Im Test: Wie gut ist WordPress für SEO geeignet? (2024)

In dieser CMS-Artikelserie sehen wir uns an, wie gut die weltweit beliebtesten CMS-Systeme für SEO geeignet sind.

Bisher haben wir Wix, Squarespace und GoDaddy getestet. Bei allen dreien handelt es sich um Systeme, bei denen Du Deine Website nicht selber hostest, da diese auf den Servern des jeweiligen Anbieters (also z.B. auf einem Wix Server) liegt.

In diesem Artikel sehen wir uns WordPress an – ein CMS, das im Gegensatz dazu auch selbst gehostet werden kann.

Lies weiter, um zu erfahren,

  • wie gut WordPress im Jahr 2024 „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine WordPress-Website für Google zu optimieren.

Fangen wir mit einer Zusammenfassung an.

Zusammenfassung: Wie gut ist WordPress für SEO geeignet?

WordPress ist das weltweit beliebteste CMS. Die Websites, die über WordPress betrieben werden, reichen von kleinen Blogs bis zu Multimilliarden-Dollar-Konglomeraten. Selbst die Website des Weißen Hauses läuft über WordPress.

wordpress website showcase

Es sollte also keine große Überraschung sein, dass WordPress ausgezeichnet für SEO geeignet ist. Zumindest unter den richtigen Voraussetzungen.

WordPress ist ein Tool und wie bei jedem Tool musst Du wissen, wie es genutzt wird. Wir vermuten, dass es für jede gut optimierte WordPress-Website ein Vielfaches an schlecht optimierten Websites gibt. Allerdings liegt das Problem in diesem Fall eher bei den Betreibern der Websites als am Tool selbst.

Denn mit:

  • ein paar Plugins,
  • dem richtigen Theme,
  • zuverlässigen SEO-Daten
  • und dem nötigen Wissen

gibt es wirklich nichts, worauf Du verzichten müsstest, wenn Du Deine WordPress-Website für Suchmaschinen optimieren möchtest.

WordPress SEO Scoring

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung bei WordPress getestet

In vielerlei Hinsicht war es schwieriger, WordPress isoliert zu testen, als bei den anderen CMS-Systemen in dieser Serie.

Das liegt zum Teil daran, dass wir mit WordPress eigentlich seit der Markteinführung im Jahr 2003 arbeiten und es quasi konstant testen. Wir kennen daher alle Makel und wissen, wie wir diese umgehen können.

wordpress 2003
So sah WordPress 2003 aus – Quelle: WPBeginner

Hinzu kommt, dass WordPress Websites selbst gehostet werden können, was uns eine höhere Anzahl an Testvariablen ermöglicht.

Website-Builder wie Wix oder Squarespace sind relativ einfach zu testen und es lassen sich schnell allgemeine Schlüsse ziehen. Denn jede Wix-Website wird von Wix gehostet, hat dieselbe Server-Konfiguration und denselben zugrundeliegenden Code.

Bei einem selbst gehosteten CMS wie WordPress hingegen hast Du vollständigen Zugriff auf die zugrundeliegende Plattform und kannst nach Lust und Laune herumexperimentieren. Du kannst wählen, wo Du Deine WordPress-Website hosten willst, wie Du Deinen Server konfigurierst usw. Und das wiederum hat Einfluss auf Geschwindigkeit, Stabilität und Performance.

Wir haben also Folgendes getan:

  1. Wir haben eine kleine Test-Website auf einem A2 Hosting Plan aufgesetzt.
  2. Wir haben auf unserer Website ähnlichen Demo-Content hinzugefügt wie bei den Tests von Wix, Squarespace und GoDaddy.
  3. Wir haben gleich am Anfang ein Plugin installiert, und zwar YOAST SEO (es gibt jedoch auch drei andere Plugins, die wir Dir empfehlen können – dazu später mehr).
  4. Wir haben drei der beliebtesten WordPress Themes getestet (Twenty Twenty-Four, Astra und GeneratePress).
  5. Wir haben drei beliebte Page Builder getestet (Thrive Architect, Elementor und Oxygen Builder).
  6. Unsere Tests umfassten eine manuelle Bewertung, die Analyse der WordPress-Websites mit unserem SEO Tool und Tests mit Tools von Drittanbietern wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix.

War es fair, das YOAST SEO-Plugin zu installieren? Heißt das nicht, dass wir im Grunde keine „Out-of-the-Box“ WordPress-Installation getestet haben?

Unserer Meinung nach ist es durchaus fair. YOAST wird auf mehr als 5 Mio. WordPress Websites genutzt und es ist allgemein bekannt, dass man ein SEO-Plugin (auch wenn es nicht unbedingt YOAST sein muss) zur Optimierung einer WordPress-Website benötigt.

Die Standardversion von YOAST ist noch dazu kostenlos, so dass bei der Installation keine Zusatzkosten auf Dich zukommen.

WordPress SEO: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Bevor wir die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren bei WordPress bewerten, möchten wir kurz auf einige der SEO Vorteile (und Nachteile) der Plattform eingehen. Fangen wir mit den Vorteilen an.

Vorteile: Es gibt nichts, was bei der Optimierung Deiner WordPress-Website nicht möglich ist

Es ist gar nicht so einfach, sich bei WordPress für ein SEO „Highlight“ zu entscheiden, denn der große Vorteil der Plattform ist, dass Dir für die Optimierung alle Möglichkeiten offenstehen.

Klar, Du brauchst ein oder zwei Plugins – aber wenn Du weißt, was Du verbessern musst (ein SEO Audit mit Seobility kann hier hilfreich sein), gibt es wirklich nichts, was Du nicht tun kannst, um Deine Website zu optimieren und Deine Rankings zu verbessern.

Und wenn Du Schwierigkeiten bei der Optimierung eines bestimmten Elementes hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass jemand anderes auch schon einmal mit diesem Problem zu kämpfen hatte und darüber geschrieben hat. In den meisten Fällen ist die Lösung für Deine SEO-Probleme nur eine kurze Google-Suche entfernt.

Google Suche

Das Highlight von WordPress ist also tatsächlich, dass Dir alle Möglichkeiten zur Optimierung Deiner Website zur Verfügung stehen. Das Sahnehäubchen ist die riesige Community an Usern und tonnenweise Informationen und Leitfäden im Internet, mit denen Du schnell Antworten auf alle Fragen findest.

Nachteile: Viele Themes wurden ohne Berücksichtigung ihrer SEO-Performance entwickelt

Die Auswahl eines Themes kann für den Erfolg oder Misserfolg einer WordPress-Website entscheidend sein. Wir werden in unserer WordPress SEO-Checkliste am Ende dieses Artikels näher auf diesen Punkt eingehen. An dieser Stelle sei nur gesagt, dass viele Onlineshop-Themes nicht unter Berücksichtigung ihrer SEO-Performance entwickelt wurden.

Einige Themes, die toll aussehen, können verbuggt und langsam sein. Oft ist man dann auf dieses Theme beschränkt oder es wird zumindest nicht einfach, es später zu ändern.

Du solltest also unbedingt ein schnelles, gut-optimiertes Theme auswählen, das aktiv vom Entwickler verwaltet wird. Denn was nützt Dir eine schicke Website, wenn niemand sie bei Google findet?

Gravierendste Probleme:

Es gibt bei WordPress eigentlich nicht viel, was als „gravierendes“ SEO-Problem bezeichnet werden kann.

Wenn man nach einem Grund zum Nörgeln sucht, kann man vielleicht bemängeln, dass mehr SEO-Funktionalitäten eingebaut werden sollten, so dass man keine externen Plugins benötigt.

Wir würden diesem Argument aber wahrscheinlich widersprechen. Wenn es ein richtig gutes Plugin (oder Plugins) gibt, das eine bestimmte Aufgabe erledigt, ist es dann nicht besser, wenn WordPress den Entwicklungsaufwand in die Verbesserung der Kernfunktionen des CMS steckt? Unserer Meinung nach ja.

Dazu kommt die überwältigende Menge an Anpassungs- und Einrichtungsmöglichkeiten sowie verschiedene Hosting-Anbieter, Themes und Plugins. Das könnte im Vergleich zu Plattformen wie Wix, bei denen man direkt loslegen kann, als Hürde ausgelegt werden.

Man kann dies nicht wirklich als Nachteil bezeichnen, aber Dir sollte bewusst sein, dass die Einrichtung Deiner Website etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, insbesondere, wenn Du vorher noch nie mit WordPress gearbeitet hast.

Onpage SEO Basics: Wie schneidet WordPress ab?

Sehen wir uns jetzt die Steuerbarkeit einiger grundlegender Onpage SEO-Faktoren bei WordPress an. Sind sie bei WordPress alle abgedeckt?

Aber hallo! Mit 2-3 zusätzlichen Plugins gibt es wirklich nichts, worauf Du bei der Optimierung Deiner WordPress-Website verzichten musst. Hier noch einmal unsere Zusammenfassung:

WordPress SEO Scoring

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. SEO Tools wie Seobility helfen Dir bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking Deiner Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Können bei WordPress festgelegt werden: ja

Hinweis: Für die Beispiele in diesem Abschnitt nutzen wir das YOAST SEO Plugin. In unserer Checkliste am Ende des Artikels kannst Du nachlesen, warum wir YOAST gewählt haben.

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Wenn Du YOAST installierst, kannst Du Meta Title und Description für jeden Beitrag und jede Unterseite Deiner WordPress-Website festlegen.

Dazu erhältst Du eine Vorschau davon, wie Dein Snippet sowohl auf mobilen Geräten als auch auf dem Desktop aussehen wird.

Vorschau des Suchergebnis-Snippets in Yoast

Und wie sieht es mit Templates für Meta Title und Description aus?

Gibt es auch. YOAST ermöglicht es Dir, Standardformate für jede Seite, Beitrags-Art und Taxonomie (Kategorien, Tags usw.) festzulegen.

Hier siehst Du als Beispiel ein Template für Kategorieseiten (SEO > Darstellung in der Suche > Kategorien und Tags):

Taxonomien in Yoast

Wenn Du einen individuellen Title oder eine Description für eine einzelne Seite (oder Kategorie) festlegst, wird diese Standardeinstellung überschrieben.

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Kann bei WordPress festgelegt werden: ja

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs mit einer Länge von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Out of the box nutzt WordPress den Titel der Seite als Slug. Du kannst allerdings den Slug für jede Unterseite und jeden Beitrag Deiner Website individuell festlegen.

Dir stehen mehrere Möglichkeiten dafür zur Verfügung. Am einfachsten ist es jedoch im Dashboard auf “Beiträge” zu gehen, mit der Maus auf den Post zu gehen und dann auf „Quick Edit“ zu klicken.

URL Slug in WordPress festlegen

Hinweis: Wenn Du eine URL auf Deiner Website veränderst, solltest Du einen 301-Redirect einrichten, um die alte URL auf die neue weiterzuleiten. Wir empfehlen Dir dafür das kostenlose Redirection Plugin.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URLs

Können bei WordPress festgelegt werden: ja

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Unter dem „Erweitert“ Tab des YOAST SEO Panels findest Du für jeden Beitrag oder jede Unterseite Deiner Website ein Feld zum Festlegen Deiner Canonical URL.

Canonical URL mit Yoast festlegen

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Ist bei WordPress möglich: ja

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

Um eine einzelne Seite oder einen einzelnen Beitrag auf noindex zu setzen, musst Du im YOAST SEO Panel unter „Erlaube Suchmaschinen diesen Beitrag in den Suchergebnissen anzuzeigen?“ die Option „Nein“ auswählen.

Seiten mit Yoast auf noindex setzen

Du kannst außerdem in den allgemeinen Einstellungen von YOAST eine bestimmte Art von Beiträgen oder eine Taxonomie standardmäßig auf noindex setzen.

Im unteren Beispiel haben wir die Tags auf noindex gesetzt, indem wir „Zeige Beiträge in den Suchergebnissen“ (“Show tags in search results”) deaktiviert haben.

Yoast SEO > Einstellungene > Tags

noindex für bestimmte Inhaltstypen

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei WordPress festgelegt werden: ja

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

WordPress unterstützt die ganze Bandbreite von Überschriften-Tags von h1 bis h6.

Überschriften Tags in WordPress

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Schema Markup

Steuerbar bei WordPress: ja

Schema Markup sind strukturierte Daten, die Google dabei helfen zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit strukturierten Daten und deren Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Wenn Du Yoast installiert hast, kannst Du auf Deiner WordPress-Website einen Standard-Seitentyp für das Schema-Markup einstellen.

Schema-Markup einstellen

Du kannst diesen Standard auch für einzelne Seiten oder Beiträge überschreiben, indem Du den „Seitentyp“ im Schema-Tab über das YOAST Panel der Seite änderst.

Standard-Seitentyp für Schema-Markup

Yoast deckt die meisten gängigen Anwedungsfälle für Schema Markup ab. Wenn Du etwas spezielleres brauchst, kannst Du eines von vielen weiteren Plugins nutzen oder den Schema-Code manuell zur Seite hinzufügen (in diesem Artikel erfährst Du, wie das geht).

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Bei WordPress möglich: ja

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  • ALT-Attribut (für Screenreader und Suchmaschinen)
  • Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  • Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Out-of-the-Box ist WordPress gut für die Bearbeitung von ALT-Attributen und Dateinamen eingerichtet. Du kannst über die Block-Einstellungen (Gutenberg) jedem Bild ALT-Attribute hinzufügen.

Schema-Seitentyp überschreiben

WordPress verunstaltet auch nicht Deine Dateinamen, wenn Du ein Bild hochlädst. Solange Du Deine Datei vor dem Upload mit einem SEO-freundlichen Dateinamen speicherst, kann nichts schiefgehen.

Was die Dateigröße betrifft, empfehlen wir Dir, Deine Bilder bereits vor dem Upload zu komprimieren oder ein Plugin wie Imagify zu nutzen, um sicherzustellen, dass Deine Bilder vollständig komprimiert sind.

Erfahre mehr über Bilder SEO

HTTPS

Läuft WordPress über HTTPS? ja

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Heutzutage gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Du (oder Dein Hosting-Anbieter) musst selbst dafür sorgen, dass Deine WordPress-Website über HTTPS läuft. Aber bei so gut wie allen WordPress Hosting-Anbietern ist das der Fall.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Kann bei WordPress hinzugefügt werden: ja

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.
Vielleicht hast Du einen Bereich mit User Generated Content und willst nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

Du kannst entweder FTP nutzen, um Deine robots.txt Datei direkt zu editieren, oder ein Plugin nutzen (wie Rankmath), um Deine robots.txt Datei im Adminbereich von WordPress zu verwalten.

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Werden durch WordPress erstellt: ja

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

YOAST generiert automatisch Sitemaps für alle Beiträge, Unterseiten und Taxonomien Deiner WordPress-Website.

Wenn Du eine einzelne (oder mehrere) Seiten auf noindex setzt, werden sie automatisch aus der Sitemap entfernt.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Ist WordPress für Mobile geeignet?

Mit einem Wort: ja (unter der Bedingung, dass Du ein geeignetes Theme gewählt hast)

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren mittlerweile sogar die mobile Version Deiner Website.

Die meisten WordPress Themes sind für Mobile geeignet. Wenn das bei Deinem nicht der Fall ist, solltest Du ein anderes Theme wählen.

Unter “Mobile Usability” (Deutsch: “Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten”) zeigt Dir Google Probleme bei der mobilen Optimierung an

Bonus: WordPress SEO-Checkliste

Du willst die Suchmaschinenoptimierung Deiner WordPress-Website verbessern? In diesem Abschnitt findest Du eine Checkliste dafür, was Du brauchst und was Du tun musst, um Deine WordPress-Website vollständig zu optimieren.

1. Wähle ein schlankes, schnelles Theme

Wenn es einen Faktor gibt, der bei einer WordPress-Website die Performance mehr als alles andere beeinflusst, dann ist das die Wahl des Themes.

Wähle ein geeignetes Theme und Du hast den Grundstein für eine solide Onpage-Optimierung gelegt. Wenn Du das falsche Theme wählst, wird Dir das den Kampf um die vorderen Ränge bei Google erheblich erschweren. Es stehen Dir buchstäblich Tausende von Themes zur Auswahl.

WordPress Themes

Und das sind nur die kostenlosen. Worauf solltest Du also bei der Wahl eines Themes achten?

Wir raten dazu, ein Theme zu wählen, das schlank und einfach anpassbar ist. Deshalb sind wir große Fans von GeneratePress.

generatepress

Es ist gut programmiert, bietet großartigen Support und – was am wichtigsten ist – es ist blitzschnell. Out-of-the-Box bringt es also eine sehr gute Performance.

Mit einer ordentlich konfigurierten WordPress-Website, die auf GeneratePress läuft, wirst Du die PageSpeed Insights und Core Web Vitals Tests mit Bravour bestehen.

pagespeed generatepress

Das Kern-Theme von GeneratePress ist kostenlos (und dürfte für viele ausreichend sein). Wenn Du allerdings 59 US-Dollar (ca. 50 Euro) für das Premium Addon investieren möchtest, erhältst Du noch sehr viel mehr Möglichkeiten zum Bearbeiten Deiner Layouts.

Aber es gibt noch andere gute Optionen, zum Beispiel Twenty Twenty-Four.

wordpress page builder meme

Und Astra.

wordpress page builder

Du bist auf der Suche nach schnellen Themes? Hier findest Du eine Liste der schnellsten WordPress-Themes, auf der GeneratePress übrigens ganz oben steht. (Das ist jetzt schon seit Jahren der Fall, was eine Menge über das Theme und die Entwickler aussagt.)

2. Verzichte auf WordPress Page Builder, bzw. nutze einen gut optimierten

Page Builder machen es sehr einfach, komplexe, optisch ansprechende Layouts zu erstellen. Zu den beliebtesten WordPress Page Buildern gehören:

  • Thrive Architect
  • Elementor
  • Divi
  • Beaver Builder

Sie alle machen es sehr einfach, Seiten zu gestalten, die ziemlich cool aussehen. Wo liegt also das Problem?

Tja, leider können Page Builder Unmengen von Code Bloat verursachen und Deine Website so sehr langsam machen. Die Website sieht dann zwar schön aus, aber der zugrunde liegende Code wahrscheinlich nicht.

In der Vergangenheit haben vieleWordPress Page Builder Skripte und Styles standardmäßig für jedes einzelne Feature auf jeder einzelnen Seite geladen, egal ob man sie braucht oder nicht.

wordpress page builder meme

Zum Glück machen die meisten Page Builder es heute besser. Thrive zum Beispiel versucht die Probleme mit der Geschwindigkeit durch Project Lightspeed in den Griff zu bekommen und auch Divi hat sich verbessert.

Auch wenn man in der Regel besser ganz darauf verzichtet, kann die Nutzung dennoch sinnvoll sein, wenn Du dadurch eine nutzerfreundlichere Website erstellen kannst als ohne.

Achte nur darauf, einen zu nutzen, der auf Performance ausgerichtet ist. Zum Beispiel dieser hier:

oxygen builder

Streng genommen ist Oxygen eigentlich eher ein Theme Builder als ein Page Builder. Das bedeutet, dass Oxygen Dein Theme ersetzt und Dir aus dem Builder heraus die Bearbeitung Deiner gesamten Website ermöglicht (Header, Footer, Layout).

Warum uns das gefällt? Ganz einfach: Der Code ist wirklich super sauber (so gut wie von Hand programmiert) und Seiten, die über Oxygen erstellt werden, sind frei von Code-Bloat. Du nutzt auf einer Seite ein bestimmtes Skript nicht? Dann lädt Oxygen es auch nicht.

Das Video unten gibt Dir einen guten Überblick darüber, wie Oxygen im Vergleich zu anderen Page Buildern abschneidet.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass der Code von Oxygen sehr sauber ist und ein schnelles Laden der Website ermöglicht.

Hier ein Beispiel für einen Lighthouse Test für eine stark besuchte Startseite, die von Thrive Architect auf Oxygen Builder umgestellt wurde.

thrive architect vs oxygen builder

Das Layout blieb dabei unverändert und dennoch wurde die Ladegeschwindigkeit durch die Umstellung um einiges schneller.

Wenn Du also einen Page Builder für Deine WordPress-Website verwenden willst, können wir Dir Oxygen ans Herz legen.

3. Stelle sicher, dass Deine Website indexiert werden kann

Das versteht sich wahrscheinlich von selbst, aber wir weisen dennoch darauf hin: Wenn Google Deine Website nicht indexieren kann, wirst Du nie in den Suchergebnissen ranken.

Klicke auf Einstellungen > Lesen im Admin-Menü von WordPress und stelle sicher, dass das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren…“ nicht gesetzt ist.

Sichtbarkeit für Suchmaschinen in WordPress festlegen

4. Nutze SEO-freundliche Permalinks

Die Standardstruktur für Permalinks bei WordPress ist nicht gerade perfekt für SEO geeignet. Aber zum Glück kann man das innerhalb von zwei Sekunden in den Griff bekommen.

Klicke einfach auf Einstellungen > Permalinks und ändere das Standardformat, sodass es einfacher zu lesen ist.

Permalink Einstellungen in WordPress

Für viele Websites ist die Variable „postname“ perfekt:

example.com/der-name-des-posts/

Wenn Du allerdings eine große Website mit vielen verschiedenen Bereichen hast, solltest Du Deinen URLs Kategorien hinzufügen, um alles schön ordentlich zu halten:

example.com/kategorie/name-des-posts/

In jedem Fall solltest Du die Standardeinstellung ändern.

Dies ist nur die Einstellung für das allgemeine Format/die allgemeine Struktur von Permalinks. Du musst Deine individuellen Slugs (d. h. „name-des-posts“ im Beispiel oben) dennoch für jede Seite optimieren.

Hinweis: Durch das Ändern der Permalinks entstehen mehrere URLs für Deine Beiträge. Bei einer Website mit bereits veröffentlichten Beiträgen soltest Du daher 301 Redirects einbauen, um SEO-Probleme und 404 Fehler zu vermeiden.

5. Installiere eines dieser kostenlosen SEO-Plugins

Um eine WordPress-Website vollständig optimieren zu können, solltest Du ein SEO-Plugin installieren.

Für WordPress stehen Dir eine ganze Reihe kostenloser SEO-Plugins zur Verfügung. Es gibt aber zwei, die sich von den anderen besonders abheben:

1. YOAST

Yoast SEO Plugin

2. Rank Math

Rank Math SEO Plugin

Welches Du nutzen möchtest, ist Dir überlassen. Beide sind eine gute Wahl und ermöglichen Dir die Steuerung der meisten technischen SEO-Faktoren, die Du nur mit WordPress nicht konfigurieren kannst.

Da wir allerdings schon seit Ewigkeiten YOAST nutzen, haben wir auch für unsere Beispiele zu den „Onpage SEO Basics“ dieses Plugin verwendet.

6. Installiere ein Caching-Plugin (und halte Dich an unseren Pagespeed-Guide)

Wenn Deine Website relativ schlicht ist (und Du ein schnelles Theme verwendest), kannst Du diesen Schritt eventuell überspringen.

Out-of-the-Box und ohne langsames Theme oder exzessive Plugins/Widgets ist WordPress ziemlich schnell.

Wir haben beispielsweise eine einfache Seite getestet, die über GeneratePress läuft (Text + ein Bild) und einen mobilen PageSpeed Insights Score von 96/100 ohne Caching oder weiteres Optimieren erreicht.

Pagespeed Insights Ergebnis ohne Caching oder weiteres Optimieren

Und klar, man sollte eigentlich erwarten, dass eine so einfache Seite schnell lädt. Aber hier einmal zum Vergleich der Pagespeed-Score einer ähnlich einfachen Seite, die wir zum Testen von GoDaddys Homepage-Baukasten erstellt haben.

Testen von GoDaddys Homepage-Baukasten

Das ist ein ganz schöner Unterschied, oder? Was wir damit sagen wollen ist, dass WordPress an sich wirklich schnell ist. Erst das, was wir als Betreiber der Website hinzufügen, ist das, was die Website langsam macht.

Und seien wir ehrlich: Wir haben doch alle eine Schwäche für schicke Website-Features und Widgets. Dadurch kann selbst bei einem schnellen Theme die Ladegeschwindigkeit schnell gedrosselt werden.

Wenn Deine WordPress-Website aus allen Nähten platzt, sollte also Dein erster Schritt sein, ein Caching-Plugin zu installieren. Unsere Empfehlung? WP Rocket.

WP Rocket

In vielerlei Hinsicht wird man WP Rocket nicht gerecht, wenn man es lediglich als „Caching Plugin“ bezeichnet. Es bietet nämlich noch viel mehr Features, die Dir dabei helfen, Deine WordPress-Website schneller zu machen.

Hier findest Du eine ausführliche Anleitung für die Konfiguration von WP Rocket.

Zusätzlich findest Du in unserem Leitfaden zur Pagespeed-Optimierung für WordPress unzählige praktische Tipps dafür, wie Du Deine WordPress-Website schneller machen kannst.

7. Installiere ein Plugin zur Bildoptimierung

Bilder sind oftmals die Elemente, die eine Seite am „schwersten“ machen. Daher ist es auch so wichtig, sie zu komprimieren und die Dateigröße möglichst klein zu halten.

Aber Du hast wahrscheinlich Besseres zu tun, als Deine Website durchzugehen und manuell jedes Bild zu optimieren.

Daher haben wir gute Nachrichten für Dich. Es gibt ein nettes WordPress Plugin namens Imagify, das genau das für Dich übernimmt.

wordpress caching plugins

Und was noch besser ist: Imagify kann außerdem Webp-Versionen Deiner Bilder erstellen (und ausliefern). Hierbei handelt es sich um ein leichtgewichtiges Format, das von Google empfohlen wird.

das von Google empfohlen wird

Hier kannst Du Dir Imagify für Deine WordPress-Website herunterladen.

8. Crawle Deine Website „wie Google“, um Onpage SEO Probleme und Optimierungspotenziale zu entdecken

Wäre es nicht großartig, wenn Du Deine Website wie Google crawlen könntest, um die technischen SEO-Probleme zu finden, die Deinen Rankings im Wege stehen?

Und ob. Und weißt Du was? Mit Seobility ist das möglich! 🙂 Du kannst ganz einfach mit unserem SEO Tool ein Website-Audit durchführen.

Projekt anlegen in Seobility

Unser Crawler durchsucht hierbei Deine komplette Website und analysiert Hunderte von Onpage Faktoren.

Anschließend zeigen wir Dir ganz genau, woran Du arbeiten musst, um Deine Website besser für Suchmaschinen zu optimieren.

Technik & Meta Bereich in Seobility

Es gibt Probleme mit Meta Titles, Überschriften, Dateien (z. B. Bilder oder Skripte) oder URLs? Dann werden Dir diese in unserem „Technik & Meta“-Bereich aufgelistet.

Bereich Struktur in Seobility

Es gibt Probleme bei internen Verlinkungen, Sitemaps oder Weiterleitungen? Diese findest Du im Bereich “Struktur”.

Bereich Inhalt in Seobility

Und unter „Inhalt“ geben wir Dir einen Überblick über mögliche Probleme mit Deinem Content, zum Beispiel Keyword Kannibalisierung, Duplicate Content und fehlende Keywords.

Seobility Übersicht

Wenn Du direkt loslegen möchtest, melde Dich hier für unseren Premium-Account an, den Du 30 Tage lang kostenlos testen kannst.

Sieh Dir dann unseren SEO Audit Guide an. Hier nehmen wir Dich an die Hand und zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du Onpage SEO Probleme entdecken und lösen kannst!

Fazit: WordPress ist ausgezeichnet für SEO geeignet

Wenn Deine WordPress-Website im Hinblick auf Onpage SEO eine eher schlechte Performance abgibt, liegt das wahrscheinlich an der Einrichtung der Website und nicht am CMS selbst.

Mit einem sauberen, schnellen Theme, ein paar Plugins und ein bisschen Disziplin, um Probleme zu beheben, gibt es nämlich nichts, was unmöglich ist, um Deine WordPress-Website zu optimieren.

Natürlich ist Onpage SEO nur ein Teil der Optimierung. Um Dein volles Ranking-Potenzial zu nutzen, musst Du zusätzlich hochwertigen Content erstellen, Deine Expertise/Reputation in Deiner Nische verbessern und die Authority Deiner Website durch hochwertige Backlinks steigern.

Aber wenn Du Dir WordPress als CMS aussuchst, bist Du auf jeden Fall gut für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung aufgestellt. Mit dem nötigen Knowhow und einer durchdachten SEO-Strategie wirst Du schnell sehen, wie sich Rankings und Traffic Deiner Website verbessern werden.

Wir empfehlen Dir Folgendes:

  1. führe ein umfassendes SEO Audit durch (dabei kannst Du Dich an diesen Leitfaden halten),
  2. investiere etwas Zeit, um Probleme zu beheben und Deine Website zu optimieren,
  3. versuche möglichst hochwertigen Content zu schaffen, der Deinen Usern weiterhilft und eine Antwort auf ihre Suchanfrage liefert,
  4. steigere die Authority Deiner Website, indem Du Dir hochwertige Backlinks sicherst (in unserem Leitfaden findest Du einige nützliche Linkbuilding Taktiken).

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und im Jahr 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist SEO-Experte und verhilft seit über sechs Jahren Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen mit maßgeschneiderten SEO-Lösungen und Strategien zu mehr Sichtbarkeit im Internet.

Neben WordPress haben wir uns auch die Onpage SEO Möglichkeiten in Wix, Squarespace, GoDaddy und Joomla angesehen. Außerdem haben wir die SEO Vor- und Nachteile jedes CMS in einer finalen Zusammenfassung verglichen und das für SEO am besten geeignete CMS zum Sieger gekürt.

Im Test: Wie gut ist der GoDaddy Homepage-Baukasten für SEO geeignet? (2024)

In dieser CMS-Artikelserie sehen wir uns an, wie gut die weltweit beliebtesten CMS-Systeme für SEO geeignet sind.

In Teil 1 und 2 der Serie haben wir Wix und Squarespace getestet. Fazit: Wix bietet relativ gute Möglichkeiten zur Onpage Optimierung, Squarespace hingegen weniger.

In diesem Artikel nehmen wir den Homepage-Baukasten von GoDaddy unter die Lupe und eines können wir vorab verraten: Als wir das CMS 2021 zum ersten Mal getestet haben, hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.

Deshalb waren wir auch besonders gespannt darauf, ob es bei GoDaddy in den vergangenen drei Jahren in Sachen SEO Verbesserungen gab.

Also, sehen wir uns jetzt im Detail an:

  • wie gut der Homepage-Baukasten von GoDaddy 2024 „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine GoDaddy-Website für Google zu optimieren,
  • welche technischen SEO Probleme wir bei der Plattform festgestellt haben.

Beginnen wir mit einer kurzen Zusammenfassung.

Zusammenfassung: Wie gut ist der Homepage-Baukasten von GoDaddy für SEO geeignet?

Du hast bestimmt schon mal von GoDaddy gehört. GoDaddy ist der weltweit größte Domain-Anbieter. Was Du vielleicht noch nicht weißt (es sei denn, Dir sind bei der Registrierung Deiner Domain die unzähligen Upselling-Versuche aufgefallen): GoDaddy bietet zusätzlich ein mittelmäßig beliebtes CMS an, über das Du Deine eigene Website bauen kannst.

GoDaddy Startseite

Warum nur mittelmäßig beliebt? Laut w3techs laufen nur 0,5 % aller Websites über den GoDaddy Homepage-Baukasten (Stand: Juni 2024). Das bedeutet, dass WordPress Websites (mit einem Nutzeranteil von 43,4 %) GoDaddy um 87:1 überholen.

Diese Zahlen liefern aber kein vollständiges Bild. Wenn man berücksichtigt, wie viele Spam Websites über WordPress betrieben werden, dürfte der Prozentsatz der „echten“ Unternehmen, die den Homepage-Baukasten von GoDaddy nutzen, sehr viel höher ausfallen als nur 0,5 %.

Das Negative daran? Diese Unternehmen haben ernsthafte Nachteile durch die stark eingeschränkten Möglichkeiten zur Onpage Optimierung.

Unterm Strich gibt es nämlich nicht sehr viel, was Du auf Deiner GoDaddy Website optimieren kannst. Und leider hat GoDaddy in den letzten drei Jahren keinerlei Verbesserungen an den SEO-Funktionalitäten vorgenommen. Das lässt uns annehmen, dass SEO hier schlechtweg keine Priorität ist.

Dazu kommen noch langsame Ladezeiten und heraus kommt eine Plattform, die Deine Bemühungen, ein gutes Ranking bei Google zu erzielen, weitgehend zunichte macht.

Hier eine Zusammenfassung unserer Analyse.

GoDaddy SEO Scoring

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung beim Homepage-Baukasten von GoDaddy getestet

Zuerst haben wir eine kleine Test-Website über die Premium-Version des Homepage-Baukastens von GoDaddy eingerichtet.

Auswahl an GoDaddy Accounts

Dafür haben wir uns ein beliebtes Theme ausgesucht und unsere Website mit Demo Content befüllt.

Unsere Tests umfassten eine manuelle Bewertung, die Analyse der GoDaddy-Websites mit unserem SEO Tool und Tests mit Tools von Drittanbietern wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix.

GoDaddy Homepage-Baukasten: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Bevor wir die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren bei GoDaddy bewerten, möchten wir kurz auf einige der SEO Vorteile (und Nachteile) der Plattform eingehen. Fangen wir mit den Vorteilen an.

Die Vorteile:

Grillen zirpen …

Okay, ähm … es ist einfach, Deine GoDaddy Website mit der Google Search Console zu verbinden.

Kennzahlen der Google-Suche

Das war’s.

Die Nachteile: Langsame Ladezeiten

Im Sommer 2021 hat Google das „Page Experience Update“ für Mobile ausgerollt (und der Rollout für Desktop startet im Februar 2022). Dadurch wurden die Ladegeschwindigkeit und die Layout-Stabilität immer wichtiger für die Suchmaschinenoptimierung.

Titel wird als Überschrift bezeichnet

Unsere GoDaddy-Test-Website ließ in beiden Bereichen zu wünschen übrig. Sehen wir uns zum Beispiel diesen simplen Blogartikel an…

page experience

Die Seite hatte einen Google PageSpeed Insights Wert von nur 41 und eine Total Blocking Time von 7000 ms.

simpler Blogbeitrag

Dazu kamen merkwürdige Probleme mit der Layout-Stabilität (erst wurden Elemente geladen und dann wieder verborgen), wie in den Screenshots unten zu sehen ist.

instabiles Layout

Die langsamen Ladezeiten wurden primär durch die übermäßige Nutzung von Skripten verursacht.

viele Skripte führen zu langsamer Ladegeschwindigkeit

Dennoch besteht die Möglichkeit, mit dem GoDaddy Website Builder erstellte Websites zu optimieren, wenn sie richtig gebaut wurden.

Beim Core Web Vitals Technology Report erzielten 78,4 % der über GoDaddy erstellten Websites einen guten Wert für Core Web Vitals auf Mobile. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 40 % Mitte 2021.

GoDaddy SEO Scoring

Auch wenn es bei der “Out of the box” Performance Probleme gibt, ist es also durchaus möglich, die Core Web Vitals solcher Websites zu verbessern.

Die gravierendsten Probleme: Du hast kaum Möglichkeiten zur Optimierung Deiner Website

Du möchtest den Title und die Meta Description einer Seite ändern? Kein Problem … es sei denn, Du möchtest das für eine Blog-Seite tun.

Okay und die Optimierung von Alt Tags und Bildern ist ebenfalls möglich.

Du möchtest Deine Website etwas umfassender optimieren? Dann solltest Du Dir ein anderes CMS suchen.

Es fehlen nicht nur fortgeschrittene Onpage SEO-Funktionen. Uns ist aufgefallen, dass sich manche Dinge, die optimierbar sind, hinter merkwürdig benannten Feldern verbergen.

Beispielsweise kannst Du im Haupteditor den Meta Title und die Description für jede Unterseite Deiner Website festlegen. Das Problem ist nur, dass GoDaddy den Title nicht als Title, sondern als Überschrift bezeichnet.

Titel wird als Überschrift bezeichnet

Warum das ein Problem ist? Stellen wir uns mal einen technisch nicht ganz so versierten Nutzer vor, der gerade einen Artikel (z. B. unseren SEO Audit-Leitfaden) darüber gelesen hat, wie man einen optimierten Meta Title erstellt. Ist es für diesen Nutzer nicht unnötig verwirrend, wenn das entsprechende Feld bei GoDaddy “Überschrift” heißt? Vielleicht sind wir hier etwas kleinlich, aber es macht in unseren Augen einfach keinen Sinn.

Onpage SEO Basics: Wie schneidet der Homepage-Baukasten von GoDaddy ab?

Sehen wir uns jetzt die Steuerbarkeit einiger grundlegender Onpage SEO-Faktoren an. Sind sie bei GoDaddy alle abgedeckt?

Noch nicht einmal ansatzweise. Hier noch einmal unsere Zusammenfassung:

SEO Optimierung beginnen

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. SEO Tools wie Seobility helfen Dir bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking Deiner Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Können bei GoDaddy festgelegt werden: teilweise

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Du kannst für jede Unterseite einer GoDaddy-Website einen Meta Title und eine Description festlegen, aber wenn Du das bei einem Blogartikel tun willst, hast Du leider Pech gehabt. Es wird automatisch der Titel Deines Blogartikels verwendet.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um den Title und die Description einer Seite festzulegen. Die erste ist der Haupteditor, über den wir oben bereits gesprochen haben.

beschreibe diese Seite

Die zweite Möglichkeit ist der SEO-Assistent. Um Zugriff auf den Assistenten zu erhalten, klicke bei einer beliebigen Seite (wie unten gezeigt) unter „Einstellungen > Suchmaschinenoptimierung“ auf „Optimierung beginnen“. Alternativ kannst Du auch „SEO“ aus dem „Marketing“-Dropdown im Dashboard auswählen.

SEO Optimierung beginnen

Von hier aus kannst Du mit der „Optimierung“ Deiner Startseite oder jeder anderen Seite Deiner Website beginnen.

Seiten in GoDaddy optimieren

Nachdem Du eine Seite für die Optimierung ausgewählt hast, bittet GoDaddy Dich, ein paar Keywords auszuwählen …

beschreibe diese Seite

Du kannst auch eigene Keywords hinzufügen, indem du auf „Gib dein eigenes Keyword ein“ klickst.

Danach kannst Du einen Title für Deine Seite auswählen.

gefundene Keywords

Ohje! Sehen wir uns den ersten Title an:

Seobility – Yoga Kurse, Yoga Kurse, Yoga

Sieht super aus, oder? Denn Keyword Stuffing im Titel und die dreimalige Wiederholung des Wortes Yoga wird Dir ohne Zweifel ein gutes Ranking einbringen. Ach, wir haben 2024 und nicht 1999?

Es ist hoffentlich klar, dass das Sarkasmus war, aber zur Sicherheit nochmal ganz deutlich: So sollte im Jahr 2024 wirklich kein Meta Title mehr aussehen.

