Googles 2-MB-Crawl-Limit & was es für Dich bedeutet
Das Problem: Der Googlebot bricht das Herunterladen von HTML-Dateien ab, die größer als 2 MB sind. Alles, was nach dieser Grenze im Quellcode steht, wird bei der Indexierung komplett ignoriert, einschließlich Texten, internen Footer-Links und Schema-Markup.
Die Lösung: Der Artikel zeigt Dir anhand von Seobility-Daten, wie viele Websites betroffen sind, wie Du Deine zu großen Seiten analysierst und mit welchen technischen SEO-Best-Practices Du Deinen Quellcode minifizierst (z.B. indem Du aufgeblähte Inline-Skripte in externe Dateien auslagerst).
Google hat eine wichtige Änderung vorgenommen: Der Googlebot begrenzt beim Crawling von HTML-Dateien jetzt die maximale Größe, die er pro Seite abruft. Seiten, die größer als 2 MB sind, werden dadurch nicht mehr vollständig gecrawlt und indexiert.
Bei den meisten Websites liegt die HTML-Dateigröße zwar deutlich unter der neuen Grenze (wie unsere Daten zeigen), aber für betroffene Seiten kann das neue Limit ein ernstes Problem darstellen.
Gleichzeitig ist die Änderung ein klares Signal: Technische Effizienz wird für Google immer wichtiger. In Zeiten von KI-gestützter Suche und steigenden Rechenkosten muss auch Google Ressourcen gezielter einsetzen und erwartet dasselbe von Websites.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was sich genau geändert hat, welche Auswirkungen das auf Deine Website haben kann und wie Du mit Seobility prüfst, ob Deine Seiten betroffen sind. Außerdem zeigen wir Dir, was Du konkret tun kannst, um die Dateigrößen Deiner Website zu reduzieren.
Was genau hat Google geändert?
Bis vor Kurzem hat Google beim Crawlen einer Seite bis zu 15 Megabyte des HTML-Codes abgerufen. Dieses Limit wurde nun deutlich gesenkt: Der Googlebot lädt jetzt maximal 2 Megabyte pro Datei.
Konkret bedeutet das: Ist eine HTML-Datei größer als 2 MB, ruft Google nur noch die ersten 2 MB der Seite ab. Alles, was danach kommt, wird nicht mehr berücksichtigt, also auch nicht indexiert.
Wichtig dabei: Diese Begrenzung gilt nicht nur für HTML-Seiten, sondern auch für andere textbasierte Dateien wie CSS und JavaScript. Jede dieser Dateien wird zwar separat geladen, unterliegt aber jeweils demselben 2-MB-Limit. Eine Ausnahme bilden nur PDFs, für die weiterhin ein deutlich höheres Limit von 64 MB gilt.
Eine offizielle Erklärung von Google zu dieser Änderung gibt es bislang nicht. Die Anpassung wurde in der Dokumentation still vorgenommen, ohne Ankündigung oder weiterführende Begründung.
Wahrscheinliche Gründe
Es ist davon auszugehen, dass Google mit dem niedrigeren Crawl-Limit vor allem Ressourcen sparen möchte. Das Crawlen, Rendern und Verarbeiten großer Dateien sind teuer, und dieser Aufwand steigt weiter, je mehr Inhalte im Web entstehen.
Hinzu kommt der zunehmende Fokus auf KI in der Suche. z.B. durchAI Overviews. Zur Generierung dieser Antworten müssen riesige Datenmengen effizient verarbeitet werden. Schlankere, klar strukturierte Seiten helfen Google dabei, Inhalte schneller und zuverlässiger zu erfassen.
SEO-Einordnung
Aus SEO-Sicht passt die Änderung gut zu den Entwicklungen der letzten Jahre, wie z.B. die Einführung der Core Web Vitals. Google bevorzugt Websites, die technisch sauber, effizient und nutzerfreundlich sind.
Aufgeblähter Code, unnötige Skripte und überladene Seiten bringen keinen Mehrwert und werden zunehmend weniger toleriert. Stattdessen rücken klare Inhalte und eine solide technische Basis weiter in den Fokus.
Welche Dateitypen sind betroffen?
Google wendet die neue Grenze auf alle textbasierten Dateien an, die beim Laden einer Seite abgerufen werden. Wichtig dabei: Jede Datei wird einzeln betrachtet, hat also ihr eigenes Limit.
HTML-Dateien (am kritischsten)
HTML-Dateien sind am stärksten betroffen. Sie enthalten den eigentlichen Seiteninhalt, also Texte, Überschriften, interne Links und strukturierte Daten.
Ist die HTML-Datei größer als 2 MB, kann es passieren, dass wichtige Inhalte am Ende der Seite von Google gar nicht mehr gesehen werden.
CSS-Dateien
Auch CSS-Dateien unterliegen dem neuen Limit. Große oder nicht optimierte Stylesheets können dazu führen, dass Google nur einen Teil davon abruft. Das betrifft zwar nicht direkt den Content, kann aber Einfluss darauf haben, wie Google Deine Seiterendertund versteht.
JavaScript-Dateien
JavaScript-Dateien werden ebenfalls nur bis maximal 2 MB gecrawlt. Besonders problematisch ist das bei Websites, die Inhalte stark über JavaScript nachladen. Wird eine JS-Datei nur teilweise abgerufen, kann das dazu führen, dass Inhalte für Google unvollständig oder gar nicht sichtbar sind.
(Allerdings solltest Du wichtige Inhalte ohnehin nicht über JavaScript laden, wie wir in unserem Artikel zu JavaScript-SEO erklären.)
Was bedeutet das konkret für Deine Website?
Alles, was im HTML-Code außerhalb des 2-MB-Limits liegt, wird von Google nicht mehr verarbeitet. Das kann dazu führen, dass:
wichtige Texte nicht indexiert werden
interne Links nicht erkannt werden
strukturierte Daten fehlen
Mögliche SEO-Folgen
Wenn Google eine Seite nicht vollständig erfassen kann, hat das direkte Auswirkungen auf die Bewertung dieser Seite:
Google versteht den Inhalt nicht vollständig
Themen, Keywords oder Zusammenhänge werden falsch oder nur teilweise erkannt
Rankings können sich verschlechtern, weil Google den Mehrwert der Seite nicht korrekt einschätzt
Wie viele Websites sind wirklich betroffen? Ergebnisse aus einer Seobility-Datenanalyse
Um besser einschätzen zu können, wie relevant das neue Crawl-Limit in der Praxis ist, haben wir uns die Daten aus Seobility genauer angesehen.
Dafür haben wir die HTML-Dateigrößen von rund 44,5 Millionen Seiten analysiert, die mit Seobility gecrawlt wurden. Das Ergebnis ist eindeutig:
Nur 0,82 % aller untersuchten Seiten sind größer als 2 MB.
Das bedeutet: Für die große Mehrheit der Websites stellt das neue Google-Limit aktuell kein akutes Problem dar. Ist eine Deiner Seiten jedoch betroffen, dann besteht Handlungsbedarf.
Hier die vollständige Verteilung der HTML-Dateigrößen:
83,76 % der Seiten sind größer als 50 KB
68,96 % größer als 100 KB
40,45 % größer als 250 KB
18,73 % größer als 500 KB
5,5 % größer als 1 MB
nur 0,82 % größer als 2 MB
Auch große Websites sind betroffen
Trotz der eher niedrigen Fallzahlen ist es uns wichtig zu betonen, dass dieses Thema nicht nur kleine oder schlecht gepflegte Websites betrifft. Auch große, bekannte Plattformen mit professionellen SEO-Teams können an die neuen Grenzen stoßen.
In Stichproben finden sich zum Beispiel HTML-Seiten mit deutlich über 2 MB bei bekannten Websites wie OMR Reviews (ca. 3,4 MB) oder Zalando (ca. 2,6 MB).
Das ist kein Qualitätsurteil über diese Seiten. Im Gegenteil: Gerade komplexe Websites mit vielen Funktionen, Filtern, Tracking-Setups oder dynamischen Inhalten laufen schneller Gefahr, technisch sehr große HTML-Dateien zu erzeugen.
Die Beispiele zeigen also, dass das neue Crawl-Limit ein strukturelles Thema und kein Anfängerfehler ist.
So prüfst Du mit Seobility, ob Deine Seiten betroffen sind
Mit Seobility kannst Du schnell herausfinden, ob es auf Deiner Website Seiten gibt, deren Dateigröße problematisch werden könnte.
Klicke auf das Zahnrad-Symbol auf der rechten Seite und anschließend auf “Dateigröße”, um diese Spalte einzublenden.
Sortiere die Tabelle nach “Dateigröße absteigend”
Anschließend kannst Du in der Spalte “Dateigröße” prüfen, wie groß die größten HTML-Seiten Deiner Website sind:
So bekommst Du schnell einen Überblick darüber, ob Handlungsbedarf besteht – und wenn ja, bei welchen URLs.
Seobility Report “Seiten mit großer Dateigröße”
In diesem Report zeigt Dir Seobility ebenfalls an, ob es auf Deiner Website sehr große HTML-Seiten gibt:
Seobility arbeitet hier bewusst mit einem Grenzwert von 0,5 MB (500 KB). Dieser Wert liegt deutlich unter dem aktuellen Google-Limit und dient als empfohlener Richtwert, um HTML-Dateien langfristig schlank und gut crawlbar zu halten.
Auch wenn eine Seite noch unter der 2-MB-Grenze von Google liegt, kann sie bereits in diesem Report auftauchen und als frühzeitiger Hinweis auf Optimierungspotenzial dienen.
Was kannst Du tun, wenn Seiten über 2 MB liegen?
Wenn einzelne Seiten auf Deiner Website größer als 2 MB sind, ist das kein Grund zur Panik. Oft sind es technische Details oder unnötiger Ballast, die sich relativ einfach beheben lassen.
HTML-Dateigröße reduzieren
Der erste Blick sollte immer auf den HTML-Code selbst gehen, denn hier steckt der eigentliche Seiteninhalt.
Ein häufiger Grund für große HTML-Dateien ist unnötiger oder aufgeblähter Code. Dazu gehören zum Beispiel Elemente, die zwar im Code vorhanden sind, auf der Seite jedoch keine sichtbare Funktion haben. Solcher Code kann oft entfernt werden, ohne dass sich das Erscheinungsbild der Seite ändert.
Auch Inline-Styles und Inline-JavaScript treiben die Dateigröße schnell in die Höhe. Dabei handelt es sich um CSS- oder JavaScript-Code, der direkt im HTML eingebettet ist. Besser ist es, diesen Code in externe Dateien auszulagern, die Google separat lädt.
Zusätzlich lohnt es sich, HTML-Kommentare, Leerzeichen (Whitespace) und unnötige Verschachtelungen im Code zu reduzieren. Moderne Tools oder Build-Prozesse können das oft automatisch übernehmen.
Wenn Du einen Page Builder wie Elementor, WPBakery oder ähnliche Systeme nutzt, solltest Du Dir bewusst sein: Diese Tools erzeugen oft sehr viel zusätzlichen Code. Gemeint ist damit der automatisch generierte HTML-Code, den der Page Builder im Hintergrund erstellt. Wenn möglich, solltest Du hier:
unnötige Widgets oder Layout-Elemente entfernen
sehr komplexe Layouts vereinfachen
Inhalte, die nicht zwingend nötig sind, auslagern oder kürzen
CSS- und JavaScript-Dateien optimieren
CSS- und JavaScript-Dateien sollten “minifiziert” werden, um ihre Größe zu reduzieren.
Minifizieren bedeutet, dass aus diesen Dateien alles entfernt wird, was für den Browser nicht notwendig ist, zum Beispiel Kommentare oder überflüssige Leerzeichen. Das lässt sich meist sehr einfach umsetzen, etwa über:
Bei JavaScript kann es sinnvoll sein, große Dateien aufzuteilen. Statt ein riesiges Skript für die komplette Website zu laden, werden nur die Teile geladen, die auf der jeweiligen Seite wirklich gebraucht werden. Das wird auch als Code Splitting bezeichnet.
Außerdem solltest du alle Third-Party-Skripte kritisch prüfen, also externe Tools für Tracking, Analytics, Marketing oder Consent-Banner. Frage Dich bei jedem Skript: Brauche ich das wirklich auf jeder Seite?
Struktur & Content überdenken
Manchmal liegt das Problem weniger im Code als in der Art, wie eine Seite aufgebaut ist.
Sehr lange Seiten mit extrem vielen Inhalten können schnell sehr groß werden. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Content auf mehrere thematisch passende Unterseiten aufzuteilen.
Bei Infinite-Scroll-Seiten ist besondere Vorsicht geboten. Wenn immer mehr Inhalte direkt ins HTML geladen werden, wächst die Datei schnell über das Limit. Hier sollte Infinite Scroll sauber umgesetzt werden. Idealerweise in Kombination mit klassischer Pagination, sodass Google die Inhalte zuverlässig erfassen kann.
Unabhängig davon gilt: Wichtige Inhalte sollten möglichst weit oben im HTML stehen. So stellst Du sicher, dass Google sie auch dann noch sieht, wenn eine Seite das maximale Crawl-Limit erreicht.
Best Practices: So bleibst Du auf der sicheren Seite
Damit die neue Google-Grenze langfristig kein Problem für Deine Website wird, lohnt es sich, ein paar grundlegende Best Practices zu beachten. Sie helfen nicht nur beim Crawling, sondern verbessern oft auch Performance und Nutzererlebnis.
Sinnvolle Zielwerte für HTML-Dateien
Auch wenn Google ein Limit von 2 MB setzt, solltest Du deutlich darunter bleiben.
Als grober Richtwert gilt:
HTML-Dateien idealerweise unter 500 KB
Dieser Puffer sorgt dafür, dass neue Inhalte, zusätzliche Features oder Tracking-Skripte nicht sofort zum Problem werden. Außerdem sind kleinere HTML-Dateien in der Regel schneller geladen und leichter zu verarbeiten, was sich positiv auf Deinen Pagespeed auswirkt – ein wichtiger Google-Rankingfaktor.
Dateigrößen regelmäßig im Blick behalten
Große Dateien entstehen oft schleichend. Neue Plugins, zusätzliche Tracking-Tools oder kleine Design-Änderungen können den Code mit der Zeit immer weiter aufblasen.
Mit dem regelmäßigen Website Audit von Seobility kannst Du große Dateigrößen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung einleiten.
Performance und Crawlbarkeit als Teil von Content-Qualität verstehen
Content-Qualität besteht nicht nur aus guten Texten. Auch technische Sauberkeit spielt eine wichtige Rolle.
Eine Seite mit stark aufgeblähtem Code kann selbst dann an Sichtbarkeit verlieren, wenn der Inhalt eigentlich hochwertig ist.
Deshalb gilt: Performance und Crawlbarkeit sind kein reines Technikthema, sondern ein fester Bestandteil guter Inhalte.
Warum das auch für die KI-Suche wichtig ist
Nicht nur klassische Suchmaschinen profitieren von schlankem HTML. Auch KI-Systeme wie ChatGPT sind darauf angewiesen, Webinhalte klar und strukturiert zu erfassen.
Je sauberer und übersichtlicher Dein HTML aufgebaut ist, desto besser können Inhalte:
korrekt interpretiert
sinnvoll zusammengefasst
und in KI-Antworten genutzt werden
Fazit: Technisches SEO wird immer wichtiger
Auch wenn nur ein kleiner Teil der Websites aktuell von der 2-MB-Grenze betroffen ist, zeigt die Änderung klar, in welche Richtung sich Google bewegt: Technisches SEO wird immer wichtiger.
Google legt immer mehr Wert auf effiziente, technisch saubere Websites, auf denen Inhalte leicht zugänglich und gut strukturiert sind.
Aufgeblähter Code, unnötige Skripte und überladene Seiten werden damit zunehmend zum Risiko – nicht nur für die klassische Google-Suche, sondern auch für KI-gestützte Systeme, die auf saubere HTML-Strukturen angewiesen sind.
Mit Seobility kannst Du genau das im Blick behalten – von der HTML-Dateigröße über technische Fehler bis hin zu konkreten Onpage-Optimierungspotenzialen. Hier kannst Du unsere Software 14 Tage kostenlos testen.
Warum es wichtig ist: Der Page Speed ist ein offizieller Google-Rankingfaktor. Eine schnellere Website senkt die Absprungrate, steigert die Conversions und erleichtert KI-Bots das Crawling Deiner Website.
Was Dich erwartet: Ein Schritt-für-Schritt-Guide von Seobility, der Dir zeigt, wie Du Deinen Page Speed misst, nach welchen Grundprinzipien Du optimierst und mit welchen technischen Onpage-Fixes und WordPress-Tipps Du Deine Website schneller machst.
Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt So kannst Du Deinen Page Speed prüfen. Dort erfährst Du, mit welchen Tools Du Deine aktuelle Ladezeit misst, damit Du einen Ausgangswert hast, bevor Du mit den Optimierungen loslegst.
Die Ladegeschwindigkeit einer Webseite (Page Speed) gehört zu den wenigen Rankingfaktoren, die von Google offiziell bestätigt sind.
Das bedeutet… die Optimierung Deiner Ladezeiten kann zu mehr organischem Traffic führen!
Aber Websites mit höherer Ladegeschwindigkeit sind nicht nur aus klassischer SEO-Sicht ein Vorteil. Auch KI-Crawler können leichter auf sie zugreifen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, in den KI-generierten Antworten gelistet zu werden. Das ist ein immer wichtiger werdender Bereich, der als Generative Engine Optimization (GEO) bezeichnet wird.
Ein weiterer Vorteil: Eine kürzere Ladezeit kann auch die Absprungrate (Bounce Rate) reduzieren, somit zu mehr wiederkehrendem Traffic führen und am Ende sogar Deinen Gewinn erhöhen.
Warum die Optimierung Deines Page Speed so wichtig ist
Die Ladegeschwindigkeit von Webseiten bestimmt zu großen Teilen, inwieweit sowohl Crawler als auch User mit den Seiten interagieren können.
Langsame Ladezeiten haben eine höhere Absprungrate und weniger Conversions zur Folge, was besonders für mobile User oder User mit instabilen Internetverbindungen gilt.
Und auch die Indexierung durch Crawler kann leiden, wenn Deine Seiten zu langsam laden. Das gilt sowohl für die herkömmlichen Suchmaschinencrawler (SEO) als auch für LLMs wie ChatGPT (Stichwort “Generative Engine Optimization” (GEO)).
Kurz gesagt: Eine gute Ladegeschwindigkeit ist entscheidend für die Performance Deiner Website.
So kannst Du Deinen Page Speed prüfen
Bevor Du mit der Optimierung beginnst, musst Du Deine Ausgangslage kennen.
Obwohl es einige coole Tools zur Messung der Ladegeschwindigkeit gibt – an dieser Stelle Shoutout an GTMetrix und Pingdom! – bietet Googles PageSpeed Insights alles, was Du brauchst, um die aktuelle Performance Deiner Website zu messen.
PageSpeed Insights liefert eine Menge nützlicher Metriken. Die beiden wichtigsten Zahlen, auf die Du achten solltest, sind folgende:
Bevor wir zu den Tipps kommen, schauen wir uns kurz an, was wir grundsätzlich erreichen wollen.
Kurz und knapp: Jede unserer Maßnahmen für die Verbesserung der Ladegeschwindigkeit zielt auf einen der folgenden Faktoren ab:
Verbesserung der serverseitigen Ausführungszeit oder die Reduktion der Server-Antwortzeit (Verbesserung der Time to First Byte oder TTFB)
Reduzierung der Größe einer Webseite und/oder der Zeit, die zum serverseitigen Rendern einer Seite und zum Senden von Webinhalten an den Browser des Clients benötigt wird
Wiederverwendung von Inhalten und/oder Ressourcen, um Download-Zeit zu sparen
Reduzierung der Ausführungszeit einer Seite auf Client-Seite
Und jeder der folgenden Tipps zahlt auf eines dieser Ziele ein.
Also, weiter geht’s…
Hinweis: Dieser Abschnitt behandelt hauptsächlich Onpage-Maßnahmen und grundlegende technische Schritte, mit denen Du Deine Website schneller machen kannst. Wenn Du noch mehr zu dem Thema erfahren möchtest, nimm Dir unseren Leitfaden zur Optimierung Deines Servers und Deiner Infrastruktur vor.
Technische und Onpage-Tipps zur Optimierung des Page Speeds
In diesem Abschnitt geben wir Dir 12 Tipps, mit denen Du die Ladegeschwindigkeit Deiner Website optimieren kannst – von der Einrichtung von Caching bis hin zur Optimierung von Bildern, Skripten, Style Sheets und mehr.
1. Implementiere Caching für Deine Website
Schwierigkeit: Einfach bis mittel (für die meisten CMS kannst Du dies mit einem Plugin erledigen)
Warum solltest Du das tun?
Bei dynamischen Websites werden Inhalte (Artikel, Produkte usw.) in einer Datenbank (getrennt vom Haupt-Template) gespeichert und dann im Handumdrehen eine Seite zusammengebaut, wenn ein Benutzer sie besucht.
Allerdings sind für das Abrufen der Inhalte aus einer Datenbank bei jedem einzelnen Besuch viele Ressourcen notwendig.
Caching behebt dieses Problem. Beim Caching wird eine Kopie der vollständigen Seite (d.h. dem Template inklusive Content) beim ersten Rendern erstellt und auf der lokalen Festplatte des Servers gespeichert. Diese zwischengespeicherte Version kann Hunderte Male schneller abgerufen werden, als wenn sie aus der Datenbank abgerufen und bei jedem Laden der Seite gerendert würde.
Beim Caching wird eine Seite nur dann neu aus der Datenbank abgerufen und zusammengesetzt, wenn sie nicht bereits im Cache gespeichert ist (Quelle)
Der Cache wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, normalerweise alle paar Stunden. Das sorgt für ein gutes Gleichgewicht zwischen der Aktualität der Inhalte und einer optimalen Seitenladegeschwindigkeit.
So funktioniert’s
Die meisten CMS ermöglichen es, ein Plug-in (oder eine App) für das Caching zu installieren.
Wenn Du WordPress verwendest, empfehlen wir WP Rocket, das übrigens auch bei vielen anderen Tipps in unserer Liste helfen kann.
Es gibt aber auch kostenlose Plug-ins, wie z.B. W3 Total Cache. Auch bei Shopify findest Du eine große Auswahl. HyperSpeed ist etwa eine gute Allround-App, wenn es um Ladegeschwindigkeit geht.
Am besten suchst Du für Dein CMS nach Bewertungen und Vergleichen von Caching- (und Page Speed-) Plug-ins.
2. Optimiere Deine Bilder und verwende Lazy Loading
Schwierigkeit: Einfach (die meisten Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen eine Optimierung für Web und Lazy Loading wird zum Standard)
Warum solltest Du es tun?
Bilder können dazu beitragen, dass sich Deine Website von der Masse abhebt, dass Deine Inhalte angenehmer zu lesen sind (indem Du die Textblöcke aufteilst) und die Absprungrate sinkt.
Bei Seobility erstellen wir für jeden unserer Blog-Beiträge eigene Bilder.
Wenn diese aber nicht optimiert sind, können sie Deine Website auch erheblich verlangsamen.
So funktioniert’s
Vergewissere Dich zuallererst, dass Deine Bilder „lazy-loaded“ sind. Hierbei handelt es sich um eine Funktion, bei der Bilder nur dann geladen werden, wenn der Benutzer kurz davor ist, diese zu sehen (z. B. wenn er beim Scrollen in die Nähe des Bildes kommt).
Wenn Du mit WordPress arbeitest, dann ist Lazy Loading bereits eingebaut, solange Du die Version 5.4 oder höher verwendest (was eigentlich jeder tun sollte). Von Version 6.3 aufwärts wurden smartere Lazy-Loading-Funktionen eingebaut, sodass Du hier eigentlich nicht mehr viel machen musst.
Bei anderen CMS oder komplett selbstgebauten Websites musst Du möglicherweise ein Plug-in verwenden oder für die Einrichtung einen Entwickler zur Hilfe heranziehen.
Danach musst Du sicherstellen, dass die Bilder, die Du verwendest, für die Nutzung im Web optimiert sind.
Normalerweise bedeutet das, dass sie in einem Format gespeichert sind, das deren Größe reduziert, ohne dabei Qualitätseinbußen zu verursachen. Es gibt verschiedene Tools, die Dir dabei helfen können.
Mit den meisten Grafikdesign-Tools wie Photoshop (siehe unten) kannst Du Bilder für das Web speichern. Alternativ kannst Du ein Tool wie TinyPNG verwenden, um Bilder individuell zu optimieren.
Wenn Du die Bildoptimierung direkt in WordPress vornehmen willst, kannst Du Smush von WPMU oder Imagify verwenden.
3. Verwende Next-Gen-Formate wie WebP
Schwierigkeit: Mittel (das Konvertieren von Bildern in WebP ist einfach, diese zur Ansicht bereitzustellen, erfordert jedoch einige weitere Optimierungen).
Warum solltest Du es tun?
