SEO Site Clinic – Onsite und Offsite Analyse für Deine Website

Eine Site Clinic ist ein beliebtes Format in der Suchmaschinenoptimierung, bei dem eine Website umfassend durch Experten analysiert wird, um konkrete Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Welche Kriterien einer Website dabei überprüft werden und welchen Nutzen eine solche Untersuchung bietet, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Außerdem erhaltet ihr konkrete Beispiele für Analysen aus der letzten Seobility Site Clinic, in der Websites von Teilnehmern live analysiert wurden und die im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals 2018 stattfand.

Was ist eine SEO Site Clinic?

Bei einer Site Clinic wird eine Website im Hinblick auf unterschiedliche Facetten der Suchmaschinenoptimierung untersucht. Diese Untersuchung wird in der Regel durch Experten aus dem Bereich SEO durchgeführt, wobei häufig professionelle Analyse-Tools zum Einsatz kommen. Das Ziel einer Site Clinic besteht darin, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die untersuchten Websites aufzuzeigen und den Webseitenbetreibern entsprechende Handlungsempfehlungen mitzugeben.

Der Fokus der Untersuchung liegt bei einer Site Clinic in erster Linie auf technischen Aspekten und der Struktur der Website, da diese die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung darstellen. Hierbei wird eine Reihe von Analysekriterien herangezogen. Die wichtigsten Onpage-Faktoren sind dabei beispielsweise:

  • Meta-Daten – insbesondere Meta Title und Meta Description: Sind diese für jede Seite einzigartig und besitzen sie die richtige Länge? Sind die wichtigsten Keywords enthalten?
  • Überschriften: Werden H1-H6 Überschriften hierarchisch korrekt verwendet? Geben sie den tatsächlichen Inhalt des nachfolgenden Textes wieder?
  • Text: Weisen die Texte der Website eine ausreichend hohe Qualität und Länge auf? Liefern sie dem Besucher einen Mehrwert? Liegt Duplicate Content vor?
  • Bilder: Sind die Bilder der Website von hoher Qualität und korrekt optimiert (ALT-Attribute, Dateiname etc.)?

Auch die Seitenstruktur ist Teil der Untersuchung, wobei insbesondere folgende Aspekte betrachtet werden:

  • Links: Wie ist die Linkstruktur der Website aufgebaut? Besteht ein sinnvolles Verhältnis zwischen internen und externen Links? Sind wichtige Seiten ausreichend oft verlinkt?
  • Linktexte: Liefern Linktexte von internen Links eine kurze, aber dennoch aussagekräftige Beschreibung des Inhalts der verlinkten Seite? Enthalten sie die wichtigsten Keywords für die verlinkte Seite?
  • URLs: Wie sieht die URL-Struktur aus? Ist das wichtigste Keyword enthalten? Ist die Länge der URLs angemessen?

Wie oben bereits erwähnt wurde, wird außerdem geprüft, ob die Seite technisch einwandfrei funktioniert. Dabei sind folgende Faktoren von Relevanz:

  • Crawlbarkeit: Ist es für Suchmaschinen Crawler möglich, alle Seiten einfach zu erreichen und diese auch zu indexieren? Sind Sitemap und Robots.txt vorhanden und fehlerfrei?
  • Performance: Ist die Ladezeit der Webseiten angemessen?
  • Weiterleitungen: Funktionieren alle Weiterleitungen korrekt?
  • Mobile Optimierung: Ist die Website für die Anzeige und Nutzung auf mobilen Endgeräten optimiert?

Neben den Onpage-Faktoren, die Technik, Inhalt und Struktur der Website betreffen, wird auch das Umfeld einer Website betrachtet. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Such-Snippets: Bewegen diese den User zum Klicken auf das Suchergebnis? Werden strukturierte Daten für Rich Snippets richtig verwendet?
  • Backlinks: Besitzt die Website ein natürliches Backlinkprofil? Stammen die Backlinks von vertrauenswürdigen oder themenrelevanten Quellen?
  • Social Signals: Wird die Website in den sozialen Medien geteilt?
  • sowie weitere, das Umfeld der Website betreffende Faktoren

Der wesentliche Vorteil einer Site Clinic besteht darin, dass den Teilnehmern all die Aspekte der Suchmaschinenoptimierung direkt anhand der eigenen Website exemplarisch vorgestellt werden und damit die Optimierung nicht nur graue Theorie bleibt. Zudem werden persönliche Handlungsempfehlungen aufgezeigt, mit deren Hilfe sofort mit der Optimierung der eigenen Website begonnen werden kann.

Die SEO Site Clinic von Seobility im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals 2018

Wie eingangs bereits erwähnt wurde, haben wir im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals eine Site Clinic veranstaltet, zu der sich etwa 60 Websitebetreiber und SEO Interessierte einfanden. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten die Teilnehmer ihre eigene Website für eine Analyse einreichen. Aus allen Einsendungen wurden dann fünf Websites ausgewählt, die vorab analysiert und in der Veranstaltung präsentiert wurden. Einen Teil dieser Analysen möchten wir euch hier vorstellen, da es sich hierbei um Probleme handelt, die immer wieder auf vielen Webseiten zu finden sind.

TH Nürnberg: Unübersichtliche URL-Struktur und problematische Sprachzuordnung

Die erste der untersuchten Webseiten war eine Informationsseite für einen Masterstudiengang der TH Nürnberg, die unter folgender URL zu finden ist:

https://www.th-nuernberg.de/fakultaeten/bw/studium/international-business-bachelors-and-masters-degree-programs/master-international-finance-and-economics-msc/

Betrachtet man die URL der Seite, fällt sofort auf, dass diese mit 160 Zeichen und 5 Unterverzeichnissen sehr lang und unübersichtlich ist. Dies ist insbesondere deshalb problematisch, da dadurch die URL im Suchergebnis-Snippet nicht vollständig angezeigt werden kann:

Snippet der TH Nürnberg

Infolgedessen fällt es Suchenden bei Google schwerer zu verstehen, wie die Website strukturiert ist und welche Informationen sie auf der entsprechenden Seite vorfinden werden. Zudem beschränken Suchmaschinen Crawler die Anzahl der Unterverzeichnisse, denen sie folgen, um beispielsweise Weiterleitungsfehler in eine immer tiefere Seitenstruktur zu vermeiden. Aus diesem Grund wurde eine Reduktion der Verzeichnisebenen und eine Verkürzung der URL vorgeschlagen, die beispielsweise folgendermaßen aussehen kann:

https://www.th-nuernberg.de/studium/master-international-finance-and-economics-msc.html

Neben der URL wurde jedoch noch ein weiteres Problem entdeckt, welches sich auf die Sprache der Seite bezieht. So befindet sich die Seite auf einer deutschen Domain und besitzt eine deutschsprachige Navigation. Auch die Sprachangabe im HTML Code durch das lang-Attribut deutet auf eine deutschsprachige Seite hin. Der eigentliche Fließtext ist hingegen in englischer Sprache.

Sprache TH Nürnberg

Diese inkonsistente Sprachverwendung hat zur Folge, dass Suchmaschinen nicht wissen, welcher Sprache sie die Seite zuordnen sollen. Weiterhin gibt es im HTML Code der Seite keinen hreflang Link zur deutschsprachigen Version, wodurch die Spracherkennung für Suchmaschinen abermals erschwert wird. Eine korrekte sprachliche Einordnung einer Webseite ist allerdings wichtig, damit User aus unterschiedlichen Ländern die richtige Seitenversion in der Google Suche vorfinden. Aus diesem Grund sollten die Sprachangabe im HTML Code, die Domain sowie der eigentliche Text und sämtliche Elemente auf einer Webseite sprachlich konsistent sein. Außerdem sollte mithilfe von hreflang Links auf anderssprachige Versionen einer Seite hingewiesen werden, damit Google unterschiedliche Sprachversionen den korrekten Länderindizes zuordnen kann.

KarambaKarina: Meta Title und Überschriftenstruktur mit Optimierungsbedarf

Eine weitere Website, die in der Site Clinic analysiert wurde, ist ein Foodblog aus Franken, der trotz vieler und ausführlicher Rezepte Schwierigkeiten hat, Top-Rankings in den Suchergebnissen zu erzielen. Bei einer genaueren Untersuchung der Webseite konnten sehr schnell einige Punkte ausgemacht werden, die dafür verantwortlich sein könnten. So konnte zunächst festgestellt werden, dass die Seitentitel der einzelnen Rezeptseiten nicht ausreichend optimiert sind, da sie alle mit „KarambaKarina’s Welt:“ statt mit dem wichtigsten Keyword für die jeweilige Seite beginnen. Da Google dem ersten Begriff im Meta-Title jedoch eine besonders hohe Bedeutung bei der inhaltlichen Einordnung einer Seite beimisst, sollte an dieser Stelle stets das wichtigste Keyword stehen, also in KarambaKarinas Fall der jeweilige Rezeptname:

Seitentitel KarambaKarina

Ein weiteres Problem betrifft die Überschriftenstruktur. So ist beispielsweise auf der Rezeptseite für Nudel-Schinken-Gratin keine H1 Überschrift zu finden, obwohl diese die wichtigste Überschrift darstellt und von Google herangezogen wird, um den Inhalt des Textes einer Seite zu bestimmen. Fehlt die H1, wird Google somit ein wichtiger Anhaltspunkt für die inhaltliche Einordnung des Dokuments genommen. Weiterhin enthält die Seite viele unnötige H2 Überschriften, die irrelevante Informationen wie „Herzlich Willkommen!“ oder das Datum des Eintrags beinhalten. Solche Angaben sollten niemals als Überschriften ausgezeichnet werden, da sie den Suchmaschinen keine Informationen über den Inhalt der Seite liefern. Dennoch nutzen immer noch einige Webmaster Überschriften, um beispielsweise das Layout von Navigationselementen anzupassen. Hierfür sollte jedoch stattdessen CSS verwendet werden, da Überschriften lediglich der semantischen (und nicht der optischen) Auszeichnung von Text dienen.

Überschriftenstruktur KarambaKarina

Von den oben dargestellten Überschriften sind somit nur vier wirklich notwendig, um Google dabei zu helfen, den Inhalt und Aufbau der Seite besser zu verstehen. „Nudel-Schinken-Gratin“ sollte dabei als H1 statt als H2 ausgezeichnet werden, da diese Überschrift den kompletten Inhalt der Seite wiedergibt.

Kunsthandwerk-Online: Unnötige Tag-Seiten

Als nächstes wurde die Webseite kunsthandwerk-online.com untersucht. Hierbei handelt es sich um einen WordPress Blog zum Thema Kunsthandwerk, der sich durch klassische Blog-Elemente auszeichnet, darunter auch Tag-Seiten sowie eine Tag-Cloud.

