Linkbuilding – Maßnahmen für einen nachhaltigen Linkaufbau

Infografik Backlinks Linkbuilding

Linkbuilding, auch Linkaufbau genannt, ist ein bedeutender Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung (SEO), genauer gesagt der OffPage-Optimierung. Ziel ist es, die Anzahl qualitativ hochwertiger Backlinks auf die eigene Website zu erhöhen, da diese zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei Google und Co. zählen. Der Linkaufbau ist somit ein wichtiger Bestandteil der Online-Marketing-Strategie und erfordert heutzutage kreative Maßnahmen, um nachhaltige Erfolge erzielen zu können. Wie sich das Linkbuilding über die Zeit entwickelt hat, wie ein natürliches Backlinkprofil aussehen sollte und welche Maßnahmen zum Linkbuilding geeignet sind, wird in diesem Blogbeitrag erläutert.

Eine umfangreiche Liste mit Linkbuilding-Strategien, bewertet nach Linkwertigkeit, Zeitaufwand und Kosten, findest du in unserem PDF „LINKBUILDING–MAßNAHMEN – Übersicht und Bewertung von Möglichkeiten zum Backlinkaufbau” hier oder am Ende dieses Artikels.

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Rückblick auf das Linkbuilding der Vergangenheit

Vor noch nicht einmal 10 Jahren war das Linkbuilding eine Maßnahme, mit der auf sehr einfache Weise sichtbare Erfolge für das Ranking einer Website erzielt werden konnte. Damals war es möglich mit Hilfe spezieller Tools massenhaft Backlinks in Webkatalogen zu erzeugen, welche sich dann sehr positiv auf das Ranking der Seite auswirkten. Einer der beliebtesten Webkataloge in Deutschland war das „Web-Adressbuch“, eine Liste empfehlenswerter Webseiten in Deutschland. Dmoz.org entwickelte sich wiederum zu einem der relevantesten Webkataloge weltweit. Mittlerweile hat ein großer Teil der Links aus Webkatalogen jedoch keinen bedeutenden Einfluss mehr auf das Ranking einer Seite. Wenn eine Website fast ausschließlich Links aus Webkatalogen aufweist, kann sich das (je nach Qualität der Webkataloge) sogar negativ auf die Bewertung durch Google auswirken.

Der Webkatalog, eines der damals marktführenden Webverzeichnisse
Abbildung 1: Der Webkatalog, eines der damals marktführenden Webverzeichnisse

Ähnlich zu den Webkatalogen wurden auch Artikelverzeichnisse häufig zum Linkbuilding genutzt. Dort war es möglich, kurze Texte zu bestimmten Themen in verschiedenen Rubriken zu veröffentlichen. Websitebetreiber nutzten die Möglichkeit in diesen Texten Backlinks auf die eigene Website zu setzen. Das größte Artikelverzeichnis Deutschlands war zur damaligen Zeit der „Fachwissen-Katalog”, welcher heute jedoch nicht mehr online ist.

Auch Webforen waren im Rahmen des Linkbuildings eine sehr beliebte Anlaufstelle. Durch eine Forensignatur entstand bei jedem Beitrag ein Backlink zur eigenen Website. Seitenbetreiber machten sich dies zunutze und bestückten die Foren mit unzähligen, teils irrelevanten Links. In den Threads selbst wurden ebenfalls fleißig Links gesetzt, um die Anzahl der Backlinks zu steigern. Irgendwann reagierten jedoch auch Suchmaschinen auf diese Entwicklung und werteten die Relevanz solcher Links deutlich ab. Heute sind die meisten Links in Webforen ohnehin mit „nofollow“ ausgezeichnet, wodurch sie stark an Wertigkeit verloren haben.

Ebenfalls gebräuchlich war es, Blogkommentare für das Linkbuilding zu nutzen, indem in den Kommentaren auf fremden Blogs Links zur eigenen Website gesetzt wurden. Webmaster nutzten diese Funktion nur allzu gerne und überhäuften Blogs mit unzähligen Kommentaren. Um wichtige Keywords im Linktext zu platzieren wurden diese zudem als Bestandteile der Namen im Kontaktfeld des Kommentarbereichs eingetragen. Dies führte teilweise zu witzigen oder absurden Namen. Ein Beispiel, das den alten SEOs bestimmt noch bekannt ist, ist „Bernd Sonnensegel“. Er verlinkte mit seinen Kommentaren Seiten wie „sonnenschutz-projekt.de“ und „raumtextilienshop.de“ und täuschte mit dem angegebenen Namen der Suchmaschine einen Link mit wertvollem Ankertext vor. Auch für diese unlautere Linkbuilding Maßnahme gab es spezialisierte Tools, mit deren Hilfe man vollautomatisch und massenhaft Kommentare auf Blogs hinterlassen (bzw. spammen) konnte.

