Die häufigsten SEO-Fehler, die kleine Unternehmen anfangs machen & wie Du sie vermeidest

7 SEO Fehler von kleinen Unternehmen

SEO ist eine Herausforderung für alle, aber gerade kleine Unternehmen und Selbstständige haben es anfangs nicht leicht. Denn wenn Du mit SEO bei Null startest, liegt die größte Aufgabe erstmal darin, Deine SEO-Strategie zum Laufen zu bringen und möglichst schnell Traffic aufzubauen. Und das ist noch schwieriger, wenn (wie bei den meisten kleineren Unternehmen der Fall) Dein Budget und Deine Ressourcen begrenzt sind.

Selbst die besten SEO-Strategien benötigen Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Umso wichtiger ist es, keine Fehler zu machen, die diesen Prozess zusätzlich behindern.

Dieser Artikel hilft Dir dabei, die häufigsten Anfängerfehler zu vermeiden, damit Du schnellstmöglich Traktion aufbauen und SEO gewinnbringend für Dich nutzen kannst!

Welche SEO-Fehler machen kleine Unternehmen am häufigsten?

Für die meisten kleineren Unternehmen, die gerade mit SEO beginnen, ist der Bereich Suchmaschinenmarketing völliges Neuland. Als Anfänger ist es normal, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Das kann anfangs frustrierend sein, aber jedes neue Unternehmen hat damit zu kämpfen. Du bist also nicht allein.

SEO war zudem noch nie so komplex wie zur heutigen Zeit. Neulinge müssen noch mehr lernen und noch mehr experimentieren als in der Vergangenheit.

Die meisten Fehler, die kleinere Unternehmen am Anfang machen, sind auf ein mangelndes Verständnis für die Herausforderungen von SEO, unrealistische Ziele, mangelhafte Planung und/oder Sparen am falschen Ende zurückzuführen.

Deshalb solltest Du diese häufigen SEO-Fehler von kleinen Unternehmen vermeiden:

  1. Ohne Plan anfangen
  2. SEO als „kostenlose“ oder „billige“ Maßnahme verstehen
  3. Technisches SEO ignorieren
  4. Vermeintliche SEO-„Hacks“ nutzen
  5. Unnatürliche Backlinks aufbauen
  6. Viel Traffic auf eine minderwertige Website leiten
  7. Ein Ranking an der Spitze der 1. Seite von Google erwarten

In diesem Artikel nehmen wir diese Fehler genau unter die Lupe und erklären, warum sie so häufig vorkommen. Und, am wichtigsten: Wir zeigen Dir, wie Du diese Fehler in Deiner eigenen SEO-Strategie vermeiden kannst.

Fehler Nr. 1: Ohne Plan anfangen

Die Planung einer erfolgreichen SEO-Strategie ist eine der größten Herausforderungen für SEO-Anfänger. Ohne ein gutes Verständnis für die Funktionsweise von SEO wissen viele nicht, wo sie überhaupt anfangen sollen. Noch schwieriger wird es, wenn Du als Unternehmer wenig Zeit hast, Deine Website eigenständig zu optimieren, aber Dein Budget die Zusammenarbeit mit einer Agentur (z. B. Vertical Leap) oder einem SEO-Experten ausschließt.

Bevor Du Dich in die Arbeit stürzt, brauchst Du deshalb realistische Erwartungen und eine genaue Vorstellung davon, was Du eigentlich erreichen willst.

Das kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Beispielsweise wird ein Online-Shop eine ganz andere Herangehensweise haben als eine Bio-Bäckerei, die ihre Ware nur im Laden vor Ort verkauft. Während der Online-Händler seine Zeit und sein Geld besser in die Erstellung hochwertiger Produktleitfäden investieren sollte, sollte sich die Bäckerei wahrscheinlich auf Local SEO konzentrieren und den größten Teil ihrer Bemühungen in ihr Google Unternehmensprofil stecken.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Wenn Du selbst für Deine SEO-Strategie verantwortlich bist, solltest Du vorher so viel Du kannst über Suchmaschinenoptimierung lernen. Fange mit den Grundlagen an und eigne Dir fundiertes Wissen über die wichtigsten Aspekte (Keyword-Optimierung, Onpage SEO, Content usw.) an. Im Seobility Blog und Wiki findest Du dazu viele hilfreiche Artikel.