Wir wissen, dass Bilder optimiert werden müssen. Aber welches Bildformat bietet einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Größe?
PageSpeed Insights empfiehlt WebP. Dies ist ein verlustfreies Bildformat, das speziell für das Internet entwickelt wurde.
Was bedeutet verlustfrei?
Formate wie JPG „verlieren“ typischerweise etwas von der Bildqualität, um die Dateigröße zu verringern. Verlustfreie Bildformate wie PNG und WebP gehen keinerlei Kompromisse bei der Qualität zugunsten der Größe ein.
So funktioniert’s
Plug-ins wie Imagify (oben erwähnt) oder WebP Express können Deine Medien in WebP konvertieren und dann dieses Format für die Anzeige von Bildern verwenden.
Alternativ kannst Du dieses kostenlose Tool dazu verwenden, Deine Bilder manuell in WebP zu konvertieren.
Schwierigkeit: einfach (eine kleine Änderung der Konfiguration)
Warum solltest Du es tun?
Ein Großteil des Inhalts einer Website besteht aus Text. Beispielsweise basieren HTML, CSS und JavaScript allesamt auf Text.
Da Textinhalte hochkomprimierbar sind, kann darüber die Performance leicht gesteigert werden. Wenn Inhalte komprimiert sind, müssen weniger Daten übertragen werden, was die Ladezeit deutlich verkürzt.
Hinweis: Obwohl das Komprimieren und Dekomprimieren von Inhalten zu kleinen Verbesserungen führt, besteht ein deutlich größerer Vorteil in der Reduzierung der Übertragungsgröße.
So funktioniert’s
Die Aktivierung der GZip-Komprimierung kann normalerweise durch Deinen Hosting-Anbieter erfolgen. Bei cPanel-basierten Hostern musst Du nach dem Abschnitt „Optimize Website“ suchen und die Komprimierung wie unten abgebildet aktivieren.
Alternativ kannst Du Deiner .htaccess-Datei ein kurzes Code-Snippet hinzufügen:
Anschließend kannst Du die korrekte Nutzung auf allen Seiten prüfen, indem Du über Seobility ein Website Audit durchführst. Du findest die entsprechenden Infos im Bericht „Seiten ohne Komprimierung“.
Seobility > Website Audit > Reports.
Alternativ kannst Du mit unserem kostenlosen SEO Check einzelne Seiten überprüfen.
5. Verkleinere Dein JS, CSS und HTML
Schwierigkeit: Mittel (einfach durchzuführen, aber prüfe anschließend, ob alles korrekt funktioniert)
Warum solltest Du es tun?
Kommentare, Zeilenumbrüche, Einzüge und andere unnötige Zeichen können aus JS-, CSS- und HTML-Dateien entfernt werden, um deren Größe zu reduzieren.
So funktioniert’s
Du kannst dieses kostenlose Tool verwenden, um Deine CSS-, JS- und HTML-Dateien zu minimieren.
(Und wenn Du etwas vermasselst, kannst Du das Tool auch zum „Ent-Minimieren“ Deiner Skripte verwenden).
Wenn Du Dir unsicher bist, welche Dateien optimiert werden müssen, kannst Du über das Seobility Website Audit große Dateien auf Deiner Website finden:
Seobility > Website Audit > Reports > Probleme mit eingebundenen Dateien > Filter nach: Große Dateigröße
Schwierigkeit: Einfach (kann durch ein Plugin erledigt werden oder durch manuelles Hinzufügen eines Attributs zu den Skripten)
Warum sollst Du es tun?
JavaScript-Bibliotheken sind typischerweise im Header einer Seite enthalten. Standardmäßig muss ein Browser, wenn ein Skript aufgerufen wird, die Datei herunterladen und „parsen“, bevor er mit dem Laden anderer Inhalte fortfährt.
Dies wird als „Render-blocking“ bezeichnet und kann Deine Website erheblich verlangsamen.
Das ist jedoch leicht zu beheben. In unserem Core Web Vitals Guide haben wir genau beschrieben, wie Du dabei vorgehst.
7. Verschiebe das Laden von nicht-kritischem CSS
Schwierigkeit: Mittel (etwas schwieriger als das Aufschieben von JavaScript)
Warum solltest Du es tun?
CSS, wie auch JavaScript, blockiert das Rendern einer Seite. Um also die Ladezeit zu verbessern, kannst Du kritisches CSS (Styles, die zum Rendern von „above the fold“ Content erforderlich sind) direkt in den HTML-Code der Seite einbinden und den Rest später laden..
Es ist nicht ganz so einfach wie das Verschieben von JavaScript (es sei denn, Du verwendest ein Plugin), aber es ist immer noch relativ unproblematisch.
Wie funktioniert’s
In diesem web.dev Guide wird das Verschieben des Ladevorgangs von nicht-kritischem CSS im Detail beschrieben.
Schwierigkeit: Schwer (erfordert die Kombination vieler Tipps aus diesem Guide und die Analyse einzelner Requests)
Warum solltest Du es tun?
Was ist die goldene Regel, um die Ladegeschwindigkeit einer Website zu verbessern? Halte die Größe jeder einzelnen Seite so klein wie möglich.
Um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, empfehlen wir Dir, so viele Schritte wie möglich aus diesem Guide zu befolgen. Je hartnäckiger Du dabei vorgehst, desto besser.
Das Ziel sollte klar sein. Je kleiner jede Seite ist, desto schneller wird sie geladen – konzentriere Dich also darauf, sie so klein wie möglich zu halten.
Eine Größe von unter 1 MB wäre das ideale Ziel, aber das kann je nach Website variieren. Konzentriere Dich einfach darauf, sie so klein wie möglich zu halten, ohne dabei die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen.
So funktioniert’s
Abgesehen von den Tipps in diesem Guide solltest Du Dir alles ansehen, was Deine Seite lädt (also alle Requests).
Du kannst im Rahmen des Seobility Website Audits Deine Website nach zu großen HTML-Seiten durchsuchen:
Seobility > Website Audit > Reports
Falls Du übergroße Seiten findest, können mit Hilfe von GTMetrix alle Requests, die zum Laden einer Seite nötig sind, analysiert werden.
Schau Dir jeden einzelnen Request an und versuche die Quelle herauszufinden. Stelle Dir dann die folgende Frage: „Kommt meine Webseite ohne diese Anfrage aus? Ist sie wirklich notwendig?“
Du wirst feststellen, dass viele davon eliminiert werden können.
Hier sind einige Beispiele für Requests, die Du entfernen kannst, falls Du sie nicht nutzt:
Facebook Pixel, Google Ads, Google AdSense
Andere Werbeskripte von Drittanbietern oder Ad-Tracking-Skripte (diese sind besonders umfangreich)
Tracking-Skripte für E-Mail-Marketing
Disqus-Kommentare (diese enthalten Tracking-Skripte von Drittanbietern – Du kannst diese deaktivieren)
Reduziere die Anzahl der verschiedenen Google-Schriftarten, die Du verwendest./li>
Google Optimize, Hotjar oder andere User-Tracking- und Optimierungs-Skripte
FontAwesome-Symbole, falls Du diese kaum nutzt
Karten-Plugins
YouTube oder andere Einbettungen
Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass einige Requests größer (und langsamer) sind als andere. Entscheide selbst, ob Du sie weglassen kannst.
9. Nutze eine lokale Version von Skripten, die Du nicht entfernen kannst (wie z. B. Google Analytics)
Schwierigkeit: einfach bis mittel (mit einem Plug-in einfach durchzuführen, etwas anspruchsvoller jedoch, wenn Du es manuell machst)
Warum solltest Du es tun?
Du kannst zwar bei lokalen Skripten kontrollieren, wie lange diese im Cache gespeichert werden (d.h. die Zeit, bevor ein Browser eine neue Version herunterladen muss), aber bei externen Skripten hast Du keinen Einfluss darauf.
Google Analytics wird zum Beispiel nur zwei Stunden lang im Cache vorgehalten. Außerdem verlässt Du Dich dabei auf die Geschwindigkeit/Zuverlässigkeit des externen Servers. Das ist bei den meisten populären Skripten kein allzu großes Problem, aber vergiss nicht, dass selbst Google gelegentlich ausfällt.
So funktioniert’s
Technisch gesehen genügt es, das Skript aufzurufen, den Code zu kopieren, die Kopie zu speichern, sie auf Deinem eigenen Server hochzuladen und diese lokale Kopie dann in Deinem HTML-Code aufzurufen.
Wenn Du mit WordPress arbeitest, kannst Du entweder dieses kostenlose Plug-in verwenden oder WP Rocket die Aufgabe überlassen.
10. Überprüfe und behebe Fehler in Fehlerprotokollen
Schwierigkeit: schwer (bei der Fehlerbehebung kann eine Änderung des zugrunde liegenden Codes erforderlich sein).
Warum solltest Du es tun?
Manchmal könnte Deine Website „Probleme“ haben, ohne dass es Dir bewusst ist. Die meisten Websites sind so erstellt, dass bestimmte Fehler automatisch behoben und gar nicht erst sichtbar werden.
Doch was bewirken diese versteckten Fehler? Schlechte Performance. Das liegt daran, dass die Fehlerbehebung äußerst ressourcenintensiv ist.
Wenn diese Fehler häufig auftreten, könnte Deine Website etliche Performance-Einbußen erleiden.
So funktioniert’s
Die auftretenden Fehler können sich je nach Website unterscheiden. Daher musst Du nach jenen Stellen suchen, an denen Fehler protokolliert werden, um Probleme auf Deiner eigenen Website zu finden.
Andere Bereiche, die (Fehler)-Protokolle speichern
Sobald Du Fehler entdeckst, kannst Du nach der Problemursache suchen und versuchen, diese zu beheben.
11. Nutze zeitverzögertes Laden für Skripte von Drittanbietern mit Google Tag Manager oder Lazy Loading
Schwierigkeit: schwer (zeitverzögertes Laden von Skripten kann die Performance/das Tracking beeinflussen)
Warum solltest Du es tun?
Auch wenn Skripte von Drittanbietern oft umfangreich sind, sind einige von ihnen für eine Website unerlässlich. Wir können sie daher nicht vollständig entfernen.
Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, die Seitenladegeschwindigkeit zu verbessern und dabei diese Skripte beizubehalten?
Ja, durch eine Methode namens zeitverzögertes Laden.
Teste diese Änderungen gründlich während der Staging-Phase und stelle sicher, dass das Tracking usw. vor dem Livegang einwandfrei funktioniert.
12. Verwende Prefetch/Preconnect, um Verbindungen zu erleichtern
Schwierigkeit: Mittel (relativ einfach zu implementieren, indem Du die entsprechenden Tags zu Deinem Code hinzufügst)
Warum solltest Du es tun?
Aktuelle Browser laden Content und Skripte von Drittanbietern typischerweise von oben nach unten, sobald sie diese abrufen.
Aber wäre es nicht toll, wenn der Browser wüsste, was er weiter unten auf der Seite laden muss? Der Browser könnte mit dem Prefetching (Vorausladen) dieser Ressourcen beginnen, so dass sie, sobald sie benötigt werden, bereits verfügbar sind.
Prefetch- und Prerender-Tags machen genau das.
So funktioniert’s
Beginnen wir mit Prefetch. Dies funktioniert in erster Linie für DNS-Anfragen.
Wenn Du weißt, dass Deine Website Ressourcen auf Websites von Drittanbietern verwendet, wird eine DNS-Prefetch-Anweisung die DNS-Auflösung dieser URL starten, so dass sie für die Verbindung bereit ist.
bei jedem Skript eines Drittanbieters, ist die gesamte DNS-Auflösungszeit bereits abgeschlossen, sobald das Skript aufgerufen wird.
Preconnect funktioniert auf ähnliche Weise, ist aber eher zur Verbesserung bei Problemen mit der Geschwindigkeit zu empfehlen. Anstatt nur die DNS-Abfrage durchzuführen, wird die Verbindung zur Website des Drittanbieters hergestellt, sodass diese sofort einsatzbereit ist.
Es gibt noch weitere Anweisungen, die wir ausführen können, um dem Browser zu helfen, darunter:
Prefetch oder Preload – lädt statische Ressourcen wie Bilder oder CSS-/Javascript-Dateien im Voraus
Prerender – lädt eine URL vollständig herunter, um sie für den Zugriff bereit zu machen.
Hier findest Du zu jedem dieser Befehle einen guten Guide.
Andere schnelle Tipps:
Redirects machen Deine Website langsamer, denn für jeden Weiterleitungsschritt muss eine neue Anfrage an den Webserver gesendet werden, bevor der Browser die endgültige Seite erreichen kann. Jeder zusätzliche Weiterleitungsschritt erhöht daher die Ladezeit und erschwert sowohl Usern als auch Crawlern den Zugriff auf Deine Inhalte.
Anstatt auf eine weiterleitende URL zu verlinken, solltest Du immer direkt auf die endgültige Ziel-URL verlinken. So bleibt Deine Website schnell und Du verschwendest kein Crawl-Budget.
Der Report “Weiterleitungen” im Seobility Website Audit listet alle Seiten auf Deiner Website auf, die auf weiterleitende URLs verlinken, sodass Du problematische Links einfach finden und aktualisieren kannst, damit sie direkt auf die Zielseite verweisen.
Seobility > Website Audit > Reports
Optimiere Fonts
Du kannst Deine Ladezeiten verringern, indem Du Fonts selbst hostest, sie vorab lädst und die Anzahl an Variationen (Stärke/Familien) einschränkst.
Begrenze Code Bloat durch Plug-ins, Themes und Integration von Drittanbietern
Egal, ob Du WordPress, Shopify oder andere CMS nutzt, Du kannst Deine Ladezeiten kurz halten, indem Du Deine Plug-ins aktuell hältst und nur Themes und Plug-ins verwendest, die Du auch wirklich brauchst.
Optimierst Du für WordPress?
WordPress ist das weltweit meistgenutzte CMS, über das 40 % aller Websites laufen.
WordPress hat eine Menge Vorteile, wie zum Beispiel die Möglichkeit, mithilfe von Themes und Plug-ins die Funktionalitäten der Website schnell zu verbessern.
Da WordPress so häufig genutzt wird und es einige WordPress-spezifische Tipps für die Optimierung des Page Speed gibt, haben wir einen eigenen Leitfaden zu dem Thema erstellt. In unserem Leitfaden zur Optimierung des Page Speed für WordPress erfährst Du, welche Änderungen Du vornehmen musst, damit Deine WordPress-Website blitzschnell wird.
Fazit
Die Optimierung der Ladegeschwindigkeit einer Website kann von einfachen Anpassungen bis hin zu wesentlichen Infrastrukturänderungen reichen.
Sie sind alle von entscheidender Bedeutung, und je mehr Du davon implementierst, desto schneller wird die Ladegeschwindigkeit Deiner Website sein.
Dein oberstes Ziel sollte darin bestehen, dass Deine Website in weniger als 2 Sekunden lädt. Wenn Du die Tipps in diesem Guide, zusammen mit denen in unserem Core Web Vitals Guide, befolgst, ist dieses Ziel durchaus realisierbar.
Und als Belohnung winken zufriedenere Nutzer, zufriedene Crawler und mehr Suchmaschinen-Traffic.
Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du uns unten gerne einen Kommentar hinterlassen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9. Februar 2021 veröffentlicht, und am 13. Januar 2026 vom Seobility-Team vollständig überarbeitet und aktualisiert.
Als weltweit beliebtestes CMS bietet die Nutzung von WordPress riesige Vorteile. Dazu gehören endlose Anpassungsmöglichkeiten mit Hilfe von Plugins und Themes sowie die volle Kontrolle über Deine Daten. Die meisten anderen Plattformen können damit nicht mithalten.
Doch nur weil Du sehr flexibel bist, heißt das noch lange nicht, dass keine Optimierung notwendig ist. Der Page Speed ist und bleibt ein wichtiger Faktor für die User Experience, die Crawlbarkeit und letztendlich für Deinen SEO-, GEO- und Marketing-Erfolg.
In diesem Artikel zeigen wir Dir Schritt für Schritt die besten Maßnahmen, mit denen Du Deine WordPress-Website so optimieren kannst, dass sie blitzschnell lädt.
Anmerkung: Du bist Dir nicht sicher, was überhaupt eine gute Seitenladezeit ist? In unserem Artikel darüber, wie schnell Deine Website laden sollte, gehen wir dieser Frage genauestens auf den Grund und erklären Dir, welche Metriken Du Dir genauer anschauen solltest, und warum.
1. Passe die Einstellungen der WordPress Heartbeat-API an
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
WordPress verwendet die Heartbeat-API, um Daten zwischen Server und Browser in Echtzeit zu senden. Es handelt sich um ein nützliches Feature, das Funktionen wie das automatische Speichern, das Sperren von Beiträgen und Echtzeit-Benachrichtigungen ermöglicht.
Aber in der Standardeinstellung schlägt die Heartbeat-API ein wenig zu schnell zu – da sie alle 15 Sekunden einen Request sendet, wenn ein Administrator einen Beitrag bearbeitet. Das kann die Last auf den Server erhöhen und dazu führen, dass Deine WordPress-Website langsamer wird.
Das lässt sich aber leicht beheben.
So funktioniert’s
Wenn Du WP Rocket verwendest, musst Du nur das Kästchen „control heartbeat“ auswählen.
Als Alternative kannst Du auch das kostenlose Plugin HeartBeat Control verwenden.
(Du kannst HeartBeat sogar völlig deaktivieren, indem Du die functions.php Deines Themes bearbeitest, was allerdings in den meisten Fällen nicht empfehlenswert ist).
In der Regel gehören Bilder zu den größten Dateien, die eine Seite haben kann, und zwar besonders dann, wenn sie nicht optimiert sind. Nicht-optimierte Bilder, besonders solche von hoher Qualität, können Deine Seite sehr viel langsamer machen. Durch die Optimierung Deiner Bilder kannst Du die Größe um 70 % oder mehr verringern und dadurch auch die Größe der Seite beachtlich reduzieren.
So funktioniert’s
Prüfe zuerst das Dateiformat des Bildes. Für Grafiken und transparente Bilder ist WebP empfehlenswert. Es ermöglicht eine bessere Komprimierung und reduziert die Dateigröße viel effektiver als Formate wie PNG oder JPEG.
Prüfe im nächsten Schritt, ob das Bild die richtigen Maße und die richtige Größe hat. Wenn die maximale Größe, in der ein Bild angezeigt wird, 1200 x 800 Pixel ist, entsteht durch die Verwendung eines Bildes mit einer Größe von 10.000 x 10.000 Pixeln eine sehr große Datei, ohne dass das irgendeinen zusätzlichen Nutzen hat.
Du solltest Deine Bilder, am besten mit Hilfe eines entsprechenden Tools, komprimieren. Es gibt viele kostenlose Möglichkeiten wie TinyPNG und Optimizilla, die Du schnell per Google-Suche findest.
Um die Komprimierung schnell in WordPress vorzunehmen, kannst Du auch ein Plugin wie Smush, ShortPixel oder Imagify verwenden. Diese Plugins ermöglichen auch das Lazy Loading von Bildern und sogar die Bereitstellung über ein CDN, was die Ladezeit weiter verkürzt.
3. Implementiere Caching
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Durch Caching werden statische Versionen dynamischer Inhalte gespeichert, sodass sie den Usern schnell bereitgestellt werden können, ohne dass die Seite bei jedem Zugriff neu generiert werden muss. Deine Website wird so schneller, indem die Serverlast reduziert wird.
Dazu kannst Du ein CDN wie Cloudflare auf Deiner WordPress-Website implementieren. Es speichert gecachte Kopien der statischen Ressourcen Deiner Website an mehreren Standorten weltweit und stellt sie Deinen Nutzern aus der Nähe bereit, was die Ladezeit verkürzt.
Einige Hosting-Anbieter bieten direkt serverseitiges Caching an. Beispiele hierfür sind WPEngine mit EverCache, Pressidium mit ihrem kürzlich eingeführten PressidiumEDGE und Kinsta, die ebenfalls über eine eigene Caching-Lösung verfügen.
4. Wähle schnelles Hosting
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Die Wahl des Hosting-Providers oder des Hosting-Pakets kann den Page Speed Deiner WordPress-Website bestimmen. Das gilt besonders für umfangreiche WordPress-Setups wie WooCommerce, Buddyboss oder Memberpress.
Das Schöne ist jedoch, dass Dir unzählige Möglichkeiten zur Verfügung stehen und es sogar Hosting-Provider gibt, die Abos anbieten, die speziell auf größere Seiten zugeschnitten sind.
So funktioniert’s
Wenn Du bereits eine Website bei einem der größeren Anbieter wie GoDaddy, Kinsta oder Siteground hast und Deine Seiten langsam laden, solltest Du zuerst prüfen, ob es ein Abo für Deine Bedürfnisse gibt. In der Regel solltest Du Dein bestehendes Abo schnell und ohne Offline-Zeiten upgraden können und es erspart Dir die Suche nach einem neuen Hosting-Provider.
Wenn das nicht der Fall ist oder Du zu einem Host wechseln möchtest, der auf Geschwindigkeit spezialisiert ist, hast Du diverse Möglichkeiten. Einige spezialisierte WordPress-Hosting-Anbieter mit Schwerpunkt auf Geschwindigkeit sind zum Beispiel Pressidium, Rapyd Cloud und Rocket.net.
5. Begrenze die Anzahl von Blogbeiträgen auf Archivseiten
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Standardmäßig begrenzt WordPress die Anzahl der Blogbeiträge, die auf Archivseiten (Kategorien/Tags) angezeigt werden, auf zehn. Wenn es also 20 Beiträge in einer bestimmten Kategorie gibt, teilt WordPress diese auf zwei Seiten auf.
Aber Du kannst diese Zahl so hoch ansetzen, wie Du willst. Warum Du dennoch nicht mehr Beiträge auf einer einzigen Seite anzeigen solltest?
Mehr Beiträge auf einer Seite bedeuten grundsätzlich, dass sich die Serverlast für WordPress erhöht und es mehr Bilder auf der Seite gibt (wodurch die Seite auch langsamer für die Benutzer wird).
Wir empfehlen daher, die Anzahl der Beiträge auf einer einzelnen Seite auf maximal 10 (einspaltiges/2-spaltiges Layout) oder 12 (dreispaltiges Layout) zu beschränken.
So funktioniert’s
Unter Einstellungen > Lesen kannst Du die Anzahl der Beiträge einstellen, die Du auf einer einzelnen Seite anzeigen möchtest.
6. Optimiere die Anzeige von Kommentaren
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Kommentare haben viele Vorteile. Sie ermöglichen eine direkte Interaktion mit Deinen Nutzern und Google betrachtet viele Kommentare als Zeichen einer aktiven Community und einer beliebten Seite, die für mehr Suchende angezeigt werden sollte.
Wenn es aber um die Ladegeschwindigkeit geht, gilt leider: Je mehr Kommentare auf einer Webseite, desto langsamer wird sie geladen. Es mag nicht viel sein, aber es summiert sich.
Wenn Deine Kommentare zudem Avatare enthalten, werden neben dem zusätzlichen Textinhalt auch zusätzliche Bilder hinzugefügt.
Was solltest Du also tun, wenn Deine Seite viele Kommentare anzieht?
So funktioniert’s
Ähnlich wie bei Beitragsarchiven kannst Du in WordPress Kommentare auf mehrere Seiten aufteilen. Unter Einstellungen > Diskussion kannst Du die maximale Anzahl von Kommentaren pro Seite festlegen.
20-30 ist ein guter Mittelweg.
Wenn Du auf der Seite zu den Diskussionseinstellungen runter scrollst, kannst Du auch Avatare deaktivieren.
7. Begrenze die gespeicherten Versionen von Seiten und Beiträgen
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Gespeicherte Revisionen von Beiträgen bieten Dir die Möglichkeit, eine ältere Version eines Beitrags wiederherzustellen, falls Du etwas verbockt hast (das kommt vor). Doch zu viele gespeicherte Revisionen können die WordPress-Datenbank überlasten und verlangsamen. Wir empfehlen daher, die Anzahl der gespeicherten Revisionen für jeden Beitrag auf maximal 5 zu begrenzen.
So funktioniert’s
Du kannst die Anzahl der Beitrags-Revisionen begrenzen, indem Du eine Zeile in Deiner wp-config.php-Datei hinzufügst. Im folgenden Beispiel beschränken wir die Anzahl der gespeicherten Revisionen auf 5.
define('WP_POST_REVISIONS', 5);
Wenn überhaupt keine Revisionen gespeichert werden sollen, kannst Du die Einstellung auch folgendermaßen ändern:
define('WP_POST_REVISIONS', false);
Allerdings ist das komplette Deaktivieren von Beitrags-Revisionen in den meisten Fällen nicht zu empfehlen.
8. Bereinige die WordPress-Datenbank
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Mit der Zeit sammelt sich in der WordPress-Datenbank einiges an, z.B. Beitrags-Revisionen, Spam und gelöschte Kommentare… das alles summiert sich. Und das kann die Performance beeinträchtigen.