Googles Reaktion auf Link-Spam

Viele Webmaster nutzten die oben beschriebenen Möglichkeiten des Backlinkaufbaus ausgiebig, um ihre Rankings in den Suchergebnissen zu verbessern, was dazu führte, dass Verzeichnisse, Blogs u.ä. von Links überflutet wurden. Auf diese Weise konnten auch Seiten mit weniger hochwertigem Content Top-Platzierungen erhalten, was wiederum die Qualität der Google Suchergebnisse minderte.

Um solchen spam-artigen Linkbuilding-Praktiken und deren Folgen entgegenzuwirken, reagierte Google mit mehreren Algorithmus-Updates, die wieder für mehr Qualität in den Suchergebnissen sorgen sollten. Backlinks sollten zwar ein Indikator für die Qualität von Webseiten bleiben. Maßnahmen wie z.B. Linkkauf oder Spamming in Blogkommentaren wurden nun jedoch anders durch den Google Algorithmus bewertet, so dass kein Anreiz mehr bestand Backlinks auf diese Art zu erzeugen.

Eines der wichtigsten dieser Updates war das sogenannte „Penguin Update“, welches sich gezielt gegen Webspam durch unnatürliches Linkbuilding und übermäßige Verwendung von gleichen (für das Ranking wichtige) Keywords als Linktexte richtete. Die Rahmenbedingungen für das heutige Linkbuilding wurden dadurch maßgeblich mitbestimmt. Um Webspam weniger Relevanz beizumessen, bewertet der Google Algorithmus seit diesem Update insbesondere folgende Faktoren bei der Beurteilung des Backlinkprofils einer Website entsprechend negativ:

  • Linkkauf
  • Links von themenfremden Seiten
  • zu hoher Anteil an harten Keyword-Linktexten (Im Linktext wird nur das harte Keyword verwendet und wenig Wert auf den Lesefluss gelegt.)
  • zu schnelle Erhöhung der Anzahl an Backlinks (unnatürliches Wachstum)
  • hohe Anzahl an minderwertigen Links

Das heutige Linkbuilding

Als Konsequenz der zahlreichen Updates des Google Algorithmus steht heutzutage die Qualität der Links mehr denn je im Vordergrund. Backlinks sollen nicht künstlich erzeugt werden, sondern auf natürliche Weise entstehen. Suchmaschinen raten deshalb dazu, Linkbuilding nicht aktiv zu betreiben, sondern stattdessen Inhalte mit hohem Mehrwert zu liefern. Wenn diese Inhalte den Usern einen besonderen Nutzen bieten, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie im Internet geteilt und weiterverbreitet werden.

Content-Marketing ist damit der Schlüssel für zeitgemäßes Linkbuilding. Durch gut recherchierte und ansprechend aufbereitete Inhalte wird versucht, potentielle Linkgeber davon zu begeistern, so dass sie den Content teilen und weiterverbreiten. Vor allem nützliche Werkzeuge oder kompakte Informationen, wie z.B., Prüf-Tools, Konfiguratoren, Rechner, Checklisten, Vergleiche, Ebooks, Infografiken, uvm. werden im Internet gerne verlinkt. Der Content muss dabei stark an den Interessen der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sein. Wenn Inhalte der Zielgruppe einen hohen Mehrwert bieten, werden sie weiter empfohlen und geteilt, beispielsweise als Tipp an Gleichgesinnte, als Quelle für einen Text oder als Grundlage für eigenen Content. Im Abschnitt „Handlungsempfehlungen für die Linkaufbau Strategie“ werden die verschiedenen Möglichkeiten ausführlich beschrieben.

Wie sieht ein natürliches und hochwertiges Backlinkprofil aus?