Stelle auch sicher, dass Deine Strategie relevant für die Art Deines Unternehmens bleibt, abhängig davon, ob es online, lokal oder eine Kombination aus beidem ist (dazu wird es schon bald einen separaten Artikel hier auf dem Blog geben 🙂).

Wenn Du schließlich für die ersten Schritte bereit bist, solltest Du diese vier wichtigen Elemente Deiner SEO-Strategie planen:

  1. Ziele: Überlege Dir, was Du im ersten Jahr mit Deiner SEO-Strategie erreichen willst (z. B. Umsatzsteigerung von 25 % im Onlinehandel).
  2. Zielpublikum: Überlege Dir, wer Dein Zielpublikum ist, welche Bedürfnisse es hat und wie diese mit Deinem Unternehmen zusammenpassen.
  3. Keywords: Identifiziere die Keywords, auf die Du Dich konzentrieren willst (primäre Keywords, sekundäre Keywords, Long-Tail-Keywords usw.)
  4. Wettbewerber: Identifiziere Deine Konkurrenten und analysiere ihre SEO-Strategien, um zu verstehen, mit wem Du es zu tun hast.

Bei den letzten beiden Schritten kann Dir das kostenlose Keyword Recherche Tool von Seobility helfen. Hier findest Du primäre Keywords, die Du auf Deiner Website und bei Deiner Content Marketing-Strategie priorisieren solltest, sekundäre Keywords für Unterseiten sowie Low-Hanging-Fruits mit wenig Konkurrenz (z. B. Long-Tail-Keywords), die schneller für Traktion sorgen können.

So findest Du heraus, welche Themen Deine Zielgruppe interessieren und somit Traffic auf Deine Website bringen können.

keyword recherche tool

Zusätzlich kannst Du die Keywords ermitteln, für die Deine Wettbewerber ranken, um Lücken in Deiner eigenen Content-Strategie aufzudecken.

Fehler Nr. 2: SEO als „kostenlose“ oder „billige“ Maßnahme verstehen

SEO ist in der Vergangenheit immer wieder als kostenlose oder kostengünstige Marketingstrategie bezeichnet worden. Das liegt vor allem daran, dass man hier nicht per Klick bezahlt wie bei PPC-Marketingkanälen. Für kleinere Unternehmen ist das eine gefährliche Fehleinschätzung, denn dadurch werden Zeit, Ressourcen (und Geld) außer Acht gelassen, die man braucht, um Seiten zu optimieren und solchen Content zu erstellen, der zum Aufbau einer effektiven SEO-Strategie erforderlich ist.

Die bessere Formulierung wäre deshalb, dass SEO eine der Inbound-Marketingstrategien mit dem höchsten ROI ist.

Die zu Anfang investierte Zeit und der erstellte Content zahlen sich nicht sofort aus. Allerdings treibt eine effektive SEO-Strategie exponentielles Wachstum voran, denn die bereits von Dir erstellten Inhalte generieren weiterhin Traffic und Leads, während Du neuen Content erstellst und Deine bestehenden Seiten optimierst.

Wenn Du eine stärkere Präsenz in der Suche aufbaust, werden immer mehr Leute Deine Inhalte sehen, und zwar neue und alte. Der ROI Deiner SEO-Strategie wächst also mit der Zeit weiter, und zwar immer schneller.