Tatsächlich gefällt uns keiner der von GoDaddy vorgeschlagenen Titel. Aber da wir einen auswählen müssen, um weiter klicken zu können, haben wir uns für den schlichtesten entschieden:

Yoga Kurse – Seobility

Kein guter Title, aber immerhin nicht spammig. Im nächsten Schritt können wir die Meta Description für unsere Seite festlegen.

Wähle einen Seitentitel für die Suchergebnisse aus

In den darauffolgenden Schritten haben wir die Möglichkeit, unserem Content und unserer Überschrift die ausgewählten Keywords hinzufügen. Anschließend erhalten wir eine finale Übersicht.

Anschließend erhalten wir eine finale Übersicht

… und das war’s.

Wir finden diesen SEO-Assistenten nicht sonderlich hilfreich. Abgesehen davon, dass die Vorschläge für die Seitentitel nicht besonders gut sind, dauert es unglaublich lange, einige der grundlegendsten SEO Faktoren zu bearbeiten.

Wir können natürlich nur für uns selbst sprechen. Es ist gut möglich, dass Nutzer ohne technische Kenntnisse es vorziehen, ihre Website auf diese Art zu bearbeiten. Deshalb möchten wir das nicht unbedingt als Nachteil bezeichnen.

Wir können allerdings sagen, dass es ein Nachteil ist, dass GoDaddy Dir keinerlei Möglichkeit gibt, eigene Meta Titles und Descriptions für Blogartikel festzulegen. Dort wird nämlich einfach die Überschrift als Title übernommen und man kann nirgendwo eine Meta Description hinzufügen.

Das ist jetzt schon seit Jahren der Fall. Gar nicht gut.

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Kann bei GoDaddy festgelegt werden: teilweise

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs mit einer Länge von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten sollten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Bei GoDaddy ist das prinzipiell möglich, aber wieder einmal ziemlich umständlich. Denn GoDaddy erzeugt den Slug auf Basis des Titels der Seite und es gibt kein Feld, um ihn zu ändern.

Und um Dich noch etwas mehr zu verwirren: Wir meinen mit “Titel” nicht den Meta Title (zur Erinnerung: GoDaddy bezeichnet ihn als „Überschrift“). Wir meinen den Titel, den Du wählst, wenn Du eine neue Seite anlegst.

Seitentitel als Slug

In dem oberen Beispiel würde also folgender Slug erzeugt werden:

deinedomain/yoga-tipps

Wenn Du Änderungen an diesem Titel vornimmst, wird auch die URL aktualisiert. Das ist schon okay, aber wäre ein Feld für Slug /URL nicht ein bisschen einfacher?

Und was den Blog angeht, bist Du auf einen Slug festgenagelt, der auf Basis des Titels des Blogartikels selbst erzeugt wird. Mit einem Blogartikel-Titel wie diesem hier:

Yoga-Tipps für Anfänger: So gelingt der Einstieg

… erhalten wir einen Slug, der so aussieht:

yoga-tipps-für-anfänger-so-gelingt-der-einstieg

Und es gibt nichts, was wir tun können, um ihn zu ändern. Nicht gerade ideal.

Hinweis: Uns ist aufgefallen, dass GoDaddy nach Änderung des Titels eines veröffentlichten Blogartikels die alte URL beibehält. Ein möglicher Workaround könnte also darin bestehen, einen kurzen Titel für den Blogartikel aus 2 – 3 Wörtern bzw. Keywords zu erstellen und ihn dann auf einen längeren Titel zu ändern.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URLs

Können bei GoDaddy festgelegt werden: nein

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Der Homepage-Baukasten von GoDaddy bietet auf jeden Fall keinen offensichtlichen Weg, um Canonical URLs festzulegen. Wenn es also keinen hoch komplizierten Workaround gibt, von dem wir nichts wissen, lässt sich festhalten, dass Canonical URLs bei GoDaddy nicht festgelegt werden können.

Canonical URLs bei einer GoDaddy Website

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Ist bei GoDaddy möglich: nein

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

Wir haben keine einfache Möglichkeit gefunden, um einzelnen Seiten einer GoDaddy-Website einen noindex-Befehl hinzuzufügen.

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei GoDaddy festgelegt werden: nein

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

Der Website-Baukasten von GoDaddy versagt hier auf ganzer Linie. Du hast so gut wie keine Kontrolle über Deine Überschriften.

Anfangs dachten wir, es wurden wieder nur pfiffige andere Namen verwendet und Überschriften-Tags würden als „Stil“ bezeichnet oder sie werden in Form von Größen wie „XL“ oder „XXS“ angezeigt. Wir hatten unrecht.

Stile für Überschriften

Tatsächlich kann man über die Dropdowns auf dem oberen Bild wirklich nur die Optik der Überschrift ändern. Der zugrundeliegende Heading-Tag ist nicht änderbar.

Wir müssen also das nehmen, was GoDaddy uns als Überschriften-Tag anbietet. Das wäre kein allzu großes Problem, wenn die richtigen Tags ausgewählt werden würden. Aber zumindest bei unseren Tests war das nicht der Fall. Im Beispiel oben sind wir direkt von h2 auf h4 gesprungen.

Wie sieht es auf einer Blog Seite aus? Tja, Du kannst lediglich “T“ in der Text-Toolbar auswählen.

Überschrift ein einem Blogbeitrag auszeichnen

Dadurch wird der markierte Text zu einer h4. Du möchtest eine Unterüberschrift? Pech gehabt, Du bekommst ein weiteres h4-Tag.

(H4 war hier noch nicht einmal das richtige Tag – es hätte h2 sein müssen.)

Du hast also keine Möglichkeit, Deine Seiten richtig zu strukturieren, was ziemlich schwach ist.

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Schema Markup

Steuerbar bei GoDaddy: nein

Schema Markup sind eine Art Strukturierte Daten, die Google dabei helfen, Folgendes zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit strukturierten Daten und deren Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Bei GoDaddy gibt es keine einfache Vorgehensweise, um einer Seite Schema-Markup hinzuzufügen.

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Ist bei GoDaddy möglich: ja

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  • ALT-Attribut (für Screenreader und Suchmaschinen)
  • Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  • Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Der Homepage-Baukasten von GoDaddy schneidet hier tatsächlich recht gut ab. ALT-Attribute lassen sich einfach hinzufügen …

ALT-Attribute hinzufügen

Und wenn Du ein Bild hochlädst, erstellt GoDaddy automatisch eine WebP-Version – ein schlankeres Bildformat, das von Google empfohlen wird.

GoDaddy ändert zwar den Dateinamen der WebP-Version (wir hätten lieber, dass er unverändert bleibt), aber wir sind recht zufrieden damit, wie GoDaddy Bilder SEO ermöglicht.

Erfahre mehr über Bilder SEO

HTTPS

Läuft GoDaddy über HTTPS? ja

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Heute gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Wir konnten erleichtert feststellen, dass jede über GoDaddy erstellte Website (egal ob über eine eigene Domain oder nicht) über HTTPS läuft.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Kann bei GoDaddy hinzugefügt werden: nein

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.

Vielleicht hast Du einen Bereich mit User Generated Content und willst nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

GoDaddy erstellt zwar eine robots.txt Datei für Deine Website, aber momentan gibt es keine Möglichkeit, diese zu bearbeiten.

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Werden durch GoDaddy erstellt: ja

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

GoDaddy erstellt und pflegt automatisch eine XML Sitemap für Deine Website (Unterseiten, Blogartikel usw.). Allerdings besteht keine Möglichkeit, diese zu bearbeiten.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Ist GoDaddy für Mobile geeignet?

Mit einem Wort: ja

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Und Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren die mobile Version Deiner Website.

Die gute Nachricht ist, dass GoDaddy Websites vollständig responsive sind und (ungeachtet der Geschwindigkeitsprobleme) gut auf Mobilgeräten funktionieren.

Stelle nur sicher, dass Du die Vorschau sowohl für Desktop als auch für Mobile nutzt. Und denke daran, dass Google die mobile Version Deiner Website indexieren und ranken wird. Wenn Du also ein Feature hast, das auf Desktop, aber nicht auf Mobile angezeigt wird, wird Google es beim Ranking nicht berücksichtigen.

GoDaddy zeigt Dir über den “Vorschau”-Button im Editor, wie Deine Website auf dem Handy aussehen wird.

mobile Vorschau der GoDaddy Website

Wir empfehlen dennoch, sie auf Deinem eigenen Smartphone zu testen, nachdem sie live ist.

Fazit: Der Homepage-Baukasten von GoDaddy ist für SEO ungeeignet

Als Kinder haben wir gelernt, dass man lieber den Mund halten sollte, wenn man nichts Nettes zu sagen hat. Wenn wir uns daran halten würden, müssten wir Dir an dieser Stelle eine leere Seite präsentieren.

Wir können leider nicht anders als schlussfolgern, dass der Website-Baukasten von GoDaddy denkbar ungeeignet für SEO ist.

Die Nutzung dieser Plattform verschafft Dir nichts als Nachteile, da Du fast keine Möglichkeiten hast, um Deine Website und Deinen Content zu optimieren. Und leider hat sich in den letzten Jahren nichts daran verbessert, sodass wir wenig Hoffnung haben, dass GoDaddy irgendwann in Sachen SEO aufrüsten wird.

Dennoch: Wenn Du bereits eine Website bei GoDaddy hast und Du nicht auf ein komplexeres CMS umsteigen willst – das wird tatsächlich in einigen Hilfe-Threads vom GoDaddy-Support selbst empfohlen! – ist unser Rat der Folgende:

  1. führe ein umfassendes SEO Audit durch (dabei kannst Du Dich an diesen Leitfaden halten),
  2. investiere etwas Zeit, um Probleme zu beheben und Deine Website zu optimieren (wo möglich),
  3. versuche möglichst hochwertigen Content zu schaffen, der Deinen Usern weiterhilft und eine Antwort auf ihre Suchanfrage bietet,
  4. steigere die Authority Deiner Website, indem Du Dir hochwertige Backlinks sicherst (in unserem Leitfaden findest Du einige nützliche Linkbuilding Taktiken).

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist SEO-Experte und verhilft seit über sechs Jahren Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen mit maßgeschneiderten SEO-Lösungen und Strategien zu mehr Sichtbarkeit im Internet.

Neben GoDaddy haben wir uns auch die Onpage SEO Möglichkeiten in Wix, Squarespace, WordPress und Joomla angesehen. Außerdem haben wir die SEO Vor- und Nachteile jedes CMS in einer Zusammenfassung verglichen und das aktuell für SEO am besten geeignete CMS zum Sieger gekürt.

Im Test: Wie gut ist Squarespace für SEO geeignet? (2024)

In dieser Artikelserie sehen wir uns an, wie gut die weltweit beliebtesten CMS-Systeme für SEO geeignet sind.

In diesem Artikel nehmen wir Squarespace genauer unter die Lupe. Squarespace ist mit 3,0 % aller weltweit betriebenen Websites (Stand: Juni 2024) der größte Konkurrent von Wix im Bereich der „Click & Go“ Website Builder.

Als wir Squarespace vor drei Jahren zum ersten Mal getestet haben, kamen wir zu dem Schluss, dass wir es niemandem empfehlen würden, der seine Website vollständig optimieren möchte. Es gibt einfach zu viele Onpage SEO-Faktoren, die bei Squarespace nicht gesteuert werden können. Zumindest war das in der Vergangenheit so. Aber ist das jetzt, 2024, immer noch der Fall?

Lies jetzt weiter, um zu erfahren:

  • wie gut Squarespace 2024 „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine Squarespace-Website für Google zu optimieren,
  • welche technischen SEO Probleme wir bei der Plattform festgestellt haben.

Fangen wir mit einer Zusammenfassung an.

Zusammenfassung: Wie gut ist Squarespace für SEO geeignet?

Squarespace ist vor allem bei kleineren Unternehmen beliebt, weil man mit nur wenigen Klicks eine Website erstellen kann. Dafür brauchst Du kein technisches Wissen, sondern musst Dich lediglich durch den Setup-Assistenten klicken und Deine Website ist innerhalb weniger Stunden online.

Startseite von Squarespace

Allerdings ist Squarespace nicht gerade ein CMS, an dem man viel herumbasteln kann. Es ist so gestaltet, dass Du Dein Unternehmen schnell ins Netz bringen kannst. Und darin ist Squarespace sehr gut.

Aber für diejenigen von uns, die gern etwas tüfteln – und sich die Möglichkeit wünschen, jedes Element einer Website zu optimieren – ist das ein großes Minus.

Leider bestätigt sich also unser Urteil von vor drei Jahren weiterhin.

Wenn Du Deine Website ernsthaft für Suchmaschinen optimieren willst, ist Squarespace wahrscheinlich keine gute Wahl.

Du kannst zwar einige SEO Basics steuern, aber um Deine Website vollständig zu optimieren, fehlen schlichtweg die Möglichkeiten oder Du musst (unserer Meinung nach unnötige) Hindernisse überwinden.

Und alle Möglichkeiten, die Dir fehlen, um Deine Squarespace Website zu optimieren, können einem Wettbewerber, der ein anderes CMS nutzt, einen Vorteil verschaffen.

Wir werden uns in diesem Artikel im Detail ansehen, wie Squarespace die Steuerung der SEO Basics handhabt. Fangen wir aber mit einer Zusammenfassung unserer Ergebnisse an.

Squarespace SEO Scoring

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung bei Squarespace getestet

Zuerst haben wir über den Squarespace Business Account eine kleine Website erstellt.

Squarespace Business Account

Dafür haben wir uns ein beliebtes Theme ausgesucht und unsere Website mit Demo Content befüllt. Wir haben außerdem zwei weitere der beliebtesten Themes getestet, die Du hier findest.

Unsere Tests umfassten eine manuelle Bewertung, die Analyse der Squarespace-Websites mit unserem SEO Tool und Tests mit Tools von Drittanbietern wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix.

Squarespace SEO: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Bevor wir die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren bei Squarespace bewerten, möchten wir kurz auf einige der SEO Vorteile (und Nachteile) der Plattform eingehen. Fangen wir mit den Vorteilen an.

Die Vorteile: Der HTML Code von Squarespace ist (vergleichsweise) sauber

Auch wenn es kein gravierendes Problem ist – aus unserer Sicht ist es bei der Optimierung von Vorteil, wenn Du im Frontend Deiner Website sauberen Code hast, der möglichst frei von Code Bloat ist.

Visuelle Page Builder haben oft das Problem, dass sie äußerst unschönen Code generieren. Wir konnten allerdings erfreut feststellen, dass der von Squarespace generierte Code relativ sauber ist.

Beim Layout sind einige der DIVs immer noch ohne erkenntlichen Grund ineinander verschachtelt, aber beim Content ist ein Absatz ein Absatz und eine Überschrift ist eine Überschrift.

HTML Code einer Squarespace Seite

Die einzelnen Inline Styles für jedes Tag müssen zwar nicht sein, aber zumindest ist nicht jeder Absatz in ein DIV und der Text darin in ein SPAN verschachtelt, wie bei diesem Durcheinander, das wir bei einem anderen CMS gesehen haben …

HTML Code einer Wix Seite

Der HTML-Code von Squarespace ist nicht perfekt, aber er ist sicherlich auch nicht das Schlimmste, was wir jemals gesehen haben.

Die Vorteile: Einfache Verknüpfung mit der Google Search Console

Die Google Search Console kann Dir wertvolle Einblicke in folgende Bereiche geben:

  • die Keywords, die Traffic und Impressionen bei Google auf Deine Website bringen
  • sämtliche Probleme, auf die Google beim Crawlen gestoßen ist

Für Nutzer, die technisch nicht ganz so versiert sind, kann es ein bisschen knifflig sein, die Google Search Console einzurichten und zu verifizieren. Squarespace macht dies recht einfach.

Gehe einfach auf Analytics > Traffic > Keywordsuche, klicke den Button an, um Deine Website mit Google zu verbinden, erlaube den Zugriff und das war‘s.

Search Console ist verbunden

Search Console ist verbunden

Hier findest Du die vollständige (und sehr einfache) Vorgangsweise.

Nachteile: Squarespace Websites fallen “out of the box” höchstwahrscheinlich bei den Core Web Vitals durch

Im Sommer 2021 hat Google das „Page Experience Update“ für Mobile ausgerollt und im Februar 2022 für Desktop.

Zur Erinnerung: Der Faktor Page Experience umfasst die User Experience und Website-Sicherheit (also HTTPS, mobile Optimierung, keine störenden Interstitials) und misst die Ladegeschwindigkeit und Layout-Stabilität anhand von drei „Core Web Vitals“.

page experience

Du kannst unsere vollständige Zusammenfassung hier nachlesen.

Die schlechte Nachricht ist, dass unsere Test-Website (und die beliebtesten Themes, die wir getestet haben) zwar in Sachen UX und Sicherheit bestanden hat, aber bei den Core Web Vitals durchgefallen ist.

Pagespeed Insights Ergebnis einer Squarespace Seite

Cumulative Layout Shift war zwar gut, aber die Probleme mit der Geschwindigkeit sind wahrscheinlich schwieriger zu lösen. Diese werden nämlich zum Teil durch das pauschale Laden von Core-Skripten und Styles auf jeder Seite verursacht, und zwar selbst dann, wenn sie nicht genutzt werden.

Tatsächlich war die Ausführungszeit für Javascripts für mehr als 4,5 Sekunden der gesamten Ladezeit verantwortlich.

Javascripts Squarespace

Zwar lassen sich hier durchaus noch Verbesserungen erzielen, aber Du startest bei der Optimierung mit einem großen Rückstand.

Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist, gute Pagespeed- und Core-Web-Vitals-Werte zu erreichen. Tatsächlich zeigt der Core Web Vitals Technology Report, dass mehr als 65% der Squarespace-Websites bei den Core Web Vitals gut abschneiden (was eine überraschend hohe Zahl ist).

Squarespace SEO Scoring

Und wie in der Graphik oben zu sehen, hat Squarespace in den letzten Jahren konstant seine CWV Werte verbessert.

Fazit: Die „Out of the box“-Websites von Squarespace sind langsam und schneiden bei den Core Web Vitals nicht allzu berauschend ab. Es ist bei entsprechender Optimierung aber durchaus möglich, einen guten Score zu erzielen.

Die gravierendsten Probleme: Fehlende Steuerbarkeit für fortgeschrittene SEO-Faktoren

Du möchtest Deine Sitemap bearbeiten?

Ist bei Squarespace nicht möglich.

Wie sieht’s mit Deiner robots.txt-Datei aus? Nicht direkt.

Für manche Websites kleinerer Unternehmen ist das wahrscheinlich kein Problem, aber es wäre definitiv gut, die Möglichkeit zu haben.

Und generell ließ die Plattform in unseren Augen bei der Steuerbarkeit sämtlicher fortgeschrittener (oder sogar semi-fortgeschrittener) Onpage SEO Faktoren zu wünschen übrig.

Onpage SEO Basics: Wie schneidet Squarespace ab?

Sehen wir uns jetzt die Steuerbarkeit einiger grundlegender Onpage SEO Faktoren an. Sind sie bei Squarespace alle abgedeckt?

Nein. Wie auch bei unserem letzten Test 2021 gibt es große Lücken. Und dazu kommt, dass bestimmte Onpage SEO Maßnahmen sich als schwieriger gestalten, als sie sein müssten.

Hier nochmal unsere Zusammenfassung.

Squarespace SEO Scoring

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. SEO Tools wie Seobility helfen Dir bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking Deiner Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Können bei Squarespace festgelegt werden: ja

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Bei Squarespace kannst Du Meta Titles und Descriptions für jede Unterseite Deiner Website hinzufügen und anpassen.

Klicke dafür einfach auf das Zahnrad-Symbol neben der Seite, die Du bearbeiten möchtest, und wähle hier SEO aus.

Title und Description bearbeiten

die Du bearbeiten möchtest

Du kannst den Title und die Description Deiner Seite ändern und in der Vorschau sehen, wie diese in den Suchergebnissen dargestellt werden.

Tipp: Probiere unseren kostenlosen SERP Snippet Generator aus, um umfassendere Vorschauen (inklusive Vorschau für Mobile) zu erhalten.

Soweit sieht alles gut aus. Wir haben allerdings einen kleinen Grund zur Beschwerde.

Bei Squarespace kannst Du Title-Vorlagen für Deine Seiten einrichten. Unten siehst Du, dass wir hier „Seitentitel (%p) — Website-Titel (%s)“ festgelegt haben. Es handelt sich hierbei um die Grundeinstellung.

Marketing > SEO-Einstellungen > Erscheinungsbild in Suchergebnissen > Seiten

Vorlage für den Meta Title

Das ist ziemlich nützlich. Und es ist generell gut, Deine Brand den Titeln hinzuzufügen. Was also ist das Problem?

Nun, man kann dieses Title-Format für individuelle Seiten nicht überschreiben. Und wenn Du eine Seite hast, für die Du einen längeren Title mit mehr Keywords festlegen möchtest, und Du den Namen Deiner Brand entfernen willst, damit der Title nicht abgeschnitten wird …

… tja, dann musst Du das Template entfernen und den Namen Deiner Brand separat jeder Seite hinzufügen. Und das ist ziemlich umständlich.

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Kann bei Squarespace festgelegt werden: ja

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs mit einer Länge von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Squarespace generiert automatisch Slugs, basierend auf dem Titel der Seite.

Du kannst den Slug für jede Unterseite Deiner Squarespace Website über „Allgemein“ in den Einstellungen festlegen oder ändern:

Slug bearbeiten

allgemein

Achtung: Wenn Du den Slug einer Seite veränderst, musst Du einen 301-Redirect einrichten, um von der alten URL auf die neue weiterzuleiten. In diesem Leitfaden erklärt Dir Squarespace, wie Du hierbei vorgehst.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URLs

Können bei Squarespace festgelegt werden: nicht wirklich

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Und obwohl Squarespace automatisch eine Canonical URL für jede Seite Deiner Website einrichtet, gibt es keine einfacheMöglichkeit, diese zu editieren. Das macht das Ganze ein wenig sinnlos …

¯\_(ツ)_/¯

Es gibt einen Workaround. Dieser ist allerdings nicht sonderlich nutzerfreundlich und funktioniert nur für Seiten, nicht für Blogartikel.

Um die Canonical Tags für individuelle Seiten auf Squarespace zu ändern, gehe auf die Seiteneinstellungen und dann auf Erweitert. Hier kannst Du der Seite eigenen Code hinzufügen.

Seite in Squarespace auf noindex setzen

Füge dort das folgende Skript ein und ersetze dabei https://example.com/abc durch die URL, die Du als Canonical URL festlegen willst.

<script>
document.addEventListener("DOMContentLoaded", function() {
var canonicalLink = document.querySelector('link[rel="canonical"]');
if (canonicalLink) {
canonicalLink.href = "https://example.com/abc";
} else {
canonicalLink = document.createElement("link");
canonicalLink.rel = "canonical";
canonicalLink.href = "https://example.com/abc";
document.head.appendChild(canonicalLink);
}
});
</script>

Es ist also technisch machbar. Aber es ist nicht gerade einfach!

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Ist bei Squarespace möglich: teilweise

Das Robots Meta Tag gibt Google den Befehl, eine Seite entweder zu indexieren (1) oder nicht zu indexieren (2):

  1. <meta name=“robots“ content=“index, follow“> – diese Seite bitte indexieren, Google
  2. <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“> – diese Seite bitte ignorieren, Google (aber bitte den Links darauf folgen)

Den ersten Befehl brauchst Du nicht wirklich (wenn Deine Seite den Qualitätsstandards von Google entspricht), denn Google indexiert die Seiten automatisch. Es schadet jedoch auch nicht, es einzurichten.

Bei Squarespace kannst Du einer gewöhnlichen Seite ein noindex Robots Tag hinzufügen, indem Du den Schalter bei „Seite in Sucherergebnissen verbergen“ aktivierst.

Seite in Squarespace auf noindex setzen

Allerdings kannst Du keine einzelnen Blog Seiten von der Indexierung ausschließen …

noindex auf Blog-Seiten nicht möglich

Beim Blog verfolgt Squarespace aus nicht erkenntlichen Gründen einen „Alles oder Nichts“-Ansatz. Die einzige Möglichkeit ist, alle Seiten auf noindex zu setzen.

Blog komplett auf noindex setzen

Nicht gerade ideal.

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei Squarespace festgelegt werden: teilweise

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

Squarespace ermöglicht es Dir, Überschriften-Tags von h1 bis h4 festzulegen.

Überschriften in Squarespace hinzufügen

Obwohl das wahrscheinlich für den Großteil von Content ausreicht, möchtest Du vielleicht irgendwann auch bis h5 oder sogar h6 gehen.

Dadurch, dass die Plattform hier ein Limit setzt, hält sie Dich möglicherweise davon ab, Deinen Content vollständig zu optimieren.

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Schema Markup

Steuerbar bei Squarespace: gewissermaßen

Schema Markup sind strukturierte Daten, die Google dabei helfen, Folgendes zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit Schema Markup und dessen Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Bei Squarespace ist es möglich, jeder regulären Seite benutzerdefiniertes Schema-Markup hinzuzufügen. Du musst dafür allerdings das vorgegebene Feld für benutzerdefinierten Code nutzen. Dieses findest Du in den erweiterten Seiteneinstellungen.

benutzerdefinierten Code hinzufügen

Hinweis: Du musst das Schema-Markup selbst generieren. Dafür empfehlen wir die Nutzung dieses kostenlosen Tools.

Das ist vielleicht nicht gerade intuitiv, aber immerhin ist es so möglich. Die schlechte Nachricht jedoch ist, dass es diese Option nicht für Blogartikel gibt. Das heißt, Du kannst einem Blogartikel kein individuelles Schemahinzufügen.

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Ist bei Squarespace möglich: ja

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  • ALT-Attribut (für Screenreader und Suchmaschinen)
  • Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  • Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Fangen wir mit dem Positiven an. Wenn Du vergisst, einen aussagekräftigen Dateinamen zu wählen, ermöglicht Dir Squarespace, ihn zu ändern. Das ist eine nette Sache.

Dateiname in Squarespace ändern

Bei der Optimierung Deiner Bilder hast Du allerdings weniger Unterstützung. Squarespace erstellt zwar automatisch verschiedene Größen für Dich, allerdings werden die Bilder nicht komprimiert oder optimiert.

Das Hinzufügen von ALT-Attributen

ist dagegen ganz einfach. Du brauchst nur das ALT-Text-Feld auszufüllen.

ALT-Text-Feld auszufüllen

Erfahre mehr über Bilder SEO

HTTPS

Läuft Squarespace über HTTPS? ja

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Heute gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Wir konnten erleichtert feststellen, dass jede über Squarespace erstellte Website (egal ob über eine eigene Domain oder nicht) über HTTPS läuft.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Kann bei Squarespace hinzugefügt werden: nicht wirklich

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.

Vielleicht hast Du einen Bereich mit User Generated Content und willst nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

Squarespace erstellt zwar eine Default robots.txt Datei für Deine Website, aber momentan gibt es leider keine Möglichkeit, diese manuell zu bearbeiten. Diese Funktionalität würden wir uns für die Zukunft wünschen.

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Werden durch Squarespace erstellt: ja

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

Squarespace erstellt und pflegt automatisch eine XML Sitemap für Deine Website (Unterseiten, Blog Posts usw.). Allerdings besteht keine Möglichkeit, diese zu bearbeiten. Immerhin werden noindex-Seiten automatisch aus Deiner Sitemap entfernt.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Ist Squarespace für Mobile geeignet?

Mit einem Wort: ja

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren schon seit einer Weile die mobile Version Deiner Website.

Die gute Nachricht ist, dass Squarespace Websites vollständig responsive sind und (ungeachtet der Geschwindigkeitsprobleme) gut auf Mobilgeräten funktionieren.

Stelle nur sicher, dass Du die Vorschau sowohl für Desktop als auch für Mobile nutzt. Und denke daran, dass Google die mobile Version Deiner Website priorisiert. Wenn Du also ein Feature hast, das auf Desktop, aber nicht auf Mobile angezeigt wird, wird Google es beim Ranking wahrscheinlich nicht berücksichtigen.

Du kannst in die mobile Ansicht wechseln, indem Du im Editor von Squarespace auf das Smartphone-Symbol klickst.

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Andere erwähnenswerte SEO Features

Squarespace SEO-Checkliste

Squarespace hat eine eigene SEO-Checkliste, die Du bei der Optimierung Deiner Website heranziehen kannst. Allerdings deckt sie nur einen kleinen Teil von dem ab, was Du zur Optimierung Deiner Seite tun kannst. Und das nicht sehr detailliert. Aber Squarespace ist eben kein SEO-Unternehmen und die User sind meistens eher Laien.

Generell ist die Liste ein guter Anfangspunkt. Aber wenn Du die Deine Website und die grundsätzlichen Punkte auf der Checkliste erst einmal eingerichtet hast, empfehlen wir Dir zur Optimierung Deiner Website unser eigenes Website Audit Tool.

Es gibt Dir für Deine Website spezifische Empfehlungen und ist dabei sehr viel detaillierter. Du kannst also wirklich Einfluss auf Deine SEO-Performance nehmen.

Fazit: Squarespace ist nurzu empfehlen, wenn man seine Website nicht vollständig optimieren möchte

Wir möchten hier wirklich keine Plattform in den Schmutz ziehen.

Letztendlich dreht sich bei unserem Tool aber alles um die technische SEO Analyse (und natürlich um Empfehlungen zur Optimierung) und es wäre fahrlässig ein CMS zu empfehlen, das Dir keine Möglichkeit bietet, Deine Website umfassend für Suchmaschinen zu optimieren.

Es gibt einfach zu viele Lücken. Und bestimmte Vorgehensweisen bei der Optimierung (wie das Bearbeiten von Canonical Tags) scheinen unnötig kompliziert.

Aber: Wenn Du bereits eine Website bei Squarespace hast oder nicht jeden einzelnen Aspekt steuern musst (z. B. bei einer Hobby-Website), kann es eine gute Möglichkeit sein, Deine Website schnell zum Laufen zu bringen.

Egal, ob Du Dich für oder gegen Squarespace entscheidest, ist unser Rat Folgender:

  1. führe ein umfassendes SEO Audit durch (dabei kannst Du Dich an diesen Leitfaden halten),
  2. investiere etwas Zeit, um Probleme zu beheben und Deine Website zu optimieren (wo möglich),
  3. versuche möglichst hochwertigen Content zu schaffen, der Deinen Usern weiterhilft und eine Antwort auf ihre Suchanfrage bietet,
  4. steigere die Authority Deiner Website, indem Du Dir hochwertige Backlinks sicherst (in unserem Leitfaden findest Du einige nützliche Linkbuilding Taktiken).

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und im Jahr 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist ein SEO-Spezialist mit mehr als 6 Jahren Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Er bietet maßgeschneiderte SEO-Lösungen und -Strategien zur Steigerung der Online-Sichtbarkeit an.

Neben Squarespace haben wir uns auch die Onpage SEO Möglichkeiten in Wix, GoDaddy, WordPress und Joomla angesehen. Außerdem haben wir die SEO Vor- und Nachteile jedes CMS in einer Zusammenfassung verglichen und das für SEO am besten geeignete CMS zum Sieger gekürt.

Im Test: Wie gut ist Wix für SEO geeignet? (2024)

Wix hatte, was SEO angeht, lange Zeit einen ziemlich schlechten Ruf. Aber ist dieser 2024 noch gerechtfertigt?

Dieser Artikel ist Teil unserer CMS Serie, in der wir für die weltweit beliebtesten CMS-Systeme untersuchen, wie gut diese „Out of the Box“ (also direkt nach Installation und ohne weitere Optimierungen) für SEO geeignet sind.

Wir sehen uns dabei hauptsächlich an, was in jedem CMS möglich (oder nicht möglich ist), um die verschiedenen Systeme direkt vergleichen zu können. Außerdem sehen wir uns für jedes CMS an, welche individuellen Probleme oder Vorteile es für die SEO mit sich bringt.

Bei jedem CMS haben wir so weit wie möglich versucht, einen „Clean Install“ durchzuführen, also nur das reine CMS zu installieren. Wenn es allerdings häufig genutzte Plugins gibt (wie zum Beispiel YOAST für WordPress, das auf über 5 Mio. Websites aktiv genutzt wird), haben wir unsere Test-Websites mit diesen „Standard“-Plugins eingerichtet.

In diesem CMS-Test beschäftigen wir uns mit Wix. Wix ist ein CMS, das bei kleineren Unternehmen beliebt ist und laut w3techs aktuell einen Marktanteil von 4 % hat (Stand: Juni 2024).

Wir haben die SEO-Tauglichkeit von Wix bereits in einer früheren Version dieses Artikels im Jahr 2021 bewertet. Damals hatten wir festgestellt, dass die Plattform die SEO Basics gut abdeckt, es aber noch Verbesserungspotential gab.

Jetzt, drei Jahre später, wollen wir wissen: Hat Wix seine SEO-Funktionen seitdem verbessert?

Lies jetzt weiter, um zu erfahren,

  • wie gut Wix „Out of the Box“ für SEO geeignet ist,
  • welche Möglichkeiten Du hast, um Deine Wix-Website für Google zu optimieren,
  • welche technischen SEO Probleme wir bei der Plattform festgestellt haben.

Fangen wir mit einer Zusammenfassung an.

(Bitte beachte, dass sich dieser Test auf den regulären Website-Baukasten von Wix bezieht. Wix bietet auch ein separates Produkt namens „Wix Studio“ an, das erweiterte Funktionen für Webdesign und -entwicklung bietet und sich an Agenturen und Unternehmen richtet. Da es sich hierbei jedoch um eine separate Plattform handelt, haben wir es nicht in unseren Test einbezogen).

Zusammenfassung: Wie gut ist Wix für SEO geeignet?

Was Wix gerade bei kleineren Unternehmen so beliebt macht, ist die Tatsache, dass man unglaublich schnell und einfach eine Website erstellen kann. Man registriert sich, klickt ein paar Buttons, sucht sich ein Theme aus und etwa eine Stunde später hat man seine Website.

Wix Startseite

Aber es ist auch diese Einfachheit, die Wix für SEO Experten weniger attraktiv macht. Die SEO Basics (Title, Meta Tags usw.) lassen sich zwar manuell festlegen, die Plattform selbst (und der Frontend Code, den sie erzeugt) ist allerdings relativ starr. Dadurch ist es um einiges schwieriger, eine tiefgehende Optimierung durchzuführen oder an der Website herumzubasteln.

Wie bei den meisten CMS-Plattformen und Website-Baukästen kann der Pagespeed ein besonderes Problem darstellen. Dieser Aspekt sollte besonders seit Einführung der Core Web Vitals möglichst nicht vernachlässigt werden.

Es sollte allerdings erwähnt werden, dass die Probleme mit der Geschwindigkeit bei Wix primär folgende Ursachen haben:

  1. Code Bloat
  2. das standardmäßige Laden von Skripten und Styles der gesamten Website (selbst wenn diese nicht genutzt werden).

Dieses Problem haben allerdings auch viele führende WordPress Page-Builder und andere CMS-Systeme. Es ist also kein Problem, das ausschließlich bei Wix auftritt.

Insgesamt hat sich Wix in den letzten Jahren sehr zum Positiven entwickelt und ist nicht mehr die “SEO Baustelle”, als die es lange angesehen wurde.

Es gibt viele hilfreiche SEO-Features und seit unserem ersten Test 2021 hat Wix kontinuierlich an neuen Features und Performance-Optimierungen gearbeitet.

Fazit: Wir würden zwar nicht sagen, dass Wix für SEO „gut geeignet“ ist. Aber in einer Nische mit nur wenigen Wettbewerbern sollte es möglich sein, eine Wix-Website ausreichend gut zu optimieren, um auf Seite eins der Suchergebnisse zu landen.

Wir werden uns in diesem Artikel detailliert ansehen, wie gut man bei Wix die wichtigsten SEO Faktoren anpassen und optimieren kann.

Aber zunächst eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse:

Wix SEO Scoring

Schauen wir uns nun an, wie wir Wix getestet haben.

So haben wir die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung bei Wix getestet

Vorweg ein kurzer Hinweis zu diesem Abschnitt: Wir sind keine Wix-Profis. Falls Du einer bist, kennst Du möglicherweise diverse Lösungen zu einigen der Probleme, auf die wir gestoßen sind.

Wenn Du also diesen Artikel liest und innerlich schreist „das ist doch so einfach zu beheben!“, halte Dich bitte nicht zurück! Hinterlasse einen Kommentar oder sende uns eine E-Mail und wir fügen Deine Erkenntnisse gern unserem Artikel hinzu.

Wir sind allerdings Profis im Bereich Web Development und SEO. Und seien wir ehrlich, die meisten Unternehmen, die Wix für ihre Website wählen, nutzen das CMS wegen der einfachen „Drag and Drop“-Funktionalität und der anfängerfreundlichen Bedienbarkeit. Also haben wir unsere Analyse darauf fokussiert.

Zu Testzwecken haben wir eine kleine Wix-Website mit eigener Domain eingerichtet. Dafür haben wir das Wix Core Paket gewählt.

Wix CoreBusiness Unlimited Paket gewählt

Der Demo Content, der bereits enthalten war, war für unsere Testzwecke ausreichend. Wir haben allerdings auch mit Layouts etc. herumexperimentiert, um herauszufinden, was wir:

  1. kaputtmachen können
  2. verbessern können

Zusätzlich haben wir auch noch zwei der beliebtesten Wix Templates (hier) getestet.

Unsere Tests umfassten eine manuelle Bewertung, die Analyse der Wix-Websites mit unserem eigenen Website Audit Tool und das Testen mit Tools von Drittanbietern wie PageSpeed Insights von Google und GTMetrix.

Wix SEO: Die Vorteile, die Nachteile und die gravierendsten Probleme

Bevor wir die Steuerbarkeit der wichtigsten Onpage SEO Faktoren bei Wix bewerten, möchten wir uns mit den größten Nachteilen für die SEO befassen, auf die wir gestoßen sind. Außerdem werden wir uns auch einen der größten Vorteile ansehen.

Die gravierendsten Probleme: Geschwindigkeit ist essenziell für SEO und Wix performt hier nicht immer gut

2010 hat Google die Geschwindigkeit einer Website als Rankingfaktor für Desktop und 2018 für Mobile bestätigt.

Und jetzt, wo die Core Web Vitals seit Mitte 2021 Teil des Algorithmus sind, spielt die Geschwindigkeit eine noch größere Rolle.

Leider ist die Ladezeit von Wix – zumindest „Out of the Box“ – nicht ideal. Mit der Startseite unserer Wix-Test-Website erreichten wir bei den PageSpeed Insights von Google nur einen Wert von 32. Bei den Lab-Daten für die Core Web Vitals-Metriken fielen wir sogar ganz durch (mit Ausnahme von Cumulative Layout Shift).

fielen wir sogar ganz durch

Ein Speed Index-Wert von 13,9 Sekunden ist besonders schlecht. Die Ursache?

Überwiegend eine geballte Ladung JavaScript, die das Rendering blockiert.

Überwiegend eine geballte Ladung JavaScript

Anmerkung: Auf diese Ergebnisse sind wir mit sehr wenigen installierten „Apps“ auf der Website gekommen – wir hatten lediglich„Blog“ installiert. Wir sind uns ziemlich sicher, dass unsere Test-Website noch schlechter abgeschnitten hätte, wenn wir mehr Apps hinzugefügt hätten.