Das Backlinkprofil einer Website sollte eine natürliche Verteilung von Backlinks und Linktexten aufweisen, um möglichst positiv zum Ranking einer Website beizutragen bzw. nicht durch eine unnatürliche Struktur das Ranking negativ beeinflussen. Um dies zu erreichen, empfiehlt es sich folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Ankertexte sollten nicht immer mit dem gleichen Text versehen werden. Statt den wichtigsten Keywords sollten auch andere Begriffe oder schlicht der Domainname verwendet werden, was bei einer natürlichen Verlinkung jedoch meist ganz automatisch passiert. Wenn die eigene Website stattdessen über zu viele Backlinks mit harten Keyword-Linktexten verlinkt ist, steigt die Gefahr einer Abstrafung durch den Google Algorithmus.

Die Anzahl der Backlinks ist ein entscheidendes Kriterium für das Ranking in den Suchergebnissen. Grundsätzlich gilt: je mehr qualitativ hochwertige Backlinks zu einer Website führen, desto höher stuft Google die Relevanz dieser Seite ein. Insbesondere der Anteil neu generierter Backlinks sowie der Zeitraum, in dem diese entstanden sind, sind für Google wichtige Indikatoren dafür, ob die Links auf natürlichem Wege generiert wurden. Bemerkt die Suchmaschine hierbei Unstimmigkeiten, kann dies wieder zur Abstrafung führen.

Weiterhin ist die Platzierung eines Links entscheidend dafür, welche Bedeutung Google diesem Link beimisst. Footer-Links haben beispielsweise nicht die gleiche Relevanz wie Verlinkungen im Fließtext eines themenrelevanten Beitrags und tragen somit auch deutlich weniger zum Ranking der Website bei.

Ein natürliches Backlinkprofil besitzt nicht nur DoFollow-Links, sondern natürlich auch NoFollow-Links. Letztere haben zwar einen geringeren Einfluss auf das Ranking einer Website, allerdings besitzt eine natürlich gewachsene Seite immer auch NoFollow-Backlinks. Es kommt somit auf das richtige Verhältnis zwischen DoFollow und NoFollow Links an, um die Balance zwischen einer hohen Relevanz der Website und einem natürlichen Backlinkprofil zu finden. Von einigen Experten wird empfohlen, dass DoFollow-Links einen Anteil von 70% – 90% der gesamten Backlinks einer Website ausmachen sollten.

Webmaster sollten außerdem darauf achten, dass nicht nur die Hauptseite einer Webseite verlinkt wird, sondern auch sogenannte Deeplinks, also Links zu Unterseiten einer Website, platziert werden. So lässt sich auch mit Unterseiten ein hohes Ranking für spezifische Suchanfragen erzielen.

Darüber hinaus sollten auch von der eigenen Website Links auf externe Seite platziert werden. Ausgehende Links auf andere Webseiten zeigen Google, dass eine Website ein natürliches Verlinkungsschema aufweist und seinen Usern Mehrwert liefert. Dies wird vom Google Algorithmus als Merkmal für hochwertigen Content interpretiert und fließt positiv in die Bewertung der Website mit ein.

Eine weitere positive Eigenschaft eines natürlichen und hochwertigen Linkprofils ist, dass die Links von verschiedenen IP-Adressen bzw. verschiedenen IP Subnetzen stammen. So können Suchmaschinen sicher gehen, dass die Backlinks nicht von ein und derselben Person erstellt wurden. Der Suchmaschinen-Algorithmus verwendet diese Informationen als weiteres Indiz, dass es sich bei den Links nicht unbedingt um Spamming handelt.

Vorsicht vor sogenannten Linkhubs die beispielsweise durch Blog Netzwerke (z.B. PBN) erzeugt werden. Derartige Verteiler werden meist nur zum Setzen von Backlinks zu verschiedensten Seiten erstellt. Kann Google einen solchen Verteiler identifizieren, werden meist nicht nur die Verteiler selbst, sondern auch die Linkempfänger abgestraft.

Kriterien für ein natürliches Backlinkprofil
Abbildung 2: Kriterien für ein natürliches Linkprofil

Handlungsempfehlung für die Linkaufbau-Strategie

Im Folgenden werden einige Handlungsempfehlungen aufgeführt, die dabei helfen sollen, eine erfolgreiche und zielführende Linkbuilding-Strategie zu entwickeln. Darüber hinaus bietet unser PDF „Linkbuilding – Maßnahmen für einen erfolgreichen Linkaufbau“ am Ende des Artikels vielfältige Anregungen in welcher Art und Weise ein Backlinkaufbau möglich ist.