ROI von SEO vs Google Ads
X-Achse: Höhe der Investition, Y-Achse: Anzahl an akquirierten Kunden

Im Vergleich zu anderen Kanälen ist SEO eine Strategie mit hohem ROI. Bei PPC-Kanälen wie Google Ads musst Du beispielsweise kontinuierlich für Werbung zahlen und User können keine Anzeigen anklicken, für die Du bereits in der Vergangenheit bezahlt hast. Somit zahlt sich diese Maßnahme mit zunehmender Investition eher linear statt exponentiell aus.

Anfangs wirst Du wahrscheinlich einen höheren ROI aus Deinen PPC-Kampagnen schöpfen können als aus Deinen SEO- oder Content Marketing-Kampagnen. Aber wenn Deine SEO-Strategie erst einmal Fahrt aufnimmt, sollte sie schnell den ROI der meisten anderen Marketingkanäle übertreffen.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Verabschiede Dich von der Idee, dass SEO eine kostenlose oder billige Marketingstrategie ist. Betrachte SEO stattdessen als Kanal mit hohem ROI und sei gewillt, besonders in die Produktion von Content, zu investieren. Die Erstellung hochwertiger Inhalte kostet Zeit und Geld (noch mehr, wenn Du multimedialen Content erstellen willst).

Wie Du an der Grafik oben erkennen kannst, ist das Schlimmste, was Du machen kannst, nicht genug zu investieren und damit die anfängliche ROI-Schwelle gar nicht erst zu durchbrechen.

Wenn Dir das allerdings erst einmal gelungen ist, werden kontinuierliche Investitionen exponentielles Wachstum vorantreiben. Bevor Du mit SEO beginnst, solltest Du daher realistische Kosten für die wichtigsten SEO-Aufgaben kalkulieren (Seitenoptimierung, Erstellen von Content, Analysen usw.). Lege außerdem fest, wie viel Du in jedem Quartal Deines ersten Jahres investieren willst.

Fehler Nr. 3: Technisches SEO ignorieren

Technisches SEO ermöglicht es Deiner Website, von Suchmaschinen gecrawlt und indexiert zu werden, und stellt sicher, dass die technische Basis Deiner Website optimierst ist, um Deine Suchmaschinen Rankings zu verbessern.

Dies ermöglicht zum einen, dass Google und andere Suchmaschinen Deine Seiten schnellstmöglich finden und crawlen können. Durch die Optimierung des Codes und Backends Deiner Website wird zudem dafür gesorgt, dass Google Zugriff auf alle nötigen Informationen und Inhalte hat.

Schließlich beinhaltet technisches SEO auch die Optimierung der Performance Deiner Website (Core Web Vitals, Page Speed, Mobile Optimierung usw.), um sowohl die Suchmaschinen als auch Deine User glücklich zu machen.

Das Problem mit technischem SEO ist, dass es ziemlich, naja … technisch werden kann. Das kann schwierig sein, wenn Du keine Erfahrung mit Coden, Entwickeln und SEO hast. Technisches SEO ist aber eine absolute Grundvoraussetzung für gute Rankings und ohne eine kontinuierliche technische Optimierung wirst Du Deine Sichtbarkeit in der Suche nicht maximieren können.

Leider kannst Du Dich davor nicht drücken.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Ganz allgemein gesagt hast Du zwei Möglichkeiten, als kleines Unternehmen mit technischem SEO loszulegen. Entweder Du lernst, wie es funktioniert, und nimmst es selbst in die Hand oder Du bezahlst jemanden, der den technischen Teil für Dich übernimmt.

Falls das alles etwas überfordernd klingt, haben wir auch gute Nachrichten: Du kannst den Großteil der Analysen, die Du zur technischen Optimierung durchführen musst, automatisieren. Google stellt eine Vielzahl von Tools zur Analyse von Page Speed, Core Web Vitals, etc. zur Verfügung. Auch Seobility enthält ein Website Audit Tool, mit dem Du Deine Seiten auf Probleme beim Crawling, Broken Links und Probleme mit Titel Tags, Überschriften und zahlreichen anderen Elementen überprüfen kannst.