Auf der Startseite unserer Test-Website haben wir ein paar Elemente, die möglicherweise für das langsame Laden verantwortlich sind (zum Beispiel ein Bilderkarussell). Sehen wir uns also einmal an, wie eine Homepage abschneidet, wenn man das Karussell und ein paar Bilder entfernt.

man das Karussell und ein paar Bilder entfernt

Besser, aber trotzdem nicht sonderlich gut …

So sieht die Startseite aktuell aus:

wix blog post

Wir hätten noch viel mehr tun können, um die Geschwindigkeit zu verbessern, zum Beispiel alle Animationen und noch mehr Bilder entfernen. Wir sind allerdings der Meinung, dass die aktuelle Seite ein gutes Beispiel für eine standardmäßige Website eines Kleinunternehmens ist.

Das sind also die Ergebnisse unserer Test-Website. Sehen wir uns einmal an, wie wir mit zwei der beliebtesten Wix-Templates abschneiden.

Templates abschneiden

popular Wix templates performance

Kurz gesagt: Nicht gerade berauschend.

Wenn man ein flexibles CMS nutzt (vor allem, wenn man es selbst hostet) gibt es viele Möglichkeiten, über die man die Geschwindigkeit einer Website verbessern kann. Wir geben Dir in diesem Leitfaden 12 Tipps zur Page Speed Optimierung.

Bei Wix, wie auch bei anderen CMS-Systemen, ist die Pagespeed-Optimierung gar nicht so einfach. Der Großteil der Skripte gehören zum Core , sodass man nicht allzu viel an ihnen ändern kann.

Die meisten Ratgeber zur Verbesserung des Pagespeed bei Wix (inklusive dem eigenen Leitfaden von Wix) konzentrieren sich auf Basics wie:

  • Bilder optimieren
  • Animationen minimieren
  • Styles und Schriftarten reduzieren

Gute Ratschläge, keine Frage. Aber wenn die Skripte so lange zum Laden benötigen, ist es ein bisschen so, als ob man versucht, einen Berg mit einem Zahnstocher zu bearbeiten.

Allerdings hat Wix im Vergleich zu anderen CMS-Plattformen auch ein paar Vorteile, was das Thema Pagespeed angeht.

Basierend auf den Daten des Core Web Vitals Technology Report hatten beispielsweise im Mai 2024 rund 82% der Wix-Websites einen guten INP-Score und rund 55% hatten gute Werte für alle drei Core Web Vitals. Im Vergleich zu anderen CMS-Systemen ist zwar noch Luft nach oben, allerdings zeigen die Daten, dass Wix-Websites mit ein wenig Arbeit durchaus gut optimiert werden können.

Wix hat zudem viel Arbeit in die Verbesserung des Page Speeds investiert und einige Optimierungen durchgeführt, wie beispielsweise eine Reduzierung der JavaScript-Downloadgröße um bis zu 80%, eine intelligentere Nutzung von CDNs, oder die automatische Optimierung von Bildern.

Ein weiteres Plus ist das Dashboard für die Website-Geschwindigkeit – ein neues Tool, das dir direkt in Wix die wichtigsten Metriken zum Pagespeed liefert.

Dashboard zur Verwaltung der Website-Geschwindigkeit

Du kannst Dein Pagespeed Dashboard über Site & Mobile App > Website & SEO > Website-Geschwindigkeit aufrufen.

In dem Dashboard werden Dir die Google PageSpeed Metriken für Deine Website angezeigt.

Du hast die Möglichkeit, direkt innerhalb von Wix einen Geschwindigkeitstest durchzuführen und die Ladegeschwindigkeit Deiner Website zu überwachen.

Du kannst außerdem Deinen Testverlauf aufrufen, um die Geschwindigkeit Deiner Website über einen längeren Zeitraum zu tracken. Das ist etwas, was bei Google PageSpeed Insights nicht einfach so „Out of the Box“ möglich ist.

die Geschwindigkeit Deiner Website

Das löst zwar nicht die Probleme, über die wir gesprochen haben, aber es ist auf jeden Fall ein ziemlich hilfreiches Feature.

Zusammengefasst: Wix hat sich zwar im Laufe der vergangenen Jahre enorm verbessert, aber es gibt immer noch einige Baustellen. Falls Du Lösungswege für diese Probleme hast, verrate sie uns gern in den Kommentaren.

Die Nachteile: Der Page-Builder von Wix erzeugt zu viel unnötigen Code

Page-Builder sind eine praktische Sache. Mit ihnen können Website Inhaber schnell komplexe, optisch-ansprechende Layouts erzeugen, ohne dass sie technische Vorkenntnisse brauchen oder Code kennen müssen.

Der Page-Builder von Wix ist relativ intuitiv und verfügt über ein umfassendes Angebot gebrauchsfertiger Templates.

Wix’s page builder

Aber wie viele andere Page-Builder auch erzeugt er im Frontend Unmengen von unnötigem Code (auch als Code Bloat bekannt). Und dieser ganze zusätzliche Code ist unnötiger Ballast für eine Website und drosselt ihre Geschwindigkeit.

Ein Beispiel? Sehen wir uns einmal den folgenden Bereich unserer Test-Startseite an.

our test homepage

Wir haben hier eine h2-Überschrift mit einem dazugehörigen Absatz. Wir brauchen also eigentlich nur diesen Code:

<h2>Yoga Essentials</h2>
<p>Shop our selection of high-quality yoga gear</p>
<button>Shop Now</button>

Und dann vielleicht noch ein, zwei DIVs für die Formatierung.

Wix generiert aber das hier:

<div data-mesh-id="comp-l3crlv8linlineContent-gridContainer" data-testid="mesh-container-content">
<div id="comp-l3crlv8o" class="c9GqVL QxJLC3 comp-l3crlv8o wixui-rich-text" data-testid="richTextElement" data-motion-enter="done" style="visibility: inherit;">
<h2 class="font_2 wixui-rich-text__text" style="font-size:65px;"><span class="color_45 wixui-rich-text__text">Yoga Essentials</span></h2>
</div>
<div id="comp-l3crppsg" class="c9GqVL QxJLC3 comp-l3crppsg wixui-rich-text" data-testid="richTextElement" data-motion-enter="done" style="visibility: inherit;">
<p class="font_7 wixui-rich-text__text" style="font-size:20px;"><span class="color_15 wixui-rich-text__text"><span style="font-size:20px;" class="wixui-rich-text__text"><span style="font-family:helvetica-w01-light,helvetica-w02-light,sans-serif;" class="wixui-rich-text__text">Shop our selection of high-quality yoga gear</span></span></span></p>
</div><div class="comp-l3crqql2 FubTgk" id="comp-l3crqql2" aria-disabled="false" data-motion-enter="done" style="visibility: inherit;"><a data-testid="linkElement" href="https://bvonline232.wixsite.com/my-site-2/category/shop-bath" target="_self" class="uDW_Qe wixui-button PlZyDq" aria-disabled="false"><span class="l7_2fn wixui-button__label">Shop Now</span></a></div></div>

(An dieser Stelle kamen schmerzhafte Erinnerungen an Microsoft FrontPage hoch …)

Die Details:

  • Die h2-Überschrift ist von einem DIV und der Text innerhalb der h2 ist von zwei SPANS umschlossen.
  • Der Absatz ist von einem DIV und der Text darin von einem SPAN umschlossen.
  • Wir haben auch Inline Styles (style=”font-size:65px…).

Das ist nicht schön und verursacht dazu auch noch Code Bloat. Aber der Page-Builder von Wix erzeugt so etwas für jedes Element auf einer Seite.

Du kannst Dir sicher vorstellen, wie schnell sich so Code Bloat aufbaut.

Die saubere Lösung

So würden wir vorgehen, wenn wir sauberen, minimalen und, am wichtigsten, wiederverwendbaren Code generieren würden für:

  • den grünen Hintergrund
  • den schwarzenzentrierten Text
  • eine Überschrift
  • ein stilisierter Button
  • eine maximale innere Container Breite von 800px (responsive)

HTML

<section class="green-panel">
<div class="inner-container">
<h2>Yoga Essentials</h2>
<p>Shop our selection of high-quality yoga gear.</p>
<a href="https://site.com/category/shop-bath" class="shop-button">Shop Now</a>
 </div>
</section>

CSS

<style>
.green-panel {
background:#298d74;
text-align:center;
padding:30px;
color:#fff;
}

.green-panel h2 {
text-transform:uppercase;
} 

.shop-button{
font-size: 20px;
text-decoration: none;
color: white;
background-color: #556B2F;
padding: 10px 20px;
border-radius: 20px;
transition: background-color 0.3s;

.inner-container {
max-width:800px;
margin-left:auto;
margin-right:auto;|
}
</style>

Wir würden den grünen Bereich an diversen anderen Stellen unserer Website wiederverwenden. Und wenn wir irgendwann das Design ändern möchten, brauchen wir nur das CSS aktualisieren und die Änderungen werden für die gesamte Website wirksam.

Hat Code Bloat negative SEO Auswirkungen?

Nun, auf jeden Fall wird die Geschwindigkeit beeinträchtigt. Und wir wissen, dass die Geschwindigkeit eine wichtige Rolle spielt.

Aber unserer Meinung nach (und das ist nur eine Meinung) versteht Google durch sauberen Code wahrscheinlich auch die Struktur und den Content einer Seite besser.

Je mehr Code Bloat, desto langsamer ist die Website. Und Wix hat im Vergleich zu Websites, die von Grund auf neu entwickelt wurden, wirklich UNMENGEN von Code Bloat.

Zur Verteidigung von Wix

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass dieses Problem bei weitem nicht nur bei Wix auftritt.

Die meisten (aber nicht alle) WordPress Page-Builder erzeugen nämlich ähnlich unsauberen, aufgeblasenen und nicht optimierten Code.

Dasselbe gilt für andere Homepage-Baukästen/CMSs, wie zum Beispiel Weebly, Squarespace, Magento und viele andere.

Die Tatsache, dass das häufig vorkommt, macht es allerdings noch lange nicht gut. Der Code von Wix ist chaotisch, obwohl er das wirklich nicht sein muss. Wir hoffen, dass Wix weiterhin daran arbeiten wird.

Die Vorteile: Wix arbeitet konstant an neuen SEO-Verbesserungen

Wix ist ein CMS, das ständig weiterentwickelt wird, und das gilt auch für die SEO-Funktionen. Zu den jüngsten Neuerungen gehören ein KI-SEO-Assistent, integrierte Analytics und Wix Multilingual, das die Erstellung und Optimierung mehrsprachiger Websites erheblich vereinfacht. Und das alles zusätzlich zu den Forschritten im Bereich Pagespeed.

Kombiniert mit der Tatsache, dass Du in Wix so ziemlich jedes wichtige SEO-Element steuern kannst, können wir festhalten, dass Wix im Vergleich zu anderen beliebten CMS durchaus eine annehmbare Option ist.

Onpage SEO Basics: Wie schneidet Wix ab?

Sehen wir uns jetzt einige der wichtigsten Onpage SEO Faktoren an. Werden sie bei Wix alle berücksichtigt?

Größtenteils ja. Hier nochmal unsere Zusammenfassung.

wix SEO

Hinweis: Die Steuerbarkeit von SEO Rankingfaktoren ist nicht mit ihrer Optimierung gleichzusetzen. Bei Wix kannst Du zwar einen Großteil der wichtigsten Onpage Faktoren festlegen, aber SEO Tools wie Seobility helfen bei der korrekten Optimierung jedes Elements. Außerdem kannst Du Fehler bei der Optimierung ausfindig machen, die einen negativen Einfluss auf das Ranking der Website zur Folge haben können. In unserem SEO Audit Guide findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür, wie Du Deine Website vollständig optimieren kannst.

Meta Titles und Descriptions

Können bei Wix festgelegt werden: Ja

Der Titel einer Seite gehört weiterhin zu den wichtigsten Onpage Rankingfaktoren. Und eine gute Meta Description kann Dir zu mehr Klicks verhelfen (obwohl Google nicht immer die von Dir festgelegte Description nutzt).

Bei Wix hast Du die vollständige Kontrolle über Titles und Descriptions für jede Seite Deiner Website.

Klicke einfach auf der Seite, die Du bearbeiten willst, die drei Punkte für mehr Optionen an. Wähle dann SEO Basics.

die Du bearbeiten willst

Hier kannst Du den Titel der Seite und die Meta Description bearbeiten. Anschließend wird Dir über eine Vorschau angezeigt, wie diese in den Suchergebnissen aussehen würden.

Tipp: Probiere unseren kostenlosen SERP Snippet Generator aus, um umfassendere Vorschauen (inklusive Vorschau für Mobile) zu erhalten.

Du kannst für Deine Seiten außerdem Standardformate für Titles und Meta Descriptions (mit benutzerdefinierten Variablen) unter SEO > Tools und Einstellungen > SEO-Einstellungen > Nach Seitentyp bearbeiten > Hauptseiten festlegen.

mit benutzerdefinierten Variable

Wenn Du keinen Title und keine Meta Description schreibst, wird für die entsprechende Seite das Standardformat verwendet.

Das ist auf jeden Fall eine praktische Notlösung. Allerdings empfehlen wir Dir, für jede Unterseite Deiner Website den Title und die Meta Description zu optimieren.

Erfahre mehr über Meta Titles und Descriptions

Slug / URL

Kann bei Wix festgelegt werden: Ja

Früher waren die URLs von Wix gelinde gesagt ziemlich unschön. Heutzutage kann man allerdings für jede Seite der Website die URL (oder Slugs/Permalinks) selbst festlegen.

Kann bei Wix festgelegt werden

Wir empfehlen, aussagekräftige Slugs mit einer Länge von 2 – 3 Wörtern zu schreiben, die das primäre Keyword für jede Seite enthalten. Die Wörter solltest Du mithilfe von Bindestrichen voneinander trennen.

Achtung: Wenn Du den Slug für eine Seite änderst, musst Du einen 301-Redirect einrichten, um die alte URL auf die neue weiterzuleiten. Praktischerweise macht Wix das automatisch, wenn Du den Slug einer Seite änderst. Alternativ kannst Du in diesem Artikel erfahren, wie Du die Redirects manuell einrichtest.

Erfahre mehr über URL Slugs/Permalinks

Canonical URL

Kann bei Wix festgelegt werden: Ja

Bei kleineren Websites musst Du Dir deshalb wahrscheinlich keine Sorgen machen. Wenn Deine Website allerdings aus mehreren ähnlichen Seiten besteht – die zum Beispiel für dasselbe Keyword optimiert sind oder auf denen der Content nur minimal variiert – kann es in bestimmten Fällen empfehlenswert sein, eine Canonical (Master) URL festzulegen.

Hierdurch lassen sich Probleme mit Duplicate Content vermeiden.

Es ist auf jeden Fall immer gut, diese Möglichkeit zu haben. Bei Wix kann man über den Reiter Erweiterte SEO für jede Seite die Canonical URL festlegen.

SEO für jede Seite die Canonical URL festlegen

Erfahre mehr über Canonical URLs

Steuerung der Indexierung (Robots Meta Tag)

Bei Wix möglich: Ja

Du hast eine Seite, die nicht von Google indexiert werden soll? Bei Wix kannst Du ganz einfach ein „noindex“ Robots Meta Tag hinzufügen.

Dafür musst Du unter SEO Basics einfach nur „Suchmaschinen können diese Seite indexieren“ deaktivieren.

Suchmaschinen können diese Seite indexieren

Wenn Google das nächste Mal die Seite crawlt, wird diese automatisch aus dem Index entfernt.

Wix fügt (wenn der Schalter auf „ein“ steht) automatisch jeder Seite einen Robots Meta Tags hinzu, der auf „index“ gesetzt ist. Hier findest Du eine vollständige Liste mit den SEO Standardeinstellungen von Wix.

Du kannst den Robots Meta Tag allerdings unter „Erweiterte SEO“ noch weiter anpassen. Dort hast Du noch mehr Möglichkeiten als nur Ein/Aus, was für fortgeschrittene SEOs nützlich sein kann.

Erfahre mehr über die Steuerung der Indexierung

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.)

Können bei Wix festgelegt werden: Ja

Überschriften-Tags (h1, h2, h3 usw.) helfen Google, die Struktur und Themen Deiner Webseite besser zu verstehen.

Deine Überschriften sollten deshalb korrekt verschachtelt sein. Zum Beispiel sollte ein h1-Tag in der Regel das Hauptthema (Level 1) und h2 ein Unterthema sein (Level 2). H3 kann ein Unter-Unterthema sein (Level 3) usw.:

<h1>Haustiere</h1> (Thema der Seite)
<h2>Goldfische</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Goldfischen</h3> (Unterthema von Goldfische)
<h4>Reinigen Sie Ihr Aquarium regelmäßig</h4> (Unterthema von Pflege von Goldfischen)
<h2>Katzen</h2> (Unterthema)
<h3>Pflege von Katzen</h3> (Unterthema von Katzen)

Mit Wix kannst Du Tags für Überschriften von h1 bis h6 festlegen.

Wix kannst Du Tags für Überschriften

Erfahre mehr über Überschriften-Tags

Schema Markup

Können bei Wix hinzugefügt werden: Ja

Schema Markup sind strukturierte Daten, die Google dabei helfen zu verstehen:

  • welche Art von Content sich auf einer Seite befindet (z. B. Rezepte, Bewertungen, Produkte, Artikel),
  • welche „Entität“ (z. B. welches Unternehmen) sich hinter einer Website verbirgt,
  • und können außerdem genutzt werden, um zusätzliche Search Features anzuzeigen (Rich Snippets)

Wenn Du mit Schema und dessen Relevanz für SEO noch nicht vertraut bist, empfehlen wir Dir unseren Rich Snippets Guide.

Bei Wix ist es möglich, über den Editor jeder Seite JSON-LD Schema-Markup hinzuzufügen.

Seite JSON-LD Schema-Markup hinzuzufügen

Über dieses kostenlose Tool kannst Du relevantes Schema Markup für eine Seite generieren.

Wix generiert automatisch bestimmte Arten von Schema, einschließlich BlogPosting Schema für Websites. Es lohnt sich allerdings, Dein eigenes Schema für Deine wichtigsten Seiten zu schreiben. Das Schema, das Wix automatisch generiert, ist nämlich ziemlich einfach.

Dies ist das Schema, das Wix automatisch für unsere Startseite generiert hat. Wir haben es mit dem Rich Results Test von Google getestet.

Google’s Rich Results Test

Erfahre mehr über strukturierte Daten und Rich Snippets

Bilder SEO

Bei Wix möglich: Ja

Die drei wichtigsten Elemente für Bilder SEO sind:

  • ALT-Attribut (für Screenreader und Suchmaschinen)
  • Größe der Datei (kleiner = schneller = besser)
  • Name der Datei (wir empfehlen aussagekräftige Namen)

Die ersten beiden Elemente sind bei Wix gut abgedeckt. Du hast die vollständige Kontrolle über ALT-Attribute.

ALT-Attribute

Eigentlich solltest Du Deine Bilder vor dem Hochladen optimieren, aber mit dem Fotostudio von Wix kannst Du die Größe Deiner Bilder ändern, sie zuschneiden und sogar editieren.

Das hilft nicht nur dabei, die Dateigröße Deiner Bilder zu verschlanken, sondern Du kannst so auch schnell kleinere Änderungen an Deinen Bildern vornehmen.

Wix optimiert sogar automatisch Deine Bilder für Dich und liefert sie als WebP aus, wenn der Browser des Besuchers dieses Format unterstützt.

Die weniger guten Nachrichten? Wix ändert den Dateinamen des ursprünglich hochgeladenen Bildes (in diesem Fall eine PNG-Datei) und macht daraus ein Wirrwarr aus Buchstaben und Zahlen.

Im Bild unten siehst Du den PNG-Dateinamen, den Wix generiert (erster roter Kasten) und den original Dateinamen (zweiter roter Kasten).

Dateiname den Wix generiert

Dennoch können wir festhalten, dass Wix relativ gut auf Bilder SEO ausgerichtet ist.

Erfahre mehr über Bilder SEO

HTTPS

Läuft Wix über HTTPS? Ja

Seit 2014 gilt HTTPS als Google Rankingfaktor.

Heutzutage gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, wenn eine Website immer noch über HTTP läuft. Unabhängig von den SEO Vorteilen von HTTPS ist HTTP einfach zu unsicher.

Wir konnten erleichtert feststellen, dass jede über Wix erstellte Website (egal ob über eine eigene Domain oder nicht) über HTTPS läuft.

Erfahre mehr über HTTPS

Robots.txt Datei

Kann bei Wix hinzugefügt werden: ja

Mithilfe einer robots.txt Datei kannst Du verhindern, dass Suchmaschinen auf bestimmte Bereiche Deiner Website zugreifen.

Vielleicht hast Du ein Duplikat einer Seite, die Du für Deine Website brauchst, willst aber nicht, dass dieser von Google gecrawlt oder indexiert wird.

Bei Wix hast Du die vollständige Kontrolle über Deine robots.txt Datei über Website & SEO > SEO > SEO Tools > Robots.txt-Editor.

vollständige Kontrolle über Deine robots

Erfahre mehr über robots.txt

XML Sitemaps

Werden durch Wix erstellt: ja

Eine XML Sitemap hilft Google dabei, alle Seiten Deiner Website zu finden (und zu indexieren).

Wix erstellt und pflegt automatisch Sitemaps für diverse Bereiche einer Website (Unterseiten, Blogartikel usw.) …

Sitemaps für diverse Bereiche einer Website

… und wenn Du die SEO-Checklistenutzt, kannst Du Google die Sitemaps auch über die Search Console zur Verfügung stellen.

In diesem Bereich sieht also alles gut aus.

Erfahre mehr über XML Sitemaps

Bing Webmaster Tools Verifizierung

Wenn wir über SEO sprechen, beziehen wir uns normalerweise auf Google. Aber natürlich ist Google nicht die einzige Suchmaschine.

Wir empfehlen daher, zusätzlich auch die Webmaster Tools von Bing einzurichten und Deine Website darüber verifizieren zu lassen.

Bei Wix ist es recht einfach, Dein Bing Webmaster Tools Verification Tag hinzuzufügen(Website & App > Website & SEO > SEO > Tools und Einstellungen, dann scrolle nach unten zur Website-Verifizierung).

Website-Verifizierung

Du kannst außerdem Deine Website über Pinterest, Google Search Console, die Naver Webmaster Tools und Yandex Webmaster verifizieren oder benutzerdefinierten Code manuell hinzufügen, wenn es noch andere, hier nicht genannte Suchmaschinen, gibt.

Ist Wix für Mobile geeignet?

Mit einem Wort: ja

Wenn Du Deine Website erstellst, konzentrierst Du Dich wahrscheinlich primär darauf, wie sie auf dem Desktop aussehen wird.

Allerdings hat der Mobile Traffic den Desktop Traffic bereits 2017 überholt. Google priorisiert beim Crawlen und Indexieren mittlerweile sogar die mobile Version Deiner Website.

Die gute Nachricht ist, dass Wix-Websites vollständig responsive sind und (abgesehen von Problemen mit der Geschwindigkeit) gut auf Mobilgeräten funktionieren.

Du solltest nur darauf achten über die Vorschau zu prüfen, wie Deine Website sowohl über Desktop als auch auf Mobile aussieht. Und denk daran: Google wird die mobile Version Deiner Website indexieren und ranken. Wenn Du also Features hast, die auf Mobile nicht verfügbar sind, wird Google sie beim Ranking nicht berücksichtigen.

Durch Klick auf das Smartphone-Icon im Wix-Editor kannst Du in die mobile Ansicht wechseln.

Durch Klick auf das Smartphone-Icon

Generell ist Wix in diesem Bereich also ziemlich gut.

Andere erwähnenswerte SEO-Features

In den vergangenen Jahren hat Wix immer mehr SEO-Funktionen hinzugefügt. Dazu gehören zum einen sehr grundlegende Features, aber auch ein paar ziemlich nette Applikationen, die Du optional auf Deiner Website installieren kannst.

Die folgenden Features haben wir zwar nicht in unserer Gesamtbewertung berücksichtigt, dennoch sollten sie zumindest erwähnt werden.

Checkliste für die SEO-Einrichtung

Wix bezeichnet die Checkliste für die SEO-Einrichtung als eine

„Schritt-für-Schritt-Checkliste, die dir dabei helfen soll, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) deiner Website auf Grundlage deiner Unternehmensinformationen und deiner Keywords zu verbessern …”

Was wir darüber denken? Sie ist bis zu einem gewissen Grad praktisch (die Checkliste hilft, Basics hervorzuheben, die Du vielleicht übersehen hast), aber wir ziehen es normalerweise vor, Seite für Seite individuell zu optimieren.

Und wir würden immer ein SEO Audit – natürlich mit Seobility – durchführen, um sicherzugehen, dass wir nichts übersehen haben.

Die SEO-Checkliste von Wix konzentriert sich nämlich ausschließlich auf ein paar SEO-Grundelemente (zum Beispiel Title-Tags) und sorgt eigentlich nur dafür, dass diese nicht fehlen. Man bekommt aber kaum Feedback dazu, wie gut sie optimiert sind (und was man tun sollte, um sie weiter zu optimieren), oder ob es weitere Onpage SEO Faktoren gibt, die möglicherweise die Seite bremsen. Auch wenn es Dir bei der Einrichtung der Grundlagen hilft, fährst Du wirklich am besten, wenn Du mithilfe eines speziellen SEO-Tools (zum Beispiel unserem Website Audit-Tool) Deine Website umfassend optimierst.

Was uns allerdings an der Checkliste gefällt, ist, dass sie eine einfache Verbindung mit der Google Search Console ermöglicht und die Website (fast) sofort indexiert wird.

Du findest die Checkliste unter Website & App  > Website & SEO > SEO > Tools & Einstellungen.

Du findest die Checkliste unter Website & App
Klicke im SEO-Bereich unter „Tools und Einstellungen“ auf „Checkliste zur SEO-Einrichtung“.

Bevor Du die Verbindung zu Google herstellst, musst Du die Meta Description und den Title der Startseite festlegen. Ist dies erledigt, werden die roten Ausrufezeichen in dem Bild unten zu grünen Häkchen.

deine SEO-checkliste

Die SEO-Checkliste von Wix macht Dir dafür einige Vorschläge.

Dir dafür einige Vorschläge

Wir konnten mit der Meta Description nicht fortfahren, ohne den Namen unseres Unternehmens hinzuzufügen, was ziemlich nervig war.

Wir fanden es relativ überflüssig, da bei uns der Name bereits Teil des Title war. Und wir kennen uns ganz gut aus beim Erstellen optimierter Meta Descriptions.

Erstellen optimierter Meta Description

Aber zu Testzwecken haben wir nachgegeben und haben, wie verlangt, den Unternehmensnamen hinzugefügt. Und dann konnten wir unsere Website mit Google verbinden.

Website mit Google verbinden

Nur ein paar Klicks …

Und die Search Console ist fertig eingerichtet!

Und innerhalb von zehn Minuten wurde unsere Startseite durch Google indexiert.

Startseite durch Google indexiert

Das mag vielleicht nicht weltbewegend sein, aber für Betreiber von Kleinunternehmen, die neu im Thema sind, spart es definitiv die Zeit, um herauszufinden, wie eine Website verifiziert und indexiert werden kann.

Wix Multilingual

Mit Wix Multilingual kannst Du Deine Seite in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen.

Du findest das Feature im App-Markt von Wix und kannst es dort installieren.

Mit dieser App kannst Du Deine Inhalte manuell oder automatisch übersetzen (lassen) sowie Deine SEO-Einstellungen für jede einzelne Sprache optimieren.

Die Bewertungen für das Feature sind gemischt, aber es ist auf jeden Fall ein nettes Extra, das Dir bei der Optimierung nützlich sein kann.

Optimierung nützlich sein kann

Wix Statistiken

Wix hat eine ganze Reihe von Statistik-Dashboards, über die Du die Performance Deiner Website verfolgen kannst.

Wix Statistiken

Die Lösung deckt die meisten Onsite Analytics-Daten ab, die Du kennen musst. Dazu gehören:

  • Sessions im Laufe der Zeit
  • Sessions nach Quelle
  • Neue vs. wiederkehrende Besucher
  • Sessions nach Land
  • Conversion Daten (ecommerce)
  • E-Mail-Marketing Daten
  • Daten zum Besucherverhalten

Und noch vieles mehr.

Website-Prüftool

Das Website-Prüftool ist ein anderes praktisches Feature.

Es sucht mit Hilfe von Daten aus der Google Search Console nach möglichen Problemen mit der Indexierung oder dem Ranking.

Es zeigt Dir den Status der Indexierung sowie einen nach einzelnen Seiten aufgeschlüsselten Report, mit dem Du Dir Probleme mit individuellen Seiten vornehmen kannst.

Website-Prüftool

Du kommst auf dieses Feature über Website & App > Website & SEO > SEO. Klicke unter Tools und Einstellungen auf Website-Prüftool.

Fazit: Die SEO-Möglichkeiten bei Wix verbessern sich stetig, sind aber dennoch optimierungsbedürftig

Wie wir oben bereits zusammengefasst haben, hat sich Wix in den letzten Jahren sehr zum Positiven entwickelt. Der Großteil der SEO Basics kann bei Wix relativ gut durch den User bestimmt werden.

Dennoch stellen Geschwindigkeit und Code Bloat nicht zu unterschätzende Probleme dar, an denen hoffentlich in naher Zukunft gearbeitet wird.

Wir sind aber guter Hoffnung, dass Wix genau das tun wird, wenn man bedenkt, wie viele Verbesserungen in den letzten Jahren umgesetzt wurden.

Abschließend möchten wir anmerken, dass unserer Erfahrung nach viele Wix-Websites auf technischer SEO-Ebene schlecht optimiert sind. Das scheint allerdings weniger das Verschulden der Plattform zu sein als ein Problem der Website Inhaber, die anscheinend Schwierigkeiten haben, die ihnen zur Verfügung stehenden Tools zu nutzen.

Sicher, man kann hier nicht bis zu dem Grad herumprobieren, wie wir es gerne hätten. Und es gibt immer noch einige Makel. Für die meisten kleineren Unternehmen gibt es jedoch bereits sehr viele Möglichkeiten, um die technische SEO ihrer Website zu verbessern.

Wenn Du also über Wix eine Website betreibst und Deinen Suchmaschinen-Traffic steigern willst, raten wir Dir folgendes:

  1. führe ein umfassendes SEO Audit durch (dabei kannst Du Dich an diesen Leitfaden halten),
  2. investiere etwas Zeit, um Probleme zu beheben und Deine Website zu optimieren,
  3. versuche möglichst hochwertigen Content zu schaffen, der Deinen Usern weiterhilft und eine Antwort auf ihre Suchanfrage bietet,
  4. steigere die Authority Deiner Website, indem Du Dir hochwertige Backlinks sicherst (in unserem Leitfaden findest Du einige nützliche Linkbuilding Taktiken).

Anmerkung: Dieser CMS-Test wurde ursprünglich 2021 von David McSweeney verfasst und im Jahr 2024 von Bram Vergouwen aktualisiert. Bram ist ein SEO-Spezialist mit mehr als 6 Jahren Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Er bietet maßgeschneiderte SEO-Lösungen und -Strategien zur Steigerung der Online-Sichtbarkeit an.

Neben Wix haben wir uns auch die Onpage SEO Möglichkeiten in Squarespace, GoDaddy, WordPress und Joomla angesehen. Außerdem haben wir die SEO Vor- und Nachteile jedes CMS in einer finalen Zusammenfassung verglichen und das für SEO am besten geeignete CMS zum Sieger gekürt.

Duplicate Content Probleme: Häufige Ursachen und geeignete Lösungsstrategien

Duplicate Content ist eines der häufigsten technischen SEO-Probleme, das eine Reihe von negativen Effekten nach sich ziehen kann, darunter eine reduzierte Sichtbarkeit der betroffenen Seiten in Suchmaschinen, verwässerter Link Juice sowie eine frustrierende Nutzererfahrung.

Trotz des Namens ist der Content-Manager Deines Unternehmens aber normalerweise nicht die richtige Person, um dieses Problem zu lösen. Typischerweise handelt es sich bei Duplicate Content nämlich um ein technisches Problem, das einen technischen Lösungsansatz erfordert.

In diesem Blogartikel zeigen wir Dir häufige Ursachen für die Entstehung von Duplicate Content und – wichtiger noch – wir erklären Dir, wie Du diese beheben kannst!

Was ist Duplicate Content?

Bevor wir uns tiefer in dieses Thema stürzen, sollten wir zunächst klären, was wir unter „Duplicate Content“, also doppelten Inhalten, verstehen. Einfach ausgedrückt, bezieht sich der Begriff auf das Auftreten ein und desselben Inhalts oder sehr ähnlicher Inhalte unter mehreren URLs.

Obwohl der Begriff sich auch auf identische Inhalte auf unterschiedlichen Domains beziehen kann, konzentriert sich dieser Artikel auf doppelte Inhalte, die auf derselben Website auftreten. Dieses Phänomen wird auch als „interner Duplicate Content“ bezeichnet.

Ich spreche hierbei von ganzen Seiten oder umfangreichen Content-Blöcken, die mit anderen Inhalten auf derselben Website entweder vollständig übereinstimmen oder ihnen sehr ähnlich sind.

Wie wirkt sich Duplicate Content auf SEO aus?

Google ist laut eigener Aussage sehr darauf bedacht, „Seiten mit verschiedener Information zu indexieren und anzuzeigen“:

„Unsere User wollen gewöhnlich einen vielfältigen Querschnitt an einzigartigem Content für ihre Suchanfragen erhalten. Sie sind verständlicherweise verärgert, wenn sie im Wesentlichen den gleichen Content innerhalb der Suchergebnisse sehen.“

Während man bei den Aussagen von Google sonst oft zwischen den Zeilen lesen muss, ist die Botschaft in Bezug auf die Bedeutung von einzigartigem Content eindeutig.

Wenn die einzelnen Seiten Deiner Website keine einzigartigen Informationen liefern, wirst Du es schwer haben, die obersten Positionen in den Suchergebnisseiten (SERPs) zu erobern.

Websites mit Duplicate Content leiden unter geringerem organischen Traffic und weniger indexierten Seiten. In Fällen von Manipulation riskieren sie sogar eine algorithmische Abstrafung. Dies hat mehrere Gründe:

    1. Bedenke, dass der Googlebot kein Mensch ist. Wenn er zwei oder mehr Seiten mit demselben Inhalt entdeckt, muss der Algorithmus entscheiden, welche Seite ranken soll. Obwohl dies oft gelingt, kann es auch zu Fehlern kommen.

duplicate content
Figure: Duplicate Content – Author: Seobility – License: CC BY-SA 4.0

  1. Wenn ein und derselbe Inhalt auf mehreren URLs vorhanden ist, verteilen sich üblicherweise auch positive „Signale“ wie Backlinks, Social Shares und Engagement-Statistiken auf diese URLs. Dadurch profitieren all diese URLs jeweils weniger von diesen Signalen, als es eine einzelne URL tun würde.
  2. Bei Duplicate Content muss der Googlebot mehr Zeit und Ressourcen für das Crawlen Deiner Website aufwenden, obwohl er keinen Nutzen davon hat. Du vergeudest somit Googles Zeit (und das Crawl-Budget Deiner Website).

In der Suchmaschinenoptimierung gibt es bereits genügend Faktoren, die außerhalb unserer Kontrolle liegen – da solltest Du Google nicht auch noch ein verwirrendes Durcheinander an Inhalten präsentieren und es Google überlassen, diese zu sortieren.

Wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch für einen Job eingeladen wirst, den Du wirklich haben willst, kommst Du dann unvorbereitet und in schmutziger Kleidung? Jeder, der die Position wirklich will, zeigt sich von seiner besten Seite und recherchiert gründlich im Vorfeld.

Der Wettbewerb in der organischen Suche wird immer härter, also wollen wir das Gleiche tun und Google die beste und klarste Version unserer Website präsentieren, damit die Suchmaschine diese vollständig versteht.

Häufige Ursachen für Duplicate Content

Probleme mit Duplicate Content können aus verschiedenen Gründen auftreten. Verschiedene Arten von Websites wie Blogs, E-Commerce-Webites usw. haben jeweils spezifische Eigenschaften, die zu Duplicate Content führen können.

Im Folgenden gehe ich auf einige der häufigsten Ursachen für Duplicate Content ein, denen ich bei der Durchführung technischer SEO-Audits für verschiedene Kunden-Websites begegne. Anschließend zeige ich Dir, wie Du diese Probleme beheben kannst, wenn Du sie auf Deiner eigenen Website entdeckst!

Schlechtes Content-Management

Es gibt zweifellos viele technische Probleme, die zu Duplicate Content führen, aber es wäre fahrlässig, nicht zuerst einen Blick auf das Content-Management zu werfen.

Wortwörtlich duplizierter Inhalt

Wenn ich mir eine Website zum ersten Mal anschaue, stoße ich oft schnell auf minderwertige Seiten mit identischem Inhalt und URLs wie z.B:

  • https://beispiel.com/test-seite/
  • https://beispiel.com/test-seite-1/
  • https://beispiel.com/test-seite-2/

Häufig werden Inhalte absichtlich dupliziert, um neue Seiten mit ähnlichem Layout leichter erstellen zu können.

Das ist an sich kein Problem. Ein Problem entsteht erst, wenn man vergisst, hinterher aufzuräumen.

Testseite
Quelle: https://ofm.od.nih.gov/

Die gute Nachricht ist, dass dieses Problem leicht behoben werden kann, indem Du die Seiten einfach löschst und einen 404– oder 410-Statuscode ausgibst. Bevor Du dies tust, solltest Du jedoch sicherstellen, dass es keine internen Links auf Deiner Website gibt, die auf diese Seiten verweisen, um Broken Links in Zukunft zu vermeiden. Wenn Du Seobility verwendest, kannst Du dies leicht überprüfen, indem Du im Suchfeld „Konkrete Seite analysieren“ nach der URL suchst, die Du löschen möchtest:

Analysiere eine konkrete Seite mit Seobility

Navigiere dann zum Tab „Verlinkung“, um alle auf diese Seite verweisenden Links zu sehen:

Klicke auf den Tab Verlinkung

Duplizierte Landingpages

Viele meiner Kunden bauen ihren organischen Traffic aus, während sie gleichzeitig Suchmaschinenwerbung und Facebook-Anzeigen schalten. Dabei erstellen sie häufig Landingpages für ihre Anzeigen, indem sie bestehende Seiten einfach duplizieren.

Nicht selten stößt man auf Folgendes:

  • https://example.com/service/
  • https://example.com/service-lp-facebook/
  • https://example.com/service-lp-googleads/

Zwar unterscheiden sich einige der auf diesen Seiten verwendeten Texte vom Original, doch in der Regel sind Title, Meta-Description sowie 90 % des Inhalts identisch.

In diesem Beispiel soll die Seite /service/ bei Google ranken. Daher ist es wichtig, eine klare Botschaft an die Suchmaschine zu senden.