Wettbewerbsanalyse für das Linkbuilding

Mit Hilfe einer Wettbewerbsanalyse können Backlinks der Konkurrenz identifiziert und analysiert werden. Dabei ist es wichtig, die Backlinkquellen, welche für die eigene Seite auch von Nutzen sein könnten, herauszufiltern.

Bei der Analyse der Wettbewerber solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Welche Seiten ranken in den Top 10 zu Deinen Keywords?
  • Wie sieht das Backlink-Profil der Konkurrenten aus?
  • Welche dieser Backlinkquellen bieten relevanten Inhalt?

Zur Analyse des Linkprofils von Wettbewerbern bietet beispielsweise das Backlinktool von Seobility eine gute Unterstützung. Auf Basis der Backlinks der Wettbewerber werden mögliche Linkquellen ausfindig gemacht und für das Linkbuilding der eigenen Website vorgeschlagen. Seobility bietet Dir die Möglichkeit, Seiten zu ermitteln, die für wichtige Suchbegriffe gut platziert sind und ebenfalls als Linkquelle dienen könnten.

Vorschläge zum Backlinkaufbau auf Grundlage einer Wettbewerbsanalyse mit Seobility sind:

  • Verlinkung von mehr als einem Wettbewerber auf einer Seite
  • Seiten in den Top40 Rankings zu Deinen Keywords
  • Seiten mit Gastbeiträgen von Wettbewerbern

Die potentiellen Linkquellen können anschließend kontaktiert werden, um sie um eine Verlinkung zur eigenen Website zu bitten. Zuerst gilt es dabei die verantwortliche Kontaktperson zu finden und diese dann mit einem passenden Aufhänger zu kontaktieren. Vorher solltest Du dir auch überlegen, welchen Vorteil Du dem potentiellen Backlinkgeber für eine Verlinkung deiner Website anbieten kannst. Beispielsweise kann auf fehlerhafte Links oder fehlenden Content hingewiesen, eine Kooperation mittels eines Gastbeitrags angeboten oder auf andere Art und Weise zusammengearbeitet werden.

Mentions für die Linkanalyse

Vor allem in Blogs, Online-Magazinen und Fachzeitschriften kann es vorkommen, dass der eigene Unternehmensname oder die Marke erwähnt wird (=Mention), aber keine Verlinkung zur Website gesetzt ist. Hier bietet sich die Chance, mit dem Website-Betreiber in Kontakt zu treten und um eine Verlinkung zu bitten. Mit Hilfe von Google Alerts lassen sich Mentions einfach und kostenlos monitoren.

Broken Linkbuilding

Beim Broken Linkbuilding werden Backlinks fremder Websites, die auf nicht mehr existierende Seiten verweisen, durch Links auf die eigene Website ausgetauscht. Dafür müssen zunächst solche nicht mehr funktionierenden Links im Web ausfindig gemacht werden. Anschließend wird dem Webmaster der Seite des toten Links eine Alternative durch einen Link zum eigenen hochwertigen Content angeboten. Je nach Relevanz der linkgebenden Seite muss der Content auch speziell für diesen Zweck erstellt werden.

Linkanfragen an Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden

Vor allem zu Beginn des Backlink-Aufbaus bietet es sich an, Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden zu kontaktieren und um eine Verlinkung zu bitten. Dies ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Methoden des Linkbuildings und bildet somit einen guten Startpunkt für den Backlinkaufbau. Um zu gewährleisten, dass sich die Backlinks positiv auf das eigene Ranking auswirken ist dabei wieder auf die Qualität der verlinkenden Seiten zu achten.

Aufbau eines eigenen Blogs

Der Aufbau eines eigenen Blogs ist zwar mit einem vergleichsweise hohen Aufwand verbunden, bringt aber großes Potential in Sachen Linkbuilding mit sich. Durch zielgruppenrelevante Blogbeiträge können die Besucherzahlen für die eigene Website deutlich erhöht werden. Sind die Beiträge für Leser hilfreich und bieten ihnen einen Nutzen, lassen Backlinks nicht lange auf sich warten. Wichtig ist, dass die Beiträge darauf ausgerichtet sind, den Nutzern einen wahren Mehrwert zu liefern, und nicht lediglich zum Zweck des Linkbuildings erstellt werden.

