warum das so ist? Ganz einfach: KI kann nur mit den Informationen arbeiten, die ihr zur Verfügung stehen. Sie also kann nichts wirklich Neues schaffen, sondern lediglich bereits vorhandene Daten neu zusammenfügen. Hinzu kommt, dass die Qualität der Daten sehr durchmischt ist: von korrekt bis falsch, von objektiv bis hochgradig subjektiv. Das führt dazu, dass KI-Algorithmen oft auf Nummer sicher gehen und die am häufigsten wiederholten Informationen reproduzieren.

Trotz aller Fortschritte kann KI allein nicht die Inhalte liefern, die man bei der Suchmaschinenoptimierung wirklich braucht. Der menschliche Faktor ist und bleibt unverzichtbar.

Statt Dich beim Erstellen von Inhalten komplett auf KI zu verlassen, kannst Du sie als Unterstützung für Deinen kreativen Prozess einsetzen. Hier einige Möglichkeiten, wie Du Deine Inhalte mithilfe von KI schneller und günstiger erstellen kannst:

  • Meta-Descriptions entwerfen
  • Themen untersuchen und vertiefen
  • Ideenlisten erweitern
  • Titel-Vorschläge generieren
  • Einleitungen für Artikel skizzieren
  • Deine Inhalte für Schlussfolgerungen zusammenfassen
  • Definitionen für Fachbegriffe formulieren
  • Sätze umformulieren
  • Informationen und Statistiken recherchieren
  • Forschungsarbeiten zusammenfassen

Zusammenfassung durch ChatGPT

Viele Menschen denken, dass uns KI die ganze Arbeit abnehmen kann. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. KI ist nicht in der Lage, einzigartige oder wertvolle Inhalte zu produzieren, die Deiner Zielgruppe etwas bieten, was sie nicht schon woanders finden kann.

In den Händen erfahrener Marketing-Profis kann KI allerdings ein effektives Tool sein, um hochwertige und einzigartige Inhalte effizienter zu erstellen. Der Trick liegt darin, KI zu nutzen, um die eigene Produktivität zu steigern, nicht aber als Ersatz für menschliche Kreativität und Expertise.

Wie sieht die Zukunft der KI-gestützten Suche aus?

In diesem Artikel haben wir bewusst darauf verzichtet, Prognosen für die Zukunft zu stellen. Das Thema ist einfach zu dynamisch. Das Einzige, was wir mit Sicherheit sagen können, ist, dass sich bei der KI-gestützten Suche noch viel tun wird. Alles andere wäre aktuell nur Spekulation.

Trotzdem gibt es ein paar wichtige Punkte, die Du für Dein Marketing im Hinterkopf behalten solltest:

Der KI-Hype wird der Realität weichen

Derzeit ist die Begeisterung in Bezug auf KI noch sehr groß, und das nicht zuletzt wegen überzogener Werbeversprechen der Tech-Unternehmen. Langsam setzt sich allerdings die Erkenntnis durch, dass KI die überhöhten Erwartungen nicht erfüllen kann.

Sobald sich der Hype gelegt hat, werden wir die tatsächlichen Auswirkungen von KI auf die Suche besser einschätzen können. Erst dann lässt sich realistisch beurteilen, wie die Zukunft aussehen könnte.

Die explorative Suche steht an

Google hat mit experimentellen Features in den Search Labs bereits einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Suche gegeben. Die Vorschauen deuten auf ein Sucherlebnis hin, das weniger abhängig von mehreren Suchanfragen ist. Stattdessen bietet es eine ansprechendere Form der thematischen Erkundung, die durch generative KI unterstützt wird.

Explorative Suche

Google erweitert außerdem die Multimedia-Sucherfahrung mit Tools wie Lens. Aktuell wird eine Funktion getestet, bei der Nutzer Videos aufnehmen können, um Suchanfragen zu tätigen. So lassen sich z.B. Objekte identifizieren, Probleme lösen und andere Ziele erreichen.

Für die Suchmaschinenoptimierung und das digitale Marketing bedeutet das, dass Unternehmen umfangreiche, visuell ansprechende Inhalte erstellen sollten, die von KI-Algorithmen mühelos verstanden werden. Du solltest Dich darauf konzentrieren, Deine Website für mobile Geräte zu optimieren und umfassende Multimedia-Inhalte zu entwickeln, die die verschiedensten Suchintentionen abdecken.

Die Grundlage für den Erfolg bleibt weiterhin das Erstellen hochwertiger, für den Kontext relevanter Inhalte. Nutze dafür Bilder, Videos und Texte, die Fachwissen demonstrieren und echten Mehrwert bieten. Das ist nichts Neues und sollte ohnehin schon ein Hauptfokus Deiner Marketingstrategien sein.

Du solltest dabei auch nicht vergessen, technische Elemente wie Metadaten und Alt-Texte zu optimieren, um Deine Inhalte für verschiedenste Suchalgorithmen und -Features leicht interpretierbar zu machen. Stelle zudem sicher, dass alle Inhalte barrierefrei sind und schnell laden.

Neue Anreize für die Erstellung von Inhalten

Egal in welche Richtung sich die KI-gestützte Suche entwickelt, Google und ChatGPT stehen vor einem gemeinsamen Problem: Sinkende Klickraten bei Google und generativer KI verringern die Motivation, hochwertige Inhalte zu erstellen. Warum sollten Websites Inhalte veröffentlichen, die keinen Traffic generieren, nur um dann von KI-Algorithmen ausgelesen zu werden, damit ein paar Tech-Giganten noch mehr Geld verdienen?

Das Paradoxe daran: Sowohl die traditionelle Suche als auch generative KI sind auf qualitativ hochwertigen Content angewiesen. Ohne Inhalte von Drittanbietern verliert Google seinen Zweck. Und generative KI kann nichts Sinnvolles generieren, ohne Zugang zu hochwertigen Daten zu haben.

Behalte also immer im Hinterkopf: Google und andere Suchmaschinen brauchen die hochwertigen Inhalte Deiner Website genauso sehr, wie Du sie für Dein Marketing brauchst.

Weniger generative KI, mehr produktive KI

Die derzeitigen Implementierungen von generativer KI in der Suche sind kaum mehr als ein Vorgeschmack dessen, was die Technologie leisten kann. Anbieter von Suchmaschinen arbeiten jedoch kontinuierlich daran, ihre Produkte weiterzuentwickeln und zu verbessern. Auch wenn der praktische Nutzen der generativen KI bei der Suche derzeit noch begrenzt ist und spezifische Nutzerbedürfnisse oder reale Probleme nicht wirklich löst, wird deutlich, wie viel Potenzial in der KI-Technologie steckt.

Ein produktiverer Ansatz für KI in der Suche könnte sich darauf konzentrieren, Tools zu entwickeln, die Nutzern dabei helfen, Informationen zu finden, zu verifizieren und zu verstehen. Hier ein paar praktische Beispiele, wie die Zukunft aussehen könnte:

  1. Intelligente Zusammenfassungen von Seiten: Statt möglicherweise unzuverlässige KI-Übersichten zu ganzen Themen zu generieren, könnten Suchmaschinen KI-gestützte Zusammenfassungen einzelner Seiten auswerfen. Diese Funktion würde es Suchenden ermöglichen, die Relevanz und den Inhalt jedes Suchergebnisses schnell einzuschätzen.
  2. Kontextbezogene Such-Assistenten: Mann könnte KI einsetzen, um die Suchintention der Nutzer noch besser zu verstehen und personalisierte Vorschläge zu liefern sowie Suchanfragen zu verfeinern, um relevantere Ergebnisse zu erzielen.
  3. Hilfe beim Faktencheck: Suchmaschinen könnten KI-gestützte Faktencheck-Tools integrieren, die automatisch Behauptungen hervorheben und schnellen Zugang zu unterstützenden oder widersprechenden Belegen aus zuverlässigen Quellen bieten.

KI wird uns erhalten bleiben – aber die SEO-Grundlagen auch

Ganz egal, in welche Richtung sich die KI-Suche entwickeln wird, eines ist klar: Künstliche Intelligenz wird eine zentrale Rolle in der Suche einnehmen. Dadurch bieten sich neue Chancen, aber Du solltest nicht vergessen, dass sich die SEO-Grundlagen nicht von heute auf morgen ändern werden.

Die wichtigsten Rankingfaktoren wie z. B. qualitativ hochwertige Backlinks werden weiterhin einen starken Einfluss auf die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen haben. Wir können bereits Anzeichen dafür sehen, dass Signale wie Rankings, Links und Erwähnungen die Ergebnisse der KI-Suche beeinflussen. Ebenso werden korrekte Informationen für jedes Suchsystem eine Priorität bleiben.

Lege jetzt mit Seobility den Grundstein für eine SEO-Strategie, mit der Du für das Zeitalter der KI-Suche gut aufgestellt bist – jetzt 14 Tage kostenlos testen!

Mehrsprachige Websites: Die häufigsten SEO-Probleme und wie Du sie beheben kannst

In diesem Artikel

Mehrsprachige Websites: Die häufigsten SEO-Probleme und wie Du sie behebst

  • Das Problem: Internationale SEO ist komplex, und Setup-Fehler kosten echte Sichtbarkeit und Umsatz. Zu den häufigsten zählen fehlerhafte hreflang-Tags, automatische IP-Weiterleitungen und eine falsche URL-Struktur.
  • Die Lösung: Verzichte auf erzwungene Weiterleitungen und Flaggen-Symbole zur Sprachwahl, wähle eine skalierbare URL-Struktur (Verzeichnisse oder ccTLDs) und kombiniere ein sauberes hreflang-Setup mit regionaler Keyword-Recherche.
  • Quick Win: Springe direkt zu Problem Nr. 2: Fehlerhafte hreflang-Tags. Dort findest Du die sieben häufigsten hreflang-Fehler, mit denen Du Deinen internationalen Traffic absicherst.

Es ist gar nicht so einfach, eine mehrsprachige Website zu betreiben, die verschiedene Zielgruppen anspricht und gleichzeitig bei Google ein hohes Ranking erzielt. Die Suchmaschinenoptimierung für internationale Märkte bringt ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Und das gilt besonders für Websites, die in mehreren Sprachen verfügbar sind. Für SEO-Experten ist dies einer der komplexesten Bereiche, und Fehler oder Versäumnisse bei der Einrichtung können für Unternehmen einen erheblichen Verlust an Sichtbarkeit und Umsatz zur Folge haben.

In diesem Blogbeitrag sehen wir uns die häufigsten (technischen) SEO-Probleme an, mit denen mehrsprachige Websites zu kämpfen haben. Und, noch wichtiger: Wir zeigen Dir bewährte SEO-freundliche Lösungen, mit denen Du Deine mehrsprachige Website optimieren kannst, um auch international ganz vorn mitzumischen!

Problem Nr. 1: Automatische Weiterleitung von Usern auf Basis der IP-Adresse

Als jemand, der als Nicht-Muttersprachler in Deutschland und Spanien gelebt hat, finde ich es extrem frustrierend, wenn eine Website Inhalte basierend auf meiner IP-Adresse lädt. Warum wird davon ausgegangen, dass ich die Seite auf Spanisch aufrufen möchte, nur weil ich mich gerade in Spanien befinde?

Das ist wahrlich nicht die beste User Experience. Dazu kommt, dass der Googlebot das Internet von einer US-basierten IP aus crawlt. Die Verwendung von IP-Adress-Sniffing-Tools und die anschließende Umleitung von Nutzern und Bots auf eine Sprache, die theoretisch als die beste erscheint, kann zur Folge haben, dass der Googlebot Deine übersetzten URLs nicht findet.

Tweet von John Mueller

Als Nicht-Muttersprachler hätte ich die Website sehr viel lieber in meiner bevorzugten Browsersprache, also wie ich es in den Browsereinstellungen festgelegt habe. Oder ich hätte gern die Version, wie ich sie aus den SERPs angeklickt habe, wenn ich in einer bestimmten Sprache suche.

Du glaubst, mein Fall sei eher die Ausnahme als die Regel? Was aber ist dann mit all den Menschen, die im Ausland Urlaub machen oder beruflich reisen? Nur weil sie sich gerade in einem bestimmten Land befinden, heißt das nicht, dass sie die Sprache beherrschen.

Wenn Du Usern alternative Versionen Deiner Seite zur Verfügung stellen möchtest, kannst Du einen Hinweis-Banner verwenden (z. B. „Es sieht so aus, als ob Du in Spanien bist – möchtest Du unsere spanische Website besuchen?“). So gibst Du Usern die Möglichkeit, relativ einfach die Sprache zu wechseln, was sowohl SEO- als auch benutzerfreundlich ist.

Beispiel eines Banners, der auf alternative Sprachversionen hinweist Quelle: https://gocardless.com/

Unsere Empfehlungen

  1. Leite Deine User nicht automatisch basierend auf ihrem Standort zu einer bestimmten Sprachversion weiter, denn daraus kann leicht eine negative User Experience entstehen. Außerdem hinderst Du möglicherweise Google daran, auf Deine verschiedenen Sprachversionen zuzugreifen.
  2. Nutze stattdessen ein nettes Pop-up, das mithilfe von IP-Sniffing-Technologie erkennt, wenn ein User von einem bestimmten Ort aus auf die Seite zugreift, und biete dort eine übersetzte oder regionsspezifische Version an – und überlasse es dem User selbst, ob er diese Version nutzen möchte oder nicht.

Problem Nr. 2: Fehlerhafte hreflang-Tags

Ich könnte problemlos einen ganzen Artikel nur den Komplexitäten von hreflang-Tags widmen. Es gibt so viele verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten und ebenso viele Probleme bei der Einrichtung dieses Tags.

Falls Du bisher noch nicht mit hreflang-Tags zu tun hattest: Ein hreflang-Tag ist ein HTML-Attribut, das genutzt wird, um die Sprache und die geografische Ausrichtung einer Seite festzulegen. In der Regel besteht es aus einem Verweis auf eine Sprache, unter Verwendung eines bestimmten Sprachcodes, gefolgt von einer Region (falls zutreffend) und der URL. Ein Beispiel dafür ist:

<link rel="alternate" hreflang="en-gb" href="https://www.mybrand.com/en/" />

Dieses Tag gibt an, dass es sich um die englische Version der Website (erkennbar durch den „en“-Teil) für User in Großbritannien (der „gb“-Teil steht für Großbritannien) handelt. Darauf folgt dann die spezifische URL.

Fehlerhafte hreflang-Tags sind wahrscheinlich eines der häufigsten Probleme, mit denen mehrsprachige Websites zu tun haben. Wir haben hier ein paar typische Fehler aufgelistet, die bei hreflang-Tags auftreten können.

hreflang-Fehler Nr. 1: Falscher Code für Sprache oder Region

Ein sehr häufiges Problem ist die falsche Verwendung des Sprachcodes, der einen aus zwei Buchstaben bestehenden Ländercode im Format ISO 3166-1 alpha-2 enthält.

Nehmen wir einmal an, Du hast eine Version einer Seite, die Du für Nutzer in Großbritannien bereitstellen möchtest. Du gehst davon aus, dass der ISO-Code „uk“ ist, und Dein hreflang-Tag sieht so aus:

<link rel="alternate" hreflang="en-uk" href="https://www.mybrand.com/en/" />

Allerdings ist dieses hreflang-Tag falsch: Der korrekte ISO-Code für Großbritannien ist „gb“. Es ist also wahrscheinlich, dass Suchmaschinen das hreflang-Tag nicht verstehen.

hreflang-Fehler Nr. 2: hreflang-Tags sind nicht auf allen relevanten Seiten implementiert

Man vergisst leicht, dass nicht nur die Startseite, sondern auch alle anderen wichtigen Seiten hreflang-Tags haben sollten, wenn man übersetzte oder regionsspezifische URLs nutzt. Stelle sicher, dass Deine hreflang-Tags jede Sprache und Region abdecken und auf allen entsprechenden Seiten Deiner Website korrekt eingebunden sind.

Für einen Online-Shop, der drei Sprachen (Englisch, Deutsch und Spanisch) abdeckt, könnte das so aussehen:

<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.example.com/en/shop/" />
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://www.example.com/de/shop" />
<link rel="alternate" hreflang="es" href="https://www.example.com/es/shop" />

Jede Seite sollte außerdem einen selbstverweisenden hreflang-Tag enthalten. Für unser Beispiel oben heißt das, dass alle drei Seiten alle drei Tags enthalten sollten, nicht nur die, die auf die anderen Sprachversionen verweisen.

hreflang-Fehler Nr. 3: hreflang-Tags befinden sich außerhalb des <head>-Bereichs

Aus technischer Sicht sollten hreflang-Tags im <head>-Bereich Deiner Seiten eingefügt werden. Wenn sie dort nicht verfügbar sind, kann es sein, dass sie von Suchmaschinen nicht erfasst werden. Du solltest also nach dem Hinzufügen von hreflang-Tags immer den Quellcode prüfen, um sicherzugehen, dass diese sich im <head>-Bereich befinden.

Falls Dein CMS oder Deine Plattform die Platzierung von hreflang-Tags im <head>-Bereich nicht unterstützt, solltest Du über eine alternative Lösung nachdenken. Du könntest Deine hreflang-Tags zum Beispiel in Deiner XML-Sitemap bereitstellen.

hreflang-Fehler Nr. 4: Fehlerhafte oder fehlende x-default-Tags

Mit dem x-default-Tag-Attribut kannst Du Suchmaschinen zeigen, welche Sprachoption oder welche URL als Fallback genutzt werden soll, wenn nicht klar ist, welche Sprache einem bestimmten User angezeigt werden soll.

Ein Beispiel wäre ein Schweizer Einzelhändler, dessen Website auf Deutsch, Italienisch und Französisch verfügbar ist. Da es in der Schweiz vier Amtssprachen gibt, weißt Du nicht, welche Sprache ein Besucher der Website nutzen wird.

In diesem Fall könntest Du Deutsch als die am häufigsten verwendete Sprache im x-default-Tag angeben. Das x-default hreflang-Tag zusammen mit anderen hreflang-Tags könnte dann so aussehen:

<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.example.com/de/deutsche-seite/" />
<link rel="alternate" hreflang="fr" href="https://www.example.com/fr/französische-seite/" />
<link rel="alternate" hreflang="it" href="https://www.example.com/it/italienische-seite/" />

Hinweis: Das x-default hreflang-Attribut ist nicht für alle Seiten zwingend erforderlich. Es kann allerdings praktisch sein, um eine Fallback-Sprache festzulegen.

hreflang-Fehler Nr. 5: hreflang-Tags, die auf eine nicht-kanonische URL-Version verweisen

Wenn Du in Deinen hreflang-Tags auf verschiedene URLs verweist, musst Du dafür sorgen, dass die Canonical Tags auf diesen Seiten mit den in den hreflang-Attributen angegebenen URLs übereinstimmen.

Wenn Dein hreflang-Tag beispielsweise auf eine übersetzte URL verweist, diese URL aber nicht als kanonische Version festgelegt ist (d. h. umleitet oder auf eine andere kanonische Seite verweist), kann dies Suchmaschinen verwirren und zu Problemen bei der Indexierung führen.

Es ist deshalb wichtig, dass hreflang- und Canonical-Tags einheitlich sind, um mögliche Konflikte zu vermeiden.

hreflang-Fehler Nr. 6: Fehlen von hreflang-Rückverweisen

Das ist ein weiteres Problem, das relativ häufig vorkommt. Wenn Du in Deinen hreflang-Tags URLs angibst, die nicht auf die verlinkende URL zurück verweisen, kommt es zu Problemen.

Wenn Du also von Deiner deutschen Seite z. B. auf die italienische und spanische Version verweist, musst Du sicherstellen, dass sowohl die italienische als auch die spanische Seite die hreflang-Tags für alle drei Seitenversionen (inkl. Deutsch) enthalten.

Wenn diese Rückverweise fehlen, kann es leicht passieren, dass Suchmaschinen nicht verstehen, ob die übersetzten Seiten-URLs verfügbar sind. Das bedeutet, dass möglicherweise eine weniger passende Version einer URL in den SERPs gelistet wird.

hreflang-Fehler Nr. 7: Fehlende hreflang-Tags bei PDF-Dokumenten

Das Einfügen von hreflang-Tags (oder Canonical Tags) bei PDF-Dateien kann etwas knifflig sein, denn anders als bei HTML-Seiten kannst Du keinen Code im <head>-Bereich einfügen. Bei der Implementierung von hreflang-Tags musst Du hier den HTTP-Header nutzen.

Das ist besonders dann wichtig, wenn Du ein PDF hast, das in mehreren Sprachen verfügbar ist, aber in den SERPs für verschiedene Zielregionen nicht die passende Version angezeigt wird.

So könnte der HTTP-Header einer PDF-Datei aussehen:

HTTP/1.1 200 OK
Content-Type: application/pdf
Link: <https://www.example.com/de/ecommerce-whitepaper.pdf>; rel="alternate";hreflang="x-default",
<https://www.example.com/en/ecommerce-whitepaper.pdf>; rel="alternate";hreflang="en",
<https://www.example.com/fr/ecommerce-whitepaper.pdf>; rel="alternate";hreflang="fr",
<https://www.example.com/es/ecommerce-whitepaper.pdf>; rel="alternate";hreflang="es"

Empfehlungen

    1. Stelle sicher, dass Du für alle regionsspezifischen Inhalte eine eigene URL hast. Es kann helfen, vorab bei der Planung eine Tabelle mit diesen URLs anzulegen.
    2. Es gibt verschiedene Tools, mit denen Du hreflang-Tags erstellen kannst, zum Beispiel das kostenlose hreflang-Tag-Generator-Tool von Aleyda Solis.
    3. Sei Dir über die Grenzen Deines CMS, Tech-Stacks oder Deiner Webplattform im Klaren. Manche Systeme unterstützen keine hreflang-Tags im Quellcode, aber möglicherweise unterstützen sie XML-Sitemaps, mit denen Du auf hreflang-Tags verweisen kannst. Google Search Central hat einen nützlichen Leitfaden für die Verwendung von XML-Sitemaps für hreflang-Tags, falls Du mehr darüber erfahren willst. So könnte so eine Sitemap zum Beispiel aussehen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="https://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:xhtml="https://www.w3.org/1999/xhtml">
<url>
<loc>https://www.example.com/english/page.html</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de"
href="https://www.example.de/deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-ch"
href="https://www.example.de/schweiz-deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="en"
href="https://www.example.com/english/page.html"/>
</url>
<url>
<loc>https://www.example.de/deutsch/page.html</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de"
href="https://www.example.de/deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-ch"
href="https://www.example.de/schweiz-deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="en"
href="https://www.example.com/english/page.html"/>
</url>
<url>
<loc>https://www.example.de/schweiz-deutsch/page.html</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de"
href="https://www.example.de/deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-ch"
href="https://www.example.de/schweiz-deutsch/page.html"/>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="en"
href="https://www.example.com/english/page.html"/>
</url>
</urlset>

    1. Nutze eine Software wie Seobility, um Deine Website zu crawlen und zu analysieren. So erkennst Du schnell, ob es Probleme mit hreflang-Tags gibt.