Tag-Cloud Kunsthandwerk-Online

Solche Elemente eignen sich prinzipiell sehr gut dafür, die interne Verlinkung einer Website zu stärken, und können die Chancen für ein hohes Ranking insbesondere für Nischen-Keywords oder für starke Domains erhöhen. Die Voraussetzung für diese positiven Effekte ist allerdings der sinnvolle Einsatz solcher Elemente, was auf der Website Kunsthandwerk-Online nicht gegeben ist. Denn dort sind viele Tag-Seiten zu finden, die nur einen einzigen Beitrag enthalten und damit Duplicate Content verursachen, da der Inhalt der Tag-Seite mit dem der jeweiligen Beitragsseite übereinstimmt. Beispielsweise enthält der Tag „Herbstmarkt“ nur einen einzigen Artikel, der unter der URL „https://www.kunsthandwerk-online.com/2016/11/25/herbstzauber-raindorf/“ zu finden ist. Damit entsteht allerdings das Problem, dass Google nicht weiß, welche der beiden Seiten zu dem Keyword „Herbstmarkt“ ranken soll und sich die Relevanz der Website für dieses Keyword auf die beiden Einzelseiten aufteilt. Um dieses Problem zu lösen, sollte im HTML Code der jeweiligen Tag-Seite folgender Meta-Tag eingefügt werden:

<meta name="robots" content="noindex, follow"/>

Mithilfe dieser Angabe wird Google signalisiert, dass die jeweilige Seite nicht in den Suchmaschinenindex aufgenommen werden soll. Infolgedessen weiß die Suchmaschine, dass lediglich die Beitragsseite in den Suchergebnissen erscheinen soll, wodurch die gesamte Relevanz und Link Power auf diese Seite gebündelt wird. Durch den Zusatz „follow“ wird zudem sichergestellt, dass Google dennoch den Links auf der Tag-Seite folgt und keine wertvollen internen Links verloren gehen. Dieser Zusatz muss jedoch nicht unbedingt angegeben werden, da er immer impliziert ist.

Coucoubonheur: Schlechte Performance aufgrund von zu vielen Bildern und Style-Elementen

Anschließend wurde die Seite „Coucoubonheur“ analysiert, ein Online-Lifestyle-Magazin für die Regionen München und Nürnberg. Dabei fiel auf, dass die Antwortzeit jeder einzelnen Seite des Blogs mehr als 2 Sekunden beträgt, obwohl diese optimalerweise unter 0,5 Sekunden liegen sollte.

Antwortzeiten Coucoubonheur

Die Zeitdauer, die für das vollständige Laden einer Seite benötigt wird, beträgt sogar 13,75 Sekunden. Diese extrem lange Ladedauer kann auf die sehr vielen Bilder und Style-Elemente der Website zurückgeführt werden. So beinhaltet der Blog insgesamt 21 CSS Dateien, 17 JavaScript Dateien und 47 Grafiken und Bilder. Dies mag zwar die Optik der Seiten enorm aufwerten, hat allerdings auch zur Folge, dass die Performance der Website leidet.

Dies stellt ein schwerwiegendes Problem dar, denn lange Ladezeiten verschlechtern die User Experience der Seitenbesucher und führen dazu, dass die Website schnell wieder verlassen wird und somit die Absprungrate ansteigt. Zudem beanspruchen langsam ladende Seiten mehr von Googles wertvollem Crawling Budget, was zur Folge hat, dass Google solche Seiten seltener besucht. Der Pagespeed einer Website ist daher ein bedeutender Ranking Faktor, der keinesfalls vernachlässigt werden sollte.

Um die Ladedauer von Coucoubonheur zu verringern, wurden vielfältige Maßnahmen vorgeschlagen. So ist es zunächst sinnvoll, alle CSS- bzw. JavaScript Dateien zu jeweils einer einzigen Datei zusammenzufügen, um die Anzahl der Anfragen, die an den Server gesendet werden müssen, um die Website abzurufen, zu reduzieren. Dies ist beispielsweise mit Fast Velocity Minify oder dem Autoptimize Plugin für WordPress möglich. Eine weitere sinnvolle Maßnahme zur Beschleunigung des Page Speeds ist die Verwendung eines Caching Plugins, wie z.B. WP Super Cache. Außerdem kann bei Websites mit vielen eingebundenen Bildern beispielsweise auch das a3 Lazy Load Plugin genutzt werden, um Bilder erst nachzuladen, wenn der Nutzer auf der Seite nach unten scrollt und das jeweilige Bild in den Fokus des Nutzers fällt. Um den Pagespeed einer Website zu testen, stellt Google mit Pagespeed Insights ein Tool zur Verfügung, das von jedem Webmaster kostenlos genutzt werden kann.

Live-Website-Analyse im Anschluss

Nachdem die vorab untersuchten Websites präsentiert wurden, hatten die Besucher der Site Clinic die Möglichkeit, weitere Websites live in der Veranstaltung analysieren zu lassen. Dadurch kamen viele weitere interessante Facetten der Suchmaschinenoptimierung zur Sprache, sodass die Teilnehmer anhand von realen Beispielen noch mehr über das Thema SEO lernen konnten.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung stand das Team von Seobility den Besuchern für weitere Fragen und Gespräche zur Verfügung. In lockerer Atmosphäre konnten dabei noch einige Fragen beantwortet werden, sodass die Teilnehmer am späten Abend mit viel neuem Wissen und frischen Ideen für die Optimierung ihrer Websites im Gepäck den Nachhauseweg antreten konnten.

Nach der Site Clinic ist vor der Site Clinic

Da die Veranstaltung sehr gut von den Besuchern aufgenommen wurde und wir viel positives Feedback erhalten haben, planen wir für die Zukunft natürlich weitere SEO Site Clinic Veranstaltungen. Wenn also auch Du mal an einer Site Clinic teilnehmen möchtest, kannst Du Dich auf weitere spannende Events in der Zukunft freuen. In der Zwischenzeit kannst Du auf unserem Wiki vorbeischauen, wo wir viele hilfreiche Informationen rund um die Themen SEO und Online Marketing für Dich zusammengestellt haben.

Bild: Abdul Quaiyoom, Fotolia

Linkaufbau Onlinekurs von Saša Ebach

Hochwertige und relevante Backlinks sind für ein gutes Suchmaschinen Ranking unverzichtbar – das sollte inzwischen jedem bewusst sein. Aber welche Maßnahmen stehen konkret für den Linkaufbau zur Verfügung und wie gehe ich dabei Schritt für Schritt vor? Das alles kannst Du im Linkaufbau-Onlinekurs von Linkbuilding-Guru Saša Ebach lernen. Mit Seobility sparst Du dabei sogar ganze 30% bei der Kursgebühr!

Was lernst du im Onlinekurs?

Im Linkaufbau-Onlinekurs erfährst Du, wie Du auf schnelle und einfache Art und Weise Links aufbauen kannst, die wirklich hochwertig sind. Hochwertig bedeutet, dass der Link Dein Ranking verbessert und gleichzeitig bewirkt, dass mehr User Deine Website besuchen. Dabei lernst Du einige Strategien für den Aufbau solcher Links kennen, wobei nur solche Methoden betrachtet werden, mit denen Du auch wirklich bessere Resultate für Dein Ranking erzielen kannst.

Die Inhalte des Linkaufbau-Onlinekurses im Überblick. Du lernst …

  • was gute Backlinks und die Voraussetzungen für erfolgreichen Linkaufbau sind.
  • wie Du potentielle Linkquellen findest und diese davon überzeugst, auf Deine Inhalte zu verlinken.
  • wie Du psychologische Verhandlungsmethoden anwendest, um die Wahrscheinlichkeit einer Verlinkung zu erhöhen.
  • wie Du konkrete Linkbuilding-Maßnahmen wie Linkbaiting, Gastbeiträge, Reversgastbeiträge und Interviews richtig umsetzt.

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Hier noch mal eine ausführlichere Beschreibung der Inhalte:

Die Basics: Alles, was Du über Links und erfolgreichen Linkaufbau wissen solltest

Bevor mit dem Linkbuilding begonnen werden kann, muss erst einmal verstanden werden, was einen guten Backlink ausmacht und anhand welcher Kriterien Google die Qualität eines Links beurteilt. Dies erfährst Du gleich zu Beginn des Kurses. Außerdem lernst Du, warum eine entkommerzialisierte Zone, Emotionalität und 10X-Content zu den Grundvoraussetzungen für erfolgreichen Linkaufbau zählen.

Linkquellen-Recherche und Outreach

Bei der Linkquellen-Recherche geht es darum, Adressen zu finden, die man später anschreibt, um nach einer Verlinkung zu fragen. Saša zeigt dir, wie Du mit Hilfe von Suchanfragen wie [keyword (blog OR magazin)] potentielle Linkquellen ausfindig machst und anschließend deren Kontaktdaten und Reichweiten in einer Excel-Tabelle zusammenträgst.

Linkaufbau-Onlinekurs

Als nächstes steht der Outreach an, d.h. der Inhalt wird an so viele Leute wie möglich geschickt und man versucht, diese davon zu überzeugen, den Inhalt zu verlinken. Für diesen äußerst wichtigen Schritt gibt Dir Saša einige Tipps und konkrete Handlungsempfehlungen für das Verfassen Deiner Linkanfrage. Beispielsweise kann ein Pre-Outreach – also ein langsamer Beziehungsaufbau vor dem Outreach – sehr hilfreich dabei sein, Linkgeber zu gewinnen.

Die Psychologie des Überzeugens

In einem weiteren Modul wird es zwar sehr theoretisch, aber nicht weniger interessant, denn in diesem Teil wird erklärt, wie Du psychologische Verhandlungsmethoden richtig anwendest, um die Wahrscheinlichkeit einer Verlinkung zu erhöhen. Dabei lernst Du, wie Du sechs konkrete psychologische Mechanismen einsetzen kannst, um automatische Einwilligungsreaktionen bei potentiellen Linkgebern auszulösen.

Linkbaiting, Gastbeiträge etc.

Im Anschluss geht es direkt in die Praxis und Du erfährst, wie du konkrete Linkbuilding-Maßnahmen wie Linkbaiting, Gastbeiträge, Reversgastbeiträge und Interviews richtig umsetzt. Saša gibt zu jeder dieser Strategien zunächst einen allgemeinen Überblick und zeigt danach den konkreten Workflow bei der Durchführung auf. Somit lernst Du anhand von zahlreichen Beispielen, wie Du Schritt für Schritt vorgehen musst, um Dir hochwertige Backlinks zu sichern.

Unser Fazit

Wir haben den Linkaufbau-Onlinekurs selbst durchgearbeitet und können daher mit gutem Gewissen sagen, dass er sich wirklich lohnt. Vor allem Linkbuilding-Anfänger, die nicht wissen, wie sie an das Thema Linkaufbau herangehen sollen, erhalten hier viele Inspirationen und Handlungsempfehlungen. Auch die Profis gehen nicht leer aus. Der Kurs sprüht nur so vor Tipps & Tricks, da ist für jeden was dabei. Uns persönlich hat der Kurs deshalb so gut gefallen, da er tief in die psychologischen Grundlagen eintaucht, aber gleichzeitig eine Menge praktischer Tipps liefert, die bei der konkreten Umsetzung des Linkaufbaus unterstützen. Alles in allem also eine wirklich lohnenswerte Investition für alle, die am Anfang ihrer Linkbuilder Karriere stehen oder nach neuen Ideen für den Linkaufbau suchen.