Verlinkung von passenden Inhalten zwecks möglicher Rückverlinkung

Das proaktive Verlinken von Inhalten oder Unternehmen und Experten ist eine effiziente Maßnahme um mögliche wertvolle Backlinks zu bekommen. Diese Strategie funktioniert beispielsweise sehr gut im Rahmen eigener Blogartikel. Zuerst müssen Personen oder Inhalte, die gut zum ausgewählten Blogthema passen und sich als Referenz eignen, recherchiert werden. Beim Schreiben eines Artikels lassen sich daraufhin Zitate oder Informationen der vorher recherchierten Quellen im Text verarbeiten. Belegt werden diese mit einer Verlinkung zur jeweiligen Quell-Website (z.B. zu einem Blog- oder Wissensartikel). Nachdem der Blogpost publiziert wurde, werden die vorher zitierten Personen kontaktiert und über die Verlinkung und Nennung im Blogartikel informiert. Dabei ist es wichtig die zitierte Person mit den richtigen Worten über den richtigen Kanal anzusprechen und nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Eine persönliche Mail mit dem Hinweis auf die Verlinkung bietet sich gut als Aufhänger an, worauf sich die weitere Kommunikation aufbauen lässt. Abzuraten ist von unpersönlichen Massenmails, die in den meisten Fällen keine Beachtung finden werden. Das Ziel der Aktion ist, eine Rückverlinkung zu bekommen, beispielsweise über die Erwähnung des Artikels durch die zitierte Person. Im besten Fall stellt der Zitierte Dich oder Deine Website/Blog/Service/etc. ausführlicher in einem seiner nächsten Artikel vor.

Anbieten von kostenlosen Produkten und hilfreichen Inhalten

Eine etwas aufwändigere Maßnahme in Bezug auf Zeit und Kosten ist das Anbieten kostenloser digitaler Produkte oder Inhalte (z.B. eBooks oder Checklisten), wie bereits schon kurz erwähnt wurde. Wichtig ist, dass die Produkte dem Websitebesucher einen realen Mehrwert bieten. Hochwertige Gestaltung und qualitativ guter Inhalt sind Argumente einen Link zum kostenlosen Inhalt zu setzen und damit andere Nutzer darauf aufmerksam zu machen. eBooks sollen dabei tiefgehenden Inhalt zu einem bestimmten Thema liefern und genauso wie Checklisten o.ä. den Nutzer zu einer bestimmten Thematik unterstützend informieren. Im Gegensatz zum Linkbait geht es hierbei nicht darum die Nutzer nur zu Ködern, sondern langfristig verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen und sich somit als Experte für ein Fachthema zu etablieren.

Gastbeiträge

Eine weitere hochwertige Linkbuilding-Methode ist das Verfassen und Veröffentlichen von Gastbeiträgen auf anderen Webseiten oder Blogs. Diese Methode kann gut dafür verwendet werden, sich als Experte für ein bestimmtes Themengebiet zu positionieren und so nicht nur die eigene Bekanntheit zu steigern, sondern auch die Leser anderer Seiten anzusprechen. Auf der externen Website kann ein Backlink zur eigenen Seite gesetzt werden, welcher sich wieder positiv auf das Ranking der eigenen Seite auswirkt.

Infografiken

Linkbuilding mit Hilfe von Infografiken hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Wenn diese übersichtlich und kreativ gestaltet werden und den Nutzern einen Mehrwert liefern, werden solche Grafiken gerne geteilt und weiterverbreitet. Infografiken lassen sich zu so gut wie jedem Themengebiet anfertigen und sollten dem Nutzer stets einen schnellen Überblick über den jeweiligen Bereich verschaffen. Wichtig ist wieder, den Inhalt an die anvisierte Zielgruppe anzupassen, wie das folgende Zitat von „Linkbuilding-Papst“ Sasa Ebach verdeutlicht:

„Der zu verlinkende Inhalt muss dem Linkgeber schmecken, genauso wie der Köder dem Fisch und nicht dem Angler“ Saša Ebach, linkaufbau-workshop.de

Tipp: Um Inspiration für Infografiken zu finden, lassen sich bei Google bereits existierende Grafiken für ein bestimmtes Keyword finden.