Seobility > Onpage > Struktur > Verlinkungen > Alternate Link Fehler
Seobility Analyse zu Alternate Link Fehlern Screenshot von Seobility, der Probleme mit hreflang-Tags zeigt

  1. Stelle sicher, dass Du auch das HTML-Language-Tag verwendest, um die Sprache des Quellcodes einer Seite anzuzeigen. Dieses Tag und andere Signale helfen Suchmaschinen, die Sprache Deiner Webseite zu verstehen. Achte aber unbedingt darauf, dass die Informationen im Language-Tag nicht denen in den hreflang-Tags widersprechen, da das die Suchmaschinen verwirren kann!

So, das reicht jetzt aber zum Thema hreflang! Kommen wir nun zu einem anderen häufigen technischen Problem auf mehrsprachigen Websites.

Problem Nr. 3: Wahl der falschen URL-Struktur

Beim Aufbau einer internationalen Website ist die richtige URL-Struktur das A und O für Suchmaschinenoptimierung, User Experience und Lokalisierung.

Es gibt dabei drei Möglichkeiten: Verzeichnisse, Subdomains und länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLDs, z. B. .co.uk). Alle drei Optionen haben jeweils Vor- und Nachteile.

Möglichkeiten zur Strukturierung mehrsprachiger Websites Abbildung: Mehrsprachige Websites – Autor: Seobility – Lizenz: CC BY-SA 4.0

Leider ist es nicht immer möglich, eine theoretisch optimale Lösung in der Praxis umzusetzen.. Du könntest zum Beispiel mit einer bereits gut etablierten Domain oder Marke arbeiten, bei der es sich möglicherweise nicht lohnt, die Konfiguration zu ändern (oder es ist auf der jeweiligen Plattform aus technischen Gründen nicht möglich).

Wenn Du jedoch noch vor der Internationalisierung Deiner Website stehst, solltest Du Dich unbedingt mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzen. Behalte dabei aber im Hinterkopf, dass für Deine individuelle Situation eine individuelle Lösung erforderlich sein kann:

1. Verwendung von länderspezifischen Top-Level-Domains (ccTLDs)

Dies sind länderspezifische Domainendungen, zum Beispiel .co.uk, .fr, .de usw.

Vorteile von ccTLDs:

Eindeutige geographische Ausrichtung: Suchmaschinen und User verbinden ccTLDs automatisch mit einem bestimmten Land oder einer Region, was das lokale Vertrauen und die Rankings verbessert.

Klares User Signal: User nehmen ccTLDs oft als lokalisierter und vertrauenswürdiger wahr.

Nachteile von ccTLDs:

Kosten: Die Registrierung und Pflege mehrerer ccTLDs (und Websites) kann ins Geld gehen.

Technische Komplexität: Das Management mehrerer Websites erfordert viele Ressourcen und einen höheren Entwicklungs- und Wartungsaufwand.

Verteilung von Link Juice: Backlinks werden auf verschiedene Domains verstreut, was die Konsolidierung der Authority erschwert.

Traffic-Volumen: Jede Domain arbeitet isoliert für sich, was das gesamte organische Traffic-Volumen reduzieren kann (es sei denn, jede Domain ist gut optimiert).

Amazon nutzt ccTLDs
Amazon verwendet in den USA für englischsprachige User .com und eine separate Seite auf einer ccTLD (.es) für User in Spanien. Amazon setzt stark auf ccTLDs, vor allem weil die Marke extrem bekannt ist. Hier ist diese Herangehensweise also sinnvoll.

2. Subdomains

Subdomains sind Teil derselben Domain, funktionieren aber unabhängig davon, zum Beispiel de.example.com oder es.example.com.

Vorteile von Subdomains:

Getrennte inhaltliche Ausrichtung: Die Verwendung von Subdomains ermöglicht einzigartige Inhalte oder Angebote, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind.

Einfache Einrichtung: Subdomains sind im Vergleich zu ccTLDs relativ einfach zu erstellen und zu verwalten.

Markenzugehörigkeit: Es ist klar und deutlich, dass die Subdomain zu einer bestimmten bestehenden Marke gehört.

Nachteile von Subdomains:

Weniger klare geografische Zuordnung: Subdomains zeigen den Standort nicht so eindeutig an wie ccTLDs, und zwar sowohl für User als auch für Suchmaschinen.

Geteilte Authority: Jede Subdomain wird für SEO-Zwecke als eigenständige Einheit behandelt, was den Link Juice verwässern und mehr Aufwand bei der Optimierung erfordern kann.

Technische Einrichtung: Fehlerhafte Verwaltung von Subdomains kann zu Problemen beim Crawling oder Duplicate Content führen.

3. Unterverzeichnisse

Unterverzeichnisse sind Teil der Hauptdomain, sind aber durch Ordnerpfade segmentiert, zum Beispiel. example.com/de/ oder example.com/uk/.

Vorteile von Unterverzeichnissen:

Verstärkte Authority: Alle Inhalte sind unter einer einzigen Domain gebündelt, was Link Juice und Domain Authority stärkt.

Niedrigere Kosten: Der Kauf mehrerer Domains oder die Verwaltung verschiedener Hosting-Umgebungen fällt weg.

Einfachere Verwaltung: Die Verwaltung einer einzigen Domain vereinfacht die Entwicklung und Wartung.

Nachteile von Unterverzeichnissen:

Eingeschränkte regionale Zuordnung: Unterverzeichnisse signalisieren Usern und Suchmaschinen die Lokalisierung nicht so eindeutig wie ccTLDs.

Komplexe Skalierung: Mit wachsender Anzahl von Regionen kann die Organisation und Pflege von Unterverzeichnissen recht kompliziert werden.

Empfehlungen

  1. Wenn Dein Unternehmen klein bis mittelgroß ist, solltest Du Unterverzeichnisse in Betracht ziehen. Diese Option ist kostengünstig, lässt sich leichter pflegen und bei Bedarf problemlos erweitern.
  2. Für große, etablierte Marken, die eine bestimmte Region gezielt ansprechen wollen, ist eine länderspezifische Top-Level-Domain (ccTLD) wahrscheinlich die bessere Wahl. Damit kannst Du eine starke lokale Markenpräsenz aufbauen (vorausgesetzt, Du hast die Ressourcen für so eine Investition).
  3. Wenn Du einen neuen Markt zunächst einmal testen willst, könnte eine Subdomain die beste Lösung sein. Das ist eine schnelle, einfache und relativ kostengünstige Strategie und Du musst Dich dabei nicht gleich komplett auf eine neue Domain festlegen.
  4. Meide Plattformen, die Sprachen durch URL-Parameter integrieren. Solche Plattformen können von Suchmaschinen nur schwer gecrawlt und indexiert werden.
  5. Sei vorsichtig bei Client-Side Rendering (CSR), wie etwa durch JavaScript (zum Beispiel React oder Vue). Dadurch erhöhen sich ganz besonders beim internationalen SEO die Komplexität und das Fehlerrisiko. Server-Side Rendering (SSR) erleichtert die Suchmaschinenoptimierung, da HTML bereits gerendert und für Suchmaschinen-Crawler zugänglich ist, wenn diese auf die jeweilige Seite stoßen.

Problem Nr. 4: Die lokale Währung der User wird nicht berücksichtigt (wichtig für Online-Shops!)

Auch wenn dieses Thema eher in den Bereich der User Experience (UX) fällt, kann es negative Auswirkungen auf internationale SEO-Bemühungen und die Optimierung der Conversion Rate (CRO) haben. Wenn Du die Währung der lokalen Website-Besucher nicht berücksichtigst, erzeugst Du möglicherweise unnötige Hürden auf Deiner Website.

Für die internationale Suchmaschinenoptimierung kann das zu einem größeren Problem werden, wenn Deine Produkte in den SERPs mit einer Währung angezeigt werden, die nicht den Bedürfnissen Deiner User entspricht.

Türgriffe mit Euro als Währung
Bei der Produktsuche aus Deutschland wird erwartungsgemäß Euro als Währung angezeigt.

Türgriffe mit Pfund als Währung Suche nach demselben Produkt aus Großbritannien. Hier wird GBP als Währung angezeigt.

Wenn ich in den SERPs nach Produkten suche und mir mehrere Optionen angezeigt werden, klicke ich wahrscheinlich auf das Ergebnis, das die von mir gewünschte Währung anzeigt.

Der nächste Klick sollte mich dann auf eine Seite führen, die dieselbe Währung anzeigt. Was nicht passieren sollte, ist, dass ich aufgrund meiner IP-Adresse oder anderer Faktoren automatisch umgeleitet werde.

Empfehlungen

  1. Stelle sicher, dass in Deinem Online-Shop die richtigen Währungen konfiguriert und aktiviert sind. Auf Shopify oder WooCommerce kannst Du ganz einfach internationale Währungen hinzufügen, indem Du den Schritten in den hier verlinkten Leitfäden folgst.
  2. Achte darauf, dass Produktfeeds (zum Beispiel Google Merchant Center) richtig eingerichtet sind, um auf die korrekten Produktversionen pro Region zu verweisen. Sieh Dir dazu diesen praktischen Leitfaden von Google an.
  3. Stelle sicher, dass User beim Besuch Deines Shops problemlos die Währung ändern können, wenn sie möchten.
  4. Nutze strukturierte Daten für Produkt-Snippets, um lokale Preise anzuzeigen: Strukturierte Daten sind eine Art Code, der Suchmaschinen dabei hilft, Produktinformationen zu verstehen. Füge diesen Code zu Deinen Seiten hinzu und gib die Preise in lokaler Währung für jede Zielregion an, damit Suchmaschinen die genauen Preise in den Suchergebnissen anzeigen können. Das wird Deine CTR und Conversion Rate steigern.

Problem Nr. 5: Vernachlässigung der Regionalität bei der Keyword-Recherche

Viele Marken beschränken sich bei ihrer internationalen SEO-Strategie darauf, ihre Keywords in andere Sprachen zu übersetzen. Bei dem Versuch, neue Regionen zu erschließen, verschenken sie auf diese Art jedoch einige gute Chancen.

Ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen dem britischen und dem US-amerikanischen Markt ist das Wort für Sportschuhe. In Großbritannien spricht man von trainers, während in den USA häufiger nach sneakers gesucht wird.

Beispiel für den Unterschied zwischen

Es hätte wenig Sinn, die britische Version Deiner Website für das Keyword „sneakers“ zu optimieren, da dieses nicht der bevorzugten Suchanfrage der meisten Briten entspricht. Und das Gleiche gilt für die US-Version und das Wort „trainers“.

Bei der internationalen Keyword-Recherche müssen Regionalität und Nuancen der Sprachen sowie das Suchverhalten der lokalen User berücksichtigt werden.

Spanien ist ein gutes Beispiel. Spanisch ist zwar Amtssprache, aber es gibt vier autonome Regionen mit eigenen Sprachen. Wenn es wichtige Zielregionen sind, lohnt sich gegebenenfalls für jede Region eine eigene Keyword-Recherche.

Sprachen in Spanien Quelle: https://www.mosalingua.com/de/sprachen-in-spanien/

Wenn Du bei Deiner umfassenden Keyword-Recherche das lokale Suchverhalten und die Regionalität außer Acht lässt, besteht die Gefahr, dass Du Deine Produkte oder Seiten für die falschen Begriffe optimierst. Und dadurch lässt Du dir viele Umsatzchancen entgehen.

Empfehlungen

    1. Überlege Dir, welche spezifischen Regionen Du ansprechen willst, und prüfe, ob es Unterschiede im Sprachgebrauch gibt.
    2. Führe Keyword-Recherchen speziell für die entsprechenden Märkte und Regionen durch, auf die Du Dich konzentrieren willst. Seobility hat ein praktisches kostenloses Tool für die Keyword-Recherche in über 90 verschiedenen Ländern.

Keyword Recherche Tool von Seobility

  1. Verlasse Dich nicht nur auf Übersetzungen von Keywords. Arbeite ggf. mit internationalen SEO-Beratern oder Keyword-Recherche-Spezialisten, die Muttersprachler einer bestimmten Region sind. Diese können wertvolle Kenntnisse über das Suchverhalten mitbringen.

Problem Nr. 6: Vernachlässigung von Webmaster-Tools außerhalb der Google Search Console

Die Google Search Console ist ein Muss für Webmaster, die ihre organische Sichtbarkeit auf Google steigern wollen, besonders in den USA, Großbritannien und Europa. Du solltest aber andere browser-spezifische oder regionale Tools nicht ignorieren.

Bing Webmaster Tools ist ein weiteres wichtiges Tool, wenn man User in den USA ansprechen will (Bing hat hier einen Marktanteil von 8 %). Wenn Du Deine organische Sichtbarkeit in Asien, Russland oder in anderen Regionen erhöhen möchtest, solltest Du auch andere Webmaster-Tools nutzen.

Yandex Webmaster Tools

Yandex ist eine zentrale Plattform, wenn man eine mehrsprachige Website betreibt und User in Russland erreichen will (64 % der Menschen in Russland nutzen Yandex). Eine weitere wichtige Plattform ist Baidu, wenn man User in China gewinnen will (Baidu wird von 94 % der Menschen in China genutzt).

Jedes dieser Webmaster-Tools kommt mit eigenen Besonderheiten und Features. In der Regel bieten Sie Dir Reports zu „Top-Suchanfragen“ und „Top-Seiten“ sowie andere SEO-spezifische Empfehlungen.

Wenn Du solche Webmaster-Tools ignorierst, machst Du es Dir sehr viel schwerer, Deine Reichweite in den Zielregionen zu erhöhen. Diese Tools helfen nämlich, mehr Menschen zu erreichen und Deine Sichtbarkeit zu verbessern.

Empfehlungen

  1. Richte unbedingt Konten bei zusätzlichen Webmaster-Tools wie Bing Webmaster Tools, Yandex Webmaster und Baidu ein (je nach den Märkten, die Du erreichen willst).
  2. Überwache diese Tools regelmäßig, um mögliche Probleme mit der SEO-Performance schnell zu erkennen und neue Möglichkeiten zu erschließen, wie Du Deine Sichtbarkeit in diesen Regionen steigern kannst.

Problem Nr. 7: Vernachlässigung von Local SEO für Deine Zielregionen

Diesen Aspekt kann man leicht übersehen. Allerdings ist Local SEO unglaublich wichtig, wenn Dein Unternehmen Menschen auf lokaler Ebene ansprechen will, was für einige Dienstleister ein wichtiger Ansatz sein kann.

Wahrscheinlich hast Du dies bereits für die Region berücksichtigt, in der Dein Unternehmen ansässig ist.Aber wie sieht es auf internationaler Ebene aus?

Eine Local SEO-Strategie für die Regionen, die Du erreichen willst, macht auf jeden Fall Sinn. So eine Strategie hilft, den ersten Stein ins Rollen zu bringen und ist besonders wichtig, wenn Du im Rahmen Deiner internationalen SEO-Strategie länderspezifische Domainendungen (ccTLDs) nutzt.

In diesem Fall könntest Du zum Beispiel versuchen, in relevanten lokalen Nachrichtenportalen erwähnt zu werden, Pressemitteilungen zu versenden, in lokalen Branchenverzeichnissen gelistet zu sein, digitale PR-Möglichkeiten zu nutzen und vieles mehr.

All das solltest Du am besten Muttersprachlern oder internationalen SEO-Beratern, die in den Zielregionen leben und die nötigen Kontakte haben, überlassen.

Empfehlung

Denk daran, für jede Region, in die Du expandieren willst, eine eigene Local SEO-Strategie zu entwickeln. Mit so einer Strategie sorgst Du dafür, dass Deine neuen, regionsspezifischen Websites in den neuen Zielregionen etwas Aufwind bekommen. Ausführlichere Informationen zur Entwicklung und Umsetzung einer Local SEO-Strategie findest Du in den Local SEO-Leitfäden von Seobility.

Problem Nr. 8: Flaggen zum Auswählen der Sprache

Gute Suchmaschinenoptimierung und eine gute User Experience (UX) sind eng miteinander verknüpft.

Eine negative User Experience ist für die Besucher Deiner Website nicht nur frustrierend, sie kann auch die Conversion Rate senken und Deine organischen Rankings beeinträchtigen. Und das schadet letztendlich Deinem Geschäft.

Die Nutzung von Flaggen zur Auswahl der Sprache ist ein Paradebeispiel für schlechte UX. Es mag vielleicht auf den ersten Blick eine intuitive Lösung sein, kann User aber schnell verwirren.

Ein Beispiel: Deine Website ist für die über 43 Millionen spanischsprachigen Menschen in den USA auf Spanisch verfügbar und das wird über die spanische Flagge angezeigt. Dies kann allerdings den Anschein erwecken, dass die Inhalte ausschließlich für User in Spanien gedacht sind, was verwirren kann.

Eine besondere Herausforderung stellt die Ansprache von Nutzern in mehrsprachigen Regionen wie der Schweiz dar. Mit vier Amtssprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch – reicht die Nutzung von Flaggen nicht aus, um dieser Vielfalt gerecht zu werden.

Sprachauswahl anhand von Flaggen bei Duolingo
Bei Duolingo werden zwar Flaggen genutzt, aber zumindest wird daneben die entsprechende Sprache, so wie man sie in eben dieser Sprache nennt, angezeigt.

Dasselbe gilt für Französisch, das in Kanada weit verbreitet ist. Es könnte die kanadischen Benutzer irritieren oder verärgern, wenn die französische Flagge für die Sprache angezeigt wird.

Hier ist es besser, Sprachcodes (zum Beispiel „fr“ für Französisch) in Kombination mit dem Namen der Sprache in der entsprechenden Sprache zu verwenden. Auf diese Weise können User ihre bevorzugte Sprache klar und ohne Verwirrung auswählen.

Sprachauswahl bei Amazon anhand von Sprachkürzeln
So sieht Amazons Lösung für sprachspezifische Inhalte aus

Empfehlungen

  1. Lass ein gründliches UX-Audit Deiner Website durchführen, und zwar im Idealfall von Usern in Deinen Zielregionen. So stellst Du sicher, dass Deine Website für die User in diesen Regionen so aussieht und funktioniert, wie sie sollte.
  2. Vermeide es, Inhalte in verschiedenen Sprachen ausschließlich durch Flaggen zu kennzeichnen.
  3. Mach es Deinen Usern einfach, auf all Deinen Seiten die Sprache und Währung zu ändern. Es ist immer gut, diese Option an einem festen Platz auf der Website zu haben, zum Beispiel im Navigationsmenü.

Zusammenfassung: So gelingt Dir die internationale Optimierung

Wenn Du im Rahmen Deiner SEO-Strategie neue Regionen ansprechen willst, kann viel schiefgehen. Gleichzeitig ist es aber auch eine tolle Chance, Deine Marke zu stärken und neue Kunden zu gewinnen.

Wenn Du die in diesem Beitrag beschriebenen Punkte berücksichtigst, kannst Du allerdings die größten Fehler vermeiden, die viele bei der internationalen SEO machen. Stattdessen kannst Du Dich ganz darauf konzentrieren, Dein Geschäft auf internationale Märkte auszuweiten!

Crawl Budget Optimierung: So verbesserst Du das Crawling Deiner Website

Du willst mit Deinen Seiten gute Platzierungen in den Suchergebnissen (SERPs) erreichen? Bevor das passieren kann, müssen sie zuerst von Suchmaschinen wie Google gecrawlt und indexiert werden. Google hat allerdings nur begrenzte Ressourcen und kann nicht jede Seite im Internet indexieren. Und hier kommt das sogenannte Crawl Budget ins Spiel.

Das Crawl Budget ist die Menge an Zeit und Ressourcen, die Google in das Crawling und die Indexierung Deiner Website investiert. Dieses Crawl Budget deckt sich allerdings nicht unbedingt mit der Größe Deiner Website, was besonders bei umfangreichen Websites dazu führen kann, dass wichtige Inhalte von Google übersehen werden.

Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, das verfügbare Crawl Budget für Deine Website zu erhöhen. Wie das funktioniert, werden wir in diesem Artikel ausführlich behandeln. Außerdem erklären wir Dir, wie Du Dein verfügbares Crawl Budget effizienter nutzen kannst, damit Google alle wichtigen Inhalte Deiner Website ohne Probleme findet und crawlt.

Bevor wir ans Eingemachte gehen, erklären wir Dir kurz einleitend, wie das Crawl Budget funktioniert und welche Websites ihr Crawl Budget optimieren sollten.

Wenn Du keine Lust auf Theorie hast, kannst Du den Part natürlich überspringen und direkt mit der Optimierung loslegen.

Was ist das Crawl Budget?

Wie oben erwähnt, bezieht sich das Crawl Budget auf die Zeit und die Ressourcen, die Google in das Crawling Deiner Website steckt.

Allerdings ist das Crawl Budget kein statischer Wert. Laut Google Search Central spielen zwei wichtige Faktoren eine Rolle: Crawl Rate und Crawl Demand.

Crawl Rate

Die Crawl Rate sagt aus, wie viele Verbindungen der Googlebot gleichzeitig nutzen kann, um Deine Website zu crawlen.