So funktioniert’s
Wenn Du WP Rocket verwendest, brauchst Du nur die entsprechenden Kästchen auszuwählen (unter dem Reiter „Database“) und dann auf „Save changes and optimize“ zu klicken.
Es gibt aber auch eine Reihe von speziellen Plugins (wie dieses), die diese Aufgabe übernehmen.
9. Entferne ungenutzte oder überflüssige Plugins
Schwierigkeit: Mittel (das Entfernen oder Deaktivieren von Plugins kann die Funktionalität verändern)
Warum solltest Du es tun?
Während einige ressourcenintensiver sind als andere, nehmen alle Plugins Ressourcen in Anspruch.
Wenn also ein Plugin Deiner Website keine wichtigen Funktionalitäten bietet oder Du mehrere Plugins mit derselben Funktion hast, dann lösche es einfach.
So funktioniert’s
Schau Dir einfach die Plugins auf Deiner Website an und entscheide, was Du wirklich brauchst.
Es kommt häufig vor, dass WordPress-Websites mehrere Firewalls, SEO-Plugins oder andere Plugins haben, die denselben Zweck erfüllen.
Allerdings sorgt die Nutzung von zwei SEO-Plugins nicht für eine bessere Optimierung Deiner Website und zwei Firewall-Plugins sichern Deine Seiten nicht besser als eins: Tatsächlich ist oftmals das Gegenteil der Fall.
In solchen Fällen solltest Du also eins auswählen und das andere löschen.
Und da Du schon mal dabei bist, vergewissere Dich, dass alle Plugins, die Du behalten willst, auf dem neuesten Stand sind!
10. Deaktiviere umfangreiche Features, Plugins oder Funktionen
Schwierigkeit: Mittel (beurteile es am besten selbst)
Warum solltest Du es tun?
Du willst sicherlich eine coole Website haben und auch Deinen Benutzern ein tolles Erlebnis bieten, oder?
Das Problem besteht jedoch darin, dass jedes auffällige Widget und jedes zusätzliche Skript die Ladezeit verlängern.
Wie wir wissen, gilt in vielen Fällen das Motto „weniger ist mehr“.
So funktioniert’s
Überprüfe Deine Website mit einem kritischen Blick und beantworte die folgenden Fragen:
Brauche ich diese Funktion wirklich?
Was kostet sie mich in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit?
Gibt es eine Möglichkeit, sie zu reduzieren, um sie schlanker und schneller zu machen?
Welchen Nutzen hat sie für den Website-Besitzer oder die Benutzer?
Streiche alles Unnötige und sieh zu, wie sich die Geschwindigkeit Deiner Website verbessern wird.
11. Deaktiviere Emojis
Schwierigkeit: Mittel (wenn Du kein Plugin verwendest, erfordert dies die Bearbeitung der functions.php. Das Skript kann dabei jedoch kopiert und eingefügt werden.)
Warum solltest Du es tun?
WordPress bietet zwar Support für Emojis, allerdings auf Kosten einer 10KB großen Dateianfrage auf jeder Seite.
Könntest Du also stattdessen einfache Zeichen verwenden?
¯\_(ツ)_/¯
So funktioniert’s
WP Rocket deaktiviert Emojis standardmäßig. Wenn Du das aber manuell durchführen willst, erfährst Du in diesem Guide von Kinsta, welches Skript Du in die functions.php einfügen musst.
12. Optimiere Disqus-Kommentare
Schwierigkeit: Mittel
Warum solltest Du es tun?
Skripte von Drittanbietern (wie Disqus) blähen Deine Website auf. Langfristig solltest Du daher vielleicht wieder auf das WordPress-eigene Kommentarsystem umsteigen.
Wenn Du Dich aber für Disqus entscheidest (wofür es triftige Gründe geben mag), dann ist es durchaus sinnvoll, es so weit wie möglich zu optimieren.
So funktioniert’s
Zuerst solltest Du Ad-Tracker deaktivieren. Diese erzeugen Dutzende von zusätzlichen, ressourcenintensiven Tracking-Skripten.
Geh zu den erweiterten Einstellungen Deiner Disqus-Organisation und stelle sicher, dass die folgenden zwei Kontrollkästchen deaktiviert sind:
Die zweite Optimierung, nämlich das Lazy Loading von Disqus-Kommentaren, ist ein bisschen komplizierter. Lazy Loading ist zwar gut für den Page Speed, aber es sei darauf hingewiesen, dass Disqus-Kommentare, die auf diese Weise geladen werden, möglicherweise nicht von Google indiziert werden. Und das könnte sich negativ auf die SEO auswirken.
Wenn Du es trotzdem machen willst, schau Dir diesen Guide von w3bits an.
13. Wechsle auf ein leichtgewichtiges Theme, das eine schnelle Ladezeit ermöglicht
Schwierigkeit: Mittel bis schwer (kann von einem einfachen Knopfdruck bis hin zu einem komplexen Projekt reichen, das eine komplette Website-Umzugsstrategie erfordert)
Warum solltest Du es tun?
Einige WordPress-Themes sind einfach nicht auf schnelle Ladegeschwindigkeiten ausgelegt. Und wenn Du ein ausgefallenes Theme verwendest, das voller unnötigem Code und schönem (aber letztlich sinnlosem) Schnickschnack ist, dann wird keine noch so große Herumbastelei die Ladegeschwindigkeit Deiner Website auf Vordermann bringen.
So funktioniert’s
Sollte Dein Theme nicht zu sehr individuell angepasst sein, reicht es vielleicht aus, ein schnelleres Theme auszuwählen und umzusteigen.
Auf welches Theme solltest Du also umsteigen? Wir empfehlen Dir, ein Theme zu wählen, das mit Blick auf die Performance Deiner Website entwickelt wurde. Uns gefallen Astra und Generate Press.
Schwierigkeit: Mittel (wenn Du derzeit viele Seiten mit einem Page Builder eingerichtet hast, musst Du diese zuerst mal nachbauen)
Warum solltest Du es tun?
Page Builder (wie Elementor und Thrive Architect) erleichtern das Erstellen von benutzerdefinierten Layouts.
Aber diese coolen Layouts gehen auf Kosten der Ladegeschwindigkeit, da – zusätzlich zu WordPress – ein weiteres Framework hinzugefügt wird.
So funktioniert’s
Gutenberg stellte für WordPress einen Game Changer dar und Du wirst damit in der Lage sein, sofort einige sehr komplexe Layouts zu erstellen. Wenn Du jedoch alles nachbilden möchtest, was Du in Deinem Page Builder tun konntest, musst Du wahrscheinlich einige benutzerdefinierte Blöcke hinzufügen.
Spectra Gutenberg Blocks ist ein kostenloses Plugin, mit dem Du ähnliche Ergebnisse erzielen kannst.
Abhängig davon, welche spezifischen Layouts Du benötigst, solltest Du vielleicht ein Premium-Blocks-Plugin in Betracht ziehen.
15. Identifiziere langsame Plugins mit Query Monitor
Schwierigkeit: Mittel (Query Monitor ist einigermaßen intuitiv, könnte aber für technisch nicht versierte Benutzer etwas entmutigend wirken).
Warum solltest Du es tun?
Vielleicht hast Du den Eindruck, dass manche Plugins Deine Website verlangsamen, aber es fällt Dir schwer die Ursache des Problems zu identifizieren.
So funktioniert’s
Query Monitor ist ein Plugin, mit dem Du leistungsschwache Plugins und Abfragen auf Fehler untersuchen kannst.
Sobald Du herausfindest, welche Plugins die Performance Deiner Website beeinträchtigen, kannst Du entscheiden, ob Du sie entfernen, austauschen oder Maßnahmen ergreifen willst, um deren Performance zu verbessern.
Gibt’s noch mehr?
Page Speed ist etwas, was Du im Laufe der Zeit perfektionierst, aber Du beginnst immer mit den Grundlagen. Ein Audit Deines WordPress Page Speeds anhand der in diesem Artikel beschriebenen Schritte durchzuführen, ist auf jeden Fall ein guter Anfang.
Die Ladegeschwindigkeit Deiner Website beeinflusst die User Experience, Deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen und sogar Deine Conversion Rates. Und bei der Page Speed Optimierung spielt die Reihenfolge Deines Vorgehens durchaus eine Rolle. Viele Leute nehmen sich zuerst Onpage-Maßnahmen wie Bildkomprimierung oder Caching vor, doch oftmals bilden Dein Server und Deine Infrastruktur die Grundlage für Deine Performance (was leider oft übersehen wird).
Bevor Du am Design oder an Frontend-Features herumbastelst, führt kein Weg daran vorbei, die grundlegenden Systeme zu optimieren, die Deine Website am Laufen halten. Stell es Dir wie bei einem Auto vor: Zuerst bringst Du Deinen Motor auf Vordermann und widmest Dich anschließend der Verfeinerung der Lackierung. Wenn Dein Server, DNS oder Hosting langsam ist, können Deine anderen Optimierungen nicht ihre volle Wirkung entfalten.
In diesem Beitrag geben wir Dir praktische Tipps zur Optimierung Deines Servers und Deiner Infrastruktur an die Hand, sodass Du eine schnellere und zuverlässigere Basis für Deine Website schaffen kannst.
So beeinflusst Deine Server-Antwortzeit die Ladezeit Deiner Website
Die Antwortzeit Deines Servers (oft als Time to First Byte oder TTFB gemessen) ist die Dauer zwischen der Anfrage eines Users und dem Moment, in dem Dein Server beginnt, Daten zurückzusenden. Es ist der erste Schritt des Seitenladeprozesses und durch Verzögerungen an dieser Stelle kann schnell ein Bottleneck entstehen.
Abbildung: Server-Antwortzeit (Autor: Seobility – Lizenz: CC BY-SA 4.0
Wenn Dein Server langsam reagiert, muss der Browser vor dem Rendering von Inhalten warten, was nicht nur die Einblendung von Elementen auf dem Bildschirm, sondern auch Folgeschritte wie das Laden von Stylesheets, Bildern und Skripten verlangsamt. Das kann die Ladezeit Deiner Seite beeinträchtigen und kommt sowohl bei Besuchern als auch bei Suchmaschinen gar nicht gut an. Das wiederum kann sich auf Aspekte wie Conversion Rate, Absprungrate und Suchmaschinenrankings und sogar auf Erwähnungen in LLMs wie ChatGPT und Claude auswirken.
Mit den Tipps in diesem Leitfaden kannst Du die Geschwindigkeit und die Effizienz Deines Servers optimieren, egal ob durch Caching, regelmäßige Software-Updates oder sogar den Wechsel des Hosting-Pakets.
Tipp: Bei der Umsetzung dieser Tipps kannst Du mithilfe des Website Audits von Seobility Deine Server-Antwortzeiten prüfen. So findest Du schnell Seiten mit langsamen Antwortzeiten und kannst den Fortschritt Deiner Optimierungen einfach nachvollziehen.
Lass uns jetzt aber mit den Tipps loslegen!
1. Führe ein Upgrade auf die neueste stabile Version von PHP durch
Schwierigkeit: Einfach
Warum solltest Du es tun?
Wenn Deine Website auf PHP läuft, dann kann ein Upgrade auf die neueste stabile Version – in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit – einen schnellen und einfachen Vorteil bringen.
Benchmark-Tests (wie dieser hier) zeigen nämlich, dass PHP immer schneller wird.
So funktioniert‘s
Die genaue Funktionsweise unterscheidet sich je nach Hosting-Anbieter. Oft musst Du aber lediglich eine neue PHP-Version aus einem Dropdown-Menü oder einer Checkbox auswählen, ähnlich wie hier bei Cloudways.
Schwierigkeit: einfach bis schwer (ein Upgrade bei Deinem derzeitigen Hoster sollte problemlos möglich sein, der Wechsel zu einem neuen Anbieter kann jedoch eine Strategie für den Umzug erfordern).
Warum solltest Du es tun?
Im Leben bekommst Du das, wofür Du bezahlst. Webhosting ist dabei keine Ausnahme.
Wenn Du günstiges Shared Hosting nutzt, wirst Du die Ressourcen (Speicher, CPU-Nutzung usw.) mit vielen anderen Websites teilen, was sich dann wiederum deutlich auf die Geschwindigkeit auswirken wird.
Falls das auf Dich zutrifft, solltest Du gar nicht lange überlegen.
So funktioniert’s
Wenn Du mit Deinem jetzigen Hoster zufrieden bist und einfach nur einen schnelleren Server benötigst, kannst Du Dein Hostingpaket einfach upgraden.
Falls Du einen VPS (Virtual Private Server) nutzt, kannst Du das Upgrade Deines Servers häufig einfach in den Einstellungen durchführen.
Der Umzug zu einem neuen Hosting-Anbieter kann etwas aufwendiger sein. Das Gute ist aber, dass viele Anbieter einen kostenlosen Website-Umzug für neue Kunden anbieten. Wenn Du dennoch eine Anleitung für den Wechsel auf einen neuen Server brauchst, schau Dir unseren Website Relaunch Guide an.
3. Wechsel zu einem Premium-DNS-Anbieter
Schwierigkeit: Mittel (stelle sicher, dass Du beim Wechsel Deine bestehenden DNS-Einstellungen exakt übernimmst).
Warum solltest Du es tun?
Wenn ein Nutzer Deine Domain in eine Adresszeile eingibt (oder Deine Seite bei Google anklickt), muss sein Browser die URL in eine IP-Adresse übersetzen. Diese Übersetzung wird von einem DNS-Server erledigt und erfolgt, bevor ein Besucher auf Deine Seite gelangt und mit dem Herunterladen von Inhalten beginnen kann.
Ein langsamer DNS-Server kann zu langsamen Verbindungen zu Deiner Website führen. Sollte Dein DNS-Server ausfallen, kann es sogar sein, dass Benutzer nicht imstande sind, eine Verbindung herzustellen.
Die gute Nachricht? Durch den Wechsel zu einem Premium-DNS-Server kannst Du die erste Verbindungszeit verkürzen und somit die Besucher schneller auf Deine Website bringen (wo sie Deine Inhalte schneller abrufen können).
So funktioniert’s
Es gibt eine Reihe von Premium-DNS-Anbietern, bei denen der Wechsel recht einfach ist. Es reicht, die Nameserver Deiner Domain auf den neuen Provider zu verweisen und dann Deine bestehenden DNS-Einstellungen zu übernehmen.
Schwierigkeit: Mittel (Änderung der Serverkonfiguration)
Warum solltest Du es tun?
HTTP/2 wurde 2015 veröffentlicht und war die erste große Verbesserung des HTTP-Protokolls, das für den gesamten Web-Traffic im Internet seit 1999 verwendet wird.
Damit wurden mehrere grundlegende Performance-Probleme behoben, die durch die Entwicklung des Webs verursacht wurden.
Wir werden hier nicht näher auf die Vorteile von HTTP/2 eingehen.
Wusstest Du übrigens, dass HTTP/2 seine eigenen Performance-Probleme hat? Wenn bei HTTP/2 ein HTTP-Paket verzögert wird, verlangsamt es alle nachfolgenden Pakete, bis dieses spezielle Paket erneut gesendet und empfangen wird.
HTTP/3 ist ein neues Protokoll, das von Cloudflare in Zusammenarbeit mit großen Browsern wie Chrome und Mozilla entwickelt wurde und noch weitere Performance-Verbesserungen bietet.
So funktioniert‘s
Dein Hoster oder CDN sollte HTTP/3 bereits unterstützen. Wenn Du beim Testen feststellst, dass das nicht der Fall ist, wende Dich für weitere Informationen an Deinen Hosting-Anbieter.
In dem seltenen Fall, dass Deine Website nicht auf HTTP/3 läuft, kannst Du zu einem der vielen großen Hosting-Anbieter wechseln, die dies anbieten.
5. Aktiviere TLS 1.3 für schnellere „Handshakes“
Schwierigkeit: Mittel (Änderung der Serverkonfiguration)
Auch wenn manche Websites immer noch die frühen Versionen von TLS (das Protokoll, das HTTPS ermöglicht) verwenden, weisen die neueren Versionen von TLS eine viel bessere Handshake-Performance auf.
Mit der Aktivierung von TLS 1.3 kannst Du 100 Millisekunden Deiner Ladezeit einsparen.
So funktioniert’s
Prüfe Deine Serverkonfiguration, um festzustellen, welche Versionen von TLS derzeit unterstützt werden.
In den meisten Fällen sollte Deine Website bereits TLS 1.3 verwenden. Wenn nicht, kannst Du es normalerweise in den Einstellungen aktivieren. Falls das nicht möglich ist, wende Dich an Deinen Anbieter.
Schwierigkeit: Mittel (erfordert die Anpassung Deiner php.ini-Datei)
Warum solltest Du es tun?
PHP ist eine interpretierte Programmiersprache. Das bedeutet, dass bei jeder Codezeile, die ausgeführt wird, diese in Anweisungen auf Maschinenebene „übersetzt“ wird.
Die meisten PHP-Websites verwenden normalerweise immer wieder dieselben paar tausend Codezeilen. Und da dieselben Codezeilen immer wieder übersetzt werden müssen, entsteht eine erhebliche Menge an unnötiger Arbeit.
Das OpCode-Caching ist eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen. Dabei werden die übersetzten Codezeilen (OpCodes genannt) im Speicher des Servers gespeichert. Und wenn die gleiche Codezeile ausgeführt werden muss, wird die übersetzte Zeile direkt aus dem Speicher geholt.
Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Performance.
So funktioniert’s
Um OpCode-Caching zu aktivieren, musst Du Deine php.ini-Datei anpassen. Dieser Guide von Cloudways erklärt Dir die Vorgehensweise und geht auch auf die Vorteile von OpCode Caching ein.
7. Nutze ein CDN, um statische Inhalte von mehreren Standorten aus bereitzustellen
Schwierigkeit: Mittel (erfordert das Ändern der DNS-Einstellungen Deiner Website und/oder der Dateipfade)
Warum solltest Du es tun?
Wenn es um die Ladegeschwindigkeit einer Website geht, gibt es einen wichtigen Aspekt, auf den Du kaum Einfluss hast: die tatsächliche physische Entfernung zwischen dem Standort des Client-Browsers und dem Website-Server.
Du kannst (und solltest) Deinen Server so nah wie möglich an Deinem Zielpublikum platzieren. Bei einem internationalen Publikum kann dies jedoch komplex und ziemlich teuer sein.
Glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung: die Verwendung eines CDN. Bei einem CDN handelt es sich um ein Netzwerk von Servern, die physisch über die ganze Welt verteilt sind. Diese Server übertragen Bilder, CSS, JavaScript und andere meist statische, große Dateien auf ihre „Edge“-Server.
Wenn der Browser eines Clients auf Deine Website zugreift, werden alle statischen Dateien von dem CDN-Server bereitgestellt, der dem Benutzer physisch am nächsten ist, und nur der dynamische Inhalt Deiner Website wird heruntergeladen.
Da statische Dateien normalerweise am umfangreichsten sind, erfüllt das CDN zwei Aufgaben:
Die technisch arbeitsintensive Bereitstellung dieser Dateien
Die Bereitstellung dieser Dateien von einem Ort aus, der näher am Benutzer liegt, was die Performance Deiner Website erheblich verbessert.
So funktioniert’s
Zuerst musst Du Dich bei einem CDN registrieren. Da es davon eine große Auswahl gibt, empfehlen wir Dir diesen Tech Radar-Beitrag durchzulesen, wenn Du Ratschläge für die Auswahl eines CDNs benötigst.
Sobald Du registriert bist, ist der Einrichtungsprozess vom Anbieter abhängig (die meisten stellen detaillierte Dokumente zur Verfügung). Dieser Guide hier bietet einen guten allgemeinen Überblick.
8. Verwende cookiefreie Domains für statische Dateien (CSS, Skripte usw.)
Schwierigkeit: einfach bis mittel (CDNs tun dies normalerweise standardmäßig, aber Du kannst natürlich Deine eigene cookiefreie Subdomain einrichten)
Warum solltest Du es tun?
Browser-Cookies werden normalerweise verwendet, um kleine Mengen an Informationen im Browser zu speichern. Ein Cookie kann sich z. B. vorübergehend die Anmeldedaten eines Benutzers „merken“, so dass er sich nicht bei jedem Besuch einer Website neu anmelden muss.
Cookies werden jedoch bei allen Anfragen des Browsers mitgesendet. Trotz ihrer kleinen Größe verursachen sie dadurch zusätzlichen Aufwand und tragen zur Ladegeschwindigkeit der Website bei.
So funktioniert’s
Ein CDN entfernt normalerweise automatisch Cookies aus statischen Dateien. Allerdings kannst Du WordPress auch so einstellen, dass es cookiefreie Domains verwendet. Folge dafür einfach dieser Anleitung.
9. Führe ein Upgrade von MySQL auf MariaDB durch
Schwierigkeit: Mittel (generell ist die Umstellung einfach, aber Du solltest sorgfältig vorgehen und nicht vergessen, Backups zu erstellen).
Warum solltest Du es tun?
Kurz und bündig: MariaDB ist eine schnellere Datenbank-Software als MySQL. Es handelt sich hier um einen Drop-in-Ersatz, und wenn Du derzeit MySQL verwendest, kannst Du damit die Ladegeschwindigkeit auf einfache Weise optimieren.
Für die Umstellung auf MariaDB ist bei den meisten Hosting-Anbietern nur ein Klick in den Einstellungen notwendig.
Wenn Du aber selbst Hand anlegen willst, dann schau Dir diesen Guide für die manuelle Umstellung an.
10. Aktiviere Object Caching, um Ergebnisse von Datenbankabfragen zu speichern
Schwierigkeit: schwer (generell einfach zu erledigen, die Serverkonfiguration muss jedoch geändert werden)
Warum solltest Du es tun?
Object-Caching (wie z. B. Redis) ist eine Methode zum Speichern von Datenbankabfragen, sodass diese aus einem Cache abgerufen werden können, anstatt durch wiederholtes Abfragen der Datenbank.
Dieses Caching hilft, die Performance für häufige oder sich wiederholende Abfragen, die sich nicht oft ändern, zu verbessern. Die Datenbankressourcen können dann für dynamischere Abfragen verwendet werden.
So funktioniert’s
Da Redis auf Serverebene unterstützt werden muss, musst Du es über Dein VPS-Setup aktivieren. Einige Hoster verfügen über eine Einstellung zur Aktivierung von Redis…
11. Tausche Apache gegen Litespeed Server oder NGINX
Schwierigkeit: schwer (wenn Du keine Erfahrung mit dem Ändern von Serverkonfigurationen hast, dann suche Dir jemanden, der das für Dich erledigt)
Warum solltest Du es tun?
Apache ist nach wie vor einer der beliebtesten Webserver der Welt. Nach Angaben von w3techs.com laufen derzeit mehr als ein Viertel aller Websites auf Apache.
Aber er ist bei weitem nicht der schnellste Server. Ein Wechsel zu LiteSpeed oder NGINX kann zu einer deutlichen Performance-Steigerung führen.
So funktioniert’s
Bei LiteSpeed handelt es sich um einen Drop-in-Ersatz für Apache mit deutlich besserer Performance. Das Upgrade ist relativ einfach. Wenn Du also einen VPS nutzt, ist ein Upgrade auf LiteSpeed sehr zu empfehlen. Der Umstieg auf NGINX ist nicht ganz so einfach und erfordert mehr Tests und Anpassungen. Hier erfährst Du, wie Du dies auf einem Ubuntu-VPS angehst.
12. Entferne andere Websites vom Server
Schwierigkeit: Mittel bis schwer (erfordert den Umzug anderer Websites vom Server, auf dem Deine „Haupt-Website“ gehostet ist)
Warum solltest Du es tun?
Wenn Du von Shared Hosting auf einen VPS umgestiegen bist (oder Deinen aktuellen VPS aufgerüstet hast), dann hast Du wahrscheinlich bereits eine positive Auswirkung auf die Ladegeschwindigkeit festgestellt.
Wenn Du jedoch mehrere Websites betreibst und Deine „Haupt“-Website optimieren willst, dann solltest Du diese auf einem eigenen VPS mit eigenen dedizierten Ressourcen betreiben.
Obwohl Du die Ressourcen nicht mit Dutzenden, Hunderten oder gar Tausenden von anderen Websites teilen musst, wie es bei Shared Hosting der Fall wäre, werden die Ressourcen dennoch zwischen Deinen eigenen Websites aufgeteilt.
Es ist daher sinnvoll, Deiner „Haupt“-Website einen eigenen Bereich zu geben.
So funktioniert‘s
Wenn Du bei Deinem jetzigen Hoster einen neuen Server einrichtest, sollte Dir dieser dabei helfen können, Deine “unwichtigen” Websites auf den neuen Server umzuziehen.
13. Entferne PHP-Module oder Tasks, die Du nicht brauchst
Schwierigkeit: schwer (wenn Du das falsche Modul entfernst, könnte Deine Website kaputtgehen).
Warum solltest Du es tun?
