Linkbuilding Guide: So sicherst Du Dir hochwertige Backlinks [mit Praxisbeispielen]

Es führt kein Weg daran vorbei: Backlinks sind auch heute noch essentiell für Deine Suchmaschinenoptimierung und Top Rankings für Deine Website!

Allerdings ist Linkbuilding nicht mehr so einfach, wie es Mal war. Das wissen wir auch.

Und genau deshalb haben wir gute Neuigkeiten für Dich:

In diesem Guide nehmen wir Dich an die Hand und zeigen Dir 15 der besten Strategien, mit denen Du aktuell hochwertige Backlinks für Deine Website gewinnen kannst.

Und damit meinen wir Backlinks, die wirklich etwas bewirken, die das Vertrauen in Deine Website steigern und Deinen organischen Traffic anwachsen lassen … Wir sprechen von Links, die Google lieben wird!

Hier eine kurze Übersicht:

Lass uns zunächst gemeinsam ansehen, was eigentlich einen Link hochwertig macht, bevor wir tiefer in die Strategien eintauchen.

Die kurze Antwort auf diese Frage ist, dass jeder Link, der redaktionell und freiwillig gesetzt wird, als hochwertiger Link eingestuft werden kann. Das ist allerdings auch eine recht bequeme Antwort.

Wenn wir nämlich „Qualität“ als die Wahrscheinlichkeit dafür definieren, dass ein individueller Link unsere Rankings verbessert, sollten wir folgendes beachten:

1. Stärke der verweisenden Domain

Starke Domains — egal ob Du diese Stärke in Form von „Domain Authority“, „Domain Rating“ oder sogar organischem Traffic misst — genießen bei Google höheres Vertrauen. Wenn Du einen Backlink von einer starken, vertrauenswürdigen Domain gewinnst, wird sich auch etwas von diesem Vertrauen auf Deine Website übertragen.

Bei Seobility berechnen wir für jede Website eine „Domain Bewertung“ zwischen 0 und 100 (100 ist die stärkste). Unten können wir sehen, dass seobility.net momentan eine Domain Bewertung von 46 hat.

backlink check seobility

2. Stärke der verweisenden URL

Eine Seite gewinnt ihre Stärke aus internen Links und Backlinks. Einfach ausgedrückt: Je mehr interne Links und Backlinks auf eine Seite verweisen, desto stärker ist diese Seite und desto mehr Wert hat eine Verlinkung von dieser Seite auf Deine Seite. Metriken wie Page Authority (Moz) und Page Rating (Ahrefs) sind ein Hinweis auf die Stärke einer individuellen Seite.

3. Relevanz der verweisenden Domain

Nehmen wir mal an, Du betreibst eine Website zum Thema Hunderassen. Wenn andere Hunde-Websites auf Deine Seiten verlinken, zeigt das Google, dass:

  1. Deine Website eine Autorität auf dem Gebiet ist, und
  2. dass Dein Ranking für Suchanfragen rund um das Thema Hunderassen höher sein sollte.

4. Relevanz der verweisenden Seite

Nicht alle Websites sind auf eine spezifische Nische fokussiert und selbst die, die es sind, können manchmal vom Thema abweichen. Wir müssen also zusätzlich zur Relevanz der Domain die thematische Relevanz der jeweiligen Unterseite in Betracht ziehen.

Nehmen wir an, Deine hypothetische Hunde-Website erhält einen Link aus einem Artikel über Labrador-Training von einer Nachrichten-Website. Obwohl die Website an sich viele unterschiedliche Themen behandelt, ist die Relevanz der verlinkenden Seite für Google ein gutes Zeichen.

5. Position des Links auf der Seite

In der Regel hat ein Link innerhalb des Inhalts einer Seite die größte Wirkung. Google besitzt ein Patent namens Reasonable Surfer, das (sofern es in den Algorithmus integriert ist) es ermöglicht, einem Link einen Wert zuzuweisen, der auf der Wahrscheinlichkeit dafür basiert, dass er angeklickt wird.

Kurzfassung: Je wahrscheinlicher es ist, dass ein Link angeklickt wird, desto mehr „Link-Juice“ gibt er an die verlinkte Seite weiter.

6. Den Link umgebender Text

Neben den Domain- und Seitensignalen kann Google auch den Text, der den Link umgibt, als ein Zeichen der Relevanz ansehen. Für unsere Website über Hunderassen bedeutet das, dass ein Backlink, der in einem Absatz über Hunderassen enthalten ist, möglicherweise eine höhere Gewichtung erhält.

7. Anzahl der externen Links auf der Seite

Je mehr Links sich auf einer Seite befinden, desto weniger Link Juice wird von jedem einzelnen Link weitergegeben.

Einfach ausgedrückt: Wenn eine Seite zehn Links enthält, werden jedem dieser Links 10 % des verfügbaren Link-Juice zugewiesen. Wenn es nur fünf Links sind, erhält jeder Link 20 %.

Beachte: Das Reasonable-Surfer-Patent lässt darauf schließen, dass es sich möglicherweise um keine gleichmäßige Aufteilung handelt. Zum Beispiel wird ein Link weiter oben auf der Seite wahrscheinlich eher angeklickt und erhält so ein größeres Stück vom Kuchen. Aber im Großen und Ganzen gilt: Je weniger externe Links auf einer Seite, desto mehr Wert hat jeder einzelne Link.

8. Linktext des Links

Diverse Studien (einschließlich meiner eigenen) haben bestätigt, dass der Linktext weiterhin einen erheblichen Einfluss auf das Ranking hat.

Für unsere Hunderassen-Website hilft uns also ein Link mit dem Ankertext „Hunderassen“ dabei, für das Keyword zu ranken.

<a href="example.com">Hunderassen</a>

Dasselbe gilt bei einer teilweisen Übereinstimmung:

<a href="example.com">auf dieser Seite findest du Infos zu Hunderassen</a>

Allerdings sollten Links mit Keywords im Linktext sparsam eingesetzt werden. Eine zu aggressive Optimierung des Linktextes könnte zu einer Abstrafung führen.

9. Verzicht auf zusätzliche Attribute, die die Weitergabe von Link-Juice verhindern

Auch wenn Google das „nofollow“-Attribut nun eher als Hinweis denn als Anweisung betrachtet, ist es dennoch wahrscheinlich, dass ein Link ohne dieses Attribut (Beispiel 1 unten) mehr Wert hat.

  1. <a href=“beispiel.com“>Hunderassen</a>
  2. <a href=“beispiel.com“ rel=“nofollow“>Hunderassen</a>

Zusätzliche Attribute wie „ugc“ (User Generated Content) und „sponsored“ können ebenso die Weitergabe von Link-Juice verhindern.

Beachte: Schon vor Googles offizieller Bestätigung bin ich immer der Meinung gewesen, dass sich ein nofollow-Link von einer vertrauenswürdigen Website positiv auf das Ranking auswirkt. Link-Juice ist nicht der einzige Faktor, der eine Rolle spielt.

Nutze das „Link Rating“ von Seobility für einen schnellen Einblick in die Stärke eines Backlinks

Bei Seobility haben wir unsere eigene Metrik mit dem Namen „Link Rating“. Hier wird jedem Backlink, der auf eine Website verweist, eine Punktzahl zwischen 0 und 100 (100 ist die beste) gegeben.

Wir nutzen eine Reihe der oben beschriebenen Faktoren, um das Rating für jeden Link zu berechnen. Die Metrik kann also einen hilfreichen Überblick zur Stärke eines individuellen Links geben.

Wenn Du eine URL oder eine Domain mit unserem kostenlosen Backlink Check überprüfst, erhältst Du eine Link Rating Punktzahl für jeden gelisteten Backlink.

link rating

Als registrierter Nutzer findest Du diese Metrik außerdem im „Backlinks“-Bereich für Dein Projekt.

seobility link rating

Wir wissen also jetzt, was einen Backlink hochwertig macht. Aber wie können wir diese Art von Backlinks aufbauen?

In diesem Abschnitt zeigen wir Dir zehn der wirksamsten Strategien, um starke Backlinks zu sammeln.

Wir geben Dir für jede Methode einen Überblick, Beispiele aus der Praxis und eine kurze Schritt-für-Schritt-Zusammenfassung.

Fangen wir also mit unserer Linkbuilding-Taktik Nr. 1 an, mit der Du Links von Websites mit hohem Domain Rating sammeln kannst: die Visualisierung von Daten.

1. Erstelle eine ansprechende Datenvisualisierung

Du wünschst Dir Aufmerksamkeit und Backlinks von großen Medienseiten? Dann ist die Datenvisualisierung eines der besten Erfolgsrezepte.

Das Konzept ist ganz einfach:

  1. Schnapp Dir komplexe Daten
  2. Verwandle sie in ein ansprechendes, leicht verdauliches visuelles Format.

Es gibt massenweise Wege, das zu tun. „Formate“ können aber auch schnell übersättigt werden und ihre Wirkung verlieren.

Woher weiß man also, was momentan funktioniert?

Unser Tipp: Behalte die Sozialen Medien im Auge. Und wenn Du siehst, dass ein interessantes neues Format zur Datenvisualisierung immer häufiger genutzt wird, sollten bei dir die Warnlampen aufleuchten.

Hier ein persönliches Beispiel von mir zur Wirksamkeit von Datenvisualisierung.

Aufbau von Links mit dynamischen Diagrammen (alias „Live-Grafiken“)

Im letzten Jahr fiel mir auf, dass bei Facebook und Twitter dynamische Diagramme immer beliebter wurden. Diese Diagramme wurden wie verrückt angesehen und geteilt.

Zu den frühesten Beispielen gehört dieser Tweet von Matt Navarra aus dem Februar 2019. Dieser zeigt, wie sich das Ranking der weltweit führenden Marken in den letzten 19 Jahren verändert hat:


Matt Navarras Tweet von 2019 zum Ranking der 15 globalen Top-Marken (am Ende holen große Tech-Unternehmen auf)

Bis heute wurde das Video in Matts Tweet von mehr als 10 Mio. Nutzern angesehen. Nicht übel, oder?

Nachdem ich ein paar dieser Diagramme gesehen hatte, gingen in meinem Kopf nicht nur die Warnlichter an. Es war eine komplette 80er Disco mit Discokugeln, Strobolicht und Lasern!

Es war also an der Zeit herauszufinden, wie ich selbst solche Grafiken erstellen kann.

Gute Nachricht: Es gibt eine coole App namens Flourish, die genau das kann.

flourish - App für Datenvisualisierung
Live-Grafik zum Wachstum der urbanen Bevölkerung seit 1960 über die Flourish-App

Nachdem ich das „wie“ geklärt hatte, brauchte ich ein „was“, oder mit anderen Worten: Ich brauchte ein Thema.

Die Website, für die ich die Grafik erstellen wollte, gehörte zur Sport-Nische. Nach kurzem Brainstorming und einer Google-Session beschloss ich, ein dynamisches Diagramm — im weiteren Verlauf werde ich es „Live-Grafik“ nennen — zu erstellen, das zeigt, wie sich die Forbes-Liste der bestbezahlten Athleten mit der Zeit verändert hat.

Tipp: Geld/Einkommen ist immer ein gutes Thema.

Ich verbrachte also einen langen Tag mit dem Sammeln von Daten, machte mich mit Flourish vertraut und stellte meine Live-Grafik und die dazugehörigen Texte fertig. Schließlich war der Artikel bereit, um veröffentlicht zu werden.

bestbezahlte Athleten
Mein Artikel über die Entwicklung der höchstbezahlten Athleten von 1990 – 2020.

Und das Ergebnis?

Einige sehr starke Verlinkungen von Kandidaten wie The Sun (DR89), MSN (DR92), Fox Sports (DR77) und Digg (DR92).

Und über 10 Mio. Nutzer sahen sich die Grafik in den Sozialen Medien an. Selbst Floyd Mayweather teilte meine Live-Grafik bei Twitter:

War das ein einmaliger Zufall?

Nein. Einige Wochen später veröffentlichten wir eine weitere Live-Grafik. Diesmal zeigten wir, wie sich die Tabelle der englischen Fußballliga mit der Zeit verändert hat.


SportBible teilte unsere Live-Grafik bei Twitter.

Und wieder konnten wir ein paar wirklich tolle Verlinkungen einheimsen.

football league table backlinks

So funktioniert’s:

  1. Behalte die Sozialen Medien im Hinblick auf „heiße“ Formate für Datenvisualisierung im Auge
  2. Wähle ein Thema, das für Deine Nische relevant ist
  3. Sammle Daten
  4. Erstelle eine Visualisierung, die die Daten in einem einfachen, leicht-verdaulichen Format veranschaulicht
  5. Promote die Grafik über Outreach und Soziale Medien

2. Erstelle ein „Resource-Hub“ für ein Thema aus den aktuellen Nachrichten

Was ist der Unterschied zwischen einer Ressourcen-Seite und einem Resource-Hub?

Wenn Du Dir eine Ressourcen-Seite vorstellst, hast du wahrscheinlich eine Seite wie diese vor Augen:

Ressourcen Seite
Quelle: https://www.passion-fliegenfischen.de/videos/links/

Es handelt sich quasi um eine Liste externer Links zu einem bestimmten Thema. So eine Liste ist sicherlich nützlich, kann aber auch ein wenig trocken sein.

Sieh Dir im Vergleich dazu dieses Resource-Hub zum Thema Mietpreisregulierung in den USA an:

resource hub
Resource-Hub zu den Mietpreisregulierungsgesetzen in den verschiedenen US-Staaten sowie die neuesten Nachrichten zum Thema Mietpreisregulierung.

Zusätzlich zu den entsprechenden Links wird uns hier eine interaktive Karte und eine Zeitachse zur Gesetzgebung im Hinblick auf die Mietpreisregulierung geboten.

Das Ziel ist es, alle wichtigen News und Informationen zu einem bestimmten Thema an einer Stelle zu haben und diese Stelle zum Anlaufpunkt (oder Hub) für Journalisten zu machen, wenn diese Zahlen oder sonstige Informationen benötigen.

Was ist das Ergebnis? Einige sehr hochwertige, relevante Backlinks, zu denen zum Beispiel realtor.com (DR90) gehört.

backlinks rentprep

Hier ist ein weiteres Resource-Hub, das einige Backlinks von großen, vertrauenswürdigen Websites wie der New York Times und USA Today anziehen konnte.

So funktioniert’s:

  1. Behalte die Nachrichten im Auge und achte auf Trend-Themen, die mit Deiner Nische zu tun haben
  2. Erstelle eine „Hub“-Seite zu dem Thema, die die heißesten News und Entwicklungen zum Thema umfasst, sowie relevante Links enthält
  3. Integriere, wenn möglich, ein visuelles Element (z. B. eine Karte)
  4. Mache Journalisten und andere relevante Websites, die über das Thema schreiben, auf Dein Resource Hub aufmerksam

3. Nutze kostenlose Tools oder Rechner

Was ist besser als ein cooles Tool? Ein kostenloses cooles Tool.

Und das richtige Tool kann zu einem absoluten Magneten für Backlinks werden.

Ein Beispiel ist dieses Tool: Du kannst hier Deinen optimalen Puls beim Sport auf der Grundlage Deines Alters und des angestrebten Prozentsatzes Deines maximalen Pulses berechnen:

Puls Rechner

Und dieses Tool hat tonnenweise Backlinks angezogen!

puls rechner backlinks

Das Tool sieht vielleicht kompliziert aus, basiert aber tatsächlich auf einer ganz simplen Rechnung (du kannst die Vorgehensweise hier auf der CDC-Website einsehen).

Jeder halbwegs erfahrene Programmierer kann so etwas innerhalb weniger Stunden bauen.

Wir von Seobility sind große Fans des Linkbuildings mithilfe kostenloser Tools.

Mit unserem kostenlosen SEO Check konnten wir Verlinkungen von 143 verweisenden Domains aufbauen:

backlinks seo check

Wir haben außerdem vor Kurzem einen kostenlosen SERP-Snippet-Generator gebaut.

serp snippet generator von seobility

Probiere unseren SERP-Snippet-Generator hier aus, und wenn er Dir gefällt, … würden wir uns über eine Verlinkung freuen! 😉

Bonus-Tipp: Entwickle ein unterhaltsames Tool, um viralen Traffic zu erzeugen und Backlinks zu gewinnen!

Tools müssen nicht langweilig sein.

Ein Tool, dessen Nutzung Spaß macht, kann sowohl Backlinks als auch eine Menge viralen Traffic erzeugen.

Hier ist ein Tool, das ich 2018 entwickelt habe. Es errechnet, mit wie vielen Schlägen ein Golfprofi auf Dein Gehalt kommen würde.

tiger my wage
Gib Dein Jahresgehalt und einen Golfer ein und lass das Tool berechnen, wie viele Schläge er brauchen würde, um auf Dein Gehalt zu kommen.

Das Tool hat mir einige Verlinkungen von sehr vertrauenswürdigen Websites eingebracht:

tigermywage backlinks

Es hat außerdem über 50.000 Aufrufe („Pageviews“) über Verlinkungen und Shares in den Sozialen Medien erhalten:

page views

So funktioniert’s:

  1. Brainstorme, welche Berechnungen im Zusammenhang mit Deiner Nische interessant wären
  2. Oder finde ein Problem, das Du mit einem Tool lösen kannst (z. B. unser SERP-Vorschau-Tool)
  3. Programmiere das Tool
  4. Pitche Dein Tool an potenziell Interessierte innerhalb Deiner Nische

Du bist noch nicht überzeugt?

Hier ein weiteres Beispiel für ein Tool, das eine riesen Menge Links erhalten hat.

Am 28. Februar 2021 hat MyHeritage das Tool Deep Nostalgia auf Product Hunt gelauncht.

deep nostalgia producthunt

Deep Nostalgia ist ein außergewöhnliches (wenn auch etwas gruseliges) Tool, mit dem auf Basis von Deepfake Technologien alte Familienfotos animiert werden können.

deep nostalgia

Du kannst das Tool hier ausprobieren.

In den wenigen Wochen seit dem Livegang hat das Tool bereits mehr als 5.000 Backlinks angezogen…

Backlink Check für Deep Nostalgia

… und viel mediale Aufmerksamkeit erhalten.

Berichterstattung zu Deep Nostalgia

Das Tool schlägt die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft und hat dem Unternehmen My Heritage damit ein riesigen Gewinn in Bezug auf Backlinks und PR beschert.

Apropos Vergangenheit…

4. Nutze den Lauf der Zeit

Der griechische Philosoph Heraklit Ephesus sagte einst, dass „Veränderung die einzige Konstante im Leben“ sei.

Zu der Zeit hat er zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ans Linkbuilding gedacht, aber gute 2.500 Jahre später ist es definitiv eine Gegebenheit, die wir für uns nutzen können.

Denn viele Artikel enthalten Statistiken – und Statistiken ändern sich im Laufe der Zeit.

Zum Beispiel überholte Roger Federer Tiger Woods 2017, was das individuelle Sportler-Preisgeld anging, und wurde damit zum bestverdienenden Sportler aller Zeiten.

roger federer überholt tiger woods
Roger Federer überholt Tiger Woods im individuellen Preisgeld

Und plötzlich erwähnte jeder Artikel im Netz, dass Tiger Woods nicht mehr der Topverdiener war. Oder mit anderen Worten: Es wurde überall verbreitet, dass die Info, dass er Topverdiener ist, falsch sei.

Die Chance hier? Ich hoffe, sie liegt auf der Hand. Aber nur für den Fall, dass es nicht so ist: Nehmen wir an, Du bist Betreiber einer Sport-Website. Du hättest dann folgende Möglichkeit:

  1. Erstelle eine Seite darüber, dass Federer mittlerweile der Topverdiener ist
  2. Kontaktiere alle Websites, die noch immer Tiger Woods an der Spitze listen und informiere sie darüber, dass Roger ihn vom Thron gestoßen hat
  3. Schlage Deine Seite als Link zum Zitieren vor

Egal in welcher Nische Du bist, Statistiken (und Fakten) ändern sich. Wenn Du schnell handelst, bieten sich Dir gute Chancen zum Sammeln von Backlinks.

Pro-Tipp: Finde mit dem Datumsfilter von Google ältere Artikel

Wenn Du Google in Hoffnung auf veraltete Content-Links durchsuchst, wirst Du feststellen, dass die meisten angezeigten Artikel erst kürzlich veröffentlicht wurden. Du hast allerdings die Möglichkeit, den Datumsfilter von Google zu verwenden, um Dir auch ältere Artikel anzeigen zu lassen.

Der „Suchfilter“ wird Dir direkt unter der Suchleiste angezeigt.

In dem unteren Beispiel habe ich den Filter so eingestellt, dass nur Artikel angezeigt werden, die 2017 veröffentlicht wurden.

google suchfilter

Wir können mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass drei-Jahre-alte Artikel nicht mehr aktuell sind.

5. Führe eine Umfrage durch (und überlege Dir dazu eine interessante Schlagzeile)

Unsere Umfrage hat ergeben, dass 79 % aller Journalisten Umfragen lieben.

Okay, das haben wir uns ausgedacht.

Aber egal, was der eigentliche Prozentsatz ist, es besteht kein Zweifel daran, dass Umfragen weiterhin ein sehr gutes Mittel sind, um in die Medien zu gelangen (und um hochwertige Backlinks zu sammeln, wie in unserem Fall).

Browse einfach durch die neuesten Artikel auf den großen Medien-Websites und Du wirst diverse Storys finden, die auf den Ergebnissen kürzlich durchgeführter Studien basieren.

studie
Quelle: https://t3n.de/news/frauen-erfolgreich-fondsmanager-1318368/

Aber ist die Durchführung einer Umfrage nicht ziemlich teuer?

Nicht unbedingt. Denn die gute Nachricht ist, dass Du für die Durchführung der Umfrage kein teures Unternehmen beauftragen musst.

Die britische Seite Heating Force zum Beispiel, die sich auf Bewertungen von Boilern spezialisiert hat, erreichte mit einer Umfrage per Facebook-Anzeige 1.256 britische Haushalte und befragte sie dazu, wie sie ihre Zentralheizung nutzten.

Die Umfrage wurde von einer Reihe von Blogs aus der Branche sowie von regionalen Zeitungen aufgenommen. Dazu gehörte zum Beispiel das Liverpool Echo (DR81).

Umfrage wird von Zeitung aufgegriffen
Ein Artikel im Liverpool Echo zu den Heizgewohnheiten der Briten mit Verlinkungen zur Umfrage.

Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wann ein wenig PR-Know-how von Nutzen sein kann.

Aus den Statistiken im oberen Screenshot können wir drei Titel für eine Pressemitteilung formulieren:

  1. 71 % der britischen Haushalte stellen ihren Thermostat auf die richtige Temperatur ein
  2. 29 % der britischen Haushalte stellen ihren Thermostat zu hoch (oder zu niedrig) ein
  3. Millionen britischer Haushalte stellen ihren Thermostat zu hoch (oder zu niedrig) ein

Welche dieser Schlagzeilen würde wohl die meiste Aufmerksamkeit von Journalisten auf sich ziehen?

Richtig, die dritte Schlagzeile.

Die Umfrage hat zwar ergeben, dass die meisten Leute ihre Boiler richtig einstellen, aber daraus lässt sich keine interessante Story konstruieren.

Deshalb konzentrieren wir uns auf die 29 %, die es nicht tun.

Und wenn es um Schlagzeilen geht, ist ein bisschen Übertreibung (solange sie auf realen Fakten basiert!) nie verkehrt. „Millionen“ klingt einfach nach sehr viel mehr als 29 %, obwohl damit tatsächlich ein und derselbe Wert gemeint ist.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, eine höhere Zahl zu verwenden, dann halte Dich nicht zurück!

So funktioniert’s:

  1. Führe eine Umfrage zu einem Thema durch, das für Deine Nische relevant ist (Survey Monkey ist ein günstiges, leicht-bedienbares Tool zum Sammeln von Daten)
  2. Überlege Dir eine gute Schlagzeile, die auf Deine Ergebnisse Bezug nimmt
  3. Pitche diese Schlagzeile und die wichtigsten Erkenntnisse an Journalisten

6. Vergleiche Städte/Bundesländer/Länder miteinander

Wir Menschen lieben ein wenig Rivalität:

„Meine Stadt ist besser als Deine Stadt!“

„In meinem Bundesland sind die Menschen am freundlichsten!“

Das ist auch der Grund dafür, dass Studien, die Orte miteinander vergleichen (Städte, Staaten, Bundesländer oder Länder) hochwertige Backlinks anziehen wie das Licht die Motten.

Die großen Medien-Websites wissen, dass Berichte über solche Themen eine Menge Traffic generieren und dass viele Leser diese Links teilen werden.

Regionale Publikationen lieben alles, was ihre Stadt (oder ihren Staat) in ein gutes Licht rückt.

Ein Beispiel? Jedes Jahr veröffentlicht U.S. News & World Report ein Ranking der US-Orte, in denen es sich am besten lebt:

US-Orte in denen es sich am besten lebt
Die 125 Orte in den USA mit der höchsten Lebensqualität. U.S. News hat hierfür 125 beliebte Metropolgebiete analysiert.

Dieses Ranking zieht jedes Jahr aufs Neue Unmengen von Backlinks an:

usnews backlinks

Und genauso wie Tools müssen auch Studien nicht langweilig sein.

Nehmen wir zum Beispiel diese lustige kleine Studie der Website HerNorm: Sie zeigt uns für jeden US-Staat, zu welcher Jahreszeit sich Paare am häufigsten trennen. Damit holt sich die Seite einige starke Verlinkungen wie z.B. von mlive (DR86) und Daily Mail (DR92).

Karte mit Trennungen in den USA
Eine Karte, die für jeden US-Staat zeigt, zu welcher Jahreszeit sich die meisten Paare trennen.

Pro-Tipp: 50states.com hat ein sehr nützliches Verzeichnis, das alle wichtigen Nachrichtenpublikationen in jedem US-Staat auflistet.

Verzeichnis mit US-Zeitungen
Verlinkungen zu über 3.300 US-Zeitungen. Man muss nur den Staat anklicken, um sich Links zu den jeweiligen Zeitungen in dem Staat anzeigen zu lassen.

Eine Übersicht über die größten deutschen Regionalzeitungen nach Bundesland findest Du zum Beispiel bei Wikipedia.

So funktioniert’s:

  1. Sammle Daten auf Stadt-, Bundesland- oder Landesebene
  2. Erstelle einen Vergleich zwischen den Orten (eine Grafik, ein Diagramm oder eine Liste)
  3. Pitche Deinen Vergleich an nationale und regionale Publikationen

7. Werde zur Quelle für einzigartige Bilder

Kommt Dir dieser Mann bekannt vor?

hide the pain harold

Im Moment ist es sehr wahrscheinlich, dass Dir „Hide The Pain Harold“ (zu Deutsch „Harold, der versucht, seinen Schmerz zu verbergen“) in Form eines Reddit-Memes über den Weg läuft.

Und Du wirst es kaum glauben: Es gibt immer noch eine Menge Internetseiten, die das Stockfoto von „Harold“ (der übrigens in Wirklichkeit András Arató heißt) ganz unbedarft verwenden:

age uk
„Harold“ auf der Seite der britischen Charity Age UK, die sich um die Belange älterer Bürger kümmert.

(Know your Meme, Age UK!)

Das Problem ist, dass es nicht einfach ist, einzigartige Bilder für die eigenen Inhalte aufzutreiben. Obwohl Seiten wie Pixabay diese Aufgabe ein wenig einfacher machen (oder zumindest preiswerter), ist die Auswahl immer noch relativ begrenzt.

Wenn Du ein Stockfoto verwendest, musst Du damit rechnen, dass es auch auf Dutzenden, wenn nicht sogar Hunderten anderer Seiten auftaucht.

Für den Linkbuilder ist das eine Chance.

Wenn Du nämlich eine Galerie mit Fotos hast, die für Deine Nische relevant sind, hast Du etwas, was andere Seiten in der Branche gerne hätten.

Und genau das ist es, worum es bei gutem Linkbuilding geht: Potenziellen Linkgebern einen echten Mehrwert zu bieten (mehr dazu in Kürze).

Du kannst die Reverse Image Search (umgekehrte Bildersuche) von Google nutzen, um Websites zu finden, die bestimmte Stockfotos verwenden.

Wenn wir zum Beispiel nach diesem Bild von Pixabay suchen, können wir sehen, dass es … tja … so ziemlich überall ist.

reverse image search

Wie geht man hier also vor?

Ganz einfach!

Sende eine E-Mail an alle Websites, die das Stockfoto nutzen, und biete ihnen ein Ersatzfoto an — das sollte idealerweise ein Foto sein, das sie exklusiv für ihre Seite nutzen können.

Bitte als Gegenleistung für das Foto um eine Verlinkung.

Ich habe diese Methode letztes Jahr für meine Golf-Website genutzt…

photo credit link

… und mit nur 74 Outreach E-Mails 15 Backlinks erhalten.

photo credit link

Eine ordentliche Erfolgsquote und außerdem eine gute Ausrede für einen Ausflug nach St. Andrews 🙂

So funktioniert’s:

  1. Lege ein Archiv mit einzigartigen Bildern an, die für Deine Nische relevant sind
  2. Finde Seiten, die Stockfotos nutzen (umgekehrte Bildersuche)
  3. Kontaktiere diese Seiten, biete ihnen (idealerweise exklusive) Originalfotos an und bitte als Gegenleistung um eine Verlinkung.

8. Erstelle Landing-Pages für beliebte Videos

Du hast ein tolles Video bei YouTube veröffentlicht? Immer mehr Leute sehen sich Dein Video an und es wird über diverse andere Websites verbreitet?

Herzlichen Glückwunsch!

Aber: Aus SEO-Sicht sind all diese Einbettungen leider wenig hilfreich für das Ranking Deiner Website.

Klar, es hilft dabei, Deine Videoseite bei YouTube höher zu ranken. Aber wäre es nicht noch viel besser, auch Verlinkungen (und Traffic) zu Deiner Website aufzubauen?

Die Lösung? Erstelle für Deine YouTube-Videos Landing-Pages!

Die New Yorker Anwaltskanzlei De Caro & Kaplen hat genau das für ihr beliebtes Video „The Invisible Rain Cloud“ („Die unsichtbare Regenwolke“) getan.

In dem Video wird erklärt, wie es ist, mit einem Schädel-Hirn-Trauma zu leben:

invisible rain cloud
Landing Page zu dem populären Video über das Leben mit Schädel-Hirn-Trauma

Die Seite umfasst:

  1. Das eingebettete Video
  2. Facebook-Kommentare
  3. Eine Dia-Version des Videos mit Skript
  4. Eine Erklärung zu den Beweggründen für das Video
  5. Links zu weiterführenden Quellen

Das Ergebnis? Einige sehr hochwertige Backlinks, einschließlich einer Verlinkung durch Business Insider (DR92).

backlinks invisible rain cloud

Pro-Tipp: Nutze den kostenlosen Backlink Check von Seobility, um Seiten zu finden, die Dein YouTube-Video eingebettet haben. Gib einfach Deine YouTube-URL in das Feld ein und klicke auf „Backlinks Prüfen“.

So funktioniert’s:

  1. Finde heraus, welches Deine beliebtesten YouTube-Videos sind
  2. Erstelle für diese Videos Landing-Pages, die zusätzliche Informationen und Ressourcen enthalten
  3. Kontaktiere Websites, die Deine Videos eingebettet haben und bitte sie, sie mit Deiner Landing-Page zu verlinken.