Alle Landingpages, die für andere Traffic-Quellen genutzt werden, sollten mit der Anweisung „noindex“ versehen werden, damit sie nicht im Google-Index erscheinen und mit den für die organische Suche optimierten Seiten konkurrieren.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist, wenn Du erwartest, dass diese anderen Landingpages Social-Media-Shares oder Backlinks erhalten. In diesem Fall kannst Du die Seiten indexierbar lassen und stattdessen einen Canonical Link zur Hauptseite /service/ hinterlegen.

Diese “kanonische” URL signalisiert Google, dass die Hauptseite /service/ die „ursprüngliche“ Quelle des Inhalts ist, und diese in den Suchergebnissen angezeigt werden soll. Außerdem werden hierdurch die positiven Signale von Backlinks auf die kanonische Seite gebündelt.

In unserem Beispiel müssten wir allen Landingpages folgenden Canonical Tag hinzufügen:

<link rel="canonical" href="https://example.com/service/" />

Wenn Du diese Methode verwendest, denke daran, dass eine Seite nicht als „noindex“ gekennzeichnet werden sollte, wenn sie auf eine andere kanonische URL verweist. So stellst Du sicher, dass Du Google nicht mit widersprüchlichen Signalen verwirrst.

Dies wurde auch von Googles John Mueller bestätigt:

„[…] man sollte ’noindex‘ und ‚rel=canonical‘ nicht mischen … sie stellen für uns sehr widersprüchliche Informationen dar. Im Allgemeinen bevorzugen wir ‚rel=canonical‘ gegenüber ’noindex‘, aber wann auch immer Du Dich auf die Interpretation durch ein Computerprogramm verlässt, verliert Deine Eingabe an Gewicht.“

Falsche Serverkonfiguration

Google gab 2014 offiziell bekannt, dass HTTPS ein Rankingfaktor ist. 2018 begann Google Chrome damit, Webseiten, die über HTTP geladen werden, als „nicht sicher“ zu markieren.

unsichere Verbindung ohne HTTPS

Alle Websites sollten gesichert sein. Detaillierte Informationen dazu findest Du in diesem Leitfaden zum Wechsel von HTTP zu HTTPS.

Bei vielen über HTTPS ausgelieferten Websites kommt es jedoch aufgrund fehlender Weiterleitungen häufig zu problematischen Doppelungen, sodass der gleiche Inhalt unter zwei oder mehr URLs abrufbar ist.

Einfach ausgedrückt: Wenn Deine Website sowohl über HTTP als auch über HTTPS erreichbar ist und es keine Weiterleitung von einer Version auf die andere gibt, entsteht Duplicate Content. Und das gilt nicht nur für eine Seite, sondern für alle Unterseiten der gesamten Website!

Deine Website sollte also nicht gleichzeitig unter https://example.com und http://example.com erreichbar sein.

Ebenso wenig sollte sie sowohl auf einer Subdomain als auch auf der Hauptdomain verfügbar sein, wie zum Beispiel unter https://www.example.com und https://example.com.

Aber selbst wenn Du die Verwaltung Deiner Domains im Griff hast, gibt es andere Faktoren, die zu problematischen Doppelungen führen können, wie zum Beispiel ein einfacher Trailing Slash am Ende Deiner URLs.

https://example.com/service sollte nicht unter https://example.com/service/ erreichbar sein und umgekehrt.

In all diesen Fällen ist es wichtig, Redirects einzurichten, die Besucher automatisch zu Deiner bevorzugten URL-Variante weiterleiten. Dies sollte immer die HTTPS-Version sein, damit eine sichere Verbindung für alle Websitebesucher gewährleistet werden kann. Von dort aus musst Du entscheiden, wie Du Deine Subdomains (www oder nicht www in den meisten Fällen) und Permalinks (mit oder ohne abschließenden Trailing Slash) einrichten möchtest.

Meine bevorzugte Lösung ist es, Websites ohne www einzurichten und immer mit einem abschließenden Trailing Slash

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob diese Weiterleitungen auf Deiner Website richtig konfiguriert sind, kannst Du das mit dem kostenlosen Redirect Check von Seobility herausfinden:

der Redirect Check von Seobility

Gib einfach Deine Domain ein und wähle Dein bevorzugtes URL-Format aus. Das Tool überprüft automatisch, ob Deine https/www-Redirects wie gewünscht funktionieren.

Am Ende der Ergebnisseite findest Du außerdem einen Redirect Generator, der den erforderlichen Code generiert. Diesen kannst Du einfach kopieren und in Deine .htaccess-Datei auf dem Apache-Server oder in Deine NGINX-Server-Konfiguration einfügen, falls die Regeln noch nicht korrekt eingerichtet sind.

Kopiere den Code aus dem Redirect Generator

Neben der korrekten Einrichtung von Weiterleitungen solltest Du auch darauf achten, dass die Canonical Tags korrekt gesetzt sind.

Sie werden oft übersehen, aber wenn Du HTTPS verwendest und Dein Canonical Tag auf HTTP verweist, wird Google die HTTP-Version indexieren. Wenn diese wiederum per Redirect auf HTTPS weiterleitet, entsteht eine Endlosschleife für den Googlebot.

Gängige SEO-Plugins wie Yoast und Rankmath passen die Canonical Tags in WordPress oft automatisch an, wenn Du von HTTP auf HTTPS umstellst. Es kann jedoch sein, dass Du die Haupt-URL der Website in den Einstellungen anpassen musst.

Website Adresse in WordPress ändern

Wenn Du kein SEO-Plug-in verwendest, musst Du die Canonical Tags manuell hinzufügen bzw. bearbeiten. Sie sollten innerhalb des <head>-Bereichs Deines HTML-Codes hinzugefügt werden und auf die HTTPS-Version jeder Seite verweisen.

Dabei sollte zum Beispiel auch die Seite https://example.com/seite-1 einen Canonical Tag auf “sich selbst” haben, also auf https://example.com/seite-1 verweisen, um klarzustellen, dass dies die Seite ist, die Google indexieren soll.

Multi-Language-Management

Wie auch beim Content-Management stoßen viele Websitebetreiber auf Probleme mit Duplicate Content durch teilweise oder komplett fehlende Übersetzungen von Inhalten.

Wenn Du WordPress nutzt, bist Du vielleicht schon auf Muli-Language-Plug-ins wie Polylang oder WPML gestoßen. Diese Tools ermöglichen es, bestehende Inhalte in der Primärsprache zu klonen, um sie anschließend in eine andere Sprache zu übersetzen.

WordPress Plugin zum Management von Übersetzungen

Es kommt jedoch häufig vor, dass kopierte Inhalte in Vergessenheit geraten, da die Teammitglieder die Website selten in einer anderen Sprache besuchen. So bleiben Textblöcke oder sogar ganze Seiten und Blogbeiträge in der Ausgangssprache, obwohl das hreflang-Attribut eine andere Sprache angibt.

Wenn Du eines dieser Plugins verwendest, solltest Du Dir die Zeit nehmen, jede Seite und jeden Beitrag in jeder Sprache zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Inhalte zu 100 % übersetzt wurden. Die Duplicate-Content-Analyse von Seobility kann Dir hier viel Zeit ersparen, insbesondere wenn Du tausende URLs an Inhalten hast (mehr dazu später).

Nachdem Du nicht übersetzte Inhalte entdeckt hast, kannst Du Dein Content-Team mit der Übersetzung beauftragen, die Übersetzung automatisch durchführen oder erwägen, den spezifischen Inhalt in der betreffenden Sprache zu löschen.

Wenn Du Dich dafür entscheidest, den Inhalt komplett zu entfernen, vergewissere Dich, dass Du:

  • jegliche internen Links, die auf den Inhalt verweisen, entfernst oder austauschst (wie im Abschnitt „Wortwörtlich duplizierter Inhalt“ erklärt),
  • hreflang-Links über das Dashboard Deines Multi-Language-Plug-ins anpasst und
  • Deine Sitemap aktualisierst, um Google über die vorgenommenen Änderungen zu informieren.

Produktseiten auf E-Commerce-Websites

SEO-Manager im E-Commerce-Bereich werden immer detailorientierter, doch früher wurden Produktseiten oft automatisch anhand importierter Produktlisten erstellt.

Besonders in Produktkategorien mit einer großen Anzahl an Variationen, wie beispielsweise bei Autoteilen oder Bekleidung, war Duplicate Content an der Tagesordnung.

Hier ein Beispiel aus der Praxis:

ähnliche Produkte in einem Online-Shop

Jede einzelne Produktvariante hat eine eigene URL. Auch wenn der Titel teilweise einzigartig ist, sind das Bild und die Produktbeschreibungen identisch.

Man könnte zwar argumentieren, dass einzelne Produkte durchaus für sehr spezifische Longtail-Keywords ranken können (und das stimmt auch), aber seien wir ehrlich: Wenn nicht für jede Seite einzigartige Produktinformationen bereitgestellt werden, wird sie nicht performen.

Der Betreiber des Webshops ist deutlich besser beraten, eine einzige Produkt-URL bereitzustellen, die 12 Variationen über ein Dropdown-Menü anbietet.

Weitere Informationen dazu, wie Du die Produktseiten Deiner E-Commerce-Website optimieren und mit ähnlichen Produkten sowie Produktvarianten umgehen kannst, findest Du in unserem ausführlichen Leitfaden zu SEO für E-Commerce-Produktseiten.

Pagination

Pagination ist eine Technik, die verwendet wird, um große Mengen an Inhalten auf mehrere Seiten aufzuteilen. Stell Dir die Startseite eines Blogs mit 2.500 Blogartikeln oder eine E-Commerce-Website mit 200 Produkten in jeder ihrer 12 Kategorien vor.

Anstatt alle Inhalte auf einer einzigen, langen Seite zu platzieren, die langsam lädt und zu viele Links enthält, ermöglicht es die Pagination den Nutzern, durch kleinere, handlichere Teile des Contents zu navigieren.

Das Durchklicken von Artikel- oder Produktlisten über (in der Regel nummerierte) Links am unteren Rand jeder Seite verbessert die Benutzererfahrung, die Seitengeschwindigkeit und die SEO-Performance.

Online-Shops wie Amazon liefern ein gutes Beispiel dafür auf ihren Ergebnisseiten:

Beispiel einer Pagination bei Amazon

Manchmal haben paginierte Kategorieseiten allerdings einen langen Einführungstext auf der Seite oder unterstützenden Inhalt unterhalb der Produktliste, der bei jeder Paginierung wiederholt wird, was wiederum zu Duplicate Content führt.

Content auf der Kategorieseite eines Online Shops

Um dies zu vermeiden, frag Dich vorweg, ob Du überhaupt eine Pagination brauchst. Wenn der Inhalt problemlos auf einer Seite angezeigt werden kann, ohne Ladezeiten und User Experience zu beeinträchtigen, dann solltest Du Dich besser gegen die Pagination entscheiden, weil Deine Website dadurch weniger komplex wird.

Wenn Du jedoch Hunderte oder Tausende von Artikeln in einer Kategorie hast, wirst Du keine Wahl haben. In diesem Fall solltest Du den Textinhalt ausschließlich auf Seite 1 Deiner Pagination verwenden und ihn von den darauffolgenden Seiten entfernen. So vermeidest Du nicht nur Duplicate Content, sondern gibst Google auch einen wichtigen Hinweis, die Seite 1 Deiner Pagination anstelle einer anderen Seite in den Suchergebnissen anzuzeigen. Um die Wahrscheinlichkeit weiter zu reduzieren, dass Google z.B. Seite 4 oder 5 Deiner Pagination anstelle von Seite 1 anzeigt, kannst Du die paginierten Seiten „de-optimieren“, indem Du z.B. einen Titel wie „Ergebnisseite 4 der Kategorie …“ wählst.

Wenn dies aufgrund von technischen Einschränkungen Deines CMS oder aus anderen Gründen nicht umsetzbar ist, besteht eine alternative Lösung darin, alle Seiten ab Seite 2 der Pagination auf noindex zu setzen. Diese Lösung hat aber einen großen Nachteil: Google folgt nach einer gewissen Zeit den Links auf noindex Seiten nicht mehr. Das bedeutet: wenn Du wichtige Links auf den paginierten Seiten hast (z.B. Links zu Produktseiten), musst Du unbedingt sicherstellen, dass Google diese Seiten auf andere Weise „finden“ kann, bevor Du diese Lösung implementierst. Am einfachsten ist das möglich, indem Du eine optimierte XML-Sitemap bereitstellst, die Links zu den wichtigen Seiten enthält.

Eine Methode im Umgang mit paginierten Inhalten, die manchmal von SEOs vorgeschlagen, aber von Google nicht empfohlen wird, ist das Setzen von Canonical Tags auf den Seiten 2, 3 usw., um auf die erste Seite der Paginierung zu verweisen. Das Ziel dieser Methode ist es, die erste Seite von Google indexieren zu lassen und alle positiven Ranking-Signale auf dieser ersten Seite zu bündeln, während Probleme wie Duplicate Content vermieden werden.

Dies ist jedoch nicht der Zweck von Cannonical Tags. Wenn Du sie auf diese Weise verwendest, signalisierst Du Google, dass Du nur eine Kategorieseite und keine paginierte Serie hast, was zur Folge haben kann, dass Google die auf Seite 2, 3 usw. aufgelisteten Seiten möglicherweise nicht entdeckt.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet in diesem englischsprachigen Leitfaden auf SEJ einen guten Überblick über SEO Best Practices und gängige Mythen rund um das Thema Paginierung.

Tags, Kategorien und Autorenarchive auf WordPress-Websites

Eine meiner bevorzugten Methoden zur Optimierung von WordPress-Websites ist es, die Tags, Kategorien und Autorenarchive genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kategorien und Tags einer WordPress Website

An sich ist keines dieser Elemente schlecht. Das Problem ist, dass sie oft falsch eingesetzt werden oder zu minderwertigen Seiten führen.

Thin Content in Archiven

Auch wenn dieses Problem nicht direkt mit Duplicate Content zusammenhängt, sollte es dennoch erwähnt werden, wenn es um Archivseiten auf WordPress-Websites geht.

Kategorien und Tags sind tolle Möglichkeiten, um Blogbeiträge zu organisieren und zu kategorisieren. Vielen Website-Betreibern und Content-Erstellern ist jedoch nicht bewusst, dass WordPress für jede neu angelegte Kategorie und jedes neu angelegte Tag automatisch eine Archivseite anlegt.

WordPress Tag erzeugt automatisch eine neue Seite
„Ein Tag, der automatisch eine neue Seite erzeugt”

Kategorien sind intuitiver und scheinen daher auf den meisten Websites korrekt verwendet zu werden. Tags hingegen werden oft als eine Art SEO-Booster angesehen, und es wir oft versucht, so viele wie möglich davon zu verwenden.

Das Ergebnis ist, dass viele Websites zu viele Tags haben, was zu einer großen Anzahl von Seiten mit Thin Content führt, die wenig Mehrwert bieten.

Diese Vorgehensweise mag auf der veralteten Vorstellung beruhen, dass „mehr Seiten gleich bessere Sichtbarkeit“ bedeuten. Ich bin da anderer Meinung. Eine kleine, leistungsstarke Website mit hochwertigen Seiten ist mir allemal lieber!

Wenn Dir dieses Problem bekannt vorkommt, überlege Dir, welche Tags Du für Deine Website wirklich brauchst und behalte nur diese. Wenn Du Tags hast, die nur 1 oder 2 Artikel enthalten, haben Leser, die mehr Inhalte auf Deiner Website durchstöbern wollen, kaum einen Mehrwert durch diese Tags.

Tags, die den Besuchern keinen Mehrwert bieten, können komplett gelöscht werden. Stelle jedoch sicher, dass Du die URLs auf eine ähnliche Seite weiterleitest, falls externe Links darauf verweisen.

Wenn Du die Seiten nicht löschen möchtest, kannst Du sie auch auf noindex setzen. Die beliebtesten WordPress-SEO-Plugins, wie Yoast SEO und Rankmath, machen es leicht, diese Seiten über die Plugin-Einstellungen aus den Suchergebnissen auszuschließen.

Autorenarchive in den Suchergebnissen ausblenden

Eine Ausnahme von der noindex-Regel besteht, wenn die Archivseiten selbst organischen Traffic generieren. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Dein Autor ein bekannter Autor ist, dessen Name natürlich gesucht wird. In solchen Fällen solltest Du die Seite indexiert lassen, um weiterhin Traffic von Google zu erhalten.

Duplicate Content in Archiven

Als ob Thin Content an sich nicht schon problematisch genug wäre, können Archivseiten ebenfalls zu Problemen mit Duplicate Content führen, wenn sie nicht angemessen verwaltet werden.

Manchmal kommt es vor, dass Archivseiten nicht nur einen kurzen Auszug der gelisteten Blogartikel darstellen, sondern sehr lange Vorschautexte oder sogar den kompletten Artikelinhalt anzeigen. Das führt dann im schlimmsten Fall dazu, dass der Inhalt eines Artikels auf der Blog-Startseite, in einem Autorenarchiv, einem Kategoriearchiv und mehreren Tag-Archiven angezeigt wird, noch bevor die eigentliche URL des Beitrags aufgerufen wird.

zu lange Vorschautexte

Auf dem obigen Bild ist eine Autorenseite zu sehen, die zu viel vom Artikelinhalt anzeigt (keine Begrenzung des Auszugs). Das führt zu Problemen mit Duplicate Content.

Alle Inhalte, die auf Kategorie-/Autor-/Tag-Archivseiten angezeigt werden, sollten nur einen kleinen Auszug verwenden, um Duplikate zu vermeiden. Dies kannst Du erreichen, indem Du den integrierten „Mehr“-Block in WordPress verwendest, der automatisch dafür sorgt, dass der Auszug nur 10 bis 25 Wörter umfasst. Für das vorherige Bild würde der Unterschied folgendermaßen aussehen:

kürzere Vorschautexte

Ein weitere häufige Ursache für Duplikate auf Archivseiten sind redundante Tags und Kategorien. Wenn Du beispielsweise einen Blog über Digitales Marketing betreibst und eine Kategorie namens „Content Marketing“ hast, aber auch ein Tag für „’Content Marketing Tipps“ erstellst, dann enthalten beide Seiten wahrscheinlich die gleichen Artikel, was zu Duplicate Content führt.

Um dies zu vermeiden, solltest Du sicherstellen, dass Du eindeutige Tags und Kategorien verwendest, die sich nicht wiederholen, und das Kategorisierungssystem so übersichtlich wie möglich halten. Deine Kategorien sollten etwas weiter gefasst sein und das allgemeine Thema Deiner Beiträge widerspiegeln. Tags sollten spezifischer sein und den Nutzern helfen, nach dem Lesen Deines Beitrags ähnliche Inhalte zu bestimmten Schlagworten zu finden.

Wenn Deine Website bereits Probleme mit Duplicate Content durch überflüssige Kategorien und Tags hat, ist es Zeit für eine Aufräumaktion. Wie im Abschnitt „Thin Content in Archives“ beschrieben, überlege Dir, welche dieser Seiten Du wirklich benötigst und lösche oder setze alles, was keinen Mehrwert bietet, auf noindex.

So findest Du Duplicate Content auf Deiner Website

Eine der einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, Duplicate Content aufzuspüren, ist der Einsatz von Software. Ein Website Audit Tool wie Seobility, das jede Seite Deiner Website automatisch durchkämmt, ist wesentlich schneller als die manuelle Suche nach Duplicate Content.

Wenn Du ein Website-Audit in Seobility startest, überprüft das Tool automatisch Deine Website auf verschiedenste technische und Onpage-SEO-Probleme, einschließlich Duplicate Content.

Wenn Du bereits Nutzer bist, kannst Du die Duplicate Content Analyse im Bereich Onpage > Inhalt > Duplicate Content finden.

Duplicate Content Analysen in Seobility

Bei Seobility werden die folgenden Arten von Duplicate Content überprüft:

  • Komplette Seitenduplikate: Vollständig identische HTML-Seiten
  • Duplicate Content: Seiten mit identischem Textinhalt (aber keine kompletten HTML-Duplikate)
  • Inhalt auf mehreren Seiten vorhanden: Textblöcke, die auf mehreren Seiten verwendet werden
  • Konkurrierende Seiten für dieselben Keywords: Keyword-Kannibalisierung

Obwohl Keyword Kannibalisierung streng genommen kein Duplicate-Content-Problem ist, steht sie doch in engem Zusammenhang damit und sollte unbedingt im Rahmen eines Website- bzw. Content-Audits geprüft werden.

Fazit

Duplicate Content kann sich negativ auf Deine SEO-Bemühungen auswirken, indem er Google das Crawling Deiner Website erschwert und zu schlechteren Rankings der betroffenen Seiten führt.

Die gute Nachricht ist, dass Du mit einfachen proaktiven Maßnahmen Probleme mit Duplicate Content frühzeitig erkennen und beheben kannst, um die Position Deiner Website in den SERPs zu sichern.

Registriere Dich für eine kostenlose 14-tägige Testversion von Seobility und starte noch heute ein Website-Audit, um sicherzustellen, dass Du Probleme mit Duplicate Content auf Deiner Website entdeckst, bevor Google es tut!

Die essentielle SEO-Checkliste für Dein kleines Unternehmen

In diesem Artikel

SEO-Checkliste für kleine Unternehmen: Langfristigen ROI sichern

  • Das Problem: Kleine Unternehmen haben kleinere Budgets und weniger Ressourcen als die großen Player, konkurrieren aber um dieselben Top-Plätze bei Google und in der KI-Suche. Aus Frustration greifen viele Inhaber zu riskanten Abkürzungen, die es oft nur noch schlimmer machen.
  • Die Lösung: Eine strukturierte 5-Schritte-Checkliste, mit der Du das Beste aus einem kleineren Budget herausholst. Sie zeigt Dir, wie Du verstehst, wonach Deine Zielgruppe sucht, lokale Keywords mit wenig Wettbewerb findest, Dein Onpage-SEO sauber aufsetzt und mit Backlinks dauerhaft Vertrauen aufbaust.
  • Quick Win: Springe direkt zu Abschnitt 2. Identifiziere Chancen und Potentiale. Dort erfährst Du, wie Du die vielversprechendsten Suchbegriffe für Deine Nische findest, bevor Du etwas an Deiner Website änderst.

SEO stellt für alle Arten von Unternehmen eine Herausforderung dar, aber kleine Unternehmen haben es noch ein bisschen schwerer. Obwohl Du ein kleineres Budget und weniger Ressourcen zur Verfügung hast, musst Du genauso hart arbeiten wie die größeren Unternehmen, um in den Suchergebnissen gute Platzierungen zu erzielen.

Es ist kein Geheimnis, dass sich viele kleine Unternehmen hinsichtlich Google und SEO im Allgemeinen frustriert zeigen. Leider verleitet dieser Umstand viele dazu, nach Abkürzungen zu suchen, was häufig alles nur noch schlimmer macht.

Stattdessen sollten sich kleinere Unternehmen lieber darauf konzentrieren, die Basics gut umzusetzen und auf einem soliden Fundament aufzubauen. Auf diese Weise wird alles, was Du heute in SEO investierst, die Grundlage dafür sein, dass Du in den kommenden Jahren einen entsprechenden ROI generieren wirst.

Diese SEO-Checkliste für kleine Unternehmen umfasst alle wesentlichen Punkte, um Dich auf den richtigen Weg zu bringen!

1. Verstehe, wofür Du optimierst und warum

Der erste Punkt in dieser Checkliste mag vielleicht offensichtlich erscheinen, aber er ist absolut essenziell:

Bevor Du Geld in SEO investierst, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, wofür Du optimieren möchtest und warum.

Viele kleine und neu gegründete Unternehmen betrachten SEO lediglich als eine Strategie, um Website-Traffic zu generieren. Diese Sichtweise ist nicht völlig falsch, doch sie vereinfacht die Angelegenheit zu sehr, schränkt die Wirkung, die Du mit SEO erzielen kannst, ein und kann Dich in die falsche Richtung führen. Betrachte SEO besser als eine Strategie, die Dein Unternehmen den richtigen Personen präsentiert, mit dem Ziel, sie auf Deine Website zu bringen und Conversions zu erzielen.

Um die richtige Art von Traffic zu generieren und in den Rankings bei den richtigen Leuten zu erscheinen, musst Du wissen, wen Du erreichen möchtest und wie diese Personen Google nutzen, um Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen wie Deine zu finden.

Auf der englischsprachigen Vertical-Leap-Website haben wir kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem wir erklären, wie man 2024 auf Google gefunden wird. Derzeit gibt es neun Bereiche auf der Hauptseite der Google-Suche, in denen ein Link zu Deiner Website angezeigt werden könnte:

  1. Organische “blaue Links” (d. h. die „normalen“ Google-Suchergebnisse)
  2. Local Packs
  3. Google Maps
  4. Produktlisten
  5. Featured Snippets
  6. AI-generierte Snippets von SGE
  7. “Weitere Fragen”
  8. Discover
  9. Bildersuche

Viele SEO-Anfänger konzentrieren sich zunächst auf die „organischen blauen Links“, was ein guter Anfang ist. Allerdings ist es ebenso wichtig, zu bedenken, dass – je nach Unternehmen – auch die anderen Platzierungen großartige Möglichkeiten bieten können. Deshalb ist es so wichtig herauszufinden, wo Deine Zielgruppe Marken wie Deine entdeckt. So weißt Du, welche Art von Inhalten Du erstellen musst.

Wenn Du beispielsweise ein lokales Geschäft betreibst, werden Dich viele Kunden wahrscheinlich über die Local-Pack-/ Google-Maps-Ergebnisse finden:

Googles Local Pack

Daher ist es wichtig, dass Du Deinem Google Unternehmensprofil Priorität einräumst, welches der wichtigste Rankingfaktor für diesen Bereich der SERPs ist.

Kurz gesagt: Du solltest nicht einfach die Liste abarbeiten und versuchen, alles zu optimieren. Überlege Dir, welche Bereiche Priorität haben müssen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, welcher Ansatz für Dein Unternehmen der richtige ist, dann wirf doch mal einen Blick auf diesen Artikel, der SEO-Strategien für verschiedene Arten von kleinen Unternehmen untersucht.

Kenne Deine Zielgruppe

Wenn es bei SEO darum geht, die richtigen Besucher auf Deine Website zu bringen, musst Du wissen, wen Du ansprechen willst. Das Ganze beginnt mit der Analyse Deiner Zielgruppen: Wer sie sind, wonach sie suchen und wo sie das Gesuchte finden.

Stell Dir vor, ein B2B-Softwareunternehmen investiert den Großteil seines SEO-Budgets in Blogbeiträge und Affiliate-Artikel. Das ist gut und schön, aber was ist, wenn die größte Zielgruppe des Unternehmens neue Produkte auf LinkedIn und YouTube entdeckt, bevor sie überhaupt eine Google-Suche danach startet? Da das Unternehmen seine Zielgruppe nicht kennt, verpasst es viele Leads, von denen viele wahrscheinlich die Produkte der Konkurrenz auf ihren bevorzugten Plattformen entdecken.

Wenn Du Deine Zielgruppe(n) tatsächlich verstehen möchtest, kombiniere am besten Daten aus allen relevanten Quellen, die Dir zur Verfügung stehen. Dazu gehören wahrscheinlich:

  • Google Analytics 4 (demografische Informationen)
  • Interne Kundendaten
  • Kundenfeedback und Umfrageergebnisse
  • Zielgruppen in sozialen Medien
  • Verbraucherumfragen und Studien
  • Analyse der Zielgruppen Deiner Wettbewerber

Wenn Du auch PPC und andere Formen von bezahlter Werbung schaltest, mach Dir die verfügbaren Zielgruppendaten von Plattformen wie Google Ads und Meta Business Suite optimal zunutze.

Lerne so viel wie möglich über Deine Zielgruppe, damit Du im weiteren Verlauf dieser Checkliste informierte Entscheidungen treffen kannst!

2. Identifiziere Chancen und Potentiale

Kleine Unternehmen können es sich nicht leisten, Budget, Zeit oder andere Ressourcen für gescheiterte Kampagnen zu verschwenden. Das gilt insbesondere auch für die Anfangsphase, in der jeder Euro zählt. Du musst schnell eine Dynamik aufbauen, indem Du die richtigen SEO-Chancen für erste potenzielle Erfolge erkennst.

Dabei wird die Keyword-Recherche Dein bester Freund sein.

Die Keyword-Recherche gibt nicht bloß Aufschluss über die Suchanfragen, welche Deine Zielgruppe bei der Suche eingibt, sondern darüber hinaus über die Intentionen Deiner Kunden und wie diese sich von einer Phase der Customer Journey zur nächsten verändern.

Die Keyword-Recherche für kleine Unternehmen lässt sich in drei Hauptschritte unterteilen:

  1. Auflisten Deiner Seed-Keywords
  2. Suche nach relevanten Keyword-Möglichkeiten
  3. Priorisieren der Keywords mit dem größten Potenzial

Während der Leitfaden zur Keyword-Recherche von Seobility diese Schritte detaillierter behandelt, haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Schritt 1: Beginne mit der Auflistung Deiner Seed-Keywords

Bei den sogenannten “Seed-Keywords” handelt es sich um die Hauptbegriffe, nach denen Deine Zielgruppe sucht.

Diese sind bei jedem Unternehmen unterschiedlich und lassen sich meist durch einfaches Brainstorming ermitteln:

  • Wer ist die primäre Zielgruppe Deines Produkts und welche Bedürfnisse hat sie?
  • Welche zentralen Themen ergeben sich aus Deinen Produkten und Dienstleistungen und wie kannst Du diese kategorisieren?
  • Welche Fragen stellt Deine Zielgruppe zu diesen Themen?

Wenn Du Dir selbst diese Fragen stellst, hilft Dir das dabei, eine Liste von Seed-Keywords und Kundenfragen zu erstellen. Diese dient Dir dann als Ausgangspunkt für die nächsten Schritte.

Schritt 2: Suche nach relevanten Keyword-Möglichkeiten

Um relevante Keywords zu identifizieren, beginne damit, eines Deiner Seed-Keywords in das Keyword Recherche Tool von Seobility einzugeben.

Nehmen wir an, Du verkaufst Massagepistolen. Ein mögliches Seed-Keyword könnte in diesem Fall „Massagepistole kaufen“ sein. Dieses gibst Du beim Keyword Recherche Tool ein:

Gib Dein Seed-Keyword ins Keyword Research Tool ein

Wähle die Option „Ähnliche Keywords“ für die Analyse aus und klicke auf „Keyword Recherche“, um eine Liste mit relevanten Keywords zu erhalten.

Liste an Keyword-Ideen

Eine weitere Möglichkeit, Keyword-Optionen zu finden, besteht darin, die Keywords zu analysieren, auf die Deine Wettbewerber abzielen. Dazu gibst Du einfach die Domain eines Konkurrenten im Tab „URL / Domain“ des Keyword Recherche Tools ein:

die URL / Domain Analyse des Keyword Research Tools

Dadurch siehst Du die Keywords, die Traffic auf die Website Deines Wettbewerbers lenken.

Schritt 3: Priorisiere die vielversprechendsten Keywords

Das Keyword Recherche Tool von Seobility bietet Dir vier Kennzahlen, anhand derer Du die Keyword-Optionen priorisieren kannst:

  1. Suchvolumen: Dabei handelt es sich um eine Schätzung der Anzahl der Suchanfragen pro Monat. Je höher das Suchvolumen, desto mehr Traffic kannst Du theoretisch anziehen. Andererseits bedeutet es auch mehr Wettbewerb, was es schwieriger macht, ein hohes Ranking zu erzielen.
  2. Wettbewerb: Die Kennzahl “Wettbewerb” zeigt Dir, ob der Wettbewerb für ein Keyword niedrig, durchschnittlich oder hoch ist. Bei hohem Wettbewerb versuchen viele Websites, für dieses Keyword zu ranken.
  3. CPC (Cost-per-Click): Dieser Preis stellt die ungefähren Kosten einer Google-Werbeanzeige für die Phrase dar. Es ist der Betrag, den Du zahlen müsstest, wenn ein Nutzer auf Deine Anzeige klickt. Je mehr Werbetreibende für ein Keyword bieten, desto höher der CPC.
  4. Intent: Die Suchintention beschreibt, was die Suchenden von der Suche erwarten. Möchten die Nutzer etwas kaufen, Informationen zu einem Thema finden, mehr über ein Produkt erfahren oder zu einer Website navigieren?

Keyword-Metriken

Um die richtigen Keywords auszuwählen, solltest Du Dich als erstes mit der Suchintention beschäftigen.

Suchintentionen lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:

  1. Navigational: Nutzer suchen nach einer spezifischen Seite/Website (z. B. „Facebook Login“).
  2. Informational: Nutzer suchen nach Informationen, Antworten, Hilfe usw. (z. B. „Wie wechselt man eine Glühbirne?“).
  3. Commercial: Nutzer recherchieren für eine Kaufentscheidung (z. B. „Beste energieeffiziente Glühbirnen“).
  4. Transactional: Nutzer beabsichtigen, während dieser Sitzung einen Kauf/eine Transaktion zu tätigen („60 W LED Glühlampe“).

Es ist wichtig, dass Du die spezifischen Suchintentionen Deiner Keywords kennst. Nur so kannst Du den richtigen Content für die gesamte Customer Journey erstellen. Beispielsweise solltest Du für Nutzer, die sich noch in der Informationsphase des Suchprozesses befinden und eher an Produktvergleichen als an Rezensionen und Produktseiten interessiert sind, keinen übermäßig werblichen Content erstellen.

Wähle am besten Keywords aus verschiedenen Kategorien der Suchintention aus . Wenn Du Dich nur auf einen Bereich konzentrierst, wie z. B. auf informative Keywords, deckst Du nicht die gesamte Customer Journey ab und lässt Dir wichtige Keyword-Möglichkeiten entgehen.

Keywords mit Kaufabsicht findest Du beispielsweise, wenn Du nach Keywords mit Wörtern wie „kaufen”, „günstig”, „Angebot”, „Sale” usw. suchst.

Sobald Du eine Liste von Keywords aus allen Gruppen hast, kannst Du sie basierend auf anderen Kennzahlen wie Suchvolumen, Wettbewerb, CPC und weiteren Faktoren wie der Relevanz für Dein Publikum priorisieren.

Und wenn Du noch mehr Hilfe beim Thema Suchintention brauchst, hat Saša Ebach einen ausgezeichneten Blogbeitrag darüber geschrieben, wie man Inhalte auf die Bedürfnisse der Suchenden zuschneidet.

3. Optimiere Deine Website

Deine Website ist der Dreh- und Angelpunkt Deiner Online-Präsenz und Deiner gesamten SEO-Strategie. Bevor Du ernsthaft Geld in die Produktion von Inhalten investierst, stelle zunächst sicher, dass Deine Website im Hinblick auf die grundlegenden SEO-Aspekte niet- und nagelfest ist. Dies wird dazu beitragen, dass jeder neu produzierte Inhalt seine Wirkung besser entfaltet und mehr zur Erreichung Deiner Ziele beiträgt.

Die wichtigsten Aufgaben der Website-Optimierung umfassen:

  1. Sicherstellen eines fehlerfreien technischen SEO-Setups
  2. Onpage-SEO
  3. Optimierung Deines Contents
  4. Optimierung der Nutzererfahrung

Stelle ein einwandfreies technisches SEO-Setup sicher

Technisches SEO stellt sicher, dass Suchmaschinen wie Google Deine Seiten problemlos crawlen und indexieren können. Zudem hilft es dabei, die technische Performance zu optimieren, um sowohl Besuchern als auch Suchmaschinen ein reibungsloses Erlebnis zu bieten.

Hier sind einige der wichtigsten technischen SEO-Faktoren, die Du analysieren und pflegen solltest:

Dies mag nicht der spannendste Aspekt von SEO sein, aber es ist einer der wichtigsten, um letztlich erfolgreich sein zu können. Wenn technisches SEO vernachlässigt wird, kann der Rest Deiner SEO-Strategie nicht seine volle Wirkung erzielen – und das wäre eine ernsthafte Verschwendung des Budgets.

Glücklicherweise kannst Du mit den richtigen Tools die technische SEO-Analyse automatisieren, sodass Du nicht all diese Faktoren einzeln überprüfen musst und Probleme sofort gemeldet werden. Mit dem Website Audit Tool von Seobility kannst Du automatische umfassende technische SEO-Audits planen und jegliche Probleme erkennen.

Seobility's Website Audit

Solange Du diese Probleme schnell in den Griff bekommst, ist es unwahrscheinlich, dass sie Deine Rankings allzu sehr beeinträchtigen. Das kann Dir einen großen Vorteil gegenüber kleinen Unternehmen verschaffen, die ihre technisches SEO nicht im Blick haben.

Verbessere Dein Onpage-SEO

Wenn alle technischen Probleme gelöst sind, gibt es mehrere Onpage-SEO-Faktoren, die für jede Seite Deiner Website optimiert werden sollten:

  • Optimierter Title Tag
  • Optimierte H1-Überschrift
  • Korrekter Einsatz von Unterüberschriften: H2, H3 usw.
  • Eine ansprechende Meta-Description
  • Eine klare, logische Seitenstruktur
  • Natürlicher Einsatz von Keywords in Überschriften und Inhalten
  • Angemessener Gebrauch von Bulletpoints, nummerierten Listen und Bildern
  • Interne Verlinkungen zu wichtigen, relevanten Seiten
  • Externe Links zu Quellen mit hoher Autorität
  • Kurze, prägnante Absätze – idealerweise nicht mehr als 300 Wörter pro Überschrift
  • Hervorragende Content-Qualität: relevant, genau und einzigartig

Ähnlich wie bei den technischen SEO-Faktoren überprüft das Website Audit von Seobility automatisch viele dieser Onpage-SEO-Faktoren auf Deiner gesamten Website, wie z.B. Deine Title-Tags und Meta-Descriptions.

Analyse von Meta Informationen in Seobility

Vergewissere Dich auch, dass diese Onpage-SEO-Checkliste vollständig ist, bevor Du neue Seiten auf Deiner Website veröffentlichst (Blogbeiträge, Landing Pages usw.).

Wenn Du bestehende Inhalte aktualisierst, solltest Du ebenfalls auf diese Onpage-SEO-Faktoren achten. Stelle zum Beispiel sicher, dass jeder Beitrag genaue, aktuelle Informationen enthält und Links zu neueren externen Quellen (nicht älter als zwei Jahre) aufweist.

Erstelle qualitativ hochwertige und optimierte Inhalte

Content ist in der Regel der kostspieligste und zeitaufwändigste Aspekt bei der Suchmaschinenoptimierung. Als kleines Unternehmen musst Du besonders einfallsreich sein, um den größtmöglichen Nutzen aus allem zu ziehen, was Du veröffentlichst.

Setze auf Qualität statt Quantität und vermeide den Fehler, mit einem begrenzten Budget zu viel auf einmal erreichen zu wollen. Wähle Deine Herausforderungen mit Bedacht und konzentriere Dich darauf, sie nacheinander anzugehen.