PHP hat standardmäßig eine Menge Module laufen, und (je nach Funktionalität Deiner Website) kann es durchaus sein, dass Du einige davon nicht brauchst.
Wenn Du PHP-Module, die Du für Deine Website nicht benötigst, entfernst, kannst Du die Ladegeschwindigkeit und Performance Deiner Website erhöhen.
So funktioniert’s
Diese Anpassungen solltest Du mit Bedacht vornehmen, um zu vermeiden, dass Du Funktionen entfernst, die Du tatsächlich benötigst.
Im Fall von Shared Hosting sollte es normalerweise mit dem Select PHP Version-Tool möglich sein. Nimm Dir dabei diesen Leitfaden zur Hilfe. Alternativ kannst Du auch Deinen Hoster um Hilfe bitten.
Wenn Du ein WHM-Setup (also mehrere cPanel-Konten auf einem VPS oder einem dafür bestimmten Server) ausführst, kannst Du Dich an diesem Guide orientieren.
Nächste Schrite
Die oben aufgelisteten Schritte bilden eine solide Basis zum Optimieren Deiner Ladezeiten, aber es gibt noch mehr zu tun. Wenn Du unsere Tipps befolgt hast, siehst Du wahrscheinlich schon beachtliche Verbesserungen der Geschwindigkeit. Doch Server und Infrastruktur sind nur ein Aspekt. In unserem Leitfaden zur Page-Speed-Optimierung findest Du weitere Tipps, wie Du die Performance noch weiter verbessern kannst.
Und falls Du die Antwortzeiten Deines Servers messen möchtest und Deine Website auf noch mehr technische SEO-Baustellen prüfen willst, teste Seobility hier 14 Tage lang kostenlos!
Du kennst es doch sicherlich auch: Du klickst einen Link in den SERPs an, aber der Bildschirm bleibt zunächst leer. Und ehe Du Dich versiehst, murmelst Du „ach, egal“ und bist wieder zurück bei Google. Wir leben in einer Welt, die von kurzen Clips, Fast Food und On-Demand-Videostreaming dominiert ist. Kein Wunder also, dass die Besucher Deiner Website nicht unbedingt endlose Geduld mitbringen. Wenn Du sie warten lässt, werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bleiben.
Aber wie schnell muss Deine Website eigentlich sein, um Besucher (und Google) zufriedenzustellen? In diesem kurzen Artikel gehen wir genau dieser Frage nach.
… und eine Server-Antwortzeit von weniger als 500 ms zu erreichen.
Warum die Geschwindigkeit Deiner Website so wichtig ist
Bevor wir uns die konkreten Metriken zur Messung von Ladezeiten ansehen, ist es wichtig, zu verstehen, warum die Website-Geschwindigkeit so wichtig ist. Eine schnellere Seite hat sowohl für Deine Besucher als auch für Deine Online-Sichtbarkeit Vorteile.
1. Bessere User Experience
Besucher erwarten, dass Seiten im Internet schnell laden. Schnelle Websites verkürzen die Wartezeit, halten Besucher länger auf der Seite und senken die Absprungrate. Das gilt besonders für mobile User oder User mit langsamen Internetverbindungen.
2. Bessere Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Suchmaschinen wie Google priorisieren schnelle Websites, weil diese eine bessere User Experience schaffen. Außerdem können Crawler die Inhalte auf schnellen Seiten effizienter indexieren, was Deine Chancen erhöht, in den Suchergebnissen zu ranken.
Auch für KI-Crawler sind schnelle Websites leichter zugänglich. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Inhalte in KI-generierten Antworten von Tools wie ChatGPT auftauchen.
Wie schnell sollte Deine Website laden?
Die Geschwindigkeit einer Website kann aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden, und jeder davon hat seine Vor- und Nachteile. Es kann allerdings helfen, alle im Hinterkopf zu behalten, wenn Du Dir eine bestimmte Geschwindigkeit für Deine Website zum Ziel setzt.
Bewertung der Core Web Vitals (PageSpeed Insights)
Google PageSpeed Insights liefert einen Score, der als guter Maßstab für die Ladegeschwindigkeit Deiner Website dienen kann.
Dieser Score basiert jedoch auf sogenannten „Lab-Daten“, also simulierten Tests in einer kontrollierten Umgebung mit vordefinierten Geräte- und Netzwerkeinstellungen. Diese Daten sind hilfreich, um Probleme zu erkennen, spiegeln aber nicht immer wider, wie echte Besucher Deine Website auf unterschiedlichen Geräten, in verschiedenen Browsern oder mit langsameren Verbindungen erleben.
Du solltest daher, wenn möglich, grundsätzlich erst einmal für reale Daten optimieren. Sieh Dir dafür im Bericht ganz oben die Bewertung der Core Web Vitals an.
Hinweis:
Wenn Deine Website nicht genug Traffic hat, wird dieser Abschnitt in PageSpeed Insights möglicherweise nicht angezeigt. In diesem Fall kannst Du Tools wie Pingdom oder GTMetrix nutzen und auf Basis der dort gemessenen Ladezeiten und Scores optimieren.
Die wichtigsten Metriken
PageSpeed Insights liefert diverse Metriken, anhand derer Du die Ladezeit beurteilen kannst. Besonders wichtig sind dabei Interaction to Next Paint (INP) und Largest Contentful Paint (LCP).
Diese Metriken geben Dir einen guten Anhaltspunkt für das Erlebnis beim Laden (LCP) und der Interaktion (INP).
LCP misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element einer Seite, etwa ein Bild, ein Video oder ein Textblock, für den User sichtbar wird. Der Wert vermittelt ein genaueres Bild von der Antwortzeit des Servers und dem Laden wichtiger Ressourcen (Bilder, Videos, Texte).
INP misst die Verzögerung zwischen der ersten Nutzerinteraktion (z. B. einem Klick) und der nächsten visuellen Aktualisierung. Diese Metrik gibt an, wie schnell eine Seite reagiert.
Es gibt keine feste Regel, aber als Richtwert solltest Du versuchen, den LCP unter 2,5 Sekunden und den INP unter 200 ms zu halten.
Am Ende gilt: Deine Seite sollte so schnell wie möglich laden, ohne dass dabei wichtige Funktionen beeinträchtigt werden. Es zählt also jede noch so kleine Verbesserung.
In unserem Leitfaden zu den Core Web Vitals findest Du Tipps, wie Du sowohl Deinen LCP– als auch Deinen INP-Wert verbessern kannst.
PageSpeed Score
Wie bereits erwähnt, basiert der PageSpeed-Score in den PageSpeed Insights auf sogenannten „Lab-Daten“. Das bedeutet, er entspricht nicht den Ladezeiten, die Deine Besucher tatsächlich erleben. Trotzdem ist er ein guter Anhaltspunkt, vor allem dann, wenn Deine Website noch nicht genügend Traffic hat, um die Bewertung der Core Web Vitals anzuzeigen.
Du solltest einen mobilen PageSpeed-Score zwischen 90 und 100 anpeilen.
Laut Google gilt alles in diesem Bereich als gut, während darunterliegende Werte entweder verbesserungswürdig (50–89) oder mangelhaft (0–49) sind.
Und wir müssen es wahrscheinlich gar nicht erwähnen: Natürlich solltest Du einen guten Wert anstreben.
Warum es nicht (immer) ein gutes Ziel ist, sich an Wettbewerbern zu messen
Aus SEO-Sicht mag es vielleicht logisch erscheinen, die Geschwindigkeit Deiner Website einfach der Deiner Mitbewerber anzupassen oder sie sogar zu übertreffen, und bis zu einem gewissen Punkt ist es das auch.
Wenn Du deutlich langsamer bist als andere Websites, die auf dieselben Suchanfragen abzielen, wirst Du sowohl bei Crawlern als auch bei Usern nicht ganz so gut punkten. Dahingehend macht es durchaus Sinn, konkurrierende Seiten als Vergleich heranzuziehen.
Allerdings gibt es dabei ein Problem:
Wenn die Websites Deiner Mitbewerber langsam sind, schießt Du Dir selbst ins Knie, wenn Du sie als Maßstab nimmst. Schließlich interagieren Deine Besucher direkt mit Deiner Website, ohne sie mit anderen Websites zu vergleichen. Wenn sie warten müssen, wird es ihnen ziemlich egal sein, dass Du vielleicht schneller bist als Deine Mitbewerber.
Es ist völlig egal, ob Deine Besucher etwas kaufen oder einen Artikel lesen wollen: Wenn Du sie warten lässt, springen sie ab.
In diesem Leitfaden von Hobo Web findest Du ein paar ziemlich gute Statistiken, die Dir zeigen, wie Absprünge und Frustration von Usern mit jeder Sekunde Wartezeit wachsen.
Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen Besuchern aus Fleisch und Blut und (KI-)Crawlern. Lange Ladezeiten werden von beiden negativ wahrgenommen.
Daher gilt: Auch wenn es sinnvoll ist, die Geschwindigkeit Deiner Mitbewerber im Blick zu behalten, solltest Du Dich in erster Linie an Best-Practice-Kennzahlen wie dem PageSpeed-Score und INP/LCP orientieren.
Wie schnell sollte die Server-Antwortzeit sein?
Auch wenn es wichtig ist, die gesamte Ladezeit Deiner Seite zu optimieren, lohnt sich ein genauerer Blick auf dieServer-Antwortzeit. Dieser Wert zeigt, wie effizient Dein Server Anfragen verarbeitet, und hilft Dir herauszufinden, ob die eigentlichen Bottlenecks Deiner Website-Performance in der Infrastruktur, im Hosting oder in Backend-Prozessen liegen.
Die Antwortzeit wird in der Regel als Time to First Byte (TTFB) gemessen, also die Zeit, die vergeht, bis der Server nach einer Anfrage beginnt zu reagieren. Sie umfasst sowohl die Verarbeitungszeit des Servers als auch die Übermittlung des ersten Bytes zurück an den Browser.
Idealerweise sollte Dein TTFB unter 500 ms liegen. Laut Google PageSpeed Insights gilt alles unter 800 ms als gut, 800–1800 ms als verbesserungsbedürftig und alles darüber als mangelhaft.
Tipp:
Google PageSpeed Insights liefert Dir zwar den TTFB-Score einzelner Seiten, aber mit dem Website Audit von Seobility kannst Du einfacher Muster erkennen, die sich auf Deiner gesamten Website abzeichnen. Anstatt jede Seite einzeln zu testen, erkennst Du so alle Seiten mit mittleren oder langsamen Antwortzeiten auf einen Blick und kannst systematische Performance-Probleme so viel schneller beheben.
Nächste Schritte
Jetzt weißt Du, wie schnell Deine Website laden sollte und warum das so wichtig ist.
Was solltest Du als Nächstes tun?
Wir haben eine Reihe von Leitfäden zum Thema Page Speed Optimierung für Dich:
Am Ende gilt: Eine schnellere Website macht sowohl Besucher als auch Crawler glücklich. Deine Website ist so besser zugänglich und Du kannst sogar Deine Conversion Rates steigern und die Frustration Deiner User verringern.
Denk dran, Dich für die kostenlose 14-tägige Testversion von Seobility anzumelden. So behältst Du Deine Server-Antwortzeiten im Blick und kannst Deine Website gleichzeitig auf weitere technische SEO-Probleme prüfen, die Deine Online-Sichtbarkeit beeinträchtigen könnten.
In unserem vorherigen Artikel Welchen Einfluss haben AI Overviews auf SEO? haben wir erklärt, wie AI Overviews die Bedeutung von „Sichtbarkeit“ in der Suche verändern und warum sie nicht das Ende von SEO bedeuten.
In diesem Folgeartikel gehen wir von der Theorie in die Praxis über.
Du erfährst, wie Du Deine Website und Deine Inhalte optimieren kannst, damit Googles KI-Systeme Deine Seiten in diesen neuen Zusammenfassungen berücksichtigen.
Wir führen Dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess von der Keyword-Analyse (welche Suchbegriffe AI Overviews auslösen) über die Optimierung Deiner Inhalte für KI-Lesbarkeit bis hin zur Implementierung strukturierter Daten und dem Aufbau von Offpage-Signalen.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten, wie Deine Website in Googles AI Overviews erscheinen kann. Bevor Du mit der Optimierung beginnst, ist es wichtig, den Unterschied zu verstehen, denn bestimmte Optimierungsmaßnahmen wirken sich auf jedes dieser Ziele unterschiedlich aus.
Citations (Zitierungen)
Eine Zitierung oder “Citation” bedeutet, dass Googles AI Overview direkt auf Deine Seite als Quelle verlinkt. Diese Verlinkungen erscheinen meist als kleine anklickbare Karten oder Links innerhalb oder neben der KI-generierten Zusammenfassung:
Wenn Dein Inhalt zitiert wird, signalisiert das den Nutzern, dass er als Grundlage für die Antwort verwendet wurde, was Deine Seite vertrauenswürdig und zuverlässig wirken lässt. Außerdem können Citations zu Klicks auf Deine Website führen, wenn Nutzer mehr erfahren möchten.
Mentions (Erwähnungen)
Eine Erwähnung hingegen liegt vor, wenn Deine Marke, Dein Produkt oder Deine Website im Text der AI Overviews genannt wird, allerdings ohne dass diese Nennung zwingend mit einem anklickbaren Link versehen ist:
Auch wenn Erwähnungen meist keine direkten Klicks erzeugen, sind sie ein wirkungsvolles Mittel, um Deine Brand Awareness zu steigern. Sie platzieren Deinen Namen gut sichtbar innerhalb der KI-Antwort und können dazu führen, dass später häufiger nach Deiner Marke gesucht wird.
Warum beides für Dein SEO wichtig ist
Sowohl Mentions als auch Citations tragen zu Deiner Sichtbarkeit in der Suche bei und sollten als Ziele in Deiner SEO-Strategie berücksichtigt werden.
SEO dreht sich heute nicht mehr nur um Rankings oder Klicks. Es geht darum, überall sichtbar zu sein, wo Nutzer Informationen finden, also auch in AI Overviews.
Nachdem Du nun weißt, welche Arten von Sichtbarkeit in AI Overviews möglich sind, stellt sich die nächste Frage:
Wie kommst Du dorthin?
Im Folgenden findest Du eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung von der Behebung technischer Probleme über die Optimierung Deiner Inhalte bis hin zur Stärkung Deiner Offpage-Signale.
Schritt 1: Baue eine starke technische SEO-Basis auf
Bevor Google Deine Inhalte in einer AI Overview berücksichtigen kann, muss Google sie zunächst finden und verstehen.
Genau darum geht es bei technischer SEO: es Googles Crawlern so leicht wie möglich zu machen, auf Deine Seiten zuzugreifen und sie zu analysieren.
Wenn Deine Website defekte Links hat oder langsam lädt, wird Google sie eher nicht als potenzielle Quelle in Betracht ziehen.
Bevor Du also an etwas anderem arbeitest, stelle sicher, dass Du eine solide technische Basis hast.
So gehst Du Schritt für Schritt vor.
1. Führe ein vollständiges Website-Audit durch
Starte mit einem kompletten Scan Deiner Website, um technische oder Onpage-SEO-Probleme aufzudecken. Dafür kannst Du das Seobility Website Audit verwenden. (Wenn Du Seobility noch nicht nutzt, kannst Du es hier 14 Tage kostenlos testen.)
Nachdem Deine Website gecrawlt wurde, berechnet Seobility einen Onpage-Score, der Dir anzeigt, wie gut Deine Website für Suchmaschinen optimiert ist.
Seobility > Website Audit > Überblick
Darunter findest Du eine Liste aller Probleme, die Seobility auf Deiner Website entdeckt hat, übersichtlich nach Priorität sortiert:
Arbeite Dich von oben nach unten durch diese Liste und behebe die gefundenen Probleme auf Deiner Website.
Um sicherzustellen, dass Deine Website ausreichend optimiert ist, empfehlen wir, einen Onpage-Score von mindestens 80–90 % anzustreben.
2. Richte automatisierte Website-Crawlings ein, um neue Probleme frühzeitig zu erkennen
Technische SEO ist keine einmalige Aufgabe. Während Du an Deiner Website arbeitest und neue Inhalte veröffentlichst, können immer wieder neue Probleme entstehen, ohne dass Du es bemerkst.
In den Projekteinstellungen von Seobility kannst Du automatisierte Website-Crawlings einrichten, um sicherzustellen, dass neue Probleme schnell erkannt werden:
Seobility informiert Dich nach jedem Crawling per E-Mail darüber, wenn neue Probleme auf Deiner Website aufgetreten sind.
Brauche ich eine llms.txt-Datei?
In letzter Zeit hast Du vielleicht von einem neuen Dateiformat namens llms.txt gehört. Diese Datei soll KI-Systemen mitteilen, wie sie Deine Website-Inhalte verwenden dürfen, ähnlich wie die robots.txt für Suchmaschinen-Crawler.
In der Theorie klingt das sinnvoll. In der Praxis brauchst Du sie aber nicht.
Studien haben gezeigt, dass die llms.txt-Datei derzeit keinen messbaren Einfluss darauf hat, ob oder wie KI-Systeme auf Deine Inhalte zugreifen.
Eine llms.txt-Datei wird also weder Deine Chancen erhöhen noch verringern, in AI Overviews zitiert zu werden.
Wenn Du Bedenken hast, wie KI-Systeme Deine Inhalte nutzen, solltest Du stattdessen Deine bestehende robots.txt-Datei prüfen und sicherstellen, dass sensible Bereiche vom Crawling ausgeschlossen sind.
Schritt 2: Finde Deine AI-Overview-Chancen
Sobald die technische Basis Deiner Website steht, geht es im nächsten Schritt darum herauszufinden, bei welchen Deiner Keywords bereits AI Overviews angezeigt werden.
Schließlich willst Du ja nicht blind optimieren. Und AI Overviews erscheinen nur bei bestimmten Arten von Suchanfragen, vor allem bei informationalen oder komplexen Fragen.
1. Prüfe, welche Deiner Ziel-Keywords AI Overviews auslösen
Mit dem Seobility AI Overview Tracking kannst Du ganz einfach herausfinden, bei welchen Deiner überwachten Keywords derzeit eine AI Overview in den Google-Suchergebnissen angezeigt wird. Dies erkennst Du an folgendem Symbol:
Seobility > Rankings > Keywords
2. Beschränke Deine Analyse nicht nur auf Top-Ranking-Seiten
Nicht nur Seiten mit Top-Platzierungen in den organischen Suchergebnissen können in AI Overviews auftauchen.
Studien zeigen, dass viele zitierte Seiten nicht aus den obersten Positionen stammen, teilweise sogar außerhalb der Top 100 der organischen Suchergebnisse liegen.
Solange eine Seite hochwertige und gut strukturierte Informationen bietet, kann Googles KI sie als Quelle verwenden.
Überprüfe daher in Seobility nicht nur Deine bestplatzierten Seiten, sondern auch Inhalte, die etwas weiter hinten ranken.
3. Analysiere, welche Arten von Seiten Google verwendet
Sobald Du die Keywords mit Potential identifiziert hast, solltest Du Dir ansehen, welche Inhalte Google bereits in den AI Overviews verwendet.
Im Ranking Monitoring von Seobility siehst Du nicht nur, ob für ein Keyword eine AI Overview angezeigt wird, sondern kannst auch den kompletten Text der AI Overview analysieren und prüfen, welche URLs dort zitiert werden:
Seobility > Rankings > Keywords > Klicke auf ein Keyword
Versuche, ein Muster in den Seiten zu erkennen, die Google auswählt:
Sind es Foren oder Community-Diskussionen (wie Reddit oder Quora)?
Handelt es sich um Fachblogs, Produktanleitungen oder offizielle Regierungsseiten?
Enthalten sie Grafiken, Daten oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen?
So bekommst Du ein besseres Verständnis dafür, welche Art von Inhalten Google für jede Suchanfrage als hilfreich einstuft.
Zum Beispiel:
Wenn Du feststellst, dass für Dein Ziel-Keyword häufig Reddit-Threads oder Community-Beiträge erscheinen, ist das ein Hinweis darauf, dass authentische Erfahrungen aus erster Hand wichtig sind.
Um Deine Chancen auf eine Aufnahme zu erhöhen:
Ergänze Deine Inhalte um praxisnahe Beispiele, Fallstudien, Zitate oder Erfahrungsberichte.
Baue eigene Erkenntnisse aus Daten oder Kundenerfahrungen ein, also Inhalte, die eine KI nicht so leicht nachbilden kann.
Schritt 3: Optimiere Deine Inhalte für KI-Lesbarkeit und semantische Relevanz
Sobald Du weißt, welche Seiten Du optimieren willst und welche Art von Inhalten Du benötigst, geht es darum, Deine Inhalte so zu gestalten, dass KI-Systeme sie leicht interpretieren und zusammenfassen können.
Damit Deine Inhalte als Quelle ausgewählt werden, müssen sie gut strukturiert, präzise und semantisch eindeutig sein, d.h. ein Thema so klar abdecken, dass die KI es problemlos versteht.
So gehst Du dabei vor:
1. Liefere klare und prägnante Antworten
KI-Systeme suchen nach kurzen, leicht extrahierbaren Textpassagen, die die Suchanfrage direkt beantworten.
Das bedeutet: Jede Seite sollte (je nach Keyword-Typ) mit einer knappen Erklärung oder Zusammenfassung beginnen:
Bei fragebasierten Suchanfragen (z. B. „Warum ist interne Verlinkung wichtig für SEO?“) → Starte mit einer direkten Antwort. Beispiel: „Interne Links helfen Google, die Struktur Deiner Website zu verstehen und Link Juice zwischen Deinen Seiten zu verteilen.“
Bei Keywords, die keine direkten Fragen sind (z. B. „Website-Audit-Checkliste“) → Beginne mit einer kurzen Zusammenfassung der Punkte, die im Artikel behandelt werden. Beispiel: Gib einen Überblick über die einzelnen Schritte des Website-Audits, bevor Du sie im Detail erklärst.
Auch eine „TL;DR“- oder „Zusammenfassung“-Box am Anfang funktioniert sehr gut, da sie der KI eine strukturierte, leicht extrahierbare Antwort liefert.
Zusätzlich sind FAQs (Häufig gestellte Fragen) am Ende jeder Seite eine super Möglichkeit, häufige Nutzerfragen kurz und präzise zu beantworten. Nutze sie, um potentielle Fragen Deiner Zielgruppe gezielt abzudecken.
Ein Beispiel dafür findest Du auf der Website von Seobility: Dort verwenden wir am Ende jeder Feature-Seite einen FAQ-Bereich, um häufig gestellte Fragen zu unseren Features zu beantworten, wie etwa auf der Seite zum Website Audit.
Solche FAQs erhöhen die Informationstiefe Deiner Inhalte und liefern leicht extrahierbare Textpassagen, die sich ideal für KI-generierte Antworten eignen.
2. Strukturiere Deine Inhalte klar und logisch
Verwende Überschriften und Zwischenüberschriften, die echte Nutzerfragen wiederspiegeln (z. B. in einem Leitfaden zur internen Verlinkung: „Wie hilft interne Verlinkung beim SEO?“ oder „Wie optimiere ich meine internen Links Schritt für Schritt?“).
Teile lange Abschnitte in sinnvolle, klar abgegrenzte Blöcke, die sich jeweils auf eine zentrale Idee konzentrieren.
Nutze Aufzählungen und nummerierte Listen, um Deinen Text leichter lesbar und übersichtlicher zu machen.
Diese klare Struktur hilft KI-Modellen dabei, den Inhalt jeder Seite besser zu verstehen und gezielt bestimmte Informationen zu erkennen.
3. Stärke die semantische Klarheit und Relevanz
AI Overviews sind darauf angewiesen, die Bedeutung Deiner Inhalte richtig zu verstehen. Damit das gelingt, muss Dein Text die passenden semantischen Begriffe und Konzepte verwenden.
Hier kommt das WDF*IDF-Tool von Seobility ins Spiel. Es analysiert die top-rankenden Seiten für Dein Ziel-Keyword und zeigt Dir, welche Begriffe und Phrasen dort besonders häufig verwendet werden.
Ein Beispiel für das Keyword „Website Audit Checkliste“:
Diese Begriffe bilden den semantischen Kontext, den Google mit dem jeweiligen Keyword verknüpft. Sie zeigen, wie erfolgreiche Seiten ihr Thema klar kommunizieren.
Ein weiteres Beispiel:
Wenn Du über Local SEO schreibst, wirst Du feststellen, dass top-rankende Seiten häufig Begriffe wie Google Business Profile, NAP-Konsistenz, Local Citations und Kundenbewertungen verwenden.
Betrachte diese Begriffe nicht als Keywords, die Du zwanghaft in Deinen Text einbauen musst, sondern als Hinweise darauf, welche Konzepte thematisch zusammengehören.
Wenn Du diese Begriffe natürlich in Deinen Inhalt integrierst, wird für Google deutlich klarer, dass Deine Seite sich mit Local SEO beschäftigt, als wenn Du einfach nur wiederholt den Ausdruck „Local SEO“ verwendest.