Seobility Website Audit

So kannst Du die wichtigsten technischen SEO-Aspekte selbst bewältigen. Wenn Du irgendwann Dein SEO noch weiter professionalisieren möchtest, kannst Du Dir immer noch Hilfe von außen holen.

Fehler Nr. 4: Vermeintliche SEO-„Hacks“ nutzen

Das Entwickeln und Umsetzen einer erfolgreichen SEO-Strategie erfordert viel Zeit und Mühe, sodass es verführerisch erscheinen kann, Abkürzungen für schnelle Erfolge zu nehmen. Das trifft besonders auf kleinere Unternehmen zu, denen kein großes Budget oder andere Ressourcen zur Verfügung stehen.

Dennoch: Sei vorsichtig mit SEO-„Hacks“ oder irgendwelchen „Abkürzungen“, die Dir schnelle Ergebnisse versprechen. So etwas klappt bei der Suchmaschinenoptimierung nur selten.

Es gab Zeiten, in denen Taktiken wie Keyword Stuffing und das Kaufen von Links als SEO-Hacks angepriesen wurden. Allerdings bereitete Google diesen Praktiken irgendwann mit einer Reihe von Algorithmus-Updates ein Ende.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Die goldene SEO-Regel ist, sich an Googles Richtlinien zu Themen wie Content-Qualität und Web Spam zu halten. Ratschlägen, die diesen Richtlinien widersprechen, solltest Du skeptisch begegnen, denn in der Regel nimmt sich Google diese bei größeren Updates vor.

Google Guidelines

Außerdem solltest Du besonders auf Aspekte Acht geben, bei denen Google offiziell bestätigt hat, dass diese wichtig sind (z.B. Ladezeiten oder mobile Optimierung). Versuche, bei den wichtigsten SEO-Bereichen (Qualität des Contents, Optimierung für Mobile, Page Speed usw.) bestmöglich abzuschneiden und Du wirst keine Tricks benötigen.

Wenn Du erst einmal ein gutes Verständnis der wichtigsten Aspekte hast, wird Dir auch Deine Erfahrung helfen zu erkennen, welche Ratschläge gut und welche schlecht sind.

Fehler Nr. 5: Unnatürliche Backlinks aufbauen

Links gehören in Suchmaschinen-Algorithmen zu den wichtigsten Rankingsignalen. Trotz aller Fortschritte, die Google in der KI-Technologie in den letzten zehn Jahren gemacht hat, sind Links immer noch ein Schlüsselsignal für die Qualität von Inhalten. Das bedeutet, Linkaufbau ist auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil jeder SEO-Strategie.

Leider ist es auch einer der schwierigsten Aspekte der Suchmaschinenoptimierung. Besonders für kleine Unternehmen, die am Anfang stehen, kann es eine große Hürde sein. Größere Firmen haben den Vorteil, dass sie höhere Budgets, Kontakte in der Branche und einen höheren Bekanntheitsgrad haben und dass sie ein gewisses Vertrauen genießen. Sie können also auf natürliche Weise Verlinkungen durch andere Websites gewinnen.

Als kleines Unternehmen hast Du wahrscheinlich (noch) keines dieser Dinge und es kann verlockend sein, schnell alle Links einzusammeln, die Du bekommen kannst. Du solltest aber wissen, dass nicht alle Links gleichwertig sind und dass Google natürliche, relevante Links sehen will, die auf Deine Website verweisen.

Du solltest weder Zeit noch Mühen oder gar Geld auf Links verschwenden, die keinen Nutzen für Deine Rankigns haben.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Zuallererst solltest Du das Backlinkprofil Deiner Website mithilfe vertrauenswürdiger SEO-Tools tracken. Mit der Backlink Analyse von Seobility oder Google Search Console kannst Du Dein Linkprofil einsehen und herausfinden, wer auf Deine Website verlinkt. Falls Du hierbei eine große Anzahl problematischer Links erkennen kannst, kannst Du Google über das Disavow Tool darum bitten, diese zu ignorieren.