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Hinweis in eigener Sache:

Mit den Linkaufbau Tools von Seobility kannst Du potentielle Backlink Quellen für Deine Website ermitteln. Weitere Informationen findest du hier: Backlink Analyse

SEO Case Study: Sichtbarkeit um 50% gesteigert 🚀 Ein Erfahrungsbericht mit Seobility

Wie lassen sich durch Suchmaschinenoptimierung substanzieller Erfolge erzielen, auch bei bereits etablierten Websites? In diesem Artikel lernst du wie es geht!

Hinter der größten deutschsprachigen Website zum Thema Photoshop, PSD-Tutorials.de, steht die Mecklenburger Agentur 4eck Media. Im Frühjahr entschied man sich dort das Thema Suchmaschinenoptimierung bei hauseigenen Projekten in Angriff zu nehmen. Geschäftsführer Matthias Petri und Head of Marketing Stefan Riedl dokumentierten ihre SEO Arbeit in zwei spannenden Case Studies. Bereits innerhalb weniger Monate stellten sich beachtliche Erfolge ein.

Case Study 1 dokumentiert die Optimierung der 4eck Media Agenturwebsite: Das Gefühl bei der ersten Website Analyse mit Seobility und die wichtigsten Learnings zu Beginn.

In Case Study 2 geht es dann deutlich ausführlicher um die Optimierung des Online-Shops von PSD-Tutorials. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Schritte und schließlich die erreichten Erfolge.

Viel Spaß beim Lesen!

PS: Du hast eigene Erfahrungen mit Seobility gemacht? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar!


Case Study 1: Suchmaschinenoptimierung bei Unternehmens-Websites: Ein Erfolgsbericht

Wir haben unserer Agenturseite einer intensiven Suchmaschinenoptimierung mit Fokus auf OnPage (also alles, was direkt auf der Website unternommen werden kann) unterzogen und konnten unseren Score von 66 auf 99 verbessern – bemessen nach dem Check des von uns eingesetzten SEO-Tools aus dem Hause Seobility. Zwei Wochen Arbeit, 33 Prozentpunkte mehr und vor allem wichtige Learnings, die wir dabei gemacht haben und in unsere neuen Projekte als Workflowbestandteil einfließen lassen wollen … hier erzählen wir von den SEO-Maßnahmen für unsere Unternehmens-Websites. Aber alles der Reihe nach: wie kam es dazu, was war der Anlass?

SEO-Maßnahmen für Corporate Websites

Seit Ende März laufen bei uns intensive Arbeiten rund um Suchmaschinenoptimierung für unseren Shop. Dazu haben wir hier einen Erfolgsbericht veröffentlicht, der einen detaillierten Einblick in unsere SEO-Arbeiten gibt – siehe Link im vorigen Satz. Während der Shop mit seinen über 500 Produkten und gut und gern 50 Kategorieseiten und Themenwelten ganz klare E-Commerce-Ziele verfolgt, verhält es sich bei unserer Agenturseite etwas anders. Hier geht es ausschließlich darum, über Google gefunden zu werden und den Besucher von uns als Agentur zu überzeugen oder als künftiger Arbeitgeber attraktiv zu wirken. Wobei es kaufmännisch gesehen bisher nicht notwendig war, dass unsere Agenturseite mit Suchbegriffen zu unseren Kompetenzen zwingend oben stehen musste. Das Gros unserer Projektanfragen generieren wir in der Tat über die Empfehlung bisheriger Kunden, also ohne aktive Akquise durch Mundpropaganda aus dem Netzwerk.

Eine Shopsoftware ist äußerst komplex – und die OnPage-Optimierung gestaltet sich dadurch etwas langwieriger. Jens Hammerschmidt und Stefan Riedl aus meinem Team übernahmen die inhaltlichen Anpassungen, flankiert von Stefan Petri, der hin und wieder für technische Änderungen in der Programmierung hinzugezogen wurden. Im Ergebnis stecken gut und gern volle drei Monate Arbeit in der Suchmaschinenoptimierung unseres Online-Shops. Die ersten Erfolge sind bereits spürbar: Trotz sommerlichen Temperaturen seit April und Rekordhitzeperioden bis heute sowie die für unser Geschäft eher ungünstigen Wochen der WM verzeichnen wir keinen Besuchereinbruch. Viel eher ist unsere Shop-Sichtbarkeit auf Google um mehr als 50 Prozent laut Google Search Console gestiegen. Normalerweise ist die Ferienzeit unsere Saure-Gurken-Zeit. Die Leute sind lieber im Urlaub oder am Baggersee als vor dem Rechner. Verständlich. Aktuell stimmen die Zahlen im Shop. Ich bin überzeugt, der Grund liegt nicht nur in den sehr guten Produkten, die wir anbieten, sondern in der erhöhten Auffindbarkeit dank der Suchmaschinenoptimierung der vergangenen Monate. Hoher Personal- und Zeiteinsatz seit Ende März, ja, aber im Ergebnis ein fiskalischer Hebel, der jegliche Investition rechtfertigt und mittelfristig amortisiert.

„Das Crawling über Seobility war für uns wie ein Stresstest, bei dem die technische Basis im Kontext mit den redaktionellen Inhalten nach OnPage-Kriterien geprüft wurden. Die 66 Prozent als Ergebnis passten nicht wirklich zu unserem Selbstverständnis. Ein wichtiger Lernprozess setzte ein.“

Aus diesem Interesse heraus, denn ich habe bei jedem Prozentsprung nach jedem anstoßenen Crawling ordentlich mitgefiebert, legte ich parallel zu unserer Shop-Optimierung auch unsere Agentur-Website als Projekt bei Seobility, die von uns eingesetzten SEO-Software, an und ließ 4eck-media.de am 12. Juli erstmalig vollständig auf alle Seiten crawlen. Fazit: 66 Prozent von 100 in der Gesamtwertung. Aufgeschlüsselt nach den Kategorien waren es:

  • 71 Prozent für Technik & Meta
  • 53 Prozent für Struktur
  • 74 Prozent für Inhalt

Im Selbstverständnis einer erfolgreichen Agentur kann ich nur sagen: Da haben wir uns schon mal besser amüsiert. Ja, es tut sogar ein bisschen weh.

In den letzten zwei Wochen habe ich die Inhaltsanpassungen bei der Suchmaschinenoptimierung für unsere Agenturseite selbst vorgenommen. Ein Entwickler hat zusammengefasst zwei Tage notwendige Anpassungen technischer Art umgesetzt. Das Meiste war demnach Fleißarbeit inhaltlicher Art – und zum Teil vollzog sich diese nur in der Meta-Ebene. Nach insgesamt 76 Crawlings ist unser aktuelles Ergebnis für uns ein besseres: 99 Prozent Technik & Meta, 100 Prozent Struktur und 97 Prozent Inhalt.

Seobility Score 4eck Media

Den Inhaltswert würden wir durchaus noch auf 100 Prozent hoch bekommen. Doch das wäre am Ende nur reine Kosmetik für den SEO-Score, weil es wenig Sinn ergibt, zum Beispiel eine bestimmte Mindestanzahl von 500 Wörtern bei alten Blogbeiträgen durchzupeitschen, was die SEO-Software empfiehlt. Diese Beiträge, die ich damit meine, müssen nicht unbedingt über Google Leute anlocken, da sie mehr der Unterhaltung als der Information oder dem Vertrieb dienen.

Wie sind wir vorgegangen bei der Suchmaschinenoptimierung?

In der Vergangenheit hatten wir schon mit kommerziellen SEO-Tools gearbeitet. Darunter Smart Sistrix und SEO-Profiler. Im Ergebnis hatten wir zur Nutzung einen vierstelligen Betrag im Jahr ausgegeben, aber richtig implementiert in unser daily business wurden diese Tools nicht. Es gab einige Sprints, bei denen wir ein paar Sachen an unseren Websites veränderten, aber das war es auch schon. Seobility, das SEO-Tool, mit dem wir seit Ende März intensiv arbeiten, entdeckte ich durch Zufall. Ich suchte nach einem OnPage-Tool zum Test unseres Shops, da wir eine kleine technische Änderung vorgenommen hatten. Die ersten Crawlings, bei dem die Software unsere Seite komplett erfasst und nach bestimmten Erfordernissen und Abfragen prüfte, zeigten einigen Handlungsbedarf – ähnlich wie bei unserer Agenturseite später. Und so haben meine Jungs dann die SEO-Maßnahmen für den Online-Shop realisiert. Lest euch einfach mal den Beitrag durch, was technisch und inhaltlich alles angefasst und verändert wurde. Dann erhaltet ihr einen detaillierten Überblick.

Um mal ein Gefühl zu bekommen, wie wir vorgehen: Wir rufen Seobility auf, entweder die Oberkategorie Meta & Technik, Struktur oder Inhalt. Dann erhalten wir eine Liste mit den Auffälligkeiten aus dem letzten Crawling sowie den Veränderungen, die seit dem letzten Crawling eingetreten ist. Hier seht ihr einmal eine Liste, wie das ausschaut (allerdings nicht unser Projekt, sondern einer Fremdseite, die wir beispielhaft crawlen ließen, da bei uns nahezu alle Fehler beseitigt und Hinweise realisiert wurden):

Meta & Technik Liste Seobility

Mit Klick auf „Zur Liste“ bekommt man genaue Informationen, was auffällig und zu tun ist. Und man legt los. Nach dem allerersten Crawling wirkt es nach einer echten Sysiphos-Arbeit. Allerdings lassen sich bereits technisch viele Probleme beheben. Es kann also sein, dass ein Entwickler innerhalb von 10 Minuten Hunderte Fehler einer Position mit einer Handlung korrigieren kann. Es läuft ein bisschen tatsächlich nach dem Pareto-Prinzip: 80 Prozent der Fehler lassen sich mit 20 Prozent Zeiteinsatz beheben. Für die fehlenden 20 Prozent benötigt man die restlichen 80 Prozent der verfügbaren Zeit – so jedenfalls mein Gefühl. Die letzten Prozentpunkte sind dann echt zäh zu erreichen.