9. Mache aus Deinen eigenen Daten eine Story

Es sollte inzwischen deutlich geworden sein, dass Statistiken ein wirksames Mittel sind, um Aufmerksamkeit (und Links) zu gewinnen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Du eine Umfrage in Auftrag gibst oder Wikipedia nach Sportstatistiken durchsuchst – aus guten Daten lässt sich eine gute Story machen.

Aber es gibt auch noch eine weitere Quelle für interessante Statistiken und Trends, nämlich Deine eigenen Daten.

Das Job-Portal Glassdoor leistet hier sehr gute Arbeit (Achtung, Wortspiel!). Es sammelt über seine Website anonyme Nutzerdaten zu Gehältern und nutzt sie dazu, die Durchschnittsgehälter für diverse Berufe zu berechnen.

Dann baut es für diese Statistiken individuelle Landing-Pages:

glassdoor blogger gehalt
Glassdoor errechnet aus anoymen Nutzerdaten die Durchschnittsgehälter für diverse Jobs, wie zum Beispiel hier das Jahresdurchschnittseinkommen für Blogger.

Diese Landing-Pages sammeln viele bemerkenswerte Backlinks.

glassdoor backlinks

Man muss vielleicht ein bisschen überlegen, aber die meisten Unternehmen verfügen über Daten, die auf diese Art genutzt werden können.

Wenn Du zum Beispiel einen Webshop betreibst, der T-Shirts verkauft, kann es etwas so Einfaches sein wie: Gelbe T-Shirts sind mittlerweile beliebter als rote T-Shirts (Beliebtheit gemessen in Verkaufszahlen). Finde die Gründe dafür heraus und voilà: Hier ist Deine Story.

So funktioniert’s:

  1. Sieh Dich nach wechselnden Trends oder interessanten Erkenntnissen aus Daten um, die Dein Business von Besuchern/Kunden sammelt
  2. Konstruiere aus diesen Daten eine Story
  3. Pitche diese Story an Journalisten und an Websites, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen

10. Verlinke selbst auf relevante Seiten

Machst Du Dir Sorgen, dass sich gegenseitiges Verlinken negativ auf Deine Website auswirken könnte?

Das solltest Du nicht. Es ist ganz normal für Websites in derselben Nische, sich gegenseitig zu verlinken. Das ist kein Link-Komplott, sondern so funktioniert das Internet einfach.

Allerdings wird Dich eine Website sehr viel eher verlinken, wenn Du sie zuerst verlinkst. Dadurch lenkst Du ihre Aufmerksamkeit auf Dich und gehörst in ihren Augen zu den Guten.

Also, wann immer sich eine Gelegenheit zum Verlinken bietet, verlinke.

Bei Seobility verlinken wir in unseren Blog-Posts regelmäßig andere Marketing- und SEO-Websites.

Wie so oft ist es beim Outreach am besten, Emails kurz und knackig zu halten.

Du kannst zum Beispiel diesen Text als Vorlage nutzen:

Betreff: Wir haben {Name der Website} im Seobility-Blog erwähnt!Hallo {Name},

ich wollte Dir nur kurz mitteilen, dass wir Deinen Artikel {x} in unserem aktuellen Leitfaden {y} erwähnt und verlinkt haben.

Den vollständigen Leitfaden findest Du hier. Viel Spaß beim Lesen!

Beste Grüße,
{Dein Name}

Dir ist bestimmt aufgefallen, dass wir hier weder um Verlinkungen noch um das Teilen des Artikels gebeten haben. Denn wenn dem Empfänger der Artikel gefällt, wird er schon wissen, was zu tun ist.

Wir haben den ersten Schritt gemacht, um eine Beziehung aufzubauen und haben etwas „gegeben, bevor wir etwas bekommen haben“. Dadurch wird die Website künftig wahrscheinlich eher bereit dazu sein, uns ebenfalls einen Gefallen zu tun.

Pro-Tipp: Wenn Du eine Antwort bekommst, ist das ein guter Zeitpunkt, um ein wenig direkter zu werden. Wir können zum Beispiel etwas wie das Folgende verwenden, um um eine Verlinkung unserer aktuellen Studie zum Thema „How to“-Rich-Snippets zu bitten:

Antwort:

Danke! Der Artikel ist wirklich super, ich habe ihn bei Twitter geteilt.

Unsere Antwort:

Klasse, das freut uns sehr.Übrigens ist mir aufgefallen, dass Ihr Euch kürzlich mit Rich Snippets beschäftigt habt. Vielleicht habt Ihr Interesse an den Ergebnissen einer Ministudie, über das How-To-Markup, die wir gerade veröffentlicht haben? Zusammengefasst haben wir herausgefunden, dass nur für 18,8 % der „How to“-Suchanfragen das entsprechende Markup in den Suchergebnissen zu finden war. Falls Ihr der Meinung seid, es wäre eine gute Ergänzung zu Eurem Artikel, sende ich Euch im Anhang eine Grafik mit 🙂

Diese Vorgehensweise wird wahrscheinlich eine höhere Erfolgsquote haben als eine direkte Anfrage ohne vorherige Kontaktaufnahme.

So funktioniert’s:

  1. Verlinke Websites, die für Deine Nische relevant sind
  2. Nimm Kontakt auf und teile ihnen mit, dass Du sie verlinkt hast
  3. Bitte um eine Verlinkung, nachdem Du eine Beziehung aufgebaut hast

Wir werden uns diese fünf Ansätze getrennt von den anderen ansehen, da sie mittlerweile ein wenig veraltet sind.

Dennoch funktionieren sie unter den richtigen Umständen.

11. Broken-Linkbuilding

Wir werden Dich hier nicht mit dem Prozess des Broken-Linkbuildings langweilen.

Es sind bereits Tausende, wenn nicht Abertausende von Wörtern zu diesem Thema geschrieben worden. In den meisten Linkbuilding-Guides wird diese Taktik empfohlen.

broken link building

Das Prinzip lässt sich recht einfach zusammenfassen:

  1. Suche eine beliebte Seite auf einer Website, die zwar häufig verlinkt wird, aber mittlerweile nicht mehr aufrufbar ist (also einen Fehler 404 anzeigt)
  2. Erstelle eine ähnliche Seite auf Deiner eigenen Website
  3. Kontaktiere alle, die auf die 404-Seite verlinken, mache auf den kaputten Link aufmerksam und bitte darum, stattdessen Dich zu verlinken

Das ist eine dieser Linkbuilding-Taktiken, die theoretisch ganz wunderbar klingen.

In der Praxis kann sich diese Taktik aber als suboptimal erweisen. Die Gründe dafür:

  1. Sie ist bei weitem nicht mehr so effektiv, wie sie einmal war
  2. In den meisten Fällen hast Du einen besseren ROI (ob Du diesen nun in Zeit oder Geld misst), wenn Du eine der Taktiken aus unserer „Hauptliste“ verwendest.

Nichtsdestotrotz kann Broken-Linkbuilding in bestimmten Fällen immer noch sehr effektiv sein.

Meine Erfahrungen? Es kann vor allem dann sehr gut funktionieren, wenn eine ganze Website, oder noch besser, ein ganzer Dienst eingestellt wurde.

Ich habe zum Beispiel vor Kurzem Broken-Linkbuilding genutzt, um einem Startup dabei zu helfen, 200 Verlinkungen zu seiner Homepage aufzubauen.

Die Top-Website aus dieser Nische (ein bestimmtes Tool) gab es mittlerweile nicht mehr, aber sie wurde immer noch in Unmengen von Leitfäden und Dokumenten empfohlen und verlinkt.

Wenn Du also mitbekommst, dass ein Tool oder ein Dienst innerhalb Deiner Nische seinen Betrieb eingestellt hat, bietet das auf jeden Fall eine Möglichkeit für eine Broken-Linkbuilding-Kampagne.

Beim Broken-Linkbuilding mit einzelnen Seiten ist der Erfolg jedoch nicht immer garantiert.

Als Richtwert: Wir hatten bei dieser Art von Outreach eine Conversion-Rate von etwa 36 %, wobei bei etwa der Hälfte der Conversions eine Follow-Up-Email erforderlich war, bevor der Link hinzugefügt wurde.

12. „Linkklau“ von Wettbewerber-Links

Der „Linkklau“ von Wettbewerber-Links ist eine weitere Taktik, die zunächst gut klingt. Du wirst sie vermutlich in jedem Linkbuilding-Guide, der jemals geschrieben wurde, finden.

Es wird hier Folgendes geraten:

  1. Finde auf konkurrierenden Websites beliebte Seiten (z. B. mit vielen Backlinks)
  2. Kontaktiere diese Websites und weise sie auf Deine (idealerweise besseren) Inhalte hin

Das Problem:

Du versendest Unmengen von Emails, die in etwa so aussehen …

Hallo {Name},

ich habe bemerkt, dass Du in Deinem Artikel über {Thema} zu {Konkurrenz-Seite} verlinkt hast. Könntest Du Dir vorstellen, meinen Link zu Deiner Seite hinzuzufügen?

… die Erfolgschance bei dieser Vorgehensweise ist ungefähr genauso hoch wie meine Chance, gegen Bryson DeChambeau zu gewinnen.


Profi-Golfer Bryson DeChambeau

Dazu kommt, dass Du Deine Wettbewerber nie überholen wirst, wenn Du Dich allein darauf konzentrierst, ihre Links zu übernehmen. Sie haben diese Verlinkungen schließlich schon. Du „klaust“ sie nicht wirklich, sondern Du kopierst sie.

Das soll aber nicht heißen, dass es nicht wichtig ist, die Backlinks Deiner Wettbewerber zu analysieren, denn das ist es durchaus.

Warum? Weil es die beste Art ist herauszufinden, was in Deiner Nische funktioniert.

Führen Deine Wettbewerber Umfragen durch? Arbeiten sie mit Daten? Veröffentlichen Sie umfangreiche Leitfäden, die viele Verlinkungen einbringen?

Wer verlinkt sie und warum?

Mithilfe von ein wenig Reverse-Engineering wirst Du Folgendes herausfinden können:

  1. Auf welche Linkbuilding-Strategien Du Dich konzentrieren solltest
  2. Die Art von Website, die am wahrscheinlichsten verlinkt

Es hat einen Grund, dass ich „Art“ von Website sage.

Denn es ist zwar immer noch einen Versuch wert, Links von Konkurrenten zu übernehmen (aber bitte nicht mit der Email, die ich Dir eben gezeigt habe), allerdings ist es genauso wichtig Websites zu finden, die NICHT auf sie verlinken.

Dein Ziel ist es nicht, dieselbe Anzahl von Backlinks zu haben wie Deine Konkurrenten. Nein, Dein Ziel ist es, sie zu schlagen.

Finde also heraus, was für Deine Mitbewerber gut funktioniert … und dann mach es besser!

Du kannst mit unserem kostenlosen Backlink Check täglich bis zu drei URLs (oder Domains) überprüfen.

backlink check

Allerdings wirst Du das Limit schnell erreichen, wenn Du ernsthaft bei der Sache bist … und deshalb empfehlen wir Dir, Dich mit einem Premium-Account zu registrieren. So kannst Du Dich nämlich mit 50 Anfragen pro Tag austoben 🙂

Pro-Tipp: Nutze Seobility zum Finden von Link-Hubs

Link-Hubs sind Seiten, die bereits zwei oder mehr Deiner Wettbewerber verlinkt haben.

Sie bieten sehr gute Linkbuilding-Möglichkeiten.

Und mit unserem Premium-Account (Du kannst ihn hier 30 Tage lang gratis testen) kannst Du sie ganz einfach finden.

Über den Backlink-Bereich für Dein Projekt (falls Du Dich gerade erst registriert hast, findest Du mehr Informationen dazu in unserem Erste-Schritte-Guide), findest Du eine Box mit der Überschrift „Wettbewerber“.

wettbewerber seobility

Wenn Du noch keine Wettbewerber hinzugefügt hast, kannst Du das ganz einfach über „Hinzufügen“ tun.

Wir empfehlen Domains hinzuzufügen, die für ähnliche Keywords ranken (diese werden Dir in der Tabelle „Wettbewerber Vorschläge“ auf der rechten Seite vorgeschlagen). Du kannst Wettbewerber aber auch manuell über die Box mit der Überschrift „Individuelle Wettbewerber angeben“ hinzufügen.

neue wettbewerber hinzufügen

Wenn Du damit fertig bist, klicke im Backlink-Bereich unter „Möglichkeiten zum Linkaufbau“ auf „Jetzt berechnen“.

möglichkeiten zum linkaufbau

Im Beispiel oben können wir sehen, dass Seobility 12 Seiten gefunden hat, die zu mehr als einem Wettbewerber verlinken.

Wir können uns natürlich auch eine vollständige Liste der Backlinks anzeigen lassen:

link hubs
Seobility Analyse „Mehr als ein Wettbewerber auf einer Seite verlinkt“ („More than one competitor linked on one page“)

Diese Liste können wir durchgehen und diejenigen Websites kontaktieren, für die unser Link eine Bereicherung wäre.

Ziemlich simpel, oder?

13. Gastbeiträge

Linkbuilding über Gastbeiträge wurde schon vor Jahren für tot erklärt.

Dabei ist es alles andere als tot.

Sieh Dir das Linkprofil von Top-Websites an und Du wirst diverse Gastbeiträge finden, die ihre Rankings an die Spitze treiben.

Aber Achtung, Spoiler:

Sie haben wahrscheinlich für die meisten dieser Verlinkungen Geld bezahlt (mehr dazu gleich).

Unser Rat? Gastbeiträge können ein wertvoller Teil Deiner Gesamtstrategie sein, aber konzentriere Dich lieber auf eine kleine Anzahl von Gastbeiträgen für Top-Websites in Deiner Nische.

Das wird Dir wirklich starke Backlinks und tatsächlichen Traffic einbringen.

Wenn Du stattdessen über die Masse gehen willst, kannst Du damit kurz- bis mittelfristig Erfolg haben. Du gehst allerdings das Risiko ein, dass Du später Probleme bekommen kannst (z. B. in Form von Abstrafungen oder Ranking-Verlusten).

14. Links in Branchenverzeichnissen und Social-Media-Profilen

Manche Arten von Links sind sehr schwer aufzubauen. Manchmal ist hingegen nur ein wenig Fleißarbeit nötig.

Links in Branchenverzeichnissen und Social-Media-Profilen fallen in letztere Kategorie.

Insbesondere Links in Social-Media-Profilen gehören zu den absoluten Basics und sind vermutlich ohnehin die ersten Links, die Du aufbaust.

Egal ob Twitter, Facebook oder Pinterest – Du hast überall die Möglichkeit einen Link zu Deiner Website einzufügen…

seobility twitter

…also tu es!

(und folge uns gerne auf Twitter, wenn Du schon mal dort bist 😉)

Links in Branchenverzeichnissen werden vor allem für Local SEO empfohlen. Aber solange Dein Unternehmen auch eine lokale Adresse besitzt, gibt es keinen Grund, der dagegen spricht, Deine Website in relevante Branchenverzeichnisse einzutragen.

Hier findest Du eine Übersicht über die 30 wichtigsten Branchenverzeichnisse in Deutschland.

Diese Links allein werden zwar keinen übermäßig großen Effekt haben, allerdings können sie Dir als Teil Deines gesamten Linkprofils dabei helfen, die Vertrauenswürdigkeit Deiner Website zu erhöhen.

Hinweis: Links aus Branchenverzeichnissen (bzw. der Eintrag selbst) werden oft als “Local Citations” bezeichnet. Um Verwechslungen mit dem nächsten Linkbuilding Ansatz zu vermeiden, haben wir diesen Begriff hier jedoch vermieden.

15. Halte Ausschau nach Erwähnungen ohne Link

Wenn jemand Deine Website oder Deinen Markennamen erwähnt, ohne einen Link zu setzen, spricht man von einer “Citation”.

unlinked citation

Es ist umstritten, ob Google auch Erwähnungen ohne Link einen gewissen SEO Wert beimisst.

Google zieht schon seit einigen Jahren in Erwähnung dies zu tun und es würde durchaus Sinn machen…

seroundtable unlinked mentions

… aber laut John Mueller ist Google vermutlich noch nicht so weit.

https://twitter.com/JohnMu/status/1263391057565437952

Unabhängig davon macht es aber Sinn, Websites zu kontaktieren, die Deinen Markennamen in einem positiven Kontext erwähnen (aber nicht verlinken) und um eine Verlinkung zu bitten.

Hierbei handelt es sich um “Low Hanging Fruits”, denn der entsprechende Journalist oder Seitenbetreiber hat bereits über Dein Unternehmen berichtet und weiß, wer Du bist.

Eine kurze freundliche Mail bringt Dir daher in den meisten Fällen einen Backlink ein.

Der Erfolg dieser Strategie ist allerdings nicht immer garantiert, denn manche Websites haben interne Vorschriften, die es den Redakteuren verbieten, auf externe Websites zu verlinken.

no link

Du kannst also nicht mit einer 100%-igen, aber dennoch mit einer sehr hohen Erfolgsquote rechnen.

Tipp: Deine Erfolgschancen sind höher, wenn Du kurz nach Veröffentlichung eines Artikels den entsprechenden Autor kontaktierst, denn dann kann er sich noch gut an den Beitrag erinnern. Richte also am besten Google Alerts ein, um bei Erwähnungen Deines Marken- und Unternehmensnamens sowie Deiner Domain sofort informiert zu werden.

Zwei „spammige“ Linkbuilding-Taktiken, die momentan funktionieren (aber es wirklich nicht sollten)

Kommen wir nun zum Plot-Twist.

Zu Beginn dieses Leitfadens haben wir Link-Qualität nämlich folgendermaßen definiert:

„Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein individueller Link Dein Ranking verbessert.“

Und an dieser Definition halten wir fest.

Sie stellt uns allerdings vor ein Problem.

Zusätzlich zu den 13 White-Hat Linkbuilding-Methoden, die wir Dir oben beschrieben haben, gibt es auch ein paar „spammige“ Linkbuilding-Taktiken, die Dein Ranking verbessern können.

Wenn Du einige Websites in Deiner Nische analysierst (wir tun das täglich), wirst Du höchstwahrscheinlich von selbst darauf stoßen.

Im Seobility Blog versuchen wir so transparent wie möglich für unsere Leser zu sein. Die meisten SEO-Blogs werden Dir wahrscheinlich nur die White-Hat-Methoden verraten, allerdings möchten wir Dir auch die „spammigen“ Taktiken zeigen, wenn sie eindeutig funktionieren.

Eines sollte allerdings klar sein:

Wir empfehlen diese Taktiken nicht. Wir zeigen Dir lediglich die aktuelle Beweislage auf – basierend auf Analysen von tausenden Suchergebnissen -, welche darauf schließen lässt, dass die Taktiken funktionieren.

Und auch das sollte klar sein:

Wir raten dazu, Dich an die White-Hat- und Google-freundlichen SEO- und Linkbuilding-Strategien aus dieser Liste zu halten.

Dennoch ist es Deine Website und wenn Du das Risiko eingehen willst, dass man Dich etwas später möglicherweise abstraft, dann können wir Dich nicht davon abhalten.

Nachdem das geklärt ist, machen wir weiter.

301-Weiterleitung von Expired Domains

Wir werden Dir hier keine konkreten Beispiele nennen, da wir niemanden „bloßstellen“ möchten.

301-Weiterleitungen bei Expired („abgelaufenen“) Domains treiben allerdings das Ranking sehr vieler Websites nach oben und das besonders im Bereich von Affiliate-Marketing.

Theoretisch muss es gar kein Spam sein.

Wenn Du einen Wettbewerber übernimmst, ist es zum Beispiel völlig legitim, von der Website per 301-Weiterleitung auf Deine eigene Website weiterzuleiten. Übernahmen und Fusionen waren schon lange vor Google Teil des Geschäfts — lange bevor Larry Page und Sergey Brin überhaupt geboren waren.

In der Praxis können wir aber leider beobachten, dass häufig Expired Domains mit hohem Domain Rating aus völlig unterschiedlichen Nischen weitergeleitet werden. Stell Dir die Website eines Ferienparks vor, der Konkurs anmelden musste. Diese Website wird nun beispielsweise auf eine Website über VPN-Clients weitergeleitet.

Und zumindest im Moment funktioniert das noch.

301 redirect
301-Weiterleitungen können eine Menge organischen Traffic generieren

Links kaufen

Wer Links kauft, um sein Ranking zu verbessern, verstößt gegen Googles Richtlinien für Webmaster und wenn Du dabei erwischt wirst, musst Du mit einer Abstrafung rechnen.

Tatsache ist jedoch, dass der Kauf und Verkauf von Verlinkungen weit verbreitet ist.

Heutzutage geschieht das ziemlich unverhohlen. Wenn Du eine Website mit niedriger bis mittlerer DA kontaktierst, ist die Chance hoch, dass man Dich um Geld als Gegenleistung für eine Verlinkung bittet.

Wenn Du Dir das Linkprofil eines Wettbewerbers ansiehst und Du einen „exact-match“ Keyword-Linktext zu einer kommerziellen Seite entdeckst, wurde in neun von zehn Fällen Geld für diesen Link gezahlt.

Das heißt natürlich auch, dass Du, wenn Du diesen Weg gehen möchtest, wahrscheinlich auch eine Verlinkung von der Website kaufen kannst. Und solange die Website nicht abgestraft wurde (eine gesunde Menge von organischem Traffic ist ein Hinweis darauf, dass es nicht der Fall ist), wird es wahrscheinlich Dein Ranking verbessern.

Dennoch ist Vorsicht geboten:

Wenn Du beim Linkkauf erwischt wirst, musst Du mit einer Abstrafung rechnen. Und wir empfehlen nichts, was Dich langfristig in Schwierigkeiten bringen kann. Du handelst „auf eigene Gefahr“.

Beachte: Wenn Du einen Link mit „rel=sponsored“ Attribut kaufst, verstößt Du damit nicht gegen die Richtlinien. Allerdings ist es auch unwahrscheinlich, dass Du Dein Ranking damit verbessern wirst.

Beachte außerdem: SEO-Dienste, die Dir Backlinks aus bestimmten Nischen anbieten, bieten Dir damit höchstwahrscheinlich nur an, dass sie Mittelmann bei einem Linkkauf spielen.

Bonus: Das „Geheimnis“ von gutem Linkbuilding

Linkbuilding erfordert:

  • zum Teil Kreativität (gute Ideen sind immer hilfreich)
  • zum Teil Routinearbeit (viele Arbeitsstunden für das Erstellen von Inhalten und für den Outreach)
  • zum Teil Analyse (Links von Wettbewerbern durchgehen)
  • zum Teil das Aufbauen von Beziehungen (es ist einfacher von jemandem verlinkt zu werden, der Dich kennt)
  • zum Teil Glück (seien wir ehrlich, manchmal triffst Du jemanden einfach zur richtigen Zeit)

Wenn es aber ein „Geheimnis“ dafür gibt, wie Outreach (und Linkbuilding) am besten funktioniert ist es das hier:

Du musst der anderen Seite zeigen, was sie davon hat.

Der Nutzen für Dich liegt auf der Hand: Du wirst verlinkt und das verbessert Dein Ranking.

Die meisten Webmaster sind allerdings keine Philantropen. Und einfach jemanden darum zu bitten, einen alten Artikel aufzurufen und Deinen Link hinzuzufügen, weil er eine „Bereicherung“ ist, wird Dich wahrscheinlich eher selten weiterbringen.

Wie bei jeder Transaktion muss mit Mehrwert gehandelt werden. Du bekommst etwas (eine Verlinkung) und der andere bekommt eine Gegenleistung.

Was aber kann man als Gegenleistung anbieten?

Tja, hier wird es interessant.

Man kann vielleicht annehmen, es sei schwieriger, sich Verlinkungen von großen, vertrauenswürdigen Medien-Websites zu holen. Manchmal ist aber genau das tatsächlich einfacher.

Warum? Weil diese eine Leserschaft haben. Und die Betreiber wissen, dass sie, wenn sie Deine interessante Grafik, Statistik oder Umfrage teilen, ihren Traffic auf sozialen Medien ankurbeln (und die Werbekassen klingeln lassen).

Eine Website, die weniger bekannt ist, verfügt nicht über diesen Publikumsbestand. Eine solche Website kann zwar vernünftigen Suchmaschinen-Traffic generieren, aber dieser verteilt sich über einen längeren Zeitraum. Und wenn sie Deine Inhalte teilt, ist der Traffic, der dabei für sie herausspringt, eher ein seichtes Tröpfeln, wenn sie Glück hat.

Das ist der Grund dafür, dass in den meisten Fällen um Bezahlung für eine Verlinkung gebeten wird.

Das möchten wir allerdings vermeiden. Wie also kannst Du anderen Websites sonst noch Mehrwert bieten? Hier einige Ideen:

  • Stelle ihnen Originalfotos für ihre Artikel zur Verfügung (Taktik Nr. 7 auf unsere Hauptliste)
  • Stelle ihnen kostenlose Produkte zum Bewerten zur Verfügung (kostenlose Nutzung Deiner Software)
  • Biete ihnen an, für sie einen älteren Artikel zu aktualisieren
  • Biete mit einem Gastbeitrags-Pitch an, einen Beitrag zu einem Keyword zu schreiben, für das ihre Wettbewerber ranken, aber sie nicht (Content-Lücke)
  • Biete Ersatz für kaputte Links an (wie zuvor erklärt, kann das ein bisschen Glückssache sein)
  • Biete ihnen bezahlte Werbung zu Deinem Gastbeitrag an (und garantiere ihnen eine Menge X an Traffic)
  • Mache aus ihrem Post eine Video- oder Audio-Version

Mit ein wenig Nachdenken wirst Du die Frage „Was springt für sie dabei heraus?“ für die meisten Linkanfragen beantworten können.

Und wenn Du so vorgehst, wirst Du Deine Erfolgsquote nach der Kontaktaufnahme schnell in die Höhe schießen sehen.

Unsere Liste mit den verschiedenen Linkbuilding-Strategien ist sicherlich nicht vollständig.

Wir haben uns aber auf die effektivsten Wege konzentriert, wie Du aktuell hochwertige Backlinks sammeln kannst, die Deinen Traffic erhöhen.

Unsere Methoden bringen Dir einen hohen Return-on-Investment (egal ob in Bezug auf Zeit oder Geld).

Und mit unseren 15 White-Hat Linkbuilding-Strategien musst Du gar nicht erst über 301-Redirects oder Linkkauf nachdenken.

Also, suche Dir einfach eine Strategie aus und fang an, hochwertige Backlinks für Dich aufzubauen!

Gibt es Fragen oder Strategien, die wir Deiner Meinung nach hätten ansprechen sollen? Hinterlasse uns gern einen Kommentar.

Dieser Beitrag ist in der englischen Originalversion von David McSweeney erschienen und wurde vom Seobility Team übersetzt.

So schreibst Du die perfekte SEO Meta Description

In diesem Artikel

So schreibst Du die perfekte SEO Meta Description

  • Das Problem: Meta Descriptions sind kein direkter Rankingfaktor mehr, und Google ersetzt sie in über 60 % der Fälle durch eigene Textauszüge. Trotzdem verschenken viele Websites Klickpotenzial, weil sie dieses Element vernachlässigen.
  • Die Lösung: Nutze die Meta Description gezielt, um Deine Click-Through-Rate (CTR) zu steigern. Sprich die Suchintention mit einer klaren Struktur an (Frage, Antwort und ein Goodie) und halte die empfohlene Länge von maximal 1000 Pixeln ein.
  • Quick Win: Springe direkt zum Abschnitt So erstellst Du die perfekte Meta Description. Dort erfährst Du, wie Du klickstarke Such-Snippets für Deine wichtigsten Seiten schreibst.

In unzähligen Blogbeiträgen zum Thema Onpage SEO gilt es als essentiell, eine individuelle Meta Description für jede Unterseite zu erstellen.

Tatsächlich gelten Meta Descriptions allerdings schon lange nicht mehr als direkter Rankingfaktor. Hinzu kommt, dass Google oft eine automatisch generierte Seitenbeschreibung in den Suchergebnissen anzeigt und dabei die von Dir definierte Meta Description komplett ignoriert. Stattdessen wird ein scheinbar zufälliger Textauszug aus Deiner Seite in den Suchergebnissen angezeigt (dazu später mehr).

Sind Meta Descriptions also überhaupt noch relevant für SEO?

Die Antwort lautet: ja!

In diesem Blogbeitrag zeigen wir Dir:

  • warum Meta Descriptions immer noch wichtig sind
  • wie Du die perfekte Meta Description für Deine Website erstellst
  • wie Du Google dazu zwingen kannst, die von Dir definierte Meta Description anzuzeigen (und warum Du das möglicherweise nicht tun solltest)

Fangen wir mit den Grundlagen an…

Was ist eine Meta Description?

Eine Meta Description ist eine kurze, aussagekräftige Beschreibung des Inhalts einer Webseite. In einem HTML Dokument wird sie innerhalb des “description” Meta Tags im Head-Bereich definiert. Suchmaschinen wie Google zeigen die Meta Description unterhalb des Seitentitels in den Suchergebnissen an:

seobility snippet

Und so sieht das im HTML Code aus:

<meta name=“description“ content=“Überprüfe Deine Website mit den kostenlosen SEO Tools von Seobility. Erhalte Tipps für eine bessere Suchmaschinenoptimierung.“>

Sind Meta Descriptions ein Google Rankingfaktor?

Meta Descriptions sind kein direkter Rankingfaktor. Google hat das bereits mehrfach betont. Wenn Du also das Keyword, für das Du ranken möchtest, in Deiner Meta Description platzierst, wird dies das Ranking dieser Seite nicht direkt verbessern.

Meta Descriptions können Deine Rankings allerdings indirekt beeinflussen, und zwar auf folgende Weise:

Eine gute Meta Description kann Deine Click-Through Rate (CTR) verbessern

Deine Meta Description wirkt im Grunde wie eine Werbeanzeige. Denn mithilfe dieser kurzen Beschreibung kannst Du Nutzer, die durch die Suchergebnisse scrollen, davon überzeugen, auf Deine Seite zu klicken.

Darin kannst Du zeigen, dass Deine Seite dem Nutzer genau das bietet, wonach er sucht, und so mehr Aufmerksamkeit und Klicks auf Deine Website ziehen.

Damit erreichst Du nicht nur mehr potentielle Kunden, sondern kannst langfristig auch Deine Rankings verbessern.

Beeinflusst die Click-Through-Rate Deine Rankings?

Viele SEOs glauben, dass Google die Click-Through-Rate als Rankingfaktor heranzieht. Und theoretisch betrachtet macht das auch Sinn.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, dass eine Webseite, die auf Platz 5 rankt, mehr Klicks bekommt als die Webseite auf Platz 4. Das könnte für Google ein Zeichen dafür sein, dass die Seite auf Platz 5 die Suchanfrage besser beantwortet (oder eine bekanntere Brand hat) und deshalb höher platziert werden sollte.

Experimente wie das von Spark Toro’s Rand Fishkin belegen diese Theorie.

sparktoro

Anmerkung: Das Experiment wurde 2014 durchgeführt, weshalb die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind. Was damals gut funktioniert hat, tut es heute vielleicht nicht mehr.