4. Schreib natürlich
KI-Modelle sind auf menschliche Sprachmuster trainiert. Deshalb verstehen sie Inhalte besser, wenn Du einfach, klar und natürlich schreibst.
Verwende kurze Sätze, aktive Formulierungen und einfache Wörter. Erkläre Fachbegriffe, wenn nötig und vermeide unnötig komplizierte Sprache.
Beispiel:
❌ „Die Implementierung von Meta-Optimierungsmaßnahmen verbessert die SERP-Performance.“
✅ „Wenn Du Deine Meta-Tags optimierst, kann Google Deine Seiten besser verstehen und höher einstufen.“
Schritt 4: Biete Mehrwert, den KI nicht nachbilden kann
Selbst die fortschrittlichsten KI-Systeme können eines nicht kopieren: Deine individuelle Perspektive, also Erfahrung, Kreativität und echtes Praxiswissen.
Deshalb ist einer der besten Wege, um Deine Chancen auf eine Erwähnung oder Zitierung in AI Overviews zu erhöhen, Deine Inhalte mit einzigartigen, erfahrungsbasierten Elementen anzureichern. Also mit Dingen, die über das hinausgehen, was bereits auf anderen Seiten zu finden ist.
So gelingt Dir das:
1. Füge visuelle und multimediale Elemente hinzu
AI Overviews können aktuell nur Text selber generieren. Genau deshalb sind visuelle Inhalte eine ideale Möglichkeit, etwas zu bieten, das KI nicht nachbilden kann.
Verwende Screenshots, Infografiken, Diagramme oder Videos, um wichtige Punkte anschaulich zu machen.
Wenn Du einen Prozess erklärst, zeige mit Schritt-für-Schritt-Screenshots, was Nutzer tatsächlich sehen werden.
Bei komplexen Themen helfen kurze Videozusammenfassungen oder Erklärclips, die Inhalte leichter verständlich und ansprechender zu machen.
2. Teile eigene Erfahrungen und Praxisbeispiele
Googles Helpful Content Guidelines und die jüngsten Core Updates haben eines deutlich gemacht: Inhalte, die echte Erfahrung demonstrieren, performen besser.
Stütze Deine Erklärungen daher, wann immer möglich, mit praktischen Beispielen aus Deiner eigenen Arbeit:
Beschreibe die Ergebnisse einer Maßnahme, die Du umgesetzt hast.
Erkläre, was funktioniert hat – und was nicht.
Ergänze Kundengeschichten oder anonymisierte Fallstudien, die reale Ergebnisse und Lernerfahrungen zeigen.
So wirkt Dein Content authentischer, vertrauenswürdiger und deutlich wertvoller für Nutzer und auch für Googles KI-Systeme.
3. Veröffentliche eigene Daten oder Erkenntnisse
Wenn Du Zugang zu eigenen Zahlen oder Daten hast, etwa aus Nutzerumfragen, Tests oder Experimenten, dann nutze sie!
Teile Ergebnisse aus Deinen eigenen Analysen, Studien oder Tests.
Füge kleine Datenausschnitte oder Grafiken hinzu, die neue Erkenntnisse oder Trends zeigen.
Erkläre immer kurz, wie Deine Daten erhoben wurden. Diese Transparenz schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
Selbst kleine Datensätze können den Unterschied machen: Sie zeigen, dass Deine Inhalte auf echten Beobachtungen basieren und nicht einfach nur das wiedergeben, was auf jeder anderen Seite zu dem Thema zu finden ist.
4. Hebe menschliche Expertise hervor
Neben visuellen Elementen, Beispielen und Daten sollte Dein Content auch deutlich machen, wer dahintersteht.
Füge Autorenprofile hinzu, in denen Du Deine Erfahrung und Deinen fachlichen Hintergrund zum Thema erklärst.
Erwähne Zertifizierungen, Berufserfahrung oder relevante Projekte, an denen Du gearbeitet hast.
Das stärkt das Vertrauen sowohl bei Google als auch bei Deinen Lesern. Und genau das ist ein zentraler Bestandteil von Googles E-E-A-T-Konzept (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness).
Nachdem Du Inhalte erstellt hast, die echte Expertise und Originalität zeigen, solltest Du im nächsten Schritt sicherstellen, dass Google sie auch richtig interpretieren kann.
Strukturierte Daten geben Suchmaschinen in maschinenlesbarer Form Auskunft darüber, welche Bedeutung bestimmte Seitenelemente haben. Zum Beispiel, ob es sich um ein Produkt, einen Autor, eine Frage oder eine Antwort handelt.
Diese zusätzliche Informationsebene hilft Google, Deine Inhalte präzise einzuordnen. Sie ist zwar kein direkter Rankingfaktor, verbessert aber deutlich die Maschinenlesbarkeit Deiner Seite.
1. Verwende die relevantesten Schema-Typen
Du musst nicht jedes verfügbare Schema-Markup einsetzen. Konzentriere Dich auf die Typen, die wirklich zu Deinem Inhalt passen.
Hier sind einige der nützlichsten Schema-Typen für eine bessere Sichtbarkeit in AI Overviews:
FAQPage für Seiten mit Fragen-und-Antworten-Listen
HowTo für Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Tutorials
Article für Blogbeiträge oder informativen Content
So fügst Du Schema Markup zu Deiner Website hinzu:
Schema-Code erstellen: Verwende kostenlose Tools wie den Google Structured Data Markup Helper, um den passenden JSON-LD-Code für Deine Seite zu generieren.
Code in Dein CMS einfügen: Kopiere den generierten JSON-LD-Code und füge ihn in den HTML-Code Deiner Seite ein, am besten im <head>-Bereich oder über ein Custom Code-Element. Viele CMS-Systeme (z. B. WordPress, Wix oder Webflow) bieten außerdem in den SEO-Einstellungen Felder zum Einfügen strukturierter Daten.
Plugin verwenden (falls verfügbar): Wenn Du WordPress nutzt, kannst Du Plugins wie Yoast SEO, Rank Math oder SEOPress einsetzen. Diese fügen gängige Schema-Typen automatisch hinzu, ganz ohne manuelle Codearbeit.
2. Stimme Dein Markup auf Deinen Seiteninhalt ab
Wichtig ist, dass die Informationen im Schema Markup exakt dem entsprechen, was Nutzer auf der Seite sehen. Wenn sich die Angaben unterscheiden, könnte Google das Markup ignorieren oder es im schlimmsten Fall als irreführend einstufen.
Beispiele:
Wenn Du das FAQPage-Schema verwendest, müssen dieselben Fragen und Antworten auch tatsächlich auf der Seite stehen.
Wenn Du Person- oder Organization-Markup einfügst, sollten die entsprechenden Autorenbiografien und Unternehmensinformationen ebenfalls sichtbar und konsistent im Inhalt vorkommen.
Kurz gesagt: Markup darf nie etwas behaupten, was Deine Seite nicht zeigt.
3. Überprüfe Deine strukturierten Daten
Teste Dein Markup immer, um sicherzustellen, dass es korrekt implementiert ist.
Zur Überwachung kannst Du die Google Search Console verwenden. Dort werden Fehler oder fehlende Felder in Deinen strukturierten Daten automatisch erkannt und gemeldet.
Google Search Console > Verbesserungen
Schritt 6: Erstelle Themen-Cluster und eine durchdachte interne Verlinkung, um Deine thematische Autorität zu stärken
Google bewertet Seiten nicht isoliert, sondern betrachtet auch, wie umfassend eine Website ein Thema abdeckt, wie ihre Inhalte miteinander verknüpft sind und ob sie insgesamt Expertise und inhaltliche Kohärenz zeigen.
Deshalb gehören Themen-Cluster schon länger zu den wichtigsten SEO-Best Practices: Sie helfen Google zu erkennen, dass Deine Website eine verlässliche Wissensquelle zu einem bestimmten Thema ist und nicht nur ein einzelner, zufälliger Artikel.
Wie der „Query Fan-Out“-Prozess dies noch relevanter macht
Wenn Google entscheidet, für eine Suchanfrage eine AI Overview zu erstellen, sammelt das System nicht nur Informationen zum exakten Suchbegriff. Stattdessen zerlegt es die Anfrage in mehrere verwandte Themen und Unterfragen, sucht gleichzeitig nach diesen Teilaspekten und fasst die Ergebnisse anschließend zu einer kohärenten Antwort zusammen.
Dieser Vorgang wird als „Query Fan-Out“ bezeichnet.
Beispiel: Die Suchanfrage „KI im Digital Marketing“ könnte in zahlreiche verwandte Unterthemen aufgeteilt werden, etwa:
Wie KI im Content-Marketing eingesetzt wird
KI-Tools für SEO und Keyword-Recherche
KI-gestütztes Targeting und Personalisierung von Werbung
Ethische Aspekte beim Einsatz von KI im Marketing
Auswirkungen von KI auf Marketing-Jobs
Fallstudien und Ergebnisse aus der Einführung von KI
Dieses Video von Google zeigt, wie der Prozess funktioniert:
Starke Themen-Cluster spiegeln diese Fan-Out-Struktur auf natürliche Weise wider:
Deine Pillar Page behandelt das Hauptthema (z. B. KI im Digital Marketing), während Deine untergeordneten Seiten die dazugehörigen Unterfragen abdecken (z. B. Wie KI in der Content-Erstellung eingesetzt wird, KI-Tools für SEO und Keyword-Recherche usw.).
Da Deine Website damit spiegelt, wie Google-Algorithmen Informationen strukturieren, kann Dein Content leichter als umfassende Quelle erkannt werden.
Wenn Du alle wichtigen Unterthemen innerhalb Deines Themen-Clusters abdeckst, steigt außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass Teile Deiner Inhalte direkt in die von der KI generierten Antworten einfließen, was Deine Chancen auf Erwähnungen deutlich erhöht.
1. Erstelle Themen-Cluster rund um Deine Hauptthemen
Beginne damit, Deine Kernbereiche zu identifizieren, also die Themen, für die Dein Unternehmen oder Deine Website bekannt sein soll.
Beispiel: Wenn Du natürliche Hautpflege verkaufst, könnten Deine Hauptthemen sein:
Hautpflegeroutinen für verschiedene Hauttypen
Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen
Naturkosmetik
Natürliche Hautpflege allgemein
Für jedes dieser Hauptthemen erstellst Du eine Pillar Page, die einen umfassenden Überblick über das Thema gibt.
Darauf aufbauend veröffentlichst Du mehrere ergänzende Artikel, die Teilbereiche oder Unterthemen im Detail behandeln.
Beispiel:
„Dein kompletter Guide für natürliche Hautpflege“
Untergeordnete Artikel: „5 natürliche Inhaltsstoffe, die trockene Haut mit Feuchtigkeit versorgen“, „So baust Du eine nachhaltige Beauty-Routine auf“, „Der Unterschied zwischen Bio- und Naturkosmetik-Produkten“
Zusammen bilden diese Seiten ein Themen-Cluster, das Google hilft zu erkennen, dass Deine Website eine Autorität im Bereich natürliche Hautpflege ist. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Inhalte in KI-generierten Antworten rund um nachhaltige Kosmetik verwendet oder erwähnt werden.
Sobald Du Deine Themen-Cluster erstellt hast, verbinde sie gezielt über interne Links:
Verlinke jeden untergeordneten Artikel zurück auf die Pillar Page.
Setze Verlinkungen zwischen verwandten Unterthemen, damit sowohl Nutzer als auch Google den Zusammenhang Deiner Inhalte besser nachvollziehen können.
Verwende dabei aussagekräftige Ankertexte statt vager Formulierungen wie „weiterlesen“.
Diese interne Verlinkung hilft Google zu verstehen, wie Deine Inhalte miteinander verbunden sind.
3. Halte Deine Themen-Cluster aktuell
Wenn Du neue Artikel veröffentlichst, verlinke sie mit der passenden Pillar Page und aktualisiere andere verwandte Seiten, indem Du dort Links zu den neuen Inhalten einfügst.
Schritt 7: Stärke Deine Offpage-Signale und Deine Markenpräsenz
Deine Onpage-Optimierungen und hochwertigen Inhalte bilden die Grundlage für Erfolg in AI Overviews. Der nächste Schritt besteht darin, Deine Präsenz im gesamten Web zu stärken, damit Google Dich als vertrauenswürdige Quelle wahrnimmt.
Hier kommen Offpage-Signale ins Spiel, also Backlinks und Erwähnungen auf anderen seriösen Websites.
Diese Signale zeigen Google, dass echte Menschen und Unternehmen Deine Inhalte hilfreich finden und dass Deine Marke es wert ist, zitiert zu werden.
Google hat erst kürzlich bestätigt, dass Markenerwähnungen in vertrauenswürdigen Medien, Unternehmensverzeichnissen oder öffentlichen Artikeln beeinflussen können, wie die KI-Systeme Marken und Unternehmen empfehlen.
Kurz gesagt: Wenn über Dich gesprochen wird, stuft Google Deine Marke als zitierwürdig ein.
1. Baue hochwertige Backlinks und Erwähnungen auf
Konzentriere Dich darauf, Links von vertrauenswürdigen, themenrelevanten Websites aufzubauen – durch Inhalte, auf die andere von sich aus gerne verlinken.
Konkrete Möglichkeiten dafür:
Veröffentliche eigene Studien, Checklisten oder Tools, auf die andere Websites natürlich verlinken möchten.
Schreibe Gastbeiträge oder teile Expertenzitate auf anerkannten Branchenblogs.
Kooperiere mit Partnern, um gemeinsam Inhalte zu erstellen und gegenseitig Reichweite aufzubauen.
2. Beteilige Dich in Foren und Community-Plattformen
Googles KI zieht häufig Informationen aus Foren und Q&A-Plattformen wie Reddit, Quora oder spezialisierten Fachcommunities heran, weil dort echte, erfahrungsbasierte Antworten geteilt werden.
Nimm aktiv an solchen Diskussionen teil, wo Deine Expertise echten Mehrwert bietet:
Beantworte Fragen aus Deinem Themenbereich.
Gib hilfreiche und fundierte Erklärungen, statt offensichtliche Eigenwerbung zu betreiben.
Setze Links zu Deinen Inhalten nur dann, wenn sie wirklich relevant und hilfreich sind.
Diese Art der Teilnahme stärkt Deine Markenbekanntheit und kann sogar beeinflussen, welche Informationen in AI Overviews erscheinen.
3. Halte Deine öffentlichen Profile konsistent und vollständig
Deine Online-Profile helfen Google dabei zu verstehen, wer Du bist und was Dein Unternehmen anbietet.
Stelle sicher, dass Deine öffentlichen Profile, zum Beispiel auf LinkedIn, im Google Business Profile oder in Branchenverzeichnissen, vollständig ausgefüllt, aktuell und mit einheitlichen Beschreibungen Deiner Produkte oder Dienstleistungen versehen sind.
Diese Konsistenz über alle Plattformen hinweg erleichtert es Google, Dein Unternehmen korrekt einzuordnen, und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Marke in AI Overviews bei Suchen nach entsprechenden Produkten und Services erwähnt wird.
Schritt 8: Halte Deine Inhalte aktuell und korrekt
KI-Systeme legen großen Wert auf aktuelle und verlässliche Informationen. Deshalb ist es wichtig, Deine Inhalte regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren.
Veraltete Fakten, defekte Links oder alte Screenshots wirken nicht nur unprofessionell, sondern können auch dazu führen, dass Googles KI Deine Seite durch eine neuere, relevantere Quelle ersetzt.
Konzentriere Dich besonders auf informative Seiten, die viel Traffic bringen oder bereits in AI Overviews zitiert werden.
Überprüfe diese Seiten alle paar Monate auf:
Veraltete Statistiken, Tools oder Screenshots
Änderungen bei Best Practices oder Fachbegriffen
Schon kleine Aktualisierungen, etwa neue Beispiele oder aktualisierte Grafiken, zeigen Google, dass Deine Inhalte aktiv gepflegt werden.
Zusammengefasst
Erfolg in AI Overviews basiert auf denselben Grundlagen, die schon immer für gutes SEO entscheidend waren:
eine technisch einwandfreie Website, hochwertige Inhalte und starke Offpage-Signale.
Was sich verändert hat, ist der Fokus: Googles KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die leicht zu interpretieren und zu zitieren sind, einzigartige Erkenntnisse bieten und aktuell sowie vertrauenswürdig sind.
Mit Seobility hast Du hilfreiche Werkzeuge an der Hand, um in AI Overviews erfolgreich zu sein:
Website Audit für eine solide technische SEO-Basis, damit Deine Inhalte problemlos gecrawlt und indexiert werden können.
Ranking Monitoring, um zu tracken, wo und wie Deine Seiten in den organischen Ergebnissen und AI Overviews erscheinen.
WDF*IDF-Tool, um die semantische Relevanz Deiner Inhalte gezielt zu stärken.
Backlink Monitoring, um neue und verlorene Backlinks im Blick zu behalten und wertvolle Linkbuilding-Möglichkeiten zu finden.
Wenn Du heute bei Google suchst, sehen die Ergebnisse wahrscheinlich ganz anders aus als noch vor ein paar Jahren.
Anstatt der klassischen „zehn blauen Links“ findest Du nun häufig eine von KI generierte Zusammenfassung ganz oben in den Suchergebnissen. Diese fasst Informationen aus mehreren Websites zusammen und liefert Dir eine kompakte Antwort auf Deine Suchanfrage.
Diese sogenannten „Übersichten mit KI“ (AI Overviews) zeigen Googles Entwicklung hin zur generativen Suche: Nutzer können jetzt vollständige Antworten sofort erhalten, ohne auf andere Seiten klicken und die Informationen selbst zusammensuchen zu müssen.
Und Google ist damit nicht allein: Auch KI-gestützte Chatbots wie ChatGPT werden immer beliebter und verändern massiv, wie Menschen online nach Informationen suchen.
Diese Entwicklungen machen unser Leben zwar erheblich einfacher, können aber aus Sicht von Website-Betreibern und SEOs durchaus beunruhigend sein:
Wenn Google die Fragen der Nutzer direkt beantwortet, wie kannst Du dann noch Traffic für Deine Website generieren? Ist das das Ende der Suchmaschinenoptimierung?
Unsere Antwort ist klar: SEO ist nicht tot. Es entwickelt sich weiter.
Anstatt Dich nur auf Klicks und Rankings zu konzentrieren, solltest Du Deine Perspektive erweitern, hin zur “Sichtbarkeitsoptimierung”: also die Verbesserung Deiner Sichtbarkeit in diversen Suchsystemen, von der klassischen Google Suche bis hin zu KI-generierten Antworten.
Und praktischerweise bilden die Grundlagen von SEO auch die Basis für Deinen Erfolg in KI-Antworten.
In diesem Artikel erfährst Du, wie AI Overviews die SEO beeinflussen und welche Strategien Du jetzt priorisieren solltest, um weiterhin sichtbar und erfolgreich zu bleiben.
Was sind Googles AI Overviews und wie funktionieren sie?
Bevor wir die eigentlichen Fragen dieses Artikels beantworten, werfen wir einen kurzen Blick darauf, wie AI Overviews funktionieren. Das hilft uns dabei, ihre Auswirkungen auf die SEO besser zu verstehen.
Wann wird eine AI Overview ausgelöst?
Googles KI-Übersichten werden nicht bei jeder Suchanfrage angezeigt. In der offiziellen Dokumentation schreibt Google:
„Übersichten mit KI werden nur angezeigt, wenn unsere Systeme feststellen, dass sie eine Ergänzung zur klassischen Suche darstellen. Daher werden sie häufig nicht ausgelöst.“
Einfach gesagt bedeutet das: Google zeigt sie nur dann, wenn eine kurze, von KI verfasste Antwort den Menschen hilft, ein Thema schneller oder klarer zu verstehen als mit den üblichen Suchergebnissen allein.
Das betrifft typischerweise informationale und mehrdimensionale Suchanfragen. Eine Suche wie „beste Marketingstrategien für kleine Unternehmen“ löst also eher eine KI-Übersicht aus als „aktuelles Wetter in Berlin“.
Laut einer Studie von Semrush sind rund 80 % der Suchanfragen, die AI Overviews auslösen, informationaler Natur.
Für andere Suchintentionen erscheinen KI-Übersichten deutlich seltener: Navigationsanfragen (z. B. „Facebook Login“), transaktionale Suchen (z. B. „Laufschuhe online kaufen“) und lokale Anfragen (z. B. „Cafés in meiner Nähe“) zeigen meist weiterhin klassische Ergebnisse, Shopping-Anzeigen oder Google-Maps-Einträge anstelle von AI Overviews.
Wie werden die Quellen für AI Overviews ausgewählt?
Googles KI-Systeme generieren die Antworten nicht vollständig selbst, sondern stützen sich auf bestehende Webinhalte, die bereits durch Googles Core-Ranking-Systeme indexiert und bewertet wurden. Also genau jene Systeme, die auch für die klassischen Suchergebnisse verwendet werden.
Wenn eine AI Overview erstellt wird, identifizieren Googles Algorithmen relevante und hochwertige Seiten, die sich mit der Suchanfrage befassen, und nutzen diese zur Erstellung der Zusammenfassung.
Der Überblick enthält dann Quellenangaben und Links, die auf die ursprünglichen Websites verweisen, aus denen die Informationen stammen.
Kurz gesagt: Die in AI Overviews genannten Quellen sind Webseiten, die Googles Ranking-Systeme bereits als relevant und vertrauenswürdig für die jeweilige Suchanfrage eingestuft haben.
Mehrere unabhängige Analysen, unter anderem eine Studie der Universität Bochum, zeigen jedoch, dass AI Overviews nicht immer genau dieselben Seiten verwenden wie die organischen Ergebnisse.
Obwohl sie auf denselben Bewertungssystemen beruhen, zieht das KI-Modell manchmal zusätzliche oder alternative Quellen heran. Tatsächlich erscheinen rund 73 % der in AI-Antworten genutzten Quellen auch irgendwo innerhalb der Top 100 Suchergebnisse. Das zeigt eine starke Verbindung, aber keine vollständige Übereinstimmung.
Außerdem sind AI Overviews weniger vorhersehbar und dynamischer als klassische Suchergebnisse. Die verwendeten Quellen können sich also bei jeder Suchanfrage ändern.
Was bedeutet das für SEO?
Aus all dem lässt sich erkennen, dass AI Overviews die traditionellen Ranking-Systeme nicht ersetzen, sondern darauf aufbauen.
Das KI-Modell verlässt sich auf dieselben Qualitäts- und Relevanzsignale, die auch für die organischen Rankings ausschlaggebend sind, auch wenn es nicht exakt der gleichen stringenten Logik folgt.
Das bedeutet: SEO bleibt zentral. Es muss sich aber weiterentwickeln.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns genauer an, wie AI Overviews die Zahl der organischen Klicks beeinflussen, aber gleichzeitig neue Chancen eröffnen, Dein Unternehmen sichtbar zu machen.
Wie wirken sich Googles AI Overviews auf SEO aus?
Weniger organische Klicks und mehr Zero-Click-Suchen
Da Google immer häufiger Antworten direkt auf der Ergebnisseite bereitstellt, klicken deutlich weniger Nutzer auf externe Websites. Dieser Trend ist nicht neu, wurde durch AI Overviews aber nochmals verstärkt.
Eine aktuelle SparkToro-Studie (2024) zeigt, dass fast 60 % aller Google-Suchen in den USA und der EU ohne einen Klick auf eine Website enden.
Das heißt: Nutzer finden häufig alle gesuchten Informationen direkt in den Suchergebnissen, ob durch AI Overviews, Featured Snippets oder andere Rich Results.
Weitere Daten belegen, dass das Erscheinen einer KI-Übersicht zu weniger Klicks auf klassische Ergebnisse führt. Mehrere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen:
AI Overviews korrelierten mit einem 34,5 % Rückgang der CTR für Top-Ranking-Seiten.
Die genauen Zahlen variieren je nach Datensatz und Suchintention, aber alle Studien bestätigen: Weniger Klicks, wenn AI Overviews angezeigt werden.
Was bedeutet das also für Dich als Website-Betreiber oder SEO?
Keine Sorge, Deine Website versinkt nicht in der Bedeutungslosigkeit. Aber es ist wichtig zu verstehen, dass sich das Nutzerverhalten verändert.
Wenn Du Dich nur auf Klicks und Traffic fokussierst, bekommst Du kein vollständiges Bild Deiner Performance mehr.
Um Deine tatsächliche Sichtbarkeit zu verstehen, musst Du auch betrachten, wo und wie Deine Inhalte in den Suchergebnissen erscheinen, einschließlich der KI-generierten Antworten.
Im nächsten Abschnitt zeigen wir Dir, wie die Präsenz in AI Overviews trotz weniger Klicks Deine Sichtbarkeit und Autorität stärken kann.
Neue Formen der Sichtbarkeit in AI Overviews
Auch wenn Deine Website heute weniger Klicks bekommt als früher, heißt das nicht, dass potenzielle Kunden Dich nicht mehr wahrnehmen.