Problematische Backlinks können zum Beispiel von Domains stammen, auf denen es viele (d. h. Hunderte oder Tausende) Backlinks zu Deiner Website gibt, oder auch durch explizite Sprache oder dergleichen erkennbar sein.

Um anschließend neue Links für Deine Website aufzubauen, kannst Du Dich zunächst auf Links von Websites konzentrieren, die für Deine Ziel-Keywords (besonders primäre Keywords) höher ranken als Du.

Unter diesen Websites wird es in der Regel auch Websites geben, die mit dem Thema in Verbindung stehen, aber keine Wettbewerber sind. Nachrichten- und Medien-Websites haben zum Beispiel eine starke Marke und ranken gut, sind aber auf externe Experten angewiesen, die ihnen Inhalte liefern, und deshalb gewillt, auf deren Websites zu verlinken.

Andere Beispiele können vertrauenswürdige Foren sein, die gern auf Artikel, Leitfäden oder White Papers von Experten in dem Bereich verlinken.

Hat sich Dein Ranking erst einmal verbessert, kannst Du nach höherwertigen Verlinkungsmöglichkeiten suchen. In der Zwischenzeit kannst Du Dir aber mit den folgenden Tipps ein „Basis“-Linkprofil aufbauen:

  • Unterstütze Deine örtliche Gemeinschaft
  • Vernetze Dich mit relevanten Bloggern in Deiner Nische
  • Schreibe Gastartikel für relevante Websites in der Branche
  • Eigne Dir Nachrichtenwert an (fange, wenn nötig, in Deiner örtlichen Umgebung an)
  • Sponsere oder veranstalte Events
  • Interviewe Betreiber/Mitarbeiter von den „Ziel-Websites“ (möglicherweise verlinken sie zurück auf Deinen Content)
  • Analysiere die Linkprofile Deiner Wettbewerber

Mit dem Backlink-Monitoring von Seobility kannst Du automatisiert neue Link-Möglichkeiten finden, die auf den Linkprofilen Deiner Wettbewerber und relevanter Websites innerhalb Deiner Nische basieren.

Zusätzlich kannst Du die Linkprofile der Konkurrenz manuell analysieren, um Ideen und potenzielle Lücken zu suchen, die Du ausnutzen kannst.

mehr als ein Wettbewerber auf einer Seite

Idealerweise wirst Du irgendwann den Punkt erreichen, an dem andere Websites ganz natürlich auf Deine Seiten verlinken, weil Du hochwertigen, vertrauenswürdigen Content veröffentlichst, der so interessante Informationen enthält, dass sie ihn einfach mit ihren Besuchern teilen müssen.

Eine langfristig effektive Strategie ist es auch, datenorientierte Inhalte zu veröffentlichen. Dazu gehören zum Beispiel Berichte mit Statistiken und exklusiven Einblicken. Im Idealfall gewinnst Du durch Umfragen und Interviews einzigartige Einblicke, die sonst niemand veröffentlichen kann. Alle Links werden also auf Dich verweisen.

Das mag zwar ein ziemlich großes Content-Projekt sein, aber es lohnt sich langfristig darauf hinzuarbeiten, denn es kann den ROI Deiner SEO-Maßnahmen stark erhöhen. Weitere Ideen und Inspiration zum Linkaufbau findest Du auch in unserem Linkbuilding Guide.

Fehler Nr. 6: Viel Traffic auf eine minderwertige Website leiten

Es ist egal, wie hoch Du für Deine wertvollsten Keywords rankst, wenn Besucher auf Deiner Website landen, nur um direkt wieder auf den Zurück-Button zu klicken. Du kannst eine schlechte Website nicht dadurch kompensieren, dass Du einfach mehr Traffic auf sie leitest. So verjagst Du nur die Besucher, und das möglicherweise endgültig.