Diesen Erkenntnissen stehen allerdings die Aussagen von Google Mitarbeitern wie Gary Illyes entgegen, die bereits mehrmals öffentlich bestätigt haben, dass die CTR nicht im Algorithmus berücksichtigt wird.

Aber unabhängig davon, ob die CTR nun ein direkter Rankingfaktor ist, kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass sie Deine Rankings indirekt beeinflusst. Denn mehr Klicks führen zu mehr Nutzern, die Deinen Content sehen, und erhöhen somit die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dieser verlinkt wird.

Zusammengefasst:

  1. Meta Descriptions sind kein direkter Rankingfaktor.
  2. Eine gute Meta Description kann jedoch Deine Click-Through Rate in den Suchergebnissen verbessern.
  3. Eine verbesserte Click-Through-Rate kann langfristig auch zu besseren Rankings führen.
  4. Meta Descriptions können somit einen indirekten Einfluss auf Deine Rankings haben.

Zeigt Google immer die von Dir definierte Meta Description an?

Wir wissen nun, dass eine gute Meta Description Deine CTR verbessern kann. Das Problem ist aber: bei bestimmten Suchanfragen ignoriert Google die von Dir verfasste Meta Description und wählt stattdessen einen Textauszug aus dem Content der Seite als Seitenbeschreibung.

Ein Beispiel: Für die Suchanfrage “onpage crawler” erscheint die Startseite von Seobility in den Suchergebnissen. Aber anstelle der von uns definierten Meta Description zeigt Google einen Auszug aus dem Seiteninhalt an:

seobility snippet onpage crawler

Aber wie oft kommt das vor? Laut dieser aktuellen Studie in mehr als 60% der Fälle.

Ist das Verfassen einer individuellen Meta Description demnach Zeitverschwendung?

Definitiv nicht. Zwei Gründe, die dennoch dafür sprechen:

1. Es ist wahrscheinlicher, dass Deine Meta Description bei “Long-Tail” Suchanfragen von Google generiert wird

Wenn es Deine Webseite auf Seite 1 bei Google geschafft hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie nicht nur für Dein Hauptkeyword rankt, sondern auch für zahlreiche Long-Tail Variationen.

Meta Descriptions werden größtenteils für diese Long-Tail-Keywords neu generiert. Da etwa 70% aller Suchanfragen solche Long-Tail-Keywords beinhalten, sind die ermittelten 60% aus der ahrefs Studie durchaus plausibel.

Für Dein Hauptkeyword wiederum wird Google höchstwahrscheinlich die von Dir festgelegte Meta Description verwenden, vor allem, wenn diese das Keyword beinhaltet.

Dass Google die Meta Description häufig neu generiert, ist für Deine Website aber sogar von Vorteil. Google versucht nämlich, auf Basis der Suchanfrage einen Textauszug auszuwählen, der für den Suchenden in dieser Situation relevanter ist. Google hilft Dir so dabei, mehr Klicks für Deine Seiten zu generieren!

In manchen Fällen funktioniert das sehr gut:

automatische Meta Description

Für die Suchanfrage “bester saubsauger” werden hier bereits die Testsieger im Suchergebnis aufgezählt.

Manchmal ist das Ergebnis jedoch nicht ideal:

schlechte Meta Description

(im Bonus-Tipp am Ende dieses Guides verraten wir Dir, was Du dagegen tun kannst)

2. Nicht nur Google verwendet Deine Meta Description

Neben Google gibt es noch viele weitere Suchmaschinen und Social Media Plattformen, die Deine Meta Descriptions verwenden.

Beispielsweise greift Facebook auf die Meta Description einer Seite zurück, wenn kein Open Graph Description Tag hinterlegt ist.

Facebook verwendet diese Daten beispielsweise beim Teilen eines externen Links:

meta description facebook

Selbst wenn Google also alle Deine Meta Descriptions neu generieren würde (was Google nicht tun wird), lohnt es sich, für jede Seite eine eigene Meta Description festzulegen.

So erstellst Du die perfekte Meta Description

Konnten wir Dich davon überzeugen, dass Meta Descriptions immer noch wichtig für SEO sind? Dann haben wir als nächstes einige Tipps für Dich, die Dir dabei helfen, Meta Descriptions zu erstellen und zu optimieren.

1. Beschränke die Länge auf maximal 1000px

Google schneidet Meta Descriptions in den Suchergebnissen ab, wenn diese eine bestimmte Länge überschreiten. Das sieht dann folgendermaßen aus:

abgeschnittene Meta Description

Dieser Punkt liegt bei etwa 155-160 Zeichen.

Dabei ist aber Folgendes zu beachten:

  • Dieser Maximalwert hat sich in den letzten Jahren hin und wieder geändert, da Google verschiedene Layouts getestet hat.
  • Die Länge kann zudem je nach Gerät variieren.
  • Die maximale Zeichenanzahl kann nicht verallgemeinert werden. Sie hängt stark davon ab, ob Großbuchstaben, Sonderzeichen, Wortfettungen etc. enthalten sind.

Deshalb messen wir bei Seobility die Länge nicht in Zeichen, sondern in Pixeln.

Aktuell kannst Du Dir bei einer Länge von 1000 Pixeln sicher sein, dass die Beschreibung in den Suchergebnissen nicht abgeschnitten wird.

Du fragst Dich gerade, wie Du die Pixellänge Deiner Meta Description messen sollst?

Keine Sorge, wir haben ein hilfreiches Tool für Dich entwickelt, das Du für diesen Zweck nutzen kannst.

serp snippet generator

Hier geht’s zu unserem SERP Snippet Generator.

Hinweis: Bestimmte Features in der Google Suche können die verfügbare Pixel-/Zeichenanzahl beeinflussen

Google zeigt in den Suchergebnis-Snippets Deiner Seiten deren Veröffentlichungsdatum an? Das führt dazu, dass weniger Platz für Deine Meta Descriptions zur Verfügung steht.

Datum in der Meta Description

Zusätzlich dazu werden auch die Keywords, nach denen gesucht wurde, fett hervorgehoben.

Keywords in der Meta Description

Da gefetteter Text mehr Breite einnimmt, reduziert sich somit die Anzahl der verfügbaren Zeichen bis zu dem Punkt, an dem die Description abgeschnitten wird.

Mit unserem SERP Snippet Generator kannst Du dir sowohl die Datumsangabe als auch die Textfettung von Keywords als Vorschau anzeigen lassen und somit prüfen, wie sich diese auf Deine Meta Description auswirken.

 

Tipp für Fortgeschrittene: Nutze abgeschnittene Meta Descriptions, um Neugierde zu erzeugen

Hier ein Beispiel dafür, wie Du die Kürzung durch Google zu Deinem Vorteil nutzen kannst:

cliffhanger beispiel

Der Suchende muss hier auf das Suchergebnis klicken, um herauszufinden, wie die Geschichte weitergeht.

So haben wir auf einfache Weise einen “Cliffhanger” in den Suchergebnissen erzeugt.

Tipp: Diesen Effekt kannst Du auch ganz einfach herstellen, indem Du Deine Meta Description unter 1000 Pixel Länge mit “…” beendest.

2. Verwende Dein Hauptkeyword in der Meta Description

Das mag für manche offensichtlich klingen, muss an dieser Stelle aber dennoch erwähnt werden:

In den meisten Fällen ist es vorteilhaft, das Hauptkeyword in Deiner Meta Description zu verwenden. Das wird Dir zwar keinen direkten Ranking Boost verschaffen, aber es bewirkt, dass das Keyword in Deinem Snippet gefettet wird.

keyword fettung in den suchergebnissen

Das kann dabei helfen, Deine Click-Through-Rate zu verbessern.

3. Beginne mit einer Frage und liefere Deine Seite als Antwort

Die meisten Google Nutzer sind auf der Suche nach einer Antwort auf ihre Fragen – auch wenn die Suchanfrage selbst nicht als Frage formuliert ist.

  • “Ich muss bis zu den Sommerferien abnehmen. Wie kriege ich das nur hin?” (Suchanfrage: “schnell abnehmen”)
  • “Ich reise nächste Woche nach München. Wo finde ich das beste Hotel?” (Suchanfrage: “bestes hotel in münchen”)
  • “Ich will unbedingt einen McFlurry, aber es ist schon viertel vor zehn. Ich frage mich, wie lange McDonalds heute geöffnet hat?” (Suchanfrage: “mcdonalds öffnungszeiten”)

Dieses Wissen kannst Du beim Erstellen von Meta Descriptions zu Deinem Vorteil nutzen!

Hier ein paar Beispiele dafür, wie man das für das Keyword “schnell abnehmen” umsetzen könnte.

Description 1: Du willst schnell abnehmen? Folge diesen 6 einfachen Schritten, um für den Sommer fit zu werden. (96 Zeichen)

Description 2: Du willst für den Sommer fit werden? Folge diesen 6 einfachen Schritten, um schnell abzunehmen. (95 Zeichen)

Wie Du siehst, greifen wir hier zuerst das Problem (oder die Frage) des Suchenden auf und zeigen dann, dass wir eine Lösung parat haben.

Und wie Du vielleicht auch gemerkt hast, haben wir hier immer noch mehr als 50 Zeichen zur Verfügung. Wie wir diese sinnvoll nutzen können, zeigen wir Dir später!

Pro Tipp: Variable / saisonale Meta-Descriptions

Deine Meta Descriptions müssen nicht in Stein gemeißelt sein. Die Beispiele oben funktionieren vielleicht im Frühling gut, aber wie sieht es im restlichen Jahr aus?

Hierfür können wir unsere Meta Description ganz einfach anpassen. Im September könnten wir beispielsweise diese Variante wählen:

“Du willst bis Weihnachten abnehmen? Folge diesen 6 einfachen Schritten, um schnell Gewicht zu verlieren.”

Die Suchanfrage ist hier immer noch “schnell abnehmen”. Allerdings hat sich die Frage des Nutzers (also die Suchintention) verändert. Um der neuen Suchintention gerecht zu werden und Traffic Verluste zu vermeiden, müssen wir die Meta Description entsprechend anpassen.

4. Füge ein Goodie hinzu

Die 50 Zeichen, die wir in den Beispielen oben noch übrig hatten, können wir nun nutzen, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Hierfür können wir einen “Bonus” hinzufügen, wie z.B.:

  • Kostenlose Checkliste zum Download
  • inkl. PDF zum Download
  • Kostenlose Lieferung und Rückversand (für Online Shops)
  • Kostenloses Video-Tutorial

Die finale Meta Description zum Keyword “schnell abnehmen” könnte also wie folgt aussehen:

Description: Du willst für den Sommer fit werden? Folge diesen 6 einfachen Schritten, um schnell abzunehmen. Mit KOSTENLOSEM Ernährungsplan zum Download. (140 Zeichen)

Damit haben wir eine einfache Formel für das Verfassen von Meta Descriptions:

  1. Frage (oder Problem)
  2. Lösung
  3. Goodie

Das funktioniert natürlich genauso auch für Online Shops:

Angenommen du verkaufst Unkrautbekämpfungsmittel:

Description: Hast Du das Unkraut in Deinem Garten satt? Das Herbizid Pro 5000 befreit Deinen Rasen in nur 7 Tagen von Unkraut. Kostenlose Lieferung und Rückversand.

Du verkaufst T-Shirts?

Description: Willst Du diesen Sommer im Trend bleiben? Dann ist dieses pink-grüne T-Shirt mit blauen Fransen genau das Richtige für Dich! Kostenloser Rückversand.

Pro Tipp: Social Proof

Wurde Deine Webseite in einem bekannten Magazin zitiert? Wurde Dein Produkt im Fernsehen gezeigt? Wurden Deine Kleidungsstücke von einem Prominenten getragen?

Lass das Deine potentiellen Besucher wissen!

  • Description: “Du willst für den Sommer fit werden? Folge diesen 6 einfachen Schritten, um schnell abzunehmen. Bekannt aus der Frankfurter Allgemeinen.”
  • Description: “Hast Du das Unkraut in Deinem Garten satt? Das Herbizid Pro 5000 befreit Deinen Rasen in nur 7 Tagen von Unkraut. Bekannt aus Mein schöner Garten.”
  • Description: “Willst Du diesen Sommer im Trend bleiben? Dann ist dieses pink-grüne T-Shirt mit blauen Fransen genau das Richtige für Dich! Trägt auch Helene Fischer.”

Bonus Tipp: Optimiere Deine Meta Descriptions auf Basis einer Wettbewerber-Analyse

Die Snippets Deiner Mitbewerber können als Inspiration für die Optimierung Deiner Meta Descriptions dienen. Dafür schauen wir uns jedoch nicht die organischen Suchergebnisse an, sondern die bezahlten Anzeigen darüber.

Warum? Weil Deine Mitbewerber hierfür Geld ausgeben und Du davon ausgehen kannst, dass sie diese Anzeigen umfassend optimiert haben, um möglichst viele Klicks zu generieren.

Beispiel: Hier die ersten vier Anzeigen für die Anfrage “seo agentur”:

wettbewerbsanalyse

Die vier Satzbausteine, die hier markiert sind, liefern uns vier unterschiedliche Ideen für die Optimierung unserer Meta Descriptions:

  1. Du bietest ein hohes Maß an Flexibilität? Zögere nicht, das gegenüber Deinen potentiellen Kunden zu kommunizieren (“Flexibel & Agil. Kurze Vertragslaufzeiten”).
  2. Kannst Du langjährige Erfahrung vorweisen? Nutze das als Wettbewerbsvorteil (“Über 15 Jahre Tätig”).
  3. Du kannst bestimmte Zertifizierungen vorweisen? Verleihe Deiner Website dadurch Legitimität (“ISO 9001 zertifiziert”).
  4. Deine Dienstleistung kann an die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. Es handelt sich nicht um eine “one size fits all” Lösung (“individuelle Leistungen zum Thema Suchmaschinenoptimierung”).

Damit haben wir mit nur einer Suchanfrage gleich vier neue Ideen gefunden.

Wo wird die Meta Description festgelegt?

Wo Du die Meta Description festlegen kannst, hängt vor allem von dem CMS, das du verwendest, (und den Plugins) ab. Wenn Du beispielsweise WordPress zusammen mit dem Yoast SEO Plugin verwendest, kannst Du die Meta Description in dieser Box unterhalb des Artikels festlegen:

Meta Description Template in Yoast SEO

Dieser Bereich ist jedoch bei fast jedem CMS klar gekennzeichnet (meist unter “SEO Einstellungen” o.ä.).

Hier findest Du Anleitungen für das Hinzufügen einer Meta Description für die am häufigsten verwendeten CMS Systeme:

So findest Du Seiten mit fehlender Meta Description

Du fragst Dich, wie Du schnell herausfinden kannst, welche Deiner Seiten keine individuelle Meta Description haben?

Mit Seobility ist das ganz einfach möglich! Lege einfach Deine Website als Projekt an und lass sie von unserem Crawler analysieren. Im Anschluss erhältst Du (neben vielen weiteren Analysen) eine Liste mit allen Seiten ohne Meta Descriptions, die Du auch als CSV oder PDF exportieren kannst.

So kommst Du zur Analyse:
Dashboard > Technik & Meta > Problematische Meta Descriptions

problematische meta descriptions

Zusätzlich analysieren wir einige weitere Probleme, die bei Deinen Meta Descriptions auftreten können, z.B. zu lange Meta Descriptions, die von Google in den Suchergebnissen abgeschnitten werden.

meta description probleme

Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren, um Dein erstes Crawling zu starten.

Weitere häufige Probleme mit Meta Descriptions (und wie Du sie lösen kannst)

Neben fehlenden oder zu langen Meta Descriptions gibt es einige weitere Probleme, die Du vermeiden solltest. Dazu gehören:

Zu kurze Meta Descriptions

In manchen Fällen kann eine kurze Meta Description durchaus Sinn machen (z.B. für Branding-Zwecke). In den meisten Fällen solltest Du jedoch den Platz, der Dir in den Suchergebnissen zur Verfügung steht, möglichst vollständig ausnutzen.
In der Analyse “Problematische Meta Descriptions” zeigen wir Dir deshalb auch, welche Meta Descriptions auf Deiner Website zu kurz sind und ergänzt werden sollten.

Seiten mit mehreren Meta Descriptions

Dieses Problem entsteht meist durch Fehler bei der Programmierung der Website. Es ist jedoch sehr wichtig, dass jede Seite nur eine Meta Description hat.

Beispielsweise kommt es häufig vor, dass ein CMS Template bereits eine (manchmal generische) Meta Description beinhaltet und dann durch ein SEO Plugin noch eine zweite Seitenbeschreibung hinzugefügt wird. Dieses Problem konnten wir häufig bei Shopify Shops beobachten.

Mit unserer Analyse “Problematische Meta Descriptions” findest Du ganz einfach alle Seiten, die mehrere Meta Descriptions enthalten.

Trifft das auf eine oder mehrere Deiner Seiten zu? Dann solltest Du herausfinden, wo die Ursache liegt, und das Problem schnellstmöglich beheben.

Doppelte Meta Descriptions

Grundsätzlich sollte jede Seite auf Deiner Website eine individuelle und einzigartige Meta Description besitzen.

Unsere Analyse “Doppelte Meta Descriptions” im Bereich “Technik & Meta” zeigt Dir, wo sich auf Deiner Website doppelte Meta Descriptions befinden.

doppelte meta descriptions

In diesem Fall wäre alles in Ordnung.

Von Google generierte Meta Descriptions

Wie wir oben schon erklärt haben, ist es nicht zwangsläufig problematisch, wenn Google Deine Meta Descriptions neu generiert. Besonders für Long-Tail Suchanfragen kann Google dadurch unter Umständen ein relevanteres Snippet Deiner Seite anzeigen.

Wenn allerdings die Meta Descriptions für Dein Hauptkeyword umgeschrieben werden, solltest Du Dir ansehen, woran das liegen könnte.

Unsere Analyse “Such-Snippets mit Darstellungsproblemen” im Ranking-Bereich zeigt Dir, für welche Deiner beobachteten Keywords Google die Meta Descriptions neu generiert.

Im Beispiel unten ist erkennbar, dass beide Meta Descriptions eine problematische Länge haben und von Google ersetzt werden:

Dashboard > Rankings > Such-Snippets mit Darstellungsproblemen

such-snippets mit darstellungsproblemen

Eine Anpassung der Länge könnte Google vielleicht sogar dazu bringen, die von dir definierten Meta Descriptions zu verwenden.

Nächste Schritte: Mach’ einen Plan

Wenn Du bis hierher gelesen hast, weißt Du jetzt:

  1. warum Meta Descriptions wichtig für SEO sind
  2. wie Du Meta Descriptions erstellen kannst
  3. wie Du Seiten findest, auf denen die Meta Description fehlt
  4. welche weiteren Probleme bei Meta Descriptions auftauchen können

Jetzt kannst Du mit der Optimierung beginnen.

Wenn Du eine kleine Website besitzt, kannst Du vermutlich einfach alle Seiten einzeln durchgehen und die Beschreibungen je nach Bedarf hinzufügen oder anpassen.

Wenn Du allerdings eine große Menge an Content besitzt oder einen Online Shop betreibst, gestaltet sich die Optimierung schon etwas schwieriger. Für diesen Fall haben wir Dir hier einige Empfehlungen zusammengestellt.

1. Beginne mit Deinen wichtigsten Produkten und Seiten

Wenn Du einen Online Shop betreibst, solltest Du mit den wichtigsten Produktseiten beginnen und Dich von dort aus durch die restlichen Seiten arbeiten. Wenn Du eine Content Website betreibst, starte mit den Top-Seiten.

Setze Dir ein realistisches Ziel in Bezug auf die Anzahl an Meta Descriptions, die Du pro Tag optimieren möchtest. Auch wenn Du nur 10 Stück am Tag schaffst, solltest Du innerhalb eines Monats problemlos auf über 200 optimierte Seitenbeschreibungen kommen. Das wichtigste ist, am Ball zu bleiben!

2. Identifiziere Seiten mit hohem Potential

Wie oben beschrieben kann eine optimierte Meta Description Deine Click-Through-Rate erheblich verbessern.

Identifiziere deshalb Seiten, die im unteren Bereich der ersten Suchergebnisseite (Platz 5-10) ranken und die viele Impressionen generieren.

Wenn Du es für solche Seiten schaffst, die Click-Through-Rate zu steigern, kannst Du einen schnellen Zuwachs an Traffic erzielen!

Der einfachste Weg, um solche Seiten mit hohem Potential zu finden, ist der Leistungsbericht in der Google Search Console.

Google Search Console > Leistung > Google-Suche-Ergebnisse

Leistungsbericht in der Google Search Console

Achte darauf, dass die Boxen “Klicks”, “Impressionen”, “CTR” und “Position” ausgewählt sind.

Spalten im Leistungsbericht

Sortiere die Liste dann nach Impressionen.

Sortierung nach Impressionen

Hier ein Beispiel für ein Keyword, das auf Platz 7 rankt, aber nur 2,1% der Klicks bekommt.

CTR verbessern

Hier ist das Potential sehr groß, mehr organischen Traffic auf diese Seite zu leiten. Die Optimierung der Meta Description sollte hier also oberste Priorität haben!

3. Erstelle ein Template

Für Deine wichtigsten Seiten solltest Du unbedingt individuelle Meta Descriptions festlegen. Für weniger wichtige Seiten kann es allerdings Sinn machen, ein Template zu nutzen.

Für Online-Shops bietet sich beispielsweise folgendes Format an:
Description: “Kaufen Sie jetzt {Produkt} von höchster Qualität bei {Shop Name} für nur {Preis}. Kostenloser Versand und Rückversand.”

Ein einigen CMS Systemen ist es möglich, solche Variablen in das Template einzubauen. Wenn keine individuelle Meta Description festgelegt ist, wird dann automatisch das Template verwendet.

Mit dem Yoast Plugin für WordPress kannst Du solche Meta Description Templates für Kategorieseiten festlegen.

SEO > Darstellung in Suchergebnissen > Taxonomien

Meta Description Template in Yoast SEO

In diesem Beispiel wird “Term title” automatisch durch den Namen der Kategorie ersetzt.

Dadurch werden Deine Meta Descriptions vielleicht nicht perfekt, aber immer noch besser als fehlende Seitenbeschreibungen.

Bonus-Tipp: So zeigst Du Google, welche Abschnitte nicht als Meta Description verwendet werden sollen

Wie wir bereits wissen kann es vorkommen, dass Google einen scheinbar irrelevanten Textauszug einer Seite als Meta Description anzeigt…

irrelevante Meta Descriptions

Warum weiß wohl niemand, aber die gute Nachricht ist, dass wir etwas dagegen tun können.

Wenn Du eine derartige Meta Description entdeckst, die nicht besonders ansprechend ist, kannst Du Google einfach mitteilen, dass dieser Teil der Seite nicht als Beschreibung angezeigt werden soll.

Dafür musst Du den entsprechenden Absatz lediglich in ein <span> Element einfügen und ein data-nosnippet Attribut hinzufügen.

Für das oben abgebildete Beispiel würde das folgendermaßen aussehen:

<span data-nosnippet>Dieser Tisch ist in unserem Showroom in Frankenthal ausgestellt!</span>

Allerdings wird damit nur ausgeschlossen, dass dieser spezifische Absatz als Meta Description verwendet wird. Google könnte theoretisch einen anderen Absatz als Ersatz nehmen, der genauso unpassend ist.

Aber auch dagegen können wir etwas unternehmen.

(Wir empfehlen diese Vorgehensweise nur bedingt. Darauf gehen wir gleich ein.)

Neben <span> Elementen, kann data-nosnippet nämlich auch zu <div> und <section> Elementen hinzugefügt werden.

Theoretisch könntest Du also den gesamten Seiteninhalt in ein <div> oder <section> Element verschieben, um so zu verhindern, dass Google die von Dir definierte Meta Description durch einen Textauszug der Seite ersetzt.

<section data-nosnippet>
Inhalt Deiner Seite
</section>

Oder

<div data-nosnippet>
Inhalt Deiner Seite
</section>

So zwingst Du Google gewissermaßen, Deine selbst geschriebene Meta Description zu verwenden.

Allerdings ist das nicht zwangsläufig vorteilhaft für Dich.

Search Pilot hat hierzu einen Test durchgeführt, bei dem data-nosnippet zum gesamten Website-Content hinzugefügt wurde. Infolgedessen sank die Anzahl der Klicks in den SERPs um 3%.

google ctr Veränderung

Letztendlich weiß Google im Großen und Ganzen wohl doch, was bei den Nutzern am besten ankommt.

Unsere Empfehlung ist daher, das data-nosnippet Attribut nur für einzelne Abschnitte zu verwenden (die sich eindeutig negativ auf die CTR auswirken), statt für den kompletten Content.

Allerdings ist jede Website unterschiedlich, d.h. im Zweifel solltest Du einen eigenen Test machen, um herauszufinden, wie sich Deine CTR ändert, wenn Du Google dazu zwingst, Deine eigenen Meta Descriptions zu verwenden.

In jedem Fall ist data-nosnippet ein sehr nützliches Attribut, das Du kennen solltest.

Zusammenfassung

Meta Descriptions bleiben bei der Suchmaschinenoptimierung weiterhin ein wichtiges Thema. Auch wenn sie Deine Rankings nicht direkt beeinflussen, wirken sie wie eine Werbeanzeige für Deine Website. Die Optimierung Deiner Seitenbeschreibungen kann Dir also dabei helfen, mehr Klicks und organischen Traffic zu generieren.

Beim Verfassen von Meta Descriptions kannst Du Dich an folgenden Schritten orientieren:

  1. Identifiziere das Problem (die Suchintention) des Nutzers und stelle dieses als Frage an den Anfang Deiner Meta Description.
  2. Zeige, dass Deine Seite die Lösung für das Problem liefert.
  3. Füge ein “Goodie” hinzu (z.B. kostenloser Download etc.).

Beschränke Deine Meta Description auf maximal 1000px (etwa 155-160 Zeichen), um zu vermeiden, dass sie von Google abgeschnitten wird.

Eine Analyse der bezahlten Suchanzeigen Deiner Mitbewerber kann interessante neue Ideen für die Optimierung liefern.

Häufige Fehler sind fehlende, zu lange, zu kurze oder doppelte Meta Descriptions sowie Seitenbeschreibungen, die schlecht formuliert bzw. nicht optimiert sind.

Nutze Seobility, um herauszufinden, welche dieser Probleme auf Deine Meta Descriptions zutreffen.

Erstelle dann einen Plan für Dein weiteres Vorgehen und mach Dich an die Optimierung.

Letzter Schritt: Freue Dich über mehr organischen Traffic 🙂

Jetzt bist Du dran

Wir hoffen, dass Du diesen Leitfaden für das Schreiben der perfekten Meta Description hilfreich fandest.

Wenn Du Fragen oder Feedback zu dem Thema hast, stelle diese gerne in den Kommentaren.

In den nächsten Wochen und Monaten wird es auf unserem Blog noch mehr SEO Tipps, Tutorials und Case Studies geben!

Dieser Beitrag ist in der englischen Originalversion von David McSweeney erschienen und wurde vom Seobility Team übersetzt.

Case Study: Wie Du mit HowTo Rich Snippets Deine Sichtbarkeit in den SERPs erhöhst

Hinweis: Google zeigt seit September 2023 keine HowTo Rich Snippets mehr an. Die Ergebnisse dieser Case Study sind daher nicht mehr anwendbar.

Google hat 2019 “HowTo” Rich Snippets eingeführt. Diese zählen zweifelsohne zu den auffälligsten aller SERP Features:

how to rich snippet beispiel

Ein weiteres Beispiel:

how to rich snippet socken stricken

Wie Du siehst kannst Du damit Deine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erheblich steigern.

Bei einer Analyse von über 100 “how to” Keywords im April 2020 habe ich allerdings zwei interessante Dinge festgestellt:

  1. How-To Markup wird nicht oft verwendet (hier liegt also verstecktes Potential).
  2. Google zeigt diese Rich Snippets nicht immer an.

Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als könnten Websites, die für “how to” Keywords ranken, ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen damit massiv verbessern.

Ein Jahr später habe ich diese Keywords erneut analysiert, um zu prüfen, ob sich Folgendes verändert hat:

  1. die Verwendung von How-To Markup
  2. die Häufigkeit von How-To Rich Snippets in den Suchergebnissen

Sehen wir uns die Ergebnisse an.

Analysierte Keywords

Ich habe 100 zufällige “how to” Keywords ausgewählt, die sich in Suchvolumen und Wettbewerb unterscheiden. Ein paar Beispiele:

  • “how to address a letter” (Deutsch: “wie adressiert man einen Brief”; monatliches Suchvolumen: 49.000)
  • “how to post on instagram” (Deutsch: “wie postet man auf instagram”; monatliches Suchvolumen: 27.000)
  • “how to cut roses” (Deutsch: “wie schneidet man rosen”; monatliches Suchvolumen: 500)

Für diese 100 Keywords rankten insgesamt 793 verschiedene Webseiten auf der ersten Seite der Suchergebnisse.

Ich habe im April 2020 und im Februar 2021 das gleiche Keyword-Set betrachtet.

Die Ergebnisse

1. How-To Markup wird weiterhin selten genutzt

  • 2020 verwendeten nur 18,8% der Webseiten auf Seite 1 der Suchergebnisse How-To Markup.
  • 2021 ist der Anteil an Seiten mit How-To Markup sogar auf 18,2% gesunken.

2. Die Häufigkeit von How-To Rich Snippets in den SERPs hat stark abgenommen (gewissermaßen…)

  • 2020 haben etwa 80% aller Seiten, auf denen How-To Markup korrekt implementiert war, ein How-To Rich Snippet bekommen.
  • 2021 waren es nur noch 26% (mehr dazu unter Punkt 3).

3. Die Website wikiHow hat alle How-To Snippets verloren

Mit nur 26% ist der Anteil an Seiten mit How-To Markup, die dann auch ein Rich Snippet erhalten, sehr viel geringer als im Jahr 2020. Allerdings wird das Ergebnis durch die Website wikiHow verzerrt. WikiHow hatte zum Zeitpunkt des Updates der Studie sämtliche How-To Rich Snippets verloren.

WikiHow hat Rich Snippets verloren

WikiHow rankt aktuell für etwa 80% aller “how to” Keywords, die wir analysiert haben, auf Seite 1. Und tatsächlich gehören über 54% der Seiten mit How-To Markup zu wikiHow.

Würde also wikiHow seine Rich Snippets wieder zurück bekommen, dann würde auch der Anteil an Seiten mit How-To Snippet wieder auf das Niveau von 2020 ansteigen (nämlich auf über 80%).

4. Webseiten mit Mobile How-To Snippet werden höchstwahrscheinlich auch in der Desktop-Suche als How-To Snippet angezeigt

Als Google How-To Snippets eingeführt hat, wurden diese lediglich auf Mobilgeräten angezeigt. Seit Mai 2020 sind sie jedoch auch für Desktop-Suchanfragen verfügbar.

In der Konsequenz haben fast alle Webseiten aus unserer Studie mit Mobile How-To Snippet auch das Desktop-Snippet bekommen. Mit einer Ausnahme….