Diese Zahl kann variieren, je nachdem, wie schnell Dein Server auf Anfragen von Google reagiert. Wenn Du einen leistungsstarken Server hast, der die Anfragen gut bewältigen kann, kann Google die Crawl Rate erhöhen und mehr Seiten Deiner Website auf einmal crawlen.

Wenn Deine Website jedoch zu lange benötigt, um die angefragten Inhalte zu liefern, drosselt Google die Crawl Rate. So soll vermieden werden, dass Dein Server überlastet wird und die User, die gerade auf Deiner Website unterwegs sind, darunter leiden müssen. Es kann also sein, dass einige Deiner Seiten nicht gecrawlt werden oder eine niedrigere Priorität erhalten.

Crawl Demand

Während sich die Crawl Rate darauf bezieht, wie viele Seiten Deiner Website Google crawlen kann, spiegelt der Crawl Demand wider, wie viel Zeit Google in das Crawlen Deiner Website investieren will. Der Crawl Demand erhöht sich durch:

  • Hochwertigen Content: Aktuelle, wertvolle Inhalte, die gut bei den Nutzern ankommen.
  • Beliebtheit der Website: Hoher Traffic und starke Backlinks deuten auf eine hohe Autorität und Relevanz der Website hin.
  • Content-Updates: Regelmäßige Aktualisierungen der Inhalte sind ein Zeichen dafür, dass Deine Website dynamisch ist, was Google dazu ermutigt, sie häufiger zu crawlen.

Wir können also auf Basis von Crawl Rate und Crawl Demand sagen, dass das Crawl Budget die Anzahl der URLs repräsentiert, die Googlebot (technisch) crawlen kann und (inhaltlich) crawlen will.

Welche Rolle das Crawl Budget für Ranking und Indexierung spielt

Um in den Suchergebnissen angezeigt werden zu können, müssen Seiten zunächst gecrawlt und indexiert werden. Beim Crawling analysiert Google Inhalte und andere wichtige Elemente (Metadaten, strukturierte Daten, Verlinkungen usw.), um ein besseres Verständnis über die Seite zu gewinnen. Und diese Informationen werden dann zur Indexierung und fürs Ranking genutzt.

Crawling und Indexierung
Abbildung: Indexierung – Autor: Seobility – Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wenn Dein Crawl Budget aufgebraucht ist, können Suchmaschinen wie Google Deine Seiten nicht mehr vollständig crawlen. Das heißt, es dauert länger, bis die Seiten verarbeitet und dem Suchindex hinzugefügt werden. Deine Inhalte erscheinen deshalb nicht so schnell in den Suchergebnissen, wie sie sollten, und es kann passieren, dass User bei der Online-Suche Deine Inhalte nicht finden. Worst Case: Google findet möglicherweise einige Deiner wertvollsten Seiten nie.

Ein erschöpftes Crawl Budget kann auch zu „fehlendem Content“ führen, nämlich wenn  Google Deine Website nur teilweise crawlt oder indexiert und dabei Text, Links oder Bilder auslässt. Das hat zur Folge, dass Google Deine Seiten anders bewertet, als sie es verdient haben. Und das kann Dein Ranking beeinträchtigen.

Wir möchten an dieser Stelle aber klarstellen, dass das Crawl Budget kein Rankingfaktor ist. Es hat ausschließlich Einfluss auf die Qualität des Crawlings und auf die Zeit, die in die Indexierung Deiner Seiten investiert wird, um in den SERPs zu ranken.

Welche Websites ihr Crawl Budget optimieren sollten

Im Google Search Central Guide erwähnt Google, dass besonders die folgenden Websites von Problemen mit dem Crawl Budget betroffen sein können:

  • Websites mit sehr vielen Seiten (= mehr als 1 Million Seiten), die regelmäßig aktualisiert werden
  • Websites mit einer mittleren bis großen Anzahl von Seiten (= mehr als 10.000 Seiten), die sehr häufig aktualisiert werden (täglich)
  • Websites mit einem großen Anteil an Seiten, die in der Google Search Console als „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ angezeigt werden, was auf ineffizientes Crawling hindeutet*

*Tipp: Bei Seobility kannst Du sehen, ob es eine große Diskrepanz zwischen den gecrawlten und den tatsächlich indexierbaren Seiten gibt, also, ob ein Großteil des Crawl Budgets für Deine Website verschwendet wird. Ist das der Fall, wird in Deinem Technik & Meta Dashboard eine Warnung angezeigt:

Es wurden nur X Seiten gefunden, die als relevant eingestuft werden können.

Sollte Deine Website keiner der oben genannten Kategorien entsprechen, sollte ein erschöpftes Crawl Budget jedoch eher unwahrscheinlich sein.

Mit einer Ausnahme: Wenn Deine Website viele JavaScript-basierte Seiten hostet, solltest Du darüber nachdenken, sie zu optimieren, da die Verarbeitung von JS-Seiten ziemlich viele Ressourcen frisst.

Warum JavaScript-Crawling das Crawl Budget Deiner Website erschöpft

Wenn Google einfache HTML-Seiten indexiert, sind lediglich zwei Schritte nötig: Crawlen und Indexieren. Bei dynamischen, auf JavaScript basierenden Inhalten braucht Google allerdings drei Schritte: Crawlen, Rendern und Indexieren. Der Vorgang erfolgt also quasi in zwei Etappen, wie Du in der Abbildung unten sehen kannst.

Zweistufige Indexierung von JavaScript Content
Quelle: Search Engine Journal

Je langwieriger und komplexer dieser Prozess ist, desto mehr Crawl Budget wird verbraucht. Und durch den zusätzlichen Rendering-Schritt kann Dein Crawl Budget recht schnell erschöpft sein und zu Problemen mit fehlenden Inhalten führen. Oftmals sind die nicht auf JavaScript basierenden Inhalte schon fertig indexiert, bevor die Indexierung der JavaScript-generierten Inhalte abgeschlossen ist. Dadurch kann es passieren, dass Google beim Ranking der Seite unvollständige Informationen heranzieht und den teilweise oder noch ganz ungecrawlten JavaScript-Inhalt komplett ignoriert.

Außerdem kann der zusätzliche Rendering-Schritt den Zeitaufwand für die Indexierung erheblich erhöhen. Konkret heißt das, dass die Seite erst nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Wir erklären Dir an späterer Stelle, wie Du Probleme mit dem Crawl Budget speziell für JavaScript-lastige Seiten in den Griff bekommen kannst. Fürs Erste reicht es zu wissen, dass Crawl Budget ein Thema sein könnte, wenn Deine Seite viele JavaScript-basierte Inhalte enthält.

Schauen wir uns jetzt genauer an, welche Möglichkeiten Dir generell zur Verfügung stehen, um das Crawl Budget Deiner Website zu optimieren!

So optimierst Du Dein Crawl Budget

Das Ziel einer Crawl-Budget-Optimierung ist es, Google dazu zu bewegen, Deine Seiten bestmöglich zu crawlen. Die Optimierung soll dafür sorgen, dass Seiten schnell indexiert und in den Suchergebnissen angezeigt werden, und zwar ohne dass dabei wichtige Seiten übersehen werden.

Um das zu erreichen, stehen Dir zwei grundlegende Mechanismen zur Verfügung:

  1. Erhöhung des Crawl Budgets: Optimiere die Faktoren, die die Crawl Rate und den Crawl Demand Deiner Website steigern könnten. Dazu gehören zum Beispiel die Server-Performance, die Beliebtheit Deiner Website, die Qualität Deiner Inhalte und deren Aktualität.
  2. Optimale Nutzung des bestehenden Crawl Budgets: Verhindere, dass der Googlebot irrelevante Seiten Deiner Website crawlt. Lenke ihn stattdessen auf wichtige, wertvolle Inhalte. So findet Google schneller Deine besten Inhalte, was wiederum den Crawl Demand erhöhen kann.

Sehen wir uns jetzt einige Optimierungsstrategien für beide Mechanismen an.

Fünf Möglichkeiten, das meiste aus Deinem bestehenden Crawl Budget herauszuholen

1. Schließe minderwertige Inhalte vom Crawling aus

Wenn eine Suchmaschine minderwertige Inhalte crawlt, wird Dein kostbares Crawl Budget verschwendet, ohne dass Du etwas davon hast. Seiten mit geringem Wert sind zum Beispiel Log-in-Seiten, Warenkörbe oder Deine Datenschutzrichtlinie. Solche Seiten sollten in der Regel nicht in den Suchergebnissen ranken. Und deshalb sollte Google sie auch nicht crawlen.

Es mag vielleicht kein riesiges Problem sein, wenn Google beim Crawling einige solcher Seiten erwischt. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine große Anzahl solcher Seiten automatisch und unkontrolliert erstellt wird und hier solltest Du auf jeden Fall einschreiten.

Ein Beispiel dafür sind sogenannte Infinite Spaces. Diese Bereiche einer Website können eine unendliche Anzahl an URLs generieren. Das ist typischerweise bei dynamischem Inhalt der Fall, der sich an das Verhalten von Usern anpasst. Konkrete Beispiele sind Kalender (z. B. jedes mögliche Datum), Suchfilter (z. B. unendliche Kombinationen von Filtern und Sortierungen) oder nutzergenerierte Inhalte (z. B. Kommentare).

Beispiel: Ein Kalender mit einem Link zum nächsten Monat kann zur Folge haben, dass Google diesem Link unendlich folgt:

Infinite Space der durch einen Kalender erzeugt wird
Screenshot von deutsches-museum.de

Wie in dem Beispiel zu erkennen ist, generiert jeder Klick auf den rechten Pfeil eine neue URL. Es kann passieren, dass Google diesem Link endlos folgt, sodass eine riesige Masse an URLs entsteht, die Google einzeln abrufen müsste.

Empfohlene Lösung: robots.txt oder nofollow

Du kannst Googlebot relativ einfach davon abhalten, Infinite Spaces zu folgen, indem Du diese Bereiche Deiner Website mit der robots.txt-Datei vom Crawling ausschließt. Die robots.txt-Datei teilt Suchmaschinen mit, welche Bereiche Deiner Website sie crawlen dürfen und welche nicht.

Wenn Du zum Beispiel verhindern willst, dass Googlebot Deine Kalenderseiten crawlt, musst Du nur die folgende Anweisung in Deine robots.txt-Datei aufnehmen:

Disallow: /calendar/

Eine alternative Methode ist die Verwendung des Nofollow-Attributs für Links, die einen Infinite Space erzeugen können. Obwohl viele SEO-Experten davon abraten, nofollow für interne Links zu nutzen, ist das in diesem Fall mehr als in Ordnung.

Im Beispiel oben mit dem Kalender kannst Du nofollow für den „nächster Monat“-Link verwenden, um zu verhindern, dass Googlebot dem Link folgt und ihn crawlt.

2. Entferne Duplicate Content

Ähnlich wie bei Seiten mit geringem Wert bringt es Dir nichts, wenn Google Duplicate Content crawlt. Konkret sind das Seiten, auf denen identische oder sehr ähnliche Inhalte unter verschiedenen URLs angezeigt werden. Solche Seiten verschwenden die von Google bereitgestellten Ressourcen, weil die Suchmaschine sehr viele URLs crawlen muss, ohne dabei auf neue Inhalte zu stoßen.

Es gibt bestimmte technische Probleme, die zu einer großen Anzahl duplizierter Seiten führen können. Wenn Du Probleme mit Deinem Crawl Budget hast, solltest Du also unbedingt prüfen, ob so ein Problem vorliegen könnte. Ein Beispiel sind fehlende Weiterleitungen (Redirects) zwischen den www- und nicht-www-Versionen einer URL oder von HTTP zu HTTPS.

Duplicate Content durch fehlende Redirects

Wenn diese allgemeinen Redirects nicht korrekt eingerichtet sind, kann sich die Anzahl der crawlbaren URLs verdoppeln oder sogar vervierfachen. Zum Beispiel könnte die Seite www.example.com ohne Redirect unter vier verschiedenen URLs verfügbar sein, nämlich: 

https://www.example.com
https://www.example.com
https://example.com
https://example.com 

Und damit tust Du dem Crawl Budget Deiner Website wirklich keinen Gefallen.

Empfohlene Lösung: Überprüfe Deine Redirects und fixe sie bei Bedarf

Mit dem kostenlosen Redirect Checker von Seobility kannst Du ganz einfach überprüfen, ob die WWW-Weiterleitungen Deiner Website korrekt konfiguriert sind. Gib einfach Deine Domain ein und wähle die URL-Version aus, zu der Deine User standardmäßig weitergeleitet werden sollen.

Redirect Check von Seobility

Falls das Tool Probleme findet, findest Du den korrekten Redirect-Code für Deinen Apache- oder NGINX-Server im Redirect Generator auf der Ergebnisseite. So kannst Du ganz einfach mit ein paar Klicks defekte oder fehlende Redirects und den dadurch entstandenen Duplicate Content korrigieren.

Redirect Generator im Redirect Check von Seobility

Duplicate Content durch URL-Parameter

Ein weiteres technisches Problem, das eine große Anzahl identischer Seiten zur Folge haben kann, sind URL-Parameter.

Viele eCommerce-Websites verwenden URL-Parameter, damit Besucher die Produkte einer Kategorieseite nach verschiedenen Kriterien wie Preis, Relevanz oder Bewertungen sortieren können.

Beispielsweise kann eine eCommerce-Seite den Parameter ?sort=price_asc an die URL ihrer Produktübersichtsseite anhängen, um die Produkte, beginnend mit dem niedrigsten Preis, nach Preis zu sortieren:

www.abc.com/products?sort=price_asc

Dadurch entsteht eine neue URL, die dieselben Produkte wie die reguläre Seite enthält, nur in einer anderen Reihenfolge. Bei Websites mit vielen Kategorien und mehreren Sortieroptionen kann das leicht zu einer beträchtlichen Anzahl von doppelten Seiten führen, die das Crawl Budget verschwenden.

Ein ähnliches Problem tritt bei der sogenannten Faceted Navigation auf. Diese Art von Navigation wird häufig in Online-Shops eingesetzt. Dabei können die Ergebnisse für bestimmte Produktkategorien anhand von Kriterien wie Farbe oder Größe eingeschränkt werden. Hierfür werden URL-Parameter genutzt, wodurch viele neue URLs entstehen:

URL-Parameter
Screenshot von microsoft.com

In dem obigen Beispiel wird die Beschränkung der Ergebnisse auf das Genre „Action/Abenteuer“ durch den URL Parameter &genres=Action%2FAbenteuer umgesetzt. Dadurch entsteht eine neue URL, die das Crawl Budget unnötig beansprucht, da die Seite keinen neuen Inhalt liefert, sondern nur einen Ausschnitt der Seite ohne diese Einschränkung darstellt.

Empfohlene Lösung: robots.txt 

Wie auch bei Seiten mit geringem Wert ist es am einfachsten, Googlebot durch die robots.txt-Datei vom Crawlen solcher URLs abzuhalten. In den obigen Beispielen könnten wir die Parameter, die nicht von Google gecrawlt werden sollen, wie folgt ausschließen:

Disallow: /*?sort=
Disallow: /*&genres=Action%2FAdventure
Disallow: /*?genres=Action%2FAdventure

Dieser Ansatz ist die einfachste Methode, durch URL-Parameter verursachte Crawl Budget-Probleme zu lösen. Allerdings solltest Du dabei beachten, dass das nicht für jeden Fall die richtige Lösung ist. Wenn Seiten per robots.txt vom Crawling ausgeschlossen werden, bedeutet das nämlich auch, dass Google wichtige Meta Informationen wie Canonical Tags oder noindex Anweisungen nicht mehr finden und somit auch nicht berücksichtigen kann.

Wenn das Crawl Budget nicht Dein größtes Problem ist, ist eine andere Lösung zur Handhabung von Parametern und Faceted Navigation vielleicht besser geeignet.

Ausführliche Leitfäden zu beiden Strategien findest Du hier:

Wenn Du es vermeiden kannst, solltest Du generell eher auf URL-Parameter verzichten. Zum Beispiel ist es besser, Cookies zur Übertragung von Session-Informationen zu nutzen, als URL-Parameter mit Session-IDs.

Tipp: Mit dem Website Audit-Tool von Seobility findest Du ganz einfach alle URLs mit Parametern auf Deiner Website.

Seobility > Onpage > Technik & Meta > URL Informationen

Analyse Dynamische Parameter in Seobility

Du solltest jetzt ein gutes Verständnis dafür haben, was Du mit identischen Seiten oder Seiten mit geringem Wert machen kannst, um Dein Crawl Budget zu entlasten. Gehen wir also zur nächsten Strategie über!

3. Optimiere Ressourcen wie CSS- und JavaScript-Dateien

Wie bei HTML-Seiten muss auch jede CSS- und JavaScript-Datei auf Deiner Website von Google aufgerufen und gecrawlt werden, was einen Teil Deines Crawl Budgets verbraucht. Dieser Prozess erhöht dazu die Ladezeit der Seite. Das kann sich negativ auf Dein Ranking auswirken, denn der Pagespeed ist ein offizieller Google-Ranking-Faktor.

Empfohlene Lösung: Anzahl der Dateien minimieren und/oder eine Prerendering-Lösung implementieren

Halte die Anzahl der Dateien so gering wie möglich, indem Du Deinen CSS- oder JavaScript-Code in weniger Dateien zusammenfasst und optimiere bestehende Dateien, indem Du unnötigen Code entfernst.

Wenn Deine Website jedoch eine große Menge an JavaScript verwendet, reicht das möglicherweise nicht aus. In diesem Fall solltest Du überlegen, ob eine Prerendering-Lösung sinnvoll ist.

Beim Prerendering wird eine HTML-Version Deiner JavaScript-Inhalte erstellt, die dann direkt indexiert werden kann. Das macht die Indexierung schneller, was Dein Crawl Budget schont. Und Deine Inhalte und SEO-Elemente werden vollständig indexiert.

Prerender bietet eine Prerendering-Lösung an, die die Indexierungsgeschwindigkeit Deiner JavaScript-Website um bis zu 260 % beschleunigen kann.

Funktionsweise von Prerendering

Hier erfährst Du mehr über Prerendering und die Vorteile für die JavaScript-Optimierung Deiner Website.

4. Vermeide Links zu Redirects und Weiterleitungsschleifen

Wenn URL A auf URL B weiterleitet, muss Google zwei URLs von Deinem Webserver abrufen, um zum eigentlichen Inhalt zu gelangen, der gecrawlt werden soll. Und wenn Du auf Deiner Website viele Redirects hast, summiert sich das schnell und verbraucht Dein Crawl Budget.

Weiterleitungsschleifen sind noch ungünstiger: Sie entstehen, wenn es zwischen Seiten eine Endlosschleife gibt: Seite A > Seite B > Seite C > und zurück zu Seite A. Dabei hängt der Googlebot in einer Schleife fest und Dein wertvolles Crawl Budget löst sich schnell in Luft auf.

Empfohlene Lösung: Direkte Verlinkung auf die Ziel-URL und Vermeidung von Redirect-Ketten

Anstatt Google auf eine Seite zu schicken, die auf eine andere URL weiterleitet, solltest Du bei internen Links immer direkt auf die eigentliche Ziel-URL verlinken.

Praktischerweise zeigt Dir Seobility alle weiterleitenden Seiten auf Deiner Website an, sodass Du Verlinkungen auf weiterleitende Seiten leicht anpassen kannst:

Seobility > Onpage > Struktur > Verlinkungen

Seobility Analyse Weiterleitungen

Und mit der Analyse “Weiterleitungsschleifen” erkennst Du auf einen Blick, ob es Seiten gibt, die Teil einer unendlichen Weiterleitungsschleife sind.

Seobility > Onpage > Struktur > Verlinkungen > Weiterleitungsschleifen

Seobility Analyse Weiterleitungsschleifen

5. Vermeide Soft 404 Fehler

Seiten im Internet kommen und gehen. So kann es passieren, dass sowohl User als auch Google weiterhin versuchen, auf eine Seite zuzugreifen, die bereits gelöscht wurde. In diesem Fall sollte der Server mit einem „404 Not Found“ Statuscode antworten (was anzeigt, dass die Seite nicht existiert).

Allerdings kann es sein, dass der Server aus technischen Gründen (z. B. individuelle Fehlerhandhabung oder CMS-interne Systemeinstellungen) oder bei der Generierung dynamischer JS-Inhalte einen Statuscode 200 zurücksendet (damit wird angezeigt, dass die Seite existiert). Dies nennt man einen Soft 404-Fehler.

Dieser signalisiert Google, dass die Seite existiert. Sie wird so lange weiter gecrawlt, bis ein 404 Statuscode eingerichtet wird –  was wertvolles Crawl Budget verschwendet.

Empfohlene Lösung: Konfiguriere Deinen Server, um einen korrekten Statuscode zurückzugeben

Google informiert Dich in der Search Console über Soft 404-Fehler auf Deiner Website:

Google Search Console > Seitenindexierung > Soft 404

Soft 404 Fehler in der Google Search Console

Zur Behebung von Soft 404-Fehlern hast Du im Grunde drei Möglichkeiten:

  1. Wenn der Inhalt der Seite nicht mehr existiert, solltest Du sicherstellen, dass Dein Server einen 404-Fehlercode zurücksendet.
  2. Wenn der Inhalt an eine andere Stelle verschoben wurde, solltest Du per 301-Redirect weiterleiten und etwaige interne Links an die neue URL anpassen.
  3. Wenn die Seite fälschlicherweise als Soft-404-Fehler kategorisiert wurde (z. B. aufgrund von Thin Content), kann der Fehler durch die Verbesserung der Inhalte behoben werden.

Weitere Details findest Du in unserem Wiki-Artikel über Soft 404-Fehler.