AI Overviews eröffnen neue Formen der Sichtbarkeit, die man als Citations (Zitierungen) und Mentions (Erwähnungen) bezeichnet.
Citations: Das sind anklickbare Links, die direkt auf Deine Website verweisen. Du findest sie meist als kleine Karten oder Quellenlinks unter oder neben der KI-Zusammenfassung. Wenn Deine Seite zitiert wird, bedeutet das, dass Google Deine Inhalte als Basis für die Antwort genutzt hat. Nutzer können dann auf die Quelle klicken, um mehr zu erfahren.
Mentions: Manchmal erwähnt Googles KI eine Marke, ein Unternehmen oder ein Produkt direkt im Antworttext, mit oder ohne anklickbaren Link. Deine Marke wird also sichtbar, selbst wenn kein direkter Klick erfolgt:
Beides steigert Deine Markensichtbarkeit und Glaubwürdigkeit:
Citations erhöhen sowohl die Sichtbarkeit als auch die Chance auf Traffic. Wenn Suchende Deine Seite als Quelle sehen, zeigt das, dass Google Deinen Inhalten vertraut. Und manche klicken Deinen Link möglicherweise an, um mehr zu erfahren.
Mentions stärken Deine Brand Awareness. Wenn Dein Unternehmen in einer KI-Übersicht genannt wird, bleibt es Suchenden besser im Gedächtnis. Mit der Zeit kann das zu mehr direkten Suchanfragen nach Deinem Unternehmen führen.
Und schließlich sind Citations und Mentions Autoritätssignale. Sie zeigen, dass Google Deine Inhalte als qualitativ hochwertig und vertrauenswürdig einstuft. Für Nutzer und Suchmaschinen ist das gleichermaßen ein starkes Zeichen und langfristig ein wichtiger Vorteil für Dein SEO und Marketing.
Wie kannst Du Dein SEO an die KI-Suche anpassen?
Nachdem wir nun Chancen und Risiken von AI Overviews betrachtet haben, geht es jetzt darum, wie Du Deine SEO-Strategie an diese neuen Rahmenbedingungen anpassen kannst.
Aber keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um völlig neue Disziplinen, die Du jetzt von Grund auf lernen musst.
AEO und GEO beruhen weitgehend auf denselben Prinzipien, die Du bereits aus der klassischen SEO kennst – nur eben angewendet auf die KI-Suche.
Es gibt einige veränderte Prioritäten und neue Details, auf die Du achten musst, aber es handelt sich nicht um völlig verschiedene Disziplinen.
AEO legt beispielsweise besonderen Wert darauf, Deine Inhalte leicht nutzbar für KI-Systeme zu machen. Die Best Practices dafür (klare Struktur, präzise Überschriften, kurze Absätze, Schema-Markup) sind schon lange Zeit Best Practices im SEO und Content Marketing.
AEO ist also nichts völlig Neues, sondern SEO 2.0: dieselben Grundprinzipien, nur angepasst an eine Welt, in der KI Deine Inhalte lesen und zusammenfassen kann.
Wenn Du tiefer einsteigen willst, erklärt Dir unser Guide “So rankst Du in AI Overviews”, wie Du Deine Inhalte optimal für KI-Systeme aufbereitest.
Priorisiere technisches SEO
Auch wenn sich die Google-Suchergebnisse stark verändern, bleibt technisches SEO das Fundament Deiner Sichtbarkeit.
Bevor Google Deine Inhalte in AI Overviews verwenden oder zitieren kann, muss es sie überhaupt erst finden, crawlen und verstehen können.
Technisches SEO sorgt dafür, dass:
Google alle wichtigen Seiten Deiner Website erreichen und indexieren kann.
Deine Website schnell, sicher und mobilfreundlich ist, was sowohl Nutzern als auch Crawlern hilft.
Deine Seiten durch sauber strukturierte Inhalte, strukturierte Daten und Metadaten klar kommunizieren, worum es geht.
Kurz gesagt: Eine technisch saubere Website gibt Deinen Inhalten die besten Chancen, entdeckt, gerankt und in AI Overviews zitiert zu werden.
Mit dem Seobility Website Audit kannst Du ganz einfach ein technisches SEO Audit Deiner Website durchführen und eventuelle Probleme aufdecken, die verhindern könnten, dass Google Deine Inhalte richtig verarbeitet:
Priorisiere Offpage-SEO
Während technisches SEO dafür sorgt, dass Google Deine Inhalte verstehen kann, hilft Offpage-SEO dabei, dass Google ihnen vertraut.
Backlinks, Erwähnungen und externe Signale zeigen Google und den KI-Systemen, dass Deine Inhalte von anderen geschätzt und verlässlich sind. Dieses Vertrauen ist entscheidend, wenn Google entscheidet, welche Quellen in AI Overviews verwendet werden.
Das bedeutet konkret:
Hochwertige Backlinks von thematisch passenden und vertrauenswürdigen Seiten bleiben eines der stärksten Autoritätssignale.
Erwähnungen Deiner Marke – auch ohne Link – stärken Deine Sichtbarkeit und Reputation.
Eine konsistente Präsenz auf Social Media, in Branchenverzeichnissen und auf Partnerseiten stärkt Dein Profil im gesamten Web.
Mit dem Seobility Backlink Monitoring behältst Du den Überblick über alle eingehenden Links und kannst Deinen Offpage-Erfolg gezielt analysieren:
Darüber hinaus berechnet Dir Seobility auch individuelle Linkbuilding-Möglichkeiten, mit denen Du gezielt neue Backlinks aufbauen und so Deine Autorität weiter stärken kannst.
Welche Inhalte funktionieren noch in Zeiten von AI Overviews?
AI Overviews zitieren nicht einfach automatisch die Seiten, die auf Platz 1 ranken. Stattdessen greifen sie auf Seiten zurück, die ein Thema klar erklären, echten Mehrwert bieten und von vertrauenswürdigen Quellen stammen.
Das bedeutet: hilfreiche, tiefgehende und einzigartige Inhalte gewinnen. Wenn Dein Content nur wiederholt, was ohnehin schon überall steht, wird er kaum als besonders wertvoll oder nützlich eingestuft.
Tatsächlich hat Googles VP of Search kürzlich bestätigt, dass Google sein Spam-Konzept auf Inhalte erweitert hat, die keine eigene Perspektive oder Tiefe zeigen. Sie erklärte außerdem, dass Nutzersignale deutlich zeigen, dass Menschen Inhalte mit einer einzigartigen, fundierten Sichtweise bevorzugen anstatt solcher, die nur wiedergeben, was andere sagen.
Bringe also in jedem Beitrag Deine eigene Erfahrung, Meinung und konkrete Beispiele ein.
Überlege, was Nutzer nach einer AI-Zusammenfassung noch wissen wollen, und sorge dafür, dass Deine Seite genau diese zusätzlichen Informationen bietet.
Solltest Du jetzt aufhören, informationalen Content zu veröffentlichen?
Wie eingangs erwähnt, erscheinen AI Overviews hauptsächlich bei informationalen Suchanfragen. Diese Suchtypen sind also am stärksten von rückläufigen Klickzahlen betroffen.
Es liegt daher nahe, sich zu fragen: Wenn Nutzer ihre Antworten schon direkt bei Google bekommen, lohnt sich dann Informations-Content überhaupt noch?
Die kurze Antwort ist ja, aber Du solltest Deine Themen mit Bedacht wählen.
Frage Dich bei jedem Thema: „Könnte eine KI diese Inhalte leicht selbst generieren?“
Wenn die Antwort ja lautet, lohnt es sich wahrscheinlich mehr, Deine Zeit und Ressourcen in anderen Content zu investieren.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung:
Wenn Du Seobility schon länger nutzt, kennst Du sicher unsere Wiki-Artikel, die einfache Definitionen wichtiger SEO- und Marketingbegriffe bieten. Diese Seiten waren jahrelang eine wichtige Traffic-Quelle für uns.
Seit dem Rollout der AI Overviews ist der Traffic dort jedoch deutlich gesunken.
Und das ergibt auch Sinn: Wenn jemand eine kurze Definition sucht, liefert Google (bzw. die KI) die Antwort sofort. Ein Klick auf eine externe Seite ist dann oft gar nicht mehr nötig.
Unsere Schlussfolgerung daraus ist klar: Wir werden künftig keine weiteren Wiki-Inhalte produzieren, sondern uns auf Themen konzentrieren, bei denen wir echten Mehrwert über das hinaus liefern können, was die KI bereits bietet.
Und genau das solltest Du auch tun: Erstelle Inhalte, die sowohl für KI als auch für Menschen wirklich relevant sind – klar, hilfreich und auf echten Erfahrungen basierend – und die dem Thema einen echten Mehrwert bieten.
Wenn Du das mit einer soliden technischen Basis und starken Offpage-Signalen kombinierst, wird Dein Informations-Content in der Ära der AI Overviews nicht nur überleben, sondern Dir sogar dabei helfen, Deine Autorität zu festigen.
Tracke Deine AI-Sichtbarkeit zusätzlich zu klassischen SEO-Kennzahlen
Da AI Overviews inzwischen fester Bestandteil der Google-Suche sind, müssen wir auch unsere Definition von SEO-Erfolg anpassen.
Klassische Metriken wie Rankings, Sichtbarkeit und Klicks sind weiterhin wichtig, aber sie geben Dir kein vollständiges Bild Deiner Performance.
Deine Website kann heute auf ganz neue Weise erscheinen: als zitierte Quelle oder erwähnte Marke in einer AI-generierten Antwort.
Das bedeutet: Selbst wenn Suchende Deine Seite nicht direkt besuchen, kann sie ihnen helfen und sie erinnern sich an Deinen Markennamen.
Um Deine gesamte Sichtbarkeit in der Suche zu verstehen, solltest Du also klassische SEO-Metriken mit neuen AI-Sichtbarkeitsdaten kombinieren.
Was Du tracken solltest
Citations und Mentions in AI Overviews: Behalte im Blick, ob Dein Unternehmen, Deine Produkte oder Deine Inhalte in AI-Antworten auftauchen. Mit dem AI Overview Tracking von Seobility (Teil des Ranking Monitorings) kannst Du das ganz einfach für alle überwachten Keywords prüfen:
Zitierte Seiten und Content-Typen: Achte darauf, welche Inhalte am häufigsten zitiert werden. Sind es Guides, Case Studys oder eigene Analysen? Das zeigt Dir, was in Deiner Nische am besten funktioniert. Denk daran: Google passt die Inhalte in AI Overviews regelmäßig an die Nutzerpräferenzen an. Wenn sich also die Art der zitierten Inhalte ändert, ist das ein Hinweis darauf, dass sich auch die Nutzererwartungen wandeln und Du Deine Content-Strategie entsprechend anpassen solltest.
Mit Seobility kannst Du nicht nur den vollständigen AI Overview-Text analysieren, sondern auch eine Liste der in der Antwort zitierten URLs abrufen:
Außerdem liefert Dir das Seobility Ranking Monitoring weiterhin alle klassischen SEO-Kennzahlen (etwa Deine organischen Rankings), damit Du ein vollständiges Bild Deiner Online-Sichtbarkeit bekommst:
Zusammengefasst: Sichtbarkeit im Jahr 2025 bedeutet mehr als nur Rankings und Klicks. Wenn Du klassische SEO-Metriken und AI-Sichtbarkeitsdaten kombinierst, erhältst Du ein ganzheitliches Bild Deiner Online-Präsenz.
Fazit: Wie sieht die Zukunft von SEO mit AI Overviews aus?
Wie wir mehrfach betont haben: AI Overviews bedeuten nicht das Ende der Suchmaschinenoptimierung. Aber sie verändern sie.
Wir bei Seobility sehen SEO heute eher als „Sichtbarkeitsoptimierung“: Erfolg in der Suche bedeutet nicht mehr nur, gut zu ranken, sondern überall sichtbar zu sein, wo Google oder andere Systeme Informationen präsentieren.
Deine Website kann als Link in den klassischen Ergebnissen erscheinen, als Quelle in einer AI Overview genannt werden oder als Erwähnung innerhalb einer Antwort auftauchen. Alle diese Berührungspunkte prägen, wie Nutzer Dich entdecken und wahrnehmen.
Die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung gehört denjenigen, die bereit sind, diesen erweiterten Sichtbarkeitsbegriff zu verinnerlichen und ihre Strategie kontinuierlich anzupassen.
Dein 5-Schritte-Plan für SEO im Zeitalter von KI
Hier noch einmal die wichtigsten Punkte aus diesem Artikel in Kürze:
Erstelle wirklich hilfreichen Content: Setze auf Klarheit, Tiefe und Originalität. Erstelle Inhalte, die es verdienen, in AI Overviews zitiert zu werden.
Sorge für eine stabile technische Basis: Stelle sicher, dass Google und andere KI-Systeme Deine Seiten leicht finden, verstehen und verwenden können. Eine solide technische SEO-Basis bleibt das Fundament Deiner Online-Sichtbarkeit.
Baue Autorität auf und zeige sie: Verdiene Dir Links, Erwähnungen und positive Referenzen im gesamten Web. So stärkst Du das Vertrauen in Deine Marke – bei Nutzern und bei Google.
Tracke Sichtbarkeit, nicht nur Rankings: Beobachte, wo und wie Deine Inhalte erscheinen: in klassischen Suchergebnissen und in AI-Antworten. Kombiniere dafür traditionelle SEO-Kennzahlen mit AI-Sichtbarkeits-Tracking.
Bleibe flexibel und lerne ständig dazu: KI-gestützte Suche entwickelt sich rasant. Teste, optimiere und passe Deine Strategien kontinuierlich an. Bleibe offen für Neues und Veränderungen.
Wenn Du testen möchtest, wie Seobility Dich bei diesen Schritten unterstützen kann, kannst Du unser Tool 14 Tage kostenlos ausprobieren.
Google hat diese Woche still und leise eine tiefgreifende Veränderung in der Darstellung der Suchergebnisse vorgenommen: der Parameter &num=100 wurde abgeschafft. Bisher konnten SEO-Tools wie Seobility damit 100 Ergebnisse pro Suchanfrage auf einmal abrufen.
Das hat große Auswirkungen auf die Überwachung von Rankings, SEO-Tools und die Genauigkeit Deiner Reports. In diesem Artikel erfährst Du, was genau passiert ist, warum das wichtig ist und wie Seobility reagiert, damit Du weiterhin verlässliche Ranking-Daten erhältst.
Was ist passiert?
Der URL-Parameter &num=100 wurde jahrelang genutzt, um sich statt der üblichen 10 gleich 100 Suchergebnisse auf einer Seite anzeigen zu lassen. So konnten Tools zur Ranking-Überwachung wie das Ranking Monitoring von Seobility schneller und günstiger Ranking-Daten sammeln.
Seit Kurzem funktioniert das aber nicht mehr zuverlässig:
Ranking-Datenanbieter haben bestätigt, dass Google die Unterstützung für den Parameter eingestellt hat.
Das wirkt sich direkt auf die Überwachung von Rankings aus, weil viele SEO-Tools – auch Seobility – diese erweiterten Ergebnislisten verwendet haben. Durch die Änderung sind nun 10 Abfragen (anstelle von einer) nötig, um die komplette Top 100 abzurufen, was mit deutlich höheren Kosten einhergeht.
Auch in der Google Search Console fallen Veränderungen auf: Impressionen sind gesunken, während sich die durchschnittliche Position scheinbar verbessert hat. Das ist aber kein echter Performance-Sprung, sondern nur ein Nebeneffekt: Da Google pro Abfrage keine Ergebnisse über die Top 10 hinaus mehr liefert, fehlen die Daten zu diesen Positionen.
Warum hat Google diese Veränderung vorgenommen?
In der SEO-Szene werden verschiedene Gründe vermutet:
Mit nur 10 Ergebnissen pro Seite wird es für Bots deutlich schwieriger, massenhaft Daten abzugreifen – etwas, das durch KI-Tools zuletzt stark zugenommen hat.
Außerdem muss Google so weniger Daten pro Anfrage verarbeiten und spart damit Kosten.
Und: Nutzer sollen wieder stärker in die klassische Suche geführt werden, bei der man mehrere Seiten durchklickt.
Offiziell hat sich Google dazu nicht geäußert. Ob das dauerhaft so bleibt oder ob es irgendwann Alternativen gibt, ist ebenfalls offen.
Was bedeutet das für Dich als Seobility Nutzer?
Wir wissen, wie wichtig zuverlässige Ranking-Daten für Deine SEO-Arbeit sind. Deshalb hier die wichtigsten Punkte:
Ab Donnerstag, 18. September: Rankings werden für Premium- und Agentur-Kunden auf die Top-20-Ergebnisse pro Keyword beschränkt und täglich aktualisiert. Nutzer im Basis-Paket bekommen wöchentliche Updates mit den Top-10-Ergebnissen pro Keyword. Diese Anpassung stellt sicher, dass Seobility weiterhin präzise Ranking-Daten liefern kann, ohne die Preise für alle unsere Nutzer erhöhen zu müssen.
Bitte beachte: Im Zuge dieses Updates werden Keyword-Positionen außerhalb der Top 20 als „RAUS“ gekennzeichnet. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass Du diese Rankings verloren hast!
Gleichzeitig arbeiten wir an einer langfristigen Lösung, die einerseits Kosten im Blick behält und Dir andererseits genug Daten liefert, um Deine SEO-Erfolge sicher tracken zu können.
Wir wissen natürlich, dass jeder Nutzer andere Strategien verfolgt und individuelle Bedürfnisse im Hinblick auf die Ranking-Überwachung hat. Deshalb prüfen wir schon jetzt flexible Lösungen, mit denen Du künftig auch Rankings jenseits der Top 20 tracken kannst.
Und: Wir halten Dich auf dem Laufenden! Transparenz ist uns wichtig, und sobald wir eine dauerhafte Lösung haben, erfährst Du es sofort.
Warum der Fokus auf die Top 20?
Damit Du besser nachvollziehen kannst, warum wir uns auf die Top 10 und Top 20 konzentrieren, hier ein kurzer Überblick:
Top 10: Hier kommt der meiste Traffic her. Diese Rankings sind entscheidend, weil sie tatsächliche Besucher auf Deine Website bringen.
Top 20: Diese Positionen sind kurz davor, auf die erste Suchergebnisseite zu springen und bieten somit gute Chancen. Mit dem Tracking kannst Du erkennen, wo kleine Optimierungen große Effekte erzielen können und wo Deine Mitbewerber plötzlich aufholen.
Ab Position 21: Diese Daten können Auskunft darüber geben, wann Deine Inhalte anfangen zu ranken, verursachen aber auch deutlich höhere Kosten. Tatsächlich würde das Abrufen der kompletten Top 100 Seobility zehnmal so viel kosten wie bisher.
Darum prüfen wir, ob wir diese künftig als optionale Zusatzleistung anbieten können.
Update (13. Oktober 2025)
Neues Add-on: Rankings über die Top 20 hinaus
Wir freuen uns, Dir unser neues Add-on „Ranking Boost“ vorzustellen, mit dem Du Deine Rankings bis zu den Top 50 oder sogar Top 100 Positionen überwachen kannst.
Dieses Add-on bringt Dir die gewohnte volle Tiefe an Insights zurück und eignet sich ideal, um
Optimierungsfortschritte schneller zu erkennen und
messbare Verbesserungen gegenüber Kunden oder Stakeholdern zu zeigen.
Da die Datenerhebung mit höheren Kosten auf unserer Seite verbunden ist, haben wir das Add-on als günstige, nahezu kostendeckende Option gestaltet. So zahlst Du nur dann extra, wenn Du dieses erweiterte Tracking wirklich brauchst – ohne dass die Preise für alle steigen.
Dass Google den Parameter &num=100 gestrichen hat, zeigt einmal mehr, wie schnell sich SEO ändern kann. Wir bei Seobility haben schnell reagiert und dafür gesorgt, dass Du trotzdem alle wichtigen Ranking-Daten bekommst, um erfolgreich zu bleiben.
Danke, dass Du uns auch in Zeiten wie diesen Dein Vertrauen schenkst. 💙
Lokale Keyword-Recherche: So findest Du die richtigen Keywords für Dein Local SEO
Das Problem: Lokale Suche heißt, sowohl ausdrückliche als auch implizite Standort-Intentionen zu treffen. Das wird schwieriger, seit AI Overviews und Chatbots verändern, wie Menschen Unternehmen in ihrer Nähe finden.
Die Lösung: Folge einem Fünf-Schritte-Prozess: Sammle Seed-Keywords mit lokalen Zusätzen, prüfe das lokale Suchvolumen mit SEO-Tools, priorisiere nach Suchintention und verteile die Begriffe über Deine lokalen Landingpages und Dein Google Unternehmensprofil.
Lokale Keyword-Recherche ist ein wichtiger Bestandteil von Local SEO: Um (echten) Traffic für Dein lokales Unternehmen zu gewinnen, ist es wichtig, für die richtigen Keywords zu optimieren.
Laut SOCI greifen 80 % der Verbraucher wöchentlich auf Suchmaschinen zurück, um Infos über Unternehmen in ihrer Gegend einzuholen. Das bedeutet, dass die Optimierung für lokale Suchanfragen auch 2025 noch essentiell ist, um die Sichtbarkeit Deines lokalen Unternehmens zu erhöhen!
In diesem Leitfaden zeigen wir Dir, wie Du in fünf konkreten Schritten Keywords für Dein Local SEO findest. Außerdem erfährst Du, wie Dich das kostenlose Keyword Recherche Tool von Seobility dabei unterstützen kann.
Wir fangen zunächst mit den Grundlagen der lokalen Keyword-Recherche an. Falls Du die Theorie überspringen möchtest, kommst Du hier direkt zum praktischen Teil.
Bitte beachte, dass sich dieser Artikel auf die traditionelle Keyword-Recherche für Local SEO konzentriert. Allerdings verändern neue KI-Funktionen und -Tools derzeit die Online-Suche erheblich. Aus diesem Grund haben wir am Ende des Artikels einen Ausblick hinzugefügt, der die möglichen Auswirkungen der KI-Suche auf die Keyword-Recherche beleuchtet.
Lokale Keyword-Recherche bezeichnet die Suche nach denjenigen Suchbegriffen, die Menschen verwenden, um Produkte, Dienstleistungen und andere Angebote in ihrer näheren Umgebung zu finden.
Bei der Suche nach lokalen Geschäften und Dienstleistungen werden häufig ortsspezifische Begriffe wie zum Beispiel „Autowerkstatt in Berlin“ oder „günstige Fotografen in München” verwendet. Ein Beispiel dafür siehst Du im Google-Suchergebnis unten. Die lokalen Keywords bestehen hier aus dem Basis-Keyword („Autowaschanlagen“), einem Modifikator („in“) und dem Standort („Flensburg“).
Ein wichtiger Punkt bei der lokalen Suche ist der Unterschied zwischen expliziter und impliziter Suche.
Bei der expliziten Suche gibt die Person bewusst einen spezifischen geografischen Fokus an wie in „Autowaschanlagen in Flensburg“ in unserem Beispiel oben.
Bei einer impliziten Suche hingegen wird kein Ort angegeben, aber die Person möchte dennoch etwas in der Nähe finden. Nehmen wir als Beispiele eine Suche wie „Friseursalons“: Obwohl kein Ort genannt wird, ist klar, dass so gut wie alle, die nach „Friseursalons“ suchen, Friseure in der Nähe finden wollen und nicht in einem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent. Hier ein Beispiel für eine implizite Suche:
Suche auf implizite Keywords ausweiten. Daher werden wir im praktischen Teil auf beide Genauso wie es explizite und implizite Suchanfragen gibt, gibt es auch explizite (oder lokale) und implizite (allgemeine) Keywords, die eine lokale Suchintention haben.
Bei Deiner Suche nach lokalen Keywords solltest Du mit den expliziten Keywords anfangen, denn diese sind leichter zu finden.
Google ist mittlerweile ziemlich gut darin, eine lokale Suchintention zu erkennen, und zwar unabhängig davon, ob die Suchanfrage explizit oder implizit ist. Dafür nutzt die Suchmaschine Faktoren wie die Suchhistorie, den Standort und die Art des gesuchten Unternehmens.
Das heißt: wenn Du für explizite Keywords rankst und Dich um andere lokale SEO-Rankingfaktoren kümmerst, wirst Du höchstwahrscheinlich auch für die impliziten Varianten dieser Keywords ranken.
Allerdings kann es sein, dass es abhängig von der Größe Deiner Stadt oder Gemeinde nicht ausreichend Suchvolumen für explizite Keywords gibt. Ist das der Fall, musst Du Deine eingehen.
Warum ist lokale Keyword-Recherche so wichtig?