Hier sei in aller Kürze aufgelistet, welche Fehler, die mir Seobility ausgab, beseitigt sowie welche Handlungsempfehlungen vollzogen wurden. Dazu gehörten vor allem:

  • Verbesserung der Seitentitel sowie Hauptüberschriften
  • Fehlende oder inhaltlich irreführende Meta-Descriptions korrigiert
  • Schlagworte in Seitentiteln mit den Überschriften und Inhalten vereinheitlicht
  • Überschriften (H1, H2, H3, H4) strukturiert aufgebaut
  • Unnötige Überschriften entfernt, die strukturell gar keine Überschriften waren
  • Fett gezeichnete Textblöcke neu ausgezeichnete
  • Meta-Informationen zu den Bildern festgelegt
  • Rechtschreibfehler und Tippfehler korrigiert
  • Ausgehende Links, die bereits auf 404-Seiten führten, korrigiert
  • Unnötige Weiterleitungen entfernt bzw. direkt richtig verlinkt

Da wir im Agenturblog bereits knapp 300 Beiträge haben, erstaunte es mich, wie im Laufe der Jahre viele Linkziele zu anderen Seiten auf 404-Fehler führten und von außen eingebettete Bilder nicht mehr verfügbar waren. Tatsächlich wurde dieser OnPage-Sprint zu einem Werkzeug der Qualitätssicherung. Technisch gesehen ist der Code wieder ganz dicht an moderne Webstandards herangerückt mit einem validen Aufbau. Dadurch sind die vorhandenen Inhalte deutlich leichter von Suchmaschinen erfassbar und in der thematischen Gewichtung zuordenbar. Inhaltlich wurde jede Seite geprüft und in Teilen neu strukturiert, fehlende Meta-Angaben ergänzt und Artikel zu inaktuellen Themen wurden entfernt, weil sie für Besucher wenig informativen Wert haben. In Summe wurden ca. 30 Beiträge offline genommen.

Welche SEO-Learnings konnten wir dabei mitnehmen?

Suchmaschinenoptimierung einer Website besteht nicht nur in der OnPage-Optimierung, wie in diesem Fall. Dazu gehören auch einige OffPage-Optimierungen, wie der Aufbau von Links von anderen Websites auf die eigene. Dazu zählen aber auch Performance-Optimierungen, d. h., die Sicherstellung, dass die Website sowohl systemseitig als auch vom Server her rattenschnell ausgegeben wird. Wir nutzen da als Tool zur Bewertung GTmetrix. Früher nutzten wir dazu auch Google PageSpeed, allerdings ist GTmetrix umfangreicher und bietet zudem ergänzende Handlungsempfehlungen. Weiterhin zählt zur Suchmaschinenoptimierung bzw. zu den wichtigen Rankingfaktoren, dass die Website für mobile Auflösungen (Smartphone/Tablet) optimiert und ebenfalls vertrauenswürdig ist. Vertrauenswürdig heißt, dass diese über ein SSL-Zertifikat verschlüsselt ist, dass immer etwas Bewegung auf der Seite stattfindet durch neue Inhalte und dass die Softwareversionen sowohl serverseitig als auch vom CMS her nicht veraltet sind. Wenn dann noch Bewertungen von Facebook, Google oder bestimmten Bewertungsportalen mit der Website verknüpft sind, stehen die Chancen nicht allzu schlecht, weiter oben in der Google-Trefferliste zu landen. Bei lokalen Suchanfragen ist es dann sogar noch einfacher, weil der Wettbewerb nur regional erfolgt und die Mitbewerber, nun ja, oft so sind, wie sie halt sind.

Zwei wichtige Learnings möchte ich aus unseren SEO-Maßnahmen in jedem Fall mitnehmen und allen Websitebetreibern nahelegen:

  1. OnPage-Optimierung und die Messung der OnPage-Qualität über Tools wie Seobility sollten bei einem Launch oder Relaunch unter dem Punkt Qualitätssicherung (Qualitätsmanagement & Testing) im Workflow fest implementiert sein. Von jeher achten wir darauf, dass Kundenprojekte mit einer äußerst guten Performance übergeben werden. Dass unsere Entwickler nach modernen Webstandards programmieren, versteht sich von selbst. Dennoch programmieren Menschen und keine Maschinen. Und nicht jeder, der Inhalte redaktionell in die Website einpflegt, ist auch ausgewiesener SEO-Experte. Wir waren selbst überrascht über das mittelmäßige Ergebnis nach dem ersten Crawling bei unserem Shop und bei unserer Agenturseite. Als Learning nehmen wir mit, dass sowohl bei unseren eigenen als auch bei unseren Kundenprojekten ein Check über Seobility erfolgt, um einen sehr gute OnPage-Qualität vor Onlinestellung garantieren zu können.
  2. SEO ist ein ständiger Prozess. Google verändert und erweitert seine Rankingfaktoren. Websitebetreiber müssen nachjustieren. Es ist gut und sinnvoll, wenn eine regelmäßige Überwachung der eigenen Website erfolgt – von innen wie von außen. Beispielsweise crawlt Seobility jede Woche automatisch die Website und meldet uns via E-Mail die Ergebnisse und Rankingveränderungen. So wird sichergestellt, dass einerseits durch neue Inhalte oder Websiteänderungen nach wie vor alles in Ordnung ist und andererseits auch alles gemäß aktueller Anforderungen durch Google erfüllt wird auf der Website. Denn uns ist klar, hinsichtlich SEO gab es sehr vieles, was wir bisher nicht wussten. Und vermutlich gibt es noch viel mehr, was wir wissen sollten. Da ist es sinnvoll, wenn so ein SEO-Tool wie ein externer Berater verstanden wird, der regelmäßig alles technisch und inhaltich auf Herz und Nieren checkt.

Jetzt, da unsere ersten beiden Projekte mit Shop (98 Prozent) und Agenturseite (99 Prozent) erstmal aufgearbeitet sind, ist die regelmäßige Aktualisierung ein Leichtes. Man muss nur erst einmal ran und die Nachlässigkeiten der vergangenen Jahre aufholen. Dann geht es! Und der Effekt kann riesig sein. Unser Shop verzeichnet bereits jetzt mehr als eine 50 Prozent höhere Sichtbarkeit auf Google laut der Google Search Console. Was das in Umsatz ausmachen kann im E-Commerce, lässt sich schnell ausrechnen. Für die Agenturseite bin ich auf die Zahlen gespannt, die wir über Google Analytics und die Search Console in den nächsten Monaten messen werden.

Wir sind in jedem Fall heiß und bleiben auch weiterhin auf die Suchmaschinenoptimierung fokussiert. Damit wir alle Hintergründe und Maßnahmen noch besser verstehen und mit kommenden OffPage-Optimierungen abrunden können, haben wir uns jüngst noch etwas Literatur besorgt. Für uns heißt es also Feuer frei für neue SEO-Erfolge!

Link zum original Blogeintrag bei 4eck Media


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Case Study 2: Suchmaschinenoptimierung bei Online-Shops: ein Erfolgsbericht

Suchmaschinenoptimierung bei Online-Shops: ein Erfolgsbericht

Wie man sich zweifelsohne denken kann, fordern Online-Shops ein extrem hohes Maß an Pflegebedarf ein und so kam es leider auch, dass die sagenumwobene Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO (search engine optimization) einfach über einen viel zu langen Zeitraum auf der Strecke blieb. Zu lange haben wir uns auf andere (und nicht weniger wichtige) Bereiche des E-Commerces gestürzt – allen voran die Konzeption und Realisierung von ca. 100 Produkten pro Jahr. So müssen wir jetzt mit gesenktem Haupt zugeben, dass wir das SEO-Thema über Jahre recht stiefmütterlich betrachteten. Um so wichtiger ist es, da wir inhaltlich sehr gute Produkte haben, diese aber nach unserem Geschmack und für die hohe Qualität und den großen Nutzen einfach noch zu wenig gefunden und damit gekauft werden.Mittlerweile war es also höchste Zeit, dieses eigenwillige, umsatzrelevante Thema endlich tatkräftig anzugehen und ihm eine Gleichbedeutung im allgemeinen Bearbeitungs-Workflow zuzusprechen. Heute präsentieren wir unseren Erfahrungsbericht zum momentanen SEO-Prozess, bei dem wir aus dem Dunkel treten und ein erfolgsversprechendes Licht am Ende unserer arbeitsintensiven Reise quer durch den SEO-Dschungel sichtbar wird. Viele Informationen mögen sehr detailliert anmuten, weswegen wir auch leicht nachvollziehbare Beispiele eigener Produktseiten darstellen.

„Eine fundierte Keyword-Recherche über Google AdWords‘ Keyword-Planer half uns herauszufinden, was Menschen bei Google suchen und wie hoch der Wettbewerb für diese Suchbegriffe tatsächlich ist – wichtige Schritte, um ein Ranking bei Suchmaschinen überhaupt möglich zu machen.“

Teil 1: Keyword-Recherche mit Google AdWords

Unser erster Schritt zum großen Frühjahrsputz galt der sogenannten Keyword-Recherche – was es damit auf sich hat, erklären wir gleich. Fakt ist jedoch: Das beste Produkt wird zum Ladenhüter, wenn niemand es sieht. Das gilt im Supermarkt um die Ecke ebenso wie im Netz. Während offline die Sortierung in den Regalen den Verkaufserfolg mitbeeinflusst, ist im Digitalen in erster Linie das berühmt-berüchtigte Ranking in den Suchmaschinen das Maß aller Dinge. Was nun dieses betrifft, möge Asche unser Haupt bedecken – denn unser Shop glänzte weder innerlich noch äußerlich mit Google-freundlicher Sprachgewalt. Noch schlimmer: Über die Jahre hinweg ist der Shop stetig gewachsen, von vormals 50 auf mittlerweile über 500 Produkte – das SEO hingegen blieb unberücksichtigt.

Bei der Produktpräsentation lag unser Fokus darauf, den Seitenbesuchern bestmöglich darzustellen, was beim potenziellen Objekt der Begierde alles enthalten ist. Großen Wert legten wir also auf die Cover-Designs, die Aufbereitung von Beispielbildern, das Einfügen von Videomaterial und Erstellen umfassend informierender Texte. Eigentlich logisch, da visuell sofort sichtbar. Auf der Strecke blieb nur die Suchmaschinenoptimierung. Zwar finden sich manche Produkte wie unsere Vorlagen für Geburtstagszeitungen bei Google & Co auch ohne weiteres Zutun ganz passabel positioniert. Doch derart moderate bis zum Teil gute Platzierungen basierten eher auf dem Zufall. Und leider ist auf den Zufall weder kurz- noch langfristig Verlass.

Der Willkür und dem Zufall mochten wir das Ranking unserer Produkte im Rahmen der ausgerufenen SEO-Offensive nicht länger überlassen. Wie es bei liegen gebliebenen Hausaufgaben so ist, tat sich zu Beginn unversehens ein beachtliches Gebirge an To-do’s auf. Empfehlung: Einfach nicht einschüchtern lassen und anfangen! Salamitaktik eben. Große Aufgaben in kleine zerlegen und abarbeiten. Wir packten an und kraxeln seither die suchmaschinenoptimierende Steilwand hinauf, woraufhin wir die Sichtbarkeit unserer Produkte bei Google & Co nachweislich verbessern! Widmen wir uns also zu Beginn dem passenden Werkzeug zur Findung von Keywords – also Suchbegriffe, die von Suchenden bei Google eingegeben werden und zu unseren Produkten passen …

Keyword-Auswahl mit Google Ads (ehemals Google AdWords)

Inhalte für den Leser – das war und wird auch weiterhin oberste Priorität sein. Verstärkt soll aber auch die Suchmaschine die für ein Ranking notwendigen Signale bekommen, schließlich liest Google & Co. ja auch, weswegen Schlagwörter und Metaangaben her mussten. Solche, die unsere Produkte möglichst zielgenau beschreiben, aber auch solche, die von Menschen überhaupt gesucht werden. Ein spannender Spagat.