Die Website “Family Handyman” hat für die Suchanfrage “how to unclog a toilet” (Deutsch: “wie bekommt man eine verstopfte toilette frei”) das How-To Snippet für Mobile…

mobile How-to rich snippet

Aber das Desktop-Snippet hat die Seite nicht bekommen.

desktop snippet

Ich konnte leider nicht herausfinden, was der Grund dafür ist. Wenn Du eine Idee hast, dann lass es mich in den Kommentaren wissen!

Höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei jedoch um einen Einzelfall und wir können davon ausgehen, dass Webseiten mit Mobile How-To Snippet auch das Desktop-Snippet erhalten.

Warum ignoriert Google manchmal das HowTo Markup?

1. Spielt das Ranking eine Rolle?

Könnte es sein, dass Google das HowTo Rich Snippet nur anzeigt, wenn die entsprechende Seite eine bestimmte Mindestposition auf Seite 1 erreicht hat?

Es sieht nicht danach aus.

Es gab einige Webseiten am unteren Ende der ersten Suchergebnisseite, die ein How-To Snippet erhalten haben, während andere Seiten mit besserem Ranking keines bekommen haben.

2. Gibt es eine maximale Anzahl an How-To Rich Snippets pro Suchergebnisseite?

Aufgrund der niedrigen Anzahl an Websites, die HowTo Markup implementiert haben, ist es schwierig, hier eine verlässliche Aussage zu treffen.

Aber zum Vergleich:

2021 hatten pro Suchanfrage maximal drei Webseiten HowTo Markup implementiert, allerdings wurden davon maximal zwei als Rich Snippet dargestellt.

Letztes Jahr konnte ich für einige Suchanfragen noch drei How-To Snippets in den Suchergebnissen beobachten.

Es könnte also sein, dass die maximale Anzahl zurückgegangen ist. Genauso ist es aber möglich, dass es gar keine Maximalanzahl gibt. Darüber hinausgehende Interpretationen wären reine Spekulation.

Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass inzwischen viel Platz in den Suchergebnissen durch andere SERP Features eingenommen wird.

Bei fast 83% der mobilen Suchanfragen wurde etwa eine “Wall of Death” aus Videos angezeigt…

video wall of death

Und bei etwa 45% gab es einen “Interesting Finds” Abschnitt…

google interesting finds

Bei 38% der Suchanfragen wurde sogar beides angezeigt.

Bleibt deshalb weniger Platz für zusätzliche SERP Features wie How-To Snippets? Möglicherweise.

3. Spielt die Domain Authority/Trust eine Rolle?

Letztes Jahr bin ich davon ausgegangen, dass die Domain Authority (oder der Trust) einer Website ein wichtiger Faktor dafür sein könnte, ob Google ein How-To Snippet anzeigt.

Damals war das eine plausible Schlussfolgerung daraus, dass große Websites wie Ixfit (DA 89) für so gut wie jede Seite ein Rich Snippet erhalten haben, auf denen das entsprechende Markup verwendet wurde.

ifixit snippet

Außerdem gab es keine einzige Website mit einer Domain Authority unter 79, die ein How-To Snippet erhalten hat.

Um diese Theorie zu validieren, habe ich sogar auf einer Website mit mittlerer Autorität How-To Markup hinzugefügt…

snippet test

Hat Google ein How-To Snippet angezeigt? Nein.

Daher hielt ich es nicht für unwahrscheinlich, dass die Domain Authority eine Rolle spielen könnte.

Dadurch, dass wikiHow nun alle How-To Snippets verloren hat, ist diese Theorie allerdings ins Wackeln geraten.

Der Traffic der Website ist im letzten Jahr zwar etwas gesunken…

wikihow traffic

… allerdings lässt sich immer noch mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass es sich um eine sehr vertrauenswürdige Website mit Zig-Millionen monatlichen Besuchern handelt.

Hier muss also neben der Domain Authority noch ein anderer Faktor eine Rolle spielen.

4. Spielt das Nutzerverhalten eine Rolle?

Letztes Jahr habe ich aufgezeigt, dass Stylecraze – eine Website mit einer Domain Authority von 88 sowie mehreren Millionen monatlichen Besuchern – sämtliche How-To Snippets verloren hat.

Das war vor allem deshalb so interessant, weil Stylecraze erst kurz zuvor in einer Case Study auf dem Google Developers Blog als Positivbeispiel beschrieben wurde.

Und wie sieht es heute aus? Zumindest für manche Suchanfragen hat Stylecraze seine Rich Snippets tatsächlich zurück bekommen.

stylecraze 2021 rich snippet

Wohingegen wikiHow der große Verlierer ist.

Daraus lässt sich folgendes ableiten:

  1. Wenn Du How-To Snippets verlierst, ist es möglich, dass diese irgendwann wieder angezeigt werden.
  2. Wenn du How-To Snippets besitzt, ist das keine Garantie dafür, dass es so bleibt.
  3. Google verwendet möglicherweise Nutzersignale (und A/B Tests), um herauszufinden, welche Snippets einem Suchenden die beste Nutzererfahrung bieten.

Da Google permanent Tests durchführt, um das SERP Layout zu optimieren, ist Punkt 3 nicht abwegig.

Unabhängig davon solltest Du aber in jedem Fall versuchen, die CTR Deiner Snippets zu optimieren sowie die User Experience Deiner Besucher zu verbessern, um Deine Bounce-Rate zu reduzieren und die Verweildauer zu erhöhen.

Solltest Du HowTo Markup implementieren?

Wenn Du auf Deiner Website Schritt-für-Schritt Anleitungen bereitstellst, lautet die Antwort ganz klar…

Ja!

Zumindest solltest Du das Markup auf 1-2 Deiner beliebtesten Seiten testen. Denn wenn Google tatsächlich ein HowTo Rich Snippet für Deine Website anzeigt, überwiegen die Vorteile ganz klar und du kannst den Rest Deiner Website ebenfalls mit dem Markup ausstatten.

Laut dem SEO Manager von Stylecraze, Ravi Datti, hat sich die CTR der stärksten Seite von Stylecraze durch die Implementierung von How-To Markup um 111% erhöht. Das ist eine riesige Menge an zusätzlichem Traffic.

Und wenn Du das Markup zunächst für 1-2 Seiten testest, ist das Schlimmste, was Dir passieren kann, dass Du ein paar Stunden Arbeit vergeudet hast.

Google’s December 2020 Core Update – Was solltest Du jetzt tun?

Nachdem sich Google lange Zeit mit Core Updates zurückgehalten hat, war es letzte Woche wieder soweit: Am 3. Dezember verkündete Google, dass der Rollout des “December 2020 Core Updates” begonnen hat..

Du hast seitdem eine ungewöhnlich starke Veränderung Deiner Rankings bemerkt? Es ist gut möglich, dass das mit diesem Update zusammenhängt.

Aber keine Sorge – in diesem Beitrag erfährst Du, was bisher über die Auswirkungen des Updates bekannt ist und was Du tun solltest, um mit Deiner Website weiterhin erfolgreich zu sein!

Was ist ein Core Update?

Falls Dir der Begriff neu ist: bei einem Core Update passt Google den grundlegenden Algorithmus der Suchmaschine an. Das bedeutet, es werden keine einzelnen Ranking-Faktoren hinzugefügt oder verändert, sondern der gesamte Algorithmus ändert sich (daher auch das “Core” (Deutsch: Kern) im Namen). Aus diesem Grund ist es meist sehr schwer nachzuvollziehen, was sich konkret verändert hat, zumal Google keine Details über die Updates preisgibt.

Google veröffentlicht in der Regel mehrere Core Updates pro Jahr und kündigt diese meist nur kurzfristig an…

Googles unerwartete Ankündigung auf Twitter

Das letzte Google Core Update (das “May 2020 Core Update”) liegt bereits 7 Monate her – daher haben die meisten SEOs wohl nicht mehr damit gerechnet, dass Google in diesem Jahr noch ein Update nachschiebt.

Dementsprechend verursachte folgender Tweet letzten Donnerstag viel Aufruhr in der SEO Szene:

In dem Tweet weist Google darauf hin, dass das December 2020 Core Update in den nächsten 1-2 Wochen ausgerollt wird – die Auswirkungen waren an vielen Stellen sehr deutlich und wurden größtenteils schon am darauffolgenden Tag (4. Dezember) bemerkt.

Unter SEOs hagelte es daraufhin viel Kritik, was das Timing des Updates angelangt. So kurz vor Weihnachten kann dies gerade im e-Commerce Bereich schwere Einbußen für das Weihnachtsgeschäft bedeuten.

Waren diese Befürchtungen berechtigt? Welche Websites zählen wirklich zu den Verlierern des Updates? Sehen wir uns das einmal genauer an.

Wie hat sich das December 2020 Core Update ausgewirkt?

Klar ist, dass das Update über alle Branchen hinweg einen sehr großen Einfluss auf die Suchergebnisse hatte. Dieser wird sogar größer geschätzt als beim May 2020 Core Update, welches damals schon als sehr großes Update wahrgenommen wurde.

Wie in der Vergangenheit konnten einige Verlierer des vorherigen Core Updates nun deutliche Gewinne verzeichnen – und umgekehrt. So zählen viele große Websites, die vor allem durch die Corona-Pandemie viel Sichtbarkeit gewonnen haben (z.B. Amazon und Pinterest), zu den Verlierern des December 2020 Core Updates.

Wie oben bereits erwähnt lassen sich über die genauen Änderungen im Suchalgorithmus nur Vermutungen anstellen. An dieser Stelle daher nur ein grober Überblick über bisherige Analysen zum Update:

  • E-A-T scheint eine Rolle zu spielen: Searchmetrics konnte in einer Analyse des Core Updates feststellen, dass einige Bereiche betroffen sind, in denen der Faktor E-A-T (Expertise – Authority – Trustworthiness) besonders wichtig ist – zum Beispiel in den Branchen Gesundheit, Finanzen und Bildung. Ähnliches hat auch die SEO-Expertin Lily Ray beobachtet. So hat sie für einige ihrer Klienten, die sich bei der Optimierung ihrer Websites auf E-A-T konzentriert haben, starke Verbesserungen bemerkt:

  • Betroffene Branchen: Insgesamt haben die größten Veränderungen wohl in den Bereichen Immobilien, Gesundheit, Reisen, Finanzen, Bildung und Regierung stattgefunden.
  • Wörterbücher und Enzyklopädien: Viele solcher Websites sind unter den Verlierern des Updates vertreten. Dies lässt sich damit erklären, dass Google im Oktober seine Search Quality Rater Guidelines diesbezüglich angepasst hat. Google erkennt an, dass solche Websites nicht in allen Situationen zur Suchintention des Nutzers passen und listet diese nun scheinbar seltener in den Suchergebnissen.
  • Das Update hängt höchstwahrscheinlich nicht mit Googles “passage indexing” zusammen.
  • News Bereich: Hier sind große Publisher wie die New York Times, BBC oder CNN negativ betroffen. Auch dazu wurde Kritik geäußert, denn diese Publisher haben es sich zum Hauptziel gemacht, hochwertigen Content zu veröffentlichen. Warum werden also gerade solche Websites beim Core Update benachteiligt? Barry Adams hat zu diesem Thema einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben. Dort geht er auch auf den spannenden Aspekt ein, dass Google möglicherweise selbst kaum noch nachvollziehen kann, warum die KI hinter dem Suchalgorithmus solche Entscheidungen trifft.

Was solltest Du jetzt tun?

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil: Was kannst Du tun, wenn Du durch das December 2020 Core Update starke Ranking-Verluste erlitten hast, oder auch bestmöglich für zukünftige Updates vorbereitet sein möchtest?

Googles klassische Empfehlung bei jedem Core Update lautet: Konzentriere Dich darauf, Deinen Nutzern den bestmöglichen Content zu bieten. Um diese sehr abstrakte Empfehlung etwas konkreter zu machen, hat Google in diesem Leitfaden einige Fragen zusammengestellt, an denen Du Dich bei der Evaluierung und Optimierung Deines Contents orientieren kannst.

Generell solltest Du dabei nicht zu sehr auf einzelne Seiten oder Probleme schauen, sondern Deinen Blick erweitern und überlegen, wie Du Deine Website als Ganzes verbessern kannst. Dabei ist die technische Optimierung Deiner Website grundsätzlich sinnvoll. Auch John Müller von Google hat diese Woche bei der SMX angemerkt, dass technisch optimierte Websites einen generellen Vorteil haben:

Eines müssen wir aber vorweg sagen: es ist schwer Rankings, die man bei einem Core Update verloren hat, durch punktuelle Optimierungen wieder vollständig herzustellen. Wirklich große Verbesserungen erzielt man in der Regel langfristig oder womöglich beim nächsten Core Update.

Das bedeutet aber keinesfalls, dass alle Deine Mühen und Optimierungen vergebens sind – ganz im Gegenteil. Indem Du die Qualität Deiner Website stetig verbesserst, erhöhst Du die Chancen dafür, dass Du beim nächsten Core Update unter den freudigen Gewinnern bist!

Hilfreiche Tipps zur Optimierung Deiner Website findest Du hier auf unserem Blog, in unserem Wiki und seit neuestem auch in unserem SEO Newsletter. Melde Dich am besten gleich über das Formularfeld unten an, um keinen Blogbeitrag zu verpassen ⬇.

Update: Hier findest Du den Kommentar unseres Chefredakteurs zum December Core Update [auf Englisch].

SEO-Day 2020 Recap – Wie war die Online Version der SEO Fachkonferenz?

Der SEO-Day war 2020 anders als in den vergangenen Jahren. Es bestand bis zuletzt Hoffnung, dass zumindest ein Teil live stattfinden könnte, aber die Corona Pandemie machte aus der größten deutschsprachigen SEO Fachkonferenz (Köln) im Jahr 2020 am Ende doch ein reines Online Event.

Die Teilnehmerzahlen konnten sich allerdings sehen lassen: Von knapp 3.000 Anmeldungen waren zur Mittagszeit über 1.600 Teilnehmer gleichzeitig in den Streams zu finden. Unter ihnen viele Seobility Kunden, denn als Sponsor des SEO-Days übernahmen wir deren Kosten, um ihnen einen kostenfreien Zugang zum SEO-Day Livestream zu bieten.

Aber wie fühlte sich der SEO-Day dieses Jahr an? Hatte er das “Feeling” einer Konferenz, wie man sie kennt? In welcher Hinsicht konnte der SEO-Day 2020 als Online-Event mit den Live-Events der Vorjahre mithalten, dessen letzter Termin 2019 immerhin fast 1.000 SEOs nach Köln lockte?

Was wir bei der SEO-Day Online Edition gut fanden, was wir vermisst haben und warum der erstmalig durchgeführte Seobility Onpage SEO Contest auf dem SEO-Day 2020 genau richtig war… All das und ein paar Highlights aus den Vorträgen findest Du in diesem Artikel.

Wir starten durch mit unserem Recap:

Das fanden wir gut am SEO-Day 2020

SEO-Wissen XXL

48 Speaker gaben in 45 Vorträgen, verteilt auf vier Online Räume ihr Wissen zum Besten. Es war für jeden etwas dabei, von Klassikern wie den Google Quality Rater Guidelines und Site Speed, bis hin zu aktuellen Onpage Buzzwords wie “E-A-T” (Expertise – Authority – Trust) oder “CWV” (Core Web Vitals). Hirnfutter für die nächsten Wochen und Monate intensiver Optimierungen!

Konferenzen sind oft gespickt mit werblich geprägten Vorträgen. Das liegt teilweise an der Möglichkeit für Sponsoren, sich Vortragsslots zu kaufen. Beim SEO-Day zählt für Speaker nur eines als Eintrittskarte: Wissen.

Expertenrunden und Chats

Neben den vier regulären Speaker Räumen, gab es einen fünften, moderierten Online Raum, in dem SEO-Day Veranstalter Fabian Rossbacher durch den Tag führte – in guter Gesellschaft ausgewählter Gäste. Jeder Gast hatte die Möglichkeit sich seinen Lieblingsvortrag im Timeslot auszusuchen. Diesen Vortrag kuckte man gemeinsam und fachsimpelte in den anschließenden Vortragspausen zum Inhalt. Neben rein fachlichen Inhalten erzählte sich die Expertenrunde, welche phasenweise aus fast 10 Teilnehmern bestand, auch so manche SEO Anekdote.

Entertainment und SEO-Wissen wie man es oft nur von entspannten Runden auf Live-Events kennt. Über Whatsapp konnte man sich zudem direkt mit den Speakern austauschen und Fragen stellen. Eine Art Retro-Chat ermöglichte den Austausch in großer Runde. All‘ das war kein Ersatz für Networking und Co. eines Live-Events, aber zumindest eine kleine Kompensation.

SEO-Day Onpage SEO Contest, powered by Seobility

Achtung: Alle Informationen zum aktuellen SEO Contest 2026 findest Du auf der dedizierten Landingpage.

SEO-Day Onpage Contest

Bevor wir im nächsten Teil dieses Recaps noch ein Feuerwerk an Mini-Insights aus den Vorträgen abfeuern, stellen wir euch eine Premiere beim diesjährigen SEO-Day vor. Den Onpage SEO Contest:

Zusammen mit dem SEO-Day Team hatten wir uns für die Online Version des SEO-Day eine besondere Aktion ausgedacht. Unser Ziel: Die Teilnehmer-Websites mit der besten Onpage Optimierung ermitteln und die Sieger küren. Zu gewinnen gab es unter anderem Jahresaccounts von Seobility und Tickets für die nächstjährige omweek.cologne vom SEO-Day Team.

Unsere SEO Software Seobility machte sich mit ihren Crawlern ans Werk. Aus Zeitgründen und wegen vieler kurzfristiger Anmeldungen lag unser Fokus auf den ersten 230 Websites mit je maximal 5.000 Unterseiten, jedoch mindestens 10 auswertbaren Unterseiten. Insgesamt 390.890 Seiten!

Thomas Gareis, unser Gründer und CEO, war in der guten Gesellschaft von Fabian Rossbacher und anderen Gästen, als er die Ergebnisse des Onpage SEO Contest im Livestream präsentierte:

Die Durchschnittswerte der gecrawlten Websites

Durchnschnittlicher Onpage Score
Wie man gut an den Zahlen erkennen kann, waren alle teilnehmenden Seiten im Inhalt tendenziell ganz annehmbar aufgestellt, hatten jedoch in Punkto Technik & Meta noch einiges aufzuholen. Wir stellen fest: Auch auf SEO Konferenzen tummelt sich eine Menge durchwachsen optimierter Websites!

Die Crawlings in Zahlen

  • 230 Websites mit 390.898 Unterseiten wurden gecrawlt
  • Technische Fehler (404, Timeout etc.): 30.019 bzw. 7,7 % der Seiten
  • Duplicate Content (exakt und nahezu): 12.247 bzw. 3,1 % der Seiten
  • Seiten mit Tippfehlern: 32.425 bzw. 8,3 % der Seiten
  • … weitere 300+ Checks bzw. Onpage Faktoren wurden geprüft

Die Gewinner und Verlierer

Zugegeben, die Top 3 bestand initial zu 100 % aus Onlineshops. Dort, wo unmittelbare Umsätze gemacht werden, wird technisches SEO scheinbar besonders groß geschrieben. Um etwas mehr Vielfalt herzustellen, haben wir uns daher entschieden, drei Kategorien aufzumachen: E-Commerce, Infoportal und Agentur/Dienstleistung. Die Gewinner findet ihr im folgenden Auszug aus unserer Präsentation:

Onpage Contest Gewinner

Wir gratulieren auch an dieser Stelle nochmal den drei Gewinnern: glasshop-online.de, scheidenpilz.com und baseplus.de. Hut ab vor eurer Leistung und den erstklassig optimierten Websites!

Auch die Verlierer erhalten ein Trostpflaster. Wir nennen sie an dieser Stelle natürlich nicht, aber die schlechtesten 50 Websites erhalten von uns vier Monate Seobility Premium kostenfrei, zudem verlosen wir unter euch 3 SEO-Day Sparfuchs Tickets. Ihr könnt es gut brauchen! 😉

SEO-Day Onpage SEO Contest 2021?

Der SEO-Day Onpage SEO Contest 2020 war ein spannender Einblick in die Websites der SEO-Day Teilnehmer und ein geglückter Start für ein unterhaltsames Format.

Wie werden die Durchschnittswerte der Onpage SEO Scores aller Teilnehmer nächstes Jahr aussehen? Wer holt sich 2021 den Pott? Wir sind bereits gespannt und freuen uns auf eine Fortsetzung!

Wie gut ist Deine Website optimiert?

Finde es jetzt heraus und starte Deine kostenfreie Onpage Analyse noch heute!

Know-How Feuerwerk – unsere SEO-Day Insights

Kommen wir zum nächsten Teil dieses SEO-Day 2020 Recaps: Kompakte Insights, extrahiert aus ausgewählten Vorträgen. Wer mehr wissen möchte, kann sich beim SEO-Day Team direkt die Aufzeichnungen des Events holen. Legen wir los:

Local SEO

Nico Erpel, Team Lead SEO bei der Projecter GmbH, sprach unter dem Motto “Mobile First, Local Firster!” davon, wie Du das Maximale aus der lokalen Präsenz Deines Unternehmens herausholst.

Eine Schlüsselrolle spielt in diesem Vortrag Google MyBusiness. Nico empfiehlt, sein Profil dort unbedingt vollständig und vor allem sinnvoll auszufüllen. Er warnt vor einer Überoptimierung, beispielsweise indem Keywords im Feld für den Firmennamen platziert werden.

Aber auch bei den Kategorien empfiehlt sich ein Fokus auf weniger statt mehr Kategorien, z.B. drei. Ein Evergreen fällt auch hier: “Google liebt individuelle Texte.” Und ein interessanter Fund bzw. Insight zum Schluss: Beim Unternehmen „Tierliebeland“ sind Emojis im MyBusiness Eintrag, weil sie auch im Impressum der Seite stehen.

Interne Verlinkungen optimieren

Gleich mehrere Speaker widmeten sich dem Thema “Interne Verlinkungen”. So sprach sich beispielsweise SEO-Experte Martin Bongartz dafür aus, Linktexte unbedingt aktiv zu nutzen. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, zu viele Verlinkungen zu setzen.

Ein häufiges Problemfeld ist beispielsweise ein mit Links vollgestopfter Footer, welcher ohnehin selten von Seitenbesuchern genutzt wird und daher schmerzfrei reduziert werden kann. Aber auch Navigationen, insbesondere bei Shops, stellen ein Problem dar. Darauf ging Martin Bongartz, aber auch Online Marketer und SEO Berater Rene Dhemant ein. Beide warnten vor zu vielen internen Links, welche sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken können, weil sie die interne Verlinkung jeder Seite verwässern.

Ein Lösungsvorschlag ist die Nutzung von JavaScript, um Links in der Navigation für Google zu verschleiern. Da zu viel JavaScript auf Dauer gerne auch Mal Probleme macht, empfiehlt es sich womöglich sogar, die Mega-Menüs in der Navigation nutzerfreundlich zu entschlacken und eine kompaktere oder smartere Navigation zu wagen.

Eine ausführliche Anleitung zur Optimierung der internen Verlinkung findest Du auch in diesem Blogartikel.

Instagram SEO

Hendrik Unger, Geschäftsführer der 36grad GmbH sprach über Instagram SEO und 8 typische Fehler die Deine Reichweite klein halten. Ein kleiner Auszug:

  • Du sprichst nicht die Sprache Deiner Zielgruppe. Damit verfehlen Deine Maßnahmen ihre Wirkung.
  • Du ignorierst Keywords. Das ist schlecht, denn Keywords sind auch für Instagram wichtig.
  • Du hast keine ansprechende Bio. Gibt Dir etwas Mühe, denn Deine Bio ist Dein Aushängeschild auf Instagram.
  • Du verwendest irrelevante Hashtags. Das sieht zwar schön aus, Dir sollte aber klar sein, dass #diesereinecoolehashtag in Punkto Traffic nichts bringt

Snippet Optimierung

Online Marketer Felix Beilharz und Julian Dziki von der Agentur Seokratie widmeten sich jeweils dem wichtigen Dauerbrenner Thema “Snippet Optimierung”.

Angefangen bei den Klassikern Title und Description, über welche zwischenzeitlich auch eine Vielzahl an Emojis in den SERPs landen können, spielt das Thema Schema, bzw. Rich Snippets eine wichtige Rolle. Mit Letzterem sicherst Du Dir Platz bzw. Fläche und somit Aufmerksamkeit in den SERPs, um dann mit optimierten Titles und Descriptions die Klickraten auf das Ergebnis zu optimieren. On-SERP SEO sozusagen.

Das fehlte uns am SEO-Day 2020

Wir halten diesen Punkt kurz: Online ist nicht live.

Das mag banal klingen, aber die unzähligen alten und neuen Bekannten vor Ort fehlten ebenso wie das Dinner oder die berühmte SEO-Day Party am Abend nach der Konferenz. Sagen wir so: Es war etwas anderes! 😉

Fazit

Ein sehr gelungenes Event, vollbepackt mit SEO Know-How und spannenden Experten-Talks. Für uns bislang eines der besten Online Formate, von denen es zuletzt schlagartig viel mehr gab. Uns gefiel der SEO-Day nicht zuletzt auch wegen dem klaren thematischen Fokus und den hochkarätigen Vorträgen, aber auch wegen den unterhaltsamen Experten-Hangouts, die dem gesamten Event eine persönliche Note verliehen.

Aber eines ist auch klar: Wir alle hoffen, dass es den SEO-Day nächstes Jahr wieder Live zu erleben gibt. Mit guten Gesprächen, netten Kontakten und einer Menge Spaß vor Ort!

Warst Du auch dabei? Wie findest Du unseren Recap? Hast Du etwas zu ergänzen?

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Weitere SEO-Day 2020 Recaps:

SEO-Day 2019

Du willst noch mehr spannende Insights und kompaktes SEO-Wissen? Hier findest Du eine Zusammenfassung der Vorträge aus dem letzten Jahr:

Why most SEO Audits are SH*T! Ein praktischer Leitfaden für bessere SEO-Audits

Bastian Grimm, CEO & Director Organic Search, Peak Ace AG

 

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Zu Beginn des Tages stellte Bastian Grimm von der Peak Ace AG einen Leitfaden vor, der insbesondere SEO Agenturen dabei helfen soll, die SEO Audits für ihre Kunden zu verbessern. Dabei ging er zunächst auf drei grundlegende Probleme ein, die bei einem SEO Audit häufig auftreten:

  • Falsches Format: Das Format eines SEO Audits sollte immer an das Ziel und die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden angepasst werden. Beispielsweise kann es Sinn machen, die Ergebnisse des Audits als Jira-Tickets anstelle eines vollumfänglichen Reports bereitzustellen.
  • Beschreibung von Symptomen: Statt lediglich Symptome aufzuzählen (z.B. “es wurden 55 doppelte Seitentitel gefunden”), muss in einem SEO Audit das tatsächliche Problem identifiziert werden, das diesen Zustand verursacht, sowie eine anwendbare Lösung vorgeschlagen werden.
  • Keine Priorisierung: Audit-Ergebnisse sollten immer in priorisierter Form bereitgestellt werden (z.B. als Liste sortiert nach Wirkung/Aufwand). Es muss nicht jedes Detail inkludiert werden.

Neben diesen grundsätzlichen Problemen gibt es spezifische Themen, die je nach Größe und Branche der untersuchten Website in einem Audit adressiert werden sollten. Dies erklärte Bastian beispielhaft an drei Arten von Websites, für die jeweils unterschiedliche Aspekte besonders relevant sind.

  • E-Commerce / Onlineshopping:
    • Umgang mit Produktvariationen (z.B. Farben, Größen)
    • Produkte, die in mehreren Kategorien gelistet sind
    • Brandfilter vs. Brand-Kategorieseiten
    • Facetted Navigation, Sortierungen und Filter
    • Verwaltung von nicht mehr verfügbaren Produkten
  • News- und Content Portale:
    • Indexierungsstrategie: Was will ich in welchem Umfang für den Googlebot zugänglich machen bzw. indexieren lassen? Wie wird mit Tags, Archiven und Kategorieseiten umgegangen?
    • Content Qualität: Gibt es Duplicate, Thin oder veralteten Content?
    • Auffindbarkeit der Inhalte (Sitemaps und Logfile-Analyse)
    • Erreichbarkeit (z.B. Können Interstitials ein Problem beim Rendering durch den Googlebot darstellen?)
    • Werden die Anforderungen von Google News berücksichtigt?
  • Classifieds / Marktplätze:
    • Indexierungsstrategie: Wie wird mit Drittanbieter-Content, UGC oder veralteten Seiten umgegangen, die Qualitätsprobleme verursachen?
    • Mehrere Angebote mit denselben Attributen/Eigenschaften
    • Verwaltung abgelaufener Inserate
    • Auffindbarkeit (XML-Sitemaps)
    • Facetted Navigation

Abschließend stellte Bastian noch einige Must-haves vor, die unabhängig von Branche und Größe der Website in jedem SEO Audit enthalten sein sollten, wie z.B. Web-Performance, Seitentitel & -beschreibungen oder interne Verlinkung.

Google Analytics: Die Customer Journey in der Webanalyse

Michael Janssen, Digital-Analyst, SISU digital

Michael Janssen startete seinen Vortrag mit der Feststellung, dass die Customer Journey in den meisten Fällen sehr komplex ist, denn User gelangen nur selten direkt auf eine Website und schließen dort sofort einen Kauf ab. Stattdessen kommen Website Besucher über eine Vielzahl unterschiedlicher Kanäle wie Google Ads, soziale Medien oder die organische Google Suche und durchlaufen oftmals auch mehrere dieser Marketing Kanäle bevor sie letztendlich einen Kauf tätigen. Um die Conversion-Rate zu erhöhen, ist es daher essentiell, die eigene Customer Journey durch eine detaillierte Webanalyse zu verstehen. Am wichtigsten ist es hierbei, zu Beginn der Analyse festzulegen, welches Ziel letztendlich erreicht werden soll. Dies muss nicht immer ein Produktkauf sein, sondern es kann sich beispielsweise auch um eine Newsletter-Anmeldung o.ä. handeln.

Wenn es an die Analyse geht, macht es Sinn, sich zunächst die Customer Journey innerhalb der eigenen Website anzusehen und zu untersuchen, welche Seiten dort am Kauf beteiligt waren. Dies kann ganz einfach mithilfe des Seitenwerts in Google Analytics nachvollzogen werden. Die Seiten, die den höchsten Seitenwert besitzen und somit am meisten zu den eigenen Marketing Zielen beitragen, sollten grundsätzlich im Fokus der Optimierung stehen.

In einem nächsten Schritt kann der Blick erweitert werden, indem man sich den letzten Klick ansieht, durch den User auf die eigene Website gelangen. Diese Last-Click-Attribution zur Bewertung der unterschiedlichen Marketing Kanäle ist allerdings nur begrenzt sinnvoll, da in den meisten Fällen noch eine Vielzahl vorgelagerter Schritte vorhanden sind, durch die der User zum letztendlichen Kauf geführt wird. An wie vielen Conversions ein konkreter Kanal tatsächlich beteiligt war, kann in der Spalte “Vorbereitete Conversions” in Google Analytics eingesehen werden. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Attributionsmodelle, anhand derer jedem beteiligten Kanal ein konkreter Wert für die letztendliche Conversion zugewiesen wird (z.B. Badewanne oder zeitlicher Verlauf). Die Entscheidung für eines dieser Modelle sollte immer an der Frage orientiert sein, welches Modell am besten zum eigenen Business passt.