Wenn Du die lokale Keyword-Recherche richtig angehst, bringt das einige Vorteile für Dein Unternehmen mit sich:
Bessere allgemeine Sichtbarkeit in der Suche: Dein Google Unternehmensprofil spielt eine wichtige Rolle, wenn Du Dein Unternehmen im Local Pack positionieren willst. Local SEO geht allerdings noch weiter. Die Suche nach lokalen Keywords hilft Dir, insgesamt Deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu verbessern, denn so machst Du Dein Unternehmen in den organischen lokalen Suchergebnissen präsenter.Wenn Du beispielsweise ein Renovierungsunternehmen in München besitzt, kann Deine Website auch außerhalb des Local Packs für Keywords wie „renovierungen münchen“ ranken:
Besseres Verständnis dafür, was Leute in Deiner Nähe suchen: Wenn Du verstehst, wonach potentielle Kunden suchen, verbesserst Du nicht nur Deine lokale Optimierung, sondern gewinnst auch ein besseres Verständnis für Deine Kundschaft. Vielleicht entdeckst Du sogar völlig neue Bereiche, die Du mit Deinem Unternehmen erschließen kannst.
Höhere Conversion Rates: Die Auswahl der richtigen Keywords kann Dir dabei helfen, Deine Conversion Rate zu verbessern. Wenn Du bisher beispielsweise nur Keywords mit informationsorientierter Suchintention in Betracht gezogen hast, können Dir Keywords mit kommerzieller Intention helfen, Kunden mit einer konkreten Kaufabsicht anzulocken.
Stärkere lokale Autorität: Mit der steigenden Beliebtheit von KI-Tools und Social Media für die Suche nach lokalen Unternehmen kann man schnell den Eindruck gewinnen, dass klassisches SEO nicht mehr wichtig ist. Doch trotz der aktuellen Veränderungen nutzen 80% der Verbraucher weiterhin Google für die Online-Suche. Somit bleibt der Aufbau lokaler Rankings weiterhin essentiell für Dein lokales Unternehmen.
Wie gehst Du bei der lokalen Keyword-Recherche vor?
Bevor wir uns jeden Schritt der lokalen Keyword-Recherche im Detail ansehen, werfen wir zunächst einen Blick auf den allgemeinen Prozess.
In ihrer einfachsten Form besteht die lokale Keyword-Recherche aus fünf Schritten:
Schritt 1: Erstelle eine Liste mit Keyword-Ideen. Basierend auf den Zielen Deines Unternehmens erstellst Du eine Liste mit Themen, die als Keywords in Frage kommen. Nimm Dir dabei zuerst die Themen vor, die Dein Unternehmen ausmachen (wie zum Beispiel „Haushaltsauflösungen“) und kombiniere sie anschließend mit Keyword- und Standort-Modifikatoren.
Schritt 2: Validiere Deine Keyword-Ideen. Eine bloße Liste mit Keyword-Ideen reicht nicht aus, um mit Local SEO erfolgreich zu sein. Du musst die Liste mit Hilfe von Tools validieren, um tatsächlich gesuchte Begriffe zu finden.
Schritt 3: Priorisiere Deine lokalen Keywords. Keyword-Metriken wie Wettbewerbsniveau, Suchvolumen, Cost-per-Click (CPC) und Suchintention helfen Dir bei der Entscheidung, welche Keywords den Aufwand wert sind.
Schritt 4: Integriere die Keywords in Deine Website. Der Keyword-Mapping-Prozess umfasst das Integrieren von Keywords in bestehende Seiten Deiner Website oder das Erstellen von neuem Content.
Schritt 5: Füge die Keywords zu Deinem Google Unternehmensprofil hinzu. Um das Ranking Deines Google Unternehmensprofils zu verbessern, kannst Du lokale Keywords zur Unternehmensbeschreibung, zu Kategorien, zum Q&A-Bereich sowie zu Service- und Produktseiten hinzufügen.
Nach der Recherche solltest Du zudem die Performance Deiner lokalen Keywords im Auge behalten. Und wenn Du an mehreren Standorten vertreten bist, solltest Du für jeden einzelnen Standort eine zusätzliche Recherche durchführen.
Sehen wir uns nun jeden dieser Schritte im Detail an.
Schritt 1: Erstelle eine Liste mit Keyword-Ideen
Zu Beginn Deiner Keyword-Recherche für Local SEO solltest Du Dir eine simple Frage stellen: Wofür will ich optimieren? Du selbst weißt am besten, was Deine Ziele sind.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Vorbereitung einer Liste mit möglichen Seed-Keywords.
Finde Deine Seed-Keywords
Stelle Dir Seed-Keywords als die Kernbereiche vor, um die sich Dein lokales Unternehmen dreht. Wenn Du beispielsweise ein Unternehmen betreibst, das Computer verkauft, könnten Deine Seed-Keywords „Mac Laptops“, „Windows Laptops“ und „PCs“ sein.
Seed-Keywords sind Short-Tail-Keywords (maximal drei Wörter), die oft ein hohes Suchvolumen haben und hart umkämpft sind.
Um Deine Seed-Keywords zu identifizieren, kannst Du Folgendes tun:
Brainstorming: Fange damit an, die Kernthemen Deines Unternehmens aufzulisten. Überlege Dir Fragen wie: Wer sind die primären Zielgruppen für Deine Produkte oder Dienstleistungen? Welche Bedürfnisse haben diese Menschen? Und wie suchen sie nach dem, was Du anbietest?
Sprich mit Kunden: Versuche Dich an frühere Kundengespräche zu erinnern und und führe neue, um herauszufinden, welche Probleme Deine Kund*innen haben. Wenn Dein lokales Unternehmen beispielsweise Laptops verkauft und Deine Kunden ständig über die Notwendigkeit klagen, ihre Laptops zu reparieren, könnte eines Deiner Seed-Keywords „Laptop-Wartung“ sein.
Analysiere Daten aus der Google Search Console: Wenn Deine Website bereits Traffic hat und Du Dir die Google Search Console eingerichtet hast, kannst Du Deine Suchergebnisdaten analysieren, um Seed-Keywords zu finden. Gehe im Tab „Suchergebnisse“ zum Bereich „Suchanfragen“ und sortiere nach „Klicks“. So erhältst Du einen Überblick über die Anfragen, die den meisten organischen Traffic auf Deine Website bringen. Diese Anfragen können Dir Ideen für weitere Keywords liefern.
Recherchiere in Foren und auf Social Media: Foren wie Reddit und Quora sowie Social-Media-Plattformen können Dir helfen, häufige Themen und Begriffe zu finden, mit denen die Leute über Produkte und Dienstleistungen wie Deine sprechen.
Lies Kundenbewertungen: Kundenbewertungen können eine gute Quelle für Keywords sein. Wenn ein Kunde beispielsweise erwähnt, dass Deine Bäckerei „den besten Kuchen der Stadt“ anbietet, kann das ein potenzielles Keyword sein, das Du bei der Optimierung nutzen kannst.
Hast Du Deine Seed-Keywords gefunden? Dann kannst Du weitermachen, indem Du Standort-Modifikatoren hinzufügst. Standort-Modifikatoren sind Begriffe, die eine lokale Intention signalisieren. Oftmals suchen Verbraucher*innen mit zusätzlichen Begriffen wie „in München“, „in der Nähe oder „bei mir“ nach Unternehmen in ihrer Gegend.
Um einen Standort-Modifikator hinzuzufügen, kombinierst Du Dein Seed-Keyword ganz einfach mit dem Ort oder der Stadt, an dem oder in der Du tätig bist. Zum Beispiel:
„Klempner in Hamburg“
„Bauunternehmen in Zürich“
„Bibliotheken in Berlin“
„Friseur Köln Innenstadt“
Dies ermöglicht es Keyword-Recherche-Tools zu überprüfen, ob es eine Nachfrage für das Keyword gibt, und verwandte Keyword-Variationen vorzuschlagen.
Schritt 2: Validiere lokale Keywords für Deine Zielgruppe
Du hast jetzt eine Liste potenzieller Keywords, was super ist. Allerdings hast Du noch keine Beweise dafür, dass Deine Kunden tatsächlich nach diesen Begriffen suchen. Du musst Deine Keywords zunächst validieren.
Dazu kannst Du verschiedene Methoden anwenden, darunter Keyword-Recherche-Tools, kostenlose Google-Tools und Ressourcen oder eine Wettbewerbsanalyse. Wir werden nun auf die einzelnen Möglichkeiten näher eingehen.
Verwende Tools für die Keyword-Recherche
Du kannst Tools zur Keyword-Recherche verwenden, um sowohl explizite als auch implizite Keywords zu finden. Um Deine Keywords zu validieren, gib sie zunächst in das Keyword Recherche Tool von Seobility ein. In unserem Beispiel verwenden wir das Keyword „Steuerberatung in München“:
Klicke auf „Keywords recherchieren“ und Du erhältst eine Liste mit Ideen für Keywords
Die Keyword-Ideen sind in verschiedene Tabs unterteilt, darunter Googles „People also ask“ und „Ähnliche Suchanfragen“ (dazu später mehr).
Die Ergebnisse können viele leicht unterschiedliche Variationen ähnlicher Keywords enthalten. Zum Beispiel „Steuerberater günstig München oder „Steuerkanzlei München“. Obwohl es unterschiedliche Keywords sind, zielen sie alle auf dieselbe Suchintention ab, nämlich Menschen, die nach Steuerberatern in München suchen.
Diese Keywords haben in der Regel auch die gleichen SERP-Ergebnisse. Wenn wir zum Beispiel sowohl nach „bester Steuerberater München“ als auch nach „Top-Steuerberater München“ suchen, sehen wir, dass die Suchergebnisse dieselben sind.
Generell sollten Keywords, die die gleichen SERP-Ergebnisse haben, zusammengefasst werden. Google ist clever genug, um die Suchintention für Keyword-Variationen zu verstehen, sodass Du keine separaten Seiten oder Artikel dafür erstellen musst.
Wenn Du in einer kleinen Stadt lebst, kann es sein, dass das Tool vielleicht nur wenige Ergebnisse ausspuckt, wenn Du Dein Seed-Keyword und den Standort-Modifikator eingibst. Als wir beispielsweise das Keyword „Klempner in Ebersberg“ hinzufügten, erhielten wir kein einziges Keyword mit Suchvolumen als Ergebnis:
Das muss nicht unbedingt heißen, dass niemand nach Dienstleistungen in Deiner Gegend sucht. Es kann einfach sein, dass eher implizite Keywords verwendet werden oder dass das Suchvolumen ziemlich niedrig ist. In solchen Fällen kannst Du versuchen, implizite Keywords zu finden, um lokale Suchanfragen zu validieren.
Wenn Du allerdings versuchst, implizite Keywords in einem Keyword-Recherche-Tool aufzurufen, gelten die Schätzungen für das komplette Land oder sogar die ganze Welt. Zum ist für „Bäcker in der Nähe“ das Suchvolumen für jedes einzelne Keyword sehr hoch:
Um hier standortspezifische Daten zu erhalten, kannst Du den Google Keyword Planer nutzen, da er das Filtern nach spezifischeren Standorten ermöglicht.
Nutze den Google Keyword Planner
Um den Google Keyword Planner zu nutzen, musst Du ein Google Ads-Konto eingerichtet haben. Gib dann im Dashboard Deine potenziellen Keywords ein. Da der Google Keyword Planner Deinen Standort verwendet, um Keyword-Möglichkeiten zu erkennen, reicht es oft aus, nur Dein Seed-Keyword einzugeben.
Wir verwenden das Keyword „Friseure“ als Beispiel. Nach der Eingabe schlägt Google mehrere Keyword-Ideen vor:
Wie Du siehst, ist der Google Keyword Planner in der Lage, lokale Suchtrends zu erkennen. Im obigen Beispiel findest Du implizite lokale Keywords wie „friseur in der nähe”.
Alternativ kannst Du auch die URL Deiner Website in den Google Keyword Planner eingeben, um neue Keyword-Möglichkeiten zu finden:
Nutze die Google Search Console
Wenn Deine Website bereits Traffic hat, kannst Du auch die Google Search Console (GSC) verwenden, um Deine Keywords zu validieren und neue Möglichkeiten zu entdecken.
Fange beim Reiter „Google Suche-Ergebnisse“ in Deinem GSC-Dashboard an. Dort findest Du einen Bericht mit der Gesamtzahl der Klicks, Impressionen, CTR und der durchschnittlichen Platzierung Deiner Website für die Suchanfragen, über die sie am meisten Traffic generiert.
Diese Begriffe sind Deine leistungsstärksten Keywords. Du kannst sie nutzen, um weitere Keyword-Möglichkeiten zu finden. Gib dafür einfach die entsprechenden Begriffe in das Keyword Recherche Tool von Seobility ein und durchsuche alle Analyse-Tabs, um neue Ideen zu finden.
Nutze Google Trends
Google Trends ist ein kostenloses Tool, das beliebte Suchanfragen anzeigt und deren Popularität im Laufe der Zeit darstellt. Gib zur Nutzung einfach Dein Seed-Keyword ein. In unserem Fall ist es „renovierung“.
Grenze die Suche ein, indem Du Dein Land hinzufügst:
Jetzt hast Du verschiedene Bereiche, die Du analysieren kannst. Du kannst nach unten zum Abschnitt „Interesse nach Unterregion“ scrollen und diesen nach „Stadt“ eingrenzen, um lokale Trends besser zu erkennen.
Die beiden anderen wichtigen Abschnitte sind „Verwandte Themen“ und „Ähnliche Suchanfragen“.
Diese Bereiche sind super geeignet, um beliebte Themen und Anfragen zu finden, die mit Deinem Keyword zusammenhängen.
Google Trends funktioniert am besten für allgemeine Keywords, zeigt aber oft nicht viele Daten für Long-Tail-Keywords an. Aus diesem Grund eignet es sich besser zur Ideenfindung als für eine präzise Keyword-Recherche.
Für weitere Analysen kannst Du die Keywords, die Du mit Google Trends entdeckt hast, ins Keyword Recherche Tool von Seobility eingeben..
Nutze die Bereiche „Weitere Fragen“ und „Wird auch oft gesucht“
Googles zeigt in den Suchergebnissen häufig zwei Bereiche an, die weitere lokale Keyword-Ideen liefern können: „Weitere Fragen“ und „Wird auch oft gesucht“.
Wenn eine Frage bzw. ein Keyword in diesem Bereich erscheint, heißt das, dass viele Menschen danach suchen. Das kann Dir dabei helfen, Deine bestehenden Keywords zu validieren.
Du musst diese Keywords aber nicht umständlich über Google suchen. Im Keyword Recherche Tool von Seobility kannst Du die Tabs „People also ask“ und „Ähnliche Suchanfragen“ auswählen, um diese Daten zu finden:
Führe eine Wettbewerbsanalyse durch
Eine weitere Möglichkeit, um attraktive Keywords zu finden, ist eine Wettbewerbsanalyse. Die Wettbewerbsanalyse zeigt Dir, welche Keywords Deine wichtigsten Konkurrenten nutzen und wie viel Traffic sie damit generieren.
Hierfür gibt es die Funktion „Wettbewerbsanalyse“ im Seobility Keyword Recherche Tool. Gib dort Deine Domain und Deinen Hauptwettbewerber ein. Wähle unter „Analyse“ die Option „Gap“ aus, um Lücken in Deiner Keyword-Abdeckung zu finden.
Nach Klick auf den Button „Keywords recherchieren“ erhältst Du eine Liste mit den Keywords, für die Deine Mitbewerber ranken und Du noch nicht:
Wenn Dir das nicht genügend Informationen liefert, kannst Du im Tab „URL/Domain“ noch mehr Daten über Deine lokalen Wettbewerber erhalten. Damit findest Du nämlich alle Keywords, für die Deine Mitbewerber ranken:
Zusätzlich kannst Du über den “Filter”-Button alle Keywords herausfiltern, die den Markennamen des Konkurrenten beinhalten, um so noch relevantere Ergebnisse zu erhalten, die auch für Dein Unternehmen spannend sein könnten:
Schritt 3: Sieh Dir lokale Metriken an und priorisiere Keywords
Nachdem Du Deine Liste validierter lokaler Keywords erstellt hast, ist es an der Zeit, Dir die Metriken anzusehen und Prioritäten zu setzen, denn nicht alle Keywords haben den gleichen Wert. Du solltest daher diejenigen priorisieren, die neue Kunden zu Deinem Unternehmen locken.
Analysiere die Suchintention
Wir haben bereits über die Suchintention gesprochen, aber wir wollen an dieser Stelle noch etwas genauer darauf eingehen. Menschen suchen hauptsächlich aus vier Gründen: informational, navigational, kommerziell und transaktional.
Die meisten lokalen Keywords fallen in die kommerziellen, navigationalen und transaktionalen Kategorien, da hierbei meist nach einer bestimmten Website, nach Produkten oder nach Dienstleistungen gesucht wird.
Mit Seobility kannst Du die Suchintention für jedes Keyword einsehen. Gib ein Keyword in das Keyword Recherche Tool ein und suche nach der Spalte „Intention“. Diese Information hilft Dir dabei, zu entscheiden, welche Art von Content Du erstellen musst, um für die jewieligen Keywords zu ranken. Mehr dazu kannst Du in unserem Leitfaden zur Optimierung für die Suchintention nachlesen.
Sieh Dir das Suchvolumen an
Das Suchvolumen bezieht sich auf die Anzahl der Personen, die jeden Monat nach einem bestimmten Keyword suchen. Je höher das Suchvolumen, desto größer ist die Chance, damit Traffic zu generieren.
Keywords mit hohem Suchvolumen sind oft hart umkämpft, aber das muss nicht immer der Fall sein. Deshalb lohnt es sich, auch das Wettbewerbsniveau zu betrachten.
Prüfe das Wettbewerbsniveau
Im Keyword-Recherche-Tool von Seobility zeigt Dir das Wettbewerbsniveau an, wie umkämpft ein Keyword in Google Ads ist. Es kann jedoch auch ein Indikator für das allgemeine Wettbewerbsniveau sein, einschließlich der organischen Suche.
In diesem Fall ist der Wettbewerb für „wirtschaftsprüfer münchen“ niedrig. Das heißt, wir haben durchaus die Chance, für dieses Keyword zu ranken.
Wenn Du Dich in Sachen Local SEO noch in den Anfängen befindest, empfehlen wir Dir, nach Keywords mit wenig Wettbewerb zu suchen, denn bei diesen Keywords hast Du bessere Chancen, zu ranken.
Berücksichtige den CPC für bezahlte Werbung
Der Cost-per-Click (CPC) ist das, was Du für eine Anzeige zu dem jeweiligen Keyword bei Google Ads bezahlen müsstest. In der Regel lässt ein hoher CPC-Wert auf eine starke kommerzielle Suchintention schließen.
Der CPC ist oft am höchsten für transaktionale, navigationale und kommerzielle Keywords.
Prüfe die Backlinks Deiner Wettbewerber
Backlinks sind ein weiterer wichtiger Ranking-Faktor für Local SEO. Wenn Deine Wettbewerber eine hohe Anzahl von Backlinks haben, sind sie im Vergleich zu Dir im Vorteil.
Im Keyword Recherche Tool kannst Du für jedes Keyword die aktuelle Top10 bei Google ansehen sowie die Anzah der Backlinks jeder gelisteten Seite:
Wenn Du herausfinden möchtest, woher die Backlinks Deiner Konkurrenten stammen, kopiere die Website-URL und füge sie in den Backlink-Check von Seobility ein:
Dies kann Dir dabei helfen, potentielle Backlink-Quellen für Dein Unternehmen zu finden. Vielleicht findest Du heraus, dass Deine Mitbewerber Links von lokalen Nachrichten, Branchenverzeichnissen oder Fachblogs erhalten haben. Und diese Quellen kannst Du dann ebenfalls anvisieren.
Tipp: Weitere Informationen zum Aufbau von Backlinks für Dein Unternehmen findest Du in unserem Leitfaden zum Local Linkbuilding.
Schritt 4: Integriere die Keywords in Deine Website
Du hast nun Deine lokalen Keywords priorisiert. Jetzt ist es an der Zeit, sie zu ordnen und einen Content-Plan zu erstellen.
Dies umfasst vier Schritte:
Ordne Keywords den passenden Seiten zu: Zuerst solltest Du prüfen, welche Keywords auf bestehenden Seiten verwendet werden können. Eine gute Faustregel ist, ein Keyword auf einer Seite zu verwenden, wenn das Thema natürlich zum Inhalt passt und die Seite bereits für ähnliche Begriffe rankt (oder ranken könnte). Jede Seite sollte sich dabei auf ein primäres Keyword und einige eng verwandte Variationen konzentrieren, um Keyword-Kannibalisierung zu vermeiden. Du kannst verwandte Keyword-Variationen auf natürliche Weise in den Inhalt einfügen oder einen neuen Abschnitt mit einer Zwischenüberschrift erstellen.
Erstelle bei Bedarf neue Seiten: Wenn ein Keyword ein eigenständiges Thema einführt, wie ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung oder ein Blog-Thema, und es nicht so gut auf eine bereits bestehende Seite passt, ist es am besten, eine neue Seite zu erstellen. Wenn Du beispielsweise eine allgemeine Seite für das Keyword „Sportkurse“ hast, aber für „Yogakurse in der Nähe“ ranken möchtest, ist es besser, eine neue Seite zu erstellen, da die beiden Themen recht unterschiedlich sind. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob zwei Keywords auf einer oder zwei Seiten behandelt werden sollten, kannst Du auch die SERPs für beide Keywords vergleichen. Wenn sie größtenteils die gleichen Ergebnisse zeigen, musst Du nicht unbedingt separate Seiten erstellen.
Optimiere Seitentitel und Überschriften: Integriere Dein Haupt-Keyword auf natürliche Weise in Meta Titles und Überschriften. Halte sie klar und lesbar und vermeide Keyword-Stuffing.
Optimiere URLs und Meta-Descriptions: Wenn es passt, füge Dein primäres Keyword in Deine URLs und Meta-Descriptions ein. Weitere Informationen findest Du in unserem Artikel über SEO-freundliche URLs und SEO Meta Descriptions.
Schritt 5: Füge Deinem Google Unternehmensprofil Keywords hinzu
Du kannst die Platzierung Deines Google Unternehmensprofils verbessern, indem Du Deine neu gefundenen Keywords auch dort hinzufügst.
Es gibt sechs Hauptbereiche, in denen Du Deine Keywords im Unternehmensprofil platzieren kannst:
Unternehmensbeschreibung: Der erste Ort, an dem Du Deine lokalen Keywords einfügen solltest, ist Deine Unternehmensbeschreibung. Klicke im Unternehmensprofil-Dashboard auf „Profil bearbeiten“, um Deine Unternehmensbeschreibung zu finden. In unserem Beispiel haben wir die Keywords „beste Bäckerei der Stadt“, „frische Backwaren“ und „Sauerteigbrot“ hinzugefügt. Die Unternehmensbeschreibung sollte für die wichtigsten Keywords reserviert sein, die direkt mit Deinem Kerngeschäft zusammenhängen.
Unternehmenskategorie: Bei der Anmeldung Deines Unternehmensprofils hast Du eine Kategorie für Dein Unternehmen hinzugefügt. Von der Seite „Profil bearbeiten“ aus kannst Du jedoch eine oder mehrere zusätzliche Kategorien hinzufügen, die mit den von Dir entdeckten Keywords zusammenhängen.Unsere Hauptkategorie ist beispielsweise „Bäckerei“, aber wir haben zwei Nebenkategorien hinzugefügt: „Konditorei“ und „Frühstückslokal“.
Produkt- und Serviceseiten: Das Hinzufügen von Keywords zu Deinen Produkt- und Serviceseiten hilft sowohl Google als auch Suchenden zu verstehen, worum es auf der Seite geht. Um Keywords zu Produktseiten hinzuzufügen, klicke in Deinem Admin-Dashboard auf „Produkte bearbeiten“ und füge die entsprechenden Keywords zum Titel und zur Produktbeschreibung hinzu.
Um Keywords zu Deiner Serviceseite hinzuzufügen, klicke im Admin-Dashboard auf „Dienstleistungen bearbeiten“.
Vermeide Keyword-Stuffing, wenn Du Keywords zu Deinem Unternehmensprofil (und Deiner Website) hinzufügst, da das gegen die Richtlinien von Google verstößt und Du dafür abgestraft werden kannst. Füge Keywords nur dort ein, wo sie natürlich passen, und halte Deine Inhalte klar und benutzerfreundlich.
So überwachst Du Deine lokalen Keyword-Rankings
Um Deine lokalen Keywords zu tracken, kannst Du das Ranking Monitoring von Seobility nutzen. Damit kannst Du Deine Keyword-Rankings auch auf Stadtebene überwachen.
Leg einfach los, indem Du das Seobility Premium-Paket für 14 Tage kostenlos ausprobierst. Nach der Anmeldung kannst Du mit dem Monitoring für Deine Keywords beginnen, indem Du im “Rankings” Bereich auf „Neue Keywords anlegen“ klickst:
Wähle dann als erstes das Land und die Stadt aus, in der Du Deine Rankings überwachen möchtest:
Darunter kannst Du alle Suchbegriffe hinzufügen, die Du überwachen möchtest.