6. Mach es Google möglichst leicht, Deine besten Inhalte zu finden

Um Dein Crawl Budget weiter optimal zu nutzen, solltest Du Googlebot nicht nur von minderwertigen oder irrelevanten Inhalten fernhalten, sondern ihn auch gezielt zu Deinen hochwertigen Inhalten lenken. Das kannst Du mit folgenden Elementen:

  • XML-Sitemaps
  • Interne Links
  • Flache Seitenarchitektur
Nutze eine XML-Sitemap

Eine XML-Sitemap bietet eine klare Übersicht über die Inhalte Deiner Website und ist eine hervorragende Strategie, um Google zu zeigen, welche Seiten gecrawlt und indexiert werden sollen. So machst Du das Crawling schneller und die Chance ist geringer, dass dabei hochwertige und wichtige Inhalte ausgelassen werden.

Nutze interne Verlinkungen strategisch

Suchmaschinen-Bots durchsuchen Websites, indem sie internen Verlinkungen folgen. Du kannst diese Links also auch strategisch einsetzen, um Crawler auf bestimmte Seiten zu lenken. Dies ist besonders nützlich für Seiten, die häufiger gecrawlt werden sollen. Platziere interne Links zu diesen Seiten von anderen Unterseiten mit starken Backlinks oder hohem Traffic, um sie für Google leichter auffindbar zu machen.

Wir empfehlen außerdem, wichtige Unterseiten häufiger auf Deiner Website zu verlinken, um Google zu zeigen, dass sie hohe Relevanz haben. Diese Seiten sollten außerdem nur wenige Klicks von Deiner Startseite entfernt sein.

In unserem Leitfaden zur Optimierung der internen Verlinkung erfährst Du, wie Du diese Strategien konkret umsetzen kannst.

Verwende eine flache Seitenarchitektur

Bei einer flachen Seitenarchitektur sind alle Unterseiten Deiner Website nicht mehr als 4 bis 5 Klicks von der Startseite entfernt. Das hilft dem Googlebot, die Struktur Deiner Website zu verstehen und schützt Dein Crawl Budget vor allzu komplexem Crawling.

Mit Seobility kannst Du die Klickdistanz Deiner Seiten einfach analysieren:

Seobility > Onpage > Struktur > Seitenebenen Verteilung

Analyse der Seitenebenen-Verteilung in Seobility

Wenn wichtige Seiten mehr als 5 Klicks von Deiner Startseite entfernt sind, solltest Du versuchen, sie auf einer höheren Ebene zu verlinken, damit sie nicht von Google übersehen werden.

Strategien zur Erhöhung Deines Crawl Budgets

Bisher haben wir uns darauf konzentriert, Dein bestehendes Crawl Budget möglichst effizient zu nutzen. Wie eingangs erwähnt, gibt es jedoch auch Möglichkeiten, das Crawl Budget, das Google für Deine Website bereitstellt, insgesamt zu erhöhen.

Kurze Erinnerung: Es gibt zwei grundlegende Faktoren, die Dein Crawl Budget bestimmen: Crawl Rate und Crawl Demand. Um das Crawl Budget Deiner Webseite zu erhöhen, solltest Du Dich auf diese beiden Hauptfaktoren konzentrieren.

Crawl Rate erhöhen

Die Crawl Rate hängt stark von der Leistungsfähigkeit Deines Servers und seiner Reaktionszeit ab. In der Regel gilt: Je besser die Serverleistung und je schneller die Reaktionszeit, desto wahrscheinlicher ist es, dass Google die Crawl Rate erhöht.

(Das funktioniert jedoch nur, wenn auch genügend Crawl Demand vorhanden ist, denn eine Verbesserung der Serverleistung bringt nichts, wenn Google Deinen Content nicht auch crawlen will.)

Wenn ein Upgrade Deines Servers nicht in Frage kommt, gibt es einige Onpage-SEO-Techniken, um die Serverlast zu reduzieren. Dazu gehören die Implementierung von Caching, die Optimierung und das Lazy-Loading Deiner Bilder sowie die Aktivierung von GZip-Komprimierung.

In diesem Leitfaden zur Serveroptimierung erfährst Du, wie Du diese Tipps umsetzen kannst. Außerdem zeigen wir Dir diverse weitere Techniken, um die Reaktionszeiten Deines Servers und den allgemeinen Page Speed zu verbessern.

Crawl Demand steigern

Du kannst zwar nicht aktiv steuern, wie viele Seiten Google crawlen will, doch Du kannst die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Google Deiner Website mehr Zeit widmen möchte:

  • Vermeide Thin Content oder Inhalte, die als Spam interpretiert werden könnten. Konzentriere Dich stattdessen darauf, hochwertigen, hilfreichen Content zu erstellen.
  • Nutze die oben erklärten Strategien zur effizienten Nutzung Deines Crawl Budgets. Indem Du sicherstellst, dass Google nur relevante und hochwertige Inhalte crawlt, schaffst Du eine Umgebung, in der die Suchmaschine den Wert Deiner Website erkennt und sie häufiger crawlen will. Google lernt, dass Deine Website es wert ist, ausführlich erkundet zu werden, was eine Erhöhung des Crawl Demands zur Folge haben kann.
  • Bau starke Backlinks auf, steigere das User-Engagement und teile Deine Seiten auf Social Media. Das steigert die Beliebtheit Deiner Website und weckt Interesse.
  • Halte Deinen Content aktuell, da Google aktuelle und hochwertige Inhalte für seine User priorisiert.

So, jetzt haben wir Dir einige Strategien gezeigt, um mögliche Probleme mit dem Crawl Budget in den Griff zu bekommen. Zu guter Letzt haben wir noch ein paar Tipps für Dich, wie Du den Fortschritt Deiner Crawl-Budget-Optimierung im Auge behalten kannst.

So überwachst Du den Fortschritt Deiner Crawl-Budget-Optimierung

Wie viele SEO-Aufgaben ist auch die Optimierung des Crawl Budgets kein Prozess, der an einem Tag erledigt ist. Die Optimierung muss konstant beobachtet und nachgebessert werden, damit Google stets die wichtigen Seiten Deiner Website leicht findet.

Mit den folgenden Reports kannst Du im Blick behalten, wie Google Deine Website crawlt:

Crawl-Statistiken in der Google Search Console

In diesem Report siehst Du die Anzahl der pro Tag gecrawlten Seiten Deiner Website für die letzten 90 Tage.

Einstellungen > Crawling-Statistiken

Crawling Statistiken in der Google Search Console

Ein plötzlicher Rückgang des Crawling-Volumens kann auf Probleme hindeuten, die Google daran hindern, Deine Website erfolgreich zu crawlen. Wenn Deine Optimierungsmaßnahmen erfolgreich sind, solltest Du jedoch einen Anstieg der Crawling-Anfragen beobachten können.

Bei einem sehr plötzlichen Anstieg des Crawling-Volumens solltest Du allerdings aufpassen: Das kann ein Hinweis auf neue Probleme sein, wie z. B. neue Infinite Spaces oder große Mengen an Spam-Content, die durch einen Hackerangriff auf Deine Website entstanden sind. In diesem Fall muss Google sehr viele neue URLs abrufen.

Um die genaue Ursache für einen plötzlichen Anstieg dieser Metrik zu finden, solltest Du daher Deine Server-Logfiles analysieren.

Logfile-Analyse

Webserver nutzen Logfiles, um jeden Besuch auf Deiner Website zu protokollieren. Sie speichern Informationen wie IP-Adresse, User-Agent usw. Durch die Analyse Deiner Logfiles kannst Du herausfinden, welche Seiten vom Googlebot häufiger gecrawlt werden und ob es die richtigen (d. h. relevanten) Seiten sind. Außerdem kannst Du prüfen, ob es Seiten gibt, die Dir sehr wichtig sind, die aber von Google beim Crawling ausgelassen werden.

Report zur Indexabdeckung

Dieser Report in der Search Console zeigt Dir, wie viele Seiten Deiner Website tatsächlich von Google indexiert wurden. Außerdem siehst Du die genauen Gründe, warum andere Seiten nicht indexiert sind.

Google Search Console > Indexierung > Seiten

Report zur Indexabdeckung in der Google Search Console

Optimiere Dein Crawl Budget für eine bessere SEO-Performance

Je nach Größe Deiner Website kann das Crawl Budget eine entscheidende Rolle für das Ranking Deiner Inhalte spielen. Doch ohne die richtige Optimierung könnten Suchmaschinen Schwierigkeiten haben, Deine Inhalte zu indexieren. Das kann Deine Bemühungen, hochwertigen Content zu erstellen, schnell zunichtemachen.

Und besonders bei JavaScript-basierten Websites ist die Bedeutung des Crawl Budgets noch größer. Dynamische JS-Inhalte benötigen nämlich mehr Crawl Budget für die Indexierung. Verlass Dich also nicht darauf, dass Google die Indexierung schon richtig macht, sondern sorge mit unseren Tipps dafür, dass Deine Website ihr volles SEO-Potenzial entfaltet!

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Im Test: Wie gut ist Webflow für SEO geeignet? (2024)

In unserer CMS-Artikelserie haben wir getestet, wie gut die weltweit beliebtesten CMS-Systeme für SEO geeignet sind. Diese Tests haben wir während der letzten Wochen für 2024 aktualisiert.

Wir haben uns Wix, Squarespace, GoDaddy, WordPress und Joomla im Detail angesehen. Unsere finalen Ergebnisse haben wir dann in diesem Vergleichsartikel zusammengefasst, wo wir auch das aktuell für SEO am besten geeignete CMS gekürt haben.

In diesem Bonus-Artikel geht es um ein CMS, das noch nicht allzu bekannt ist, nämlich Webflow. Die Beliebtheit von Webflow hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und das nicht ohne Grund, denn aus SEO-Sicht ist es eine attraktive Option.

Dieser Artikel war ursprünglich ein Gastbeitrag von Armin Ramoser, der 2022 veröffentlicht wurde. Da wir aber unsere gesamte Reihe für 2024 aktualisiert haben und Webflow immer beliebter wird, haben wir uns dazu entschlossen, auch Webflow für 2024 zu testen.

In diesem Post erfährst Du also:

  • wie gut Webflow 2024 „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine Webflow-Website für Google zu optimieren.

Die Ergebnisse wurden vom Seobility-Team aktualisiert. Bei manchen aktualisierten Passagen handelt es sich also um die Meinung von Seobility. Diese kann in manchen Fällen von der Meinung des ursprünglichen Autors abweichen. Abschnitte, die erheblich geändert wurden, sind daher mit einem Hinweis versehen.

Was unterscheidet Webflow von anderen CMS-Systemen?

Webflow ist eine visuelle Software zur Website Entwicklung. Das bedeutet, man schreibt den Code (HTML, CSS und JavaScript) nicht indem man Codezeilen tippt, sondern indem man eine visuelle Oberfläche dafür nutzt. Ein CMS und eine komplette Hosting-Infrastruktur liefert Webflow ebenfalls, wobei es sich aber nicht um ein Open-Source-CMS handelt, sondern um eine geschlossene Software eines privaten Unternehmens. Anwender benötigen nur wenige HTML und CSS Grundkenntnisse, um mit Webflow individuelle Website Layouts effizient entwickeln zu können.

Webflow Homepage

Das hat allerdings auch seinen Preis, denn sowohl bei einem General- als auch bei einem Ecommerce-Abo fällt eine monatliche Gebühr an, damit die Website live bleibt. Das ist aber nicht anders als bei Anbietern wie Wix und Squarespace. Und wie diese Plattformen bietet auch Webflow für den Anfang ein kostenloses Abo an.

So sehen die Preise für Basis-Abos aus:

Webflow Abos

Und das hier sind die Preise für Ecommerce-Lösungen:

Ecommerce Abos

Das integrierte Webflow Hosting basiert auf dem globalen CDN (Content Delivery Network) von Amazon Web Services (AWS) und Fastly. AWS bietet eine globale Server-Infrastruktur, die Millionen von Websites unterstützt und auch bei hohem Traffic-Aufkommen auf Deiner Website zuverlässig und schnell läuft.

Webflow ist im Vergleich zu WordPress oder anderen gängigen CMS immer noch relativ klein. Laut w3techs hat es derzeit einen Marktanteil von 1,1%, während WordPress bei 62,6% liegt. Warum sollte man es also nutzen und was macht es so besonders, auch im Hinblick auf SEO?

Zusammenfassung: Wie gut ist Webflow für SEO geeignet?

Der größte Vorteil liegt darin, dass Webflow sehr „nahe am Code“ gebaut ist. Das bedeutet, anstatt mit einem Baukasten-System wie Wix oder dem Homepage-Baukasten von GoDaddyden Code für den Anwender zu „verstecken“ und abstrakt zu machen, ist Webflow vielmehr ein Tool für „visuelles Programmieren“.

Webflow Designer Screenshot aus dem Webflow Designer (links im Bild: HTML-Baum der Seite, rechts: CSS Einstellungen)

Dieses CMS ist damit für Anfänger deutlich komplizierter zu erlernen, bringt aber zwei sehr große Vorteile mit sich:

  1. Der von Webflow produzierte Code kann so sauber und semantisch sein wie der eines klassischen Programmierers. Anders als bei gängigen Page Buildern wird deshalb nicht zu viel „Code Bloat“ (aufgeblähter, unnötiger Code) erzeugt. Das Ergebnis: Websites mit sauberem Code und sehr schneller Ladezeit.
  2. Es gibt kaum Grenzen bei der kreativen Umsetzung individueller Website-Designs. Das bedeutet, dass auch komplizierte Layouts und Animationen mit Webflow ohne zusätzliche Plugins oder manuelle Code-Ergänzungen umgesetzt werden können. Im Bereich SEO ist das sehr nützlich, um z.B. UX und UI individuell zu gestalten und für die eigene Zielgruppe anzupassen, ohne durch vorgefertigte Templates oder Website-Bausteine limitiert zu werden.

Auf die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Basics gehen wir später im Detail ein, aber zusammenfassend lässt sich sagen, dass Webflow aus SEO-Sicht ziemlich gut abschneidet.

Webflow SEO Zusammenfassung

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung bei Webflow getestet

Anders als ein Open Source CMS lässt sich Webflow sehr gut isoliert testen, weil es sich um eine geschlossene Software handelt. Dennoch gibt es für Webflow einige Plugins von Drittanbietern (Apps genannt) wie man es von WordPress kennt.

Außerdem bietet Webflow einen eigenen Hostingdienst. Das heißt, Du hast keinen Stress mit der Einrichtung des Hostings oder der Konfiguration eines Servers.

Wir haben daher Folgendes getan:

  1. Wir haben Webflow im Originalzustand belassen und die Geschwindigkeit der Plattform getestet.
  2. Wir haben die Möglichkeiten zur Umsetzung wichtiger Onpage SEO Maßnahmen geprüft.

Webflow SEO: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Im nächsten Kapitel gehen wir im Detail auf die Umsetzbarkeit wichtiger SEO-Maßnahmen mit Webflow ein. Zuerst sehen wir uns aber die Vorteile, Nachteile und die gravierendsten Probleme genauer an.

Vorteile: Schnelle Ladezeiten, sauberer Code und kreative Freiheit

Der von Webflow produzierte Code kommt dem eines professionellen Programmierers, der den Website-Code von Hand schreibt, relativ nah. Damit lassen sich sehr schlanke und performante Websites realisieren, bei denen auch wirklich nur Code geladen wird, der tatsächlich für die Website gebraucht wird. Das wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Ladezeit und die generelle Performance der Website aus. Wir haben ein einfaches Template, das Webflow kostenlos bereitstellt, bearbeitet und es sind bereits vor einer grundlegenden Onpage Optimierung sehr gute Werte in Google PageSpeed Insights zu sehen.

Für Mobile bringt unser Template es auf 84:

Pagespeed Insights Ergebnis der Webflow Website für Mobile

Und für Desktop auf 96:

Pagespeed Insights Ergebnis der Webflow Website für Desktop

Ein Großteil der Verzögerungen ist auf das Largest Contentful Paint-Element zurückzuführen. Allerdings ist es möglich, an der Optimierung zu arbeiten.

UX und kreative Freiheit

Ein weiterer Vorteil von Webflow im Hinblick auf SEO ist die kreative Freiheit, die man mit der Website-Software und dem CMS bekommt. Man wird nicht durch die Designvorgaben eines Themes oder Plugins limitiert und kann die visuelle Oberfläche völlig frei gestalten, ganz wie man es für seine Zielgruppe am besten hält, um eine optimale User Experience zu ermöglichen.

Das ist ein großer Vorteil, den Du nutzen kannst, um die User Signals und Conversion Rate Deiner Website zu verbessern.

Nachteile: Nicht alles ist „Out of the box“ möglich

Hinweis: Dieser Abschnitt wurde im Zuge des Updates dieses Artikels überarbeitet. Es kann sein, dass die Änderungen nicht die Meinung(en) des ursprünglichen Autors widerspiegeln.

Die meisten Website Building-Plattformen ermöglichen es Dir, viele Dinge „Out of the box“ zu erledigen. Du willst sicherstellen, dass Google beim Indexieren eine bestimmte Seite auslässt? Leg einfach einen kleinen Schalter um und das war’s.

Leider ist das bei Webflow nicht immer so einfach. Es gibt zwar (kostenpflichtige und kostenlose) Add-ons, die als Apps bezeichnet werden, aber dieses Feature ist noch relativ frisch. Daher gibt es noch nicht so viele Apps wie für andere CMS wie zum Beispiel WordPress.

Anders als bei WordPress oder vergleichbaren CMS gibt es also nicht immer für jede erdenkliche Funktion einer Website ein bereits fertiges Plugin. Für manche Aspekte wie zum Beispiel strukturierte Daten sind Plugins, bzw. Apps verfügbar. Für andere ist der einfachste Workaround, einer Seite eigenen Custom Code hinzuzufügen. In den meisten Fällen bedeutet das nicht allzu viel Arbeit, aber es ist weniger intuitiv als bei anderen Plattformen, wo diese Features schon dabei sind.

Gravierendste Probleme: Ganz ohne technische Kenntnisse geht es nicht, was Webflow für blutige Anfänger eher ungeeignet macht

Webflow ist zwar ein No-Code Tool, was aber keinesfalls bedeutet, dass ein grundlegendes Verständnis von HTML und CSS nicht hilfreich bzw. sogar notwendig ist, um Webflow sinnvoll und in vollem Umfang nutzen zu können. Webflow hat eine steile Lernkurve, man kann sich aber das nötige Wissen kostenlos mit der Webflow University (Online Videokurs-Portal) aneignen. Das Mehr an Flexibilität bringt auch sehr viel mehr Steuerbarkeit mit sich, weshalb es anfangs etwas mehr zu lernen gibt.

Wer also als Code-Laie und Webflow-Neuling erwartet, wie bei anderen Website-Baukasten Systemen sofort mit der Erstellung einer neuen Website per Drag&Drop loslegen zu können, wird schwer enttäuscht werden.

Onpage SEO Basics: Wie schneidet Webflow ab?

Jetzt sehen wir uns an, ob und wie die wichtigsten Onpage SEO Maßnahmen mit Webflow gesteuert werden können.

Grundsätzlich deckt Webflow fast alle gängigen SEO-Einstellungen schon von Haus aus ab, d.h. man benötigt keine Integrationen von Dritten, Apps oder dergleichen. Hier noch einmal unsere Zusammenfassung:

Webflow SEO Zusammenfassung

Mehr zu den Einzelheiten im Folgenden.

Meta Titles und Descriptions

Können bei Webflow festgelegt werden: Ja

Sowohl Meta Title als auch Meta Description kannst Du bei Webflow für jede Seite individuell festlegen. Es gibt auch eine Vorschau, die Dir zeigt, wie das Snippet in den Google-Suchergebnissen auf dem Desktop aussehen wird.

Designer > Pages > Edit Page Settings

Title und Description in Webflow festlegen

Webflow bietet ebenfalls Templates für Titles und Descriptions und eine Preview des Snippets auf Mobilgeräten.

Diese Templates kannst Du über die Einstellungen auf der „Collections“-Seite festlegen, wie die Seite mit den Hauptkategorien für Blogs:

Title und Description Templates

Wie Du siehst, wird Dir auch per Vorschau angezeigt, wie Dein Meta Title und Deine Description in den SERPS aussehen werden.

Slug / URL

Können bei Webflow festgelegt werden: Ja

Das Festlegen individueller URL-Endungen ist in Webflow sehr einfach. Direkt dort, wo auch Meta Title und Meta Description festgelegt werden können, kannst Du für jede Seite bzw. jede Collection Page des Webflow-CMS einen eigenen Slug festlegen.

Designer > Pages > Edit Page Settings

URL Slug festlegen

Canonical URLs

Können bei Webflow festgelegt werden: Ja (aber für individuelle Seiten nur mit Custom Code)

Du kannst die Basis-URL Deiner Website (z.B. https://deinewebsite.de) als globalen Canonical Tag in Webflow hinzufügen. Diese URL wird zusammen mit dem eindeutigen URL-Slug jeder Seite verwendet, um Canonical Tags für jede einzelne Seite Deiner Website zu erstellen.

Site Settings > SEO

Global Canonical Tag in Webflow festlegen

Zudem können Canonical Tags für einzelne Seiten immer mit dem Custom Code Editor von Webflow hinzugefügt werden, der in den Seiteneinstellungen zu finden ist. Folgenden Code musst Du hier im Bereich “Inside <head> tag” einfügen:

<link rel="canonical" ref="https://deinewebsite.de/deine-url-endung"/>

Designer > Pages > Edit Page Settings

Canonical Tag mit Custom Code in Webflow festlegen

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Ist bei Webflow möglich: Ja (mit eigenem Code)

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

Wenn Du möchtest, dass eine Seite nicht indexiert wird, musst Du diesen Code in den Seiteneinstellungen im Bereich “Inside <head> tag” einfügen:

<meta name=“robots“ content=“noindex“>

Designer > Pages > Edit Page Settings

noindex Befehl in Webflow einfügen

Das ist vielleicht ein bisschen komplizierter als auf eine Schaltfläche zu klicken, aber nicht viel.

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei Webflow festgelegt werden: Ja

Sobald Du bei Webflow eine neue HTML-Überschrift (Heading-Element) hinzufügst, kannst Du von H1 bis H6 direkt auswählen, welcher Tag es sein soll und das auch nachträglich ändern.