  • Ermittle Chancen und Potentiale für Inhalte: Berücksichtige sämtliche oben genannten Tipps zum Identifizieren von SEO-Chancen, um Möglichkeiten für qualitativ hochwertigen Content zu finden.
  • Nutzen vs. Aufwand: Berechne den potenziellen Nutzen und den Aufwand, den die jeweiligen Content-Optionen mit sich bringen. Stelle sicher, dass sie es wert und realistisch erreichbar sind. Ein Ausgangspunkt hierfür kann etwa sein, dass Du Dir das Konkurrenzniveau und das Suchvolumen für das gewünschte Keyword ansiehst und nicht auf stark umkämpfte Keywords abzielst, bei denen Du keine Chance auf eine erfolgreiche Platzierung hast.
  • Suchintention & Relevanz: Stelle sicher, dass Du die wahre Suchabsicht hinter allem, was Du veröffentlichst, verstehst. Jeder Inhalt sollte zu 100 % relevant für Deine Zielgruppe und deren Intention sein.
  • Richtigkeit: Korrekte Informationen sind die wichtigste Voraussetzung, um bei Deiner Zielgruppe und bei Suchmaschinen Vertrauen aufzubauen.
  • E-E-A-T: Folge den Google-Richtlinien für Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.
  • Content-Audits: Erziele durch regelmäßige Content-Audits und -Updates einen langfristigen Mehrwert aus allem, was Du veröffentlichst (mehr dazu später).
  • Call to Actions: Nutze Handlungsaufforderungen (CTAs) und interne Links strategisch, um Nutzer auf Deiner Websitezu halten und sie in Richtung Deiner Conversion-Ziele zu bewegen.

Um einen tieferen Einblick ins Thema SEO-Content zu erhalten, können wir Dir diesen Artikel zum Thema Content Marketing für kleine Unternehmen empfehlen.

Perfektioniere die User Experience

Es spielt keine Rolle, wie gut der Inhalt ist, wenn die Nutzererfahrung auf Deiner Website so schlecht ist, dass die Besucher direkt zur Google-Suche zurückkehren. Gerade Google weiß, wie wichtig die User Experience für die Suche ist. Das ist auch der Grund, warum im Laufe der Jahre so viele UX-Signale in den Algorithmus aufgenommen wurden:

  • Mobile Friendliness
  • Navigation
  • Ladezeiten
  • Sichere Verschlüsselung (HTTPS)
  • Page Experience, einschließlich Core Web Vitals und das Verzichten auf Pop-ups/aufdringliche Anzeigen

Beachte jedoch, dass diese Liste nur die SEO-Grundlagen in Bezug auf die Benutzererfahrung abdeckt. Du musst viel mehr Arbeit investieren, um die Nutzer selbst zufrieden zu stellen, insbesondere wenn Du möchtest, dass sie Formulare ausfüllen, Zahlungen vornehmen, Produkte kaufen und immer wiederkommen.

Der beste Tipp, um dies zu erreichen: Du solltest in allem, was Du tust, einen Mehrwert vermitteln.

Wenn eine Person beispielsweise auf einen komplexen Blogbeitrag stößt, könnte sie von Definitionen branchenspezifischer Fachbegriffe, Links zu verwandten Inhalten und anderen Arten von Content wie Bildern und Videos profitieren, um das Thema besser zu verstehen:

Blogartikel mit hilfreichen internen Links und Abbildungen

Wenn es Seiten auf Deiner Website gibt, die eine höhere Absprungrate (oder Bounce Rate) aufweisen, nimm Dir die Zeit, um die Daten über die Nutzer dieser Seiten zu untersuchen. Überlege Dir, welche Suchanfragen sie verwenden, um den Inhalt online zu finden und was sie damit erreichen wollen. Mach Dir dann Gedanken darüber, inwiefern Dein Inhalt einen Mehrwert für ihre Wünsche, Bedürfnisse und Probleme bietet und wie Du diese besser erfüllen kannst.

Dieses menschliche Grundverständnis bildet eine sehr gute Grundlage, um Deine User Experience zu verbessern.

4. Optimiere Offpage-SEO-Faktoren

Bis jetzt haben wir uns darauf konzentriert, Deine Website und deren Inhalte zu optimieren. Um jedoch die Sichtbarkeit zu maximieren, muss Deine Online-Präsenz über Deine eigene Website hinausgehen. Links von anderen Webseiten (sogenannte Backlinks) sind nach wie vor ein bedeutender Faktor für ein hohes Ranking bei Google. Darüber hinaus verbindet Offpage-SEO Dich mit Zielgruppen außerhalb von Suchmaschinen und hilft Dir beim Aufbau Deiner Marke.

Es gibt vier Schlüsselelemente, auf die Du Dich konzentrieren solltest. Wie bei vielen Aufgaben für kleine Unternehmen, ist es ratsam, diese nach Prioritäten zu ordnen und der Reihe nach anzugehen:

  1. Backlinks
  2. Direct Traffic
  3. Brand Mentions
  4. Engagement außerhalb der eigenen Website

Je nach Situation kann es durchaus variieren, mit welchem der vier Bereiche Du sinnvollerweise loslegen solltest. Grundsätzlich empfehlen wir jedoch, zunächst einen Blick auf Deine Backlinks zu werfen.

Beginne damit, Dein Backlink-Profil aufzubauen

Es gibt verschiedene Wege, um mit dem Aufbau von Backlinks zu beginnen, und der dafür erforderliche Aufwand sowie die Kosten lassen sich an Deine Situation anpassen.

Wenn Du den besten Content in Deiner Nische erstellst, solltest Du auf natürliche Weise qualitativ hochwertige Backlinks von wertvollen Quellen erhalten. Allerdings kann es für ein kleines Unternehmen, das noch keine starke Marke und Reichweite vorzuweisen hat, schwierig sein, von Anfang an derartige Verlinkungen zu erhalten.

Glücklicherweise gibt es einige Methoden, mit denen Du anfangen kannst, Backlinks aufzubauen und einen Ruf in Deiner Nische zu entwickeln.

Schreibe Gastbeiträge

Die Veröffentlichung von Gastartikeln auf den Websites Dritter ist einer der einfachsten Wege für kleine Unternehmen, um damit zu beginnen, das eigene Backlink-Profil aufzubauen.

Du kannst mit einfachen Schritten anfangen, wie zum Beispiel, indem Du Dich über LinkedIn mit anderen Unternehmen in Deiner Nische vernetzt und fragst, ob sie bereit sind, gemeinsam an Inhalten zu arbeiten.

Denke bei derartigen Kooperationen mit anderen Websites jedoch nicht nur an Backlinks. Berücksichtige auch deren Publikum und die Möglichkeit, Deine Marke/Inhalte den richtigen Leuten an Orten zu präsentieren, an denen Du noch nicht sichtbar bist.

Manchmal sind die gesteigerte Markenbekanntheit und die Klicks durch Gastbeiträge wertvoller als die dadurch gewonnenen Backlinks und der damit verbundene Ranking-Boost.

Erstelle „Linkbait”-Seiten

Der Begriff Linkbait bezieht sich auf Inhalte, die darauf ausgelegt sind, die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen und dadurch Verlinkungen zu generieren.

Der kostenlose Backlink Check von Seobility ist ein gutes Beispiel für eine Linkbait-Seite, da er kostenlos einen großen Mehrwert anbietet.

der Backlink Check von Seobility

Auf dieselbe Weise kannst Du innerhalb Deiner eigenen Nische Linkbait-Seiten erstellen, auf die Deine Zielgruppe ganz natürlich verlinken wird, weil sie so wertvoll sind.

Natürlich musst Du nicht gleich programmieren lernen, um diese Strategie zu nutzen. Neben dem Anbieten kostenloser Tools gibt es auch andere Möglichkeiten, Linkbait-Inhalte zu erstellen, zum Beispiel Statistiken, Umfragen und mehr. Dieser Artikel von Seobility bietet einige Ideen für den Aufbau hochwertiger Backlinks.

Analysiere die Links Deiner Konkurrenten

Die Analyse der Backlink-Profile Deiner Wettbewerber kann eine gute Inspirationsquelle für Deine eigenen Linkbuilding-Strategien sein. Mit dem kostenlosen Backlink Check von Seobility kannst Du mühelos die Seiten identifizieren, die auf die Websites Deiner Konkurrenten verlinken.

Du könntest sogar versuchen, die Links Deiner Wettbewerber zu „stehlen“, indem Du Inhalte erstellst, die besser als ihre sind, die verlinkenden Seiten kontaktierst und Deine Inhalte als Alternative anbietest.

Pflege Dein Backlink-Profil

Der Aufbau qualitativ hochwertiger Backlinks gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um Dein Suchmaschinenranking zu verbessern. Allerdings sind diese Verlinkungen nutzlos, wenn sie verloren gehen oder von schlechter Qualität sind.

Außerdem: Wenn Du Deine bestehenden Backlinks pflegst und nicht verlierst, kannst Du manchmal weniger Aufwand in den Aufbau neuer Backlinks stecken, falls andere Aufgaben Deine Aufmerksamkeit erfordern.

Das Backlink-Dashboard von Seobility bietet alle Einblicke, die Du benötigst, um das Backlink-Profil Deiner Website zu verwalten:

das Backlink Monitoring von Seobility

Es gibt zwei wichtige Faktoren, die Du berücksichtigen solltest:

  1. Bewertung Deiner Links (Link Rating): Seobility analysiert automatisch die Links, die auf Deine Website verweisen, und teilt Dir mit, wie wertvoll der jeweilige Link ist oder nicht ist. Als Seiteninhaber solltest Du die Qualität Deiner Links im Auge behalten und Deine Strategie entsprechend anpassen. Wenn zum Beispiel die meisten Deiner Links von schlechter Qualität sind, solltest Du vielleicht Deine Strategien zum Backlink-Aufbau überdenken.
  2. Verlorene Backlinks: Seobility kennzeichnet auch alle verlorenen Backlinks, die nicht mehr auf Deine Website verweisen. Sollte es bei Dir dazu kommen, kannst Du entsprechende Maßnahmen ergreifen, um den Link zurückzugewinnen, wie zum Beispiel Deinen Content-Partner zu kontaktieren, um die Gründe für die Entfernung des Links zu erfahren. Oftmals kann dies sogar aus Versehen passieren.

Nutze Direct Traffic zu Deinem Vorteil

Direct Traffic beschreibt Besuche auf Deiner Website, bei denen der Nutzer Deine URL direkt in die Adresszeile seines Browsers eingibt und bei einer Suchmaschine oder einer externen Quelle darauf klickt. Google hat mehrfach betont, dass Direct Traffic kein Rankingfaktor ist, was allerdings nicht bedeutet, dass er unwichtig wäre.

Der Aufbau von Brand Awareness (Markenbekanntheit) durch SEO- und Nicht-SEO-Kampagnen sollte zu mehr Direct Traffic führen. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Deine SEO-Strategie wirkt. Zudem führt eine größere Markenbekanntheit dazu, dass mehr Nutzer auf Deine Ergebnisse klicken, wenn sie in den Suchergebnissen erscheinen.

Du kannst die Markenbekanntheit auf viele Arten steigern, dies umfasst sowohl Offline- als auch Online-Aktivitäten.

Teilweise lassen sich diese Maßnahmen sehr leicht umsetzen, wie eine gesteigerte Aktivität in der Community, in Online-Foren und auf den wichtigsten Social-Media-Kanälen Deiner Branche. Dies kannst Du einfach erreichen, indem Du die Fragen von Menschen beantwortest und sie über Fachgebiete aufklärst, die für Dein Geschäftsangebot relevant sind.

Reddit ist ein Beispiel für ein Online-Forum, bei dem Du Dich mit der Community zu nahezu allen möglichen Themen austauschen kannst:

das Online-Forum Reddit

Du kannst Deine Marke auch einem breiteren Publikum präsentieren, indem Du aktiver an Networking-Veranstaltungen teilnimmst (auch in diesem Fall kann dies sowohl online als auch offline sein). Ziehe sogar in Erwägung, Deine eigenen Veranstaltungen zu hosten, wie Workshops, Webinare oder Fortbildungsevents, die mit Deinem Geschäft zusammenhängen.

Durch die aktive Teilnahme an Events, Diskussionen und anderen Situationen, in denen Du Dein Know-how und Deine Mitarbeiter ins beste Licht rücken kannst, präsentierst Du Deine Marke einem interessierten Publikum auf eine werteorientierte Art und Weise.

Bring die Leute zum Reden: Brand Mentions

Brand Mentions (Markenerwähnungen) werden oftmals auch fälschlicherweise als Rankingsignal angeführt, weil ihr Wert missverstanden wird. Wie Direct Traffic sind Brand Mentions (ohne Verlinkungen) ein Indikator für Brand Awareness, auch wenn sie keinen Traffic generieren. Brand Mentions mit Verlinkungen hingegen stellen Backlinks dar, die mit dem Markennamen als Ankertext versehen sind – diese sind besonders wertvoll, wenn sie von Seiten mit hoher Autorität stammen, gelten aber nicht als klassische Brand Mentions. Beide Formen sind wertvoll, jedoch auf unterschiedliche Weise.

Wie auch bei Direct Traffic ist der Schlüssel zur Generierung von Brand Mentions der Aufbau von Markenbekanntheit, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde.

Fördere Offsite-Interaktionen mit Deiner Marke

Offsite-Interaktionen umfassen alle Arten von Interaktionen mit Deiner Marke, die außerhalb Deiner eigenen Website stattfinden. Dazu zählen:

  • Social-Media-Accounts
  • Google Unternehmensprofil
  • Verzeichniseinträge
  • Gastbeiträge in Blogs
  • Bewertungs-Websites
  • Foren (Quora, Reddit, branchenspezifische Foren usw.)
  • Drittanbieter-Apps (wie Lieferando, TripAdvisor usw.)
  • E-Mail-Postfächer
  • Offline-Interaktionen

All diese Interaktionen tragen zur Markenbekanntheit und Sichtbarkeit, zum Kundenerlebnis sowie zu Deiner SEO-Strategie bei – manche direkt, andere indirekt.

Aber keine Sorge, Du musst nicht gleich alle Bereiche auf einmal angehen. Stattdessen kannst Du Dich auf einen Bereich konzentrieren und von dort aus Dein Engagement außerhalb der eigenen Website aufbauen.

Du könntest beispielsweise damit beginnen, Deine Gedanken auf Plattformen wie LinkedIn zu teilen, was später zu SEO-Chancen wie Content-Kooperationen führen kann.

5. Kontinuierliche Analyse und Optimierung

In diesem Artikel habe ich SEO für kleine Unternehmen in vier grundlegenden Schritten zusammengefasst:

  1. Verstehe, wofür Du optimierst und warum
  2. Identifiziere SEO-Chancen
  3. Optimiere Deine Website
  4. Optimiere Offpage-SEO-Faktoren

Doch es gibt noch einen letzten Punkt auf dieser Checkliste:

Analysiere und optimiere Deine SEO-Performance kontinuierlich

Das Schlüsselelement, das alles zusammenbringt, ist die fortlaufende Analyse und Optimierung.

SEO ist keine Marketing-Strategie, die man einmal umsetzt und dann wieder vergisst. Es ist ein fortlaufender Prozess, bei dem qualitativ hochwertige Inhalte erstellt und ständig optimiert werden müssen, um die Leistung zu verbessern und aufrechtzuerhalten. Beachte dabei folgende Punkte:

  • Auswahl der Tools: Beginne damit, die richtigen SEO Tools für Dein kleines Unternehmen auszuwählen, um Deine Leistung zu überwachen – zum Beispiel Seobility, Google Analytics 4, Search Console usw.
  • Attribution von SEO-Maßnahmen: Stelle sicher, dass Du Deine SEO-Aktivitäten profitablen Geschäftszielen (Leads, Conversions, Verkäufe usw.) zuordnen kannst, damit Du weißt, was wirklich funktioniert. Analysetools wie Google Analytics ermöglichen es Dir, alles zu tracken, von Telefonklicks auf Deiner Website bis hin zu PDF-Downloads und ausgefüllten Formularen. Je mehr Du die Auswirkungen dieser Elemente misst, desto einfacher wird es, den kommerziellen Einfluss von SEO auf Dein Unternehmen zu ermitteln.
  • Website-Performance: Überwache und optimiere kontinuierlich die Leistung Deiner Website – Rankings, Keyword-Abdeckung, User Experience, Conversions usw.
  • Technisches SEO: Richte automatische technische Audits ein, um Probleme mit dem Crawling/der Indexierung, Broken Links oder andere Schwierigkeiten sofort zu identifizieren – damit Du sie angehen kannst, bevor sie Deinem Ranking schaden.
  • Content-Audits: Führe jährliche Content-Audits durch, um Deine besten und schlechtesten Seiten, Duplicate Content und Seiten, die um dieselben Keywords konkurrieren, zu identifizieren – aktualisiere Deine besten Inhalte, um die Leistung aufrechtzuerhalten, führe konkurrierende Seiten zusammen und entferne alles, was sich nicht zu retten lohnt.

Konzentriere Dich darauf, bei allen Aspekten, die wir in diesem Artikel besprochen haben, wirklich gute Arbeit zu leisten. Sobald Du die wesentlichen Punkte dieser Checkliste abgehakt hast, wird Deine SEO-Strategie einen größeren Beitrag zu Deinem Geschäftserfolg leisten. Du wirst dann in der Lage sein, weitere Strategien zu implementieren. Versuche nicht, die Dinge zu überstürzen, sondern konzentriere Dich zunächst darauf, eine solide Basis zu schaffen (und zu erhalten), ohne die weiterführende Strategien ins Leere laufen.

Möchtest Du mehr über SEO für kleine Unternehmen erfahren? Dann schau Dir die anderen Artikel in dieser Serie an:

Und wenn Du Seobility noch nicht nutzt, melde Dich hier für eine kostenlose 14-tägige Testversion von Seobility Premium an, um technische und Onpage-SEO-Audits durchzuführen, Deine Rankings zu überwachen, Dein Backlink-Profil zu analysieren und mehr.

Hinweis: Dieser Artikel ist in der englischen Originalversion von Lee Wilson verfasst worden und wurde vom Seobility Team ins Deutsche übersetzt.

Rich Snippets Guide – Alles was Du wissen musst

In diesem Artikel

Rich Snippets Guide – Alles was Du wissen musst

  • Das Problem: Standard-Suchergebnisse aus Titel und Meta-Beschreibung gehen in der Masse der Google-Treffer unter. Das führt zu schwacher Sichtbarkeit und niedrigen Click-Through-Raten (CTR).
  • Die Lösung: Mit strukturierten Daten (Schema-Markup im JSON-LD-Format) hilfst Du Google, Deine Inhalte besser zu verstehen. So kann Google sie als auffällige Rich Snippets darstellen, etwa mit Preisen, Bewertungen, Events oder Videos.
  • Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt Welches Rich Snippet Format ist das richtige für Dich?. Dort erfährst Du, welches Schema-Markup (z. B. Product, Review, Article) zu Deinem Website-Typ passt.

Du willst wissen, wie Du mit Hilfe von Rich Snippets mehr Traffic bei Google generierst?

Dann bist Du hier richtig!

In diesem Guide erfährst Du:

  • wie Rich Snippets Deiner Website helfen können, aus der Masse an Suchergebnissen hervorzustechen
  • wie Du Rich Snippets erhältst
  • wie die zusätzliche Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu mehr Klicks (und damit potentiellen Kunden) führt

Das erwartet Dich in diesem Artikel:

Bereit? Los geht’s!

Bevor wir zum spannenden Teil kommen, beginnen wir mit einer kurzen Definition.

Was sind Rich Snippets?

Rich Snippets sind erweiterte Suchergebnisse, die zusätzliche Informationen zum Inhalt einer Webseite beinhalten. Um diese Snippets zu bilden, nutzen Google und andere Suchmaschinen sogenannte “strukturierte Daten”, die im HTML-Code oder Javascript einer Webseite enthalten sind.

Was ist der Unterschied zwischen Rich Snippets und Rich Results?

“Rich Results” und “Rich Snippets” bezeichnen ein und dieselbe Sache, was mitunter verwirren kann.

Google scheint den Begriff Rich Result gegenüber den Begriffen Rich Snippet und Rich Card, die beide für Rich Results benutzt werden können, vorzuziehen.

In der SEO-Community werden sowohl Rich Snippet als auch Rich Result häufig gebraucht. In diesem Artikel halten wir uns an Rich Snippet.

Welche Vorteile haben Rich Snippets?

Kurz gesagt: Sichtbarkeit

Heute sieht ein typisches Suchergebnis in etwa so aus:

Wenn Dein Suchergebnis also so aussieht:

Wenn Dein Suchergebnis also so aussieht

Dann wird es schwierig, die Aufmerksamkeit eines Suchmaschinennutzers zu gewinnen. Deine Website geht einfach in der Menge unter.

Wenn Du nun aber strukturierte Daten hinzufügst, könnte Dein Suchergebnis so aussehen:

iphone 11 snippet otto

Damit hast Du eine echte Chance!

Die gute Nachricht ist: Strukturierte Daten lassen sich ganz einfach implementieren.

Die schlechte Nachricht: Google zeigt Deine Rich Snippets nicht immer an. Dazu aber später mehr.

Wie Du Deine Seite für Rich Snippets qualifizierst

Damit Deine Webseite überhaupt für Rich Snippets in Frage kommt, musst Du Deinem HTML Code ein strukturiertes Markup namens “Schema” hinzufügen.

Was ist also dieses “Schema”?

Vereinfacht gesagt hilft es Suchmaschinen dabei, die Informationen auf einer Seite zu verarbeiten. Sehen wir uns das an folgendem Beispiel an:

iphone produktseite bei otto

Du stellst sicher sofort fest, dass:

  • es sich um ein iPhone 11 Pro handelt
  • es mit 5 Sternen bewertet ist
  • es 1.249,00 € kostet

Eine Suchmaschine hingegen kann das alles erst einmal nur vermuten. Sofern Du diese Informationen nicht klar auszeichnest, kann die Suchmaschine aber nicht zu 100% sicher sein und wird die Informationen daher auch nicht als Rich Snippet darstellen.

Mithilfe von Schema Markup stellst Du jedoch sicher, dass Google genau versteht, um welche Informationen es sich hier handelt, und so die entsprechenden Werte (Bewertungen, Preis, etc.) eindeutig zuordnen kann.

Schema kann dabei auf zwei Arten implementiert werden. Wir beginnen mit der einfacheren:

1. Schema mit Hilfe von Mikrodaten hinzufügen

Für ein einfaches Produkt könnte der HTML Code etwa so aussehen:

<div>
<h1>iPhone 11 Pro</h1>
<img src="iphone11pro.jpg" />
<p>Das ist ein iPhone 11 Pro.</p>
<p>Preis: 41.99€</p>
<p>Verfügbarkeit: Auf Lager</p>
</div>

Das ist eigentlich schon relativ gut strukturiert, für Suchmaschinen allerdings noch nicht 100% eindeutig.

Um alle Zweifel auszuräumen, fügen wir also noch Schema Mikrodaten hinzu. Für das oben genannte Beispiel sieht das so aus:

<div itemscope itemtype="https://schema.org/Product">
<h1 itemprop="name">iPhone 11 Pro</h1>
<img src="iphone11pro.jpg" itemprop="image" />
<p itemprop="description">Das ist ein iPhone 11 Pro.</p>
<div itemprop="offers" itemscope itemtype="https://schema.org/Offer">
<p>Price: <span itemprop="priceCurrency" content="EUR">£</span>
<span itemprop="price">1249.00</span></p>
<link itemprop="availability" href="https://schema.org/InStock" />
<p>Verfügbarkeit: Auf Lager</p>
</div>
</div>

Sehen wir uns die Bestandteile einzeln an, dann haben wir zuerst die übergeordnete Einheit (parent entity) in Form eines Produkts:

<div itemscope itemtype="https://schema.org/Product">

Dann folgen Name, Bild und Beschreibung:

<h1 itemprop="name">iPhone 11 Pro</h1>
<img src="iphone11pro.jpg" itemprop="image" />
<p itemprop="description">Das ist ein iPhone 11 Pro.</p>

Außerdem unser Angebot, eingebettet in der übergeordneten Produkt-Entität:

<div itemprop="offers" itemscope itemtype="https://schema.org/Offer">

Dazu gehören Währung, Preis und Verfügbarkeit.

<p>Price: <span itemprop="priceCurrency" content="EUR">£</span>
<span itemprop=”price”>1249.00</span></p>
<link itemprop="availability" href="https://schema.org/InStock" />
<p>Verfügbarkeit: Auf Lager</p>

Dann schließen wir die Entität für das Angebot.

</div>

Zuletzt schließen wir noch den Bereich “Product”.

</div>

Diesen Code prüfen wir mit der “Code-Snippet” Funktion in Googles Testtool für Rich-Suchergebnisse.

Test für Rich-Suchergebnisse

Wie man sieht hat Google den Code richtig interpretiert:

der Test für Rich Suchergebnisse erkennt 2 gültige Elemente

Das heißt also, dass wir uns damit für ein Rich Snippet in den Suchergebnissen qualifizieren, welches Preis und Verfügbarkeit des Angebots beinhaltet.

Wenn Du noch nicht viel mit HTML/XML gearbeitet hast und Schwierigkeiten hattest, dieser Anleitung zu folgen, können wir Dir folgende Artikel empfehlen:

2. Schema mit Hilfe von JSON-LD hinzufügen

JSON-LD steht für JavaScript Object Notation for Linked Data.

Das mag kompliziert klingen, aber für unsere Zwecke reicht es, zu wissen, dass JSON-LD eine Alternative zur Mikrodaten Variante darstellt. Die Schemadaten werden dabei im JSON Format in Javascript, statt als Mikrodaten innerhalb der HTML Tags, platziert.

(Wenn Du mehr über die Funktionsweise erfahren möchtest, kannst Du in diesem Tutorial nachlesen.)

Anstelle des oben verwendeten HTML Codes implementieren wir bspw. folgendes Skript auf unserer Webseite:

<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org/",
"@type": "Product",
"name": "iPhone 11 Pro",
"image": "iphone11pro.jpg",
"description": "Das ist ein iPhone 11 Pro.",
"offers": {
"@type": "Offer",
"url": "",
"priceCurrency": "EUR",
"price": "1249.00",
"availability": "https://schema.org/InStock"
}
}
</script>

Google interpretiert dieses Skript genauso wie das vorherige Beispiel mit Mikrodaten:

auch hier erkennt der Test 2 gültige Elemente

Wenn Du mit Javascript nicht vertraut bist und ein solches Skript nicht selbst schreiben kannst, kannst Du dieses kostenlose Tool nutzen, um JSON-LD Schema zu erstellen.

Mikrodaten vs. JSON-LD – Was eignet sich besser?

Prinzipiell kannst Du beide Formate verwenden, da sowohl Mikrodaten als auch JSON-LD Deine Seiten für Rich Snippets qualifizieren.

Wenn Du die Möglichkeit hast, empfehle ich Dir aber dennoch JSON-LD.

Warum?

Weil Google das Format laut eigener Aussage bevorzugt.

“We currently prefer JSON-LD markup. I think most of the new structured data that are kind of come out for JSON-LD first. So that’s what we prefer.”

Dazu ist es sehr viel einfacher zu verwalten, da es in einem <script> Tag dem Head oder dem Body-Bereich einer Seite hinzugefügt wird.

Du brauchst also beim Aktualisieren Deines Schema-Markups keine Änderungen an der HTML-Struktur vorzunehmen.

Hinweis: Viele moderne CMSs können automatisch gängige Schema-Typen für Rich Snippets generieren. Das ist besonders für diejenigen praktisch, die sich nicht zutrauen, ihren eigenen Schema-Code zu schreiben.

Normalerweise erfolgt das durch ein eingebautes Feature oder die Nutzung von Plugins, was unglaublich viel Zeit und Arbeit spart. Automatisch generiertes Schema nutzt in der Regel JSON-LD.

Verbessern sich durch Schema Markup Deine Rankings?

Google berücksichtigt eine Menge Faktoren für das Ranking Deiner Seite.

Das bloße Vorhandensein von strukturierten Daten (in Form von Schema Markup) ist aber mit ziemlicher Sicherheit kein Rankingfaktor, da es zu viele Möglichkeiten der Manipulation bietet.

Anders gesagt: Wenn zwei verschiedene Webseiten bereits auf Seite 1 der Suchergebnisse ranken und:

  • Seite A Schema Markup enthält
  • Seite B kein Schema Markup enthält

Dann hat Seite A erst mal keinen direkten Rankingvorteil gegenüber Seite B.

Aber …

Wie wir wissen, helfen strukturierte Daten Google dabei, den Inhalt einer Webseite besser zu verstehen. Laut diesem Tweet von John Mueller könnten sie es Google erleichtern, die Seite dort anzuzeigen, wo sie relevant ist.

There’s no generic ranking boost for SD usage. That’s the same as far as I remember. However, SD can make it easier to understand what the page is about, which can make it easier to show where it’s relevant (improves targeting, maybe ranking for the right terms). (not new, imo)

— 🍌 John 🍌 (@JohnMu) April 2, 2018

 

Auch wenn diese Aussage sehr unkonkret ist, wäre eine mögliche Interpretation die folgende:

  • Seite B ist eine Produktseite, enthält aber zusätzlich eine 2000 Wörter lange Produktbeschreibung
  • Googles Suchmaschine weiß nicht, ob sie die Seite öfter für transaktionale (“X kaufen”) oder informative (“was ist X”) Suchanfragen anzeigen soll
  • Fügst Du nun Schema Product Markup hinzu, signalisierst Du Google, dass die Seite für transaktionale Anfragen am besten passt

Auch wenn das Hinzufügen von Schema Markup Dich nicht von Position 5 auf Position 4 bringt, kann es Google dabei helfen, Deine Webseite für relevantere Suchanfragen anzuzeigen.

Eine bessere CTR kann zu besseren Rankings führen

Hat die Click-Through-Rate einen direkten Einfluss auf das Google Ranking Deiner Seite?

Das hängt davon ab, welchen Artikel oder welche Studie Du liest.

In der blauen Ecke (CTR hat einen Einfluss) haben wir:

In der roten Ecke (CTR hat keinen Einfluss) haben wir dagegen:

Dieser Artikel von Dan Taylor fasst die Argumente beider Seiten gut zusammen.

Auch Google äußert sich regelmäßig zu dem Thema.

Beispielsweise gibt es unzählige Aussagen von Google, aus denen hervorgeht, dass die CTR nicht fürs Ranking herangezogen wird.

Allerdings scheinen aktuelle Dokumente, die während des Kartellverfahrens gegen Google veröffentlicht wurden, zu bestätigen, dass Google Klicks fürs Ranking nutzt.

Sie bestätigen ebenfalls, dass Klick-Daten für Training, Personalisierung und kontrollierte Experimente genutzt werden.

Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass Google speziell die CTR verwendet, lässt aber darauf schließen, dass Nutzersignale für die Rankings eine wichtige Rolle spielen

Dieser Artikel von Search Engine Land befasst sich mit einer Reihe von Dokumenten, die ebenfalls für die Theorie sprechen, dass Google in den Ranking-Algorithmen diverse Nutzerinteraktionssignale verwendet.

Wie erwartet, ist Google also wieder einmal nicht völlig transparent …

Eines ist allerdings sicher:

Mehr Klicks = mehr Leser Deines Contents = mehr potentielle Links. Und Links beeinflussen Deine Rankings definitiv.

Selbst wenn die CTR also kein direkter Rankingfaktor ist, bringt eine bessere CTR viele Vorteile (wie z.B. Traffic, Erwähnungen und Links) mit sich, was schließlich auch Deine Rankings verbessert.

Zusammengefasst:

  1. Schema Markup beeinflusst Deine Rankings nicht direkt, es gibt also keinen sofortigen Boost.
  2. Es kann Google allerdings dabei helfen zu verstehen, für welche Suchanfragen (oder Arten von Anfragen) es Deine Seite anzeigen soll.
  3. Mit Schema Markup qualifizierst Du Deine Webseite für Rich Snippets.
  4. Rich Snippets können Deine CTR erhöhen. Das beeinflusst Deine Rankings vielleicht nicht direkt, wirkt sich aber auf andere Faktoren aus, die einen Einfluss haben können.

Oder kurz gesagt:

Ja, Du kannst Dein Ranking mit Schema Markup verbessern. Wahrscheinlich nicht direkt, aber ganz bestimmt indirekt.

Welches Rich Snippet Format ist das richtige für Dich?

Wenn Du Dich dazu entschlossen hast, Schema Markup auf Deiner Webseite zu implementieren, musst Du als nächstes den richtigen Typ Rich Snippet für Deine Seite identifizieren.

Das ist wichtig, denn es gibt sehr viele Optionen! Um herauszufinden, welches Rich Snippet am besten geeignet ist, bietet sich eine Unterteilung nach Art der Website an.

Hinweis: Diese Liste ist bei Weitem nicht vollständig. Ich habe mich hier auf die am häufigsten genutzten Rich Snippet Formate konzentriert.

E-Commerce-Websites

Als Betreiber eines Online Shops willst Du sicherlich, dass Produktdetails (z.B. Preis oder Verfügbarkeit) und idealerweise auch Bewertungssterne in Deinem Snippet angezeigt werden.

iphone 11 snippet otto

Dafür brauchst Du das Schema Markup “Product” auf Deiner Website.

(Die gute Nachricht ist, dass die meisten E-Commerce-Systeme das bereits standardmäßig enthalten. Mehr dazu später.)

Bewertungsportale / Review Seiten

Du betreibst eine Seite mit Schwerpunkt auf Tests und Bewertungen? Dann bietet es sich an, für jeden Deiner Artikel Bewertungen sowie den Namen des Testers bei Google anzuzeigen.

Review Snippet von mobiflip.de

Das Schema Markup “Review” scheint hier die richtige Wahl für Dich zu sein.

Tatsächlich kannst Du für Bewertungen aber auch “Product” Markup nutzen, da es auch einen “Review” Teil enthalten kann.

review schema

Genau so hat es beispielsweise Chip.de gemacht.

product markup chip.de

Ob Du nun Review oder Product Markup verwendest, macht schlussendlich keinen Unterschied, denn Dein Rich Snippet wird in beiden Fällen gleich aussehen.

Ich würde allerdings zu Product Markup tendieren.

Warum? Weil das die erfolgreichen Big Player auch so machen.

Die Ergebnisse für Google-Suchanfragen nach Smartphone Testberichten in Deutschland (z.B.“iPhone 11 Testbericht”) werden beispielsweise von Chip.de angeführt. Chip hat als einer der wenigen Schema Markup implementiert – und zwar Product Schema. In englischsprachigen Suchergebnissen zu “iPhone 11 pro review” nutzen immerhin 5 der 8 organischen Ergebnisse auf der ersten Seite Schema.

Alle 5 haben sich für das Product Markup entschieden.

Content Websites

Du veröffentlichst auf Deiner Website Content wie Blogbeiträge oder Anleitungen?

Dann hast Du einige Auswahlmöglichkeiten!

Bis vor Kurzem waren die Markup Typen “FAQ” und “HowTo” mit die besten Optionen für Content Websites.

Mit FAQ Markup sah Dein Rich Snippet so aus:

Beispiel für FAQ Rich Snippet

Und mit HowTo Markup sah es so aus (für Mobile):

how to rich snippet beispiel

Oder so (für Desktop):

how to snippet desktop

Allerdings werden diese beiden Rich Snippets mittlerweile nicht mehr in den Google SERPs angezeigt.

Stattdessen kannst Du strukturierte Daten für Artikel wählen.

Das hat nicht denselben Einfluss, den FAQ und HowTo Schema einmal hatten, aber Google erhält dadurch ein besseres Verständnis über Deine Seiten und kann besseren Titeltext, Bilder und Datumsangaben anzeigen, was ganz klar zeigt, dass Deine Posts relevant und aktuell sind.

Hier ein Beispiel, wie Google Nachrichtenartikel in den Suchergebnissen anzeigt:

Anzeige von Nachrichtenartikeln in den SERPs

Rezeptseiten

Enthält Deine Website Rezepte? Auch dafür gibt es ein Rich Snippet, das Deine Seiten in den SERPs noch auffälliger macht:

Rezept Rich Snippet

Im Beispiel oben sehen wir, dass Google neben dem Bild und der Bewertung auch die Zubereitungszeit und Anzahl der Kalorien anzeigt.

Aber es wird noch besser …

Das Schema Markup “Recipe” qualifiziert Deine Seite zusätzlich für den Bereich “Rezepte”, der in Google oberhalb der regulären organischen Suchergebnisse angezeigt wird:

Rezepte in den SERPs

Wie das funktioniert, kannst Du in diesem Guide von Google nachlesen.

Veranstaltungen

Bei Dir steht eine Veranstaltung (oder mehrere) an? Dann nutze das Schema Markup “Event”, damit Dein Rich Snippet so aussieht:

Event Rich Snippet

Wir sehen direkt im Snippet, wann welches Event stattfindet.

Außerdem sind die Links im Snippet klickbar – ein netter Bonus! Der zweite Link führt z.B. direkt auf die Buchungsseite für “West Side Story”.

Buchungsseite für West Side Story

Wir steigern also nicht nur unsere Sichtbarkeit, sondern erhöhen wahrscheinlich auch noch unsere Conversion Rate.

Ganz nett, oder?

Video Rich Snippets

Du hast auf Deiner Website Videos eingebettet? Dann kann das Schema Markup “VideoObject” dafür sorgen, dass Google eine Videovorschau neben Deinem Eintrag in den SERPs zeigt.

Chip.de verwendet z.B. auf den meisten Seiten VideoObject Schema. Das führt zu teils sehr auffälligen Suchergebnissen …

Videos in den SERPs

Und so wird’s gemacht

Pro Tip: Untersuche die Rich Snippets Deiner Konkurrenz

Du bist Dir noch nicht sicher, welches Rich Snippet Format zu Deiner Seite passt?

Sieh Dir einfach mal ein paar Suchergebnisse in Deiner Nische/Branche an und finde heraus, was die Konkurrenz so macht.

Wenn Du dann ein Rich Snippet gefunden hast, das Dir gefällt …

… kopiere die URL und prüfe sie mit Googles Testtool für Rich-Suchergebnisse.

Wenn wir das mit einem der oben gezeigten Videos von chip.de machen, sehen wir, dass hier “VideoObject” Markup verwendet wird.

video object markup

Jetzt müssen wir nur noch das gleiche Markup auf unserer Seite implementieren und schon haben wir die Chance auf ein ähnlich tolles Rich Snippet.

Hast Du Dein Rich Snippet Format gefunden?

Das war ein kurzer Überblick über die häufigsten Rich Snippet Formate, die derzeit von Google unterstützt werden.

Tatsächlich gibt es aber weit mehr davon …

…wie etwa Q&A (Fragen & Antworten), music (Musik) und flights (Flüge).

Google hat zwar nicht für jede Art von Schema Markup auch ein Rich Snippet Format, arbeitet jedoch ständig an neuen Layouts und fügt in Zukunft vielleicht noch mehr Formate hinzu (oder entfernt sie).

Hier findest Du eine Liste aller Rich-Formate, die derzeit von Google unterstützt werden.

Dieses Video von Search Engine Land behandelt außerdem die Unterschiede zwischen schema.org und Googles Verwendung strukturierter Daten.