Bereits vor unserer SEO-Offensive schossen wir nicht vollständig ins Blaue hinein, aber amüsant war es schon, denn für neue Produkte wählten wir natürlich thematisch passende sowie leseransprechende Titel aus. Wörter wie ultimativ kam gerne dabei heraus, womit Google überhaupt nichts anzufangen wusste. Zugegebenermaßen sucht auch niemand wörtlich bei Google nach ultimativen hot shit. Zudem verbauten wir in den Texten Wörter, die uns einfach „wichtig“ erschienen. Vieles ergibt sich auch von selbst – so ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass ein Text zu einem InDesign-Training das relevante Keyword indesign training enthält.

Doch wer weiß? Vielleicht wird im Netz ja viel öfter nach indesign tutorial oder indesign kurs gesucht? Eventuell umschreibt indesign einführung oder indesign grundlagen das Produkt gar noch besser? Wie sieht es mit der Kombination aus indesign und video aus? Und haben wir nicht doch das alles entscheidende Wort übersehen?

Wir wussten es nicht und das Gefühl trug uns mehr als eine Strategie. Um konkrete Antworten auf derlei Fragen zu erhalten, bemühten wir Google Ads nun um ein vielfaches mehr, als wir es zu Beginn taten. Neben anderen Funktionen verfügt Ads über den sogenannten Keyword-Planer. Man gibt ein Wörtchen beziehungsweise ein paar Wortkombinationen ein, um sich zum Thema entsprechende Keyword-Ideen anzeigen zu lassen – sprich das, was Menschen als Suchbegriff typischerweise eingeben.

Zudem wird unter anderem dargestellt, wie oft ein Schlagwort im Monat durchschnittlich angefragt wird und wie stark der Wettbewerb darum ausfällt. Mit anderen Worten geben die beiden Parameter Auskunft darüber, wie viele Menschen man mit einem Keyword potenziell erreichen kann und wie herausfordernd es sich angesichts der Konkurrenz gestaltet, für das Keyword eine gute Platzierung zu erreichen.

Aktuell konzentrieren wir uns auf Schlagwörter, bei denen der Wettbewerb gering ausfällt. Nicht immer ist das möglich. Um manche Themen wie zum Beispiel Bewerbungsvorlagen reißen sich so viele Anbieter, dass nahezu alle Keyword-Ideen einen hohen Wettbewerb aufweisen. Ist dies der Fall, nehmen wir die Herausforderung natürlich trotzdem an. Parallel dazu richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die monatlichen Suchanfragen. Klar: je höher der Wert, umso mehr potenzielle Kunden, umso besser. Im Umkehrschluss bedeutet das aber keineswegs, dass immer der höchste Wert entscheidungsgebend ist. Priorität hat, dass das Thema unseres Produkts durch das Keyword bestmöglich beschrieben wird.

Zu diesen Überlegungen gesellt sich ein weiterer Aspekt: Nicht selten kommt es vor, dass ein Schlagwort bereits für ein anderes Produkt unseres Shops vorgesehen ist. Um uns quasi nicht selbst Konkurrenz zu machen, wählen wir dann, wenn möglich, Alternativen. Schließlich beziehen wir auch die Möglichkeit ein, mehrere Keywords für ein Produkt auszuwählen, wobei wir uns im Regelfall auf maximal drei beschränken. Diese Variante bringt aber ganz neue Herausforderungen mit sich, wenn es gilt, die Keywords in einer Produktbeschreibung sinnvoll „zu verbauen“. Manche Wortakrobatiken führten dabei schon zu Kopfschütteln unter menschlichen Lesern – eine wichtige Erfahrung.

Zusammenfassend lassen sich die Parameter, nach denen wir Keywords (momentan) auswählen, auf folgende fünf Punkte bringen:

  • Das Keyword soll das Thema des Produkts bestmöglich beschreiben.
  • Der Wettbewerb um das Keyword soll möglichst gering ausfallen.
  • Die Anzahl durchschnittlicher monatlicher Suchanfragen soll möglichst hoch sein.
  • Mehrere Produkte zu einem ähnlichen Thema sollen möglichst nicht auf dasselbe Keyword optimiert werden.
  • Mitunter werden bis zu drei Keywords kombiniert.

Diesen Aspekten folgend entnahmen wir für das neue InDesign-Training von Stefan Riedl aus der Google Ads-Liste möglicher Keywords so zum Beispiel die Kombination indesign lernen, die weiter unten zu finden ist. Warum? Mittlerer Wettbewerb mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat. Gute Chancen also für ein sehr gutes Ranking.

AdWords - Screenshot
Liste mit Keyword-Ideen zum Suchbegriff indesign tutorial. Abgesetzt das von uns gewählte Keyword indesign lernen. (Screenshots Google AdWords)

„Zur Optimierung unseres Online-Shops nutzten wir Seobility – das Tool wühlt sich quer durch alle Seiten, lieferte anschließend glasklare Auskunft über den Stand und die Qualität unseres Shops und was noch wichtiger ist: Der Abschluss-Report zeigt natürlich auch konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, denen wir wie eine Guideline folgen konnten.“

Teil 2: Hilfe bei der Analyse und grobe Schnitzer ausräumen

Nachdem wir im ersten Teil entdeckt haben, anhand welcher Kriterien wir für unsere Produkte mittels Google Ads Keywords auswählen, galt es nun, Dutzende Aspekte die von den Metaangaben einer Seite bis hin zu Technik, Struktur oder auch den Links von externen Seiten reichen, in Ordnung zu bringen. Wie für die Keyword-Recherche, so musste auch hierfür ein Werkzeug her. Eines, das uns Überblick verschafft, und eines, das uns auf unserer beschwerlichen Optimierungstour mit Rat und Hinweis an die Hand nimmt – quasi eine Art Radar, quer durch den Nachtflug der SEO-Optimierung. Nach einem Ausprobieren hier und da landeten wir schließlich bei Seobility.

Ein knapper Blick auf die Funktionen von Seobility

Seobility kommt zur Analyse einzelner Seiten mit einem SEO-, Keyword- und Ranking-Check daher und bietet eine Möglichkeit zum SEO-Vergleich zweier Seiten sowie ein WDF-IDF-Tool. Mit diesen Funktionen lassen sich also Einzelseiten wie zum Beispiel die Produktseiten unseres Shops auf Keywords hin optimieren. Darüber hinaus können Projekte angelegt werden – Projekte wie unsere Shop-Domain. Seobility analysiert die Seiten des Projektes mittels Crawling, das ist ein Wühlprozess, der je nach Umfang länger oder kürzer dauern kann. Bei uns etwa 20 Minuten. Das Ergebnis umfasst glasklare Auskunft über die Qualität der Onpage-Optimierung, die angezeigten Backlinks und die Platzierungen von Seiten für ausgewählte Keywords und natürlich konkrete Handlungsempfehlungen.

Screenshot Seobility
Überblick über die Funktionen von Seobility. Roter Rahmen: Tools zur Optimierung von Einzelseiten. (Screenshot Seobility)

An diesen Punkten setzten wir mit der Suchmaschinenoptimierung an

Wenig Sinn hätte es wohl ergeben, wenn wir uns direkt auf die Details, sprich auf einzelne Keywords gestürzt hätten. Stattdessen lieferte uns Seobility zahlreiche Hinweise, die das Große und Ganze be(s)trafen und die zuvorderst erst einmal bearbeitet werden mussten.

Das erste Crawling unseres Shops lieferte Ergebnisse, die – sagen wir es so – eher mittelmäßig ausfielen: Im Bereich „Technik & Meta“ lagen wir bei einem Optimierungsgrad von 69 %. Bei der „Struktur“ brachten wir es immerhin auf 77 %. Der „Inhalt“ wollte uns mit 69 % auch nicht so recht überzeugen. Wochen später, sind wir in allen Bereichen ins Grüne gesprungen. 91 %, 98 %, 81 % als Zwischenstand – das große und grobe Aufräumen ist vollbracht.

Screenshot Seobility: Das Seobility-Dashboard zeigt unterschiedliche Bereiche
Die Optimierungsgrade unseres Shops in den Bereichen „Technik & Meta“, „Struktur“ und „Inhalt“ (Screenshot Seobility).

Zu jedem der benannten drei Bereiche stehen in Seobility einzelne Seiten zur Verfügung, die den Optimierungsgrad unseres Projektes anzeigen, darunter folgen nach Wichtigkeit sortierte Fehler und Hinweise.

Im Folgenden ein Blick auf den Zwischenstand von Mai 2018 unseres Shops im Bereich „Technik & Meta“. Hier wird ersichtlich, wohin die Reise für uns in etwa ging. Wo es jetzt heißt „Auf 242 Seiten wurden Probleme mit Überschriften und deren Struktur ermittelt“ oder „Es wurden 141 Seiten mit verbesserungswürdigem Seitentitel gefunden“, standen vor unserem Optimierungsprozess noch ganz andere Zahlen …

Screenshot Seobility: Fehlerreport durch Seobility während der SEO-Optimierung
Fehler im Bereich „Technik & Meta“, die Seobility nach der Analyse unseres Shops aufzeigt. (Screenshot Seobility)

Fehler finden und Maßnahmen ableiten

In der Praxis galt es, sich den jeweiligen Fehlern und Hinweisen zu widmen. Seobility half uns dabei, den Wald vor lauter Bäumen auch zu sehen, während Mouseover-Informationen prägnant Auskunft über die Art des Fehlers und wie wichtig dieser für die Suchmaschinenoptimierung ist, gaben. Klickt man nun auf einen der oben sichtbaren Parameter, erscheint eine Liste mit all jenen Seiten, die von dem Fehler betroffen sind. Zudem wird detailliert dargelegt, um welches Problem es sich jeweils genau handelt.

Im folgenden Beispiel seht ihr alle 13 Seiten unseres Shops, bei denen Fehler in der Verwendung von Strong-Tags festgestellt wurden – also beim Einsatz von fett markierten Textstellen. Manchmal haben wir diese zu lang gewählt (mit mehr als 70 Zeichen), manchmal haben wir dieselben Wortfolgen mehrfach fett markiert („Duplikat“) und einmal verwenden wir gar zu viele Strong-Tags auf einer Seite. Dieserart Übersichten geben uns klare Handlungshinweise darüber, auf welchen Seiten wir welche Maßnahmen vornehmen müssen – es ist wie eine SEO-Route durch den Dschungel, die wir listenartig abarbeiteten.