Dies ist durch die Eingabe folgender Suchbefehle möglich:
“Keyword” + “Infografik”
“Keyword” + “Infographic”

Influencer-Marketing für den Linkaufbau

Eine weitere Möglichkeit um an hochwertige Backlinks zu kommen ist die Empfehlung durch in der Öffentlichkeit bekannte Fürsprecher, besser gesagt Influencer. Diese berichten auf ihrem eigenen Blog, Youtube-Kanal, etc. über vielfältige Themen und fungieren dabei als Meinungsführer für eine bestimmte Zielgruppe. Aus diesem Grund kann es für Unternehmen sehr interessant sein, auf Influencer zuzugehen und diese auf das eigene Unternehmen oder Produkt aufmerksam zu machen. Im besten Fall verlinkt der Influencer Deine eigene Seite, sodass ein qualitativ hochwertiger Backlink erzeugt wird und zusätzlich potentielle Kunden angesprochen werden.

Influencer Marketing lohnt sich aber nicht nur aufgrund der oftmals hohen Reichweite der Influencer, sondern auch, weil von deren Glaubwürdigkeit profitiert werden kann. Viele Nutzer schenken den Meinungen und Empfehlungen von Influencern mehr Vertrauen als Inhalten, die direkt von einem Unternehmen stammen. Aus diesem Grund ist das Influencer-Marketing eine effektive Linkbuilding-Maßnahme, die sich vorteilhaft auf das gesamte Image einer Website oder eines Unternehmens auswirkt.

Eine detaillierte Anleitung für Influencer-Marketing liefert der Blog „PROinternetmarketing”. Dort wird genauestens erklärt, wie man Influencer findet, mit ihnen in Kontakt tritt und die Kommunikation zu ihnen aufrecht erhält. Die wichtigsten Aspekte haben wir im Folgenden zusammengefasst:

Influencer ausfindig machen

Eine gute Anlaufstelle für die Suche nach Influencern bieten Suchmaschinen.

Tipp: Wer die Google Suche richtig nutzt, kann durch die folgenden Suchbefehle relevante Blogger bei Blog-Hostern wie WordPress oder Blogger.com ausfindig machen.

  • site:wordpress.com (Suchbegriff)
  • site:blogger.com (Suchbegriff)

Zudem gibt es vielfältige Tools, die eine Orientierungshilfe bieten und bei der Recherche nach geeigneten Influencern unterstützen:

Buzzsumo: Dieses Tool analysiert, welche Inhalte zu einem bestimmten Thema in den sozialen Medien besonders oft geteilt werden. Daneben ermittelt es die wichtigsten Influencer zu diesem Thema.

Klout: Das Tool kategorisiert Influencer anhand eines Scores, der auf Basis von Social-Media-Daten (z.B. Anzahl der Freunde, Aktivitäten, Interaktionen etc.) gebildet wird.

Socialmention: Das Analyse-Tool zeigt die Top-User zu einem bestimmten Keyword an und liefert in Echtzeit Daten über aktuelle Gesprächsthemen innerhalb verschiedener Social-Media-Kanäle.

Influma: Eine Suchmaschine, die gezielt an die eigene Content-Marketing-Strategie angepasst werden kann. Es kann sowohl nach Influencern, als auch nach Blogartikeln, Autoren oder Twitter-Profilen gesucht werden. Zudem ist ein Monitoring der für die eigene Website relevanten Themen möglich.

Durch Influencer-Marketing erfährt die eigene Marke oder das eigene Produkt eine größere Aufmerksamkeit, wodurch neben Verkaufs- und Bekanntheitsförderung, auch ganz natürlich weitere Prozesse wie das Generieren von Backlinks etc. angekurbelt werden.

Wiki

Der Begriff Wiki ist mittlerweile aufgrund der Popularität von Wikipedia allgemein bekannt. Die meisten Wikis beinhalten aber keine vollumfassende Enzyklopädie, sondern sind auf einen bestimmten Wissensbereich beschränkt. Die Wissensbeiträge eines Wikis sollten an einem zentralen Themengebiet mit Bezug zur Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens, welches das Wiki pflegt, ausgerichtet sein. Je qualitativ hochwertiger die Inhalte eines Wikis dabei sind, desto wahrscheinlicher ist es, Verlinkungen zu diesen zu erhalten und dadurch Backlinks aufzubauen. Ganz von selbst werden aber nur die wenigsten Wikis Backlinks anziehen, daher ist hier meist eine entsprechende Pflege von Kooperationen und die passende Content-Verteilung (Outreach) notwendig.