Um alle beteiligten Kanäle erfassen zu können, empfahl Michael abschließend die Verwendung von UTM-Parametern, da Google Analytics ansonsten nicht an alle notwendigen Daten kommt. Zudem sei es wichtig, klein anzufangen und zunächst sicherzustellen, dass die Datenqualität stimmt, bevor man sich in die Analyse stürzt.

(Sichtbarkeit ≠ Traffic) + (Traffic ≠ Conversions) * Semantische Verlinkung / Nutzersignale = SEO 2019

Maximilian Muhr & Jan Achtermann, Holidaypirates GmbH

Mit dieser mysteriösen Erfolgsformel deckten Maximilian Muhr und Jan Achtermann vier große Bereiche ab, die für SEO im Jahr 2019 wichtig sind:

  • Semantische Verlinkung: Interne Verlinkung ist ein wichtiger Hebel für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Maximilian und Jan gaben hierfür folgende Tipps:
    • Nutze interne Links von der Startseite, denn diese vererben den meisten Linkjuice.
    • Zur Linkmaskierung ist PRG ein mächtiges Werkzeug.
    • Nutze EAT für Backlinks.
  • Sichtbarkeit ≠ Traffic: Für den Erfolg einer Website ist es nicht nur wichtig, gut zu ranken, sondern diese Rankings auch in Traffic zu verwandeln. Hierfür bietet sich die Verwendung von strukturierten Daten via schema.org an, womit die eigenen Snippets noch prominenter in den Suchergebnissen dargestellt werden können. Insbesondere FAQ-Snippets sind laut Maximilian und Jan “der heiße Scheiß” ?
  • Traffic ≠ Conversions: CRO Tests sollten durchgeführt werden, um zu ermitteln, wie Website-Besucher am besten zur Conversion geführt werden können.
  • Nutzersignale: Die wichtigsten Nutzersignale sind laut einer Studie von SEMRush
    • Direct Website Visits
    • Time on Site
    • Pages per Session
    • Bounce Rate

CTR Manipulation in Google SERPs

Nedim Sabic, Senior Online Marketing Consultant, Sabic Consulting

Nedim Sabic stellte in seinem sehr spannenden Vortrag verschiedene Black-Hat- und White-Hat-Möglichkeiten vor, um die Click-Through-Rate (CTR) von Websites in den Suchergebnissen zu manipulieren. Diese ist für Google ein wichtiger Rankingfaktor, da Nutzer durch sie darüber abstimmen, welche Suchergebnisse am besten zu ihrer Suchanfrage passen. Anhand der am meisten angeklickten Suchergebnisse kann Google somit auch feststellen, ob eine bestimmte Suchanfrage beispielsweise einen informationellen oder transaktionalen Charakter hat. Aufgrund dieser hohen Bedeutung der CTR ist Black-Hat-Manipulation von Klickraten leider zu einem alltäglichen Phänomen geworden, welches Google durch verschiedenste Methoden zur Clickfraud Detection jedoch weitestgehend im Griff hat.

Laut Nedim lässt sich mit ein wenig Kreativität stattdessen auch eine White Hat CTR Optimierung einfach umsetzen. Als Beispiel hierfür nannte er die Durchführung einer Umfrage, bei der Nutzer dazu aufgerufen werden, die Websites besser positionierter Konkurrenten zu besuchen und dort eine bestimmte Information zu extrahieren. Im Anschluss kommen diese auf die eigene Website zurück, wo sie einen Coupon erhalten und damit optimalerweise etwas kaufen.

Der Vorteil an dieser Art der Optimierung ist, dass man keine Konsistenz benötigt und dass die Resultate sehr schnell bemerkbar sind. Realistische Resultate sind laut Nedim ein Sprung von Seite 2 auf Seite 1 der Suchergebnisse. Vor allem für Keywords mit einem Suchvolumen < 1000 kann bereits nach kurzer Zeit mit sehr guten Ergebnissen gerechnet werden. In allen anderen Fällen ist der zu erwartende Erfolg von verschiedenen Faktoren abhängig, aber ein Test lohnt sich allemal.

Das Web-Analytics 1×1 für SEOs – Wertvollem Traffic & Backlinks auf der Spur

Britta Behrens, Marketing Manager DACH, Piwik Pro

In einem weiteren informativen Vortrag zum Thema Webanalyse beschrieb Britta Behrens die Basics der Web Analytics. Die wichtigsten Key Learnings waren:

  • Traffic ist kein KPI. Web-Analyse erfordert eine differenziertere Betrachtung von Kennzahlen wie quantitativem Traffic Wachstum, Organic & Referral Traffic sowie Mikro & Makro Conversions.
  • Goal Tracking ist essentiell, denn ohne Ziele ist auch keine Analyse möglich. Ziele können sowohl Makro Conversions (z.B. Bestellungen) als auch Mikro Conversions (z.B. Newsletter Subscriptions) sein.
  • Daten müssen segmentiert werden, z.B. Organic vs. Referral Traffic, Desktop vs. Mobile, Informationaler vs. Transaktionaler Content etc.
  • Eine hohe Bounce Rate muss nicht immer negativ sein. Um aussagekräftigere Daten zu erhalten, sollten Page Scroll Tracking und Time on Site hinzugezogen werden.
  • Analyse der Organic Traffic Performance: Wächst der organische Traffic im Zeitverlauf? Welche Seiten sind davon betroffen? Führt das Wachstum letztendlich zu mehr Leads/Conversions? → irrelevanten Traffic abbauen
  • Analyse der Referral Traffic Performance: quantitatives Wachstum von Backlinks in Relation setzen zu Umsatz, Leads & Conversions → Welche Conversions werden von Referrals getriggert?
  • Page Speed Analytics: Welche verkaufskritischen Seiten haben eine zu lange Ladezeit?
  • Analytics SEO Dashboards sollten genutzt werden, um die eigene Wirtschaftlichkeit zu monitoren. Hierfür sollten Kennzahlen festgelegt werden, aus denen später konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können.
  • Durch eine Optimierung des Cookie Banners kann eine Consentquote von 70-80% erreicht werden.

Keyword-Kannibalismus auflösen – ein Diätplan für stabilere Rankings

Leonard Metzner, Freelancer, metzner marketing

Leonard Metzner lieferte in seinem überaus interessanten Vortrag eine differenzierte Perspektive auf das Thema “Keyword-Kannibalismus”. Keyword-Kannibalismus bedeutet nämlich nicht nur, dass sich zwei Dokumente auf das gleiche Thema konzentrieren, sondern setzt auch voraus, dass sie dieses aus dem gleichen Blickwinkel betrachten. Wenn eine Website mit mehreren Seiten in den Top 10 auftaucht, handelt es sich demnach nicht zwangsläufig um Keyword-Kannibalismus, sondern häufig um wertvolle Mehrfach-Rankings (vorausgesetzt, dass diese Rankings stabil sind und mindestens eine URL in den Top 3 rankt). Solche Mehrfach-Rankings entstehen, wenn eine Website ein bestimmtes Keyword mit viel Varianz fokussiert und dabei unterschiedliche User Intents (Do, Know, Website, Visit-in-Person) abdeckt.

Um tatsächliche Keyword-Kannibalisierung zu erkennen, sollte man sich ansehen, welche Keywords mit mehreren URLs besetzt sind und ob diese Rankings im Zeitverlauf stabil sind oder Schwankungen unterliegen, da Keyword-Kannibalisierung zu instabilen Rankings führt. Darüber hinaus lässt sich Keyword-Kannibalisierung im Vorfeld verhindern, indem man ein Thema klar abgrenzt und Keywords zusammenfasst, die zusammen in den Top 10 ranken können (→ Suchergebnisse anschauen!).

Siteclinic auf dem Superpanel

Den Abschluss des SEO Days bildete wie gewohnt das Superpanel, wo zu Beginn die Gewinner des diesjährigen Wildsauseo-Contests gekürt wurden. Auf Platz 1 landete das Team von Sumax, gefolgt von SEO Küche, Red Ram Media und SEM Deutschland. Wir gratulieren allen Gewinnern ganz herzlich!

SEO Day Superpanel

Siegerehrung des WildsauSEO-Contests

Danach folgte die Siteclinic, bei der die Experten Jens Fauldrath, Thomas Mindnich, Nicolas Sacotte, Johannes Beus und Christian Solmecke zwei vorab eingereichte Websites auf Kriterien wie Onpage-Optimierung, Backlinkprofil und rechtliche Konformität live analysierten. Dass war nicht nur für alle Zuschauer sehr lehrreich, sondern nach einem langen Tag vollgepackt mit Fachvorträgen auch sehr unterhaltsam.

Weitere Recaps zum SEO Day 2019:

https://www.omt.de/suchmaschinenoptimierung/seoday/
https://www.smartlemon.de/recap-seo-day-2019/
https://www.contentmanager.de/nachrichten/die-neuesten-seo-trends-und-erkenntnisse-zur-suchmaschinenoptimierung-frisch-vom-seoday-2019/
https://www.puetter-online.de/blog/article/recap-seo-day-2019.html
https://www.almaron.de/blog/8-blog/186-seo-day-2019-recap
https://www.advidera.com/blog/seo-day-recap/

SEO-Texte schreiben: 19 Tipps für mehr Traffic und Conversions

Wir sind uns wahrscheinlich einig: Es ist sehr viel schwieriger, gute SEO-Texte zu schreiben, als man denkt.

Es geht nämlich nicht nur darum, die richtigen, überzeugenden Worte zu finden. Die Texte müssen auch ein gutes Ranking bei Google erzielen.

Mit einem Text beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, kann eine ziemliche Herausforderung sein.

Aber lass Dich davon nicht entmutigen. In diesem Leitfaden haben wir für Dich 19 praktische Tipps zum Erstellen überzeugender SEO-Texte zusammengestellt, die Du beim Schreiben direkt in die Tat umsetzen kannst.

Fangen wir an!

Hinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich auf Englisch erschienen und wurde vom Seobility Team ins Deutsche übertragen. Im Originalartikel spricht Autor Chris Collins von „SEO Copywriting“, was sich streng genommen nicht mit „SEO Texte“ gleichsetzen lässt. Da „SEO Copywriting“ im deutschsprachigen Raum jedoch kaum bekannt ist, haben wir uns für die Übersetzung „SEO Texte“ entschieden. Nachfolgend eine kurze Abgrenzung der Begriffe.

SEO Copywriting vs. SEO Texten

Der englische Begriff „SEO Copywriting“ bezeichnet das Schreiben von Texten, die nicht nur das Ziel haben, ein hohes Suchmaschinen Ranking zu erreichen, sondern auch darauf ausgelegt sind, Einfluss auf den Leser zu nehmen (z.B.: Verweildauer erhöhen oder Conversion erzielen).

SEO Texten hingegen hat das vorrangige Ziel, suchmaschinenoptimierte Texte zu erstellen. Die gezielte Ansprache und Beeinflussung des Lesers ist hier eher untergeordnet. Gute SEO-Texte erfordern jedoch zunehmend beides, da die Bedeutung von Nutzersignalen stark zunimmt. Deshalb, und aufgrund der stärkeren Verbreitung des Begriffs „SEO Texte“ im Deutschen, verwenden wir in diesem Artikel den Begriff „SEO Texten“ anstelle von „SEO Copywriting“.

SEO-Texte – worauf kommt es an?

Wenn Du SEO-Texte schreibst, musst Du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wirkungsweise von SEO und guten Texten

Zum einen bist Du Texter oder Texterin und willst mit Deinen Worten Deine Leser überzeugen und zum Handeln animieren. Dafür wendest Du Grundlagen aus der Psychologie und Verhaltenslehre an.

Darüber hinaus bist Du aber auch Spezialist/in für SEO. SEO-Texte haben das Ziel, ein gutes Suchmaschinen Ranking zu erreichen. Du solltest also verstehen, wie der Algorithmus von Google funktioniert und dieses Wissen nutzen, um mit Deinen Texten für bestimmte Keywords bestmöglich zu ranken.

Nehmen wir an, Du hast Deine Keywords sorgfältig ausgewählt und Deinen kompletten Artikel, einschließlich Meta Titles und -Descriptions, darauf optimiert. Darüber hinaus hast Du Dir aber nicht die Mühe gemacht, den Text auch so zu schreiben, dass er Deine Leser tatsächlich begeistert und überzeugt. Die Folge? Die meisten Deiner Besucher werden die Seite schnell wieder verlassen und der Artikel wird nie ein besonders hohes Ranking erreichen, da die Nutzersignale schlecht sind.

Du kannst allerdings auch die überzeugendsten Texte schreiben – wenn Du Dir auf der anderen Seite keine Zeit für SEO nimmst, wird Deine Website in den Google Suchergebnissen so weit unten ranken, dass sie nie konstanten Traffic anzieht.

SEO und überzeugendes Schreiben gehen Hand in Hand. Um mit Deiner Website Erfolg zu haben, musst Du also beides beherrschen.

Wie sieht das in der Praxis aus?

So schreibst Du Texte, die den Leser fesseln

Es kann ganz schön schwierig sein, mit einem Text Leser wirkungsvoll anzusprechen und dabei auch noch ein gutes Ranking zu erzielen. Zum Glück ist Google mittlerweile sehr gut darin, Usern genau die Ergebnisse anzuzeigen, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Dadurch wird es um einiges einfacher, überzeugende Texte zu schreiben, die auch im Ranking gut abschneiden.

Deine Leser sollten für Dich immer an erster Stelle stehen. Wenn Du Deine Texte für Deine Leser schreibst, kannst Du eigentlich nicht viel falsch machen. Erst danach solltest Du Deinen Text für Suchmaschinen optimieren.

1. Analysiere den Content Deiner Mitbewerber

Dein Content steht im ständigen Wettbewerb mit anderem relevanten Content, der im Netz verfügbar ist.

Man kann leicht den Mut verlieren, wenn man sich einmal vor Augen hält, wie viele Mitbewerber man eigentlich hat.

Im November 2020 wurden mehr als 81 Mio. neue Blogposts veröffentlicht – und das allein bei WordPress!

81077599 neue Blogbeiträge im November 2020

Wie also hebst Du Dich von der Masse ab? Ganz einfach: Indem Du Content erstellst, der so ausführlich und so relevant wie möglich ist. Dieses Prinzip findet auch in der Skyscraper-Taktik von Brian Dean Anwendung.

Wenn Du alle Fragen Deiner Leser beantwortest, hilfst Du ihnen nicht nur. Du zeigst gleichzeitig auch Google, dass Deine Website hochwertige Inhalte bietet, die in den Suchergebnissen an oberster Stelle gelistet werden sollten.

Um das zu erreichen, solltest Du Dir zunächst einmal bereits bestehende Artikel zu Deinem Thema ansehen. Dabei wirst Du schnell merken, welche Unterthemen wichtig sind und in Deinem eigenen Artikel nicht fehlen sollten.

Nehmen wir einmal an, Du willst einen Artikel über Produktivität schreiben.

Durch einen kurzen Blick auf die Artikel, die in den Suchergebnissen ganz oben angezeigt werden, wirst Du sofort erkennen, welche Themen Du in Deinem Artikel ansprechen solltest.

Tipps für Produktivität
Die meisten dieser Tipps tauchen auch in den anderen Artikeln auf, die auf den vorderen Positionen ranken (Quelle)

So kannst Du ganz einfach sicherstellen, dass Du die Punkte aufnimmst, über die Deine Leser mehr erfahren möchten.

2. Nutze Online-Kurse

Online-Kurse sind ein weiterer Weg, über den Du eine Struktur für Deinen Content finden kannst.

In der Regel werden solche Kurse von Leuten entwickelt, die Experten auf ihrem Gebiet sind. Oftmals haben sich schon Tausende von Usern die besten Kurse zu einem Thema angesehen. Du kannst also davon ausgehen, dass diese Kurse genau das liefern, wonach User suchen.

Nehmen wir an, Du hast vor, eine Artikelreihe zum Thema „persönliche Produktivität“ zu schreiben.

Sieh Dich dazu einmal bei Anbietern für Online-Kurse wie Lecturio oder Udemy um und suche nach „Produktivität“ oder „produktiver werden“.

Online Kurse zu Produktivität
Quelle

Fang am besten damit an, Dir die beliebtesten Kurse anzusehen und wirf dort einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis Online-Kurs
Quelle

Hier findest Du viele geeignete Themen, die Du in Deine eigenen Texte aufnehmen kannst.

3. Gib Deinen Lesern Antworten auf ihre Fragen

Es ist nichts Neues, dass wir Google mehr als je zuvor dafür nutzen, um Antworten auf unsere Fragen zu finden. Etwa 8 % aller Suchanfragen im Internet basieren auf Fragen. Und die wachsende Beliebtheit von Sprachassistenten beschleunigt diesen Trend noch weiter.

Es ist also sinnvoll, Content zu schaffen, der den Lesern Antworten auf ihre Fragen gibt.

Aber woher wissen wir, was ihre Fragen sind? Hier kommt AlsoAsked.com ins Spiel.

Dabei handelt es sich um ein kostenloses Tool, das Dir für jeden Suchbegriff die Fragen liefert, die bei Google in der „Nutzer fragen auch“ Box angezeigt werden.

Nehmen wir an, Du bist immer noch dabei, Deine Reihe zum Thema Produktivität vorzubereiten, und möchtest herausfinden, was die Menschen dazu wissen wollen.

Gib einfach Dein primäres Keyword in das Suchfeld bei AlsoAsked ein:

alsoasked

Wähle im Dropdown-Menü die Sprache und Dein Land und klicke auf „Search“. Daraufhin werden Dir einige interessante Fragen angezeigt. Viele dieser Fragen, wie zum Beispiel „Was macht für Sie einen erfolgreichen Menschen aus?“ sind Dir wahrscheinlich zuvor gar nicht in den Sinn gekommen.

Fragen bei alsoasked

Ein Klick auf die einzelnen Fragen zeigt Dir noch weitere Fragen an, die bereits gestellt wurden:

Fragen bei alsoasked

Wenn Du die genauen Fragen kennst, die Deinen Lesern unter den Nägeln brennen, ist es fast so, als könntest Du ihre Gedanken lesen.

Wenn Du diese Fragen in Deinen Content einbaust, bietest Du Lösungen für genau die Probleme und Antworten auf genau die Fragen, die Deine Leser haben.

Und wenn Dir das gelingt, schaffst Du nicht nur eine wertvolle Ressource, sondern Du verbessert auch das Ranking Deiner Website für Long-Tail Keywords.

Wenn Deine Website dadurch viele Besucher anzieht, wird das auch Google bemerken und Dich in den SERPs mit einem Spitzenplatz belohnen.

4. Ziehe die Leser in Deinen Bann

Es ist im Grunde ziemlich einfach.

Wirkungsvolle Texte müssen Deine Leser in ihren Bann ziehen und das fängt bereits bei Deiner Überschrift an.

Deine Überschrift muss so fesselnd und verlockend sein, dass sie Deinen Leser automatisch zur nächsten Zwischenüberschrift lenkt.

Diese muss ebenfalls so fesselnd sein, dass der Leser automatisch den ersten Satz im Fließtext liest.

Und worauf musst Du bei diesem ersten Satz achten? Richtig, er muss den Leser dazu bringen, sofort den zweiten Satz lesen zu wollen usw.

Sieh Dir an, wie Ramit Sethi das umsetzt:

Ramit Sethi zieht seine Leser in seinen Bann

Er schreibt in etwa Folgendes:

Sprenge die Ketten Deines Jobs, Deines Kalenders und Deines 9-to-5 Einkommens

Was, wenn Du ein Business starten könntest, durch das Du das Leben führen kannst, das Du Dir immer gewünscht hast?

Earnable ist eine völlig neuer Weg, Dein eigenes Business zu starten und wachsen zu lassen.

Selbst ohne Business-Idee, selbst wenn Du kein weltberühmter Experte bist, selbst, wenn Du Dich überfordert fühlst und nicht weißt, wo Du anfangen sollst.

Und ja, besonders wenn Du mit Deinem neuen Business Dein Einkommen um 1.000 Dollar … oder 10.000 Dollar … oder sogar 100.000 Dollar steigern willst.

Jeder Satz auf der Seite, über die er sein Programm „Earnable“ verkauft, ist direkt an den Leser gerichtet.

Du fühlst Dich ganz automatisch von diesem Text angezogen und musst einfach weiterlesen. Er macht Dich immer wieder neugierig, so dass Du unbedingt mehr erfahren willst.

Und das fängt mit einer ansprechenden Überschrift an.

5. Mache mit ansprechenden Überschriften auf Dich aufmerksam

Wenn Du schnell Erfolge erzielen willst, ist Deine Überschrift der beste Ansatzpunkt.

Tatsächlich kann ein so simpler Aspekt wie eine bessere Überschrift einen gewaltigen Einfluss haben. SEO-Guru Brian Dean hat hierzu einen Test durchgeführt, in dem er einen seiner erfolgreichsten Artikel mit einer neuen Überschrift versehen hat, die die Neugierde der Leser wecken sollte:

Überschriften im Vergleich
Vorher: Fallstudie SEO-Kampagne: 1.117 Social Shares und 15 % mehr organischer Traffic (in 2 Wochen), Nachher: Wow! Diese SEO-Kampagne = 15 % mehr organischer Traffic in 2 Wochen

Das Ergebnis: Ein Anstieg des organischen Traffics um satte 45 %!

Überschriften-Vergleich in Analytics

Das Experiment verdeutlicht, dass Deine Überschrift Deinen Leser anziehen und neugierig machen sollte. Wenn er die Überschrift erst einmal vollständig gelesen hat, sollte er so gefesselt sein, dass er es kaum erwarten kann, mehr zu erfahren.

Und so schreibst Du eine Überschrift, mit der Dir genau das gelingt:

Halte Dich an bewährte Formeln: Es gibt einige bewährte Formeln für Überschriften, mit denen Du konstant gute Ergebnisse erzielen kannst. Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du vorgehen sollst, bieten dir diese Formeln einen guten Ausgangspunkt:

  • Wie Du/Sie/man [etwas bestimmtes tust]
  • 7 Wege, um [etwas zu tun/Endergebnis]
  • Was ist [Keyword]?
  • Machst Du diese 13 Fehler mit Deinem [Sache]?

Sei möglichst genau: Vage Formulierungen können Deinen Leser abschrecken. Schließlich klicken wir nur ungern etwas an, von dem wir nicht genau wissen, was dahinter steckt. Deshalb funktionieren Überschriften, die eine spezifische Botschaft vermitteln, am besten.

Die einfachste Art, das zu tun, ist die Nutzung von Zahlen.

Wie Courtney Seiter von “Buffer” sagt:

„Überschriften mit Zahlen funktionieren sehr gut, denn Menschen lieben Vorhersehbarkeit und hassen Ungewissheit.“

Damit Dir diese Strategie gelingt, nutze am besten sehr spezifische Zahlen.

Hier ein gutes Beispiel von texterclub.de:

Zahlen in Überschriften

Gilad Lotan hat bei seinen Recherchen für BuzzFeed herausgefunden, dass Titel mit scheinbar zufällig gewählten Zahlen, insbesondere ungeraden, mehr Klicks generieren als Titel mit runden Zahlen wie 5 oder 10.

Statistik zur Beliebtheit von Zahlen
Ungerade Zahlen sind am beliebtesten (Quelle)

6. Wecke die Neugier Deiner Leser

Ich bin kein großer Fan von BuzzFeed, aber ich gebe zu, dass ich hin und wieder auch einige der Artikel lese. Und jedes Mal sind es die reißerischen Überschriften, die mich ködern.

Sie können manchmal wirklich absurd sein:

Buzzfeed Überschrift

Buzzfeed Überschrift 2

Du kannst hiermit aber tatsächlich Erfolg haben.

Brad Smith empfiehlt, die unteren Clickbait-artigen Schlagzeilen einmal auszuprobieren, um Leser damit neugieriger auf Deine Texte zu machen. Diese Beispiele stammen zwar aus dem Englischen, können aber leicht angepasst auch im Deutschen funktionieren:

  • [Mensch / Firma] [hat etwas Schwieriges getan] und es [endete anders als gedacht]
  • [Zahl] Fakten zu [schwieriges / komplexes Thema], über die niemand spricht
  • [Überbewertete Sache] vs. [dieselbe Sache] im wirklichen Leben
  • Mit diesen [Zahl] [Powerwort] Tipps kannst Du [schwierige Aufgabe bewältigen] wie ein Profi
  • So schaffst Du es in dieser Woche [schwierige Aufgabe zu bewältigen]

Behalte jedoch immer Deine Leser und Deine Brand im Auge, wenn Du mit dieser Art von Überschrift experimentierst. Wenn Du es damit übertreibst, kannst Du nämlich schnell Deinem Ruf schaden. Vor allem im deutschsprachigen Raum ist hier noch etwas mehr Fingerspitzengefühl gefragt.

7. Schreibe eine einfache, aber packende Einleitung (APP-Methode)

Wenn es Dir gelungen ist, dass User Deinen Artikel aufrufen, musst Du ihnen im nächsten Schritt eine Einleitung bieten, nach der sie einfach weiterlesen müssen.

Die überzeugendsten Einleitungen sind in der Regel sehr einfach gehalten. So machst Du es dem User nämlich leicht, Zugang zu Deinem Content zu finden und weiterzulesen.

Die „APP“-Methode von Brian Dean ist hervorragend dafür geeignet. APP ist die Abkürzung für Agree, Promise, Preview – zu Deutsch Zustimmung, Versprechen, Ausblick.

Du stellst zuerst eine Behauptung auf, von der Du weißt, dass der Leser ihr zustimmen wird. Achte darauf, dass sie für das Thema Deines Artikels relevant ist. So hast Du den Leser von Anfang an auf Deiner Seite.

Dann machst Du ein Versprechen. Sprich darüber, wie Du selbst mit diesen Methoden gute Ergebnisse erzielt hast und stelle Deinem Leser dasselbe in Aussicht.

Zum Schluss gibst Du einen Ausblick, indem Du mit einem Satz kurz zusammenfasst, was Dein Leser von Deinem Artikel erwarten kann.

Jacob McMillen wendet diese Schritte auf meisterhafte Weise an und zieht mit seinem Artikel darüber, wie man sein Einkommen als Freiberufler verdoppeln kann, die volle Aufmerksamkeit des Lesers auf sich:

Einleitung mit der APP-Methode

Auf Deutsch: „Ich habe in den letzten 10 Jahren viel ausprobiert, um mein Einkommen zu steigern. Einiges hat funktioniert, anderes nicht.“ (Ja, das geht mir genauso!)

„In diesem Leitfaden zeige ich Dir 5 Schritte auf, mit denen Du dein Einkommen in 30 Tagen verdoppelst. Es gibt allerdings einen Haken: Du musst die Schritte aktiv in die Tat umsetzen.“ (Vorschau, die dem Leser zeigt, was ihn erwartet.)

„Beweise mir, dass ich unrecht habe, und ich überweise Dir 50 Dollar.“ (Versprechen: gute Ergebnisse sind garantiert.)

Sehen wir uns den nächsten Schritt an.

8. Stelle wichtige Infos an den Anfang (umgedrehte Pyramide)

Es gibt einen Grund dafür, dass die APP-Methode so gut funktioniert. Es wird hier nämlich nicht lange um den heißen Brei herumgeredet.

Klingt einfach, aber die meisten Seiten tun das nicht. Sie reihen diverse Einleitungsabsätze aneinander, bevor sie endlich die wirklich wichtigen Informationen preisgeben.

Man verbaut man sich hiermit leider sehr schnell die Chance auf Conversions. Dabei ist dieser Fehler einfach zu vermeiden.

Dein Text sollte die Form einer umgedrehten Pyramide haben, denn so bietest Du Deinen Lesern gleich am Anfang das, was am wichtigsten ist, und musst sie nicht lange auf die Folter spannen.

umgedrehte Pyramide

Diese Strategie wird bereits seit vielen Jahren von Journalisten genutzt. Es gibt keinen besseren Weg, um Lesern schnell die Informationen zu liefern, die sie benötigen.

Doch auch außerhalb des journalistischen Bereichs lässt sich die Methode sinnvoll anwenden:

panzanella Rezept
Quelle

Wie Du siehst folgt hier auf einer Rezept-Seite direkt nach einer kurzen Einleitung das gewünschte Panzanella-Rezept.

Sieh Dir im Vergleich dazu einmal folgenden Beitrag in „The Smitten Kitchen“ an …

 

Hier musst Du Dich erst durch 471 Wörter Text kämpfen, um dann irgendwann mit dem Rezept für Fenchel-Oliven-Salat belohnt zu werden.

Du weißt, warum Deine Leser auf Deine Website kommen. Und je schneller Du ihnen gibst, was sie brauchen, desto mehr werden sie Dich dafür schätzen.

9. Erstelle ein Inhaltsverzeichnis

Deine Leser haben keine Zeit für blutleeren Content, der ihnen nichts bietet. Sobald sie auf Deiner Seite landen, werden sich Deine Besucher fragen: „Wird mir das irgendeinen Nutzen bringen? Ist es meine Zeit wert?“

Und sobald sie feststellen, dass die Antwort „nein“ lautet, sind sie wieder weg.

Wie also kannst Du sie zum Bleiben bewegen? Du erstellst ein Inhaltsverzeichnis!

Ein gutes Beispiel liefert dieser Leitfaden zum Thema Keyword-Recherche. Das Inhaltsverzeichnis am Anfang zeigt genau, auf welche Punkte der Artikel eingeht:

Inhaltsverzeichnis

Dadurch wissen Leser genau, was sie erwartet, und können entscheiden, ob die Inhalte ihre Zeit wert sind.

Mit Inhaltsverzeichnissen können Leser außerdem sehr schnell bestimmte Inhalte finden. Wer beispielsweise Empfehlungen für Tools zur Keyword-Recherche sucht, wird im Inhaltsverzeichnis sofort fündig.

im Inhaltsverzeichnis werden Leser sofort fündig

10. Lege „Köder“ aus, die Deine Leser neugierig machen

Die Sache ist die: Du willst Deine Leser fesseln, damit sie Deinen Text weiterlesen. Aber wie funktioniert das?

Hierfür gibt es eine bewährte Technik namens Seeds of Curiosity (Samen der Neugierde).

Dabei handelt es sich um sehr kurze Sätze, die Du in Deinen Texten wie kleine Köder auslegst. Damit ziehst Du Deine Leser wieder in Deinen Bann, falls ihr Interesse beim Lesen abnehmen sollte.

Ich habe selbst so einen Satz am Anfang dieses Abschnitts genutzt, falls es Dir aufgefallen ist.

Hier ein paar Beispiele für solche Sätze:

  • Aber das war noch nicht alles.
  • Aber damit war für mich noch nicht Schluss.
  • Sehen wir uns das im Detail an.
  • Lass es mich erklären.
  • Aber dazu gibt es noch mehr zu wissen.
  • Und jetzt kommt der spannende Teil.

Der Autor Joe Sugarman schreibt in seinem Klassiker „Advertising Secrets of the Written Word“:

Wenn Samen für Neugierde ausgesäht wurden, sagt Dir Dein Unterbewusstsein, dass Du weiterlesen musst – und das selbst dann, wenn Du an einen Punkt kommst, an dem der Text etwas trockener wird … Mit dieser Taktik kann man die meisten Texte verbessern, aber wie mit allen guten Dingen sollte man es nicht übertreiben.