Fehlerbehaftete Detailseiten aus dem SEO-Report von Seobility
Liste mit Seiten unseres Shops, die Fehler bei der Verwendung von Strong-Tags aufweisen. (Screenshot Seobility)

Von Strong-Tags, Überschriften und Tippfehlern

Hier nun alle Parameter einzeln zu benennen, die wir bearbeiteten, würde den Rahmen sprengen. In der Kurzfassung bedeutete die Maßnahme für uns bspw. die Richtigstellung von Überschrift-Hierarchien: H1, H2, H3 und manchmal H4 (auf jeder Produktseite). Weiterhin entfernten wir Tippfehler, die uns Seobility anzeigte und die weder Leser mögen noch Google besonders schätzt. Auf dem Programm stand auch die Hinterlegung von Alt-Tags in all jenen Bildern, wo wir es einst schlichtweg vergessen hatten. Problematisch für die Suchmaschine ist zudem, wenn ein Wort zwar im Titel einer Seite auftaucht, dann aber nicht im Text derselben Seite wieder aufgegriffen wird, usw. Abschließend eine unvollständige Liste jener To-dos, die wir in Bezug auf die grobe Suchmaschinenoptimierung abgearbeitet haben:

  • Zu lange und zu kurze Seitentitel sowie H1-Überschriften
  • Zu lange, zu kurze oder fehlende Meta-Descriptions
  • Wortwiederholungen in Seitentiteln
  • Strukturprobleme in den Überschriften (H1, H2, H3, H4)
  • Zu lange, zu viele, doppelte und leere Strong-Tags
  • Fehlende Alt-Attribute bei Bildern
  • Keywords aus Seitentitel oder H1-Überschrift tauchen nicht im Text auf
  • Tippfehler
  • Seiten mit zu vielen oder zu wenigen internen Links
  • Seiten mit großem Abstand zur Startseite (die von da aus mit mehr als 4 Klicks erreichbar sind)

Insgesamt drehten mehrere Jungs von uns sicherlich zwei bis vier Runden, bis alle für uns vordergründig relevanten Aspekte in den uns wichtigen Shop-Bereichen bearbeitet waren. Und wenn die Arbeit zwischendurch zu „schweißtreibend“ ausfiel, motivierten uns immer wieder die in Seobility beobachtbaren Prozentsprünge. Es fühlt sich so an wie damals zu Kinderzeiten, als man am Fenstersims der Küche Kresse säte – man prüft täglich das Tool vor Neugierde und lässt alle paar Stunden den Crawler die Domain rundum prüfen, ob der prozentuale Wert steigt und sich nach oben hin korrigiert. Ein echt gutes Gefühl. Und gerade dieser Gamifaction-Ansatz der SEO-Software half uns, täglich am Ball zu bleiben und fiebernd die nächsten Prozentsprünge zu erarbeiten.

Im Fazit war dieser Schritt auch und vor allem eine Art Qualitätssicherstellung. Hier wurden nicht mehr funktionierende Weiterleitungen, 404-Seiten, doppelte Seiten etc. repariert und zusätzlich die Inhalte für User und Suchmaschinen leicht zugänglich und nach Gewichtung aufbereitet.

„Die Keyword-Recherche aus Schritt 1 und der Report zur Seitenqualität aus Schritt 2, wurden zusammengeführt. Beide Prozesse in Kombination ergeben Webseiten, die nicht nur auf bestimmte Suchbegriffe getrimmt sind, sondern auch einwandfrei von Google & Co. erfasst werden können.“

 

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Teil 3: Keywords wählen, Seiten optimieren, Ranking prüfen

Nach dem großen Aufräumen unseres Shops sind wir nun mitten in der Keyword-Optimierung angelangt. Grob umrissen bedeutet dies: Für jedes Produkt werden ein bis drei Keywords ausgewählt, für die das Produkt in den Suchmaschinen gut platziert sein soll. Nach der Auswahl der Keywords mittels Keyword-Planners von Google Ads heißt es dann, diese sinnvoll in die Produktseite einzubauen, wobei abermals Seobility hilft. Ein Best-Practice-Beispiel …

InDesign lernen – Top-10-Platzierung

Zuvor: Während des gesamten Optimierungsprozesses stellen wir immer wieder fest, dass ein bestimmtes Vorgehen für eine Seite nicht unbedingt und eins zu eins übertragbar ist auf andere Seiten. Wir haben ein Beispiel ausgewählt, bei dem die Suchmaschinenoptimierung wunderbar funktioniert hat. Was würden wir uns freuen, wenn das genau so für all unsere Seiten gelten würde – doch letztendlich muss man sich jeweils im Detail ansehen, welche Stellschraube wo noch zu justieren ist. Und natürlich hat auch das gewählte Keyword und dessen Wettbewerb entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Optimierung. Und diese Arbeiten bezogen sich auch ausschließlich auf OnPage-Optimierungen. Ein weiterer Hebel, der gerade bei hart umkämpften Suchbegriffen nötig wird, ist die OffPage-Optimierung. Aber das ist jetzt ein andere Thema.

Hier jedenfalls soll die Rede vom jüngsten InDesign-Training aus der Feder von Stefan Riedl sein, ein schönes Produkt aus unserem Online-Shop. Beim von uns gewählten Keyword indesign lernen (mittlerer Wettbewerb, durchschnittlich 110 Suchanfragen pro Monat) landet das Produkt bei Google Deutschland für die Desktop-Ansicht in den Top 10 – zumindest nach aktuellem Stand, was sich ja täglich ändern kann.

Bis sich das Training jedoch irgendwo auf Platz 5, 6, 7, 8 oder 9 einfand, dauerte es einige Wochen. Erst sah man es in den Top 50, dann ging es aufwärts in die Top 30. Geduld ist also mitunter gefragt – und siehe da: relativ stabil hält sich das Training seit Wochen irgendwo da oben in den Top 10 – sprich Seite 1 (Stand zur Veröffentlichung dieses Artikels: Platz 5).

Ranking und Platzierungen einer unserer Shop-Seite
Platzierung des InDesign-Trainings „InDesign lernen – Tutorial für Einsteiger“ bei Google Deutschland, Desktop-Ansicht (Screenshot Seobility).

Die Verwendung des Keywords

Wie funktioniert das nun? Einige Maßnahmen, die wir ergriffen haben, finden sich in dieser Dokumentation. Was die Suchmaschine bei der Verwendung eines Keywords abverlangt, mutet bisweilen merkwürdig an. Doch das ist eine andere Diskussion. Folgen wir einfach den Pfaden von Seobility, die offensichtlich notwendig sind, um bei Google und Co. ein Stück weit nach oben zu rutschen.

Zur Auswertung der Keyword-Verwendung auf einer Einzelseite bietet Seobility das entsprechende Analyse-Tool, den Keyword-Check. Hier wird also überprüft und angezeigt, wie gut das Keyword in der gesamten Produktseite des Shops eingesetzt ist. Wie bei den anderen Werkzeugen aus Seobility hilft hier zunächst eine zusammenfassende Prozentangabe, bevor es zu den einzelnen Stationen weitergeht. Grün ist immer gut 😉

Einarbeitung des Keywords in Produktseiten zur SEO-Optimierung
Zusammenfassung der Ergebnisse einer Keyword-Analyse einer Einzelseite (Screenshot Seobility)

Unterhalb des prozentualen Werts werden die Details zur Analyse angezeigt, die sowohl Hinweise auf Fehlstellen und zugleich Rat geben. Seobility betrachtet, ob das Keyword in den Metaangaben und im gesamten HTML-Inhalt einer Seite zielführend und mehrfach verwendet wurde. Außerdem wird die Domain und die URL betrachtet und angegeben, ob es sich bei dem Keyword um ein bekanntes Stoppwort (zum Beispiel mit oder und) handelt.

Im Prinzip muss man nach dem Aufsetzen eines Textes oder bei einer bereits existierenden Webseite „nur noch“ eines tun: Seobility prüfen lassen und den gegebenen Hinweisen folgen, bis der Optimierungsgrad im grünen Bereich liegt. „Nur noch“ steht im vorherigen Satz in Anführungsstrichen, da der Prozess je nach Seite und Keyword(s) mal mehr, mal minder umfangreich ausfällt. So gab es Seiten, die in 20 Minuten optimiert waren und andere, die gut und gerne 60 Minuten für sich beanspruchten. Ein paar Beispiele:

Das Keyword gehört natürlich in den Seitentitel, also in den Title-Tag. Der Title-Tag ist der einzeilige Überschriftentext, den Google in der Regel verwendet, um Suchergebnisse in seiner Liste anzuzeigen (blaue Schrift). Optimiert man eine Seite nicht nur auf ein Keyword, sondern mehrere, stellt sich stets die Frage: Welches davon ist das Wichtigste? Denn das sollte möglichst weit nach vorn im Title-Tag. Steht es weiter hinten, gibt es bei Seobility schon mal ein, zwei Prozente weniger.

„Gut abgestimmte Title-Tags (blaue Überschrift) und Meta-Description (schwarzer Beschreibungstext) in einer Webseite, führen zu diesem Output bei der Suchmaschine Google, siehe Bild rechts. (Anm.d.Red.: Bild unten)“

Title und Meta-Description von Google Suchergebnissen

Titel und Meta-Description bei der Ergebnis-Liste von Google. (Screenshot Google).

Natürlich muss das Keyword auch in die Meta-Description. Die Meta-Description ist jener Text, den Google unter der Überschrift als eine Art Link- bzw. Inhaltsbeschreibung ausspuckt (schwarze Schrift). Google experimentiert von Zeit zu Zeit mit der maximalen Länge der Description. Als wir mit unserer SEO-Offensive starteten, waren beispielsweise geschlagene 221 Zeichen möglich. Demzufolge schrieben wir fleißig Meta-Descriptions mit einer solchen Länge, schließlich kann man den verfügbaren Platz ja ausnutzen. Mitten in unserem SEO-Prozess scheint es nun, als sei Google wieder zurückgerudert. Aktuell liegt die Länge wohl irgendwo bei 145 Zeichen. Wunderbar – das gehen wir später dann wohl noch mal an 😉 – obwohl dieser Parameter schlussendlich ja für die Platzierung nicht ganz so entscheidend ist.

Bericht zur Optimierung von Meta-Angaben bei der SEO-Optimierung
Ist das Keyword in Titel und Meta-Description einer Seite vorhanden und steht es an der „richtigen“ Stelle? – Seobility gibt Auskunft (Screenshot Seobility).

Was den HTML-Inhalt betrifft, so schaut Seobility nach, ob das Keyword in der H1-Überschrift und generell in den Überschriften vorhanden ist, wie oft es im Text vorkommt und ob es auch hier und da mal fett markiert wurde. Eine Großbaustelle bei uns ist übrigens die Umbenennung der Dateinamen unserer Bilder. Zwar haben wir diese seit jeher immer sinnvoll bezeichnet. Doch da wir nun für jede Seite auch Keywords definieren, müssen eben diese dann auch in der URL, sprich irgendwo im Namen oder Speicherpfad des Bildes auftauchen z.B. /indesign-lernen-tutorial.jpg. Und das ist nur selten der Fall. Na dann – wird gemacht!