Überschriften in Webflow festlegen

Du kannst zu 100 % selbst entscheiden, wiedie Überschriften aussehen sollen (Schriftart, Farbe, Größe, Zeilenabstand, Zeilenhöhe, Abstand zum folgenden Text etc.).

Strukturierte Daten (aka Schema)

Können bei Webflow festgelegt werden: nur mit Custom Code

Leider hast Du bei Webflow noch nicht die Möglichkeit, strukturierte Daten einfach und visuell zu konfigurieren. Zwar ist es möglich, strukturierte Daten auf Webflow Websites festzulegen, Du musst diese aber per Custom Code auf der Seite einfügen. Generatoren wie dieser helfen Dir dabei.

Was sich im Vergleich zu unserer letzten Testrunde geändert hat, ist, dass es jetzt einige Apps gibt, mit denen Du bei Webflow Schema hinzufügen kannst. Dazu gehören Flowtrix und FluidSEO. Mit diesen Apps kannst Du Schema erstellen und es Deinen Seiten hinzufügen und es sind auch kostenlose Abos verfügbar.

Bilder SEO

Bei Webflow möglich: Ja

In Webflow kannst Du das ALT-Attribut für jedes Bild individuell festlegen.

Designer > Assets > Open Asset Settings

ALT-Attribut in Webflow festlegen

Außerdem zeigt Dir Webflow an, wie groß die Bilddatei ist und welchen Namen Du dieser gegeben hast (und dieser wird auch nicht automatisch verändert). Falls die Dateigröße eines Bilds sehr groß ist oder Du das ALT-Attribut vergessen hast, weist Webflow Dich darauf hin.

Außerdem werden Deine Bilder automatisch den verschiedenen Geräten angepasst, was ein nettes Plus ist. Dazu wird Lazy Loading „Out of the box“ unterstützt, kann aber für einzelne Bilder deaktiviert werden.

Die Komprimierung von Bilddateien ist innerhalb Webflow leider nicht möglich, sondern muss vor dem Hochladen erfolgen (z.B. mit einem Tool wie TinyPNG).

HTTPS

Laufen Websites mit Webflow Hosting über HTTPS? Ja

Wenn Du das integrierte Hosting von Webflow nutzt, läuft sowohl Deine Webflow Subdomain zum Testen und Ausprobieren, als auch von Dir gekaufte individuelle Domains, die Du mit Deiner Webflow Website verknüpfst, standardmäßig immer über HTTPS.

Robots.txt Datei

Kann bei Webflow bearbeitet werden: Ja

In den Seiteneinstellungen hast Du direkten Zugriff auf die robots.txt und kannst diese nach Deinen Wünschen verändern.

Site Settings > SEO

Robots.txt Datei in Webflow bearbeiten

XML Sitemaps

Werden durch Webflow erstellt: Ja

Webflow generiert für Deine Website automatisch eine Sitemap und aktualisiert diese, sobald Du Änderungen vornimmst.

Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du diese Funktion in den Seiteneinstellungen deaktivieren.

Site Settings > SEO

automatische Erstellung einer Sitemap in Webflow deaktivieren

Zusätzlich kannst Du über die SEO-Einstellungen (Designer > Pages > Edit Page Settings) einzelne Seiten aus Deiner Sitemap ausschließen, was im Vergleich zum letzten Mal, als wir uns mit dem CMS befasst haben, eine nette Verbesserung ist.

Ist Webflow für Mobile geeignet?

Hinweis: Dieser Abschnitt wurde im Zuge des Updates dieses Artikels überarbeitet. Es kann sein, dass die Änderungen nicht die Meinung(en) des Autors widerspiegeln.

Out of the box: Nicht unbedingt

Nicht alle Webflow Templates oder Websites, die Du über Webflow erstellst, sind per se für Mobile geeignet. Manche Themes sehen auf dem Desktop toll aus, aber auf Mobile überhaupt nicht. Websites, die Du von Grund auf erstellst, müssen für Mobilgeräte angepasst werden, als würdest Du bei null anfangen und Deine Website ganz frisch entwickeln.

Allerdings erlaubt Webflow es innerhalb des Designers, den Du zur Erstellung Deiner Webflow Website nutzt, zwischen verschiedenen Breakpoints zu wechseln. Du kannst Deine Website also während dem Entwickeln bereits auf dem Tablet und Smartphone (Portrait und Hochformat) begutachten und innerhalb dieser Breakpoints individuelle Design-Entscheidungen umsetzen.

Wenn Du also die User Experience für Deine Besucher auf Mobilgeräten verbessern möchtest, indem Du beispielsweise bestimmte Elemente für Smartphones anders strukturieren oder ausblenden möchtest, lässt Dir Webflow hier sehr viel Freiheit.

Für SEO ist das natürlich ideal, da man die mobile User Experience der Website individuell gestalten und optimieren kann. Allerdings ist es für Neulinge, die schnell und einfach eine Website einrichten wollen, alles andere als perfekt.

Fazit: Webflow ist gut für SEO geeignet, ist aber wahrscheinlich nicht die beste Wahl für SEO-Neulinge

Webflow existiert zwar erst seit dem Jahr 2013, hat aber in den letzten Jahren stark an Bekanntheit gewonnen, die langsam auch im deutschsprachigen Raum ankommt. Der Marktanteil ist seit unserem letzten Test um stolze 50 % angestiegen.

Für SEO ist Webflow wie anfangs angesprochen besonders aus zwei Gründen interessant: Sauberer und suchmaschinenfreundlicher Code ohne Code Bloat und viel kreative Freiheit bei der Gestaltung der UX/UI über alle Bildschirmgrößen hinweg.

Die Nachteile sind vor allem, dass es noch wenige Integrationen Dritter gibt, um verschiedene Website Funktionen schnell und unkompliziert einzubinden (z. B. wie bei WordPress mit Plugins) und dass Webflow eine steile Lernkurve hat (nichts für Anfänger, die schnell und einfach eine Website einrichten möchten).

Insgesamt betrachtet, würden wir definitiv sagen, dass Webflow für Nutzer eine gute Wahl ist, die schon etwas Wissen und Erfahrung mitbringen.

Willst Du wissen, wie Webflow im Vergleich zu anderen CMSs abgeschnitten hat? Wir haben kürzlich unsere CMS-Serie aktualisiert, in der wir die Onpage SEO Fähigkeiten von Squarespace, Wix, GoDaddy, WordPress und Joomla bewerten. Lies jetzt mehr und erfahre, welches System am besten für Dich geeignet ist!

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2022 von Armin Ramoser verfasst und 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist SEO-Experte und verhilft seit über sechs Jahren Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen mit maßgeschneiderten SEO-Lösungen und Strategien zu mehr Sichtbarkeit im Internet.

Local SEO Audit: So analysierst und optimierst Du Deine Präsenz in der lokalen Suche

Es ist schwierig genug, eine starke lokale Suchpräsenz aufzubauen, aber diese zu halten, kann genauso herausfordernd sein. Du kannst Top-Inhalte, die stärksten Backlinks und haufenweise 5-Sterne-Kundenbewertungen haben. Aber ohne die richtige Pflege und Optimierung verliert all das schnell an Wert.

Um es in die Top-Positionen der lokalen Suchergebnisse zu schaffen und dort langfristig zu ranken, brauchst Du konstant die richtigen Signale (Engagement, Backlinks, Bewertungen, usw.) und musst schnell auf Probleme wie kaputte Links, Keyword-Kannibalisierung und negative Bewertungen reagieren.

In diesem Leitfaden zeigen wir Dir, wie Du ein Local SEO Audit durchführst, mit dem Du Deine Online-Sichtbarkeit für lokale Suchanfragen erhalten und verbessern kannst. Dabei gehen wir auf folgende Punkte ein:

  • Warum sind Local SEO Audits wichtig?
  • Wie führt man regelmäßige Local SEO Audits durch?
  • Welche Tools braucht man, um Local SEO Audits einfach durchführen zu können?

Was ist ein Local SEO Audit und warum ist es so wichtig?

Ein Local SEO Audit überprüft die Sichtbarkeit und Performance Deiner Website in der lokalen Suche – sowie andere relevante Local SEO-Elemente wie Dein Google Unternehmensprofil und Einträge in Webverzeichnissen.

Ein Audit analysiert die Stärken und Schwächen Deiner Online-Präsenz. Regelmäßige Audits helfen Dir, Probleme, die Deine Sichtbarkeit in der lokalen Suche beeinträchtigen könnten, zu erkennen und zu beheben.

Ohne regelmäßige Audits können sich technische Probleme und negative Signale häufen, was Deine Bemühungen bei der Suchmaschinenoptimierung schnell zunichtemachen kann.

Positive Kundenbewertungen sind beispielsweise schön und gut, aber wenn Dein Google Unternehmensprofil veraltet ist oder Deine Website zu langsam lädt, können die Bewertungen leider auch nicht sonderlich viel ausrichten.

Du solltest mindestens einmal im Jahr ein Local SEO Audit durchführen. Ist die lokale Suche ein zentraler Bestandteil Deiner Marketingstrategie, empfiehlt sich das sogar vierteljährlich. So kannst Du Dich schnell um Probleme kümmern, bevor sie sich negativ auswirken können.

So gehst Du bei Deinem Local SEO Audit Schritt für Schritt vor

Normalerweise erfordert ein SEO-Audit viel Zeit und Mühe. Mit den richtigen Tools kannst Du allerdings den Großteil dieser Arbeit automatisieren.

Wir zeigen Dir in diesem Artikel die wichtigsten Schritte eines Local SEO Audits und einige der besten Tools für die verschiedenen Aufgaben.

Überprüfung Deiner Keywords

Es ergeben sich ständig neue Keyword-Möglichkeiten und der Wert bestehender Keywords ändert sich mit der Zeit. Eine Überprüfung Deiner Keywords ermöglicht es Dir, Deine Ziel-Keywords neu zu bewerten und neue Möglichkeiten zu entdecken, die Dir sonst entgehen würden.

Die Überprüfung der Keywords kann in zwei Teilaufgaben unterteilt werden. Der erste Teil besteht darin, Deine bestehenden Keywords zu analysieren.

Analyse Deiner bestehenden Keywords

Du weißt hoffentlich, für welche Keywords und Suchanfragen Du versuchst zu ranken, aber weißt Du auch, welche den meisten Traffic generieren?

Diese Frage kannst Du mit der Google Search Console beantworten. Wenn Du noch nicht mit der Google Search Console gearbeitet hast, erfährst Du in unserem Artikel, wie sie funktioniert und wie Du sie einrichtest.

In der Google Search Console klickst Du im linken Menü unter dem Reiter „Leistung“ auf „Google Suche-Ergebnisse“ und siehst eine Liste der Top 1.000 Anfragen, die Traffic für Deine Website generieren.

Liste der Top 1.000 Suchanfragen, die Traffic für Deine Website generieren

Hier kannst Du die Suchanfragen nach Klicks oder Impressionen sortieren und so ein klares Bild der Keywords gewinnen, die am meisten Sichtbarkeit und Traffic bringen.

Klicks und Impressionen

Wenn Du verfolgen möchtest, wie sich Klicks und Impressionen für eine bestimmte Suchanfrage im Laufe der Zeit entwickelt haben, klicke einfach auf die entsprechende Suchanfrage.

Klicke die Suchanfrage an

Im Diagramm siehst Du dann die Historie für die Suchanfrage, ihre Klicks, Impressionen und weitere Daten.

Verlauf des Traffics über eine bestimmte Suchanfrage

Da sich das Suchverhalten der Nutzer im Laufe der Zeit ändert, können sich auch Deine wertvollsten Suchanfragen ändern. Durch regelmäßige Local SEO Audits stellst Du sicher, dass Du konstant für die wichtigsten Keywords optimierst, nach denen potenzielle Kunden suchen.

Suche nach neuen Keyword-Möglichkeiten

Ein Local SEO Audit ist eine gute Gelegenheit, nach neuen Keywords zu suchen, die Du in Deine Local SEO Strategie einbinden kannst. Dabei kannst Du auch prüfen, ob sich seit Deinem letzten Audit neue Suchtrends entwickelt haben.

Google Trends ist ein tolles Tool, mit dem Du neue Möglichkeiten entdecken kannst. Du kannst damit die Nachfrage nach Themen, Produkten und Dienstleistungen überwachen und die Nachfrage in verschiedenen Regionen vergleichen.

Google Trends

Auch wenn Google Trends keine Daten zum Suchvolumen liefert, kannst Du damit die proportionale Suchaktivität für Keywords und Themen im Zeitverlauf verfolgen. So erkennst Du Suchtrends und kannst neue, sich entwickelnde Keyword-Möglichkeiten identifizieren.

Um neue Möglichkeiten für Keywords weiter zu analysieren, kannst Du das kostenlose Keyword-Recherche-Tool von Seobility nutzen. Gib einfach ein Top-Level-Keyword oder Thema (z. B. „Zahnarzt Köln“) ein, und das Tool liefert Dir in Sekundenschnelle eine Liste mit Keyword-Ideen.

Liste der Keyword-Ideen

Das Tool sortiert die Keyword-Ideen nach Suchvolumen, und Du kannst dazu den Wettbewerb für jedes Keyword einsehen. Die Suchvolumen-Metrik hilft Dir, Ziel-Keywords auf Grundlage ihres Potentials zu priorisieren, und der Wettbewerb zeigt Dir, ob Du eine Chance hast, dafür zu ranken.

Hier einige weitere Tipps, um neue Keyword-Möglichkeiten während eines Local SEO Audits zu priorisieren:

  • Gruppiere neue Keyword-Ideen nach Themen, um ein Bild vom gesamten Suchvolumen und Potential des jeweiligen Clusters zu bekommen. Nimm zum Beispiel alle Keywords zu „Zahnarzt Notdienst Köln“ in eine Liste auf und berechne das gesamte Suchvolumen.
  • Keywords mit geringerem Suchvolumen und geringerem Wettbewerb können eine gute Chance für schnelle Erfolge bieten. Nur weil bestimmte Keywords ein geringeres Suchvolumen haben, heißt das nicht, dass man sie ignorieren sollte. Keywords mit kommerzieller Suchintention (z. B. „vergleichen“, „Kosten“, „kaufen“, „liefern“ und ähnliche Begriffe) haben oft weniger Traffic, aber ein höheres Potenzial, den Umsatz Deines Unternehmens zu steigern.
  • Prüfe für Begriffe mit hohem CPC, also solche, die für Anzeigen zu teuer sind, ob sie sich für SEO eignen.
  • Füge Deinen Keywords lokale Elemente hinzu, um sie relevanter für Local SEO zu machen. Anstatt „Zahnreinigung“ könntest Du beispielsweise „Zahnreinigung Köln Innenstadt“ oder „Zahnreinigung Nippes“ verwenden. Dies erhöht Deine Chance auf Klicks und Conversions, da Du so Deine lokale Zielgruppe gezielter ansprechen kannst.
  • Prüfe die Inhalte Deiner Wettbewerber, bevor Du neue Themen auf Deiner Website umsetzt. Wenn die Daten zum Beispiel zeigen, dass Deine Zielguppe nach Inhalten zu „Zahnreinigung“ sucht, kannst Du zunächst Deine Wettbewerber recherchieren. Im Seobility Keyword Recherche Tool kannst Du dafür auf „anzeigen“ klicken, um die best-platzierten Inhalte für jedes Keyword zu sehen.

Klicke auf anzeigen

So kannst Du überprüfen, wie diese Websites das Thema behandelt haben und wie Du Deinen eigenen Content relevant für Deine Zielgruppe gestalten kannst.

Für weitere Informationen zur Keyword-Analyse empfehlen wir Dir diesen Artikel:

Ranking-Analyse

Für Keywords zu optimieren ist die eine Sache. Für sie zu ranken, eine ganz andere.

Zu einem Local SEO Audit gehört es deshalb auch herauszufinden, wo Du für Deine Ziel-Keywords rankst und wie viel Traffic Du durch sie generierst.

Analyse Deiner lokalen Rankings

Das Ranking Monitoring Feature von Seobility kann Dir genaue Einblicke in die Performance Deiner Website in der lokalen Suche geben.

das Ranking Monitoring von Seobility

Dieses Feature überwacht automatisch Deine Rankings für alle Deine wichtigen Keywords. Du kannst sehen, wo Du bei wichtigen Suchanfragen stehst und wie viel Sichtbarkeit Du dadurch gewinnst. Das Beste daran ist, dass Du Keywords auch auf Stadtebene überwachen kannst, um so Deine lokalen Rankings im Blick zu behalten.

Hierzu musst Du lediglich einen Standort im Feld „Stadt“ auswählen, wenn Du neue Keywords zu Deinem Monitoring hinzufügst.

Neue Keywords anlegen

Im Local SEO gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, um in den Suchergebnissen zu erscheinen. Die beiden wichtigsten sind: das Local Pack und die organischen Suchergebnisse.

Das Local Pack erscheint immer dann, wenn Google bei einer Suchanfrage eine lokale Suchintention vermutet. In diesem Fall erweitert Google die Suchergebnisse um drei hervorgehobene lokale Geschäftseinträge.

Friseure in Köln

Die regulären organischen Suchergebnisse umfassen eine breitere Palette von Websites, darunter auch lokale Unternehmen. Sie sind aber nicht auf diese beschränkt. Die Ergebnisse werden als die üblichen „blauen Links“ auf Google angezeigt.

die üblichen blauen Links bei Google

Mit dem Ranking Monitoring von Seobility kannst Du sowohl Deine Local Pack Platzierungen als auch Deine Rankings in den organischen Ergebnissen überwachen.

Eine Local Pack Platzierung für ein Keyword erkennst Du daran, dass ein kleines Kartensymbol neben der Position angezeigt wird:

So sehen Local Pack Platzierungen im Ranking Monitoring aus

Hier erfährst Du mehr über Seobilitys Local Pack Ranking Monitoring.

Neue Traffic-Chancen erkennen

Nur weil Du für ein Keyword gut rankst, bedeutet das noch lange nicht, dass Du auch tatsächlich Traffic – also echte Besucher – auf Deine Website bringst. Daher solltest Du bei Deinem Local SEO Audit auch die Keywords überprüfen, die bei Google viele Impressionen erzielen, aber nur wenige Klicks haben.

Gehe dazu in der Google Search Console auf Leistung > Google Suche-Ergebnisse und schaue Dir die Liste der „Suchanfragen“ an. Sortiere die Liste nach Klicks in aufsteigender Reihenfolge. Halte dabei nach Suchanfragen Ausschau, die viele Impressionen, aber nur wenige Klicks haben.

Suchanfragen mit vielen Impressionen und wenig Klicks

Das sind potenziell wertvolle Keywords, weil Google Deine Seite für diese Suchanfragen bereits als relevant einstuft. Du rankst allerdings noch nicht hoch genug oder hast nicht genügend Klicks, um Traffic zu erzeugen.

Um das zu beheben, kannst Du Optimierungen auf Deiner gesamten Website vornehmen, wie z. B. Deinen Blog-Seiten mehr Tiefe verleihen, interne Verlinkungen nutzen, Backlinks aufbauen und mehr Inhalte zu dem Thema veröffentlichen, um Deine Autorität für das Thema zu erhöhen.

Kleinere Änderungen auf Seitenebene können ebenfalls ausreichen, wie z. B. den Titel ändern, die Meta-Description optimieren, die Ladegeschwindigkeit der Seite verbessern oder eine bessere Artikelstruktur einführen.

Wettbewerbsanalyse

Im Laufe der Zeit wird sich das Verhältnis zu Deinen Wettbewerbern in der Suche verändern. Du wirst einige Konkurrenten überholen. Andere können aber auch Dich einholen und neue Konkurrenten können in den lokalen Markt eintreten. Das Ziel der Wettbewerbsanalyse in Deinen Local SEO Audits ist es, jederzeit zu wissen, mit wem Du es zu tun hast, und wichtige Entwicklungen seit dem letzten Audit hervorzuheben (Änderungen in den Rankings, neue Wettbewerber, neue Keyword-Möglichkeiten usw.).

Dies sind die wichtigsten Punkte, auf die Du achten solltest:

  • Sichtbarkeit: Welche Wettbewerber haben seit Deinem letzten Audit insgesamt an Sichtbarkeit gewonnen oder verloren?
  • Ranking-Positionen: Gibt es signifikante Veränderungen in den Rankings der Wettbewerber?
  • Ziel-Keywords: Zielen Wettbewerber auf neue Keywords ab oder generieren sie plötzlich mehr Traffic über bestehende Keywords?
  • Top-Seiten: Gibt es neue Seiten der Konkurrenten, die Deine Website überholt haben oder viel Traffic generieren?
  • Backlink-Profil: Haben Deine Konkurrenten seit dem letzten Audit wertvolle Links hinzugewonnen?

Schauen wir uns an, wie Seobility Dir jeweils dabei helfen kann, diese Punkte zu analysieren.

Mit dem oben bereits erwähnten Ranking Monitoring kannst Du die Sichtbarkeit Deiner Wettbewerber für Deine Ziel-Keywords überwachen, sodass Du immer weißt, wie Du im Vergleich zu ihnen stehst:

Sichtbarkeit der Wettbewerber

Du kannst auch ihre Position für jedes einzelne Keyword, das Du überwachst, einsehen und mit Deiner eigenen vergleichen.

Um sicherzustellen, dass Dir keine wertvollen Keywords entgehen, die Deine Konkurrenten in den letzten Monaten für sich entdeckt haben, kannst Du außerdem das kostenlose Keyword Recherche Tool nutzen. Gib einfach die Domain Deines Wettbewerbers im „URL / Domain“ Tab ein und Dir werden die Keywords angezeigt, die den meisten Traffic auf die Seite des Wettbewerbers bringen:

URL/Domain Analyse

Du kannst auch nach Lücken in der Keyword- und Themenabdeckung des Wettbewerbers suchen und versuchen, diesen Vorteil auszunutzen

Darüber hinaus kannst Du das Backlink Monitoring von Seobility nutzen, um die wertvollsten Backlinks Deiner Wettbewerber zu identifizieren und zu überprüfen, wie sich deren Backlink-Profile in den letzten Monaten entwickelt haben:

Wettbewerber Backlinks

Dies kann eine hilfreiche Inspirationsquelle für Deine eigenen Linkbuilding-Aktivitäten sein (mehr dazu später).