Es ist ziemlich einfach, diese Methode in Deine Texte einfließen zu lassen. Lies Dir hierfür einfach Deinen Content durch. Jedes Mal, wenn Du an einer Stelle angelangt bist, von der Du glaubst, dass der Leser abschweifen und Deine Seite wieder verlassen könnte, lege einen Köder aus.

So kannst Du den Leser immer wieder zu fesseln und damit seine Verweildauer auf Deiner Seite verlängern.

11. Erzeuge Spannung mit „Cliffhangern” und „Open Loops“

Wenn wir beide uns ähnlich sind, hast Du Dir während des Corona-Lockdowns wahrscheinlich auch eine Serie nach der nächsten angesehen.

Game of Thrones. Billions. This is Us – Das ist Leben.

(Okay, die letzte vielleicht nicht unbedingt.)

Und es ist schön, dass wir uns aussuchen können, was wir uns ansehen, oder? Das glauben wir zumindest.

Die meisten TV-Serien bauen diverse Cliffhanger ein. Diese erzeugen eine nahezu unerträgliche Spannung, so dass wir unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht.

Nehmen wir zum Beispiel das Ende der zweiten Staffel von „Sherlock“. Da sah es ganz danach aus, als würde der Held der Serie sterben.

sherlock

Moment mal! Was? Wie? Warum?

Genau.

Und die Zuschauer mussten ganze zwei Jahre warten, bis sie endlich erfuhren, was wirklich passiert ist. (Wenn Du jetzt neugierig bist, sieh Dir die Serie an!)

Autoren bezeichnen diese Momente als „Open Loops“ – offene Schleifen. Du kannst solche Loops auch in Deine eigenen Texte einbauen.

Open Loops bedienen sich eines psychologischen Phänomens mit dem Namen „Zeigarnik-Effekt“.

Der Zeigarnik-Effekt besagt, dass wir offene Dinge unbedingt zu Ende bringen wollen. Unsere Gedanken schweifen immer wieder zu ungeklärten Situationen oder unerledigten Aufgaben, bis wir eine Lösung haben.

Sieh Dir an, wie Jeff Kahn einen Open Loop direkt in die Überschrift eines Artikels für den Blog „Close“ einbaut.

open loop
Du wünscht Dir bessere Verkaufszahlen? Halte häufiger ein Schläfchen bei der Arbeit

„Ein Schläfchen bei der Arbeit? Wie stellt er sich das vor? Ich möchte das auch!“

Titel wie diese machen sofort neugierig und sind eine sehr effektive Methode, um den User zum Lesen Deines Textes zu bewegen.

Du kannst natürlich auch Open Loops in Deinen Fließtext einbauen, wie es zum Beispiel Joel Klettke am Anfang seines Leitfadens für Fallstudien für den Blog „Copyhacker“ tut:

Case Study Leitfaden
„ACHTUNG, EILMELDUNG: Fallstudien schreiben ist wie Zahnseide benutzen. Wir alle wissen, dass wir es tun sollten, aber niemand tut es wirklich. Und wenn man es dann endlich tut, ist es schmerzhaft. Aber auch irgendwie befriedigend. Wir nehmen uns vor, es bald wieder zu tun. Denn Fallstudien sind das stärkste Verkaufsargument, das Du liefern kannst.“

Um Deinen Leser mit Deinem Content zu fesseln, sind solche Open Loops perfekt.

12. Formatiere Deine Texte auf leserfreundliche Weise

Du weißt, dass folgende Aussage stimmt: Im Internet liest man nicht. Man überfliegt.

Du willst so schnell wie möglich die Informationen finden, die Du brauchst. Und das geht auch Deinen Lesern nicht anders.

Wenn Du Deine Seite einfach und übersichtlich gestaltest, kannst Du bei Deinen Lesern punkten. Und so funktionert es.

  • Überschriften und Aufzählungen: Indem Du häufig Überschriften und Aufzählungen nutzt, machst Du Usern das Lesen leichter. Skizziere Deine wichtigsten Punkte zuerst in Deinen Überschriften und ergänze den Text danach mit den entsprechenden Absätzen. So kannst Du ganz einfach Deinen Schreibprozess optimieren.
  • Hervorgehobene Zitate: Mit Zitaten als visuelle Elemente kannst Du Deine Texte einfach auflockern. Keine Angst, dafür musst Du keinen Experten befragen oder extra eine Grafik erstellen. Es kann vollkommen ausreichen, Zitate aus bereits bestehendem Content zu verwenden.
  • Bildmaterial: Content ohne jegliche Bildelemente fühlt sich meist wie eine Wand aus Text an, die den Leser eher abschreckt. Bilder lockern nicht nur Deinen Text auf, sie verleihen Deinem Content auch ein professionelleres Aussehen. Damit wiederum ist es wahrscheinlicher, dass Leser Deinen Text teilen und dass sich Deine Leserschaft noch weiter vergrößert.

BuzzSumo hat in einer Studie herausgefunden, dass Content, bei dem alle 75 bis 100 Wörter ein Bild folgt, ideal ist, wenn man erreichen möchte, dass die Texte auf Social Media geteilt werden.

Es versteht sich von selbst, dass all Deine Bilder auch Alt-Attribute besitzen sollten, damit Dein Content gut in den Suchergebnissen abschneidet.

13. Sprich die Sprache Deiner Leser

Dein Zielpublikum ist einzigartig. Du kannst darauf wetten, dass Kaffee-Liebhaber, die Du ansprechen möchtest, nicht dieselbe Sprache sprechen wie Fußballfans oder Vollzeit-Mütter.

Deine Leser sprechen ihre eigene Sprache. Wenn Du also eine Beziehung zu ihnen aufbauen willst, musst Du diese Sprache nutzen.

Wie? Mit „Voice of the Customer”-Daten, also Daten zu den Stimmen der Kunden. Diese Daten geben Dir einen Einblick in die exakten Wörter und Sätze, die Dein Zielpublikum nutzt.

Und sie geben Dir auch einen Einblick in die Fragen, die sie stellen. Dadurch kannst Du auch besser verstehen, mit welchen Herausforderungen oder Schwierigkeiten sie sich konfrontiert sehen.

All diese Informationen sind eine Goldmine, wenn Du Deine Leser mit Deinen Texten überzeugen willst.

Es ist ganz einfach, an diese Informationen zu gelangen. Du musst Dich lediglich dort aufhalten, wo Deine Leser sich aufhalten, und ihnen zuhören.

Hier ein paar Tipps dafür, wo Du nach Deiner Zielgruppe suchen kannst.

Reddit-Threads

Reddit gehört mittlerweile zu den größten Online-Communities. Zu fast jedem Thema, das man sich vorstellen kann, gibt es Foren. Suche einfach nach Deinem Thema und Du wirst schnell zig relevante Subreddits finden. Ich habe zum Beispiel im Subreddit zum Thema Produktivität (productivity) schnell interessante Unterhaltungen, wie diese hier, gefunden:

Reddit Threads zum Thema Produktivität
Verschiedenste Threads zum Thema Produktivität bieten eine Vielzahl von Kommentaren, in denen man stöbern kann.

Sieh Dir solche Kommentare an. Du stößt hier auf endlose Unterhaltungen, in denen Du Content-Ideen für Deine User finden kannst.

Amazon-Bewertungen

Amazon ist viel mehr als nur eine virtuelle Buchhandlung. Amazon ist eine lebendige Community mit Tausenden von Mitgliedern, die zu fast allem Bewertungen abgeben. Indem man sich diese Bewertungen durchliest, kann man sehr gut mehr über die Kunden erfahren, die man für sich gewinnen will.

Suche bei Amazon einfach nach Deinem Thema:

amazon Suche

Unter den Suchvorschlägen findest Du häufig gut geeignete sekundäre Keywords.

Sieh Dir dann die Ergebnisse an und konzentriere Dich dabei auf Produkte mit vielen Bewertungen.

Du wirst feststellen, dass diese Bewertungen Dir überraschend viel über Dein Publikum verraten werden:

Amazon Bewertung

Durch Bewertungen wie diese kannst Du schnell herausfinden, welche Wörter oder Sätze Deine Zielgruppe verwendet.

Dies ist ein guter Weg, um Deine Leser kennen zu lernen, besonders wenn Du keine Möglichkeit hast, direkt mit ihnen zu sprechen.

So optimierst Du Deine Texte für Suchmaschinen

Bisher haben wir uns angesehen, wie wir Texte schreiben können, die unsere Leser packen und nicht mehr loslassen. Sehen wir uns jetzt den zweiten Aspekt an, den man beim Schreiben von SEO-Texten berücksichtigen muss:

Es muss Dir mit Deinem Text gelingen, einen Spitzenplatz in den Google-SERPs einzunehmen.

Sehen wir uns also jetzt die wichtigsten Faktoren an, auf die Du achten musst, damit Deine es Texte im Suchmaschinen Ranking ganz nach oben schaffen.

14. Optimiere Deine Texte für die richtigen Keywords

Du hast Dir die Stimmen Deiner Kunden „angehört“ und solltest bereits einige Ideen haben, für welche Keywords Du Deinen Content optimieren könntest.

Jetzt musst Du das Haupt-Keyword festlegen, für das Du Deinen Text optimieren willst. Bei der Bewertung von Keywords betrachtet man zwei Hauptmetriken.

Keyword Difficulty: Diese Metrik zeigt Dir, wie schwer es ist, für ein bestimmtes Keyword zu ranken. Je höher der Wert, desto schwieriger.

Suchvolumen: Dieser Wert zeigt Dir, wie oft nach dem Keyword schätzungsweise monatlich bei Google gesucht wird. Je höher, desto besser.

Bei der Auswahl solltest Du nach Keywords mit dem höchsten Suchvolumen und der niedrigsten Difficulty suchen. Diese Keywords haben das größte Potenzial, Traffic auf Deine Seite zu bringen.

Es gibt diverse Tools für die Keyword-Recherche, mit denen Du das Potenzial Deiner Ziel-Keywords besser beurteilen kannst. Dazu gehören zum Beispiel unser eigenes kostenloses Keyword-Recherche-Tool, Ubersuggest von Neil Patel oder der Keyword-Planer von Google.

Wenn Du Deine Keywords im Hinblick auf ihr Traffic-Potenzial bewertet hast, solltest Du sie auf einen weiteren Aspekt prüfen, und zwar die Suchintention des Users.

Hierbei geht es darum, wonach der User sucht, wenn er seinen Suchbegriff bei Google eingibt. Keywords können im Hinblick auf ihre Suchintention in drei Hauptkategorien unterteilt werden.

Navigational: Der User will auf eine bestimmte Website oder Unterseite gelangen. (Beispiele: „facebook“, „deutsche bank login“, „website bundestag“)

Informational: Der User will Informationen zu einem bestimmten Thema sammeln. (Beispiele: „anzeichen für schwangerschaft“, „hauspreise in berlin“, „testberichte lcd fernseher“)

Transactional: Der User hat vor, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen. (Beispiele: „kostenvoranschlag haftpflichtversicherung“, „handy online kaufen“, „morgenpost abonnieren“)

Wenn Du erst einmal Dein Haupt-Keyword festgelegt hast, solltest Du es unter dem Aspekt der Suchintention betrachten. Was will der User wirklich erreichen, wenn er den Suchbegriff bei Google eingibt?

Wer zum Beispiel nach einem „Produktivitätsplaner“ sucht, hat wahrscheinlich vor, einen solchen Planer zu kaufen (transactional). Es gibt eine riesige Auswahl an Planern, aber Du kannst Deinen potenziellen Kunden bei ihrer Entscheidung helfen. Du musst ihnen zeigen, dass Dein Planer am besten für ihre Bedürfnisse geeignet ist. Und Du musst ihnen den Weg zum Kauf so einfach und schnell wie möglich machen.

15. Optimiere für sekundäre Keywords

Zeit für ein Quiz! Was glaubst Du, für wie viele weitere Keywords außer dem primären Keyword ranken die Top-Suchergebnisse bei Google noch?

Fast 1.000! Verrückt, oder?

Wie machen die das? Ganz einfach: Mit sekundären Keywords bzw. LSI-Keywords. LSI ist die Abkürzung für „Latent Semantic Indexing“ (latent semantische Indexierung).

Wenn Du sie in Deine Seite einbaust, kannst Du für weitere Begriffe ranken und noch mehr Traffic anziehen.

Wie aber findet man sekundäre Keywords?

Ähnliche Suchanfragen

Bleibe bei Google auf der Seite mit den Suchergebnissen und scrolle bis ganz nach unten. Dort werden Dir ähnliche Suchanfragen angezeigt, die in Zusammenhang mit Deinem primären Keyword stehen.

Ähnliche Suchanfragen zu produktivität

Wir sehen hier viele verwandte Begriffe wie „Formel“, „Effizienz“, „Wirtschaft“ oder „steigern“.

Viele dieser verwandten Suchbegriffe eignen sich hervorragend als sekundäre Keywords. Suche Dir die passenden aus und baue sie in Deinen Content ein.

Analysiere die Texte Deiner Mitbewerber

Deine Mitbewerber verwenden höchstwahrscheinlich viele sekundäre Keywords, um ihr Thema ganzheitlich abzudecken. Diese solltest Du in Deinen Texten ebenfalls verwenden.

Um die sekundären Keywords Deiner Mitbewerber zu finden, kannst Du das WDF-IDF-Tool von Seobility nutzen. Gib einfach Dein Ziel-Keyword ein:

WDF*IDF Tool von Seobility

Dann klicke auf “WDF*IDF Prüfen“. Seobility erstellt für Dich eine Übersicht mit den häufigsten Begriffen, die auf den Seiten der Top-Suchergebnisse verwendet werden.

Ergebnisseite WDF*IDF

Nimm davon einfach die relevantesten Keywords und baue sie in Deinen Content ein.

Verwandte Long-Tail Keywords

Long-Tail Keywords gehören bei der Optimierung zu den Low-Hanging-Fruits und machen tatsächlich 70 % des Suchmaschinen Traffics im Internet aus. Da sie oftmals mit einer Kaufabsicht (transaktionale Suchintention) verbunden sind, haben sie häufig eine bessere Conversion-Rate als kürzere Keywords.

Um relevante Long-Tail Keywords zu finden, kannst Du die Keyword-Tools verwenden, die ich Dir oben gezeigt habe.

Suche dort zunächst nach Deinem primären Keyword:

keyword-tools.org

In den Suchergebnissen von keyword-tools.org findest Du beispielhaft eine Menge Long-Tail Keywords mit hohem Suchvolumen.

  • produktivität definition
  • produktivität und wirtschaftlichkeit
  • produktivität bedeutung
  • produktivität effizienz
  • produktivitätsformel

Das alles sind interessante Keywords, die Du für Deinen Content nutzen kannst.

Wenn Du Deine sekundären Keywords gefunden hast, baue sie strategisch in Deinen Content ein, und zwar in die Meta-Description, den Haupttext und die Zwischenüberschriften.

Beachte dabei, dass sich Keyword-Stuffing negativ auf Deine Google-Rankings auswirken kann. Füge die Keywords daher nur ein, wenn es sinnvoll ist.

16. Sichere Dir ein Featured Snippet

Beim Schreiben von SEO-Texten gibt eine bestimmte Strategie, mit der Du Deine Mitbewerber viel schneller überholen kannst, als mit allen anderen: Featured Snippets – hervorgehobene Suchergebnisse.

Wenn Du die Fragen Deiner Leser schnell, kurz und bündig beantworten kannst, kannst Du Dir einen Spitzenplatz in den Google-Suchergebnissen sichern.

Und so machst Du es richtig:

Beantworte Fragen in einem einfachen Absatz. Viele Fragen kann man mit nur wenigen Sätzen oder einem kurzen Absatz beantworten. Seobility beispielsweise hat sich mit dieser kurzen, einfachen Definition für „get parameter“ den Spitzenplatz gesichert:

Featured Snippet für die Suchanfrage get parameter

Kürze Deine Antwort zu einer Liste. Besonders bei „Wie“-Fragen kannst Du die Antwort sehr gut in Form einer Liste oder einer Aufzählung von Schritten geben. Auf diese Art kannst Du Dir ganz einfach einen Spitzenplatz sichern. So hat sich zum Beispiel Stylight das Featured Snippet für „wie werde ich produktiver“ gesichert:

Featured Snippet von stylight

Das Ranking-Dashboard in Seobility hilft Dir dabei, Deine Featured-Snippet-Platzierungen im Auge zu behalten. Registriere Dich jetzt kostenlos, um die Rankings Deiner Website zu tracken.

überwachte Keywords in Seobility

Machen wir weiter.

17. Schreibe ansprechende Meta Titles

Der Meta Title ist der Titel einer Seite, der Usern in den Suchergebnissen angezeigt wird. Er hat eine ähnliche Funktion wie Überschriften, ist aber so optimiert, dass er in den Suchergebnissen Aufmerksamkeit erregt und die Nutzer dazu bringt, auf das Ergebnis zu klicken.

Ein effektiver Meta Title:

  • zieht die Aufmerksamkeit der User auf sich
  • enthält Dein primäres Keyword
  • weckt Erwartungen
  • und bringt User dazu, das Ergebnis anzuklicken.

Der letzte Punkt ist natürlich am wichtigsten. Wenn User nicht klicken, hat Dein Meta Title seine Aufgabe nicht erfüllt.

Und so schreibst Du einen fesselnden, klickbaren Meta Title:

Verwende emotionale Triggerworte: Triggerworte lösen direkt eine intensive, emotionale Reaktion aus. Mit ihnen kannst Du ausgezeichnet Neugierde wecken, so dass der User gar nicht anders kann als Deine Seite anzuklicken. Wenn Du Listen mit Powerwörtern der Textakademie oder von Blogmojo nutzt, findest Du eine Menge ausgezeichneter Triggerworte, die Du für Deine Meta Titles verwenden kannst.

Erwähne in Deiner Überschrift das Jahr: Seien wir ehrlich, die Welt im Winter 2020 sieht schon wieder ganz anders aus als noch vor wenigen Monaten. Und User wünschen sich gerade jetzt aktuelle Ergebnisse. Wenn Du das Jahr in Deinen Titel aufnimmst, zeigst Du ihnen, dass Dein Content frisch und aktuell ist.

So zeigt der Stern, dass seine Bewertungen für Stehschreibtische aktuell sind:

Suchergebnis Snippet von stern.de

Und auch Haus.de zeigt den Lesern direkt, dass die Bewertungen für Küchenmaschinen für das aktuelle Jahr gelten:

snippet haus.de

Verwende Ergänzungen: Mit Klammern kannst Du Zusatzinformationen dazu geben, was die Leser erwartet. Im Seobility Blog findest Du dafür einige Beispiele:

Zusatzinformationen in Klammern

Begriffe wie kostenlos, Checkliste, einfach, schnell und praktisch eignen sich hervorragend, um Lesern einen Vorgeschmack darauf zu geben, was sie im Content erwartet.

18. Schreibe eine ansprechende Meta-Description

Ein wichtiger Teil fehlt noch: Deine User lesen unmittelbar nach dem Meta Title die Meta-Description. Daher muss Deine Meta-Description genauso unwiderstehlich sein wie Dein Meta Title.

Wenn Du keine Meta Description festlegst, überlässt Du es dem Zufall, was Google als Beschreibung in Deinem Snippet anzeigt, was sich höchstwahrscheinlich negativ auf Deine Klickraten auswirken wird.

Nimm Dir stattdessen die Zeit, eine ansprechende Meta-Description zu schreiben. Sie bietet eine gute Möglichkeit, sekundäre Keywords zu verwenden.

Smiley’s Pizza Service macht das super:

snippet smiley's pizza service

Auch die Berliner Kaffeerösterei liefert ein gutes Beispiel:

snippet Kaffeerösterei

Deine Meta-Description ist der erste Text, den viele Leser sehen werden.

Nimm Dir ein wenig Zeit und überlege Dir eine Beschreibung, die Deine User garantiert überzeugen wird.

Du willst noch mehr Tipps? Dann findest Du in unserem Guide für die perfekte SEO Meta-Description [2020] alles, was Du wissen musst.

19. Steigere Traffic und Shares mit CTAs

Du erinnerst Dich: Beim Schreiben von SEO-Texten geht es hauptsächlich darum, den User davon zu überzeugen, etwas Bestimmtes zu tun.

Wie aber kannst Du Deine User am einfachsten zum Handeln bewegen? Indem Du sie direkt dazu aufforderst!

Die Integration von Calls to Action in Deine Texte ist einer der besten Wege, um Sharing und Traffic anzukurbeln.

Und mit Click To Tweet schaffst Du es ganz einfach, User dazu zu bringen, Deinen Content zu teilen. Rufe hierfür einfach clicktotweet.com auf. Dann überfliegst Du Deinen Artikel und suchst praktische Tipps, die gut für einen Tweet geeignet sind.

Und dann schreibst Du Deinen Tweet.

tweet copywriting
Du möchtest Deine Leser zum Handeln bewegen? Veröffentliche niemals ohne CTA!

Anschließend kannst Du mit dem Button unten einen neuen Link generieren und diesen kopierst Du einfach in Deinen Artikel.

Deine Leser können so mit nur einem Klick die von Dir verfasste Nachricht auf Twitter teilen.

Bonus-Tipp: Lass Dich nicht durch den PageSpeed Deiner Website bremsen

Du hast einen überzeugenden Text geschrieben und diesen für Suchmaschinen optimiert, aber der Traffic will sich einfach nicht einstellen?

Warum ist das so?

Wenn Deine Website nur langsam lädt, kann das Deine Bounce-Rate in die Höhe treiben und so Deine Conversions bereits im Keim ersticken.

Seit fast einem Jahrzehnt zählt die Websitegeschwindigkeit zu den wichtigsten Rankingfaktoren. Heutzutage erwarten 47 % der Nutzer, dass eine Website innerhalb von 2 Sekunden oder sogar noch schneller lädt. 40 % davon brechen den Vorgang direkt wieder ab, wenn eine Website mehr als drei Sekunden braucht, um zu laden.

Was wir daraus lernen, ist eindeutig: Wenn Deine Seite zu langsam lädt, musst Du dieses Problem unbedingt beheben!

Um die Ladegeschwindigkeit einer Seite zu prüfen, kannst Du zum Beispiel einen Speed Test auf Pingdom machen. Gib hier einfach die URL Deiner Webseite und Deinen Standort ein und klicke auf „Start Test“, um die Geschwindigkeit zu prüfen.

Sollte Deine Website länger als zwei Sekunden brauchen, um zu laden, kannst Du sie mithilfe dieser Tipps so optimieren, dass sie künftig schneller lädt.

Schreibe SEO-Texte, mit denen Du Dir Top Rankings sicherst

In diesem Artikel haben wir Dir gezeigt, wie Du überzeugenden Content erstellst, der es in den Suchergebnissen ganz nach oben schafft. All diese Ratschläge sind jedoch nutzlos, wenn sie lediglich als Lesezeichen in Deinem Browser gespeichert sind.

Nimm Dir die Zeit, diese Tipps direkt in die Tat umzusetzen. Fange mit der Seite an, die den meisten Traffic hat, denn hier hat die Umsetzung der Tipps den größten Einfluss. Später kannst Du an Deiner zweitwichtigsten Seite arbeiten und dann an Deiner drittwichtigsten und so weiter.

Probiere es einfach aus. Je mehr Du diese Tipps beim Schreiben in der Praxis anwendest, desto mehr Traffic und Conversions wirst Du für Deine Website verzeichnen können!

SEO-Content für Onlineshops

Du kannst „Content is king“ nicht mehr hören? Du willst lieber wissen, welche Inhalte Du für Deinen Onlineshop tatsächlich brauchst und wie Du sie erstellst? Dann bist Du hier richtig!

In diesem Leitfaden erklärt Dir Alexander Rus von Evergreen Media, …

  • was eine SEO-fokussierte Content-Strategie auszeichnet und warum sie so wichtig ist
  • welche Content-Typen ein Onlineshop braucht
  • wie man passende Keywords herausfindet
  • worauf es bei der Content-Erstellung ankommt
  • welche E-Commerce-SEO-Tools in diesem Prozess helfen
  • welche häufigen Fehler es zu umschiffen gilt

Falls Du es eilig hast, kannst Du gleich zu einem der Punkte springen:

Aber Moment – was bringt der ganze Aufwand überhaupt? Warum brauche ich eine spezifische Content-Strategie, wenn ich doch eigentlich nur mehr Sales will?

Fangen wir am besten von vorne an!

Was ist eine SEO-fokussierte Content-Strategie für Onlineshops?

Die SEO-fokussierte Content-Strategie stützt sich auf ein Netz aus Inhalten, das exakt auf die Bedürfnisse der Google-Nutzer/innen zugeschnitten ist. Diese Bedürfnisse lassen sich unter dem Begriff Suchintention zusammenfassen, also der konkreten Absicht hinter einer Suchanfrage (Was erwartet sich die Person von ihrer Google-Suche?).

Suchintention, SEO, Daten und Content: das Gesamtbild

Das Ziel einer SEO-fokussierten Content-Strategie ist es, anhand von (Keyword-)Daten für jede Phase im Entscheidungs- und Kaufprozess passenden Content zu erstellen.

Man könnte daher ebenso von einer datengetriebenen Content-Strategie sprechen. Denn ohne die Daten zu Keyword-Suchvolumen, Klickraten etc. wäre es schwer bis unmöglich, zielsicher zu bestimmen, welche Inhalte User/innen tatsächlich sehen wollen.

Was das mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat? Eine ganze Menge:

  • Durch die Datenanalyse kannst Du einschätzen, was Nutzer/innen sich von ihrer Google-Suche erwarten.
  • Im nächsten Schritt lieferst Du eben jene Inhalte, statt Dich nur auf reine Verkaufszahlen zu konzentrieren.
  • Der Google-Algorithmus stellt fest, dass Deine Website die Suchintention zu einem bestimmten Suchbegriff gut zu treffen scheint und somit für Nutzer/innen hilfreich ist.
  • Deine Website wird als relevant(er) eingestuft und erscheint in den Suchergebnissen weiter oben.

Im Grunde ist die datengetriebene Content-Strategie mit SEO-Fokus nicht so anders als klassisches „Offline“-Shopping. Stell Dir vor, Du gehst in ein Elektrofachgeschäft, weil Du einen neuen Laptop suchst. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie Dein Besuch verlaufen kann, z. B.:

  • Du willst ein bestimmtes Modell erstmal ansehen.
  • Du willst Dich beraten lassen.
  • Du willst Dich nur umsehen und hast keine Eile, ein Gerät zu kaufen.

In jedem dieser Szenarien betrittst Du den Laden mit einer anderen Absicht und anderen Bedürfnissen.

SEO-Inhalte für Onlineshops: mehr Sichtbarkeit durch passenden Content

Exakt so interagieren User/innen auch mit Onlineshops: Jeder Besuch folgt einem eigenen Muster und einer bestimmten Suchintention. Im Ladengeschäft wäre jetzt eine feinfühlige Beratung gefragt, die Dir im Informations- und Entscheidungsprozess zur Seite steht, Dir jedoch nicht auf Biegen und Brechen etwas einreden möchte. Und nichts anderes geschieht in SEO-Inhalten, denn sie sind (basierend auf Keyword-Daten) explizit auf diese Prozesse ausgerichtet. Eben deshalb gesteht ihnen Google mehr Sichtbarkeit zu.

Wenn Du es also schaffst, mit Deinem Onlineshop die Suchintention zu bedienen, verhilft Dir das zu mehr Sichtbarkeit.

Und je mehr Leute bei einer Google-Suche Deinen Onlineshop entdecken, desto besser Deine Chancen auf neue zahlende Kundschaft. Mit SEO-fokussiertem Content wird Dein Shop aber ebenso dort sichtbar, wo noch gar keine Kaufabsicht herrscht. Du deckst die gesamte Customer Journey ab, indem Du kommerzielle und nichtkommerzielle Inhalte gleichermaßen bietest.

Essenzielle Content-Typen für Onlineshops

Ein gut aufgestellter Onlineshop besteht in der Regel aus:

  • einer Startseite
  • diversen Kategorienseiten
  • noch mehr Produktseiten
  • obligatorischen Seiten für Impressum, Datenschutz etc.
  • einem Bereich für nichtkommerziellen Content (Blog, Ratgeber o. Ä.)

Für unsere SEO-Content-Strategie sind in diesem Kontext vor allem die Kategorienseiten und der nichtkommerzielle Part wichtig.

Kommerzielle Inhalte

Werblichen Charakter haben neben der Startseite außerdem die Kategorien- und Produktseiten. Reines Marketinggeplänkel reicht für diese Bereiche jedoch nicht (mehr) aus!

Sieh Dir ein paar Kategorienseiten erfolgreicher Onlineshops aus Deiner Nische an. Gibt es dort nur Produktauflistungen oder auch ergänzende Inhalte? Je informativer Du Deinen kommerziellen Content gestaltest, desto besser für Deine (potenziellen) Kund/innen. Mehr Informationen liefern etwa:

  • eine Kaufberatung – Entscheidungshilfe und FAQs
  • interne Links zu weiterführendem Content
  • eine Übersicht über weitere passende Produkte/Kategorien/Themen

Ein Beispiel: Diese Kategorienseite eines Anbieters für Infrarotheizungen zeigt zuerst die Produktübersicht. Danach folgt ein kurzer Überblick über alles Wissenswerte zum Produkt.

Kategorieseite mit Kaufberatung zu Infrarotheizungen
Abbildung 1: Quelle: https://www.heatness.at/produkte/infrarot-wandheizung/

Wie Du sehen kannst, werden so diverse Secondary Keywords abgedeckt – doch dazu später mehr.

Nichtkommerzieller Content

Mit nicht-werblichen Inhalten holst Du jene Menschen ab, die ohne konkrete Kaufabsicht googeln. Sie kommen dadurch schon in einem frühen Stadium des Entscheidungsprozesses mit Deiner Brand in Kontakt.

Nichtkommerzielle Inhalte sind u. a.:

  • Ratgeber (Anleitungen, Checklisten, …)
  • Tools mit konkretem Zweck (Rechner o. Ä.)

In dieser Rubrik geht es darum, alle Sub- und Randthemen aufzugreifen, die auch nur im Entferntesten mit Deiner Branche zu tun haben. Du kannst dabei durchaus intern auf kommerziellen Content verlinken – vorausgesetzt, dieser Querverweis ist thematisch wirklich sinnvoll.

Der Klassiker für nichtkommerziellen Content sind Ratgeber. Dieser Hosting-Provider deckt z. B. im Blog diverse Informational Keywords ab:

Ratgeber von hoststar.at
Abbildung 2: Quelle: https://www.hoststar.at/de/blog

In die nichtkommerzielle Sparte fallen darüber hinaus die sog. Linkable Assets. Sie sind ein Sonderfall, da sie nicht nur Traffic auf Deine Seite bringen, sondern außerdem das Linkprofil Deines Shops aufbessern können.

Spezialfall: Linkable Assets

Dieser Begriff meint Inhalte, die hohes Potenzial haben, von anderen Websites Backlinks zu bekommen. Damit jedoch möglichst viele branchenrelevante Seiten auf Deine Website verweisen, muss der Content einiges hermachen, sprich: einen ganz konkreten Mehrwert bieten.