Bericht zur Korrektur von HTML-Inhalten zur SEO-Optimierung im Online-Shop
Wurde das Keyword im HTML-Inhalt der Seite an den „richtigen“ Stellen platziert? – Auch hier gibt Seobility Auskunft (Screenshot Seobility).

Sichtbar taucht das Keyword in genau dieser Kombination – indesign lernen – auf der Produktseite des Video-Trainings insgesamt sieben Mal auf. Förderlich erscheint, wenn es möglichst früh im ersten Absatz noch einmal aufgegriffen wird. Hinzu kommt die Erwähnung in einer H2- und einer H4-Überschrift und eine Fettmarkierung. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass auch das eingebettete Video eine Überschrift mit dem Keyword verpasst bekommen hat.

Videos sind im übrigen ohnehin ein wichtiges Merkmal, um Seiten für Google attraktiver zu machen – sofern diese auf der hauseigenen Video-Plattform YouTube gehostet sind (übrigens der zweitgrößten Suchmaschine der Welt). Nicht direkt sichtbar ist die Verwendung des Keywords in den Alt-Tags und Bezeichnungen der Bilder. Wenn ein User sich ein Video auf einer Produktseite anschaut, verweilt er länger auf dieser Seite. Google werte eine längere Aufenthaltsdauer als wichtiges User Signal und zieht den Schluss daraus, dass der Inhalt dieser Seite relevant ist … und rankt sie wieder etwas höher bei entsprechenden Suchanfragen in der Suchmaschine.

Verwendung und Einbau des Keywords in Produktseiten, hier in der Produktbeschreibung
Verwendung des Keyword „indesign lernen“ – hier in einer H2-Überschrift und im Titel des eingebundenen Videos.

Die SEO-Qualität einer Seite

Ist das Keyword eingebaut, lohnt schließlich noch ein Blick auf die Ergebnisse des SEO-Checks. Hier werden die Metaangaben noch einmal genauer beleuchtet und zum Beispiel die Fragen beantwortet, ob Seitentitel und Meta-Description die richtige Länge haben oder ob Probleme beim Zugriff auf die Seite auftauchen. Auch die Seitenqualität und hier bspw. der Text wird genauer analysiert mit Blick auf die Anzahl der Wörter, dem Anteil der Füllwörter oder die Satzlänge. Wie immer gilt: Passt etwas nicht, weist Seobility darauf hin und man darf nachlegen.

Beurteilung der Seitenqualität auf Basis von Keywords
Ausschnitt aus dem SEO-Check von Seobility (Screenshot Seobility)

Mit den bisherigen Ausführungen zur Suchmaschinenoptimierung unseres Shops wisst ihr in etwa, womit wir einen Gutteil des Tages verbringen – aktuell steht insbesondere die soeben dargestellte Keyword-Optimierung im Fokus und im Laufe der Bearbeitung gesellen sich natürlich auch immer wieder neue Lerneffekte hinzu.

„Durch die umfassenden SEO-Optimierungen verzeichneten wir 50 % mehr Sichtbarkeit – sprich, Einblendungen bei Google – als zuvor. Darüber hinaus ermittelte Google Analytics in unserem Online-Shop nachweisliche Peaks bei den Tagesbesuchern, die alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellen.“

Teil 4: Kategorien, Navigation und sichtbare Erfolge

Die ganze Suchmaschinenoptimiererei lud uns dazu ein, den Shop an sich noch einmal zu überdenken. Das lukrative Problem dabei: Eigentlich waren und sind wir ganz zufrieden mit dem, was da über die Jahre gewachsen ist. Insofern griffen wir in die bestehende Oberfläche schlussendlich nur geringfügig ein. Herausgekommen sind ein paar hübsche Features, die dem Nutzer einen Mehrwert in Navigation und Anschaulichkeit bieten. Kleine, feine Effekte im Vordergrund, die im Hintergrund dann aber doch nicht wenige Tage unsere Ressourcen an sich banden.

Das Ziel: alles Relevante auf einen Blick

Neben der Suchmaschinenoptimierung des Shops haben wir uns gleich noch ein paar Usability-Aspekten gewidmet. Auf den Seiten zu den einzelnen Produkten unseres Shops lassen wir es uns nicht nehmen, potenzielle Käufer umfassend zu informieren. Dafür steht insbesondere der Bereich der „Produktdetails“ weiter unten zur Verfügung. Hier werden neben der textlichen Beschreibung auch Beispielbilder angezeigt und Videos geboten. Ein Abschnitt, der allen Viellesern und Detailinteressierten möglichst umfassend Informationen zum Produkt an die Hand geben soll.

Ganz oben jedoch gilt es, die relevanten Informationen auf einen Blick darzustellen. Was will der Käufer auf einen Blick erfassen? Bildergalerien und Videos können jetzt direkt im Viewport (also der erste sichtbare Bereich einer Seite) angeklickt werden, was vorher nicht der Fall war. Also warum scrollen, bis der Finger versagt, wenn man die Information auch mit einem Klick haben kann?

Einführung von Themenwelten und Kategorien

Vielfalt wurde im Shop von Beginn an geboten, von Photoshop über InDesign bis Illustrator und After Effects decken wir alle Themen ab, die eine kreative Agentur mit Full-Service-Ansatz an Kompetenzen benötigt. Circa 50 Produkte waren es am Anfang. Die konnte man im Prinzip ganz gut auf einer Seite darstellen. Mittlerweile finden sich im Shop aber über 500 Produkte, wöchentlich kommen zwei neue hinzu und die Themen sind noch vielfältiger geworden. Tutorials, Texturen, Pinsel, Mockups, Illustrationen – Trainings zu ownCloud, Linux, die Microsoft Office- und Serif-Programme und so weiter … Kurzum: Mehr Übersicht musste her – und das zwingend.

Zwar war mit der zunehmenden Vielfalt und Anzahl der Produkte auch eine Art Übersicht und Struktur mitgewachsen. Systematisch und durchdacht erschien sie uns zuletzt jedoch nicht mehr. Daher setzten wir uns in mehreren Runden an den (digitalen) Tisch und diskutierten, wie wir all die Shop-Produkte in sinnvolle Kategorien neu sortieren und das Ganze dann technisch umsetzen können. Immer stellten wir uns die Frage, wie wir uns als potenzielle Käufer im Shop bewegen würden, wenn wir eine Lösung für unser Problem suchen. Das half enorm, in einfachen Schritten zu denken – eben aus Sicht des Kunden.

Hört sich einfach an. Dauerte aber, denn was das eine Köpfchen für gut befand, mochte das andere weniger. Dann tauchten da plötzlich Produkte auf, die sich der erdachten Kategorisierung völlig entziehen wollten. Andere wiederum sortierten sich aufdringlich in mehrere Schubladen ein.

Lassen wir es drei bis vier intensiv geführte Meetings gewesen sein, die es brauchte, bis ein System konzipiert war, das Sinn ergab und allen Beteiligten gefiel und auch dem Shop-Besucher zuvorkommend ist. Das Ergebnis: über 20 Themenwelten wie „Layout & Druck“, „Texturen & Overlays“, „Composing & Artwork“ oder „Audio & Video“. Für Besucher unseres Shops bietet dies den Vorteil, dass sie zielgerichteter in „ihre Themen“ eintauchen und relevante Produkte einfacher finden können. Die Anzeige der Themenwelten erfolgt direkt unter dem Titel eines Produkts – ein Klick darauf und man landet in der entsprechenden Themenwelt. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass in diesem Bereich auch jene Programme angezeigt werden, für die das Produkt ausgelegt ist. Gleichfalls eine Neuerung.

Einführung übergeordneter Kategorien in unserem Online-Shop
Neu ist die Anzeige von Produkt-Bewertung, Software-Kategorien und Themenwelten direkt unter dem Titel.

„Während der Arbeiten fokussierten wir uns auch Verbesserungen in der User-Experience und Usability, um Besuchern den Zugang zu Produkten leichter zu machen. Zum Beispiel durch separat eingeführte Kategorie-Seiten, sog. Themenwelten.“

Erstellung von Seiten für die Kategorien

Nun hätten wir einen Punkt setzen und Feierabend machen können. Doch so eine Kategorisierung ist mit der Kategorisierung eben nicht getan. Sowohl in Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit als auch auf die Suchmaschinenoptimierung galt es, die Seiten für die Kategorien auszugestalten. Klickt euch zum Beispiel in die Kategorie „Adobe InDesign“. Dort findet ihr nun eine Seite mit Video, Texten, den Produkten und mit drei blauen Buttons zur bequemen Filterung, die wir im Sinne der Usability und des schnelleren Findens angelegt haben.

Aufbau neuer Kategorieseiten im Online-Shop mit Bild, Text und Video
Über drei Buttons können auf den neuen Kategorie-Seite nun alle Inhalte zu einem Thema, nur Tutorials oder nur Assets dargestellt werden.

Am Ende?

Mit den vier Teilen zu unserer Suchmaschinenoptimierung des Shops wollten wir euch einen umfassenderen Einblick in einen Teil unserer aktuellen Arbeit geben. Danken möchten wir den Verantwortlichen und Entwicklern bei Seobility. Nachdem wir das Tool für uns getestet hatten, erhielten wir für unsere bisherigen Maßnahmen kostenlosen Zugriff auf das System.

Die Kategorisierung der Produkte war längst überfällig, ist weitestgehend abgeschlossen und kann künftig bei Bedarf einfach angepasst werden. In Bezug auf die Usability haben wir mit der Kategorisierung und dem Einbau von Bildergalerie sowie Trailer auf dem ersten Bildschirm einer Produktseite wirkungsvolle Verbesserungen erzielt. Bezüglich der Suchmaschinenoptimierung erliegen wir durch die ersten schlagkräftigen Erfolgt natürlich dem Gedanken, mit den erwähnten Maßnahmen im Handumdrehen plötzlich überall in den Top 10 aufzutauchen … Wir arbeiten daran 😉

Bei Seobility sind wir in den Bereichen „Technik & Meta“, „Struktur“ und „Inhalt“ mittlerweile von einem Optimierungsgrad von vormals 69, 77 und 69 Prozent auf 100, 99 und 94 Prozent geklettert. Insgesamt bedeutet das für die Gesamtoptimierung 98 Prozent! Eine Hausnummer, auf die wir sehr stolz sind. Wichtiger noch: Die Google Search Console zeigt uns, dass die Sichtbarkeit unseres Shops seit Beginn unserer OnPage-Optimierung um unglaubliche 50% gestiegen ist. Wir haben also deutlich mehr Impressions – sprich Einblendungen bei Google, was uns sagt, dass mehr Kunden unseren Sucheintrag auch finden. Auch verraten uns die Daten aus Google Analytics, dass wir nach der Optimierung einige extreme Spitzen bei den Tagesbesuchern im Shop verzeichnen konnten, das wir in den letzten 3 Jahren so nicht erreicht haben.