Seobility ruft automatisch das Suchvolumen, das Wettbewerbsniveau und den CPC für Deine ausgewählten Keywords ab und beginnt, Deine Rankings zu tracken:
Das Rankings Dashboard wird täglich aktualisiert, und Du kannst immer wieder zurückkehren, um zu prüfen, wie sich Deine Rankings verändert haben und ob Optimierungen notwendig sind. Du kannst jederzeit neue Keywords hinzufügen, indem Du auf den Button “Neues Keyword” klickst.
Außerdem kannst Du hier auch Deine Local Pack-Rankings einsehen. Wenn Du für eines Deiner überwachten Keywords im Local Pack gelistet bist, siehst Du automatisch ein kleines Ortsschild-Symbol neben Deiner Platzierung:
Die Zahl gibt die Position des Local Packs in den Suchergebnissen an.
So führst Du lokale Keyword-Recherche für mehrere Standorte durch
Wenn Dein Unternehmen an mehreren Standorten vertreten ist, empfehlen wir, die Keyword-Recherche für jeden Standort separat durchzuführen. Suchverhalten und SERP-Ergebnisse können nämlich zwischen den Standorten erheblich variieren.
Starte mit Deinen Seed-Keywords und nutze das Keyword-Recherche-Tool von Seobility und den Google Keyword Planner, um lokale Keywords und Suchtrends zu finden.
Hast Du standortspezifische Keywords? Dann erstelle separate Seiten für sie. Wenn Du beispielsweise ein Fitnesscenter in mehreren Städten betreibst, kannst Du eine eigene Landing Page für jeden Standort erstellen.
Die unten gezeigte Fitnesskette macht genau das, indem sie separate Landing Pages für jeden ihrer Standorte erstellt. Sie zielen mit einer ihrer Landing Pages auf das Keyword „Fitness Club Zürich“ ab:
Für das Keyword „Fitness Club Luzern“ gibt es eine separate Landing Page:
Die Erstellung separater Seiten für jeden Standort ist außerdem sinnvoll, um Kunden über standortspezifische Informationen wie Öffnungszeiten, Sonderaktionen und Kontaktinformationen auf dem Laufenden zu halten.
Achte beim Erstellen solcher Seiten darauf, für jeden Standort einzigartige Inhalte zu erstellen. Das bloße Kopieren derselben Seite und Austauschen des Standortnamens kann schnell zu Problemen mit Duplicate Content führen.
Wie verändert KI-gestützte Suche die lokale Keyword-Recherche?
Die SEO-Welt befindet sich aktuell in einem tiefgreifenden Wandel.
Googles AI Overviews verändern die zentrale Position des Local Packs bei lokalen Suchanfragen, und gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen Plattformen wie ChatGPT, um lokale Unternehmen zu finden.
Dies könnte die lokale Keyword-Recherche auf zwei Weisen beeinflussen:
1. Traditionelles Keyword-Targeting garantiert keine Sichtbarkeit mehr
Da Googles AI Overviews so viel Platz in den Suchergebnissen einnehmen (oder das Local Pack sogar komplett ersetzen), generieren die obersten organischen Ergebnisse möglicherweise nicht mehr denselben Traffic wie zuvor.
2. Nutzer suchen auf verschiedenen Plattformen unterschiedlich
Die Art und Weise, wie Nutzer auf Google suchen, unterscheidet sich deutlich von der Suche auf KI-Chatbots wie ChatGPT.
Beispielsweise sind KI-Suchen oft konversationeller als Google-Suchen. Eine ChatGPT-Suche könnte z.B. lauten: „Wo kann ich in meiner Nähe das beste vegane Mittagessen bekommen?“ anstatt „Bestes veganes Restaurant in meiner Nähe“.
Tipps zur Verbesserung der lokalen Keyword-Recherche in Zeiten von KI-Suche
Meine Einschätzung zu den aktuellen SEO-Veränderungen: Es gibt keinen Grund zur Panik. Wenn Du bereits die Best Practices für die lokale Keyword-Recherche befolgst, bist Du schon einen Schritt voraus.
Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um Deine lokale Keyword-Recherche für KI-Ergebnisse zu optimieren.
Ein super Tipp, den ich auf LinkedIn gelesen habe, ist, ChatGPT zu fragen, warum Dein Unternehmen bei bestimmten KI-Suchen erscheint oder nicht erscheint. So kannst Du Deine lokale Keyword-Recherche-Strategie gezielt anpassen.
Wenn Du beispielsweise ein Bauunternehmen in Austin betreibst, könntest Du Deine Anfrage mit folgender Frage an ChatGPT beginnen: „Was sind die besten Bäckereien in Berlin?“
ChatGPT wird Dir eine Liste lokaler Unternehmen liefern:
Sollte Dein lokales Unternehmen nicht in der Liste auftauchen, kannst Du ChatGPT Fragen stellen, wie Du Deine lokale Keyword-Recherche verbessern könntest, um bei dieser speziellen Suchanfrage besser sichtbar zu werden.
So habe ich ChatGPT zu diesem Thema weiter befragt:
ChatGPT gab uns daraufhin einige interessante Empfehlungen, wie wir unsere KI-Suchsichtbarkeit verbessern könnten. Hier eine Zusammenfassung der Vorschläge:
Diese Ideen sind bereits sehr hilfreich. Wie bei allen Empfehlungen solltest Du sie jedoch mit Vorsicht umsetzen und Techniken wie Keyword-Stuffing vermeiden.
Wie Du an den Ergebnissen siehst, ist die Keyword-Recherche nicht der einzige Grund, warum Unternehmen in KI-Suchergebnissen erscheinen. Andere Faktoren wie Backlinks von lokalen Websites, Bewertungen und die allgemeine Autorität spielen eine wesentliche Rolle.
Eine weitere Idee ist, Tools wie das Keyword-Recherche-Tool von Seobility zu nutzen, um fragebasierte Suchanfragen zu finden, nach denen Nutzer suchen.
Wenn genügend Suchvolumen vorhanden ist, kannst Du separate Seiten für diese Anfragen erstellen oder sie als häufig gestellte Fragen (FAQs) in einem allgemeineren Artikel hinzufügen. Wenn Deine Seite beispielsweise auf das Keyword „Klempner in München“ abzielt, könntest Du FAQs wie „Wie viel kostet ein Klempner in München?“ oder „Welche Klempnerdienstleistungen sind in München rund um die Uhr verfügbar?“ hinzufügen.
Auf diese Weise könnten Deine Inhalte von Googles AI Overviews oder KI-Chatbots aufgegriffen werden, mit einem Quellenlink oder einer Erwähnung Deines Unternehmens.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieselben lokalen Keyword-Recherche-Strategien größtenteils auch in der „KI-basierten Suchära“ funktionieren, aber es gibt, wie wir beschrieben haben, immer Möglichkeiten, Deine KI-Ergebnisse zu verbessern. Da sich die KI-Suche so schnell entwickelt, ist es schwer vorherzusagen, wie die Keyword-Recherche für Local SEO in einigen Jahren aussehen wird. Wir werden diesen Artikel jedoch für Dich aktualisieren, sobald sich neue Best Practices abzeichnen!
Fazit
Statistiken zeigen, dass die meisten Menschen zumindest derzeit noch auf Google zurückgreifen, um Informationen über lokale Unternehmen zu finden. Das heißt, lokale Keyword-Recherche ist weiterhin wichtig.
Wenn Du gerade erst am Anfang stehst, kann das etwas überfordernd wirken, aber Keyword-Recherche-Tools wie das von Seobility erleichtern den Prozess erheblich.
Mit dem Seobility Basis-Paket kannst Du kostenlos fünf Keyword-Recherchen pro Tag durchführen. Wenn Du mehr möchtest, kannst Du mit dem Seobility Premium-Paket während der kostenlosen 14-tägigen Testphase bis zu 50 Abfragen pro Tag durchführen.
Seobility startete 2013 mit einem kostenlosen SEO-Check-Tool und der Mission, es jedem zu ermöglichen, SEO erfolgreich für sich einzusetzen. Über die Jahre haben wir dann kontinuierlich neue Features und Tools hinzugefügt. Das Ergebnis: Seobility hat sich zu einer umfangreichen All-in-One-SEO-Software entwickelt, die 2023 bereits mehr als 500.000 Nutzer weltweit verzeichnete.
Und jetzt ist es Zeit für den nächsten großen Meilenstein: Seobility 2.0!
In den letzten Monaten hat unser Team intensiv daran gearbeitet, unsere Software für Dich noch besser zu machen. Deshalb freuen wir uns riesig, dass wir Dir heute endlich eine komplett überarbeitete Version von Seobility bereitstellen können.
In diesem Artikel führen wir Dich durch alle Änderungen und Updates, die Seobility 2.0 mit sich bringt. Wir zeigen Dir, wo Du die bereits bekannten Funktionen und Tools findest und stellen Dir außerdem unsere spannenden neuen Features vor!
Seobility 2.0 bringt zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen mit sich, die Deine SEO-Arbeit nicht nur erfolgreicher, sondern auch effizienter machen.
Bevor wir ins Detail gehen, hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Änderungen und Neuerungen:
Modernisierte Benutzeroberfläche
Die erste Änderung, die Dir in Seobility 2.0 auffallen wird, ist wahrscheinlich die neu gestaltete Benutzeroberfläche. Das neue Design bietet einen moderneren und aufgeräumteren Look, der Dir ein angenehmeres und intuitiveres Arbeiten mit unserer Software ermöglicht.
Verbesserte Navigation
Wir haben die Navigation in Seobility 2.0 optimiert, damit Du schneller auf Deine benötigten Tools und Funktionen zugreifen kannst und einfacher von A nach B kommst.
Detailliertere Daten
Seobility 2.0 liefert Dir in vielen Bereichen jetzt noch detailliertere Daten und verschafft Dir dadurch tiefere Einblicke in die SEO-Performance Deiner Website.
Neue Features (bald verfügbar)
Mit Seobility 2.0 stehen Dir außerdem schon bald diese hilfreichen neue Features zur Verfügung:
Uptime Monitoring: Seobility überwacht die Verfügbarkeit Deiner Website rund um die Uhr und sendet Dir Benachrichtigungen, wenn Ausfälle festgestellt werden.
KI-gestütztes SEO-Content-Briefing Tool: Erhalte professionelle SEO-Briefings für jedes beliebige Thema und erfahre genau, was nötig ist, um mit Deinen Inhalten Top-Rankings zu erzielen.
Backend-Verbesserungen
Zu guter Letzt haben wir zahlreiche Backend-Optimierungen vorgenommen, um die allgemeine Stabilität und Leistungsfähigkeit unserer Plattform zu verbessern. Diese Änderungen stellen sicher, dass die Software reibungslos und effizient läuft, während Du an Deinen SEO-Aufgaben arbeitest.
Wie kann ich auf Seobility 2.0 zugreifen (und was passiert mit der alten Version)?
Falls Du das Pop-up, das Dich zum Ausprobieren der neuen Version einlädt, noch nicht gesehen hast, kannst Du auf Seobility 2.0 zugreifen, indem Du auf den Button „Teste Seobility 2.0” klickst. Diesen Button findest Du auf jeder Seite der alten Benutzeroberfläche:
Wenn Du noch nicht bereit bist, dauerhaft zu Seobility 2.0 zu wechseln, ist das kein Problem. Du kannst jederzeit zur alten Benutzeroberfläche zurückkehren, indem Du auf den Button „Zurück zu Seobility 1.0“ klickst:
Bitte beachte: Im Moment kannst Du noch zwischen der alten und der neuen Version von Seobility wechseln, aber irgendwann werden wir die alte Software einstellen. Wir werden Dich aber rechtzeitig vorher informieren, damit Du genug Zeit hast, Dich mit Seobility 2.0 vertraut zu machen und stressfrei zu switchen!
Seobility 2.0 Walkthrough
Schauen wir uns nun die wichtigsten Updates in Seobility 2.0 für jeden Bereich genauer an.
Dashboard
Im Dashboard findest Du nach wie vor eine Übersicht über all Deine Projekte. Du kannst Deine wichtigsten Projekte mit dem Stern-Symbol oben anheften, sodass sie in einer erweiterten Ansicht angezeigt werden. Alle Deine anderen Projekte findest Du in der Liste darunter.
Die Tools wie unser Keyword Recherche Tool, WDF*IDF Tool usw. befinden sich jetzt im Tab „Tools“ oben oder in der Ecke links unten.
Tools in Seobility 2.0
Tools im alten Interface
Projekt-Navigation
Wenn Du eines der Projekte auswählst, wird Dir vermutlich gleich die veränderte Navigation auffallen.
Zur Erinnerung: In der alten Version konntest Du über die Navigationsleiste oben zwischen den Tabs „Übersicht“, „Onpage“, „Backlinks“ und „Rankings“ wechseln.
In Seobility 2.0 befindet sich diese Navigationsleiste nun auf der linken Seite.
Wir haben den Onpage-Bereich in „Website Audit“ umbenannt, während die Bereiche Rankings und Backlinks gleich geblieben sind. Außerdem haben wir zwei neue Bereiche eingeführt: „Website Health“ und „Wettbewerber“, die schon bald für Dich verfügbar sein werden.
Die Informationen aus dem alten Tab „Übersicht“ befinden sich jetzt im Bereich „Überblick“ des Website-Audits.
Und die Projekteinstellungen, die vorher ebenfalls im Tab “Übersicht” zu finden waren, haben jetzt einen eigenen Bereich bekommen.
Wechsel zwischen Projekten
Mit Seobility 2.0 kannst Du über das Navigationsmenü nun direkt zwischen Deinen Projekten wechseln und musst nicht mehr zum Dashboard zurückkehren, um ein anderes Projekt auszuwählen.
URL-Suche
Wir haben auch die URL-Suchfunktion in die Hauptnavigation verschoben, um sie leichter auffindbar zu machen:
Bisher war diese im Onpage-Bereich versteckt:
URL-Suche im alten Interface
Jetzt wo Du weißt, wie Du Dich in Seobility 2.0 zurechtfindest, kommen wir zum ersten Haupt-Feature.
Website Audit
Den Website Audit Bereich (früher bekannt als „Onpage“-Bereich) haben wir in Seobility 2.0 rundum erneuert.
Zuvor war dieser Bereich in drei Teile aufgeteilt: „Technik & Meta“, „Struktur“ und „Inhalt“, die jeweils verschiedene Analysen zu Deiner Website bereitstellten.
Diesen Bereich haben wir jetzt umgestaltet, um es Dir leichter zu machen, konkrete Maßnahmen zur Optimierung Deiner Website zu ergreifen.
Es gibt nun vier Tabs: „Überblick“, „Reports“, „Unterseiten“ und „Statistiken“.
Überblick
Der Tab „Überblick“ bietet Dir einen schnellen Überblick über alle wichtigen Ergebnisse Deines Website-Crawlings.
Du findest hier eine Liste der kritischsten Probleme aus den Bereichen Technik & Meta, Struktur und Inhalt, sortiert nach Priorität. So siehst Du auf einen Blick, welche Probleme in den drei Kategorien zuerst behoben werden sollten, um Deinen Onpage-Score und Deine Rankings so schnell wie möglich zu verbessern.
Du kannst diese Liste also eine Art To-Do-Liste betrachten, um Deine Website so schnell wie möglich auf Vordermann zu bringen!
Wie bisher auch kannst Du jedes der Probleme anklicken, um eine Liste aller Seiten zu sehen, die von dem Problem betroffen sind.
Reports
Im Tab “Reports” findest Du alle Reports zu Deiner Website – sortiert nach Kategorien statt nach Priorität. Dieser Tab ähnelt dem, was Du bereits aus dem alten Onpage-Bereich kennst, mit dem Unterschied, dass nun alle Reports übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst sind.
Unterseiten
Wir haben einen neuen Tab names “Unterseiten” hinzugefügt, der Dir einen Überblick über alle Seiten gibt, die Seobility auf Deiner Website gefunden hat. Dazu gehören indexierbare Seiten, nicht-indexierbare Seiten, Seiten mit Rankings und Seiten, die durch Deine Robots.txt-Datei blockiert sind.
Wenn Du Deine Website möglichst schnell optimieren möchtest, ist dieser Tab vielleicht nicht der relevanteste für Dich – konzentriere Dich dafür stattdessen auf den Tab “Überblick”. Aber wenn Du tiefer in die Analyse Deiner Website eintauchen möchtest, wirst Du die vielen Filter- und Sortiermöglichkeiten hier lieben!
Statistiken
Zu guter Letzt enthält der Tab “Statistiken” alle Daten und Statistiken zu Deiner Website, die keinen direkten Einfluss auf Deinen Onpage-Score haben, aber dennoch hilfreiche Informationen liefern. Bisher waren diese Daten an verschiedenen Stellen verstreut, wie z.B. den “Informationen zum Crawling” im Technik & Meta Bereich.
Rankings
Im Rankings Bereich findest Du nun als erstes den Tab “Überblick”:
Dieser Tab ist dafür da, Dir einen schnellen Überblick über die Rankings Deiner Website zu geben und eignet sich perfekt für Deinen täglichen Schnellcheck.
Du kannst hier die Entwicklung Deiner Sichtbarkeit im Zeitverlauf beobachten und sehen, welche Keywords im Vergleich zum Vortag in den Rankings auf- oder abgestiegen sind.
Neu ist hier die Tabelle “Top-Seiten”. Sie gibt Dir einen Überblick über die erfolgreichsten Seiten Deiner Website, was die Rankings betrifft. Mit anderen Worten: die Seiten, die Deiner Website den meisten Traffic bringen.
Keywords
Der Tab “Keywords” gibt Dir einen Überblick über alle Deine überwachten Keywords.
Er ähnelt dem, was Du aus dem bisherigen Rankings-Bereich kennst, aber mit einigen Verbesserungen. Die Tabelle enthält jetzt viele neue Daten, wie z.B. die Sichtbarkeit, die jedes einzelne Keyword für Deine Website generiert. So kannst Du leicht erkennen, welche Keywords den meisten Traffic auf Deine Website bringen.
Top-Seiten
Hier findest Du eine detaillierte Liste derjenigen Seiten, die in den Google Rankings am besten abschneiden. Es handelt sich hierbei um die gleichen Informationen, die auch im Tab “Überblick” angezeigt werden, aber in einer umfassenderen Ansicht.
Wettbewerber
Im Tab “Wettbewerber” kannst Du Deine Rankings ganz einfach mit denen Deiner Konkurrenten vergleichen.
In der alten Oberfläche war diese Funktion etwas versteckt ganz unten im Rankings Bereich zu finden.
In Seobility 2.0 gibt es hierfür nun einen eigenen Tab, damit Du leichter darauf zugreifen kannst.
Backlinks
Den Backlinks-Bereich haben wir auf ähnliche Weise wie die Bereiche “Website Audit” und “Rankings” umgestaltet.
Überblick
Genau wie die anderen Bereiche bietet der Backlinks-Bereich jetzt als erstes einen Tab “Überblick”. Dieser zeigt Dir die wichtigsten Daten über Dein Backlink-Profil und die Entwicklung Deiner Backlinks auf einen Blick.
Hier kannst Du schnell Deine neuen und verlorenen Links der letzten 14 Tage checken.
Außerdem gibt es eine neue Tabelle, die Dir die Top-Seiten Deiner Website mit den meisten Backlinks anzeigt.
Backlinks
Der Tab “Backlinks” enthält die vollständige Liste Deiner Backlinks, die bisher den Hauptinhalt des Backlinks-Bereichs darstellte.
Backlinks Bereich im alten Interface
Hier kannst Du wie gewohnt Deine Backlinks im Detail analysieren und Deine neuen, verlorenen und kaputten (Broken) Backlinks prüfen.
Backlinks Tab in Seobility 2.0
In der bisherigen Seobility-Version gab es hier auch einen Tab “Anchors” zur Analyse Deiner Link-Ankertexte, der jetzt aber separat abrufbar ist.
Top-Seiten
Der Tab “Top-Seiten” zeigt Dir eine detaillierte Liste der erfolgreichsten Seiten Deiner Website in Bezug auf Backlinks. So erkennst Du, welche Seiten die meisten Backlinks anziehen und am meisten zur Link-Popularität Deiner Website beitragen.
Wettbewerber
Hier kannst Du Dein Backlink-Profil mit den Backlink-Profilen Deiner Konkurrenten vergleichen.
Dieses Feature wurde bisher ganz unten im Backlinks-Bereich angezeigt, wo Du es möglicherweise übersehen hast.
Damit Du leichter darauf zugreifen kannst, gibt es dafür jetzt einen eigenen Tab.
Linktexte
In diesem Tab siehst Du, welche Ankertexte in den Backlinks Deiner Website am häufigsten verwendet werden. So kannst Du analysieren, mit welchen Keywords andere Websites auf Deine Inhalte verlinken und eventuelle Probleme bei der Verteilung der Ankertexte erkennen.
Linkaufbau
Bisher befand sich dieses Feature ebenfalls am unteren Ende des Backlinks-Bereichs…
…und befindet sich nun in einem separaten Tab.
Klicke hier auf “Möglichkeiten berechnen”, um individuelle Linkbuilding-Möglichkeiten für Deine Website zu finden. Wenn Du dieses Feature bisher noch nicht genutzt hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um es zu testen und damit das Backlink-Profil Deiner Website zu verbessern!
Einstellungen
Bevor wir uns das erste neue Feature ansehen, werfen wir einen kurzen Blick in den Bereich “Einstellungen”. Wir bereits erwähnt, findest Du hier die Projekteinstellungen, die sich bisher in der Projektübersicht befanden.
Hier kannst Du regelmäßige Crawlings planen, Crawler-Limits festlegen und vieles mehr.
Neue Features (bald verfügbar)
Uptime Monitoring
Kommen wir nun zum ersten neuen Feature, das schon bald in Seobility 2.0 verfügbar sein wird: dem Uptime Monitoring! Auch wenn dieses Feature noch nicht released wurde, freuen wir uns, Dir hier schonmal eine erste Vorschau geben zu können:
Das neue Uptime Monitoring wird automatisch und rund um die Uhr die Verfügbarkeit Deiner Website überwachen. Dafür wird die Start-URL Deines Projekts in einem von Dir festgelegten Zeitintervall abgerufen, zum Beispiel jede Minute oder alle 10 Minuten. Wenn es zu einem Ausfall kommt (beispielsweise aufgrund von Serverproblemen), wird Dir das im Website Health Bereich angezeigt und Du erhältst außerdem eine E-Mail Benachrichtigung.
Dadurch kannst Du das Problem schnell beheben und negative Auswirkungen auf Deine Rankings und möglicherweise auch auf den Umsatz Deiner Website vermeiden.
Neben dem Uptime Monitoring wird Seobility 2.0 auch die Antwortzeiten Deines Servers überwachen.
Dies kann wertvolle Einblicke in die Performance Deines Servers geben. Du kannst sogar einen individuellen Grenzwert für die Antwortzeit festlegen und Dich per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn dieser überschritten wird. So behältst Du potenzielle Performance-Probleme im Blick.
Halte also die Augen offen, wenn das Feature in Deinem Seobility Dashboard freigeschalten wird!
Wettbewerber
Ein weiteres neues Feature, das bald in Seobility 2.0 zugänglich sein wird, ist der dedizierte “Wettbewerber”-Bereich. Dieser gibt Dir einen umfassenden Überblick über Deine überwachten Konkurrenten und bündelt die Informationen zu deren Rankings und Backlinks an einer Stelle.
So kannst Du die Performance Deiner Website noch einfacher mit der Deiner Wettbewerber vergleichen und möglicherweise Zusammenhänge zwischen deren Rankings und Backlink-Profilen erkennen.
KI-gestütztes SEO-Content-Briefing Tool
Eine weitere spannende Neuerung, die bald Teil von Seobility 2.0 sein wird, ist das KI-gestützte SEO-Content-Briefing-Tool.
Mit diesem Tool kannst Du zu jedem beliebigen Thema ein professionelles SEO-Briefing erstellen lassen, das Dir genau aufzeigt, was nötig ist, um Top-Rankings für dieses Thema zu erreichen. Das Briefing wird durch eine KI-gestützte Analyse erstellt, die relevante Keywords, deren Suchintention sowie die Inhalte der aktuell für Dein Thema rankenden Wettbewerber berücksichtigt.
Das Ergebnis ist ein klarer, umsetzbarer SEO-Fahrplan, der es jedem ermöglicht, Inhalte mit echten Ranking-Chancen zu erstellen – ganz unabhängig vom eigenen SEO-Fachwissen. Du kannst das Briefing selbst nutzen, es an Deine Texter weitergeben oder den enthaltenen KI-Prompt in Deinem bevorzugten KI-Tool verwenden.
Entdecke jetzt Seobility 2.0
Das war’s mit einem ersten Überblick über Seobility 2.0.
Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken, also schau Dich einfach um – Du findest an vielen Stellen erklärende Tooltips und Touren, falls Du Hilfe benötigst. Und selbstverständlich hilft Dir unser Support-Team gerne weiter, falls noch Fragen offen sind.
Viel Spaß beim Erkunden der neuen Version – wir sind schon sehr gespannt, wie Du sie findest!