Website-Audit

Wenn Du die Online-Sichtbarkeit Deines lokalen Unternehmens verbessern möchtest, wirst Du feststellen, dass bei Suchanfragen mit einer klaren Kaufabsicht oder der Suche nach einer Dienstleistung in der Nähe das Local Pack oft ganz oben angezeigt wird. Daher ist es sehr wichtig, dass Dein Unternehmen im Google-Unternehmensprofil, auf Google Maps und auch auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram sichtbar ist.

Aber auch Deine Website spielt eine wichtige Rolle, vor allem bei Suchanfragen, bei denen Menschen nach Informationen suchen. Wenn Du es schaffst, sowohl im Local Pack als auch in den regulären Suchergebnissen zu erscheinen, wird Dein Unternehmen noch sichtbarer. Deshalb sind regelmäßige Website-Audits auch für die lokale SEO unerlässlich.

Website-Audits können Dir u.a. helfen, bei detaillierten, informationalen Suchanfragen (sogenannten Longtail-Keywords) besser zu ranken. Mit diesen Suchanfragen kannst Du auf Dich aufmerksam machen und Kunden für Dein Unternehmen gewinnen.

Die Bedeutung dieser informationalen Suchanfragen sollte nicht unterschätzt werden. Wenn z.B. jemand nach Tipps zur Entsorgung eines alten Fernsehers sucht, kann das für lokale Second-Hand-Läden oder Recyclingzentren eine Chance sein, mit ihren Seiten zu diesem Thema in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Wie Du ein Website-Audit für die lokale SEO durchführst

Die Analyse Deiner Website ist einer der komplexesten Aspekte eines (Local) SEO Audits. Google allein verwendet Hunderte von Signalen, um Seiten in den SERPs zu ranken.

Hier sind einige der wichtigsten Faktoren, die Du analysieren solltest:

  • Website-Struktur: Deine Website-Struktur sollte die Struktur Deines Unternehmens widerspiegeln (einzelner Standort vs. mehrere Standorte vs. multinational usw.).
  • URLs: Aussagekräftige, einzigartige URLs, die primäre Keywords (und Standorte, wo zutreffend) enthalten.
  • NAP-Daten: Stelle sicher, dass der Name Deines Unternehmens, die Adresse und die Telefonnummer auf Deiner Website und in anderen Online-Profilen (Google Unternehmensprofil, Verzeichnis-Einträge, soziale Profile, etc.) konsistent sind.
  • Lokale Landing Pages: Erstelle und optimiere lokalisierte Landing Pages für jeden Standort, an dem Dein Unternehmen tätig ist.
  • Lokalisierte Inhalte: Erstelle wertvolle, relevante Inhalte für Deine Zielgruppen an verschiedenen Standorten.
  • Duplicate Content: Überprüfe Deine Inhalte auf Duplicate Content. Das kann ein Problem sein, wenn Du mehrere Standortseiten für dasselbe Unternehmen oder denselben Service erstellst.
  • Keyword-Kannibalisierung: Überprüfe, ob mehrere Seiten für dasselbe Keyword konkurrieren (Kannibalisierung).
  • Content-Updates: Aktualisiere Deine Inhalte, um die Qualität zu verbessern oder zu erhalten, führe konkurrierende Seiten ggf. zusammen und entferne alles, was keinen Mehrwert bietet.
  • Interne Verlinkungen: Stärke durch interne Verlinkungen die Struktur Deiner Website. Dazu gehören auch Standortnamen im Ankertext, wo relevant.
  • Core Web Vitals: Analysiere die Core Web Vitals Deiner Website und ergreife Maßnahmen bei allem, was nicht im grünen Bereich liegt.

Wie Du siehst gehört zu einem Website-Audit eine Menge Analysearbeit. Zum Glück kannst Du den Großteil der Arbeit durch die Wahl der richtigen Tools automatisieren.

Das Website Audit Tool von Seobility überprüft automatisch Deine gesamte Website und zeigt Dir Probleme auf, um die Du Dich kümmern solltest. Dabei wird unter anderem geprüft, welche Teile Deiner Website gecrawlt und indexiert werden können, und die Struktur Deiner Seite wird analysiert.

das Website Audit von Seobility

Außerdem werden Deine Inhalte auf Probleme wie Duplicate Content und Keyword-Kannibalisierung überprüft. Das Tool analysiert über 300 Faktoren und liefert praktische To-Do-Listen, damit Du bei der Optimierung entsprechend priorisieren kannst.

Ein Website-Audit allein reicht leider nicht aus, um für die oben erwähnten Longtail-Keywords zu ranken. Dennoch macht es Dich auf alle Faktoren aufmerksam, die einem guten Ranking im Weg stehen könnten. Damit weißt Du, wo Du anfangen musst, um Deine Website entsprechend zu optimieren.

Lokale Backlinks gehören zu den wichtigsten Faktoren für ein gutes lokales Ranking. Dein Audit sollte deshalb vor allem zwei Dinge prüfen: 1. Hast Du Deine bestehenden Backlinks beibehalten und 2. gibt es Möglichkeiten, neue aufzubauen?

Warum Du Deine Backlinks unbedingt im Auge behalten solltest

Viele lokale Unternehmen unterschätzen die Bedeutung von Off-Page-SEO oder haben keine Ressourcen dafür. Das bietet Dir die Chance, gegenüber Deinen lokalen Mitbewerbern aufzuholen.

Suchmaschinen sehen Backlinks als Bestätigung dafür, dass Deine Seite wertvollen Inhalt bietet. Allerdings vertrauen sie einigen Quellen mehr als anderen. Besonders Google bevorzugt Backlinks von relevanten, hochwertigen Seiten.

Stell Dir vor, ein Immobilienmakler veröffentlicht Tipps für Erstkäufer von Immobilien. Backlinks von (hochwertigen) Seiten im Immobilienbereich sind hier natürlich wertvoller als Links von einem Bäcker für Hochzeitstorten.

Grundsätzlich sind qualitativ hochwertige Backlinks von jeder relevanten und vertrauenswürdigen Website von Vorteil. Lokale Unternehmen sollten jedoch auch darauf achten, eine gute Anzahl lokaler Backlinks von Unternehmen aus der gleichen Region zu sammeln.

Suchmaschinen wollen wissen, dass Du ein seriöses Unternehmen bist, dem die Leute in Deiner Gegend vertrauen können. Ein starkes Backlink-Profil von anderen vertrauenswürdigen Unternehmen aus Deiner Region sendet die richtigen Signale an Google und andere Suchmaschinen.

Wie Du Deine lokalen Backlinks analysierst

Der erste Schritt ist die Nutzung eines Backlink-Tools wie dem Backlink Monitoring von Seobility.

das Backlink Monitoring Feature von Seobility

Das Tool überwacht die Websites, von denen Du Backlinks erhältst, damit Du die Performance im Auge behalten kannst. Es bewertet auch die Qualität Deiner Links, damit Du Deine wertvollsten Backlinks identifizieren, Beziehungen zu wertvollen Quellen pflegen und neue, hochwertige Linkmöglichkeiten finden kannst.

Wie bereits im Abschnitt „Wettbewerbsanalyse“ erwähnt, kannst Du mit dem Tool auch die Backlink-Profile Deiner Wettbewerber analysieren. Du kannst ihre wertvollsten Links identifizieren, sehen, woher diese stammen und neue Chancen für Deine eigene Website ableiten.

Du kannst beispielsweise Backlinks von denselben Quellen anvisieren oder sogar versuchen, Backlinks Deiner Konkurrenten zu „klauen“, indem Du die Quellen kontaktierst und ihnen neue, bessere und wertvollere Inhalte lieferst.

Wenn Dein Audit eine neue lokale Linkbuilding-Möglichkeit aufdeckt, überlege Dir, wie Du diese am besten nutzen kannst. Als lokales Unternehmen bist Du nicht darauf beschränkt, per E-Mail um Gastbeiträge zu bitten. Oftmals profitierst Du am meisten davon, wenn Du persönliche Beziehungen zu anderen Unternehmen und Organisationen in der Region aufbaust.

Um Backlinks von der lokalen Presse zu erhalten, kannst Du Dich etwa darauf konzentrieren, Dein Unternehmen zu einer Marke zu machen, über die gerne berichtet wird. Durch authentisches Engagement in der Gemeinschaft, wie das Ausrichten/Sponsoring von Veranstaltungen oder Spendenaktionen, kannst Du Berichterstattung in der Presse, eine gesteigerte Markenbekanntheit und natürliche Backlinks gewinnen.

Weitere Informationen über die Relevanz von Backlinks für die lokale SEO und Tipps, wie Du Dir mehr Backlinks sichern kannst, findest Du im folgenden Artikel: Local Linkbuilding: 10 Strategien um Deine lokalen Rankings zu verbessern und Deine Marke aufzubauen

Angesichts der Bedeutung von Backlinks für Suchalgorithmen ist es nicht verwunderlich, dass ihnen so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Sie sind jedoch nicht der einzige Offpage-SEO Faktor, den Du als lokales Unternehmen berücksichtigen musst.

Prüfe Deine lokalen Citations

Lokale Citations sind Online-Verweise auf Dein Unternehmen, die mindestens drei wichtige Details enthalten: Deinen Unternehmensnamen, Deine Adresse und Deine Telefonnummer (sogenannte NAP-Daten). Je mehr qualitativ hochwertige Citations Du hast, desto besser. Aber es gibt einen Haken: Suchmaschinen (insbesondere Google) erwarten, dass Deine Unternehmensinformationen überall zu 100% korrekt und einheitlich sind – das gilt besonders für die NAP-Daten.

Zum Glück hast Du die volle Kontrolle über den Großteil Deiner lokalen Citations: Dein Google Unternehmensprofil, Verzeichniseinträge, Social-Media-Profile usw. Stelle sicher, dass diese Erwähnungen immer korrekt und aktuell sind.

Beachte dabei jedoch, dass einige Unternehmen und Organisationen Deine Unternehmensinformationen sammeln können. Diese Informationen können zur Erstellung von Datenbanken, Akquise-Tools, Verzeichniseinträgen und einer Reihe potenzieller Citations genutzt werden, über die Du keine Kontrolle hast.

Bei Deinem Local SEO Audit musst Du alle Citations auf Unstimmigkeiten oder Ungenauigkeiten prüfen, die Deinem Ranking schaden könnten. Es gibt verschiedene Tools zur Überprüfung von Citations, die Dir dabei helfen können, wie z. B. dieses von Moz.

Wenn dabei Citations auffallen, über die Du keine administrativen Rechte hast, solltest Du die Verantwortlichen kontaktieren und um eine Aktualisierung oder Entfernung Deiner Unternehmensinformationen bitten.

Google Unternehmensprofil

Dein Google Unternehmensprofil ist das wichtigste Element Deiner Local SEO Strategie. Es verdient genauso viel Aufmerksamkeit bei Deinem Audit wie Deine Website.

Dein Profil speichert alle Informationen, die von Google verwendet werden, um Unternehmen im Local Pack, in Google Maps und anderen sichtbaren Positionen, wie dem Knowledge Graph, zu ranken.

Google Unternehmensprofil

Einen detaillierten Leitfaden zur Optimierung Deines Google Unternehmensprofils findest Du in diesem Artikel:

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Dinge, die Du bei Deinem Local SEO Audit analysieren solltest:

  • Stelle sicher, dass Dein Google Unternehmensprofil vollständig, aktuell und 100 % korrekt
  • Überprüfe, dass Deine NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) zu 100 % mit Deiner Website und anderen Citations übereinstimmen.
  • Überprüfe die Leistung Deines Unternehmensprofils:

Leistung des Unternehmensprofils
Screenshot von https://www.google.com/business/

  • Analysiere die Keywords und Suchanfragen, die Nutzer eingeben, um Dein Unternehmensprofil zu finden.
  • Tracke die Anzahl der Nutzer, die Dein Unternehmensprofil aufrufen.
  • Überwache Interaktionen wie Website-Klicks, Telefonanrufe und Anfragen zu Wegbeschreibungen.
  • Analysiere relevante Conversion-Vorgänge wie Buchungen, Reservierungen, Online-Bestellungen usw.

Die meisten dieser Einblicke erhältst Du über die integrierten Berichte im Google Unternehmensprofil. Es lohnt sich auch, Dein Unternehmensprofil jährlich oder vierteljährlich auf Lücken, ungenutzte Funktionen oder notwendige Änderungen zu überprüfen – z. B. könnte es Sinn machen, Deine Unternehmensattribute zu prüfen und ggf. zu aktualisieren.

Verzeichniseinträge

Wie bereits erwähnt, solltest Du Deine Citations (einschließlich Verzeichniseinträge auf Websites wie Yelp) regelmäßig auf Unstimmigkeiten und falsche Informationen prüfen. Google möchte, dass die Verzeichniseinträge mit den Informationen in Deinem Unternehmensprofil übereinstimmen, da dies hilft, Dich als seriöses Unternehmen zu identifizieren.

yelp

Verzeichniseinträge sind allerdings mehr als nur Citations. Sie sind Tools zur Lead-Generierung. Abgesehen davon, dass sie die richtigen Signale an Suchmaschinen senden, machen Verzeichniseinträge Dein Unternehmen für ein breiteres Publikum sichtbar. Viele führende Online-Verzeichnisse bieten grundlegende Berichte an, damit Du Ansichten, Anrufe, Website-Klicks und andere Metriken überwachen kannst.

Metriken überwachen

Die Analyse dieser Daten sollte ebenfalls Teil Deines Local SEO Audits sein, damit Du weißt, welche Verzeichniseinträge zu Sichtbarkeit und Leads beitragen. Dies hilft Dir zu entscheiden, wo Du Deine Zeit am besten investierst, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Online-Bewertungen

Online-Bewertungen sind ein wichtiger Rankingfaktor für die lokale Suchmaschinenoptimierung. Noch wichtiger sind sie jedoch, wenn sie potenziellen Kunden dabei helfen, sich für Dein Unternehmen zu entscheiden. Die Ergebnisse der BrightLocal Umfrage zu lokalen Verbraucherbewertungen 2023 zeigen:

  • 98 % der Menschen lesen Online-Bewertungen für lokale Unternehmen.
  • 37 % der Verbraucher hinterlassen nur positive Bewertungen.
  • 6 % der Verbraucher hinterlassen nur negative Bewertungen.
  • 4 % der Verbraucher hinterlassen nie Bewertungen.

Local Consumer Review Survey
Quelle

Mindestens zwei Dinge solltest Du bei Deinem Local SEO Audit in Deinen Bewertungsprofilen überprüfen:

  1. Durchschnittliche Bewertung: Hat sich Deine durchschnittliche Bewertung seit dem letzten Audit signifikant erhöht oder verringert?
  2. Bewertungshäufigkeit: Wie oft geben Kunden Bewertungen ab und hat sich diese Häufigkeit seit dem letzten Audit erhöht oder verringert?

Weder Suchmaschinen noch Kunden erwarten perfekte Bewertungsergebnisse. Stattdessen wollen sie das Gefühl haben, dass sie den Bewertungen vertrauen können, um die richtige Wahl zu treffen. Menschen entscheiden sich eher für ein Unternehmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,8 Sternen aus über 100 Bewertungen als für ein Unternehmen mit 5 Sternen aus 10 Bewertungen.

Die Gesamtzahl der Bewertungen in Deinem Profil ist entscheidend und auch die Aktualität der Bewertungen ist wichtig. Wenn die Anzahl Deiner Bewertungen beim letzten Audit niedrig war, solltest Du mehr Kunden ermutigen, Bewertungen abzugeben. Wenn die durchschnittliche Anzahl Deiner Bewertungen sinkt, musst Du herausfinden, womit Deine Kunden Probleme haben und diese beheben.

Maximiere Deine Sichtbarkeit und überhole die Konkurrenz mit Local SEO Audits

Regelmäßige Local SEO Audits halten Deine Online-Präsenz am Laufen. Sie helfen Dir, neue Chancen zu entdecken und Probleme schneller zu lösen, sodass Du Deine Sichtbarkeit maximieren kannst, ohne Dich mit einem Rückstau an technischen und anderen Problemen herumschlagen zu müssen.

Mit den richtigen Tools sind Local SEO Audits heutzutage einfacher denn je. Seobility kann Dir bei vielen der in diesem Artikel beschriebenen Aufgaben helfen. Hier kannst Du das Tool 14 Tage lang kostenlos testen.

Solange Du regelmäßige Audits durchführst und Probleme schnell angehst, wird Dein Arbeitsaufwand nie zu groß werden.

So kannst Du auch als kleines Unternehmen Deine lokale Sichtbarkeit maximieren und eine dauerhafte Positionierung aufbauen.

Getestet: Welches CMS ist am besten für SEO geeignet? (2024)

Im Laufe der letzten paar Monate haben wir getestet, wie gut die weltweit beliebtesten Content Management Systeme 2024 für SEO geeignet sind.

Die ausführlichen Testergebnisse haben wir für jedes CMS hier auf unserem Blog veröffentlicht und eines können wir sagen: die Ergebnisse hätten kaum unterschiedlicher sein können.

Diese Serie ist das Update einer Testserie, die wir bereits vor drei Jahren durchgeführt haben. Damals ging WordPress ganz klar als Sieger hervor. Aber ist dies 2024 immer noch der Fall?

Jetzt geht es ans Eingemachte, denn in diesem Artikel werden wir:

  • alle getesteten CMS-Systeme erneut miteinander vergleichen
  • das CMS zum Gewinner küren, das 2024 aus SEO-Sicht die beste Wahl für Content-basierte Websites ist

Wenn Du wissen willst, wie wir auf unsere Ergebnisse gekommen sind, findest Du im Folgenden alle wichtigen Infos im Detail erklärt.

Das Wichtigste in Kürze

Das beste CMS für SEO

Das für SEO am besten geeignete CMS 2024 ist und bleibt WordPress. Das war auch schon bei unserem Test vor drei Jahren der Fall. Allerdings ist Joomla (insbesondere Version 5) WordPress dicht auf den Fersen.

Joomla hat bereits bei unserem letzten Test ziemlich gut abgeschnitten, hat sich seitdem aber noch weiter verbessert. Aber in Kombination mit dem YOAST SEO Plugin hat WordPress dank der schnellen Out-of-the-Box Geschwindigkeit, der kompletten Steuerbarkeit aller wichtigen SEO-Faktoren und dem Support durch eine riesige Community immer noch den entscheidenden Vorsprung.

Der beste Website-Baukasten für SEO

WordPress und Joomla können als vollwertige CMS-Systeme eingestuft werden, allerdings fallen die anderen drei Plattformen, die wir getestet haben (Wix, Squarespace und GoDaddy) eher in die Kategorie der „Website-Baukästen“. Hier war Wix dank umfangreicher SEO-Steuerungsmöglichkeiten weiterhin der klare Kategorie-Sieger.

Wix hat sich seit unserem letzten Test tatsächlich noch einmal um einiges verbessert. Bei anderen Website-Baukästen war das nicht der Fall. Bei der Vergabe des Titels für den „Website-Baukasten, der am besten für SEO geeignet ist“ sollten wir also auch erwähnen, dass Wix das CMS ist, das sich in Sachen SEO-Basics in kürzester Zeit am meisten weiterentwickelt hat.

So haben wir die CMS-Systeme zum Test ausgewählt

Es gibt wirklich massenweise CMS-Systeme.

Wir haben uns daher auf die beliebtesten CMS für Content-Websites konzentriert. Die Beliebtheit haben wir am Marktanteil festgemacht (bis auf eine Ausnahme – dazu unten mehr).

Warum Content-Websites?

Nun, wenn man es genau nimmt, ist Shopify ein CMS. Laut w3techs ist es aktuell weltweit das zweitbeliebteste CMS. Allerdings werden uns wohl die meisten SEOs darin zustimmen, dass Shopify besser in die Kategorien der Shopsysteme passt.

Aus diesem Grund haben wir Shopify übersprungen und uns auf die anderen vier CMS-Systeme in den Top 5 von w3techs konzentriert:

  1. WordPress (62,6 % Marktanteil)
  2. Shopify (6,6 %)
  3. Wix (4,2 %)
  4. Squarespace (3,1 %)
  5. Joomla (2,4 %)

Für den letzten Kandidaten haben wir uns dazu entschieden, von der Beliebtheit als Auswahlkriterium abzuweichen.

Das nächstbeliebteste CMS für Content-Websites wäre momentan Drupal (1,3 % Marktanteil). Wir gehen allerdings davon aus, dass dieser Anteil zu größtem Teil aus veralteten Websites besteht. Laut Google Trends befindet sich Drupal in Sachen Beliebtheit seit seinem Höhepunkt um etwa 2010 auf dem absteigenden Ast.

Google Trends für Drupal

Also haben wir es in der Auflistung übersprungen und stattdessen den Homepage-Baukasten von GoDaddy getestet.

Warum wir GoDaddy in den Test aufgenommen haben

Über GoDaddy werden weltweit die meisten Domains registriert.

Marktanteile Domain-Registrierungen

Und obwohl der Homepage-Baukasten von GoDaddy nur einen Marktanteil von 0,5 % hat, glauben wir, dass dazu ein überproportional hoher Anteil an Kleinunternehmen gehört.

Wer nämlich über GoDaddy eine Domain registriert (momentan etwa 15 % der monatlichen Domain-Registrierungen), wird mit Upselling-Versuchen bombardiert, damit er über den Homepage-Baukasten seine eigene Website erstellt.

GoDaddy schafft es also, mit dem Homepage-Baukasten eine hohe Anzahl von Kleinunternehmern zu erreichen, von denen einige daran interessiert sind, ihre Website so schnell, einfach und stressfrei wie möglich zu erstellen. Diese Kleinunternehmer sind die perfekte Zielgruppe für die Plattform.