Für die Erstellung eines Wikis gibt es einige Open-Source-Anwendungen, die relativ einfach in die eigene Website-Struktur eingebunden werden können:

Branchenbücher

Die Eintragung der eigenen Website in Branchenbücher stellt eine weitere Möglichkeit des Backlinkaufbaus dar. Branchenbücher sind Verzeichnisse, die Unternehmen nach Branchen oder geographischen Regionen geordnet auflisten. Beim Linkbuilding über Branchenbücher wird ein Link zur Website gesetzt, ein Beschreibungstext über das Unternehmen hinterlegt und abschließend eine passende Kategorie gewählt. Dabei muss unbedingt auf die Qualität der Branchenbücher geachtet werden, denn nur qualitativ hochwertige Backlinks wirken sich positiv auf das Linkprofil aus. Die meisten Branchenbücher versehen die eingetragenen Links zwar mit „NoFollow“, allerdings sind solche Links für ein natürliches Linkprofil ebenfalls von Bedeutung (siehe Abschnitt: Wie sieht ein natürliches und hochwertiges Backlinkprofil aus?).

Die nachfolgenden allgemeinen Branchenbücher werden als gute Linkquelle eingestuft:

Empfehlenswert sind außerdem branchenspezifische Kataloge oder Verzeichnisse. Diese sind zwar nicht so bekannt wie die oben genannten Branchenbücher, bieten aber aufgrund ihrer Themenrelevanz eine mögliche thematisch passende Verlinkung.

Blogparaden

Ein besonderes Beispiel fürs Linkbuilding aus der Blogosphäre sind Blogparaden. Dabei gibt ein Blogger ein bestimmtes Thema oder eine Fragestellung vor und ruft andere Blogger dazu auf, zu diesem Thema ihre Meinung zu äußern und in einem eigenen Blogbeitrag zu veröffentlichen. In diesen Artikeln werden dann zumeist weitere Blogger nominiert, welche wiederum auf den Nominierenden zurück verlinken. Durch das Initiieren, aber auch durch die Teilnahme an einer Blogparade können themenrelevante und hochwertige Backlinks aufgebaut werden.

Eine Definition von Kerstin Hoffmann – PR-Doktor:

„Eine Blogparade ist eine gemeinsame Aktion vieler Blogger zu einem bestimmten Thema, das der Veranstalter der Parade ausruft. Alle Teilnehmer verlinken zum Aufruf, weisen in ihrem Beitrag auf die Blogparade sowie das veranstaltende Blog hin und informieren den Veranstalter über ihren Beitrag. Der Veranstalter sammelt die Links zu allen Beiträgen und veröffentlicht sie. Optional ist ein abschließendes Resümee des Veranstalters. Oft entsteht aus allen Beiträgen ein E-Book, das der Veranstalter kostenlos zum Download zur Verfügung stellt.“

Die Vorteile einer Blogparade sind somit folgende:

  • Die Leser haben die Möglichkeit neue Blogs kennenzulernen.
  • Alle Beteiligten gewinnen an Reichweite.
  • Alle Teilnehmer erhalten hochwertige Backlinks und Links aus sozialen Netzwerken.

Testimonials

Testimonials zeigen vertrauenswürdige Fürsprecher meist in einer Kombination aus Bild und Zitat Häufig schildern die Fürsprecher darin ihre positiven Erfahrungen mit dem Produkt und empfehlen es. Bei den Fürsprechern kann es sich beispielsweise um populäre Personen oder typische Verbraucher handeln. Testimonials zeigen dem Besucher einer Website, dass diese ein hohes Ansehen genießt und das jeweilige Produkt oder der Content qualitativ hochwertig beschaffen sind. Hierbei können beispielsweise auch begeisterte Kunden, Blogger oder Nutzer mit einer eigenen Website verlinkt werden, welche dann wiederum einen Backlink zu Deiner Seite setzen.

Das Unternehmen OptinMonster zeigt ein gutes Beispiel und erklärt, warum Testimonials wichtig sind.

Beispieldarstellung von Testimonials des Unternehmens OptinMonster
Abbildung 3: Beispieldarstellung von Testimonials des Unternehmens OptinMonster

LINKBUILDING–MAßNAHMEN – Übersicht und Bewertungen von Möglichkeiten zum Backlinkaufbau – PDF

Neben den in diesem Artikel aufgeführten Beispielen für Linkbuilding-Maßnahmen gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten um Backlinks aufzubauen. In unserem PDF findest du deshalb eine ausführliche Checkliste mit unterschiedlichen Linkbuilding-Taktiken, bewertet nach Linkwertigkeit, Zeitaufwand und Kosten.