Laut einer Umfrage von Digital.com sind langsame Ladezeiten das größte Problem, mit dem sich Website-User konfrontiert sehen (21 %). Nur 16 % der Befragten geben an, dass sie wahrscheinlich auf eine Website zurückkehren würden, die langsam lädt. 45 % der Besucher haben hingegen einen negativen Eindruck der Website.

Auswirkungen einer schlechten Ladezeit
Links: Was ist Dein Eindruck von einem Unternehmen, wenn die Website zu langsam lädt?, rechts: Wie wahrscheinlich ist es, dass Du eine langsam landende Website nochmal besuchen würdest? (Quelle)

Der Bericht listet die folgenden Probleme als häufigste Ursachen für eine schlechte User Experience (UX) auf:

  1. Langsame Ladezeiten – 21 %
  2. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit – 20 %
  3. Schlechte Navigation – 15 %
  4. Schlechte mobile Optimierung – 15 %

Google weiß, das eine schlechte UX das Sucherlebnis zunichtemacht. Daher werden Websites belohnt, die nicht nur hochwertigen Content, sondern auch eine gute User Experience bieten.

Es ist deshalb für Websites mit schlechter UX schwieriger, ihr Suchmaschinen Ranking zu verbessern und das Traffic-Potential auszuschöpfen. Und was noch schwerwiegender ist: Du vergraulst die Mehrheit Deiner neuen Besucher. Viele dieser Besucher werden vermutlich nie wieder auf Deine Website zurückkehren, und zwar auch dann nicht, wenn sie Dich irgendwann in den Suchergebnissen finden.

Eine Website mit schlechter UX ist der schnellste Weg, das hohe ROI-Potenzial von SEO zunichtezumachen und es Dir sogar noch mehr zu erschweren, Traktion zu gewinnen. Und das ist etwas, was für kleinere Unternehmen ohnehin schon nicht einfach ist.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Stelle sicher, dass Deine Website auf Vordermann ist, bevor Du all Deine Ressourcen in das Generieren von Traffic steckst. Die moderne Suchmaschinenoptimierung dreht sich nicht nur um technische und Content-Optimierung, sondern auch um die Optimierung der User Experience. Daher solltest Du im Rahmen Deiner SEO-Strategie folgende UX-Faktoren priorisieren:

Modernes SEO hat sehr viele Überschneidungen mit UX-Design. Google führt regelmäßig neue Signale wie die Core Web Vitals ein, die Seiten für eine gute Nutzererfahrung honorieren.

Suchmaschinen sind darauf angewiesen, dass die User mit den Seiten, die sie über ihre Plattformen besuchen, zufrieden sind, damit diese die Suchmaschine wiederholt nutzen. Aus diesem Grund belohnt Google vor allem Seiten, die den Usern den gewünschten Inhalt in einer Form bieten, die sie dazu bringt, mit der Seite und der Website als Ganzes zu interagieren.

Mit Google Analytics kannst Du Metriken wie Durchschn. Zeit auf der Seite und Seiten / Sitzung tracken, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie ansprechend Deine Seiten sind.

Du kannst diese Informationen in Google Analytics (Universal) aufrufen, indem Du zu Website Content 🡪 Alle Seiten navigierst:

Time on Page in Google Analytics

Kombiniere diese Daten mit dem PageSpeed Insights Tool von Google, um Probleme mit der Ladezeit oder der UX zu identifizieren, die User eventuell dazu veranlassen, eine Seite zu verlassen, bevor sie sich überhaupt mit Deinem Content beschäftigen.

Beachte aber, dass es viele Gründe dafür geben kann, dass User eine Seite schnell wieder verlassen. Nicht alle müssen mit einem technischen Mangel zusammenhängen.