Eine bewährte Methode sind Infografiken und Tools. Machen wir wieder einen Abstecher in die Praxis:

Barf Rechner als Linkable Asset
Abbildung 3: Quelle: https://www.futter-fundgrube.de/barf-rechner-hund

Mit diesem Tool kann man Futtermenge und -zusammensetzung berechnen, wenn man seinen Hund nach dem BARF-Prinzip füttern möchte. (Für Nicht-Barfer: Die Abkürzung steht für Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung.)

Bereitgestellt wird der Rechner von einem BARF-Onlineshop. Ein kluger Schachzug, denn so können sich Neu-Barfer erst einmal informieren, wie dieses Prinzip funktioniert – und dann ist der Schritt zum Shop nicht mehr weit…

Zugleich ist das Rechner-Tool für andere Websites aus der Tierhaltungsbranche durchaus lukrativ. Denn wer möchte nicht seinen Leser/innen ein nützliches Werkzeug an die Hand geben und dadurch den vielzitierten „echten Mehrwert“ liefern?

Fazit: Nichtkommerzielle Inhalte sind nicht nur wichtig, um die Customer Journey umfassend abzudecken. Nein, auch im Linkbuilding spielen sie eine wichtige Rolle.

Bleibt nur die große Frage: Wie weiß ich, mit welchen konkreten Suchbegriffen ich wann arbeiten muss? Bühne frei für die Keyword-Recherche!

Keyword-Recherche und das AIDA-Modell: Welchen Content braucht mein Shop?

Bei der Keyword-Auswahl für Onlineshops spielt die AIDA-Formel eine zentrale Rolle. Das Akronym steht für:

  • Awareness
  • Interest
  • Desire
  • Action

Jede Interaktion auf oder mit einer Website lässt sich einer dieser Phasen im Entscheidungsprozess zuordnen. Zeit für ein Praxisbeispiel!

Beispiel: AIDA und Keywords in der Praxis

Jede Google-Suche entspringt einer gewissen Problemsituation. Diese Ausgangssituation ist die sog. Awareness-Phase: Jemand wird sich über einen Zustand bewusst und möchte ihn ändern.

Begleiten wir beispielhaft einen fiktiven Charakter namens Markus auf seiner AIDA-Suche. Ein Freund hat ihn zu einer Runde Squash eingeladen. Gute Idee, findet Markus, aber mit seinen dreckigen Laufschuhen lässt man ihn wohl kaum in die Halle…

Phase Möglicher Google-Suchbegriff Situation
Awareness sportschuhe herren Hallenschuhe müssen her, die wollte Markus sowieso schon längst anschaffen. Und Sportschuhe sind doch Sportschuhe, oder nicht?
Interest sportschuhe squash, squash schuhe worauf achten, hallenschuh squash sohle Anscheinend gibt es doch Unterschiede. Braucht man für Squash-Hallen bestimmte Sohlen? Oder tun es ganz normale Hallenschuhe auch? Und wie ist das mit dem Grip? Puh, alles nicht so leicht wie gedacht…
Desire bester squash schuh, squash schuh asics vergleich, squash schuhe test 2020 Die engere Auswahl ist getroffen. Doch welches Modell ist jetzt wirklich perfekt? Wenn schon, denn schon!
Action salming hawk gunmetal red Die Entscheidung ist gefallen. Markus bestellt ein Modell.

Das ist nur eine sehr grobe Einteilung, aber Du siehst: Für jeden Abschnitt braucht es eine völlig andere Herangehensweise und spezifische Keywords.

Die Keyword-Recherche: passende Suchbegriffe finden

Damit wir unsere Strategie entwickeln können, müssen wir wissen, bei welchen Themen es besonders hohe Nachfrage gibt. Wir müssen außerdem einschätzen können, wie nahe diese Suchbegriffe bei der Conversion sind. Schließlich wollen wir zuerst alles abdecken, was sich möglichst bald in barer Münze äußert. Im obigen Fall würde sich etwa das Keyword „squash schuhe test 2020“ anbieten, oder auch die Frage aus der Interest-Phase.

So entsteht im Idealfall ein Kreislauf: Höhere Verkaufszahlen führen zu mehr Markenbekanntheit. Das wiederum lässt die Verkaufszahlen weiter steigen.

Kleiner Disclaimer: Das Thema Keyword-Recherche ist zu umfangreich für einen einzigen Beitrag. Schau Dir deshalb für mehr Erklärungen am besten den Keyword Recherche Guide von Seobility an oder lerne in diesem Video, wie Du vorgehen kannst!

Wie kann ich die Keyword-Abdeckung umsetzen?

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Deine recherchierten Keywords in Content umzuwandeln, der Deinem Onlineshop zu mehr Traffic verhilft:

  • neue Seiten anlegen, die auf bisher nicht abgedeckte Suchintentionen optimiert sind
  • die Website-Struktur verbessern, indem Du z. B. Themencluster anlegst
  • neue Märkte erschließen, indem Du Dein Produktsortiment erweiterst
  • bestehenden Content ausbauen (z. B. mit FAQs), sodass er mehr Long-Tail-Keywords bedient

Nun kann es natürlich passieren, dass Du auf ein noch nicht abgedecktes Keyword stößt – das sehr ähnlich zu einem Begriff ist, für den es bereits eine Seite gibt. Was dann?

Der Content Overlap Score: Wann braucht neuer Content eine eigene Seite?

Bei Unsicherheit, wann Du für ein Keyword eine eigene Seite benötigst, kannst Du Dich an der SERP Overlap Percentage orientieren.

Dieser Wert besagt, wie stark sich die Inhalte überschneiden, die für zwei separate Suchbegriffe ranken. Der springende Punkt dabei ist, dass diese Suchbegriffe oft sehr ähnlich formuliert sind.

Die Overlap Percentage lässt sich wie folgt herausfinden: Öffne zwei Browsertabs und gib jeweils eines der Keywords in die Google-Suche ein. Wie viele der Top-10-Ergebnisse sind identisch? Wenn es mehr als 50% sind, lohnt sich eine extra Seite nicht. 10-20% Überschneidungen sind die Grenze, so AJ Kohn von Blind Five Year Old.

Overlap Score: ein Beispiel

Nehmen wir an, ein Startup für umweltfreundliche Reinigungsmittel möchte die Keywords „ökologisch putzen“ und „putzmittel ökologisch“ in der Content-Strategie unterbringen. Die Formulierung ist hier nur leicht unterschiedlich – aber lassen sich beide Begriffe mit einem Content Piece abdecken?

Die SERPs zeigen folgende Top-Ergebnisse für „ökologisch putzen“:

Top Google Ergebnisse für das Keyword ökologisch putzen
Abbildung 4: Nichtkommerzieller Inhalt dominiert die Suchergebnisse.

Für „putzmittel ökologisch“ sehen die Ergebnisse ganz anders aus:

Ergebnisse für putzmittel ökologisch
Abbildung 5: Eine andere Formulierung verdeutlicht die geänderte Suchintention.

Ein wichtiges Indiz ist hier auch, dass Utopia zwar in beiden Fällen vertreten ist – aber mit jeweils einem eigenen Beitrag. In diesem Fall wäre es also definitiv ratsam, die Begriffe einmal kommerziell und einmal nichtkommerziell abzudecken.

Wenn Du nun weißt, welche Seiten mit welchem Content-Typ und welchen Keywords gematcht werden müssen, geht es an die Content-Erstellung – eine Klasse für sich.

Grundlagen der UX-Content-Erstellung für Onlineshops

Google-Nutzer/innen sind ungeduldige Wesen. Wir alle wollen schnell finden, was wir gesucht haben. Umso wichtiger ist es, bei der Content-Erstellung die Suchintention und Usability gleichermaßen im Blick zu behalten – im Folgenden ein Überblick!

Was zeichnet nutzerzentrierte Inhalte aus?

Nutzerfreundlicher Content spart den User/innen zwei wesentliche Dinge: Zeit und Nerven. Je leichter zugänglich Deine Inhalte sind, desto besser die Nutzererfahrung. UX-optimierter Content zeichnet sich aus durch:

  • leichte Verständlichkeit – Formuliere kurze Sätze, vermeide Passivkonstruktionen und allzu viel Fachjargon usw.
  • UX Writing – Jedes Textelement muss dazu beitragen, dass Nutzer/innen sich intuitiv durch die Website bewegen können.
  • schöne Gestaltung – Ergänze Deine Texte durch Bild- oder Videomaterial, Aufzählungen, Tabellen, Infografiken, …
  • Hilfestellung – Der Content muss auf eine bestimmte Art hilfreich sein. Das kann die Kaufberatung sein, der Produktvergleich, der Testbericht als Entscheidungshilfe und, und, und.

Suchintentionen: der Schlüsselfaktor für mehr Sichtbarkeit

Die Suchintention, d. h. die konkrete Absicht hinter einem Suchbegriff, ist Dein wichtigster Anhaltspunkt. Nur wenn sie bedient wird, kann Dein Shop Sichtbarkeit gewinnen und halten. Grundsätzlich lassen sich Suchintentionen in drei grobe Kategorien aufteilen:

Suchintention/Kategorie Was bedeutet das? Beispiel
Transactional Kaufhandlung steht bevor oder ist geplant, User/in ist nahe an der Conversion iphone 11 pro kaufen gebraucht
Informational Informationsphase, auf die nicht zwingend eine Transaktion folgt bio gütesiegel vergleich
Navigational Suche nach einer bestimmten Webseite, Marke oder Person hugendubel online shop, facebook login

Das große Aber: Suchintentionen sind nicht statisch. Und so passiert es oft, dass bestehende Inhalte nicht (mehr) dem entsprechen, was zu einem bestimmten Keyword gefragt ist. Das erkennt auch Google – und reicht die Seite früher oder später nach hinten durch.

Zudem fallen die wenigsten Suchanfragen ausschließlich in eine Kategorie. Viel häufiger ist Mixed Intent, d. h. mit einem Keyword sind diverse Nebenintentionen verbunden.

Und wie geht es weiter, sobald Keywords und Suchintention geklärt und die maßgeschneiderten Inhalte online gegangen sind?

Die vergessene Zusatzaufgabe: Linkaufbau bei Onlineshops

Was oft unter den Tisch fällt: SEO-fokussiertes Content-Marketing spielt sich nicht ausschließlich auf Deiner Website ab. Ein ebenso relevanter Teil der Strategie ist der Linkaufbau, denn mit hochwertigen Backlinks etablierst Du Dich als Autorität in Deiner Nische.

Gleich wie bei der Keyword-Recherche gilt: Es würde zu weit führen, das Thema Linkaufbau hier vollständig aufzurollen – dafür gibt es schließlich schon den Seobility-Linkbuilding-Guide und diverse andere umfassende Backlink-Ratgeber.

An dieser Stelle deshalb nur einen essenziellen Tipp für Onlineshop-Linkaufbau: Nichtkommerzielle Inhalte sind the way to go!

Prinzipiell sollten Backlinks nicht auf Kategorienseiten zeigen, denn das macht den Google-Algorithmus schnell skeptisch.

Konzentriere Dich lieber auf Linkable Assets und setze darin weiterführende interne Links auf kommerziellen Content. Keine Angst: Bei internen Links musst Du nicht befürchten, dass Google Dich wegen Überoptimierung abstraft.

Tools: So erleichterst Du Dir die Content-Strategie

Zu guter Letzt findest Du in diesem Abschnitt noch ein paar Werkzeuge, die Du auf dem Weg zur SEO-Content-Strategie verwenden kannst.

Zur Erinnerung: Wir wollen uns an Daten orientieren, d. h. wir brauchen zunächst einmal verlässliche Werte über Suchvolumina. Zugleich müssen wir die Suchintention im Blick behalten. Welcher Content ist gefragt, welche Entwicklungen zeichnen sich bezüglich der Keyword-Abdeckung ab?

Bei all diesen Fragen helfen Dir (unter anderem) …

SEO-/Keyword-Tools

Es gibt eine Menge Tools für die Keyword-Recherche, die Du kostenlos nutzen kannst. Dazu zählen u. a. keyword-tools.org und answerthepublic.com. Sehr praktisch ist außerdem alsoasked.com: Das Tool zeigt alle Nutzerfragen rund um das Keyword an. Diese Fragen kannst (und solltest) Du zwar genauso aus den SERPs auslesen (s. u.), doch mit dem Tool kannst Du sichergehen, dass Dir wirklich nichts entgeht.

Dennoch ein kleiner Disclaimer: Stell Dich darauf ein, dass kostenlose Tools Dir keine so konkreten Zahlenwerte anzeigen werden, wie es in der kostenpflichtigen Variante der Fall ist. Wenn Du ernsthaft Keyword-Recherchen betreiben und aussagekräftige Daten willst, lohnt sich also die Investition in 1-2 Tools definitiv.

Google-SERPs

Gerade in Sachen Konkurrenzanalyse solltest Du Dir jedes noch so kleine Detail auf der Suchergebnisseite anschauen. Gibt es Featured Snippets? Gibt es Video-Content bei den Top-Ergebnissen? Wie viele Wörter verwendet die Konkurrenz in etwa? (Tipp: Mit dem WDF*IDF-Tool von Seobility siehst Du auf einen Blick, welche Wortzahl bei den Top-Ergebnissen verwendet wird.)

Häufige Fehler: Warum geht meine Strategie nicht auf?

Die Strategie steht, die ersten Content Pieces sind fertig oder überarbeitet…und doch geht selbst nach längerem Warten nichts voran. Woran kann das liegen? Vielleicht an einem der folgenden SEO-Fehler im E-Commerce:

Thin Content

Wenig Zeit und/oder wenig Vorwissen führen oft zu sehr oberflächlichem Content. Diese Inhalte helfen niemandem weiter und können dementsprechend keine positiven Nutzersignale generieren.

Um beim Sportschuh-Beispiel zu bleiben: Stell Dir vor, Du brauchst eine Kaufberatung. Du scrollst durch den Text in einem beliebigen Shop. Dort stößt Du auf Tipps wie: „Der Schuh sollte nicht zu eng und nicht zu weit sitzen.“ Hättest Du das Gefühl, Deine Fragen sind geklärt? Wohl kaum.

In der Content-Erstellung musst Du immer einen Schritt weiter gehen. Wann sitzt der Schuh zu eng? Wann sitzt er zu weit? Wie sehr weitet sich ein Schuh beim Gebrauch aus? Investierst Du diesen Aufwand nicht, stehst Du schnell mit Thin Content da.

Low Conversion

Der Traffic schießt in die Höhe, die Verkaufszahlen nicht? Dann musst Du den Weg zur Conversion deutlich verbessern. Besuchszahlen sind in erster Linie eine Streicheleinheit fürs Ego – Du willst schließlich, dass diese Besuche in einer Handlung enden.

Nimm Deinen Content dahingehend unter die Lupe: Musst Du etwas umstrukturieren, sodass der gesuchte Inhalt schneller auffindbar ist? Hapert es an der Usability? Rufst Du noch nicht klar genug zu einer bestimmten Handlung auf?

Keyword-Kannibalisierung

Dieser Effekt kann auftreten, wenn zwei URLs auf das gleiche Keyword und die gleiche Suchintention optimiert sind bzw. dafür ranken. Diese beiden Seiten sabotieren sich dann gegenseitig. Das Tückische daran ist, dass die Kannibalisierung unabsichtlich passiert und oft nur das Ergebnis allzu eifriger Optimierungsversuche ist. Ausführlich erklärt findest Du dieses Problem z.B. bei Search Engine Journal.

Umso wichtiger ist es, die Content-Strategie gründlich zu planen und in einem übersichtlichen Dokument festzuhalten. Je länger ein Projekt läuft, desto leichter verliert man den Überblick.

Statischer Content

Wie schon gesagt: Suchintentionen sind nicht unveränderlich. Dranbleiben lautet die Devise – führe mindestens einmal jährlich ein Content-Audit durch und überprüfe, ob bzw. wo Du etwas anpassen musst:

  • Sieh Dir die Top 10 für die Main Keywords Deiner wichtigsten Seiten an.
  • Ranken in den Top 3 nur Shops? Dann kannst Du mit Deiner Kategorienseite weiterhin mitspielen und musst nur Deine Inhalte aktualisieren.
  • Ranken plötzlich vor allem informative Inhalte auf den vorderen Rängen? Dann hat sich womöglich die Suchintention geändert. Du musst nun auf nicht-werblichen Inhalte setzen und z. B. einen Blogartikel erstellen.

Bei sehr großen Shops ist dieser Ansatz mühsam und es ist eventuell sinnvoller, erst die Analytics-Daten auszuwerten: Wie steht es um Aufenthaltsdauer, Absprungraten, Einstiege etc.? Anschließend kannst Du Dich an die manuelle SERP-Überprüfung machen.

Fazit: Suchintention-Matching + Orientierung an Daten = erfolgreicher Content

Onlineshops bekommen durchschnittlich 37,5% ihres Traffics über Suchmaschinen (und vor allem über Google). Je früher Du also dafür sorgst, dass Dein Shop bei Google an Sichtbarkeit gewinnt, desto besser!

Dafür brauchst Du kommerziellen und nichtkommerziellen Content – und neben Daten aus Keyword- und Analytics-Tools zudem ein ausgeprägtes Verständnis für Suchintentionen. Nur wenn Dein Content liefern kann, was gesucht wird, wird das vom Google-Algorithmus belohnt.

Achtung: Erwarte Dir allein vom Content keine Wunder – Dein Onlineshop muss ebenso mit ausgezeichneter Usability und einem ansprechenden Produktsortiment aufwarten.

Abschließend noch einmal die 4 wichtigsten Tipps für eine SEO-fokussierte Content-Strategie!

  1. Reevaluiere und -optimiere Deinen Content laufend.
  2. Investiere genug Zeit in Inhalte, die auf den ersten Blick keine Sales einbringen. So deckst Du alle Berührungspunkte in der Customer Journey ab und stärkst nachhaltig Deine Brand.
  3. Achte auf gemischte Suchintentionen! Selten geht eine Suchanfrage nur mit einer einzigen Intention einher.
  4. Setze Deine nichtkommerziellen Inhalte für Linkable Assets ein und erweitere so das Linkprofil Deines Shops.

Neues Seobility Feature: Analyse eingebundener Dateien

Die korrekte Einbindung von Dateien auf Deiner Website ist essentiell für die richtige Darstellung Deiner Inhalte beim Nutzer sowie für eine korrekte und vollständige Indexierung durch Google. Probleme mit eingebundenen Dateien können sich aber nicht nur negativ auf die User Experience und Indexierung auswirken, sondern auch in unnötig hohen Ladezeiten resultieren – ein wichtiger Google Rankingfaktor!

Unser Crawler analysiert deshalb ab sofort zusätzlich zum HTML Deiner Seiten auch alle dort eingebundenen Dateien, also Bilder sowie CSS- und JavaScript-Dateien.

Was in der neuen Analyse im Detail geprüft wird und wie Dir diese dabei hilft, die Darstellung und Ladegeschwindigkeit Deiner Website zu optimieren, erfährst Du in diesem Artikel!

Die neue Analyse im Überblick

Achtung: Die Analyse eingebundener Dateien ist standardmäßig noch nicht aktiviert, sondern muss erst in den Crawlereinstellungen Deines Projektes unter „Maximale Anzahl an eingebundenen Dateien“ ausgewählt werden:

Seobility Crawlereinstellungen

Sobald Du das Feature aktiviert und ein neues Crawling gestartet hast, findest Du die entsprechenden Analysedaten in Seobility unter Onpage > Technik & Meta:

Technik und Meta

(Ab August wird das neue Feature automatisch aktiviert.)

Schauen wir uns zunächst die analysierten Faktoren im Überblick an. Im nächsten Kapitel erfährst Du dann, wie und wofür Du diese anwenden kannst.

Analyse eingebundener Dateien

  • Abgerufene Dateien: Hier findest Du einen Überblick über alle eingebundenen Dateien, die vom Seobility Crawler auf Deiner Website gefunden und abgerufen wurden.
  • Nicht abrufbare eingebundene Dateien: Listet alle eingebundenen Dateien auf, die aufgrund von Fehlern nicht abgerufen werden konnten.
  • Von Robots.txt ausgeschlossene Dateien: Hierbei handelt es sich um eingebundene Dateien, auf die unser Crawler nicht zugreifen kann, da sie in der Robots.txt vom Crawling ausgeschlossen wurden.
  • Unsichere Inhalte unter HTTPS: Hier werden Seiten aufgelistet, die zwar per HTTPS übertragen werden, aber unsichere Dateien (also nicht-HTTPS Inhalte) eingebunden haben.
  • Probleme mit eingebundenen Dateien: Bei dieser Analyse werden diverse Probleme geprüft, die bei eingebunden Dateien auftreten können, z.B. fehlende Komprimierung, lange Ladezeiten oder Weiterleitungen.
  • Zu viele Dateien innerhalb einer Seite: Hier werden Dir diejenigen Unterseiten angezeigt, auf denen eine sehr hohe Anzahl an Mediendateien eingebunden ist.

Kommen wir nun zum spannenden Teil: Wofür kannst Du die neue Analyse nutzen?

So unterstützt Dich unser neues Feature

Die Analyse eingebundener Dateien liefert Hinweise zu drei wichtigen Bereichen der Website Optimierung: die korrekte Anzeige Deiner Website für Nutzer und den Googlebot, Website-Sicherheit und Pagespeed Optimierung.

Korrekte Darstellung Deiner Website für Nutzer und Google

Die Grundvoraussetzung für eine positive User Experience ist, dass alle Deine Inhalte dem Nutzer korrekt angezeigt werden. Niemand surft gerne auf einer Website, auf der Bilder nicht geladen werden können oder das Layout aufgrund von fehlerhaften CSS-Dateien nicht korrekt dargestellt wird.

Auch für Google ist es wichtig, dass alle relevanten Dateien aufrufbar sind, damit Deine Website vollständig und korrekt indexiert werden kann. Um dies sicherzustellen, zeigt Dir Seobility jetzt alle Dateien an, die unser Crawler nicht abrufen konnte. Die Ursachen dafür (z.B. Statuscode 404) werden ebenfalls mit aufgelistet:

Nicht abrufbare Dateien

Außerdem findest Du in der Analyse „Von Robots.txt ausgeschlossene Dateien“ alle Dateien, die in Deiner Robots.txt für Crawler gesperrt wurden. Wenn Du diese Dateien nicht explizit nur für den Seobility Bot gesperrt hast, sind sie womöglich auch für den Googlebot nicht abrufbar. Hier sollten also keine Dateien dabei sein, die für die korrekte Anzeige Deiner Website notwendig sind. Notwendige Dateien wären z.B. CSS-Dateien, die die Anzeige Deiner Website auf mobilen Endgeräten festlegen. Google rendert diese nämlich, um die mobile Optimierung Deiner Seiten zu prüfen, welche ein wichtiger Rankingfaktor ist!

Website Sicherheit

Die Analyse „Unsichere Inhalte unter HTTPS“ (vorher unter „Seitenoptimierung und Richtlinien“) ist zwar nicht neu, aber hat nun als Teil der Analyse eingebundener Dateien einen neuen Platz gefunden. Hier werden Dir alle Seiten aufgelistet, die zwar per HTTPS übertragen werden, aber unsichere Dateien (nicht-HTTPS Inhalte) eingebunden haben.

Unsichere Inhalte unter HTTPS

Das ist deshalb problematisch, weil Browser in diesem Fall eine Warnmeldung anzeigen, auch wenn die Webseite an sich HTTPS verwendet. Nutzer werden dadurch verunsichert und vertrauen Deiner Seite womöglich weniger. Außerdem ist die Nutzung von HTTPS ein wichtiges Ranking Signal, daher solltest Du diese Probleme unbedingt beheben. In unserem Blogbeitrag Umstellung der Website auf HTTPS findest Du eine ausführliche Anleitung dafür, wie Du Deine komplette Website, inkl. eingebundener Dateien, auf HTTPs umstellen kannst.

Pagespeed Optimierung

Der Pagespeed, also die Ladegeschwindigkeit Deiner Website, ist ein wichtiger Faktor für das Ranking bei Suchmaschinen wie Google. Die Ladegeschwindigkeit kann durch diverse Probleme negativ beeinflusst werden, welche wir in den Analysen „Probleme mit eingebundenen Dateien“ und „Zu viele Dateien innerhalb einer Seite“ prüfen:

Große Dateigrößen

Je größer die eingebundenen Dateien auf Deinen Webseiten sind, desto länger dauert es, die Seiten vollständig zu laden. Bilddateien sollten deshalb nicht größer als 2MB sein, CSS- und JavaScript-Dateien nicht größer als 0,5MB. In Seobility listen wir Dir jetzt alle Dateien auf, die diese Größen überschreiten:

Große Dateigröße

Um die Größen dieser Dateien so klein wie möglich zu halten, solltest Du darauf achten, Bilder im richtigen Format abzuspeichern. Beispielsweise ist JPEG für Fotos besser geeignet, während PNG bei Screenshots und simplen Grafiken eine geringe Dateigröße sicherstellt. CSS-Dateien kannst Du verkleinern, indem Du sie von nicht benötigten Style Angaben bereinigst. Außerdem gibt es sogenannte Minifier-Tools, mit denen Du den Code von CSS- und JavaScript-Dateien minimieren kannst.

Fehlende Komprimierung

Wenn CSS- und Javascript-Dateien unkomprimiert übertragen werden, führt das zu einer längeren Ladezeit. Du solltest daher immer eine komprimierte Übertragung wie beispielsweise gzip nutzen. In Seobility zeigen wir Dir alle Dateien an, für die das nicht der Fall ist:

Fehlende Komprimierung

Weiterleitungen

Wenn verlinkte Dateien auf eine andere URL weiterleiten, verursacht das unnötige HTTP Requests, die die Ladedauer verlängern. Stattdessen sollte immer direkt auf das letztliche Ziel verlinkt werden.
Ein Beispiel: Eine Webseite hat die Datei example.com/images/image1.png eingebunden. Diese leitet allerdings auf images.example.com/image1.png weiter. Damit muss ein zusätzlicher HTTP Request an den zuständigen Server gesendet werden, um die Datei laden zu können, was entsprechend länger dauert.
Aus diesem Grund werden Dir jetzt auch Weiterleitungen bei Dateien von unserem Tool als Fehler angezeigt.

Weiterleitung bei Dateien

Zu viele Dateien innerhalb einer Seite

Wenn auf einer Webseite sehr viele Dateien eingebunden sind, erhöht das ebenfalls die Anzahl an benötigten HTTP Requests, um die Seite vollständig laden zu können. Du solltest deshalb nach Möglichkeit alle CSS- und Javascript-Dateien in jeweils einer Datei zusammenfassen, um die Ladegeschwindigkeit Deiner Seiten zu beschleunigen. Wenn Du in der Analyse „Zu viele Dateien innerhalb einer Seite“ bei den betroffenen URLs auf „Details“ klickst, siehst Du auf einen Blick alle eingebundenen Dateien, die auf der jeweiligen Seite gefunden wurden:

Zu viele Dateien innerhalb einer Seite

Liste eingebundener Dateien

Noch Fragen?

Wir hoffen, dass Dir unser neues Feature bei der Optimierung Deiner Website weiterhilft!

Konntest Du bereits erste Erfahrungen mit der neuen Analyse eingebundener Dateien machen? Schreib uns Dein Feedback gerne in die Kommentare!

Wenn Du Probleme mit der Analyse oder weitergehende Fragen hast, dann wende Dich jederzeit gerne an unser Support-Team: support@seobility.net

SEO Best Practices für Unternehmen, die von der Corona Krise betroffen sind

Die Corona Krise hat einige Unternehmen in eine schwierige Lage gebracht. Viele sind derzeit dazu gezwungen, ihren Betrieb oder Verkäufe einzuschränken, da sie beispielsweise ihre Niederlassungen schließen mussten oder nur einen Teil ihrer regulären Leistungen anbieten können.

Du bzw. Dein Unternehmen sind ebenfalls in einer solchen Situation? Du bist nicht sicher, wie Du aus SEO Sicht am besten damit umgehen solltest? Dann lies jetzt weiter!

In diesem Artikel lernst Du auf Basis der offiziellen Best Practices von Google samt Beispielen, wie Du Dein Geschäft auf “SEO-freundliche” Weise pausierst. Außerdem findest Du heraus, ob es sich derzeit überhaupt lohnt, in SEO zu investieren. Du musst Dein Geschäft aufgrund der Corona Krise grundlegend überdenken? Auch für diesen Fall haben wir Dir einige Empfehlungen am Ende des Artikels zusammengestellt.

Was Google empfiehlt, wenn Du Dein Geschäft pausieren musst

Deine Website sollte relevante Änderungen aufgrund der Corona Krise klar kommunizieren. Mache sowohl Deinen Kunden/Nutzern als auch Google deutlich, dass Dein Geschäft bzw. Deine Website nicht dauerhaft geschlossen, sondern nur pausiert oder eingeschränkt ist. Das Ziel ist, transparent zu sein und zudem negative Auswirkungen auf Deine Position in den Suchergebnissen zu vermeiden.

Google hat auf seinem Webmaster Central Blog einen Artikel mit Empfehlungen dazu veröffentlicht, wie Du Dein Geschäft für die Google Suche und für Deine Kunden richtig pausierst. Wir haben im Folgenden die Best Practices, die Google liefert, zusammengefasst und mit Beispielen für die richtige Umsetzung ergänzt.

Halte Deine Website und Inhalte online

Wenn Du aktuell mit finanziellen Unsicherheiten, Lieferverzögerungen oder anderen Herausforderungen konfrontiert bist, erwägst Du vielleicht, Deine Website komplett zu deaktivieren. So hat es beispielsweise auch der ADAC getan:

deaktivierte WebsiteScreenshot von adac-mitfahrclub.de

Google rät davon allerdings dringend ab, da dies Deine Rankings und Deinen Traffic signifikant beeinträchtigen wird. Du solltest nur im absoluten Notfall Deine Website komplett deaktivieren oder Deinen Google MyBusiness Eintrag löschen.

Halte die Inhalte Deiner Website deshalb unbedingt online und schränke lediglich die Funktionalität ein, falls das notwendig ist. So kannst Du Deine Rankings aufrecht erhalten und potentielle Kunden können sich weiterhin über Dein Unternehmen und Deine Angebote informieren.

Google empfiehlt außerdem, keinesfalls einzelne Seiten von Deiner Website zu entfernen oder auf noindex zu setzen – auch wenn beispielsweise einzelne Produkte aus Deinem Online Shop momentan nicht verfügbar sind. Deine Nutzer möchten sich eventuell weiterhin auf Deiner Website über diese Produkte informieren. Mach daher erkennbar, dass diese Produkte aktuell nicht bestellt werden können und schränke die Funktionalität dieser Seiten entsprechend ein (mehr dazu im Abschnitt “Deaktiviere die Warenkorb-Funktion”).

Halte Deine Kunden auf Deiner Website auf dem Laufenden

Um Verwirrung zu vermeiden, müssen die Besucher Deiner Website klar erkennen können, dass Dein Geschäftsbetrieb und Deine Angebote derzeit pausiert sind.