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Weiterführende Informationen

seobility

Das Seobility Team unterstützt dich gerne bei all deinen Fragen rund um unsere SEO Software sowie bei Optimierung deiner Website für Suchmaschinen!

12 Gedanken zu „Linkbuilding – Maßnahmen für einen nachhaltigen Linkaufbau

Johnk499 Antworten
18. Juli 2018 20:47

Howdy! Would you mind if I share your weblog with my twitter group? Theres lots of people that I think would truly enjoy your content material. Please let me know. Thanks cbkkbaeebddd

    seobility Antworten
    23. Juli 2018 9:44

    Hi John,

    feel free to share our blog.
    We’d be happy about that. Thank you!

Karsten Neglia Antworten
8. Juli 2018 20:51

Mal wieder ein toller und ausführliche Artikel.
Danke für Eure Mühe.

Ich nutzt seobility eigentlich täglich um Veränderungen sofort zu erkennen. Nach einem komplett Absturz unsere Seite im letzten Jahr bin ich etwas vorbelastet.

    seobility Antworten
    12. Juli 2018 10:39

    Hallo Karsten,

    danke dir für das tolle Feedback.
    Das freut uns sehr, dass wir dich so gut bei bei deiner täglichen Arbeit unterstützen können.

SEO Auslese Juni 2018 - Projecter GmbH Antworten
5. Juli 2018 10:23

[…] Seobility hat einen umfangreichen Guide zum nachhaltigen Linkaufbau geschrieben. […]

Burkhard Antworten
20. Juni 2018 18:33

Seobility ist mittlerweile zu meinem Standard-Tool zum optimieren unserer Webseiten geworden. Gute und schnelle Ergebnisse – einfache Bedienung.
Backlinks werden leider nur 1x pro Woche aktualisiert

Wolfgang Jagsch Antworten
18. Juni 2018 7:24

Hallo. Danke für die gute Aufzählung. Noch eine Option ist es bei Google auf ähnliche Seiten zu klicken, dann kann man potentielle Linkgeber finden, die thematisch aus Google Sicht zur Seite passen. In meiner täglichen Praxis als SEO Texter setze ich vor allem auch auf Links aus semantisch-ontologisch ählichen Gebieten. Wobei Linkaufbau harter Ausdauersport ist.

    seobility Antworten
    19. Juni 2018 11:14

    Hallo Wolfgang,

    das freut uns, dass dir der Artikel gefallen hat.
    Danke auch für zusätzlichen die Tipps.
    Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg beim Backlinkaufbau!

Ferienwohnung Duhnen Antworten
16. Juni 2018 9:57

Sehr guter Beitrag!
Gerne hätte ich noch mehr über gute Brachenbücher erfahren. Die Strategien die im PDF aufgeführt sind werde ich versuchen abzuarbeiten.
Einen Blog aufzubauen ist in der Tat sehr aufwendig und für mich stellt sich immer die Frage, wie oft sollte mann Beiträge veröffentlichen?

    seobility Antworten
    19. Juni 2018 11:52

    Hallo,

    schön, dass der Artikel dir weiterhilft.
    Wichtiger als die Häufigkeit der einzelnen Blogbeiträge ist die inhaltliche Qualität der Artikel. Qualitativ gute Artikel sind der Hauptgrund für Leser einen Blog zu verfolgen. Deshalb sollte man die eigenen Blogthemen eng an den Interessen der Zielgruppe ausrichten und so den Lesern einen Mehrwert bieten.
    Wir wünschen viel Erfolg beim Linkbuilding!

Timo Antworten
13. Juni 2018 23:04

Sehr hilfreicher und interessanter Artikel, Danke dafür! 🙂
Das Backlinktool zum aufspüren der Links von Wettbewerbern habe ich bereits genutzt. Von den anderen Vorschlägen werde ich bestimmt auch noch den ein oder anderen umsetzen können.

    seobility Antworten
    14. Juni 2018 12:32

    Hallo Timo,

    vielen Dank für dein Feedback und weiterhin viel Spass und Erfolg beim Backlinkaufbau!

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