Es können zum Beispiel auch folgende Gründe dahinterstecken:

  • Die Nutzerintention konnte nicht vollständig befriedigt werden. Für eine E-Commerce-Website kann das z.B. bedeuten, dass jemand vor der Entscheidung zum Kauf erst vertrauensbildende Signale sehen muss, wie zum Beispiel positive Kundenbewertungen.
  • Es gibt Elemente in Deinem Content, die auf minderwertige Qualität oder sogar Spam hindeuten und die User abschrecken. Dazu gehören zum Beispiel Inhalte mangelnder Qualität oder ein Übermaß an Sales-Popups, die Besucher veranlassen, die Website schnell wieder zu verlassen.

Fehler Nr. 7: Ein Ranking an der Spitze der 1. Suchergebnisseite erwarten

Viele Unternehmer starten SEO in der Hoffnung darauf, dass sie für ihre wichtigsten Keywords bei Google ganz oben auf Seite 1 ranken werden. Sie erwarten, dass sie massenweise Traffic generieren werden und die Leute es kaum erwarten können, einen Kauf auf ihrer Website zu tätigen. Leider ist das nicht nur aus SEO-Sicht unrealistisch, sondern auch, weil Menschen nicht auf diese Weise im Internet suchen und kaufen.

Wenn Du schnell Traffic auf Deine Website bringen und Dich auf Besucher fokussieren willst, die bereit sind, sofort etwas zu kaufen, ist PPC die bestgeeignete Strategie.

SEO ist eine längerfristige Strategie, die organische Sichtbarkeit schafft und Deine Marke in jeder Phase der Customer Journey für potenzielle Kunden sichtbar macht. Und einige dieser Kunden werden beim 1. Kontaktpunkt mit Deiner Marke noch nichts kaufen.

Es erfordert Zeit, diese Art von Suchpräsenz aufzubauen und Du wirst für kein Keyword über Nacht ganz oben auf Seite 1 ranken. Es kann Monate, wenn nicht Jahre dauern, für stark umkämpfte Keywords auch nur in die Nähe der ersten Seite zu kommen. Du trittst hier nämlich gegen die Besten Deiner Branche an – ganz zu schweigen von Größen wie Wikipedia, Amazon und anderen wichtigen Anbietern.

Wie können kleine Unternehmen diesen Fehler vermeiden?

Halte Deine Erwartungen, was die Wirkung Deiner SEO-Bemühungen angeht, realistisch, und zwar besonders, wenn Du ein kleines Unternehmen führst und in einer Branche mit viel Wettbewerb agierst. Denk daran, dass es nicht Dein Ziel ist, ganz oben auf der Seite mit den Suchergebnissen zu erscheinen oder möglichst viel Traffic zu generieren. Dein primäres Ziel ist es, den relevanten Traffic zu maximieren (also Besucher, die sich wirklich für Deine Produkte oder Dienste interessieren), Brand Awareness aufzubauen und Interessenten zu gewinnen, die wahrscheinlich in Zukunft etwas bei Dir kaufen werden.

Und damit Dir das gelingt, musst Du nicht zwangsläufig für stark umkämpfte Keywords ganz oben ranken.

Realistisch gesehen steht Dir wahrscheinlich nicht das Budget oder die Ressourcen zur Verfügung, um als kleines Unternehmen von Anfang an die Spitzenpositionen anzustreben. Stattdessen kannst Du Traktion aufbauen, indem Du Dich anfangs auf Strategien konzentrierst, die darauf ausgerichtet sind, kleine aber schnelle Ergebnisse zu erzielen.