Der Vollständigkeit halber findest Du hier noch eine Liste aller Schema Markup Typen auf schema.org.

Rich Snippets und Markup testen

Du hast das richtige Rich Snippet Format für Dich gefunden? Hast das Schema Markup auf Deiner Website eingebaut? Dann wird es Zeit, das Ganze zu testen!

Dafür gibt es zwei wesentliche Tools:

  1. Googles “Test für Rich Results”
  2. Schema.orgs “Markup Validator”

Lies weiter, um zu erfahren wie (und wann) Du diese Tools nutzen kannst.

Mithilfe des Schema Markup Validators sämtliche Schema Formate überprüfen

Der Schema Markup Validator ist nicht nur für Rich Snippets geeignet. Vielmehr kannst Du damit jedes Schema Format einer Webseite überprüfen.

Das Tool solltest Du immer dann verwenden, wenn Du neues Schema (egal ob für Rich Snippets oder nicht) hinzufügst. So stellst Du sicher, dass alles korrekt implementiert wurde.

(Falls Du Dir nicht sicher bist, welches Schema auf Deiner Website bereits implementiert ist, kannst Du auch das mit dem Tool herausfinden.)

Öffne einfach das Testtool, gib eine URL ein und klicke auf “Test durchführen”.

Strukturierte Daten testen

Das Tool zeigt Dir dann, welche Arten von Schema Markup es gefunden hat, und informiert Dich bei Fehlern oder Warnungen.

Im folgenden Beispiel sehen wir, dass Google unter anderem “Product” und “VideoObject” Markup erkannt hat.

erkannte markups

Wir können die Markup-Typen anklicken, um zur detaillierten Ansicht zu gelangen.

Warnungen im Testtool für strukturierte Daten

Die angezeigten Fehler musst Du ausbessern.

Warnungen hingegen kannst Du beachten. Sie hindern Deine Rich Snippets nicht daran, in den SERPs zu erscheinen. Falls Du die betroffenen Punkte allerdings beheben kannst, ist es natürlich besser, Du tust das!

Wenn alles in Ordnung ist und korrekt validiert wird, können wir das zweite Tool nutzen: den Test für Rich-Suchergebnisse von Google.

Vorschau Deiner Rich Snippets mit dem Google Testtool für Rich Results

Der Schema Markup Validator ist zwar sehr hilfreich, allerdings zeigt es keine Vorschau für unser Rich Snippet in den Suchergebnissen an.

Dafür brauchen wir den Test für Rich-Suchergebnisse.

Wir beginnen wieder mit der Eingabe einer URL.

rich results test

Diesmal konzentriert sich das Tool nur auf das für Rich Results relevante Schema Markup.

der Test für Rich Suchergebnisse konzentriert sich auf das hierfür relevante schema markup

Auch hier sehen wir eventuelle Fehlermeldungen und Warnungen.

Das coolste Feature ist hier die Vorschaufunktion. Mit einem Klick auf “Vorschau der Ergebnisse anzeigen” siehst Du sofort, wie unser Snippet in den Suchergebnissen bei Google aussehen könnte.

Bonus: Suche mit der Google Search Console nach Fehlern im vorhandenen Schema Markup

Google zeigt in der Search Console ebenfalls Fehler und Warnungen am bestehenden Markup an.

Die Auswertungen dazu findest Du unter “Enhancements” (Verbesserungen) im Menü links.

Berichte zu Rich Suchergebnissen in der Google Search Console

In diesem Beispiel sehen wir, dass Google mehrere Rich Snippet Formate gefunden hat. Darunter sind Breadcrumbs, FAQ und Profilseiten.
Durch einen Klick auf eines der Formate gelangen wir direkt zum jeweiligen Bericht:

Bericht zur Darstellung von Elementen

Dort sehen wir außerdem eine Aufzählung der Fehler und Warnungen für unser Markup.

Google schickt Dir sogar jedes mal eine E-Mail, wenn neue Fehler in Deinem Markup gefunden werden.

Email bei Schema Fehlern

Behalte also immer Dein E-Mail Postfach im Blick!

Test der wichtigsten E-Commerce-Anbieter

Du hast ein E-Commerce-Unternehmen?

(Nein? Klick hier, um den E-Commerce Teil zu überspringen)

Ja? Sicher willst Du Deine Zeit und Energie dann lieber darauf verwenden, Deinen Kunden zu helfen und Deine Umsätze zu steigern, statt an HTML und Javascript herumzubasteln.

Deshalb habe ich für Dich ein paar der großen E-Commerce Plattformen getestet. Ich wollte herausfinden, wie gut sie Rich Snippets für Produkte unterstützen.

Zuerst die gute Nachricht:

Ich habe meine Test-Shops bei 4 der größten E-Commerce Plattformen erstellt: Shopify, BigCommerce, Wix, Woocommerce. Außerdem habe ich die Online Testversion von Magento ausprobiert.

Ecommerce Plattformen Logos

Alle 5 Plattformen waren bereits in der Standardversion, also ohne weitere Installationen, für E-Commerce Rich Snippets qualifiziert.

Allerdings wollen wir, dass unser E-Commerce Rich Snippet im Idealfall so aussieht:

Rich Snippet Canon

Es besteht aus Bewertung, Preis und Verfügbarkeit des Produkts. Damit hat es all die wunderbaren Bestandteile, mit denen wir die Aufmerksamkeit eines Google Nutzers gewinnen wollen.

WooCommerce, BigCommerce und Magento liefern uns mit der Standardinstallation direkt das Komplettpaket.

Dazu ein Mobile Snippet meines WooCommerce Test Shops:

woocommerce mobiles rich snippet

Shopify bietet standardmäßig Preis und Verfügbarkeit. Für das Review Snippet brauchst Du allerdings eine zusätzliche Produktbewertungs-App (verschiedene kostenlose + kostenpflichtige verfügbar).

Das gilt auch für Wix.

Die Installation der zusätzlichen App sollte jedoch keinen großen Aufwand darstellen.

Alles in allem kann man also sagen, dass alle 5 der getesteten E-Commerce Plattformen gut für Rich Snippets geeignet waren.

Wir müssen uns also keine Sorgen machen, oder?

Nun, das stimmt so leider nicht ganz …

Teste bei der Installation eines neuen Themes immer Deine Snippets

Die Standardthemes der großen E-Commerce Plattformen sind allgemein gut für Rich Snippets optimiert.

Wenn Du aber erstmal die Basics eingestellt und ein paar Produkte hinzugefügt hast, was machst Du als nächstes?

Du wirst das hässliche Standard-Theme los und machst Dich auf die Suche nach einem schicken, neuen Theme. Und jetzt kommt’s:

Die meisten Theme Entwickler achten auf Schema Markup (und SEO allgemein), aber einige … tun das eben nicht.

Immer wenn Du ein neues Theme installierst, prüfe Deine Seite unbedingt mit dem Test für Rich Results, um sicherzustellen, dass Dein Schema Product Markup noch vorhanden ist.

Denn manchmal wird es das nicht mehr sein und falls doch, enthält es vielleicht Fehler.

So oder so, in beiden Fällen kannst Du Deinen Rich Snippets Lebewohl sagen.

Glücklicherweise lassen sich solche Fehler beheben. Bei Shopify geht das so:

Nicht vorhandenes Product Markup bei Shopify beheben

Dein Schema Product Markup fehlt im neuen Theme komplett? Dieses Problem ist leicht zu lösen.

Im Standard-Theme von Shopify generiert folgender Code in product.liquid das Product Markup:

Du musst also lediglich alles was zwischen <script type=”application/ld+json”> und </script> steht kopieren und in die product.liquid Vorlage Deines neuen Themes kopieren.

Wichtig: Achte darauf, dass Du nichts anderes in der Vorlage überschreibst. Der Schema Code kommt einfach unter den bestehenden Code.

Fehler im Product Markup bei Shopify beheben

Spuckt der Test Deines Product Markups Fehler aus, braucht es ein wenig Detektivarbeit, um der Sache auf die Spur zu kommen.

Der Schema Markup Validator gibt Dir an, welche Fehler vorliegen.

Du musst allerdings selbst in der Vorlage Deines Themes suchen, um den fehlerhaften Code zu finden und das Problem zu beheben.

Meistens befindet sich der Fehler:

  • in der product.liquid Vorlage, falls es sich um eine JSON-Implementierung handelt
  • in der product-template.liquid Vorlage (unter sections), falls es sich um eine Mikrodaten-Implementierung handelt

Allerdings bin ich in der Vergangenheit schon auf sehr seltsame Strukturen in Shopify Themes gestoßen, das ist also keine Garantie …

Wenn Du in den Code Deines Themes vordringst, sei vorsichtig. Dabei geht leichter was schief als bei einfachem Copy and Paste.

Wenn Du Dir unsicher dabei bist, den Code zu bearbeiten, dann frag die Entwickler Deines Themes um Hilfe. Es handelt sich immerhin um einen Bug und damit um etwas, das sie beheben sollten.

Anmerkung: Eine frühere Version dieses Artikels enthielt im folgenden Abschnitt eine Fallstudie zur Verbreitung von HowTo Rich Snippets. Google zeigt jedoch seit September 2023 keine HowTo oder FAQ Rich Snippets mehr an, wodurch die Ergebnisse also nicht mehr relevant sind. Wenn Du dennoch an den Ergebnissen interessiert bist, findest Du die alte Fallstudie hier.

Wie Du alles aus Rich Snippets herausholst

Um Rich Snippets möglichst effektiv zu nutzen, solltest Du das Markup nur für solche Seiten testen, die bereits auf Seite 1 der Suchergebnisse ranken. Zwar können Rich Snippets auch ab Seite 2 bei Google angezeigt werden, allerdings wird Dir das nicht viel Sichtbarkeit bringen.

Wenn Du bereits unser Keyword Monitoring nutzt, kannst Du dort ganz einfach herausfinden, für welche Keywords Du bereits auf Top Positionen rankst (wenn nicht, kannst Du Dich hier kostenlos registrieren).

Filtere hierfür Deine Keyword-Liste einfach nach “Top 10 Rankings” und sortiere sie nach Suchvolumen (S.V.).

Seobility > Rankings > Filter: Top 10 Rankings > Sortieren nach S.V.

Überwachte Keywords

Ich würde Dir empfehlen, die Seiten, die bereits auf Platz 1 ranken, auszuschließen. Hier ist der potentielle Zugewinn an Sichtbarkeit eher gering. Keywords, die auf Platz 2 bis 8 ranken, eignen sich hingegen sehr gut für einen Test.

Wenn durch das Markup ein Rich Snippet angezeigt wird, solltest Du die Veränderung Deiner CTR in der Google Search Console überwachen. Im Leistungsbericht kannst Du verschiedene Kennzahlen für die Suchanfragen, zu denen Du rankst, abrufen.

Google Search Console > Leistung > Suchanfrage anklicken > “Durchschnittliche CTR” auswählen

search console ctr

Im Idealfall wirst Du hier einen Aufwärtstrend feststellen können.

Rich Snippet Spam

Viele Rich Snippets werden automatisch generiert. Das heißt, wenn Du den entsprechenden Code einfügst, wirdein Rich Snippet angezeigt.

Das bedeutet aber leider auch, dass das leicht ausgenutzt werden kann. Das wiederum wird von Google nicht gern gesehen.

2019 ist Google beispielsweise gegen sogenannte “self-serving reviews” (Deutsch: eigennützige Bewertungen) vorgegangen.

google rich snippet spam

Davon waren vor allem lokale Geschäfte betroffen.

Vor dem Update war es ganz einfach möglich, Bewertungs-Markup auf der eigenen HTML Seite zu implementieren (oder ein Widget von einer externen Seite einzubinden), um so Bewertungssternchen für das eigene Snippet zu erhalten:

Google hat jedoch schnell bemerkt, dass diese einfach zu manipulieren sind und zeigt selbst generierte Bewertungssternchen seitdem nicht mehr an.

Im September 2023 wurden auch unsere FAQ und HowTo Snippets entfernt. Beide hatten dem SERP Bereich, den Du einnehmen konntest, einen beträchtlichen Zuwachs verpasst.

Was lernen wir daraus?

Wähle das Schema Format, das für Deine Seite am besten geeignet ist, und nicht das, das als Rich Snippet am besten aussieht.

Denn ansonsten kann Google entweder Deine Website abstrafen oder die Anzeige von Rich Snippets generell einschränken.

Rich Snippet FAQs

Da das nun sehr viele Informationen auf einmal waren, möchten wir hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Was sind Rich Snippets?

Rich Snippets sind erweiterte Suchergebnisse, die dem Nutzer zusätzliche Informationen über den Inhalt einer Seite liefern. Google und andere Suchmaschinen nutzen strukturierte Daten aus dem HTML-Code der jeweiligen Seite, um diese Snippets zu generieren.

Was ist der Nutzen von Rich Snippets?

Rich Snippets erhöhen die Sichtbarkeit einer Seite in den Suchergebnissen und können so die Click-Through-Rate (CTR) verbessern.

Haben Rich Snippets einen Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung?

Ja, indirekt. Die Verwendung von Schema Markup hat zwar keinen direkten Einfluss auf Deine Rankings, allerdings kann eine erhöhte CTR langfristig zu besseren Rankings führen. Rich Snippets könnte man daher als indirekten Rankingfaktor bezeichnen. Darüber hinaus geht es bei der Suchmaschinenoptimierung nicht nur darum, Deine Rankings zu verbessern, sondern auch, Deine Sichtbarkeit und CTR in den Suchergebnissen zu erhöhen.

Wie bringt man Google dazu, ein Rich Snippet anzuzeigen?

Um für ein Rich Snippet in Frage zu kommen, sollte Deine Webseite strukturierte Daten von schema.org enthalten. Diese können als Mikrodaten oder JSON-LD implementiert werden.

Welches Rich Snippet Format solltest Du wählen?

Welches Rich Snippet Format am besten für Deine Seite geeignet ist, hängt von Deinem angebotenen Produkt (oder Dienstleistung) ab. Beliebte Schema Markup Formate sind z.B. “Product” für Online-Shops, “Review” für Bewertungsportale oder “Article” für Content Websites.

Wird das “Product” Markup bei Shopsystemen automatisch hinzugefügt?

Die meisten Shopsysteme haben standardmäßig Product Markup implementiert. Allerdings können Themes und Plugins von Drittanbietern Fehler verursachen und in manchen Fällen das Markup sogar komplett entfernen. Wenn Du Änderungen an den Standardeinstellungen vornimmst, solltest Du diese daher immer mit Schema.orgs Schema Markup Validator oder Googles Vorschautoolfür Rich Snippetsüberprüfen.

Zeigt Google immer Deine Rich Snippets an?

Selbst wenn Du das Schema Markup korrekt implementiert hast, zeigt Google nicht immer ein Rich Snippet in den Suchergebnissen an. Google greift möglicherweise auf Nutzersignale oder andere Kriterien zurück, um zu bestimmen, ob ein Rich Snippet generiert werden soll.

Jetzt bist Du dran!

Das war unser Rich Snippet Guide. Hoffentlich hilft er Dir bei Deiner Suchmaschinenoptimierung.

Wenn Du Fragen oder Anmerkungen zu dem Thema hast, lass uns gerne einen Kommentar da.

Dieser Beitrag ist in der englischen Originalversion von David McSweeney erschienen und wurde vom Seobility Team übersetzt und aktualisiert.

Diese aktuellen SEO-Trends solltest Du im Auge behalten

2023 hat sich die SEO-Landschaft vor allem durch die KI-Revolution signifikant verändert. Diese Veränderungen wirken natürlich auch im Jahr 2024 nach. Vor allem die Aussicht auf die Einführung von Googles Search Generative Experience macht klar, dass wir uns nicht auf unseren Best Practices und allgemein akzeptierten SEO-Weisheiten ausruhen dürfen.

Der Launch von ChatGPT durch OpenAI hat einige glauben lassen, dass Google endlich Konkurrenz durch Bing bekommt. Das ist im Moment allerdings noch absolutes Wunschdenken von Microsofts Seite. Google hat nicht nur einen Anteil von über 90 % am globalen Suchmaschinenmarkt – auch in der DACH-Region ist Google die bevorzugte Suchmaschine von 91 % der Internetnutzer, wie die aktuelle Marktstudie Digital Marketing Insights 2024 von Evergreen Media zeigt.

Welche Suchmaschine wird am häufigsten genutzt?
© Evergreen Media

Wir müssen uns also auch weiterhin an Google orientieren, um Sichtbarkeit und Umsatz durch die organische Suche zu generieren.

Allerdings müssen wir dank ChatGPT, SGE und Co. unsere altbewährten Strategien überdenken. Wer immer noch den Keywords mit dem meisten Traffic hinterherläuft und Nutzer nicht ins absolute Zentrum seiner Arbeit stellt, dürfte bald sein blaues Wunder erleben.

In diesem Artikel erkläre ich, welche aktuellen Entwicklungen sowohl SEOs als auch Content-Marketer unbedingt im Auge behalten sollten, und wie sie der Konkurrenz mit nachhaltigen, zukunftsorientierten Ansätzen einen Schritt voraus bleiben.

Content-Qualität vs. Content-Quantität in Zeiten der KI

Die KI-Revolution hat die Art, wie wir Content erstellen, grundlegend verändert. Generative KI wie ChatGPT ermöglicht es, in kürzester Zeit qualitativ hochwertigen und relevanten Content zu produzieren. Allerdings ist diese Technologie jedem zugänglich – das heißt, generative KI bietet Dir im SEO keinen Wettbewerbsvorteil, sondern ändert schlicht und ergreifend den Status quo.

Dementsprechend kommt es jetzt erst recht darauf an, aus der Masse herauszustechen. Um das zu schaffen, solltest Du unter anderem besonders auf die Aktualität Deiner Inhalte achten. In einer Studie zu Content Freshness hat Siege Media festgestellt, dass die Top-10-SERPs von beliebten Keywords durchschnittlich in den letzten 1,31 Jahren aktualisiert wurden.

Um Content Freshness zu gewährleisten, solltest Du Statistiken aktuell halten, stetig neue Erkenntnisse in Deinen Content einarbeiten und Beispiele (und wo nötig, Screenshots und Grafiken) regelmäßig auffrischen. Es geht darum, den Content nicht nur für Suchmaschinen, sondern vor allem für die Nutzer wertvoll zu halten. Eine detaillierte Anleitung dafür findest Du in diesem Content Refresh Guide von Seobility.

Eine weitere Methode, um aus dem Meer von KI-Content herauszustechen, ist es, vermehrt auf Thought Leadership zu setzen, also Content, der einzigartiges Wissen und Branchenexpertise vermittelt, anstatt nur das zu wiederholen, was schon auf 10 anderen Websites geschrieben wurde.

Dafür solltest Du in erster Linie auf ein unverwässertes Content-Ökosystem setzen. Verfasse nur mehr hochwertige und wirklich hilfreiche Inhalte, die sowohl Dein Leistungsspektrum, als auch alle informativen Themen, die in direktem Bezug dazu stehen, perfekt abdecken – generische ToFu-Themen kannst Du Dir sparen. Diese Inhalte gliederst Du in HUBs, also zusammenhängende Themencluster, die Deine Expertise zu einem Themenspektrum untermauern.

Beispiel für einen Content Hub
Beispiel eines Content Hubs zum Thema „Remote Work“ von zapier

Nehmen wir an, Du bist ein Experte für nachhaltige Gartengestaltung. Deine Website sollte sich dann nicht nur mit grundlegenden Themen wie „Gartenpflanzen kaufen“ beschäftigen, sondern tiefgehende, spezialisierte Informationen bieten, die Deine Expertise hervorheben. So könntest Du beispielsweise ein Content-Cluster rund um „Nachhaltige Gartengestaltung“ aufbauen, das aus mehreren zusammenhängenden Artikeln besteht wie:

  • Grundlagen der nachhaltigen Gartengestaltung
  • Wahl von Pflanzen für den nachhaltigen Garten
  • Wassersparende Bewässerungssysteme
  • DYI-Kompostierung im eigenen Garten

In jeden dieser Artikel solltest Du Deine individuellen Erfahrungen auf dem Gebiet einfließen lassen und Tipps geben, die man sonst nirgends findet. Durch das Erstellen solcher spezifischen und hilfreichen Inhalte demonstrierst Du Deine Fachkenntnisse.

Tipp: Du kannst Deine Inhalte zusätzlich auch mit kontroversen Zitaten spicken, die bewusst eine andere Meinung zu einem Thema vertreten, als der Mainstream. Dafür solltest Du aber bereits einen gewissen Namen in Deiner Nische haben und Dich schon einige Jahre mit den dazugehörigen Themen beschäftigen – sprich Deine Meinung sollte fundiert sein!

Inhalte dieser Art stärken die Autorität der eigenen Marke und können nicht einfach durch KI imitiert werden, da der KI echte Praxiseinblicke und die Art von Fachwissen, die man nur durch Erfahrung erwirbt, fehlen.

Antworten liefern, nicht nur Inhalte

Dass Google nutzerzentrierte Inhalte bevorzugt, ist absolut kein Geheimnis. Das hat die Einführung des Helpful-Content-Systems und die Erweiterung des E-E-A-T-Konzepts um den Faktor „Erfahrung“ klargemacht. Und auch im Angesicht von SGE bleibt die Tatsache: Nutzerzentrierung und wirklich hilfreiche, einzigartige Inhalte sind die Grundvoraussetzung, um auch 2024 mit SEO Erfolg zu haben.

Was immer wichtiger wird, auch in Verbindung mit SGE: Suchmaschinennutzer wollen schnelle Antworten auf ihre exakten Fragen. Deshalb ist das Modell von ewigen Blogartikeln, die mit der grauen Vorgeschichte eines Themas anfangen und irgendwo im letzten Drittel tatsächlich eine Antwort liefern, definitiv passé.

Content Creators sollten sich hier an der umgekehrten Pyramidenstruktur orientieren, die auch im Journalismus verwendet wird: die wichtigsten Informationen zuerst, und alles Zusätzliche danach. Es wird immer Leser geben, die auch nach der Antwort weiterlesen. Und die, die wirklich nur die Antwort auf ihre Frage brauchen, erhalten eine reibungsfreie Erfahrung auf Deiner Website – Win-win.

Beispiel für einen Artikel, der nach der umgekehrten Pyramidenstruktur aufgebaut ist
Beispiel eines Blogartikels von Seobility, der nach der umgekehrten Pyramidenstruktur gestaltet ist

Eine Voraussetzung für diese Strategie ist es natürlich, genau zu wissen, welche Fragen die eigene Zielgruppe hat. Dieses Wissen bietet nicht nur einen großen Vorteil für jede SEO-Strategie, sondern kann die gesamte Marketing-Strategie bereichern. Natürlich stärkst Du so auch das Image Deiner Marke und die Autorität Deines Unternehmens in Deiner Nische.

Um herauszufinden, welche Fragen Deiner Zielgruppe unter den Nägeln brennen, kannst Du verschiedene Strategien nutzen. Die aufwendigste unter ihnen ist vermutlich, konkrete Buyer Personas zu erstellen. Dazu gehört das Sammeln von Informationen über die demografischen Merkmale, Einstellungen, Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Zielgruppe. Über diese Informationen kannst Du dann ableiten, welche Bedürfnisse und Pain Points Deine Zielgruppe hat und daraus die passenden Fragen ableiten.

Wesentlich einfacher ist es, über die organische Suche herauszufinden, was die Zielgruppe für ein bestimmtes Produkt wissen will. Das geht ganz einfach, indem Du für Deine Produkte bzw. Themen genau prüfst, welche Inhalte in den Top-Ten-Ergebnissen der Google SERPs vorkommen. Alle Fragen, Themen und Subthemen, die dabei vorkommen, sind relevante Nutzerfragen, denn sonst würde sie Google nicht auf Top-Platzierungen ranken.

Und last but not least kannst Du KI nutzen und die vorhandenen Daten, die Du zu Deiner Zielgruppe bereits gesammelt hast (über Google Analytics, reale Kundenanfragen, Kommentare zu Deinen Inhalten, etc.) einspeist (natürlich entpersonalisiert) und sie bittest daraus relevante Fragen zu formulieren, die Deine Zielgruppe beschäftigt.

Menschliche Expertise trifft auf KI: Eine neue SEO-Symbiose

Die Integration von KI in SEO-Strategien geht über die reine Content-Erstellung hinaus. Die Herausforderung besteht darin, diese Technologien so zu nutzen, dass sie die menschliche Expertise ergänzen, anstatt Durchschnitt zu skalieren – denn wie oben bereits gesagt: Reine KI-Inhalte kann heute jeder erstellen, aber menschliche Qualifikationen können Inhalte einzigartig hilfreich machen.

Es gilt also, mithilfe von KI hochqualitative Inhalte zu erstellen und diese durch menschliches Fachwissen, Empathie, Kreativität und Verständnis der Zielgruppe zu bereichern. So können Inhalte erstellt werden, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen von hohem Wert sind. Das erfordert natürlich sowohl ein tiefes Verständnis für generative KI als auch Expertise in menschlicher Content-Erstellung.

Während KI in der SEO zahlreiche Möglichkeiten eröffnet, dürfen wir also ihre Grenzen und Herausforderungen nicht außer Acht lassen. KI kann Daten analysieren und Muster erkennen, doch das tiefgehende Verständnis für Nutzerintentionen und kulturelle Nuancen bleibt menschlichen Experten vorbehalten. Ebenso sind Menschen immer noch die letzte Autorität in Fragen wie Stil, Relevanz und Prägnanz.

Das Gleichgewicht zwischen automatisierten Prozessen und menschlicher Intuition zu finden, bedeutet, KI als Werkzeug zu nutzen und menschliche Aufmerksamkeit wirkungsvoller zu investieren.

Es geht darum, die Stärken beider Seiten zu kombinieren: die Effizienz der KI und die emotionale Intelligenz des Menschen. Diese Symbiose ist natürlich nicht von heute auf morgen erlernbar und verlangt einiges an Erfahrung. Die beste Strategie ist es demnach, die KI so oft wie möglich für Aufgaben zu testen, die Ergebnisse genau zu evaluieren und sich gerade jetzt eingängig mit neuen Entwicklungen, zum Beispiel dem Erstellen von Custom GPTs auseinanderzusetzen.

Warum ein Content-Ökosystem nicht optional ist

Um 2024 mit SEO und Content-Marketing erfolgreich zu sein, reicht es nicht aus, sich nur auf die eigene Website zu konzentrieren. Digitale Marken müssen ein umfassendes Content-Ökosystem aufbauen, das verschiedene Kanäle und Formate umfasst, wie etwa Social Media, Video und Podcasts. Dabei gilt immer: Es ist besser, zwei oder drei Kanäle intensiv zu betreiben, als überall Accounts zu haben und nur einmal im Monat zu posten.

Besonders wichtig ist dabei, die Kanäle, die Du bespielen möchtest, mit Bedacht auszuwählen – insbesondere, wenn Du nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung hast. Schau Dir daher an, auf welchen Plattformen Deine Zielgruppe am aktivsten ist und wähle diejenigen aus, die das größte Engagement versprechen.

Auch „Content Repurposing“, also die Wiederverwendung von Content, kann dabei helfen, mehrere und neue Plattformen auf effiziente Weise zu erreichen. So könntest Du beispielsweise ein Video-Interview in einen Blogartikel umwandeln, in mehrere Social-Media-Posts, oder auch in einen Newsletter.


Beispiel für Content Repurposing von Wistia. Hier werden kurze Podcast-Ausschnitt in Videos für Social Media umgewandelt.

Indem man sinnvolles Content-Repurposing betreibt, das genau auf die spezifischen Plattformen abgestimmt ist, wird man für die eigene Zielgruppe plattformübergreifend sichtbar und stärkt das Image der eigenen Marke in den Köpfen potenzieller Käufer. Die gute Nachricht ist, dass Content-Repurposing durch generative KI inzwischen so einfach ist wie nie zuvor.

Es hilft auch, die arbeitsaufwendigen Inhalte, die man für Formate wie Long-Form-Videos oder Blogartikel erstellt, modular zu designen. So kannst Du einzelne Elemente wie Unterthemen, Statistiken, Infografiken etc. einfach für Plattformen nutzen, die kürzere Content-Formate brauchen.

Natürlich ist auch die Messung und Analyse des Nutzerengagements über alle Kanäle hinweg unerlässlich, um herauszufinden, welche Inhalte wirklich funktionieren und welche nicht. Das hilft bei der Priorisierung und der kontinuierlichen Verfeinerung Deiner Content-Strategie und gewährleistet die bestmögliche Wirkung der Inhalte.

Markenstärke und Autorität als SEO-Vorteile

Markenstärke ist einer der zentralsten Faktoren für den SEO-Erfolg. Das sieht man etwa dann, wenn eine bekannte Marke zum ersten Mal anfängt, SEO-Maßnahmen umzusetzen: Wenn ein Unternehmen bereits als Autorität in einem Bereich etabliert ist, können die ersten Top-Platzierungen überraschend schnell eintreffen. Davon können kleine Unternehmen nur träumen.

Und nicht nur Google liebt starke Marken. Auch Nutzer wollen von Unternehmen kaufen, mit denen sie positive Assoziationen haben. Vielleicht haben sie irgendwo etwas Positives über ein Unternehmen gelesen, Personen, denen dieser Nutzer vertraut, haben die Marke empfohlen, oder die Marke taucht einfach immer wieder auf, wenn der Nutzer nach Informationen über diesen Bereich sucht.

Deshalb solltest Du nicht nur auf klassische Outreach-Strategien aus dem Backlink-Aufbau setzen. Zum einen ist es schwierig diese Maßnahmen zu skalieren und zum anderen willst Du “mehr” als nur Backlinks. Du willst digitalen “Buzz” generieren.

Backlinks allein reichen nicht mehr aus, um Deine Marke als Autorität zu etablieren. Nutze digitale PR-Strategien, um auch Medien und Influencer außerhalb Deiner engsten Nische zu erreichen. Denn Backlinks sind hauptsächlich Signale für Google – aber mit digitaler PR erreichst Du echte Menschen, die Dich und Deine Marke so viel unmittelbarer wahrnehmen.

Eine sehr kluge aber auch aufwendige Maßnahme, die Du hier ergreifen kannst, ist beispielsweise das Erstellen einer eigenen Studie. Dafür sammelst Du neue Daten zu einem Themengebiet aus Deiner Nische und arbeitest die Ergebnisse ansprechend optisch auf.

Damit kannst Du dann auf Linkfang gehen und Deine Daten digital oder auch in klassischen Medien an den Mann und die Frau bringen. Das verschafft Dir einen viel größeren Hebel und kann im besten Fall sogar ein Selbstläufer werden. Denn wenn Deine Daten gut, interessant und vor allem einzigartig sind, dann wirst Du im Optimalfall ganz ohne Dein Zutun verlinkt.

Moderner Linkaufbau in 2024 meint also, dass Du am besten die Quelle für einzigartige Daten und Informationen sein sollst, um erfolgreich Digital PR zu betreiben.

Außerdem ist es Zeit, Dich verstärkt mit User-Generated-Content, wie Kundenbewertungen und Rezensionen, zu beschäftigen. Denn in Zeiten von KI-generierten Inhalten kannst Du Dich durch reale Nutzersignale von Deiner Konkurrenz abheben.

Ignoriere diese wertvollen Signale also nicht einfach, sondern lasse sie Teil Deiner Marketingstrategie werden, denn Menschen möchten von Menschen überzeugt und beraten werden, nicht von inhaltsleeren KI-Phrasen.

Füge also reale Zitate und Kundenbewertungen in Deinen Content ein (natürlich eher die positiven und hilfreichen), motiviere die User und Userinnen mit Deiner Seite in Form von Likes, Shares und Kommentaren zu interagieren und lerne aus dem Kundenfeedback, wie Du Deine Seite und Deine Produkte verbessern kannst.

Dieser Content trägt nicht nur wesentlich zur Authentizität und Vertrauenswürdigkeit einer Marke bei, sondern kann Dir auch mehr Sichtbarkeit und mehr Conversions bringen: Die Marktstudie „Digital Marketing Insights 2024“ zeigt, dass Bewertungen und Rezensionen im Netz für 70 % der Bevölkerung sehr oder eher wichtig sind. Zudem suchen 57 % mindestens einmal die Woche über Suchmaschinen nach solchen Bewertungen.

Wichtigkeit von Bewertungen und Rezensionen im Internet
© Evergreen Media

Eine Strategie, die User-Generated-Content fördert und sichtbar macht, beeinflusst daher nicht nur die Suchmaschinenoptimierung positiv, sondern stärkt auch das Vertrauen potenzieller Kunden.

Fazit: Eine starke Marke ist die beste Verteidigung

Auch 2024 und darüber hinaus müssen sich SEOs auf plötzliche Umbrüche und tiefgreifende Veränderungen vorbereiten. Vor allem das Thema KI wird uns weiterhin begleiten. Ja, generative KI-Inhalte werden qualitativ immer besser, aber das bedeutet nicht, dass wir uns komplett auf diese Technologie verlassen dürfen: Schließlich hat jeder Zugriff darauf, und wir wollen aus der grauen Masse herausstechen und nicht darin untergehen.

Bei Content-Marketing für SEO geht es auch weiterhin um Inhalte, die echten Mehrwert bieten und Fragen direkt und reibungslos beantworten, wobei Content-Freshness noch wichtiger wird.

Ein breites Content-Ökosystem über diverse Kanäle hinweg ist entscheidend für die Nutzeransprache und Markensichtbarkeit. Effektive Cross-Promotion und plattformspezifische Content-Anpassung sind hierbei unerlässlich, und dank generativer KI einfacher als je zuvor.

Und während ich es jetzt nicht als Geheimwaffe beschreiben würde, gibt es dennoch einen Faktor, der Dir helfen wird, die Umwälzungen, die SGE bringen wird, zu überstehen: Die Stärke Deiner Marke, die Autorität und die Bekanntheit, die sie auch außerhalb der organischen Suche genießt. Das heißt, Du musst über Linkbuilding hinausgehen und digitale PR und User-Generated-Content wie Kundenbewertungen effektiv nutzen.

Wir wissen noch nicht, ob, wann und in welcher Form Google SGE wirklich ausrollen wird, oder welche anderen Durchbrüche im Fahrwasser der KI-Revolution auf uns zukommen. Aber wer weiterhin auf nachhaltige SEO-Strategien, hochwertigen und einzigartig hilfreichen Content und echte Nutzerzentrierung setzt, der hat die besten Chancen, auch in Zukunft SEO-Erfolge zu feiern.

Google (Core) Updates: Alles was Du darüber wissen musst

In diesem Artikel

Google Core Updates überstehen & Rankings wiederherstellen

  • Das Problem: Wenn Dein organischer Traffic plötzlich einbricht, steckt oft ein Google-Algorithmus-Update dahinter. Rankings und Umsätze können darunter leiden, und viele Website-Betreiber wissen nicht, wo sie mit der Ursachensuche anfangen sollen.
  • Die Lösung: Eine verständliche Erklärung, was hinter Google Core Updates steckt, ein Überblick über die wichtigsten Updates seit 2018 und ein Schritt-für-Schritt-Plan, mit dem Du die Ursachen analysierst, Deinen Traffic wiederherstellst und Deine Website widerstandsfähiger gegen zukünftige Updates machst.
  • Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt Wie Du Deine Rankings nach einem Google Update wiederherstellen (und Dich auf zukünftige Updates vorbereiten) kannst. Dieser Abschnitt zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du Deinen Traffic-Einbruch analysierst und Deine Sichtbarkeit wieder aufbaust.

Du musstest besorgt feststellen, dass sich Dein organischer Traffic innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden drastisch verringert hat? Möglicherweise leidet Deine Website an den Folgen eines aktuellen Google Updates.

Zur Liste der aktuellen Google Updates

Google Updates können schwerwiegende Folgen für Unternehmen haben, die auf organischen Traffic angewiesen sind – also zum Beispiel Unternehmen, die durch Anzeigen, Affiliate-Links oder einen Onlineshop Umsätze generieren.

Insbesondere die sogenannten „Core Updates” von Google sind dafür bekannt, unverhofft und mit voller Wucht zuzuschlagen. Für die Betroffenen ist oft nicht nachvollziehbar, was die Ursache für den Abfall ist und vor allem wie sie den verlorenen Traffic wiederherstellen können.

Deshalb werden wir uns in diesem Beitrag mit folgenden Punkten beschäftigen:

  • Was ist ein Google (Core) Update?
  • Welches waren die größten Google Updates der vergangenen Jahre?
  • Was solltest Du tun, wenn Deine Website negativ durch ein Google (Core) Update betroffen ist?

Du erfährst, was Du tun kannst, um nach einem Google Update wieder auf die Beine zu kommen, ernstere Folgen für Dein Business zu vermeiden und Deine Website für zukünftige Updates vorzubereiten.

Was versteht man unter einem Google Update?

Die Suchmaschine von Google bedient sich komplexer Algorithmen, um das Ranking für die Suchergebnisse festzulegen. Dabei werden Hunderte von Faktoren einbezogen. Diese Rankingfaktoren, sowie die Suche im Allgemeinen, werden von Google etliche tausendmal pro Jahr angepasst. Diese ständigen Updates können die Präsentation der Suchergebnisse, die Gewichtung von Rankingfaktoren, die Erkennung der Suchintention und vieles mehr betreffen.

Bei dem Großteil dieser Updates handelt es sich um kleinere Veränderungen, die keinen bemerkbaren Einfluss auf die Gesamtheit der SERPs haben. Allerdings rollt Google mehrmals im Jahr größere Updates aus, die offiziell angekündigt werden und die die Suchergebnisse oftmals stark durcheinanderwirbeln. Beispiele für größere Google-Updates sind die Einführung des Page Experience Rankingfaktors oder das kürzlich veröffentlichte Helpful Content Update. Auf diese und weitere Beispiele werden wir weiter unten eingehen.

Was sind Google Core Updates?

Google Core Updates sind eine besondere Art von Update und werden meist mehrmals pro Jahr von Google ausgerollt. Im Vergleich zu anderen großen Updates handelt es sich bei Google Core Updates um Aktualisierungen des Kern- („Core“) Algorithmus und nicht von individuellen Rankingfaktoren.

Andere Updates haben oft einen klar definierten Umfang (zum Beispiel die Einführung eines neuen Rankingfaktors oder einer neuen Technologie). Google Core Updates hingegen zielen auf eine Verbesserung der allgemeinen Qualität der angezeigten Suchergebnisse ab. Dabei ist das übergeordnete Ziel von Google, seinen Usern mehr relevanten, vertrauenswürdigen Content anzuzeigen.

Jedes anstehende Core Update wird von Google auf Twitter angekündigt. Der Name des jeweiligen Updates setzt sich immer aus Monat und Jahr der Veröffentlichung zusammen (zum Beispiel „May 2022 Core Update“).

