HTTP Header

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Definition

Der HTTP Header ist ein Teil der Datenübertragung im Internet. HTTP ist dabei die Abkürzung für Hypertext Transfer Protocol. Bevor die Daten der angeforderten Website vom Webserver an einen Browser ausgeliefert werden, tauschen Server und Browser über den HTTP Header die sogenannten Meta-Informationen über das Dokument oder die Webseite aus.

Mit dem HTTP-Request übermittelt der Browser in der sogenannten request message im Headerbereich Informationen etwa über das Datum der Anfrage, die bevorzugte Sprache oder den Referrer. Diese Informationen werden vom Webserver mit dem HTTP-Response-Header in der response message beantwortet.

HTTP-Request und -Response.png

Abbildung: HTTP-Request und -Response, Autor: seobility

Der HTTP-Request oder -Response-Header beinhaltet sogenannte Felder, welche wiederum aus jeweils einer Zeile bestehen. Jede Zeile enthält ein durch einen Doppelpunkt getrenntes Name / Wert-Paar und wird durch eine CRLF Zeichenfolge abgeschlossen (CR = Wagenrücklauf und LF = Zeilenvorschub).

Werte, die für den HTTP-Header genutzt werden können, sind in den sogenannten RFC (“Requests for Comments”) festgelegt. Hierbei handelt es sich um formelle Dokumente der Internet Engineering Task Force (IETF), welche unter anderem Standards, die im Internet angewandt werden, beinhalten.

Beispiele für Request Headerfelder

Nachfolgend haben wir eine Auswahl an möglichen Request Headerfeldern für Sie zusammengestellt. Eine umfassende Übersicht über alle Request- und Response-Headerfelder finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_HTTP-Headerfelder.

Accept

Über das Feld Accept im HTTP-Request können bestimmte Medientypen angegeben werden, die vom Client akzeptiert werden. Die allgemeine Syntax lautet:

Accept: Typ / Subtyp [q = qwert]

Mehrere Medientypen können durch Kommata getrennt aufgeführt werden. Der optionale Wert q steht für die Qualitätsstufe auf einer Skala von 0 bis 1. Beispiel:

Accept: text / plain; q = 0,5, text / html, text / x-dvi; q = 0.8, Text / x-c


Accept-Charset

Über das Accept-Charset-Feld wird angegeben werden, welche Zeichensätze der Client für die Antwort akzeptiert.

Accept-Charset: character-set

Werden mehrere Zeichensätze angegeben, müssen sie durch Kommata getrennt eingetragen werden. Beispiel:

Accept-Charset: iso-8859-5, Unicode-1-1; q = 0,8


Accept-Encoding

Das Accept-Encoding-Headerfeld beschränkt die Inhaltscodierungen, die in der Antwort akzeptabel sind. Syntax:

Accept-Encoding: Kodierungstypen

Beispiele sind:

Accept-Encoding: gzip
Accept-Encoding: *
Accept-Encoding: gzip; q = 0.7


Accept-Language

Das Accept-Language-Headerfeld beschränkt den Satz natürlicher Sprachen, die als Antwort auf die Anforderung bevorzugt werden. Die Syntax lautet:

Accept-Language: Sprache (+ eventuell q = qwert)

Mehrere Sprachen können durch Kommata getrennt aufgeführt werden. Beispiel:

Accept-Language: de-DE; q = 0.9

Erlaubte Werte sind in RFC 1766 angegeben.


Authorization

Mit dem Authorization-Feld werden Anmeldeinformationen an den Server gesendet. Die Syntax lautet:

Authorization: Anmeldeinformationen


Cookie

Das Cookie-Header-Feld enthält ein Name / Wert-Paar mit den Informationen, die für die angefragte URL gespeichert wurden. Dabei können mehrere Cookie-Informationen angegeben werden:

Cookie: Name1 = Wert1; Name2 = Wert2; Name3 = Wert3


Expect

Der HTTP-Anforderungsheader Expect benennt die Erwartungen des Client, die vom Server erfüllt werden müssen, damit die Anforderung ordnungsgemäß verarbeitet werden kann.

Die allgemeine Syntax lautet:

Expect : 100-continue


From

Das From-Feld enthält eine E-Mail-Adresse des Benutzers, der den anfragenden Client steuert. Beispiel:

From: webmaster@seobility.net

Das From-Feld kann für Protokollierungszwecke und zur Identifizierung verwendet werden.