Beispieltaktiken für schnellere positive Ergebnisse können folgende sein:

  • Füge Deinen wichtigsten Seiten neue Inhalte hinzu, um ihre Reichweite zu vergrößern und ein breiteres Publikum anzusprechen. Erkläre zum Beispiel komplexe Informationen und mache es den Leuten möglichst leicht, Kontakt aufzunehmen.
  • Füge unten auf Deinen wichtigsten Seiten häufig gestellte Fragen hinzu, um den Wert für Besucher zu erhöhen.
  • Füge Content in Form von Bildern und Videos hinzu, um Bereiche in den SERPs zu erobern, die diesen Inhaltstypen vorbehalten sind und von der Konkurrenz oft übersehen werden.
  • Sieh Dir für Deine Branche die am besten performenden Inhalte auf den Websites Deiner Konkurrenten sowie die am besten performenden Ergebnisse in den Suchmaschinen an. Erstelle umfassendere Inhalte als diejenigen, die aktuell ranken.
  • Analysiere die Strategien Deiner Wettbewerber und suche nach Lücken, die diese übersehen haben, damit Du Dich von der Konkurrenz abheben kannst.

Wenn Du erstmal etwas Traktion gewonnen hast, kannst Du Dir ehrgeizigere SEO-Ziele setzen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Wir haben in diesem Artikel ziemlich viele Aspekte abgedeckt. Fassen wir also noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen. Hier ist ein Überblick der Fehler, die wir besprochen haben, sowie eine kurze Erinnerung, wie Du sie vermeiden kannst.

  1. Ohne Plan anfangen: Setze Dir realistische SEO-Ziele und entwickle eine auf Daten basierende Strategie, um diese zu erreichen.
  2. SEO als kostenlose oder billige Maßnahme verstehen: Investiere genügend in die Suchmaschinenoptimierung, um innerhalb eines realistischen Zeitraums exponentielles Wachstum zu erreichen.
  3. Technisches SEO ignorieren: Nutze geeignete Tools, um die technische Performance Deiner Website zu gewährleisten, oder nimm Unterstützung von Profis in Anspruch.
  4. Vermeintliche SEO-„Hacks” nutzen: Lerne zuerst die Grundlagen und eigne Dir die notwendige Erfahrung an, um zwischen guten und schlechten Ratschlägen unterscheiden zu können.
  5. Unnatürliche Backlinks aufbauen: Verdiene durch Outreach und Publicity hochwertige Links von relevanten Websites, die für primäre Keywords höher ranken als Du.
  6. Viel Traffic auf eine minderwertige Website leiten: Bringe zunächst Deine Website auf Vordermann, bevor Du versuchst, mehr Traffic auf sie zu leiten. Das wird sich sowohl auf Deine Rankings als auch auf Deine Conversion Rates positiv auswirken.
  7. Ein Ranking ganz oben auf Seite 1 erwarten: Gewinne schneller Traktion, indem Du mit einfacheren Zielen startest und Deine SEO-Ziele im Laufe der Zeit skalierst.

Indem Du diese häufigen Fehler vermeidest, hast Du einen Vorteil gegenüber den meisten anderen kleinen Unternehmen, die gerade mit SEO beginnen. Außerdem kannst Du so mit Deiner Strategie schneller Traktion aufbauen.

Je früher sich eine Dynamik entwickelt, desto schneller werden sich Deine SEO-Bemühungen auch auszahlen. So ergibt sich wiederum die Möglichkeit, mehr zu investieren und die Art von exponentiellem Wachstum zu erreichen, über die wir in diesem Artikel gesprochen haben.

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2 Gedanken zu „Die häufigsten SEO-Fehler, die kleine Unternehmen anfangs machen & wie Du sie vermeidest

Alexander
25. Januar 2023 18:08

Viele haben ja nicht mal die Search Console installiert…… das ist dann schon traurig.

    seobility
    26. Januar 2023 9:25

    Das liegt vermutlich daran, dass viele dieses Tool einfach nicht kennen oder nicht wissen, wofür man es braucht. Aber Du hast Recht damit, dass man die Google Search Console auf jeden Fall eingerichtet haben sollte!

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