Unsere endgültige Liste für den Test sah also so aus:

Wenn Du die aktualisierten einzelnen Bewertungen lesen möchtest, klicke einfach auf die entsprechenden Links.

Sehen wir uns jetzt an, wie wir unsere Tests durchgeführt haben.

So haben wir die Optimierungsmöglichkeiten für jedes CMS getestet

Bevor wir mit diesem Abschnitt beginnen, möchten wir auf eine Sache hinweisen.

Das CMS, für das Du Dich entscheidest, trägt nur einen Teil dazu bei, wie gut Deine Website letztendlich ranken wird.

Wenn nämlich Dein Content nicht hochwertig ist, Du die wichtigsten SEO Basics ignorierst und keine hochwertigen Backlinks an Land ziehst, kann Dir selbst das beste CMS nicht helfen: Du wirst nicht ranken.

Mit anderen Worten:

Eine Website, die über das für SEO am schlechtesten geeignete CMS betrieben wird, kann im Ranking dennoch eine Website überholen, die über das „beste“ System betrieben wird.

Fest steht aber, dass das CMS Deiner Wahl Deine SEO-Bemühungen entweder unterstützen oder diesen im Weg stehen kann.

Daher haben wir uns auf messbare, Plattform-spezifische Metriken konzentriert, und zwar primär:

  • die Out-of-the-Box Ladegeschwindigkeit eines CMS (und die Performance bei den Core Web Vitals)
  • Steuerbarkeit der wichtigsten SEO Basics

Da der Page Speed auch vom Theme und (in einigen Fällen) vom Hosting abhängig ist, haben wir für unsere Tests die beliebtesten Themes ausgewählt.

Für selbstgehostete Websites (WordPress und Joomla) haben wir identische Servereinstellungen/Hosting gewählt.

Jede Website haben wir mit demselben Content gefüllt.

Außerdem haben wir externe Plugins und Erweiterungen auf ein Minimum reduziert, um so nah wie möglich am „Out-of-the-Box“-Zustand zu bleiben.

Wir haben jedoch ein Standard-SEO-Plugin bei WordPress (YOAST) und bei Joomla (Route66) genutzt und einige Plugins zur Bildkomprimierung empfohlen.

Der Testprozess für unsere fertigen Demo-Websites umfasste für jedes CMS:

  • Eine manuelle Bewertung
  • Eine Prüfung der Website mit unserem eigenen SEO Audit Tool
  • Eine Analyse mit Drittanbieter-Tools, wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix

Sehen wir uns also genauer an, wie unsere CMS-Plattformen abgeschnitten haben. Fangen wir mit dem Page Speed an.

Wie schnell (oder langsam) war jedes CMS?

Die Ladegeschwindigkeit spielt beim Ranking eine große Rolle.

Page Speed ist sogar einer der wenigen Rankingfaktoren, die von Google offiziell bestätigt wurden.

Wir haben die Performance für jede unserer Test-Websites mithilfe der PageSpeed Insights von Google gemessen.

Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse:

page speed results of our CMS comparison

Das Ergebnis war alles andere als knapp.

Die selbstgehosteten Websites (Joomla und WordPress) zeigten eine sehr viel bessere Performance als die Websites, die über Plattform-gehostete CMS-Systeme betrieben wurden.

Unsere WordPress Test-Website war am schnellsten. Joomla war ihr allerdings dicht auf den Fersen. Beide Systeme liefen Out-of-the-Box sehr schnell und bestanden Googles Core Web Vitals (CWV) Test.

Squarespace, Wix und GoDaddy hingegen hatten Probleme mit der Ladegeschwindigkeit und unsere Test-Websites würden bei den Core Web Vitals vermutlich weniger gut abschneiden (obwohl sich die Performance „echter“ Websites bei allen drei CMS im Vergleich zu vor drei Jahren erheblich verbessert hat).

Was also hat unsere Test-Websites langsamer gemacht?

Obwohl alle Systeme ihre kleinen Eigenheiten hatten (weitere Details dazu in den einzelnen Bewertungen), gab es eine Gemeinsamkeit:

Das pauschale Laden von Skripten und Styles.

Du brauchst kein Skript für das schicke Bilderkarussell auf der Startseite? Pech gehabt. Es lädt dennoch für jede Seite Deiner Website.

Obwohl sich dieses Problem in den letzten Jahren verbessert zu haben scheint, ist der Kern der Plattform-gehosteten CMS-Systeme immer noch ziemlich schwerfällig und voller Code Bloat, und es gibt keinen einfachen Weg, um einzelne Elemente ein- oder auszuschalten.

Das ist natürlich nicht gerade ideal und führt zu solchen Ergebnissen:

JS Warnung im Page Speed Insights Ergebnis

Diverse Warnungen und viel Ineffizienz, die man in den meisten Fällen ganz einfach verhindern könnte.

Dieser Test hier stammt von unserer Squarespace Website. Allerdings hatten Wix und GoDaddy dieselben Probleme.

Auf unserer GoDaddy Website zum Beispiel, dauerte das Ausführen von Skripten fast 11 Sekunden.

PageSpeed Insights benötigt fast 11 Sekunden zum Ausführen von Skripten

Das ist eine Menge.

Kann man das Problem mit der Ladegeschwindigkeit in den Griff bekommen?

Kurz gesagt: Wahrscheinlich ja

Egal ob Du bei Wix, GoDaddy oder Squarespace bist, Du solltest in der Lage sein, mit etwas technischem Knowhow und (wahrscheinlich) ein oder zwei Erweiterungen Deine Website schneller zu machen. Wir haben definitiv schon schnell ladende Wix Websites gesehen.

Laut dem Core Web Vitals Technology Report schneidet jeweils ein stolzer Prozentsatz an Websites, die über diese CMS-Plattformen laufen, ziemlich gut ab.

Aber für den technisch nicht allzu versierten User, der die Plattform einfach nutzen möchte, um ein Theme zu wählen und möglichst schnell eine Website zu erstellen, werden Probleme mit der Ladegeschwindigkeit höchstwahrscheinlich einem guten Ranking im Wege stehen.

Und wir nehmen an, dass diese Art von User einen Großteil des Kundenstammes von Wix, GoDaddy und Squarespace ausmacht. Schließlich ist das schnelle Erstellen einer Website ohne technisches Wissen das Haupt-Verkaufsargument dieser Plattformen.

Wir hoffen deshalb, dass sich zukünftige Updates weiterhin dem Problem der Ladegeschwindigkeit annehmen werden.

Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass es sich auch bei WordPress und Joomla um die Out-of-the-Box Geschwindigkeit der Websites handelte. Mit ein wenig Page Speed Optimierung hätten wir sie sicherlich um einiges schneller machen können und/oder sie schnell halten können, auch wenn die Seiten um mehr Content und Features erweitert werden

Steuerbarkeit der Onpage SEO Basics

Richten wir unsere Aufmerksamkeit nun auf die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren.

Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, beginnen wir mit einer visuellen Zusammenfassung der Scores für jedes CMS (von maximal 21 erreichbaren Punkten).

Ergebnisse des CMS Vergleichs 2024

Und falls Du wissen willst, wie die einzelnen CMS bei unserem Test vor ein paar Jahren abgeschnitten haben, sind hier die Ergebnisse von damals:

Scoring Vergleich

Keine riesige Veränderung

Wie Du siehst, gibt es weiterhin große Unterschiede zwischen den einzelnen Plattformen. Selbstgehostete CMS-Systeme wie Joomla und WordPress ermöglichen viel mehr Steuerbarkeit. Manche Plattformen haben sich seit dem letzten Test verbessert, allerdings passiert das bei den Plattformen mit der schlechtesten Performance, wie GoDaddy und Squarespace, nur sehr langsam.

Sehen wir uns jetzt im Detail an, wie gut einige der Onpage SEO-Basics auf jeder Plattform unterstützt werden (oder auch nicht).

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO-Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. SEO Tools wie Seobility helfen Dir bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking Deiner Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Steuerung von Meta Titles und Descriptions

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Was war uns wichtig?

Mindestens die Möglichkeit, Meta Titles und Descriptions für jede Einzelseite zu erstellen.

Wir haben aber auch geprüft, ob Snippet Vorschauen (Mobile und Desktop) vorhanden sind und ob Templates für Meta Titles und Descriptions angelegt werden können.

Wie haben die CMS-Systeme abgeschnitten?

WordPress (mit YOAST) war das einzige CMS, das alle Kriterien erfüllt hat.

Mit YOAST ist es wirklich kinderleicht, Meta Titles und Descriptions zu bearbeiten, in der Vorschau zu prüfen, wie Deine Snippets in den Suchergebnissen aussehen würden, und Templates für Deine Meta Titles und Descriptions zu erstellen.

Vorschau des Suchergebnis-Snippets in Yoast

Joomla (mit Route 66) kam dem sehr nahe, aber es fehlte eine einfache Möglichkeit zum Erstellen von Templates. Allerdings ist dies mit einfachem Code möglich.

Wix und Squarespace schnitten hier ebenfalls ganz anständig ab, aber die Snippet-Vorschauen für Mobile fehlten leider.

Und wie sieht’s mit GoDaddy aus?

Gar nicht gut …

Es ist noch nicht einmal möglich, für jede Seite Deiner GoDaddy Website eigene Meta Titles und Descriptions festzulegen, denn diese Einstellung ist für Blogartikel schlicht und ergreifend nicht vorhanden. Das war auch schon bei unserem letzten Test der Fall. Dabei sollte es eigentlich ein Feature sein, das man recht einfach hinzufügen kann.

Positiv ist, dass es Snippet-Vorschauen für Desktop gibt (aber nicht Mobile), aber das war’s auch schon. GoDaddy hat hier wirklich miserabel abgeschnitten. Und in den letzten Jahren wurde wirklich so gut wie nichts verbessert.

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Steuerung von Slugs / URLs

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, für jede Seite eine benutzerdefinierte, SEO-freundliche URL festzulegen.

Wie haben die CMS-Systeme abgeschnitten?

Alle von uns getesteten Plattformen ermöglichten die komplette Steuerung der URLs, bis auf …

Du ahnst es schon: GoDaddy!

Und so war es auch schon bei unserem letzten Test.

Es war zwar möglich (wenn auch extrem unintuitiv), für Standardseiten eine benutzerdefinierte URL festzulegen, aber für Blogartikel war es ohne irgendeinen komplizierten Workaround schlicht und ergreifend unmöglich.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URLs

Steuerung von Canonical URLs

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, für jede Seite eine Canonical URL festzulegen.

Wie haben die CMS-Systeme abgeschnitten?

Bei WordPress, Joomla und Wix waren wir in der Lage, für jede Seite eine benutzerdefinierte Canonical URL festzulegen.

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Bei Squarespace funktionierte es nur über einen langwierigen, komplizierten Workaround mit eigenem Code. Es ist also nicht unmöglich, aber auch nicht gerade intuitiv.

Bei GoDaddy ist es überhaupt nicht möglich, kanonische URL-Tags hinzuzufügen. Kurzum: Seit unserer letzten Testrunde hat sich nichts geändert.

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, (durch ein Robots Meta Tag) die Indexierung zu steuern.

Wie schnitten die CMS-Systeme ab?

Auf WordPress, Joomla und Wix war hier wieder einmal Verlass.

Bei Squarespace konnten wir reguläre Seiten auf noindex setzen, aber aus irgendeinem Grund besteht diese Möglichkeit nicht für Blogartikel.

noindex auf Blog-Seiten

Aber immer noch besser als beim GoDaddy Homepage-Baukasten, der uns keine einfache Möglichkeit gegeben hat, auch nur für irgendeine Seite unserer Website die Indexierung zu unterbinden.

Du siehst, es zeichnet sich hier ein Muster ab …

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Steuerung von Überschriften Tags

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, die volle Bandbreite an Überschriften-Tags (h1 bis h6) zu nutzen.

Wie schnitten die CMS-Systeme ab?

Bei WordPress, Wix und Joomla gab es keinerlei Probleme. Beide Systeme boten die komplette Bandbreite von h1 bis h6.

Im Vergleich zur letzten Testrunde ist das eine positive Entwicklung, denn Wix hat mehr Überschriften-Tags hinzugefügt. Wir sind bei Blogposts also nicht mehr nur auf h1, h2 und h3 beschränkt.

Bei Squarespace konnten auf der kompletten Website nur h1 bis h4 Überschriften verwendet werden.

wix blog post headings

Und bei GoDaddy?

Erneutes Chaos.

Auf regulären Seiten gibt es keine Möglichkeit, Überschriften-Tags selbst festzulegen. GoDaddy wählt einfach eines für Dich aus und das ist dann häufig auch noch falsch.

Und wenn Du bei Blogartikeln eine Überschrift einfügen möchtest, bekommst Du ein h4-Tag, ob Du es willst oder nicht.

Überschriften in Squarespace hinzufügen

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Strukturierte Daten (aka Schema)

Steuerung von strukturierten Daten

Strukturierte Daten (auch als Schema bekannt) helfen Google dabei zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit strukturierten Daten und deren Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, unseren Seiten und Blogartikeln Schema-Markup hinzuzufügen.

Wie haben die CMS-Systeme abgeschnitten?

Sowohl YOAST für WordPress als auch Route66 für Joomla ermöglichen die Einbindung von Schema-Markup.

Um bei Wix oder Squarespace Schema-Markup hinzuzufügen, musst Du dieses extern generieren und dann per Copy und Paste in die Plattform einfügen.

Bei Wix ist es ganz offensichtlich, wo Du Deinen Code hinzufügen musst, und im Vergleich zu unserem letzten Test hat sich die Oberfläche hierfür verbessert:

Steuerung von strukturierten Daten

Bei Squarespace hingegen musst Du weiterhin die Einstellung „Benutzerdefinierter Code im Seiten-Header“ unter den erweiterten Seiteneinstellungen nutzen.

benutzerdefinierten Code hinzufügen

Zum Generieren von Schema-Markup im JSON-LD Format empfehlen wir dieses kostenlose Tool.

Bei GoDaddy gibt es keine einfache Möglichkeit zum Einfügen des Markups. Überrascht Dich das? An dieser Stelle wahrscheinlich nicht mehr, oder?

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Steuerung der Bilder SEO

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  1. ALT-Attribut (für Screen Reader und Suchmaschinen)
  2. Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  3. Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Was war uns wichtig?

Generell haben wir geprüft, ob man auf der Plattform ALT-Attribute definieren kann und wie die Dateinamen von Bildern aussehen. Zusätzliche Möglichkeiten der Bildkomprimierung haben wir als nettes Extra verbucht.

Wie schnitten die CMS-Systeme ab?

Alle Plattformen ermöglichen Out-of-the-Box das Festlegen von ALT-Attributen.

Ja, selbst GoDaddy!

Wir gehen sogar noch weiter und sprechen an dieser Stelle ein Lob an GoDaddy aus, da die Plattform alle hochgeladenen Bilder automatisch komprimiert und als optimierte WebP-Version speichert (ist bei Wix auch der Fall).

Aber bevor wir in Lobeshymnen ausbrechen, sollten wir auch erwähnen, dass GoDaddy die Dateinamen ziemlich verunstaltet. Genauso wie Wix.

WordPress und Joomla komprimieren Deine Bilder nicht automatisch, aber die Erweiterungen Imagify für WordPress und Image Recycle für Joomla schließen diese Lücke.

Erfahre mehr über Bilder SEO

HTTPS

HTTPS

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Und heutzutage gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Wenn Deine Website bei Wix, Squarespace oder GoDaddy gehostet ist, läuft sie automatisch über HTTPS.

Bei WordPress oder Joomla bist Du selbst für die Einrichtung verantwortlich.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Steuerung der Robots

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.

Vielleicht hast Du einen Bereich mit User Generated Content und willst nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

Was war uns wichtig?

Die Möglichkeit, die robots.txt Datei einer Website entweder per FTP oder über den Adminbereich zu bearbeiten.

Wie schnitten die CMS-Systeme ab?

Da WordPress und Joomla selbstgehostet sind, kannst Du auf die robots.txt Datei Deiner Website über FTP zugreifen.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe kostenloser und kostenpflichtiger Plugins, um Dir das zu erleichtern, zum Beispiel dieses für WordPress oder diese für Joomla.

Der Adminbereich von Wix ermöglicht Dir ebenfalls die komplette Kontrolle über Deine robots.txt Datei.

wix robots.txt

Bei Squarespace und GoDaddy hingegen fehlt die Möglichkeit, die robots.txt Datei zu bearbeiten.

Eigentlich sollte das ein Feature sein, das man recht einfach hinzufügen kann. Leider hat sich aber seit unserem letzten Test nichts getan.

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Steuerung von XML Sitemaps

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

Was war uns wichtig?

Erstens eine XML Sitemap (oder Sitemaps), die automatisch von der Plattform generiert und gepflegt wird, und zweitens die Möglichkeit, einzelne Seiten manuell aus der Sitemap zu entfernen oder sie auszublenden.

Wie schnitten die CMS-Systeme ab?

Obwohl alle von uns getesteten CMS-Systeme eine Sitemap erstellt haben, war es uns nur bei Joomla und WordPress möglich, manuell zu steuern, welche Seiten hier enthalten sind. Wix und Squarespace entfernen noindex-Seiten automatisch aus der Sitemap. Und bei GoDaddy ist mal wieder gar nichts steuerbar.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Mobilfreundlichkeit

Vergleich der Mobilfreundlichkeit

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren mittlerweile sogar die mobile Version Deiner Website.

Ob Deine Website auch mobil gut funktioniert, hängt mehr von der Wahl des Themes als vom CMS ab.

Wenn Du also auf Probleme bei der Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten stößt, solltest Du zuallererst Dein Theme überprüfen.

Alle CMS-Systeme sind nämlich weiterhin dazu in der Lage, eine für Mobile geeignete Website zu hosten.

(Hinweis: Sowohl HTTPS als auch die Mobilfreundlichkeit sind offiziell bestätigteGoogle Rankingfaktoren, weshalb wir beide in unsere Tests aufgenommen haben. Allerdings berücksichtigen wir diese beiden Faktoren nicht im Gesamtscore, da sie keine Steuerbarkeit für den Nutzer ermöglichen, wie das bei den anderen getesteten Faktoren der Fall ist. Beide Faktoren sind durch alle CMS-Systeme abgedeckt und haben damit keinen Einfluss auf die finalen Platzierungen.)

301-Redirects

Steuerung von 301 Redirects

301 Redirects sind ein wichtiges Werkzeug, um Suchmaschinen-Crawlern sowie Browsern mitzuteilen, dass eine bestimmte Ressource (z.B. eine HTML-Seite) dauerhaft auf eine andere URL verschoben wurde. Aus SEO-Sicht sind 301-Redirects besonders wichtig, da sie es ermöglichen, die Relevanz und den Link Juice einer Seite vollständig an eine neue URL weiterzugeben.

Mit Ausnahme von GoDaddy (wieder einmal) ermöglichen alle der von uns getesteten CMS die Einrichtung von 301-Redirects über die Plattform selbst oder durch entsprechende Erweiterungen.

Erfahre mehr über 301 Redirects

Neue Features und Verbesserungen

Es war zwar nicht Bestandteil unserer Tests, dennoch haben wir uns dieses Mal angesehen, was die einzelnen CMS in den letzten Jahren verbessert haben und was für neue Features es gibt.

Bei selbstgehosteten CMS wie WordPress und Joomla gibt es einige Drittanbieter, die ständig Plugins entwickeln und optimieren. Sie alle zu erwähnen, würde hier den Rahmen sprengen. Wir können dennoch sagen, dass es immer wieder Optimierungen und neue Features gibt.

Bei den Website-Baukästen liegt es hingegen an den Unternehmen selbst, ob sie neue Funktionen entwickeln. Man kann es also als positiv werten, wenn regelmäßig neue oder Features hinzugefügt werden.

SEO-Checkliste

Sowohl bei Wix als auch bei Squarespace gibt es eine SEO-Checkliste, die Anfänger durch die grundlegenden Optimierungsschritte führt. Das ist eine nette Sache, auch wenn die Möglichkeiten, die man dadurch hat, begrenzt sind.

Die Checkliste bei Wix ist ausführlicher als die von Squarespace und bietet praktischerweise eine sehr einfache Verknpüfung mit der Google Search Console an. Dennoch umfassen beide Listen die grundlegendsten Optimierungsschritte, was hilfreich für User ist, die keine oder nur wenig SEO-Kenntnisse haben. Und obwohl Wix hier etwas mehr bietet, finden wir, dass sowohl Wix als auch Squarespace Extrapunkte verdienen.

Mehrsprachigkeit

Nicht jede Website benötigt Mehrsprachigkeit, aber für einige User kann es sehr wichtig sein, mit einer Plattform zu arbeiten, die das Erstellen mehrsprachiger Websites unterstützt. Man erschließt so nicht nur neue Märkte, sondern kann auch seinen Traffic erheblich steigern.

Wix ist hier der einzige Website-Baukasten, der Mehrsprachigkeit vollständig unterstützt. Möglich ist es durch eine neue App namens Wix Multilingual.

Mit Wix Multilingual kannst Du Deinen Content manuell oder mithilfe von KI übersetzen. Du kannst zudem die SEO-Einstellungen für jede Sprache anpassen. Squarespace hat zwar die Weglot Multilingual-Erweiterung, man kann mit der Gratisversion allerdings nicht mehr als 2.000 Wörter für ein Sprachpaar übersetzen (das entspricht etwa der Hälfte dieses Blogposts). Danach wird’s ziemlich teuer. Websites mit mehr als 50.000 Wörtern kosten zum Beispiel schon stolze 79 € im Monat.

Das sind ungefähr 10 bis 30 längere Blogposts und vielleicht ein paar reguläre Seiten wie zum Beispiel Deine Start- oder „Über uns“-Seite. Kleinere Websites könnten vielleicht mit Abos für monatlich 15 € oder 29 € auskommen. Dennoch finden wir das im Vergleich zu den kostenpflichtigen Plugins von WordPress oder Joomla relativ teuer.

Du hast bei Squarespace zwar die Möglichkeit, manuell eine mehrsprachige Website anzulegen, aber wenn man den Arbeitsaufwand und die Tatsache, dass Du nur bestimmte Teile übersetzen kannst, betrachtet, ist das alles andere als ideal.