Die wichtigsten Google Updates seit 2018

Nachfolgend findest Du eine Übersicht aller wichtigen Google Updates der letzten Jahre – sowohl Core Updates als auch anderweitige Updates. Sobald Google ein neues Update veröffentlicht, werden wir diese Zusammenfassung aktualisieren. Du kannst also diesen Artikel immer wieder zur Hand nehmen, um über die aktuellsten Änderungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Anmerkung: Du hast wahrscheinlich schon von den großen, bekannten Updates vor 2018 wie Panda, Penguin oder Hummingbird gehört. Wir beschränken uns in dieser Liste allerdings auf Updates von heute bis 2018. Denn im Jahr 2018 verkündete Google erstmals offiziell ein „Broad Core Algorithm Update”.

Die Liste basiert auf Googles offizieller Dokumentation von Ranking-Updates, die wir um Zusammenfassungen der relevanten Updates sowie Links zu weiterführenden Informationen und Analysen ergänzt haben.

2026

September 2026 Spam Update

24. September bis 8. Oktober

Dies war das vierte Spam-Update des Jahres 2026 und kam nur rund fünf Wochen nach dem August 2026 Spam Update (siehe unten). Wie bei früheren Spam-Updates hat Google keine neuen Spam-Richtlinien angekündigt. Spam-Updates sind Verbesserungen an den automatischen Systemen, die Inhalte erkennen, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen.

Welche Spam-Taktiken das Update ins Visier nahm, hat Google nicht verraten. Erste Beobachtungen der SEO-Experten Lily Ray und Glenn Gabe, die die englischsprachige Website Search Engine Roundtable gesammelt hat, deuten aber auf ein ähnliches Muster wie beim August-Update hin: Am stärksten scheint es Websites mit sehr vielen programmatisch erzeugten Seiten getroffen zu haben. Gemeint sind Seiten, die automatisch nach demselben Template erstellt und oft mit KI-generierten Texten gefüllt werden, etwa eine eigene Seite für jede Telefonnummer oder jede Vorwahl. Glenn Gabe berichtete außerdem von deutlichen Einbrüchen bei Websites, die vor allem aus massenhaft produziertem KI-Content bestehen, und zwar über verschiedene Branchen und Länder hinweg.

Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist:

Wenn Deine Rankings nach diesem Update eingebrochen sind, prüfe, ob Teile Deiner Website aus Seiten bestehen, die sich nur in Kleinigkeiten wie einem Ortsnamen oder einer Nummer unterscheiden und darüber hinaus kaum etwas bieten. Frage Dich ehrlich, ob jede dieser Seiten Besuchern wirklich weiterhilft oder vor allem existiert, um für einen weiteren Suchbegriff zu ranken. Solche Seiten zusammenzuführen, zu verbessern oder zu entfernen, ist meist der bessere Weg, als noch mehr davon zu veröffentlichen. Überprüfe Deine Website anhand von Googles Spam-Richtlinien (vor allem anhand des Abschnitts zum Missbrauch skalierter Inhalte) und denke daran, dass es nach Spam-Updates oft mehrere Monate dauert, bis sich Rankings durch konsequente Verbesserungen erholen. Schnelle Fixes helfen hier selten.

August 2026 Spam Update

18. bis 21. August

Dies war das dritte Spam-Update des Jahres 2026, nach dem June 2026 Spam Update (siehe unten). Wie bei früheren Spam-Updates hat Google keine neuen Spam-Richtlinien angekündigt – Spam-Updates sind Verbesserungen an den automatischen Systemen, die Inhalte erkennen, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen.

Fallstudien des SEO-Analysten Glenn Gabe zeigen ein klares Muster: Selten war ein einzelner Fehler die Ursache, sondern meist mehrere Nachlässigkeiten, die zusammenkamen. Am stärksten traf es Websites, die massenhaft erstellten, programmatischen Content mit KI-generierten Texten kombinierten – eine Gesundheits-Website etwa, die KI-gestützte Inhalte über viele Länder hinweg mit kaum menschlicher Prüfung skaliert hatte, verlor über 200.000 Rankings. Auch dünne Affiliate-Seiten mit KI-generierten Fülltexten statt echter Produktinfos sowie Websites mit hunderttausenden nahezu identischen, wenig hilfreichen Produktseiten waren besonders hart betroffen.

Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist:

Wenn Deine Rankings nach diesem Update eingebrochen sind, prüfe ehrlich, ob Teile Deiner Website in dieses Muster passen: massenhaft erstellter Content mit wenig eigenem Mehrwert, Affiliate-Seiten, die größtenteils Hersteller-Texte wiederholen, oder mehr veröffentlichte Seiten, als Dein Team realistisch von Hand prüfen kann. Am zuverlässigsten erholst Du Dich, indem Du auf massenhaft produzierten Content verzichtest und stattdessen dafür sorgst, dass jede Seite einen echten Mehrwert bietet, den Leser nicht einfach woanders finden. Überprüfe Deine Website anhand von Googles Spam-Richtlinien und denke daran, dass sich Rankings nach Spam-Updates in der Regel nur durch langfristige Verbesserungen erholen, nicht durch schnelle Fixes.

June 2026 Spam Update

24. bis 26. Juni

Am 24. Juni 2026 hat Google das June 2026 Spam Update gestartet. Das Update wurde über das Search Status Dashboard angekündigt, weltweit für alle Sprachen ausgerollt und am 26. Juni abgeschlossen – nach rund zwei Tagen.

Es ist das zweite Spam-Update des Jahres 2026, nach dem March 2026 Spam Update (siehe unten). Google hat keine neuen Spam-Richtlinien angekündigt – Spam-Updates sind Verbesserungen an den automatischen Systemen, die Inhalte erkennen, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen.

Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist:

Wenn sich Deine Rankings nach diesem Update verschlechtert haben, überprüfe Deine Website anhand von Googles Spam-Richtlinien. Konzentriere Dich darauf, minderwertigen Content zu entfernen oder zu verbessern, manipulative SEO-Taktiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass Dein Content einen echten Mehrwert für Nutzer bietet. Damit sich Deine Rankings von diesem Update erholen, sind in der Regel langfristige Verbesserungen statt schneller Fixes notwendig.

May 2026 Core Update

21. Mai bis 2. Juni

Dieses Update war das zweite Core Update des Jahres 2026, nach dem March 2026 Core Update (siehe unten). Google bezeichnete es als reguläres Core Update mit dem Ziel, relevantere und nützlichere Inhalte aller Art in den Suchergebnissen besser auffindbar zu machen – einen begleitenden Blogpost oder update-spezifische Hinweise gab es nicht.

Analysen zu diesem Update zeigen ein klares Muster, welche Arten von Seiten an Sichtbarkeit gewonnen oder verloren haben. Viele der Seiten, die verloren haben, standen sozusagen zwischen den Suchenden und dem, was sie eigentlich wollten: große Frage-und-Antwort- und Forenseiten, Wörterbuch- und „Definitions“-Seiten, die Informationen nur wiederholen, Preisvergleichs- und Affiliate-Seiten sowie allgemeine Tool-Seiten. Außerdem scheint Google Shops und Seiten abgewertet zu haben, die auf das falsche Land ausgerichtet waren – zum Beispiel einen US-Shop, der bei Nutzern auftauchte, für die es eine lokale Alternative gab.

Die Seiten, die gewonnen haben, waren meist die direkteste und vertrauenswürdigste Antwort auf die Suche: die ursprüngliche Quelle zu einem Thema, der lokale Shop oder Marktplatz, auf dem man wirklich kaufen oder buchen kann, und etablierte, seriöse Seiten in sensiblen Bereichen wie Gesundheit. Kurz gesagt: Das Update hat Seiten belohnt, die das eigentliche Ziel einer Suche sind, und nicht nur eine Zwischenstation auf dem Weg dorthin. Eine ausführliche Auswertung der Gewinner und Verlierer findest Du in dieser Analyse von Aleyda Solis.

Was Du tun solltest, wenn Du betroffen bist:

Wenn sich Deine Rankings während dieses Updates verschlechtert haben, sieh Dir die Seiten, die am meisten verloren haben, ehrlich an. Frage Dich: Ist diese Seite die beste und vollständigste Antwort auf das, wonach jemand sucht – oder wiederholt sie vor allem das, was man genauso gut direkt von der Quelle bekommt? Achte darauf, dass sich Dein Content an die richtige Zielgruppe und das richtige Land richtet, auf echtem Fachwissen beruht und Nutzern wirklich hilft, ihr Anliegen zu erledigen. Konzentriere Dich wie immer auf echte Verbesserungen für Deine Leser statt auf schnelle SEO-Fixes. Mehr dazu unten.

March 2026 Core Update

27. März bis 8. April 2026

Wie bei anderen Core Updates hat Google keine konkreten Details zu den Änderungen genannt. Grundsätzlich handelt es sich bei Core Updates um breite Anpassungen an Googles Rankingsystemen, die dafür sorgen sollen, hilfreichere, verlässlichere und zufriedenstellendere Inhalte in den Suchergebnissen anzuzeigen. Sie richten sich nicht gezielt gegen einzelne Websites oder Seiten.

Was Du tun solltest, wenn Du betroffen bist:

Wenn sich Deine Rankings während dieses Updates verschlechtert haben, solltest Du keine vorschnellen Änderungen vornehmen. Google empfiehlt, nach Abschluss des Updates mindestens eine volle Woche zu warten, bevor Du die Entwicklung auswertest. Anschließend solltest Du prüfen, welche Seiten und Suchanfragen besonders betroffen sind, und Dich auf sinnvolle Verbesserungen für Nutzer konzentrieren, statt schnelle SEO-Fixes umzusetzen. Mehr dazu unten.

March 2026 Spam Update

24. bis 25. März

Google hat im März 2026 ein neues Spam-Update veröffentlicht, das weltweit für alle Sprachen ausgerollt wurde. Der Rollout begann am 24. März und war in weniger als 24 Stunden abgeschlossen, was das Update zu einem der schnellsten Spam-Updates bisher macht.

Google hat nur wenige Details bekannt gegeben. Das Update richtet sich gegen Websites, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen, darunter minderwertiger oder manipulativer Content.

Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist:

Wenn sich Deine Rankings nach diesem Update verschlechtert haben, überprüfe Deine Website anhand von Googles Spam-Richtlinien. Konzentriere Dich darauf, minderwertigen Content zu entfernen oder zu verbessern, manipulative SEO-Taktiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass Dein Content einen echten Mehrwert für Nutzer bietet. Damit sich Deine Rankings von diesem Update erholen, sind in der Regel langfristige Verbesserungen statt schneller Fixes notwendig.

2025

December 2025 Core Update

12. – 29. Dezember

Analysen des December 2025 Core Updates deuten darauf hin, dass spezialisierte Websites – also Websites, die sich klar auf ein Fokus-Thema konzentrieren – besser abgeschnitten haben als Websites, die breit aufgestellt sind und mehrere verschiedene Themengebiete abdecken.

August 2025 Spam Update

26. August – 22. September

Am 26. August 2025 hat Google ein neues Spam-Update gestartet. Das Update wurde weltweit in allen Sprachen und Regionen ausgerollt und war erst nach fast einem Monat komplett abgeschlossen. Besonders in der ersten Woche war es deutlich spürbar und ungewöhnlich weitreichend für ein Spam-Update.

Da der Parameter num=100 deaktiviert wurde und damit für Chaos in Ranking-Daten sorgte, ist es allerdings schwierig, das volle Ausmaß des Updates einzuschätzen. Wenn Deine Website allerdings schon in der ersten Woche deutliche Veränderungen erlebt hat, liegt das sehr wahrscheinlich an diesem Spam-Update.

Wie immer gilt: Wenn Deine Rankings darunter gelitten haben, solltest Du die Spam-Richtlinien von Google prüfen und sicherstellen, dass Deine Website den Vorgaben entspricht.

June 2025 Core Update

30. Juni – 17. Juli

Google bezeichnete das June 2025 Core Update als „reguläres Update, das darauf abzielt, relevantere und zufriedenstellendere Inhalte aller Art besser auffindbar zu machen“. Während einige Websites, die zuvor vom Helpful Content Update im September 2023 oder dem March 2025 Core-Update betroffen waren, wieder an Sichtbarkeit gewannen, verloren andere weiterhin an Rankings.

Laut einer Analyse des Search Engine Journal basiert das Update möglicherweise auf zwei neuen Technologien, die Google kürzlich vorgestellt hat. Beide Technologien verbessern Googles Fähigkeit, Muster in Bezug auf Vertrauenswürdigkeit und Autorität zu erkennen.

March 2025 Core Update

13. – 27. März

Beim March 2025 Core Update handelte es sich um ein reguläres Core Update. Laut Google sollte es u.a. Content Creator stärker belohnen – dafür seien auch im weiteren Verlauf der Jahres weitere Verbesserungen geplant. Die Auswirkungen des Updates waren weniger weitläufig als bei vorherigen Core Updates, bei denen teilweise viele verschiedene Arten von Websites betroffen waren.

2024

December 2024 Spam Update

19. – 26. Dezember

Nur einen Tag nach Abschluss des December 2024 Core Updates hat Google auch den Rollout des December 2024 Spam Updates gestartet. Das Update war am 26. Dezember beendet. Es handelte sich um ein allgemeines Spam-Update, das nicht nur auf eine einzelne Art von Spam abzielte. Falls Du von dem Update betoffen bist, empfehlen wir Dir, Dich mit Googles Spam-Richtlinien auseinander zu setzen.

December 2024 Core Update

12. – 18. Dezember 2024

Nur eine Woche nach dem Abschluss des November 2024 Core Updates (siehe unten) begann Google bereits den Rollout des December 2024 Core Updates. Google begründete die kurz aufeinander folgenden Updates damit, dass es mehrere verschiedene „Core Systeme“ gibt, die von einem Update betroffen sein können.

Im Gegensatz zu anderen Core-Updates, die oft deutlich länger dauern, war dieses Update bereits nach 6 Tagen abgeschlossen. Insgesamt zeigte es stärkere Auswirkungen als das November Core Update, aber weniger starke Effekte als andere Core Updates in der Vergangenheit.

November 2024 Core Update

11. November – 5. Dezember

Bei diesem Core Update handelte es sich um ein typisches Core Update mit dem Ziel, mehr hochwertige und hilfreiche Inhalte in den Suchergebnissen anzuzeigen. Es scheint im Vergleich zu vorherigen Core Updates eher ein kleineres Update gewesen zu sein.

August 2024 Core Update

15. August – 3. September

Am 15. August verkündete Google den Rollout des seit Wochen erwarteten August 2024 Core Updates, welches am 3. September endete. Es sollte laut der offiziellen Ankündigung dazu beitragen, mehr nützlichen Content in den Suchergebnissen anzuzeigen und weniger Content, der nur zu SEO-Zwecken erstellt wurde. Dabei sollte auch das Feedback berücksichtigt werden, das Google in den vorherigen Monaten zur Qualität der Suchergebnisse erhalten hatte.

In der Ankündigung erwähnt Google explizit auch kleine und unabhängige Websites:

„As always, we aim to connect people with a range of high quality sites, including small or independent sites that are creating useful, original content, when relevant to users‘ searches.“

(Wie immer ist es unser Ziel, Menschen mit qualitativ hochwertigen Websites zu connecten, einschließlich kleiner oder unabhängiger Websites, die nützliche und originelle Inhalte produzieren, die für die Suchanfragen der Nutzer relevant sind.)

Dies ließ viele SEOs darauf hoffen, dass sich kleinere Websites, die durch das September 2023 Helpful Content Update stark negativ betroffen waren, wieder erholen könnten. Allerdings führte das August 2024 Core Update nur bei sehr wenigen dieser Websites zu positiven Effekten. Manche Websites verschlechterten sich sogar noch weiter.

Google hat außerdem im Zuge des Updates die (englischsprachige) Hilfe-Seite zu Core Updates aktualisiert und stellt dort nun konkretere Tipps für Website-Betreiber, die von einem Core Udpate betroffen sind, bereit.

Beachte: Zwischen dem 16. und 20. August gab es bei Google auch Ranking-Probleme in den Suchergebnissen, die eine große Anzahl von Websites betrafen. Diese haben aber nichts mit dem Core Update zu tun. Wenn Du also in diesem Zeitraum ungewöhnliche Veränderungen Deiner Rankings bemerkt hast, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Du vom Core Update betroffen bist.

June 2024 Spam Update

20. – 27. Juni

Das June 2024 Spam Update war ein reguläres Spam-Update, das Google dabei helfen soll, verschiedene Arten von Spam noch besser zu erkennen. Wenn Du feststellst, dass Deine Rankings durch dieses Update negativ beeinflusst wurden, solltest Du einen Blick auf die Spam-Richtlinien von Google werfen.

March 2024 Core Update & Spam Update

5. März – 20. März / 19. April

Nachdem es in den Monaten zuvor immer wieder Beschwerden und sogar eine Studie über die sinkende Qualität der Google Suchergebnisse gab, versprach Google mit dem March 2024 Core Update eine substanzielle Verbesserung der Google Suche. Mit dem Update wollte Google erreichen, dass mehr qualitativ hochwertige und einzigartige Ergebnisse angezeigt werden, die den Nutzern wirklich weiterhelfen. Inhalte, die nur zur Manipulation des Rankings erstellt werden, sollten hingegen aus der Suche entfernt werden.

Das March 2024 Core Update baute laut Google auf den im Jahr 2022 gestarteten Helpful Content Updates auf und integrierte die Erkenntnisse aus diesen Updates in den Core Algorithmus. Es gibt also nicht mehr ein eigenständiges “Helpful Content System”, sondern der Core Algorithmus enthält durch das Update mehrere Signale zur Bewertung von Helpful Content. Das bedeutet, dass es in Zukunft auch keine eigenständigen Helpful Content Updates mehr geben wird. Im Laufe des Updates konnte tatsächlich beobachtet werden, dass Websites, die bereits vom Helpful Content Update im September betroffen waren, nochmals negative Effekte erlitten.

Bei diesem Update handelte es sich um ein deutlich komplexeres Core Update als üblich, da mehrere Rankingsysteme aktualisiert werden. Es dauerte deutlich länger als ursprünglich angekündigt und wurde erst am 19. April abgeschlossen. Mit Beendigung des Updates stellte Google auch ein Feedback-Formular zur Verfügung, das bis zum 31. Mai genutzt werden kann, um allgemeine Probleme mit der Qualität der Suchergebnisse sowie einzelne Fälle von Websites, die aus den Top-10-Ergebnissen entfernt wurden, zu melden. Google erklärte, dieses Feedback bei künftigen Core Updates berücksichtigen zu wollen.

Zeitgleich mit dem Update hat Google ein Spam-Update mit neuen und verbesserten Spam-Richtlinien ausgerollt, die minderwertige Ergebnisse aus den Suchergebnissen fernhalten sollen. Diese neuen Richtlinien richten sich gegen folgende Arten von Spam:

  • „Skalierter Content“, d.h. Inhalte, die automatisiert und in großen Mengen produziert werden und dem Nutzer keinen echten Mehrwert bieten.
  • “Site Reputation Abuse”, d.h. das Ausnutzen der hohen Reputation einer Website durch Veröffentlichung minderwertiger Inhalte auf dieser Domain durch Dritte – auch bekannt als “Parasite SEO”.
  • Nutzung von Expired Domains, um das Ranking von minderwertigen Inhalten zu pushen.

Als Konsequenz aus den neuen Spam-Richtlinien wurden sehr viele manuelle Abstrafungen beobachtet, bei denen komplette Websites aus den Suchergebnissen entfernt wurden, darunter auch einige Websites mit einem hohen Anteil an rein KI-generierten Inhalten.

Das Spam-Update wurde bereits am 20. März beendet (mit Ausnahme der „Site Reputation Abuse“-Richtlinie, die erst am 5. Mai in Kraft getreten ist).

Zusammengenommen haben die Updates laut Google zu einer Reduktion von Suchergebnissen minderer Qualität um ganze 45% geführt.

Neben den üblichen Empfehlungen für Core-Updates (siehe unten) solltest Du Dich unbedingt auch mit Googles Empfehlungen zur Erstellung von Helpful Content auseinandersetzen, falls Du negative Auswirkungen auf Deine Rankings durch das March 2024 Core Update erlitten hast.

2023

  • November 2023 Reviews Update (8. November – 7. Dezember):
  • Zeitgleich mit dem November 2023 Core Update hat Google mit dem November 2023 Reviews Update begonnen. Laut Google war dies das letzte Mal, dass ein Reviews Update offiziell angekündigt wurde, da diese in Zukunft regelmäßig und ohne Vorankündigung durchgeführt werden sollen.

    Laut Search Engine Land deutet dieser Schritt darauf hin, dass sich der Reviews Update Prozess in Richtung eines Echtzeitsystems bewegt. Dies hat zur Folge, dass sich Veränderungen auf einer Website, ob positiv oder negativ, schneller als bisher im Reviews System von Google niederschlagen könnten.

    Empfehlungen zum Umgang mit diesem Update findest Du in Googles Richtlinien zum Schreiben von hochwertigen Rezensionen.

  • November 2023 Core Update (2. – 28. November):
  • Googles Serie an Updates scheint nicht enden zu wollen. Nach vier Updates in den letzten drei Monaten hat Google am 2. November das November 2023 Core Update veröffentlicht. Google erklärte, dass es so kurz nach dem letzten Core Update (im Oktober) stattfand, da es auf ein anderes „Core System“ abzielte als das vorherige Update.

    Im Zuge dieser Ankündigung hat Google auch ein neues „Q&A on Google Search updates“ veröffentlicht, in dem häufig gestellte Fragen darüber beantwortet werden, wie und warum Google diese Updates durchführt und was Du beachten solltest, wenn Deine Website von einem Update betroffen ist.

    Laut Search Engine Land schlug das Update schnell und hart zu. Die ersten Auswirkungen waren fast unmittelbar nach der Einführung zu spüren. Insgesamt schien das Update auch stärkere Auswirkungen gehabt zu haben als das Core Update im Oktober.

    Der Abschluss des Rollouts ließ ungewöhnlich lange auf sich warten – normalerweise dauert der Rollout eines Core Updates etwa zwei Wochen. John Mueller von Google begründete dies unter anderem mit Sicherheitsgründen.

  • October 2023 Core Update (5. – 19. Oktober):
  • Nur einen Tag nach der Ankündigung des October 2023 Spam Updates hat Google auch mit dem Rollout des 3. Core Updates des Jahres begonnen.

    Laut SERoundtable hat das Update zu starken Veränderungen in den Suchergebnissen geführt. Zudem gab es Kritik, da durch das Update teilweise kopierte bzw. gescrapte Inhalte gegenüber der Original-Quelle von Inhalten in den Suchergebnissen bevorzugt wurden.

    Analysen der Auswirkungen dieses Updates wurden dadurch erschwert, dass es zeitgleich mit dem October Spam Update ausgerollt wurde. Aufgrund dieser Überschneidung hat Google klargestellt: solange Du keinen Spam auf Deiner Website veröffentlichst, sind etwaige negative Auswirkungen in diesem Zeitraum vermutlich auf das Core Update zurückzuführen.

    Mehrere Datenanbieter haben bestätigt, dass sich um ein großes Update handelte. Aufgrund der Überschneidung mit dem Spam Update konnten jedoch keine größeren Trends im Hinblick auf die betroffenen Branchen ermittelt werden.

  • October 2023 Spam Update (4. – 20. Oktober):
  • Mit diesem Update wurde das Spam Detection System von Google für bestimmte Arten von Spam und bestimmte Sprachen verbessert. Es zielte insbesondere auf Websites ab, die Cloaking, automatisch generierte oder gescrapte Spam-Inhalte verwenden sowie auf gehackte Websites. Die Erkennung solcher Inhalte wurde für Sprachen wie Türkisch, Vietnamesisch, Indonesisch, Hindi, Chinesisch und mehr verbessert. Weitere Informationen findest Du bei Google Search Central.

  • September 2023 Helpful Content Update (14. – 28. September):
  • Dieses Update ist das insgesamt 3. „Helpful Content Update“ und hatte das Ziel, Googles Helpful Content Classifier zu verbessern. Mehr Informationen über das Helpful Content System und was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist, findest Du in unserem separaten Helpful Content Update Artikel.

  • August 2023 Core Update (22. August – 7. September):
  • Mehr als 5 Monate sind seit dem letzten Core Update vergangen, als Google am 22. August mit dem Rollout des „August 2023 Core Updates“ begonnen hat. Am 7. September war das Update abgeschlossen.

    Unter den verschiedenen Ranking-Daten-Anbietern scheint kein wirklicher Konsens darüber zu herrschen, ob es sich um ein großes oder kleines Core Update handelt. Dies liegt unter anderem daran, dass das Update in einer Phase veröffentlicht wurde, in der die Rankings generell stark schwankten, was eine Abgrenzung erschwert.

    Laut einer Analyse der SEO-Expertin Lily Ray zeigt das Update folgende Tendenzen:

    • Websites, die User-Generated Content enthalten, haben stark an Sichtbarkeit gewonnen.
    • Auch Websites, die ihre Erfahrung auf einem Themengebiet eindeutig unter Beweis stellen, gehören zu den Gewinnern. Review-Websites, bei denen dies nicht der Fall ist, mussten hingegen Verluste hinnehmen. Das zeigt, dass Google den kürzlich hinzugefügten Faktor „Experience“ inzwischen in die E-E-A-T Bewertung mit einbezieht.
    • Websites aus den Bereichen „Regierung“ und „Bildung“, die generell im Bereich E-E-A-T gut abschneiden, zählen ebenfalls zu den Gewinnern.
  • April 2023 Reviews Update (12. – 25. April 2023):
  • Das April 2023 Reviews Update war eine wichtige Weiterentwicklung von Googles vorherigen Product Reviews Updates. Es sind nicht mehr nur Produktbewertungen betroffen (wie zuvor), sondern alle Arten von Bewertungen (z.B. auch für Services, Medien, Reiseziele usw.). Auch Googles Empfehlungen für das Verfassen hochwertiger Produktrezensionen wurden entsprechend angepasst und befassen sich nun mit „Hochwertigen Rezensionen“ im Allgemeinen. Damit wurden die Reviews Updates für eine größere Anzahl an Website-Betreibern relevant.

  • March 2023 Core Update (15. – 28. März 2023):
  • Am 15. März hat Google das March 2023 Core Update über Twitter angekündigt, dessen Rollout am 28. März beendet war. Verglichen mit vorherigen Core Updates hatte das Update einen sehr starken Einfluss auf die Suchergebnisse.

    Laut der SEO-Expertin Lily Ray könnten sich durch das Update die Auswirkungen der letzten Aktualisierung der Quality Rater Guidelines zeigen, welche insbesondere die Erweiterung von E-A-T zu E-E-A-T mit sich brauchte. Unter anderem haben Websites, die ganz klar Erfahrung aus erster Hand demonstrieren, von dem Update profitiert. Ähnlich wie bei anderen Core Updates sind laut Lily Rays Analyse Wörterbuch- und Referenz-Websites sowie die Kategorien eCommerce, Reisen, Reviews, Gesundheit und Entertainment stark betoffen. Außerdem erwähnenswert: Websites, die lediglich Informationen von anderen Websites sammeln, ohne ein eigenes Produkt/Service anzubieten, zählen zu den Verlierern. Dies ist zu einem Zeitpunkt, an dem immer mehr KI-generierter Inhalt im Web veröffentlicht wird, richtungsweisend.

  • February 2023 Product Reviews Update (21. Februar – 7. März 2023):
  • Das February 2023 Product Reviews Update ist das insgesamt 6. Product Reviews Update von Google. Diese Updates betreffen Websites, die Produktrezensionen und Testberichte veröffentlichen. Im Gegensatz zu vorherigen Product Reviews Updates betraf das Update im Februar erstmals auch Sprachen außerhalb von Englisch, darunter auch Deutsch. Die Auswirkungen des Updates waren zudem stärker als bei den vorherigen Versionen. Mehr Informationen findest Du in Googles offiziellem Blogartikel über Product Reviews Updates.

2022

  • December 2022 Link Spam Update (14. Dezember – 12. Januar):
  • Hierbei handelt es sich um ein globales Update, das alle Sprachen betrifft. Das Update soll die Erkennung von unnatürlichen Links durch Googles AI-System „SpamBrain“ verbessern. Im Speziellen sollen gekaufte Links effektiver erkannt werden sowie Domains, die lediglich dem Zweck dienen, Backlinks zu anderen Websites zu setzen. Mehr Informationen findest Du in dieser Zusammenfassung von Search Engine Journal.

  • December 2022 Helpful Content Update (5. Dezember – 12. Januar):
  • Bei diesem Update handelt es sich um eine Verbesserung von Google’s „Helpful Content“ System, das bereits im August für englischsprachige Suchanfragen eingeführt wurde. Im Gegensatz zum 1. Helpful Content Update betrifft dieses jedoch alle Sprachen.Wie Du auf das Update reagieren solltest, erfährst Du in unserer Zusammenfassung des Helpful Content Updates.

  • October 2022 Spam Update (19. – 21. Oktober):
  • Sofern Du auf Deiner Website keinen Spam verbreitest, dürfte Dich dieses Update nicht betreffen. Hier erfährst Du mehr über Googles Spam Updates.

  • September 2022 Product Reviews Update (20. – 26. September):
  • Dieses Update überschnitt sich mit dem September 2022 Core Update (siehe unten). Falls Du betroffen bist, findest Du hier Googles Empfehlungen zum Verfassen hochwertiger Produktrezensionen. (Hinweis: Das Update betrifft bislang nur englischsprachige Produktrezensionen.)

  • September 2022 Core Update (12. – 26. September):
  • Dieses Update scheint geringere Auswirkungen gehabt zu haben als bisherige Core Updates. Außerdem gab es Überschneidungen mit einem weiteren Update, dem September 2022 Product Reviews Update.Laut einer Analyse von Lily Ray zählen Regierungs-Websites und Musikplattformen zu den Gewinnern des Updates, während Nachrichten-Websites und Stockfoto-Plattformen organischen Traffic eingebüßt haben.

    Außerdem gab es Spekulationen darüber, ob das Update in Verbindung mit dem kürzlich veröffentlichten Helpful Content Update steht, was von Google jedoch verneint wurde.

  • Helpful Content Update (25. August – 9. September):
  • Google hat ein neues Ranking Signal eingeführt, das minderwertigen Content im Ranking herabstuft, der ausschließlich für Suchmaschinen (statt für Menschen) erstellt wurde. In unserem Beitrag über Googles Helpful Content Update erfährst Du mehr.

  • July 2022 Product Reviews Update (27. Juli – 2. August)
  • May 2022 Core Update (25. Mai – 9. Juni):
  • Dieses Core Update hatte offenbar weniger starke Auswirkungen als das November 2021 Core Update. In unserer Zusammenfassung des May 2022 Core Updates erfährst Du mehr.

  • March 2022 Product Reviews Update (gestartet am 23. März)
  • Page Experience Update für Desktop (22. Februar – 3. März):
  • Dieses Update folgt auf das Page Experience Update für die mobile Suche aus dem letzten Jahr. Hierbei wurden dieselben Ranking-Kriterien für die Desktop-Suche implementiert. In diesem Beitrag auf Google Search Central findest Du alle Details zu dem Update.

2021

  • December 2021 Product Reviews Update (1. – 21. Dezember)
  • November 2021 Local Search Update (30. November – 8. Dezember):
  • Das Update führt Neural Matching für den Abgleich lokaler Suchanfragen mit lokalen Suchergebnissen ein. Ranking-Faktoren bleiben laut Googles Richtlinien Relevanz, Entfernung und Beliebtheit.

  • November 2021 Core Update (17. – 30. November):
  • Dieses Update war im Vergleich zu früheren Core Updates etwas ungewöhnlich, wie Roger Montti von Search Engine Journal in dieser Zusammenfassung des November 2021 Core Updates erklärt.

  • November 2021 Spam Update (3. – 11. November)
  • July 2021 Core Update (1. – 12. Juli):
  • Dieses Update war der zweite Teil des June 2021 Core Updates. In unserem Überblick zu den Google (Core) Updates im Juni und Juli 2021 erfährst Du mehr.

  • Page Experience Update (15. Juni – 2. September):
  • Mit diesem Update wurden Googles Core Web Vitals als offizielle Rankingfaktoren für die mobile Suche eingeführt.

  • June 2021 Core Update (2. – 12. Juni):
  • Wie wir in unserer Zusammenfassung des June 2021 Core Updates erklärt haben, war die Datenlage zu diesem Update nicht sonderlich eindeutig und teilweise sogar widersprüchlich. Das Update unterschied sich außerdem von anderen Core Updates, da es keine Auswirkungen auf die typischen YMYL-Nischen hatte.

  • April 2021 Product Reviews Update (8. – 22. April)
  • Passage Ranking Update (10. Februar):
  • Google führte einen neuen Rankingfaktor ein, der für eine Suchanfrage relevante Textpassagen auch dann erkennen kann, wenn sie tief im Content einer Seite verborgen sind. In unserer Zusammenfassung des Passage Ranking Updates und in diesem einstündigen Gespräch mit Martin Splitt von Google erfährst Du mehr.

2020

  • December 2020 Core Update (3. – 16. Dezember):
  • Wie wir in unserer Zusammenfassung des December 2020 Core Updates erklären, hatte dieses Update über alle Branchen hinweg weitreichende Folgen. Laut dieser Analyse von David McSweeney gab es dadurch auch einige Kollateralschäden.

  • May 2020 Core Update (4. – 18. Mai):
  • Dieses Core Update war das erste, das während der Covid-19-Pandemie ausgerollt wurden. Es hatte Auswirkungen auf Websites mit Thin Content sowie auf lokale SERPs und Aggregatoren/Verzeichnisse. In der Zusammenfassung des Updates von SEJ erfährst Du mehr.

  • Featured Snippet Update (22. Januar):
  • Vor diesem Update konnte eine Website mit Featured Snippet Platzierung zusätzlich auch in der organischen Top 10 unterhalb des Featured Snippets platziert sein. Mit dem Update wurde diese Wiederholung abgeschafft. In unserer Zusammenfassung des Featured Snippet Updates und dieser Studie im Search Engine Journal erfährst Du mehr über die Auswirkungen.

  • January 2020 Core Update (gestartet am 13. Januar):
  • Laut Search Engine Land handelte es sich hierbei um ein umfangreiches Update, das Auswirkungen auf eine große Anzahl von Websites hatte.

2029

  • BERT Update (24. Oktober für englischsprachige Suchanfragen, 9. Dezember für den Rest der Welt):
  • Mit diesem Update wurde Googles Verständnis einzelner Wörter innerhalb einer Suchanfrage optimiert, indem deren Kontext mit einbezogen wurde. Das Ergebnis ist eine bessere Übereinstimmung der Suchergebnisse mit der Suchintention. In dieser Zusammenfassung des BERT Updates erfährst Du mehr.

  • September 2019 Core Update (gestartet am 24. September):
  • Neben den allgemeinen Optimierungen lag der Fokus bei diesem Update laut der Zusammenfassung von Search Engine Journal auf der Qualität von Links.

  • June 2019 Core Update (gestartet am 3. Juni):
  • Bei diesem Core Update ging es Berichten zufolge um mehr als nur E-A-T (dazu unten mehr). In dieser Zusammenfassung auf Search Engine Journal erfährst Du mehr.

  • March 2019 Core Update (gestartet 13. März):
  • Dieses Update wirkte wie ein Rollback früherer Updates, wie zum Beispiel des Penguin Updates. In unserer Zusammenfassung und Analyse des March 2019 Core Updates erfährst Du mehr.

2018

  • Broad Core Algorithm Update (um den 1. August):
  • Dieses Update wird auch als „Medic“ bezeichnet, weil es besonders auf Websites aus dem Gesundheitsbereich abzuzielen schien. Google hat dies jedoch nicht offiziell bestätigt. Search Engine Journal hat einen Artikel mit Tipps für Websites zusammengestellt, die unter den Folgen des Medic-Updates zu leiden hatten.

  • Broad Core Algorithm Update (gestartet am 16. April):
  • Google hat dieses Update bestätigt und auf die offizielle Erklärung und Empfehlungen aus dem März 2018 hingewiesen.

  • Broad Core Algorithm Update (um den 12. März):
  • Der Fokus lag bei diesem Update auf der Relevanz von Content, wie durch Googles John Mueller beim Google Webmaster Central Office-Hours Hangout im April 2018 bestätigt wurde.

Wie Du Deine Rankings nach einem Google Update wiederherstellen (und Dich auf zukünftige Updates vorbereiten) kannst

Wenn Du von einem aktuellen Google Update betroffen bist, ist am allerwichtigsten: Informiere Dich bestmöglich zu dem Update und gerate nicht in Panik. Es gibt immer Wege, Deinen Traffic zurückzugewinnen. Du musst meistens einfach nur ein wenig Arbeit und Geduld investieren.

Unabhängig von dem Update, von dem Du betroffen bist, kannst Du Deine Website mit diesen fünf grundlegenden Schritten wieder auf Vordermann bringen:

  1. Lies Dir Googles offizielle Informationen zum jeweiligen Update durch.
  2. Verschaffe Dir einen Überblick über Analysen des Updates von SEO-Experten.
  3. Prüfe, welche Auswirkungen das Update auf Deine Website hatte.
  4. Setze Googles Empfehlungen für das entsprechende Update um.
  5. Schnapp Dir Dein liebstes koffeinhaltiges Getränk und bleib geduldig.

Aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf Googles Helpful Content Update vom August 2022.

1. Auf Google Search Central wurde ein Beitrag dazu veröffentlicht, was Creator wissen sollten.

Googles Artikel über das Helpful Content Update

2. Nachdem Du diesen durchgelesen hast, solltest Du Dich mit weiteren Ressourcen, wie z.B. unserem Artikel zum Helpful Content Update vertraut machen, um einen Überblick über Analysen und Reaktionen auf das Update zu gewinnen.

(Tipp: Speichere Dir diesen Google Update Artikel doch gleich als Lesezeichen ab – wir werden diesen Beitrag kontinuierlich aktualisieren und Dir hier die wichtigsten Fakten und hilfreiche weiterführende Ressourcen zu jedem Update zusammenstellen.)

3. Nachdem Du Dir einen Überblick über das Update verschafft hast, richte Deinen Blick auf Deine eigene Website: Mithilfe von Tools wie Seobilitys Keyword Ranking Monitoring, Google Analytics oder Google Search Console hast Du etwaige Veränderungen Deiner Rankings und Deines Traffics stets im Blick.

der Tab Überblick im Rankings Bereich
4. Wenn es negative Auswirkungen auf Deinen Traffic gab, solltest Du anhand der Stichpunkte in Googles offiziellem Leitfaden zu dem Update prüfen, ob Deine Website Content enthält, den Google als „nicht hilfreich“ einstufen könnte.

Wenn das der Fall ist, solltest Du Dir die Zeit nehmen, um diesen Content zu löschen oder zu überarbeiten.

5. Schnapp Dir danach ein koffeinhaltiges Getränk Deiner Wahl und bleibe geduldig, während sich Dein Traffic langsam wieder erholt.


via GIPHY

(Du kannst die Wartezeit natürlich auch produktiv nutzen, indem Du weiteren hilfreichen Content zu Deinem Spezialgebiet erstellst.)

Was solltest Du tun, wenn Du von einem Core Update betroffen bist?