Google empfiehlt hierfür das Hinzufügen eines Banners auf Deiner Website, der Deine Besucher über den aktuellen Stand Deines Geschäftsbetriebs informiert. Teile Deinen Nutzern mit, ob Du Niederlassungen schließen musstest, ob es Lieferverzögerungen gibt, ob der Kundenservice eingeschränkt ist oder ob bestimmte Produkte momentan nicht verfügbar sind. Hier ein Beispiel dafür, wie das aussehen kann:

Mömax BannerScreenshot von moemax.de

Extra Tipp:

Überlege Dir darüber hinaus, wie Du mit Deinen Kunden in Kontakt bleiben kannst.

Sammle beispielsweise die E-Mail Adressen Deiner Kunden um sie darüber zu informieren, wann Deine Niederlassungen wieder öffnen oder Produkte wieder verfügbar sind. Möglicherweise kannst Du auch Gutscheine verkaufen, um die aktuell niedrigeren Umsätze zu überbrücken und um sicherzustellen, dass Deine Kunden nach der Krise wieder zu Dir zurückkehren.

Sei kreativ und finde Wege, wie Du mit Deinen Kunden in Verbindung bleiben kannst!

Aktualisiere Dein Google My Business Profil

Google empfiehlt, in Deinem My Business Eintrag anzugeben, ob Dein Geschäft “Vorübergehend geschlossen” ist (anstatt es als “dauerhaft geschlossen” zu kennzeichnen).

vorübergehend geschlossene RestaurantsScreenshot von google.de

Gehe dafür wie folgt vor:

  1. Melde Dich an einem Desktop PC in Deinem Google My Business Account an.
  2. Klicke in der Menüleiste links auf “Info”.
  3. Auf der daraufhin erscheinenden Seite solltest Du den Bereich “Unternehmen bei Google schließen” entdecken. Klicke dort auf den Pfeil zum Vergrößern.
  4. Klicke auf den Button “Als vorübergehend geschlossen kennzeichnen” und bestätige mit “Unternehmen schließen”.

Google hat bestätigt, dass dies Deine Rankings nicht negativ beeinflussen wird. Ändere also ganz einfach Deinen Öffnungsstatus in GMB, anstatt Deinen Account zu löschen, Deine Website-URL aus Deinem Profil zu entfernen, o.ä.

Deaktiviere die Warenkorb-Funktion

Wenn Du alle oder bestimmte Produkte momentan nicht in Deinem Shop anbieten kannst, sollten Deine Besucher auch nicht die Möglichkeit haben, diese zu bestellen.

Abhängig davon, welches Shopsystem Du nutzt, kannst Du die Warenkorb-Funktion auf den betroffenen Seiten deaktivieren, sodass kein Kauf mehr getätigt werden kann. Damit vermeidest Du, dass Kunden eine Bestellung abschließen und sich dann darüber wundern, warum sie keine Bestätigung erhalten oder das Produkt nicht geliefert wird.

Hier ein Beispiel dafür, wie das aussehen kann:

deaktivierter Warenkorb Screenshot von lidl.de

Laut Gary Illyes von Google wird dies die Sichtbarkeit Deiner Website in den Suchergebnissen nicht verschlechtern. Für eine bessere Nutzerfreundlichkeit empfiehlt es sich, dem Besucher mit einem kurzen zusätzlichen Hinweis zu erklären, warum der Warenkorb derzeit nicht funktioniert.

Aktualisiere strukturierte Daten auf Deiner Website

Wenn Du auf Deiner Website schema.org Markup (also strukturierte Daten) verwendest, solltest Du diese aktualisieren, sofern sich Änderungen ergeben haben (z.B. Änderung der Verfügbarkeit eines Produkts oder Absage einer Veranstaltung).

Auf schema.org wurden kürzlich als Reaktion auf das Coronavirus neue Datentypen hinzugefügt, um solche Änderungen besser auszeichnen zu können.

Organisierst Du beispielsweise regelmäßig Veranstaltungen? Dann kannst Du jetzt ganz einfach angeben, ob diese auf eine virtuelle Teilnahme umgestellt wurden. Dafür benötigst Du das “eventAttendanceMode” Markup. Die Information wird von Google in den Suchergebnissen angezeigt:

strukturierte Daten für VeranstaltungenScreenshot von google.de

Führst Du ein Restaurant, das vom Shutdown betroffen ist? Dann füge jetzt Informationen über Liefermöglichkeiten zu deinem lokalen Suchergebnis hinzu. Google Maps bietet seit Kurzem Filter für Lieferservices und Abholmöglichkeiten an. Du kannst also Deine Sichtbarkeit durch solche kleinen Anpassungen auf einfache Weise steigern.

Außerdem gibt es passende strukturierte Daten, um Deine Öffnungszeiten zu aktualisieren oder eine vorübergehende Schließung anzugeben.

Vergiss nicht, Google auf die Änderungen, die Du gemacht hast, hinzuweisen, indem Du die betroffenen URLs in der Google Search Console neu indexieren lässt oder eine aktualisierte Sitemap einreichst.

Weitere Fehler, die Du beim Pausieren Deines Geschäfts vermeiden solltest

  • Einstellung Deines Kundenservices: Wenn es für Dein Unternehmen finanziell möglich ist, solltest Du den Kundenservice unbedingt aufrecht erhalten, um mit Deinen Kunden in Verbindung bleiben zu können. Wenn Du Newsletter-Abonnenten hast, solltest Du diese ebenfalls auf dem Laufenden halten.
  • Vernachlässigung der Sicherheit und Wartung Deiner Website: Eine technisch einwandfrei funktionierende und sichere Website ist die Grundvoraussetzung dafür, Deine Suchmaschinen Rankings nicht zu verlieren.
  • Schalten von bezahlten Anzeigen auf pausierte Landing Pages: Das verwirrt Nutzer, die auf Deine Anzeigen klicken, und verursacht unnötige Kosten für Dich.

Solltest Du während der Corona Krise in SEO investieren?

Die kurze Antwort ist: Ja, wir empfehlen Dir jetzt in SEO zu investieren, wenn Du die nötigen Ressourcen dafür hast. Denn so stellst Du sicher, dass Du mit Deiner Website gut aufgestellt bist, wenn nach der Krise der Normalbetrieb weiter geht. Das Online Business gewinnt bereits jetzt aufgrund von Ladenschließungen und Ausgangsbeschränkungen stark an Bedeutung und es ist davon auszugehen, dass sich Unternehmen auch nach der Krise weiterhin auf den Ausbau ihrer Online Aktivitäten konzentrieren werden. Die Konkurrenz in den Suchergebnissen wird also nicht weniger werden, weshalb Du Dir bereits jetzt durch SEO eine gute Position sichern solltest!

Hier ein paar Empfehlungen, wie Du Deine Zeit in der Krise sinnvoll für SEO nutzen kannst:

Baue Backlinks für Deine Website auf

Wenn Dein Geschäft momentan pausiert ist, solltest Du wieder etwas mehr Zeit haben, die Du für Linkbuilding nutzen kannst.

Der Aufbau von Backlinks ist sehr wichtig, um die Autorität Deiner Website zu erhöhen, mehr Traffic zu generieren und Deine Suchmaschinen Rankings zu verbessern. Du kannst die Zeit momentan beispielsweise nutzen, um Gastbeiträge bei führenden Websites in Deiner Branche einzureichen. Auch die Verstärkung Deiner PR Maßnahmen kann Sinn machen, um Dir Interviews zu sichern oder die Berichterstattung über Dein Unternehmen zu fördern. Weiterhin kannst Du durch die Bereitstellung von wertvollen Ressourcen wie E-Books oder PDFs andere Websites dazu bringen, auf Dich zu verlinken und so auch während der Corona Krise Dein Backlinkprofil verbessern. Da Backlinks ohnehin zeitverzögert wirken, werden Dir diese insbesondere dann von Nutzen sein, wenn Dein Geschäft wieder den Betrieb aufnimmt.

Erstelle Content (wenn möglich)

Auch wenn Dein Geschäft momentan pausiert ist, bedeutet das nicht, dass Du Deine Content Produktion unterbrechen musst. Wenn Du genügend Ressourcen hast, kannst Du sogar versuchen, für relevante Keywords in Bezug auf das Coronavirus zu ranken, indem Du die Fragen beantwortest, die sich Deine Kunden aktuell stellen.

Je nachdem wie Dein Geschäftsmodell aussieht, könntest Du beispielsweise einen Leitfaden zum hygienischen Umgang mit Deinen Produkten erstellen oder einen Ratgeber schreiben für Kunden, die aktuell Schwierigkeiten haben, neue Klienten zu gewinnen. Auch eine FAQ Seite zum Coronavirus und den Auswirkungen auf Dein Unternehmen wäre denkbar. Videos sind ebenfalls sehr gut geeignet, um die Fragen Deiner Kunden in Bezug auf das Coronavirus zu beantworten.

Hier ein schönes Beispiel dafür, wie das ein Hochzeitsportal umgesetzt hat:

corona content beispiel Screenshot von hochzeitsportal24.de

Mach Dir jedoch bewusst, dass dieser Content nur während der Krise relevant ist und keinen langfristigen Wert für Deine Website bringen wird. Wenn Du momentan also Ressourcen einsparen musst, solltest Du Dich stattdessen auf Evergreen-Content fokussieren. Auch wenn das Suchvolumen für solche allgemeinen Keywords derzeit vielleicht geringer ist, wird dieser Content auch in Zukunft neue Besucher für Deine Website generieren.

Stelle sicher, dass Deine Website optimiert ist

Um sicherzustellen, dass der Content, den Du produzierst, und die Backlinks, die Du aufbaust, ihre volle Wirkung entfalten können, sollte Deine Website frei von Fehlern sowie für Suchmaschinen optimiert sein.

Wir empfehlen Dir daher einen Onpage Crawler, wie z.B. unser SEO Tool Seobility zu verwenden. Damit findest und beseitigst Du ganz einfach die Fehler auf Deiner Website und erhältst außerdem weitere Empfehlungen für die Optimierung Deiner Seiten.

Du musst Dein Geschäftsmodell aufgrund des Coronavirus neu überdenken?

Leider werden einige Unternehmen unter Umständen ihr Geschäftsmodell anpassen oder sogar komplett neu erfinden müssen, um überleben zu können. Falls das bei Dir der Fall ist, solltest Du das nicht nur als notwendige Reaktion, sondern als Chance betrachten. Denn eventuell schaffst Du es so nicht nur, Deine Verluste zu minimieren, sondern kannst auch neue lukrative Geschäftszweige für die Zukunft entdecken – selbst wenn die Nachfrage für Deine bisherigen Produkte und Dienstleistungen gesunken ist.

Analysiere Trends

Um neue Geschäftsmöglichkeiten zu entdecken,solltest Du aktuelle Trends analysieren. Sieh Dir außerdem an, welche Deiner Angebote sich immer noch gut verkaufen, und rücke diese in den Fokus.

Unter normalen Umständen wäre das Suchvolumen ein guter Indikator, um Keywords mit hohem Potential zu ermitteln. In dieser sich schnell ändernden Zeit solltest Du Dich allerdings weniger darauf verlassen und stärker auf Trends konzentrieren.

Verwende Tools wie Google Trends, Exploding Topics, Glimpse oder Treendly, um solche Trends zu analysieren. Sieh Dir an, welche Branchen und Produkte stark im Kommen sind und ob Dein Unternehmen in einen neuen Markt eintreten kann.

Höre auf Deine Kunden

Egal, ob Du im B2B- oder B2C-Bereich tätig bist – es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Bedürfnisse und Prioritäten Deiner Kunden geändert haben.
Gibt es Produkte oder Dienstleistungen, die Du schon seit langem einführen wolltest? Kannst Du ein bereits bestehendes Angebot anpassen, sodass es besser zu den aktuellen Bedürfnissen Deiner Kunden passt? Welche neuen Produkte oder Dienstleistungen wünschen sich Deine Kunden?

Halte Deine Augen und Ohren offen, um attraktive neue Geschäftsmöglichkeiten zu finden.

Fazit

Wie Du siehst, kannst Du einiges unternehmen, um Deine Website auf dem neuesten Stand zu halten und Deine Rankings in den Google Suchergebnissen zu sichern oder gar zu verbessern. Wenn Du ein Online Business hast, könnte genau jetzt der richtige Zeitpunkt sein, um noch aktiver SEO zu betreiben. Denn so sicherst Du Dir schon jetzt eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Krise.

Wir wünschen Dir alles Gute für Dich und Dein Unternehmen!

Hier findest Du weiterführende Informationen zu den Themen, die wir in diesem Artikel behandelt haben:

https://www.more-fire.com/blog/seo-strategien-wahrend-der-corona-krise/
https://www.sistrix.de/news/covid-19-der-richtige-umgang-mit-der-corona-krise/
https://www.schemaapp.com/how-to/your-guide-to-covid-19-structured-data/

Die 5 größten E-Commerce SEO Fehler die Du 2020 vermeiden solltest

E-Commerce SEO hat einige Besonderheiten im Vergleich zu SEO für herkömmliche Websites. Google legt großen Wert darauf, seine Nutzer vor schlechten Online Shops zu bewahren. E-Commerce Websites erfolgreich in der Google Suche zu platzieren, wird damit von Tag zu Tag schwerer und selbst kleine SEO Fehler können für Online Händler bereits hohe Umsatzeinbußen bedeuten.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich viele dieser Fehler leicht beheben lassen!

Falls Dein Online Shop wenig Traffic, Conversions und Umsatz generiert, könnte einer dieser häufigen Fehler die Ursache dafür sein. In diesem Beitrag erklärt Dir Manish Dudharejia von E2M Solutions die größten SEO-Fehler, die E-Commerce-Websites im Jahr 2020 machen können – und Lösungen dafür, um Deinen Umsatz wieder auf Kurs zu bringen!

(Hinweis: Dieser Gastbeitrag ist ursprünglich auf Englisch erschienen und wurde vom Seobility Team ins Deutsche übertragen. Hier geht’s zur Originalversion.)

Keyword Stuffing in Produktbeschreibungen

Jedem SEO sollte heutzutage klar sein, dass Keyword Stuffing keine gute Idee ist. Dennoch passiert es gerade auf Produktseiten erstaunlich häufig, dass dieses Problem übersehen wird. Natürlich sollen diese Seiten für so viele transaktionale Keywords wie möglich ranken, doch genauso wie bei regulären Webseiten wird Keyword Stuffing auch bei Produktseiten durch Google häufig abgestraft und sollte daher unbedingt vermieden werden.

Doch wie viele Keywords sind zu viele?

Ab wann spricht man von Keyword Stuffing?

Google nutzt verschiedene Anhaltspunkte, um zu entscheiden, ob eine Website (egal ob E-Commerce oder nicht) Keyword Stuffing betreibt. Dazu zählen:

  • Irrelevante Keywords ohne Mehrwert für den Leser
  • Listen von Keywords ohne Kontext
  • Textblöcke mit Städten oder Ländern, für die man ranken möchte
  • Begriffe und Wortgruppen, die in einem Absatz unnatürlich häufig wiederholt werden

Sieht man sich nun einige Produktseiten bei Amazon an, stellt man fest, dass diese häufig schwer leserliche Titel und Beschreibungen voller Keywords besitzen.

Produktseite Amazon Quelle

Das mag für die interne Suchmaschine von Amazon funktionieren, aber eben nicht für Google.

2020 geht es bei der Verwendung von Keywords (für Google) darum, den Kern der Suchintention zu treffen.

Was kannst Du tun?

Bei der Keyword-Recherche und der Gestaltung von Content für Produktseiten solltest Du Dich keineswegs nur auf Parameter wie Suchvolumen und Keyword-Difficulty konzentrieren. Dein Hauptziel sollte es sein, genau die Antworten zu liefern, nach denen Nutzer suchen. Denn genau darum geht es bei der Suchintention.

Ein Beispiel: Angenommen, Du verkaufst Laptops online. Mit Hilfe von ahrefs können wir herausfinden, welche Fragen in Bezug auf die Formulierung „Laptop kaufen“ bei Google gestellt werden:

ahrefs Fragen

Angesichts der Ergebnisse könntest Du auf Deinen Produktseiten also z.B. darauf eingehen, wann man sich einen neuen Laptop kaufen sollte und was es dabei zu beachten gibt – statt einfach so viele Keywords wie möglich einzubauen.

Bei der Verwendung von Keywords in Online Shops – oder jeder anderen Art von Website – ist nicht die Anzahl entscheidend, sondern die Art und Weise, wie Du sie verwendest. Jeder Begriff sollte zuallererst einen Mehrwert für Nutzer bieten. Wenn Dir dies gelingt, wird sich das auch auf die Suchmaschinenoptimierung positiv auswirken.

Nicht optimierte Seitenstruktur

User Experience (UX) spielt für eCommerce SEO eine gewaltige Rolle und wird von der Seitenstruktur bzw. Navigation maßgeblich beeinflusst. Eine schlechte Navigationsstruktur ist einer der Hauptgründe dafür, dass Kunden die User Experience einer Website als schlecht bewerten:

Website Elemente die Käufter verägern Quelle

Zur Verdeutlichung: Googles Bots müssen sich durch eine Website komplett durch navigieren, um sie indexieren zu können. Wenn Deine Seitenstruktur nicht optimiert ist und den Bots die Arbeit erschwert, spricht das für eine schlechte User Experience. Demnach wird Google die Website in den Suchergebnissen wahrscheinlich nicht sehr weit oben einordnen.

Was kannst Du tun?

Die Optimierung der Seitenstruktur eines Online Shops ist aufwendiger als bei den meisten anderen Websites – insbesondere wenn ein umfangreiches Produktsortiment vorhanden ist. Die wichtigste Aufgabe dabei ist es, Kategorien, Unterkategorien und Produkte sorgfältig zu organisieren.

Seitenstruktur Quelle

Interne Linkstrukturen und Breadcrumbs solltest Du in einer klaren Hierarchie organisieren. Im Wesentlichen müssen die einzelnen Seiten Deiner Website so verbunden sein, dass Googles Bots sie effizient crawlen können.

Nehmen wir zum Beispiel an, Du verkaufst Kleidung.

Ausgehend von der Startseite musst Du eine Hierarchie aufbauen, die von Kategorien über Unterkategorien bis hin zu den Produkten reicht. Deine Produkte sollten in Kategorien (z.B. Kleider, Pullover, Hosen) unterteilt und durch Unterkategorien (Sommerkleider, Kurze Kleider, usw.) noch spezifischer sortiert sein.

Kategorieseite Quelle

Das gleiche Prinzip gilt auch für Blogbeiträge. Wenn Dein Online Shop einen großen Blog mit Artikeln aus verschiedenen Themenbereichen enthält, ist es von Vorteil, diese in Kategorien zu unterteilen. So wissen Crawler, welche Themen Du behandelst.

Blog-Kategorien

Letztendlich geht es darum, dass Suchmaschinen ein eindeutiges Bild davon bekommen, worum es auf Deiner Website geht und was sie bietet. Eine unklare Struktur erschwert Crawlern die Einordnung Deiner Inhalte und das solltest Du vermeiden.

Vernachlässigung der Sicherheit

Um es noch einmal zu betonen: Google ergreift umfassende Maßnahmen, um Nutzer vor schadhaften, unsicheren Online Shops zu schützen. Und das ist auch gut so, denn Sicherheit ist ein wichtiges Thema.

Zur Verdeutlichung: Angenommen, Du suchst nach “Küchengeschirr kaufen” bei Google, klickst auf das oberste Ergebnis in den SERPs, kaufst etwas und Deine Kreditkarteninformationen werden gestohlen. Mit Sicherheit wärst Du in einem solchen Fall darüber verärgert, dass Google einen unsicheren Online-Shop empfohlen hat.

Deshalb achtet Google beim Ranking von Websites auch stark auf deren Sicherheit. Außerdem ergab eine Studie von Hubspot, dass 82% der Nutzer in Australien, England und den USA nicht auf einer Website surfen, wenn diese als nicht sicher angezeigt wird.

HubSpot Studie Quelle

Ein solches Sicherheitsproblem kann den Umsatz Deines Online Shops massiv beeinträchtigen. Dabei ist die Umstellung auf HTTPS noch nicht einmal ausreichend, um eine vollkommen sichere Website bereitzustellen, mit der Du nicht Gefahr läufst, auf Googles schwarzer Liste zu landen.

Unfun Fact: Schätzungen zufolge handelt es sich bei etwa 19% aller Bots, die Deine Website crawlen, um bösartige Bots, die z.B. versuchen, Sicherheitslücken zu finden oder Daten zu stehlen.

Einfach gesagt: Wenn Dein Online-Shop nicht gründlich gegen Spam und Malware geschützt ist, geht der Algorithmus von Google daher davon aus, dass ALLE Deine Seiten Spam sind.

Was kannst Du tun?

Zusätzlich zu HTTPS ist es wichtig eine vertrauenswürdige, 100% sichere E-Commerce-Hosting-Plattform mit maximaler Erreichbarkeit und RAID-Datenschutz zu verwenden. WooCommerce und Magento sind gute Optionen.

Hier sind weitere Dinge, die Du tun kannst, um die Sicherheit Deines Online Shops auf höchstem Niveau zu halten:

  • Überprüfe Deine Website regelmäßig auf Schwachstellen
  • Halte die Website auf dem neuesten Stand
  • Verwende verschlüsselte Kreditkartenverarbeitung
  • Achte darauf, dass die Website PCI DSS-konform ist
  • Verwende ein CDN (Content Delivery Network)
  • Führe regelmäßige Datensicherungen (Backups) durch
  • Vermeide die Speicherung sensibler Kundendaten

Schlechtes Linkbuilding

Linkbuilding ist ein zentraler Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Laut Moz hat die Anzahl der qualitativ hochwertigen eingehenden Links zu einer Seite einen Einfluss auf das Ranking. Seiten mit einer höheren Anzahl von Links haben tendenziell ein besseres Ranking, insbesondere wenn die verlinkenden Seiten eine hohe DA (Domain Authority) oder PA (Page Authority) besitzen.

Korrelation zwischen Backlinks und Rankings Quelle

Linkbuilding ist eine mächtige SEO-Strategie, die viele E-Commerce-Marketer nicht in vollem Umfang nutzen. Warum eigentlich?

Online Shops tun sich oft schwer mit natürlichem Linkbuilding. Darum versuchen es manche mit Black Hat Link-Strategien oder verzichten gänzlich darauf. Beide Optionen tragen jedoch nicht zum Erfolg bei.

Der Aufbau guter Backlinks ist mit einer durchdachten Strategie, aufwendiger Contenterstellung und hohem Zeitaufwand verbunden. Da gibt es keine Abkürzungen.

Außerdem unterscheidet sich Linkbuilding für Online Shops vom Linkaufbau für andere Websites. Links zu Produkt- oder Kategorieseiten auf externen Webseiten wirken oft wie Spam oder aufdringliche Werbung, was die Sache schwierig macht. Aber es ist nicht unmöglich!

Was kannst Du tun?

Um Links für Deine Produktseiten aufbauen zu können, müssen diese Seiten von sehr hoher Qualität sein.

Ein großer Trend, den wir im E-Commerce beobachten, ist das Einbetten von Videos auf Produktseiten. Solche Video-Erklärungen, Walk-Throughs, Größenvergleiche usw. sind eine gute Möglichkeit, um Produktseiten aufzuwerten.

Video auf einer Produktseite Quelle

Deine Produktseiten mit Videos auszustatten ist natürlich keine Garantie für Backlinks, aber es ist ganz bestimmt hilfreich!

Insgesamt haben Videos im digitalen Marketing in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen – auch im E-Commerce. Dieser Trend wird sich 2020 und in den folgenden Jahren sicherlich fortsetzen.

Zweitens beobachten wir, dass viele Online Shops Affiliate Links zu ihren Produktseiten auf Seiten wie Buzzfeed und Bustle platzieren. Ein Beispiel dafür ist die folgende Verlinkung einer Produktseite von Zenni, inklusive Rezension auf Buzzfeed.

Affiliate Links auf Buzzfeed Quelle

Dieser Ansatz ist zwar ideal, um Deine Reichweite zu erhöhen, allerdings ist der SEO Nutzen eher gering, da solche Links üblicherweise mit einem nofollow Attribut versehen sind. Die gute Nachricht ist, dass Google seit März 2020 auch nofollow-Links berücksichtigt.

Obwohl wir noch nicht sagen können, wie sich diese Änderung genau auswirken wird, sollte man den Aufbau von nofollow Links im Auge behalten.

Die dritte Möglichkeit für den Aufbau natürlicher dofollow Backlinks für Deinen Online Shop ist es, informativen Content zu erstellen – zum Beispiel in Form von Blogbeiträgen, Anleitungen oder Forschungsarbeiten.

Google bevorzugt Websites, die nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch Experten in ihrem Segment sind – und der Aufbau von informativen Ressourcen ist eine gute Art, das zu zeigen.

Darüber hinaus verlinken die meisten Websitebetreiber eher auf eben solchen, informativen Content als auf Produkt- oder Kategorieseiten.

Ein guter Ansatz ist es, sich andere Blogs aus der Branche mit ähnlicher Zielgruppe anzusehen. Wende Dich an die Betreiber und frage nach, ob Interesse an einem passenden Gastbeitrag besteht. Stimmen diese zu, kannst Du einen Deiner eigenen Posts im Content verlinken und einen Link zu Deiner Startseite in die Autorenbeschreibung einfügen.

Dies ist eine grundlegende Linkbuilding Strategie, die Marketer seit Jahren nutzen.

Aber was ist mit den Produkt-/Kategorieseiten?

Ob Du es glaubst oder nicht, auch Deine Produkt-/Kategorieseiten profitieren von diesem Ansatz – nur nicht direkt. Wir haben kürzlich einen Podcast mit Brian Dean, dem Gründer von Backlinko, aufgenommen. Er empfiehlt die Erstellung von informativem Content auf der eigenen Seite – etwa ein Branchenbericht – der wiederum Links zu Deinen Produkt-/Kategorieseiten enthält.

Nehmen wir als Beispiel an, Du verkaufst Grafikkarten. Also verfasst Du einen Blogbeitrag auf Deiner Website, in welchem Du über die besten Grafikkarten des Jahres berichtest. Darin lassen sich ganz natürlich Links zu Deinen Produkt- oder Kategorieseiten unterbringen.

In Gastbeiträgen kannst Du dann Links zu diesem Blogbeitrag einbauen, um Deinen Produkt-/Kategorieseiten Glaubwürdigkeit zu verleihen. Natürlich erhalten sie dadurch nicht so viel Link Juice wie bei einer direkten Verlinkung, aber es ist besser als nichts – und Linkbuilding für den informativen Blogbeitrag ist wesentlich einfacher.

Linkbuilding im Bereich E-Commerce ist mühsam, daran führt kein Weg vorbei. Falls Dir die Ressourcen fehlen, um aufwendige Strategien umzusetzen (oder sie mit Outsourcing zu bewältigen), fang einfach mit kleinen Schritten an. Langsames Linkbuilding, das dafür natürliche Links abwirft, ist besser als auf unseriöse Methoden zurückzugreifen.

Ignorieren von Schema Markup

Zurück zu den Basics. Die besten Chancen auf ein hohes Ranking in den SERPs sicherst Du Dir, indem Du Google so viele Informationen zu Deiner Website und Deinem Content wie möglich lieferst.

Schema Markup ist hierfür eine sehr gute Möglichkeit.

Schema Markup hilft Suchmaschinen-Bots, benötigte Informationen schneller zu finden und bestimmte Daten zu Deiner Website schneller abzurufen. Eine Studie ergab sogar, dass Seiten, die Schema Markup implementieren, im Schnitt drei Plätze höher ranken als vergleichbare Seiten ohne Markup.

Bei Online Shops sollte Schema Markup die Details hervorheben, die für Kunden besonders relevant sind – etwa Produktinformationen, Bewertungen, Kontaktdaten oder Informationen zum Unternehmen, wie die Rückgaberichtlinien.

Am Wichtigsten ist, dass Du für Deine Produkte ein gutes, umfassendes Markup nutzt.

Dies muss auf den einzelnen Produktseiten implementiert werden – nicht in den Kategorien oder Produktlisten.

Hier ein Beispiel dafür, wie Schema Markup auf einer Produktseite aussehen kann:

Schema MarkupQuelle

  • Zeile 1: Zeigt Google, dass die Seite ein Produkt enthält.
  • Zeile 2: Zeigt Google den Markennamen des Produkts.
  • Zeile 3: Zeigt Google die Bezeichnung des Produkts.
  • Zeile 4: Zeigt Google das Bild, das zum Produkt gehört.
  • Zeile 5-8: Enthält die Produktbeschreibung.
  • Zeile 9: Zeigt Google die Herstellernummer.
  • Zeile 10-13: Zeigt Google die durchschnittliche Nutzerbewertung (Hierfür kannst Du Plugins wie WP Customer Reviews oder Shopify product reviews nutzen).
  • Zeile 15: Zeigt Google, ob ein Angebot für das Produkt besteht.
  • Zeile 17: Zeigt Google die verwendete Währung.
  • Zeile 18: Zeigt Google den Preis des Produkts, der in den SERPs angezeigt werden soll.
  • Zeile 19-20: Zeigt Google, wie lange dieser Preis gültig ist.
  • Zeile 21-23: Zeigt Google, wer der Verkäufer ist.
  • Zeile 24-25: Zeigt Google den Zustand des Produkts.
  • Zeile 26: Zeigt Google die Verfügbarkeit des Produkts.

Was kannst Du tun?

Beim ersten Blick auf den Screenshot mag Schema Markup sehr komplex aussehen und den Eindruck vermitteln, dass hierfür Programmierkenntnisse notwendig wären. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Online Shops das Markup nicht umsetzen.

Heutzutage ist es jedoch relativ einfach, Schema Markup hinzuzufügen – dank Schema.org, einem Gemeinschaftsprojekt von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex.

Zusätzlich kannst Du Googles Markup-Hilfe für strukturierte Daten verwenden, um den Einstieg zu erleichtern.

Pro Tipp: Wenn Du Prioritäten setzen musst und Dich nur auf eine Art von Markup konzentrieren willst, empfehlen wir Dir Rezensionen.

Bewertungen in den SERPs

Studien haben ergeben, dass Produktseiten mit Bewertungen eine 270% höhere Conversion Rate verzeichnen. Es ist also definitiv lohnenswert, wenn Deine guten Bewertungen in den SERPS angezeigt werden!

Schema Markup ist ein wichtiger Teilbereich von eCommerce SEO. Wenn Du es nicht nutzt, verschenkst Du im Endeffekt bares Geld.

Fazit

E-Commerce SEO ist etwas komplexer als reguläre Suchmaschinenoptimierung, denn, je nach Website, können mehr Variablen und Herausforderungen eine Rolle spielen. Oft sind es die kleinen und banal wirkenden Details, die in Summe den meisten SEO Schaden verursachen.

Zusammengefasst gibt es fünf wichtige Bereiche, die Du bei der Analyse Deines Online Shops berücksichtigen solltest:

  • Verwende ich Keywords angemessen?
  • Ermögliche ich Nutzern und Crawlern eine einfache Navigation?
  • Ist meine Website absolut sicher?
  • Baue ich hochwertige und relevante Backlinks auf?
  • Habe ich in meinen Produktseiten ein passendes Schema Markup implementiert?

Wenn Du diese großen Fehler vermeidest, bist Du auf dem besten Weg, Deiner E-Commerce Website die Rankings zu verschaffen, die sie verdient!