Bei GoDaddy gibt es keinen einfachen Weg, mehrsprachige Websites anzulegen. Allerdings kannst Du theoretisch mehrere Websites über verschiedene (Unter-)Domänen in verschiedenen Sprachen erstellen.

Was ist noch erwähnenswert?

  • Website-Prüftool von Wix: Ein neues Feature, mit dem User Daten aus der Search Console einfach in Wix nutzen können. Es bietet sowohl einen allgemeinen Überblick über den Indexierungsstatus als auch Reports für jede einzelne Seite.
  • Dashboard zur Verwaltung der Website-Geschwindigkeit bei Wix: Dieses neue Dashboard zeigt die Google PageSpeed-Metriken direkt in Wix an, sodass Du die Geschwindigkeit Deiner Website immer im Blick hast.

Zusammenfassung: Selbstgehostete Plattformen liegen in Sachen SEO immer noch weit vorn

Fassen wir zum Schluss noch einmal unsere wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Die Möglichkeiten zur Optimierung unterscheiden sich deutlich zwischen den selbstgehosteten Systemen (WordPress und Joomla) und den Plattform-gehosteten Systemen (Wix, Squarespace und GoDaddy).

Bei ersteren hast Du Out-of-the-Box nicht nur einen Vorsprung in Sachen Geschwindigkeit und Funktionalität, sondern hast auch die Freiheit, nach Herzenslust an Deinem Content herumzubasteln.

Der Code ist Open Source und Du kannst damit machen, was Du willst. Bei Wix und dem Rest kannst Du hingegen nicht so einfach ‚unter der Motorhaube‘ herumschrauben.

Daher halten wir es für besser, unsere Ergebnisse in zwei Gruppen aufzuteilen:

  1. Selbstgehostete CMS-Systeme: WordPress und Joomla
  2. Website-Baukästen: Wix, Squarespace und GoDaddy

WordPress ist insgesamt das für SEO am besten geeignete CMS, während Wix in der Kategorie der Website-Baukästen gewinnt

Wie wir eingangs bereits verraten haben, ist WordPress insgesamt das für SEO am besten geeignete CMS (zumindest Out-of-the-Box). Aber solange Du ein wenig technisch versiert bist, wirst Du eine Joomla Website genauso gut optimieren können wie eine WordPress Website.

Ist dieses Level an Optimierung auch bei Wix möglich? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Aber wenn Du die technischen Skills dafür besitzt, fragen wir uns, warum Du überhaupt Wix nutzen solltest. Denn dort bist Du an den zugrundeliegenden Code und die Serverkonfiguration gebunden.

Damit wollen wir Wix aber keinesfalls schlecht machen. Obwohl die Plattform einige Mängel aufweist, waren wir sehr beeindruckt davon, wie positiv sich Wix in den letzten Jahren entwickelt hat. Dass Wix früher aus SEO-Sicht ein absoluter Albtraum war, ist heute nicht mehr zu erkennen.

Tatsächlich ist Wix der eindeutige SEO Sieger bei den „Website-Baukästen“ und dazu das CMS, das sich seit unserem ersten Test am meisten verbessert hat.Wenn Du also keine Lust hast, Deinen eigenen Code/Server zu pflegen und einfach nur eine Plattform willst, mit der Du schnell eine Website erstellen, Dich auf den Content konzentrieren und die meisten SEO Basics steuern kannst, kann Wix wirklich eine gute Wahl sein. Und wenn sich Wix weiterhin so schnell verbessert, kommst Du sicher schon bald in den Genuss netter neuer Features.

Squarespace hinkt Wix in Sachen SEO Funktionalität hinterher. Dennoch wirst Du hier auf jeden Fall in der Lage sein, eine ganze Reihe wichtiger Onpage Faktoren zu optimieren.

Und wenn Du den GoDaddy Homepage Baukasten nutzt … viel Glück!

Hier noch einmal unsere Gesamtwertung:

Scoring Vergleich

Und die finalen Scores als Übersicht zum Speichern und Teilen:

Übersicht zum Speichern

Und hier kannst Du unsere vollständigen Bewertungen für jedes einzelne CMS nachlesen:

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist SEO-Experte und verhilft seit über sechs Jahren Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen mit maßgeschneiderten SEO-Lösungen und Strategien zu mehr Sichtbarkeit im Internet.

Im Test: Wie gut ist Joomla für SEO geeignet? (2024)

In dieser CMS-Artikelserie sehen wir uns an, wie gut die weltweit beliebtesten CMS-Systeme für SEO geeignet sind.

In den letzten Teil haben wir Wix, Squarespace, GoDaddy und WordPress getestet. In diesem Artikel nehmen wir uns Joomla vor – genauer gesagt, die neueste Version Joomla 5, die im Oktober 2023 erschienen ist.

In der Vergangenheit hatten wir bereits Joomla 3 und Joomla 4 getestet Während Joomla 3 noch einige Lücken in der SEO-Funktionalität aufwies, hat Joomla 4 diese so gut wie alle geschlossen. Jetzt, mit der neuen Version Joomla 5, waren wir besonders gespannt darauf, ob Joomla seine SEO-Funktionalität noch weiter verbessert hat – und es vielleicht sogar auf Platz 1 in unserem Gesamtvergleich schafft?

Lies weiter, um zu erfahren,

  • wie gut Joomla „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine Joomla Website für Google zu optimieren.

Zusammenfassung: Wie gut ist Joomla für SEO geeignet?

Joomla ist ein Open Source CMS. Das bedeutet, Du hast vollständigen Zugriff auf den zugrundeliegenden Code und kannst außerdem Deine eigenen Plugins oder Erweiterungen erstellen, um die Kernfunktionen des Systems zu verändern.

Joomla Startseite

Mit ein wenig Programmierkünsten und etwas Zeit (wenn man sie hat) wagen wir zu behaupten, dass es nichts gibt, das Du nicht tun kannst, um Deine Joomla Website vollständig zu optimieren.

Allerdings wollen wir in dieser Serie herausfinden, wie gut die größten CMS-Systeme Out of the Box für SEO geeignet sind. Abgesehen von ein paar Plugins/Erweiterungen wollen wir unsere Website deshalb relativ einfach halten.

2021 haben wir Joomla 3 getestet. Zwar hat das CMS damals im Großen und Ganzen gut abgeschnitten, aber aus SEO-Sicht gab es definitiv ein paar Mängel. Wir testeten auch Joomla 4 und viele der Mängel, die uns damals auffielen, wurden mit der Version behoben.

Die gute Nachricht?

Joomla 5 ist sogar noch besser!

Über den Admin-Bereich von Joomla kann so ziemlich alles konfiguriert werden, was wir für die Onpage Optimierung steuern wollen. Außerdem waren wir ziemlich beeindruckt davon, wie schnell Joomla 5 Out of the Box ist. Es brauchte nur ein paar kleine Kniffe, um erstklassige Werte bei Googles PageSpeed Insights zu erzielen.

joomla seo

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung bei Joomla getestet

Wie WordPress lässt sich auch Joomla nur schwer isoliert testen, denn ein Großteil der SEO-Performance hängt von individuellen Konfigurationen (d. h. Host/Server) und bestimmten Entscheidungen (Templates/Erweiterungen) ab.

Wie bei unseren vorangegangenen Tests haben wir auch hier versucht, Erweiterungen/Plugins auf ein Minimum zu begrenzen und unsere Website möglichst nah am „Out of the Box“ Zustand zu halten. Dabei haben wir uns außerdem auf die beliebtesten Templates beschränkt.

Wir haben also Folgendes getan:

  1. Wir haben eine kleine Test-Website mit einem A2 Hosting-Abo aufgesetzt (mit denselben Einstellungen wie der Server, auf dem unsere vorherige WordPress Test-Website gehostet war).
  2. Wir haben unserer Website ähnlichen Demo-Content hinzugefügt wie beim Testen unserer anderen Test-Websites.
  3. Wir haben drei Joomla SEO Erweiterungen ausprobiert (und sind bei einer geblieben).
  4. Wir haben zwei der beliebtesten Joomla Templatesgetestet (Helix Ultimate und das Joomla 5 Standard-Template Cassiopeia).
  5. Unsere Tests umfassten eine manuelle Bewertung, die Analyse der WordPress-Websites mit unserem SEO Tool und das Testen mit Tools von Drittanbietern wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix.

Welche SEO-Erweiterungen von Joomla haben wir ausprobiert?

Beim Testen von sowohl Joomla 4 als auch Joomla 5 haben wir insgesamt drei SEO-Erweiterungen getestet:

  1. Joomla sh404sef
  2. Firecoders Route66
  3. 4SEO

Welche wir empfehlen?

Firecoders Route66

Route66 ist für Joomla ähnlich wie YOAST für WordPress und die Nutzung ist sogar kostenlos. Es gibt anständige Snippet-Vorschauen (ein Feature, das bei vielen anderen Joomla SEO Erweiterungen fehlt) und Du hast die volle Kontrolle über alle wichtigen Onpage-Faktoren:

4SEO

Joomla 5 und Route66 gehören einfach zusammen wie Currywurst und Pommes. 😉

Gibt es auch Nachteile?

Nicht wirklich.

Tatsächlich deckt Joomla 5 den Großteil (wenn nicht sogar alle) SEO-Funktionen direkt Out of the Box ab. Auch wenn wir Route66 für ein paar der netten extra Features verwendet haben, braucht man es nicht notgedrungen für die meisten Onpage-Optimierungen.

Joomla SEO: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Bevor wir die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren bei Joomla bewerten, möchten wir kurz auf einige der SEO Vorteile (und Nachteile) der Plattform eingehen. Fangen wir mit den Vorteilen an.

Vorteile: Out of the Box ist Joomla 5 blitzschnell

Joomla 4 war schon ziemlich schnell und das gilt auch für Joomla 5.

Ohne Installation von Erweiterungen erreichte unsere Test-Website (bei Nutzung von Cassiopeia) bei den Google PageSpeed Insights für Mobile einen eindrucksvollen Wert von 93/100.

Page Speed Insights Ergebnis für Joomla Website

Und wir haben wirklich nicht sonderlich viel zur Optimierung der Geschwindigkeit getan.

Anmerkung: Joomla 5 ist Out of the Box wirklich blitzschnell. Allerdings kann die Geschwindigkeit durch schlecht optimierte Templates oder suboptimale Serverkonfigurationen verlangsamt werden. In unserem Leitfaden zur Page Speed Optimierung findest Du eine Menge Tipps, wie Du genau das verhindern kannst.

Nachteile: Im Vergleich zu anderen CMS weniger Ressourcen, wenn Du Einstellungen anpassen willst

In dieser Serie geht es zwar primär um grundlegende SEO Funktionen, doch vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem Du eigenen Code einfügen oder etwas von der ursprünglichen Konfiguration abweichen möchtest, die Dir Joomla Out of the Box bietet.

Zugegebenermaßen suchen wir hier wahrscheinlich das Haar in der Suppe …

Auch bei anderen CMS ist das so, aber wir haben es zuvor nicht bemängelt. Im Vergleich zu einem CMS wie WordPress gibt es allerdings weniger Ressourcen für etwas fortgeschrittenere Änderungen, die auch für Anfänger gut verständlich sind.

Natürlich ist das kein Dealbreaker. Joomla macht die meisten Dinge sehr einfach und mit der Nutzung von Plugins sind individuelle Änderungen nur sehr selten notwendig.

Gravierendste Probleme: Out of the Box sind viele SEO Einstellungen schwer auffindbar

Es kann passieren, dass Du im Standard-Kontrollzentrum schnell grundlegende SEO-Einstellungen übersiehst.

Bei einem Artikel zum Beispiel ist der Meta Title unter dem „Optionen“ Tab versteckt:

Seitentitel im Browser

Die Meta Description hingegen befindet sich unter dem Tab „Veröffentlichung“.

Meta-Beschreibung

Würde es nicht mehr Sinn machen, beides an einer Stelle zu haben?

Onpage SEO Basics: Wie schneidet Joomla ab?

Sehen wir uns jetzt die Steuerbarkeit einiger grundlegender Onpage SEO-Faktoren an. Sind sie bei Joomla alle abgedeckt?

Im Großen und Ganzen schon. Wir hätten uns vielleicht eine bessere Steuerbarkeit der Templates für Meta Titles und Descriptions gewünscht, aber ansonsten bist Du mit Joomla 5 und der Route66-Extension ziemlich gut bedient.

Hier noch einmal unsere Zusammenfassung:

joomla seo

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. SEO Tools wie Seobility helfen Dir bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking Deiner Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Können bei Joomla festgelegt werden: ja

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Die gute Nachricht ist, dass Du Meta Titles und Descriptions in Joomla 5 selbst festlegen kannst. Du musst allerdings wissen, wo.

Der Meta Title (wird als „Seitentitel im Browser“ bezeichnet) ist ganz unten im „Optionen“-Tab versteckt.

Beitrag bearbeiten > Optionen > Seitentitel im Browser

Seitentitel im Browser

Die Description hingegen ist unter dem „Veröffentlichung“-Tab zu finden.

Beitrag bearbeiten > Veröffentlichung > Metadaten > Meta-Beschreibung

Meta-Beschreibung

Unserer Meinung nach würde es mehr Sinn machen, beides an einer Stelle zu haben, aber das ist natürlich kein Weltuntergang.

Bei Verwendung von Route66 hast Du einen extra SEO-Reiter, über den Du ein Ziel-Keyword festlegst und eine Vorschau erhältst, wie Dein Beitrag in den SERPs aussehen wird.

Dir wird hier auch ein SEO-Score angezeigt, ähnlich wie bei Yoast für WordPress.

search engine preview

Nicht schlecht, oder?

Leider gibt es aber keinen einfachen Weg, um Templates für Meta Titles zu erstellen.

Du kannst lediglich über die globale Konfiguration Deiner Website den Website-Namen als Präfix oder Suffix in Deine Meta Titles integrieren.

System > Konfiguration > Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Websitename auch im Seitentitel

Wenn Du selbst coden kannst, kannst Du natürlich auch ein dynamisches Format für Deine Titles oder Descriptions erstellen (hier die Anleitung).

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Kann bei Joomla festgelegt werden: ja

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs mit einer Länge von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Frühere Versionen von Joomla haben bereits suchmaschinenfreundliche URLs unterstützt. Allerdings war der Prozess ein wenig knifflig und es war deutlich einfacher, dies über eine Erweiterung zu lösen.

Zum Glück ist die Aktivierung (und Verwaltung) suchmaschinenfreundlicher URLs seit Joomla 4 sehr viel einfacher. Und auch in Joomla 5 ist das nicht anders.

Zuerst aktivierst Du im Bereich “Suchmaschinenoptimierung (SEO)” in der Konfiguration die Punkte “Suchmaschinen-freundliche URL“ und „URL-Rewrite nutzen“.

System > Konfiguration > Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinen-freundliche URLs aktivieren

Nach Aktivierung musst Du die htaccess.txt (im Root Directory Deiner Website zu finden) in .htaccess umbenennen, falls Du das noch nicht getan hast.

.htaccess umbenennen

Anschließend kannst Du das „Alias“-Feld in der Beitragsbearbeitung nutzen, um für einzelne Artikel suchmaschinenfreundliche Slugs festzulegen.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URLs

Können bei Joomla festgelegt werden: ja

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Route66 kümmert sich automatisch um übereinstimmende URLs, indem es eine Canonical URL hinzufügt, die auf die Hauptseite verweist. Dadurch werden die häufigsten Auslöser für Duplicate Content schonmal abgedeckt.

Wenn Du dies genauer steuern möchtest, brauchst Du ein “Canonicalization” Plugin, aber davon gibt es bei Joomla eine ganze Menge.

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Ist bei Joomla möglich: ja

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

In Joomla 5 kannst Du dies im Tab “Veröffentlichung” im Bearbeitungsmodus von Beiträgen tun.

Beitrag bearbeiten > Veröffentlichung > Metadaten > Robots

Einstellungen für die Robots.txt

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei Joomla festgelegt werden: ja

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

Joomla unterstützt alle Überschriften-Tags von h1 bis h6. Diese werden in der deutschen Version von Joomla als “Kopfzeile” bezeichnet.

Überschriften in Joomla

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Schema-Markup

Steuerbar bei Joomla: ja

Strukturierte Daten (auch als Schema bekannt) helfen Google dabei zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit strukturierten Daten und deren Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Du hast mehrere Möglichkeiten, um Deiner Joomla Website und Deinen Unterseiten Schema-Markup hinzuzufügen.

Zunächst gibt es diverse darauf spezialisierte Erweiterungen, wie diese hier von tassos.gr (als kostenlose und kostenpflichtige Version erhältlich). Damit kannst Du ganz einfach Schema hinzufügen. Manche Erweiterungen machen sogar alles automatisch für Dich.

Du kannst Schema-Markup aber auch direkt in Joomla 5 verwalten.

Gehe auf Artikel bearbeiten > Schema und klicke zur Einrichtung auf den Link.

Schema und klicke zur Einrichtung

Dann kannst Du das Schema für Dein Unternehmen hinzufügen und auf „Speichern“ klicken. Anschließend gehst Du zurück auf Deinen Beitrag und klickst erneut das Schema-Tag an.

Jetzt solltest Du Deinen Seiten und Artikeln Schema.org Markup hinzufügen können.

Regel erstellen - Schritt 1

Nun brauchst Du es nur auszufüllen und fertig!

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Bei Joomla möglich: ja

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  • ALT-Attribut (für Screenreader und Suchmaschinen)
  • Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  • Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Der Bilder-Standardeditor von Joomla 5 unterstützt Alt Attribute. Du kannst außerdem den Titel ändern und Attribute für Breite und Höhe festlegen.

Regel erstellen - Schritt 2

Außerdem verändert Joomla nicht den Dateinamen, d.h. wenn Du Dein Bild mit einem aussagekräftigen Namen hochlädst, bleibt dieser auch erhalten.

Was die Optimierung der Dateigröße angeht, musst Du allerdings anders vorgehen.

Deine Möglichkeiten sind entweder:

a) Komprimiere Deine Bilder vor dem Upload (das ist immer empfehlenswert, egal welches CMS Du verwendest) oder
b) installiere eine Erweiterung, die Deine Bilder für Dich komprimiert.

Wenn Du Dich für die zweite Variante entscheidest, kannst Du hierfür die Image Recycle Erweiterung nutzen.

Image Recycle Erweiterung

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HTTPS

Läuft Joomla über HTTPS? ja

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Und heutzutage gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Du (oder Dein Hosting-Anbieter) musst selbst dafür sorgen, dass Deine Joomla Website über HTTPS läuft.

Allerdings werden Dir fast alle Hosting-Anbieter ein TLS-Zertifikat ausstellen und sicherstellen, dass es richtig konfiguriert ist.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Kann bei Joomla hinzugefügt werden: ja

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.

Vielleicht hast Du einen Bereich mit User Generated Content und willst nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

Da Joomla selbst-gehostet ist, kannst Du mit FTP oder Deinem Dateimanager direkt Deine robots.txt Datei bearbeiten.

In den Joomla-Leitfäden gibt es eine Seite zum Thema Robots.txt, die Dir erklärt, wie das funktioniert. Du kannst alternativ aber auch eine Reihe kostenloser oder kostenpflichtiger Plugins nutzen.

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Werden durch Joomla erstellt: ja

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

Route66 erstellt automatisch eine XML Sitemap für Deine Joomla-Website. Du brauchst nur die gewünschten Konfigurationen auszuwählen und Route66 erledigt den Rest!

Komponenten > Route66 > Sitemaps

Sitemaps in 4SEO

Wie Du siehst, kannst Du bestimmte Seiten und Bilder ausschließen und diverse andere Konfigurationen wählen.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Ist Joomla für Mobile geeignet?

Mit einem Wort: ja

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren mittlerweile sogar die mobile Version Deiner Website.

Die meisten Joomla Templatess sind für Mobile geeignet. Wenn das bei Deinem nicht der Fall ist, solltest Du ein anderes Template wählen. Ganz einfach eigentlich.

Fazit: Joomla ist in Verbindung mit der Erweiterung Route66 hervorragend für SEO geeignet

Joomla gibt es schon sehr lange und die Community ist relativ groß.

Das bedeutet, dass es für die meisten Deiner technischen SEO Anforderungen Lösungen gibt (sei es über eine Erweiterung oder etwas Bastelei am Code).

Beim Testen von Joomla 3 sind uns das veraltete Admin-Interface und die fehlenden SEO-Funktionen negativ aufgefallen. Deshalb waren wir der Meinung, dass WordPress für SEO und generell als CMS die bessere Wahl sei.

Doch bereits Joomla 4 hat diese Lücken geschlossen und das attraktive, moderne Interface hat Joomla für neue User sicherlich sehr viel ansprechender gemacht.

Und Joomla 5 ist sogar noch besser! Es ist leistungsstark und hat viele integrierte SEO-Funktionen.

Und was noch dazukommt: Joomla ist wirklich sehr schnell!

Nachdem Joomla im Laufe der Jahre fast in Vergessenheit geriet und den Mitbewerbern einen Vorsprung ermöglichte, ist Joomla inzwischen zurückgekehrt wie der Phoenix aus der Asche.

Mit ein bisschen Wissen und einer durchdachten SEO-Strategie gibt es also keinen Grund, warum Deine Joomla Website bei Google nicht gut ranken sollte.

Wenn Du bereits eine Website hast, die über Joomla läuft, empfehlen wir Dir die folgenden Schritte:

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist SEO-Experte und verhilft seit über sechs Jahren Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen mit maßgeschneiderten SEO-Lösungen und Strategien zu mehr Sichtbarkeit im Internet.

Neben Joomla haben wir uns auch die Onpage SEO Möglichkeiten in Wix, Squarespace, GoDaddy und WordPress angesehen. Außerdem haben wir die SEO Vor- und Nachteile jedes CMS in einer finalen Zusammenfassung verglichen und das aktuell für SEO am besten geeignete CMS zum Sieger gekürt.