Core Updates sind ein Thema für sich. Google betont immer wieder, dass es leider keine schnelle Lösung gibt, um Deinen Traffic nach einem Core Update auf einfache Weise wiederherzustellen. Den Grund dafür haben wir bereits am Anfang erwähnt: Google Core Updates zielen nicht auf individuelle Rankingfaktoren ab, sondern auf Googles Kern-Algorithmus.

Google Core Updates verfolgen immer das Ziel, die Qualität der Suchergebnisse für die User zu optimieren. Dementsprechend fällt der Rat von Google immer ähnlich aus, nämlich: Verbessere Deinen Content!

Nimm Dir die Zeit und versuche die allgemeine Qualität Deiner Website zu beurteilen, anstatt Dich auf einen bestimmten Faktor zu konzentrieren. Wie Du sicher weißt, ist das kontinuierliche Arbeit und es gibt leider keine schnelle und einfache Lösung.

Google verweist im offiziellen Hilfe-Artikel zu Core Updates jedoch auf eine Liste an Fragen, die Dir dabei helfen können, die Qualität Deines Contents zu evaluieren und hilfreiche Inhalte zu erstellen. Dabei spielen die Konzepte von “hilfreichem, nutzerorientierten Content” und “E-E-A-T” eine zentrale Rolle.

Schaffe mit nutzerorientierten Inhalten und E-E-A-T die Grundlage, um Deinen Traffic zurück zu gewinnen

Seit dem ersten Helpful Content Update im Jahr 2022 ist das Konzept von “hilfreichen, nutzerorientierten Inhalten” in aller Munde. Dabei geht es darum, Inhalte zu erstellen, die den Nutzer in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellen, anstelle von Inhalten, die primär darauf ausgerichtet sind, ein gutes Ranking zu erzielen.

Um mit Deiner Website langfristig erfolgreich zu sein und Dich vor negativen Auswirkungen durch zukünftige Core Updates zu schützen, ist es essentiell, solche nutzerorientierten Inhalte zu erstellen. Mehr Details darüber, was das bedeutet, findest Du in unserem Artikel über Google’s Helpful Content Updates sowie bei Google Search Central.

Eng damit verknüpft ist das “E-E-A-T” Konzept. E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authority und Trustworthiness (auf Deutsch: Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit). Es handelt sich hierbei nicht um einen individuellen Rankingfaktor, sondern vielmehr um ein Konzept für hochwertigen Content, auf das Google mit seinen Core Updates hinarbeitet.

Content, der den E-E-A-T Kriterien entspricht, ist hochwertiger und zuverlässiger Content, der von Experten auf dem entsprechenden Fachgebiet geschrieben wurde, die als Autorität innerhalb der entsprechenden Nische gelten und Erfahrung aus erster Hand vorweisen können.

Dieses Konzept war in der Vergangenheit insbesondere für solche Websites wichtig, die von Google als „Your Money or Your Life“ (YMYL) bezeichnet wurden. Darunter versteht man Themen, die uns bei wichtigen Entscheidungen in unserem Leben unterstützen sollen. Websites zu Finanz- oder Gesundheitsfragen sind ein Beispiel. In den letzten Jahren sind die E-E-A-T Kriterien allerdings für jede Art von Website zunehmend wichtiger geworden.

Um Deinen Content dahingehend zu prüfen, kannst Du Dir folgende Fragen stellen: Hättest Du genügend Vertrauen in die Inhalte, um auf dieser Basis wichtige Entscheidungen für Dein Leben zu treffen? Würdest Du auf einer anderen Website mit demselben Content unbesorgt Deine Zahlungsdaten eingeben?

Wenn Du beide Fragen mit Nein beantworten musst, kommt Arbeit auf Dich zu. In unserem Blog findest Du aber einen detaillierten Leitfaden dafür, wie Du Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit für Deinen Content aufbauen bzw. demonstrieren kannst.

E-E-A-T Guide auf dem Seobility Blog

Wenn Du diese Richtlinien befolgst, wird Dein Ranking natürlich nicht über Nacht wieder nach oben schießen. Allerdings erhöhst Du damit Deine Chancen, bei künftigen Core Updates sowie langfristig mit Deiner Website erfolgreich zu sein.

Mach Deine Website bereit für zukünftige Updates

Hochwertiger Content ist nicht nur der Schlüssel, um Deine Website von einem Core Update zu erholen – Du schaffst damit gleichzeitig eine stabile Ausgangslage für zukünftige Google Updates. Denn wenn es ein zentrales Thema gibt, das die meisten der letzten Google Updates gemeinsam haben, dann ist das die Bedeutung hochwertiger Inhalte, die dem Suchenden genau das bieten, was sie sehen wollen.

Natürlich ist die Erstellung solcher Inhalte allein keine Garantie dafür, dass Deine Website niemals wieder von einem Google Update negativ betroffen sein wird. Aber es ist das Mindeste was Du tun kannst (außer natürlich Deine Website mit Seobility zu optimieren ), um sicherzustellen, dass Du auf der Gewinnerseite stehst, wenn das nächste Google Update zuschlägt.

Suchintention: Der wichtigste Faktor für die Relevanz Deines Contents

Was ist die Absicht hinter einer Suchanfrage bei Google? Nur wenn Du die Antwort auf diese Frage kennst, besteht überhaupt die Chance, dass Du es mit Deiner Seite in die Top 10 schaffst und am Ende vielleicht Platz 1 belegst.

Die richtigen Keywords in Deinem Text zu verwenden, ist natürlich immer noch wichtig. Entscheidend für den Erfolg Deiner Website in den Suchergebnissen ist aber vor allem die Ausrichtung Deiner Inhalte auf die Intention hinter der Suchanfrage – auch die Suchintention genannt.

Die suchende Person hat in dem Moment, in dem sie etwas bei Google eintippt, etwas ganz Bestimmtes im Kopf. Eine Frage, ein Problem, einen Kaufwunsch. Egal was es ist – wenn Deine Seite ganz oben in den Suchergebnissen auftauchen soll, dann muss sie diesen Wunsch vollumfänglich erfüllen. Schon Dein Suchergebnis-Snippet muss klar ausstrahlen: „Hier geht Dein Wunsch in Erfüllung!“

Google hat in den letzten Jahren die Suchergebnisse immer besser an der Suchintention ausgerichtet und die gezielte Optimierung darauf ist eine der wichtigsten Herausforderungen für SEOs. Die richtige Keyword-Recherche und Anwendung der Keywords im Text, perfekte Onpage-Technik und Backlinks können ihre Wirkung erst dann voll entfalten, wenn Deine Inhalte korrekt auf die Suchintention optimiert sind.

Daher wollen wir Dir in diesem Beitrag einen Leitfaden an die Hand geben. Du lernst…

  • was Suchintention bedeutet
  • wie Du sie bestimmst
  • und wie Du Deine Inhalte zielgenau darauf ausrichtest.

Du kennst das Konzept der Suchintention bereits und möchtest direkt zum Teil der Optimierung springen? Hier entlang.

Google wird immer besser darin, die Suchintention zu erkennen

So sahen Googles Suchergebnisse im Jahr 1998 aus:

Google Suchergebnisse im Jahr 1998
Quelle

Schon damals haben die Ergebnisse unterschiedliche Suchintentionen abgedeckt. So lieferte zum Beispiel die Suche nach „google“ u.a. die Google Startseite, mehrere beliebte Suchen, Informationen darüber, warum man Google nutzen sollte, wie man Google nutzt usw. Damals gab es noch keine Werbeanzeigen, geschweige denn Bilder oder irgendwelche zusätzlichen Features. Es gab nur die „10 blue links“.

So sieht die gleiche Suchergebnisseite (SERP oder Search Engine Results Page) heute aus:

Google Suchergebnisse im Jahr 2022

Die Suchergebnisseite besteht nicht mehr nur aus den berühmten 10 blue links. Sie ist in der Regel stark segmentiert und in sogenannte „Packs“ unterteilt. Rechts oben die Firmeninfo, unter Position 1 Schlagzeilen aus Google News, direkt darunter die letzten drei Tweets des Unternehmens. Darunter folgen die restlichen Suchergebnisse und „Verwandte Suchanfragen“.

Google bedient mit dieser Art moderner Suchergebnisse eine Vielzahl an Suchintentionen. Manche wollen wissen, unter welcher Rechtsform das Unternehmen arbeitet, wann es gegründet wurde etc. Andere wiederum sind an aktuellen Nachrichten zum Unternehmen interessiert.

Als Marktführer weiß Google mittlerweile sehr genau, wonach die Mehrzahl aller Nutzer tatsächlich sucht und was sie als Ergebnis erwartet. Dank zahlreicher Algorithmus-Updates wie RankBrain und diverser Entwicklungen im Bereich NLP wurde Google immer besser darin, das Suchverhalten richtig zu interpretieren.

Und genau das können wir uns zu Nutze machen.

Was ist eine Suchintention?

Wenn eine Person ein Wort in die Suchbox eintippt, dann möchte sie nicht einfach nur Seiten finden, auf denen dieses Wort vorkommt. Sie sucht nach etwas, das den eigentlichen Wunsch hinter dieser Suchanfrage bedient. Die Suchintention versteckt sich sozusagen im Kopf der suchenden Person.

Um diese zu bestimmen, beobachtet Google kontinuierlich das Verhalten seiner Nutzer und passt die Ergebnisse entsprechend an. Dabei wird Folgendes vermutet (sehr vereinfacht gesagt): wenn nur wenige Suchende direkt nach dem Klick auf ein Ergebnis wieder zur Suchergebnisseite zurückgehen, scheint das Ergebnis die Suchintention für die meisten Suchenden zu erfüllen. Oder anders gesagt: wenn Suchende immer direkt zu Google zurückspringen, dann scheint die Seite die Intention nicht zu treffen und wird aus den oberen Ergebnissen entfernt. Auch wenn sie zum Beispiel aus technischer Sicht besser optimiert ist.

Eine Suche nach Zahnschmerzen soll nicht etwa wissenschaftliche Forschungsarbeiten oder Videos von Menschen mit Zahnschmerzen hervorbringen, sondern Seiten, die dem Suchenden „jetzt“ den höchsten Nutzen bringen. Schauen wir uns das mal konkret an:

Intention der Google Suche nach zahnschmerzen

Im Screenshot der Suche nach „Zahnschmerzen“ sind Hinweise auf unterschiedliche Suchintentionen gelb markiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Menschen, die nach „Zahnschmerzen“ suchen, wissen wollen, warum sie Zahnschmerzen haben, was die Ursachen sind und vor allem, was sie jetzt dagegen tun können.

Du musst dem Nutzer also genau diese Informationen liefern, damit Du eine Chance auf die Top 10 hast.

Die Macht der Suchintention

Wie wichtig die Suchintention ist, zeigt eine Suche nach „müller“.

Ergebnisse der Suche nach müller

Die Suchergebnisse enthalten keinen Hinweis auf den Beruf „Müller“. Vielmehr wollen Suchende die Müller Drogerie finden – den Onlineshop oder auch die nächste Filiale. Zwischendurch gibt es Ergebnisse zur Marke Müllermilch. Auch der Fußballer Thomas Müller ist populär genug für die erste Seite.

Das ist die Macht der Suchintention. Das Suchpublikum entscheidet, was Google bei der Suche nach Müller anzeigt. Informationen zum Beruf Müller finden sich dann etwas weiter hinten oder bei der expliziten Suche nach „Müller Beruf“.

Als SEO ist es Deine Aufgabe, Content an der Suchintention einer Suchanfrage auszurichten, um unter die Top-Positionen zu kommen. Deshalb musst Du die entsprechende Suchergebnisseite genau unter die Lupe nehmen, alle Ergebnisse inspizieren und basierend darauf entscheiden, was genau Dein Content beinhalten und wie er am besten aussehen soll (dazu später mehr).

Die vier Kategorien der Suchintention

Suchanfragen lassen sich grob in vier Kategorien einteilen:

  • Informational
  • Navigational
  • Kommerziell
  • Transaktional

Kategorien Suchintention

Informationale Anfragen befriedigen ein reines Bedürfnis nach Informationen.

Beispiele für informationale Anfragen sind:

Navigationale Anfragen haben erstmal nichts mit der Wegfindung auf Google Maps zu tun – ein weit verbreiteter Irrtum. Stattdessen möchten Suchende damit zu bestimmten Websites oder Unterseiten gelangen.

Suchintention der Suche nach google bei yahoo

Berühmtes Beispiel: Auf yahoo! suchen viele nach „Google“ oder „Facebook“. Meist nicht, um nach Firmeninformationen zu suchen, sondern weil sie einfach zu google.de navigieren wollen.

Weitere Beispiele für navigationale Suchanfragen sind:

Merke: Navigational steht für „Benutze Suchmaschine als Navigationsmenü“.

Gerade bei der Suche nach Marken- oder Produktnamen ist oft nicht eindeutig, ob es sich um eine Infoanfrage oder eine Navigationsanfrage handelt. Beispiel: „Basecamp“ könnte eine Suche nach dem Unternehmen „Basecamp, LLC“ oder dem Projektmanagementsystem der gleichen Firma sein.

Navigationale Suchanfragen kommen oft vor. Sie spielen in der Suchmaschinenoptimierung aber meist aufgrund fehlender Kommerzialität eine untergeordnete Rolle.

Kommerzielle Anfragen bereiten eine (Kauf-)Entscheidung vor.

Beispiele für kommerzielle Anfragen:

Transaktional sind Anfragen, bei denen das Ziel ist, etwas zu erledigen. Oft ist dies ein Kauf.

Beispiele für transaktionale Anfragen:

Progression der Suchintentionen

Oft findet ein Voranschreiten mehrerer Suchanfragen hin zum ultimativem Ziel statt – insbesondere bei Entscheidungsprozessen mit potenziellem Kaufziel. Die Suchintention ist anfangs allgemein und wird von Anfrage zu Anfrage immer spezifischer. Ein Beispiel liefert folgender Ablauf von Suchanfragen:

Thailand ⭢ Thailand Inseln ⭢ Koh Tao ⭢ Koh Tao Tauchen ⭢ Koh Tao Tauchschulen ⭢ Koh Tao Tauchkurs buchen

Typische Modifikatoren bei der Suche

Die vier Kategorien der Suchintention sind oft leicht durch Zusatzwörter in der Suchanfrage zu erkennen.

Informational Kommerziell Transaktional Navigational
W-Fragen Vergleich Preis / Kosten Markenname
Ratgeber Erfahrung Kaufen Produktname
Tutorial Alternative Mieten Servicename
Anleitung Top Broschüre / Katalog Name Unterseite
Tipps Testbericht jetzt / direkt /sofort intitle:
Lernen Merkmale / Features teilnehmen inurl:
Beispiele Überblick günstig anmelden / login

Die Grenzen bei Suchanfragen und deren Zuordnungen verschwimmen jedoch nicht selten. Diese Liste dient natürlich nur als grobe Orientierung. Du findest bestimmt noch viele weitere dieser Modifikatoren bei der täglichen Suche.

Suchfeatures je Suchintent

Ein weiterer Anhaltspunkt bei der Bestimmung der Suchintention: Googles spezielle Suchfeatures treten je nach Suchanfrage teils vermehrt bei einer bestimmten Suchintention auf. Beispielsweise taucht bei Verwendung des Modifikators „Wegbeschreibung“ grundsätzlich das Karten-Widget auf.

Maps Widget bei Wegbeschreibungen

Für Suchanfragen, die das Wort „kaufen“ beinhalten, zeigt Google hingegen häufig ein Karussell von Vergleichsportalen:

Suche nach reifen kaufen

Oder ein Produktkarussell:

Google Suche iphone kaufen

Achte bei der Analyse der Suchergebnisse daher nicht nur auf die Ergebnisse selbst, sondern auch auf alle Suchfeatures.

Bestimme die Kategorie der Suchintention mit Seobility

Auch wenn Modifikatoren und Suchfeatures bei der Bestimmung der Kategorie des Search Intents helfen können, sind sie leider nicht für jede Suchanfrage verfügbar. Außerdem erfordern sie eine manuelle Überprüfung der Suchergebnisse, was bei einer umfangreichen Keyword-Recherche oft nicht praktikabel ist. Wenn Du z.B. größere Keyword-Listen nach Intent-Kategorien erstellen möchtest, wäre es sehr zeitaufwendig, jedes Keyword für diese grobe Unterteilung erst einmal zu googeln.

Um Dir diesen Aufwand zu ersparen, kannst Du einfach das kostenlose Keyword Recherche Tool von Seobility nutzen! Dort wird Dir nämlich zu jedem Keyword der überwiegende Search Intent angezeigt:

Search Intent Spalte im Keyword Recherche Tool

Oft siehst Du hier auch mehrere Angaben, wenn die SERPs mehrere Intentionen bedienen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Keyword sehr allgemein formuliert ist (z.B. “Italien”) und mehrere Intentionen dahinter stecken können (z.B. “Informationen über Italien” oder “Italien Urlaub buchen”).

Zusätzlich kannst Du über die Filterfunktion gezielt nach Keywords suchen, die in eine bestimmte Kategorie der Suchintention fallen:

Filter für Suchintention

Praktisch, oder?

Der 3-Punkte-Plan zur Optimierung auf die Suchintention

Angenommen Du hast nun ein Keyword ausgewählt, auf das Du optimieren möchtest, und weißt auch schon, in welche Search Intent Kategorie dieses fällt – wie schaffst Du es nun, Content zu erstellen, der nicht nur grob in diese Kategorie passt, sondern die exakte Suchabsicht der Suchenden trifft?

Im Grunde ist die Vorgehensweise ganz einfach: Schau Dir für Dein Ziel-Keyword die Suchergebnisseite und auch alle Seiten der Top 20 an und notiere:

  • Welche Suchziele werden abgedeckt?
  • Welche Content-Formate verwenden die gerankten Seiten?
  • Aus welchem Blickwinkel sind die Seiten geschrieben und welchen Zweck sollen sie erfüllen?

Kombiniere die Erkenntnisse aus diesen drei Fragen und Du bekommst eine Idee für den Content, den Du schreiben (lassen) kannst.

Im Folgenden gehen wir deutlich tiefer ins Detail. Aber lass Dich dadurch bitte nicht aus dem Konzept bringen. Die Optimierung auf eine Suchintention ist keine Raketenwissenschaft. Viel wichtiger ist, dass Du verschiedene Content-Formate, inhaltliche Ideen und Blickwinkel einfach mal ausprobierst. Du wirst erstaunt sein, wie gut das funktionieren kann.

Schritt 1: Stabilität der Suchergebnisseite dokumentieren

Bei Deiner Recherche wird Dir unweigerlich auffallen: SERPs können sich ändern. Einige sind über Jahre stabil. Sie zeigen immer die gleichen Seiten an. Andere fluktuieren stark, vielleicht sogar je nach Saison. Bei solchen SERPs bleibt kaum eine Seite auf ihrer Position, ständig kommen neue Seiten hinzu und andere fliegen wieder raus.

Das liegt daran, dass Google kontinuierlich verschiedenste Faktoren in den Suchergebnissen testet. Dazu gehören die Ergebnisse selbst, allgemeine Suchfeatures, Themen, usw.

Ein gutes Beispiel für stabile vs. instabile SERPs: Katzenrassen vs. Katzenfutter. An den Rassen ändert sich im Laufe der Zeit nicht viel. Katzenfutter hingegen gibt es immer wieder mal neues oder es kommt ins Angebot oder es gibt einen neuen Trend oder Onlineshop.

Google Suche katzenfutter
Google Suche katzenrassen

Aus diesem Grund solltest Du die SERPs zumindest für Deine wichtigsten Keywords dokumentieren. Dafür kannst Du zum Beispiel wöchentlich Screenshots von den Suchergebnissen erstellen und diese anschließend vergleichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stabil die SERPs sind.

Bedeutung der SERP-Stabilität für die Optimierung

Als Daumenregel gilt: Stabile SERPs sind schwerer zu erobern. Bei instabilen SERPs sind die Chancen größer, dass auch Deine Seite einmal „eingewechselt“ wird. Genau so schnell wird Deine Seite allerdings potenziell wieder „ausgewechselt“. Schaffst Du es hingegen in eine stabile SERP, dann hast Du natürlich länger etwas davon.

Tipp: Suchanfragen mit mehreren Wörtern (auch Longtail genannt) kannst Du leichter erobern. (Beispiel: „vegane Kekse backen glutenfrei“ vs. „Kekse backen“).

Bedenke: Events aller Art, also News, Gesetzesänderungen, neue Produktreleases oder politische Ereignisse können jederzeit die Suchergebnisseiten drastisch verändern. Daher ist ein regelmäßiger Abgleich für Deine wichtigsten Keywords sinnvoll.

Schritt 2: Content-Format und Ausrichtung festlegen

Im nächsten Schritt beginnst Du mit der Content-Planung. Dabei sind zwei Merkmale besonders zu berücksichtigen:

  1. Das Content-Format (also der Rahmen, in dem der Content erscheint)
  2. Die Ausrichtung oder Botschaft des Inhalts

Beide Punkte sind wichtig, um die Suchintention zu erfüllen.

Das geeignete Content-Format erkennst Du meist schon auf der SERP. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du aber alle Seiten der Top 10-20 checken.

Beispiel Content-Formate: „Tisch selbst bauen“

Sehen wir uns das mal an einem konkreten Beispiel an.

Google Suche tisch selbst bauen

In den ersten Suchergebnissen zum Keyword „Tisch selbst bauen“ finden sich folgende Formate:

  1. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung gewinnt nicht nur den ersten Platz, sondern auch das Featured Snippet.
  2. An zweiter Stelle gibt es ein Video-Karussell mit Anleitungsvideos, was bei Bauthemen sehr hilfreich ist.
  3. wikiHow ist auf Platz 3. Ebenfalls mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wie für wikiHow üblich, ist jeder Schritt bebildert und teils animiert. Tolles Format, das die unglaubliche Popularität von wikiHow begründet.
  4. Tischbauen ist definitiv ein visuelles Thema, deswegen gibt es auch eine Galerie auf Platz 4. Hinter den Bildern verstecken sich viele DIY-Projekte – meist Anleitungen.
  5. Auf Platz 5 ist eine Pinterest-Galerie, ebenfalls mit viel Inspiration. Dies könnte also auch ein Weg in diese SERP sein.
  6. Die letzten Ergebnisse liefern Anleitungen oder Kategorieseiten mit Anleitungen.

Was das Content-Format betrifft, so schreit diese SERP regelrecht: Wähle eine Anleitung, am besten in Schritte unterteilt mit vielen Bildern oder Bilderserien, idealerweise unterstützt durch ein Video.

Beispiele für Content-Formate

Dir stehen viele verschiedene Content-Formate zur Auswahl. Hier ein kurzer Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Content-Formate sind grob nach Relevanz für die verschiedenen Kategorien der Suchintention eingeteilt und bewertet:

  • ✪ weniger gut geeignet
  • ✪✪ gut geeignet
  • ✪✪✪ sehr gut geeignet
Content-Format Informational Kommerziell Transaktional
Nachrichten & Berichte ✪✪✪ ✪ ✪
Reportagen (Features) ✪✪✪ ✪ ✪
Kommentar und andere Meinungsbeiträge ✪✪✪ ✪ ✪
Interviews ✪✪✪ ✪ ✪
Porträt ✪✪✪ ✪ ✪
Virale Inhalte (Videos, Bilder und Texte) ✪✪✪ ✪ ✪
Visuelle Assets (Infografiken, Diagramme, Skizzen …) ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Tools und Vorlagen ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Quiz ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Studien und Umfragen ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Anleitungen und Schulungen ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Allgemeiner Ratgeber ✪✪✪ ✪✪ ✪✪
Vergleiche und Testberichte ✪ ✪✪✪ ✪✪✪
Listen (Rankings, Listicle, Aufzählungsform) ✪ ✪✪✪ ✪✪✪
Kaufratgeber ✪ ✪✪✪ ✪✪✪
Kostenlose Beratung oder Beurteilung ✪ ✪✪ ✪✪✪
Kundenstimmen ✪ ✪✪ ✪✪✪
Erfahrungsberichte ✪ ✪✪ ✪✪✪
Demos und Proben ✪ ✪✪ ✪✪✪
Kataloge ✪ ✪✪ ✪✪✪
Case-Study ✪ ✪✪ ✪✪✪
Whitepaper ✪ ✪✪ ✪✪✪
Webinare ✪ ✪✪ ✪✪✪
Vorträge auf Events ✪ ✪✪ ✪✪✪
Rechner ✪ ✪✪ ✪✪✪

Diese Übersicht ist selbstverständlich nur als Vorschlag zu sehen. Es ist zum Beispiel denkbar, dass sich ein Produkt auch über ein Interview besonders häufig verkauft. In der Praxis ist das aber eher unüblich. Schließlich suchen die wenigsten nach einem Interview, um etwas zu kaufen. Im Gegenzug dazu sucht niemand nach einer Definition für einen wissenschaftlichen Begriff in einem Erfahrungsbericht. Es ist zwar möglich, dass sich dort eine versteckt, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand gezielt danach sucht. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Der Blickwinkel kann entscheidend sein

Mit der Wahl des Content-Formats ist es nicht immer getan. Es kommt auch darauf an, aus welcher Perspektive Du kommunizierst. Diese „Ausrichtung“ Deines Beitrags kann ebenfalls ein entscheidender Faktor sein.

In einem Interview mit Ross Hudgens von Siege Media erwähnt der Gründer von Clearscope Bernard Huang die Beispiel-SERP „learn to code“.

Google Suche learn to code

Jeder sollte Programmieren lernen? Bei Weitem nicht. So argumentierte TechCrunch schon 2016 und der Beitrag rankt heute noch in den Top 10, obwohl er sich deutlich von der Ausrichtung der übrigen Ergebnisse unterscheidet. Mit solchen alternativen Sichtweisen kannst Du also theoretisch auch auf die erste Seite kommen. (Das volle Interview mit Ross und Bernard ist sehr lehrreich: Search Intent Perspectives w/ Clearscope’s Bernard Huang.)

Die weniger riskante Strategie ist jedoch, sich an dem zu orientieren, was Google bereits in den Ergebnissen listet und somit als relevant erachtet.

Wie ist der Blickwinkel eines Beitrags zu bestimmen?

Sehen wir uns auch das an einem konkreten Beispiel an.

Google Suche brotbacken

Folgende Blickwinkel oder Ausrichtungen gibt es auf den ersten Plätzen für die Suchanfrage „brotbacken“. (Die jeweiligen Blickwinkel sind fett hervorgehoben.)

  1. In der Rezepte-Galerie gibt es was für Anfänger („Mein erstes Brot“) sowie Tipps & Tricks.
  2. „Brot backen: Brotrezepte für Sauerteig, Hefeteig und Brötchen“ möchte allumfassend sein.
  3. „Brot backen – vom Anfänger zum Brotbackprofi“ weckt Hoffnung auf den einfachen Einstieg, bis hin zum routinierten Bäcker. Blickwinkel: „Ich begleite Dich auf Deinem Weg“.
  4. „Aus dem eigenen Ofen“ haben andere nicht in der Beschreibung.
  5. Im Videokarussell geht es um „schnelles“ und „einfaches“ Brot.
  6. Der Sichtbarkeitsplatzhirsch chefkoch.de punktet mit der größten Menge an Rezepten. Blickwinkel: „Masse, Auswahl“.
  7. Einfachbacken.de hat die besten Rezepte und ist einfach. Blickwinkel: „Einfach das Beste“.
  8. Die restlichen Ergebnisse bestätigen die Suchintentionen Anleitung/Anfänger.

Zusammenfassen lassen sich diese Blickwinkel ungefähr so: Schnell, einfach, ultimativ, Tipps, Tricks, allumfassend, Anfänger und viele Rezepte. Natürlich musst Du nicht jeden dieser Blickwinkel abdecken, um in die Top 10 zu kommen. Es reicht oft, sich auf einen oder eine Kombination aus wenigen Blickwinkeln zu konzentrieren.

Aus diesen Blickwinkeln könntest Du zum Beispiel folgende Titel für Deine eigene Seite ableiten:

  • Brotbacken ist einfach, aber nur mit diesem Trick wirklich schnell.
  • Warum Brotbacken nicht immer einfach ist (konträrer Versuch, alle Probleme bei der Zubereitung aufzuzeigen sowie die Learnings daraus).
  • Nur mit diesem Trick backen Anfänger das ultimative Brot. (Anfängern das Gefühl geben, schnell zum Profi werden zu können.)
  • Ein Blickwinkel fehlt vielleicht: Brotbacken wie bei Oma – so gelingen Rezepte aus alten Familienrezepten. Hat dieser Blickwinkel eine Chance auf die Haupt-SERP oder nur für den Longtail? Das lässt sich nur mit einem Test herausfinden. Allerdings ist diese Strategie sehr riskant, weil wir nicht wissen, ob dieser Blickwinkel in diese SERP gehört. Aber es scheint auch nicht unmöglich und daher ist es so wichtig, dass Du viel experimentierst.

Schritt 3: Suchergebnisse im Detail analysieren

Neben den SERPs solltest Du auch die dort gelisteten Seiten im Hinblick auf Content-Länge/-Tiefe, verwendete Medien, behandelte Unterthemen etc. analysieren. Dies gibt ultimativ Aufschluss darüber, was zu tun ist, um ebenfalls in diese SERP zu kommen. Dafür musst Du die Artikel lesen, alle Bilder und Videos anschauen und auf Format und Blickwinkel auswerten.

Am besten ist es, selbst eine Art Zusammenfassung der präsentierten Fakten zu machen. Leider kann ein Tool dabei nur begrenzt helfen, denn die Auswahl der Datenpunkte aller Tools sind immer durch den eigenen Algorithmus und die Priorisierung der ausgewerteten Daten beschränkt. Dein Verständnis und Deine Intuition sind deutlich besser.

Es versteht sich von selbst, dass dies nicht für Websites möglich ist, die Tausende von Unterseiten haben (Beispiel chefkoch.de). In so einem Fall geht es eher darum, ein gutes Allgemein-Rezept zu finden und die Ausrichtung auf die Suchintention eventuell bei den 10-100 wichtigsten Keywords vorzunehmen.

Ein Blick in die „Verwandten Suchanfragen“ (ganz unten auf der SERP) gibt weitere Hinweise darauf, welche Themenpunkte Du im Inhalt anschneiden kannst.

brotbacken verwandte Suchanfragen

Diese Liste liefert Dir diverse zusätzliche Blickwinkel, zum Beispiel, dass Leute Brot schnell backen wollen, Trockenhefe sehr gefragt ist, Brot nicht immer richtig aufgeht, oder ob man Roggenbrot mit Trockenhefe backen kann (aus eigener Erfahrung kann ich sagen: besser nicht!). Eine gute Übung ist: überprüfe, ob jede Seite aus den Top 10 tatsächlich jeden dieser Punkte anschneidet. Die wichtigsten Punkte solltest Du ggf. auch in Deinen Content aufnehmen.

Profi-Tipp: Antizipatorische Optimierung

In der Regel solltest Du die am meisten vertretene Suchintention identifizieren und dann eine eigene Seite (sei es Text, Bild, Video, eine Produktseite etc.) dafür erstellen. So bedienst Du das, was Google jetzt schon an das Suchpublikum ausliefert und gehst auf Nummer sicher.

Vielleicht sitzt Du aber auch auf einer Glaskugel oder kannst absehen, dass sich bestimmte SERPs in Zukunft ändern werden. In diesem Fall könntest Du schon heute eine Seite für die von Dir antizipierte Suchintention erstellen. Sicher nicht die einfache Methode auf Suchintention zu optimieren, aber durchaus denkbar und von vielen SEOs praktiziert.

Tipps für Deine Content-Produktion

Das Thema Content-Produktion haben wir bereits in einem eigenen Beitrag ausführlich abgedeckt, daher an dieser Stelle nur eine kurze Liste mit den wichtigsten Tipps für die Vorgehensweise bei der Content-Produktion bezogen auf eine bestimmte Suchintention.

  1. Die zu optimierende Suchintention steht fest. Erfülle sie!
  2. Erstelle ein Grundgerüst aus scanbaren Überschriften. Die besuchende Person soll innerhalb von wenigen Sekunden die Seite hoch- und herunterscrollen können und dabei eine sehr gute Idee davon bekommen, ob sich auf der Seite tatsächlich die Lösung der Suchanforderung befindet. Das steigert die Wahrscheinlichkeit enorm, dass diese Person sich länger mit Deiner Seite beschäftigt und signalisiert Google, dass Deine Seite ein gutes Suchergebnis ist.
  3. Gliedere längere Textbereiche in Überschriften, Listen, Zitate, Anmerkungsboxen, TL/DRs, Tabellen, Zusammenfassungen und andere Elemente.
  4. Ein Inhaltsverzeichnis kann zusätzlich Übersicht verschaffen.
  5. Halte dich kurz, verwende einfache Wörter, komm auf den Punkt, sei deutlich. (Scannable Content Guide)
  6. Das Wichtigste kommt an den Anfang. Dann kommt das Zweitwichtigste usw.
  7. Verwende hochwertiges Bildmaterial und visuelle Assets (Videos, Diagramme, Illustrationen, Infografiken, Interaktivelemente etc.). Beschreibe in Bildunterschriften, was im Bild/Element zu sehen, bzw. was daran wichtig ist.
  8. Was ist der nächste Schritt, den der Besucher umsetzen sollte, sobald er mit Deiner Seite „fertig“ ist? War die Suchintention „etwas lernen“? Warum dann nicht ein Quiz einbauen, um den Lernfortschritt zu festigen? Je länger ein Besucher mit einer Seite interagiert, desto besser. Vermeide, dass die Person zurück zu Google muss, um dort erneut zu suchen.
  9. Eine Seite je Suchintention. Versuche nicht zu viele Ideen in einem Beitrag unterzubringen oder für mehrere Suchintentionen gleichzeitig zu optimieren.

Besucherverhalten analysieren und nachsteuern

Eventuell ist Deine Seite schon in Googles Top 10. Das bedeutet allerdings nicht, dass Deine Arbeit nun getan ist.

Ein Besucher möchte beim Besuch Deiner Seite so schnell wie möglich zu einem Ergebnis kommen, wie auch immer dies aussieht. Sei es das Ausfüllen eines Formulars, etwas in den Warenkorb legen, einen Link oder Button anklicken, an einer Umfrage teilnehmen, ein Spiel spielen, auf eine Werbung klicken. Was auch immer es ist. Wenn die Person nicht zufrieden ist, etwas nicht finden kann, zurückspringt oder lange in der Navigation sucht, dann stimmt etwas nicht.

Um dies zu analysieren, gibt es Tools. Allgemeine Daten liefert hier schon Google Analytics. Wenn Du beispielsweise feststellst, dass die Verweildauer auf Deiner Seite sehr niedrig ist, kann das darauf hindeuten, dass Dein Content Besuchern nicht das liefert, wonach sie eigentlich gesucht haben.

niedrige Verweildauer in Google Analytics

Wenn es darum geht, die Ursachen zu ermitteln und einem Besucher bei der Interaktion zuzuschauen, gibt es auch Tools wie Hotjar. Damit lässt sich die gesamte Besuchersession aufzeichnen und abspielen.

Zum Schluss brauchst Du aber auch eine gehörige Portion Intuition und Einfühlungsvermögen. Wie bereits erwähnt: Suchintention ist keine Raketenwissenschaft. Schließlich wissen auch viele Suchende nicht, was sie eigentlich genau von der Suchmaschine wollen. Sie experimentieren bei der Suche. Genau so experimentierst Du bei der Optimierung.

Ausblick: Die Zukunft lässt grüßen

Du glaubst, dass es mit der „einfachen“ Optimierung auf Suchintention getan ist? Weit gefehlt, die Zukunft steht schon vor der Türe.

Im Beitrag „MUM: A new AI milestone for understanding information“ teasert Google-Ingenieur Pandu Nayak an, dass Google bereits an Lösungen arbeitet, die vorhersehen sollen, wie sich komplexe Abfolgen von Suchanfragen besser beantworten lassen. Beispiel: Du bist letztes Jahr auf den Mount Adams geklettert. Dieses Jahr soll es der Mount Fuji werden und Du fragst Dich, ob Du Dich dafür anders vorbereiten musst. Für solche komplexen Suchrecherchen brauchen Menschen im Durchschnitt laut Pandu ungefähr sieben oder acht Anfragen. Ein Experte, der beide Berge bereits mehrfach erklommen hat, kann die Antwort darauf wahrscheinlich sofort liefern.

Genau dahin möchte Google. Das MUM oder „Multitask Unified Model“ optimiert Googles Algo dahingehend, auch solche komplexen Probleme mit deutlich weniger Suchanfragen befriedigend beantworten zu können. Wenn Du also glaubst, dass die Optimierung auf eine Suchintention recht komplex ist, dann zieh Dich schonmal warm an.

Mindblowing, oder?

Fazit

Der Kampf um gute Rankings ist seit Jahren extrem schwierig geworden. Mit herkömmlichen SEO-Mitteln und selbst einem sehr guten externen Linkprofil alleine, ist es unwahrscheinlich, durch die Bank gute Rankings zu gewinnen und zu halten.

Google räumt der Suchintention einen enormen Stellenwert ein. Es geht nicht mehr nur um „Hier ist eine Seite mit den gesuchten Wörtern“, sondern um „Hier ist eine Liste von Seiten, die jedes erdenkliche Problem löst, was Leute haben, die genau diese Phrase suchen.“.

Die Optimierung auf Suchintention ist im heutigen Optimierungsprozess unerlässlich. Da sind sich die meisten Experten in der Branche einig.

Zum Schluss nicht vergessen: Die Optimierung auf Suchintention ist ein Prozess. Wer auf Platz 1 ranken möchte, braucht wahrscheinlich mehrere Anläufe. Testen heißt die Devise.

Viel Erfolg dabei 🙂

Habe ich einen wertvollen Tipp vergessen? Dann schreib ihn mir in die Kommentare.

Empfehlungen für Hochinteressierte

Wenn Du jetzt so richtig motiviert bist und noch mehr zum Thema Suchintention lernen möchtest, dann haben wir hier noch ein paar Schmankerl für Dich zusammengetragen.

Hyperpraktische Analyse (ENG)

Unter den ca. 20 Youtube-Videos, die ich für diesen Beitrag ausgewertet habe, hat mir das Video von Adam Enfroy besonders gut gefallen:

How To Decode Search Intent and RANK for More Keywords

Er redet sehr praktisch darüber, wie man bei der Suchintent-Optimierung denken muss.

Such-Intent Arbeitsblatt (ENG)

simplifiedsearch.net hat eine PDF-Datei mit dem Titel Search Intent Excercise. Cool. Kannst Du ja mal ausprobieren. Sollte auch nur bei Deinen ersten Versuchen notwendig sein. Später geht das so ins Blut über.

suchintention Arbeitsblatt

Emotionaler Suchintent

Eine faszinierende Case-Study beschreibt Google auf Same search terms, different intent – Think with Google. Demnach wird fast jede Suche von einer dieser sechs Emotionen begleitet:

  1. Überrasch mich
  2. Hilf mir
  3. Versichere mir
  4. Bringe mir was bei
  5. Beeindrucke mich
  6. Begeistere mich

Welche Kombination dieser Emotionen sollte Dein Inhalt wohl besonders berücksichtigen?