Host

Das Host-Feld wird genutzt, um den Internet-Host und die Port-Nummer für die angeforderte Ressource anzugeben. Die Syntax lautet:

Host: host:port

Fehlt die Angabe der Port-Nummer, impliziert dies den Standard-Port 80.


If-Match

Dieses Headerfeld fordert den Server auf, die angeforderte Datei nur dann zu senden, wenn sie den angegebenen Entity-Tags entspricht. Die Syntax lautet:

If-Match: Entity-Tag

Beispiel:

If-Match: "*"

Ein Stern (*) bedeutet, dass jede Datei gesendet werden kann.


If-Modified-Since

Ist If-Modified-Since angegeben, wird eine angeforderte Ressource vom Server nur ausgeliefert, wenn Sie seit dem angegeben Datum verändert wurde. Sonst erfolgt keine Auslieferung und die Seite wird aus dem Cache des Browsers geladen. Syntax:

If-Modified-Since: HTTP-Datum

Ein Beispiel ist:

If-Modified-Since: So, 29. Okt. 2017 19:43:31 GMT


If-None-Match

Dieser Header fordert den Server auf, die angeforderte Datei nur dann zu senden, wenn sie keinem der angegebenen Entity-Tags entspricht. Die Syntax lautet:

If-None-Match: Entitäts-Tag

Beispiele sind:

If-None-Match: "xyzzy"
If-None-Match: *


If-Range

Das If-Range-Headerfeld wird verwendet, um nur den Teil des Contents anzufordern, der fehlt, wenn der Inhalt nicht geändert wurde, und den gesamten Content, falls eine Änderung stattgefunden hat. Die Syntax lautet:

If-Range: Entitäts-Tag / HTTP-Datum

Es kann entweder ein Entitäts-Tag oder ein Datum verwendet werden:

If-Range: So, 29. Okt. 2017 19:43:31 GMT

Wenn der Content nicht geändert wurde, gibt der Server den Bytebereich zurück, der vom Range-Header angegeben wurde. Andernfalls wird das gesamte neue Dokument zurückgegeben.


If-Unmodified-Since

Die allgemeine Syntax lautet:

If-Unmodified-Since: HTTP-Datum

Dieses Feld wir analog zum Feld If-Modified-Since verwendet.


Max-Forwards

Max-Forwards teilt Proxy-Servern mit, wie oft eine Nachricht maximal weitergeleitet werden darf. Die Syntax lautet:

Max-Forwards: n

Der Max-Forwards-Wert "n" ist eine Dezimalzahl. Max-Forwards ist nützlich für das Debugging mit der TRACE-Methode, wobei Endlosschleifen vermieden werden. Das Max-Forwards-Headerfeld kann für alle anderen in der HTTP-Spezifikation definierten Methoden ignoriert werden.


Proxy-Authorization

Das Proxy-Authorization-Headerfeld ermöglicht dem Client, sich selbst oder den Benutzer gegenüber einem Proxy zu identifizieren. Syntax:

Proxy-Authorization : Anmeldeinformationen


Range

Das Range oder Bereichsanforderungs-Headerfeld spezifiziert die Teilbereiche des Inhalts, die angefordert werden. Die Syntax lautet:

Range: bytes-unit=first-byte-pos "-" [last-byte-pos]

Die Werte "first-byte-pos" und "last-byte-pos" geben das erste und letzte Byte des eingeschlossen Content an, müssen aber nicht beide angegeben werden. Mehrere Content Bereiche können durch Kommata getrennt aufgeführt werden.


Referer

Über das Referer-Headerfeld kann der Client die Adresse (URL) der Ressource angeben, von der die URL angefordert wurde. Die allgemeine Syntax lautet:

Referer: URL

Beispiel:

Referer: http://www.seobility.net/http/index.htm


TE

Das TE-Headerfeld gibt an, welche Extension-Transfer-Codierung es in der Antwort akzeptiert. Die Syntax lautet:

TE: t-Kodierungen


User-Agent

Dieses Headerfeld sendet Informationen über den Client an den Server. Die Syntax lautet beispielsweise:

User-Agent: Mozilla