Die Google Search Console zeigt das Wachstum unserer Impressions bei Google
Diagramm der Google Search Console: zeitlicher Verlauf der Sichtbarkeit unseres Shops (wie oft werden Seiten des Shops täglich bei Google gesehen)

Die Suchmaschinenoptimierung bleibt für uns spätestens seit Beginn dieser Arbeiten ein steter, zu überwachender Begleiter. Was damals im Bearbeitungs-Workflow oft mittelmäßig betrachtet wurde, ist nun ein essenzieller Bestandteil unserer täglichen Maßnahmen. Mit dem Bisherigen konnten wir vor allem die Versäumnisse der vergangenen Jahre aufarbeiten. Die Bearbeitungsschritte sind zwar gewachsen, doch auch der Erfolg nahm exponentiell zu und nun heißt es: dranbleiben. Und sobald sich wieder Fehler beim Anlegen neuer Produkte einschleichen oder Google neue Rankingfaktoren hinzugefügt hat, schlägt unsere SEO-Software Alarm.

Wir sind mit unseren Eigenprojekten enorm gewachsen, konnten live testen, wie sich unsere Maßnahmen spürbar und nachhaltig in Erfolge verwandeln und haben im Bereich der SEO-Optimierung ein ganz neues Level erreicht. Nun gilt es, den Weg von der Platzierungen hin zur tatsächlichen Conversion zu ebnen, denn die beste Platzierung nützt am Ende natürlich nichts, wenn niemand auf den Link klickt und am Ende kauft … weiter geht es, wir sind auf einem guten Weg … und die nächsten Stationen auf unserem Weg heißen Conversionrate-Optimierung mithilfe von A-B-Tests.

Beste Grüße aus dem SEO-Team. Euer Stefan Riedl und Jens Hammerschmidt.


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Seobility Azubis überzeugen bei Cinestock SEO Contest

Achtung: Alle Informationen zum aktuellen SEO Contest 2026 findest Du auf der dedizierten Landingpage.

Vom 1. bis zum 31. August nahmen unsere Azubis Lukas, Philip und Alexander (von links nach rechts) erfolgreich am SEO Contest von Cinestock teil. Wie sie es geschafft haben, bei den vorderen Platzierungen mitzumischen, welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben und wie ihnen Seobility weitergeholfen hat, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

Der Cinestock SEO Contest

Cinestock SEO Contest

Bei einem SEO Contest handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer versuchen, mit einer beliebigen Website zu fiktiven, neu erfundenen Keywords das beste Ranking zu erzielen. Gewinner ist dabei in der Regel diejenige Website, die zu einem bestimmten Stichtag auf Position 1 in den Google Rankings steht. Solche Wettbewerbe bieten eine spannende Möglichkeit, nach Belieben mit unterschiedlichsten SEO-Strategien zu experimentieren. Neben dem Spaßfaktor können sie daher auch sehr lehrreich sein.

Die Cinestock GmbH veranstaltete im August einen solchen SEO Contest, bei dem die Teilnehmer die Aufgabe hatten, eine Website zu erstellen und mit dieser ein möglichst hohes Ranking für die Fantasiebegriffe „Black Hat Sith“ und/oder „White Hat Jedi“ bei Google zu erreichen. Interessierte konnten sich selbst für einen der beiden Begriffe (oder für beide) entscheiden und hatten dann einen Monat Zeit, um sich Platz 1 bei Google zu erstreiten. Ihrer Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Neu war an diesem Contest ein spezielles Punktevergabesystem. Dieses hatte Cinestock vor folgendem Hintergrund entwickelt: Plötzliche Rankingverluste am letzten Tag des Wettbewerbs sollten nicht dazu führen, dass Teilnehmer, die tagelang eine gute Platzierung hatten, am Ende trotzdem leer ausgehen. Aus diesem Grund wurden in der letzten Woche des Contests, also vom 27.08.-31.08., täglich Punkte an die ersten 40 Platzierungen in den SERPs vergeben. Die Website, die auf Position 1 bei Google stand, erhielt dabei 40 Punkte, Platz 2 bekam 39 Punkte usw. Wer zum Ende der Woche die meisten Punkte gesammelt hatte, ging als Sieger des Wettbewerbs hervor.

Als Belohnung wurden den Teilnehmern attraktive Preise in Aussicht gestellt. Diese reichten von Veranstaltungstickets über Siegerpokale bis hin zu kostenlosen Accounts für unterschiedlichste Tools.

Unsere Azubis Philip, Alexander und Lukas, die momentan ihre Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei der Seobility GmbH absolvieren, nahmen diese Herausforderung mit Freude an und konnten dabei einiges über die Erstellung und Suchmaschinenoptimierung einer Website lernen.

White Hat Jedi Restaurant vs. Black Hat Sith Blog vs. Imperiale IT-Crew

Mit viel Engagement und Kreativität machten sich die drei an die Arbeit und entwickelten drei Websites, die sich sehen lassen können. Für die Optimierung ihrer Seiten nutzten sie unser hauseigenes SEO-Tool Seobility. Die Vielzahl an Funktionen stellte sich dabei als sehr hilfreich heraus.

Lukas entschied sich für die Erstellung einer Homepage für ein fiktives Restaurant namens „White Hat Jedi“ – ein asiatisches Star Wars Restaurant in Nürnberg. Die Website schaffte es zwischenzeitlich bis auf Platz 39 der Rankings für das Keyword „White Hat Jedi“. Lukas konnte insbesondere von unserem WDF*IDF Tool und den Seobility Premium Features profitieren:

„Zum Beispiel habe ich das WDF*IDF-Tool verwendet, um SEO-optimierte Texte zu schreiben. Außerdem den Keyword-Check, um die Rankingfähigkeit meiner Seite für den Suchbegriff zu steigern.
Am meisten hat mir jedoch die Onpage Analyse von Seobility weitergeholfen, durch die ich technische, strukturelle und inhaltliche Fehler beheben konnte.

So kam es dazu, dass meine Website zwischenzeitlich sogar auf Platz 39 für das Keyword „White Hat Jedi“ gerankt hat.

Insgesamt bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, zumal es sich dabei um die erste Website handelt, die ich jemals SEO-optimiert habe.“

– Lukas Schneider

 

Alexander und Philip wählten hingegen die dunkle Seite der Macht und erstellten beide eine Website zum Keyword „Black Hat Sith“. Alexander nutzte hierfür ein klassisches Blog-Design und veröffentliche insgesamt fünf Artikel auf seiner Seite, welche ihm eine Bestplatzierung von Platz 17 in der letzten Woche und abschließend Platz 18 bescherten. Zwei der Artikel schrieb er selbst, die übrigen drei ließ er über ein Online Tool generieren. Zur Optimierung seiner Website nutzte er den SEO Check, den Ranking Check, den Keyword Check und das WDF*IDF Tool von seobility:

„Am hilfreichsten waren für mich das WDF*IDF Tool und der SEO Check. Mithilfe des WDF*IDF Tools habe ich meine Texte geschrieben und im Nachhinein habe ich mit dem SEO Check meine Website optimiert. Mit dem Ergebnis bin ich voll und ganz zufrieden. Ich habe durch den Contest einiges dazu gelernt und es war eine interessante Erfahrung.“

– Alexander Schreiner

Philip schuf ebenfalls eine Website zum Keyword „Black Hat Sith“, auf der er eine selbstgeschriebene Kurzgeschichte über die imperiale Black-Hat-Siths IT Crew veröffentlichte, die am Ende auf Platz 22 landete. Für ihn war der SEO-Contest eine willkommene Gelegenheit, selbst ein wenig SEO zu betreiben, zumal er dabei eines seiner Hobbys, nämlich das Schreiben, mit einfließen lassen konnte:

„Insgesamt kam die Geschichte wohl gut an, immerhin verzeichnete ich bald meine ersten Besucher und konnte mit dem Suchbegriff „Black Hat Sith“ am Ende irgendwo bei Platz 20 landen. Für meine erste Webseite und den ersten Optimierungsversuch gar kein schlechtes Ergebnis, denke ich!

Gerade das WDF*IDF-Tool hat für mich einen großen Teil ausgemacht, damit ich besser bei Google und Co. gefunden werden konnte; ich damit optimierte nicht nur für das eine Suchwort, sondern auf viele andere Wörter, die mit meinem eigentlichen Zielwort irgendwie zusammenhängen und von den bestplatzierten Seiten auch verwendet wurden.

Neben der vielen Daten, die ich zu Struktur und Inhalt meiner Webseite erhielt, habe ich auch noch das Ranking-Tool intensiv genutzt, um meine „Konkurrenz“ zu beobachten.

Der Contest hat mir so sehr gefallen, dass ich die Webseite auch weiterführen und noch einige weitere Geschichten veröffentlichen möchte. Wäre doch schade um die Mühe!“

– Philip Weisel

Letztendlich konnten also alle drei Nachwuchs-SEOs, auch dank Seobility, Erfolge verzeichnen und einiges aus dem Wettbewerb mitnehmen. Wir gratulieren ihnen zu diesem tollen Ergebnis und freuen uns, dass sie so weit gekommen sind!

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Wie du siehst, ist es auch mit einer neu erstellten Website gar nicht so schwer, auf den vorderen Positionen im Google Ranking zu landen. Entscheidend ist hierbei Geduld, Fleiß und natürlich das richtige SEO-Tool, das dir hilfreiche Tipps für die Optimierung deiner Website gibt. Mit Seobility hast du einen wertvollen Gehilfen im Kampf um die ersten Plätze in den SERPs.

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Impressumspflicht in Deutschland

Wer denkt, dass die Erstellung und Pflege einer Website nur rein technische Kenntnisse und Know-How bei der inhaltlichen Ausarbeitung erfordert, liegt falsch. Wichtige rechtliche Anforderungen müssen ebenfalls eingehalten werden. Eine davon ist die sogenannte Impressumspflicht in Deutschland. Unklarheiten darüber sind leider an der Tagesordnung. Regelmäßig wird bekannt, dass Websites, sogar von größeren Unternehmen, gegen die rechtlichen Anforderungen an ein Impressum verstoßen. Abmahnungen an den Betreiber der Website können dann leider die Folge sein.
Worum es sich bei der Impressumspflicht handelt, wer ein Impressum benötigt und welche inhaltlichen Anforderungen bei der Erstellung eines solchen erfüllt werden müssen, dazu soll der folgende Artikel Licht ins Dunkel bringen.

Was ist ein Impressum?

Das Wort Impressum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß “Hineingedrücktes” oder “Aufgedrücktes”. Bei einem Impressum handelt es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Herkunftsangabe. Das Impressum informiert, wer für den Inhalt der Publikation verantwortlich ist und haftbar gemacht werden kann. Das kann ein Autor, ein Verlag, eine Redaktion, ein Herausgeber oder ein Betreiber einer Website sein. Da diese Herkunftsangabe gesetzlich vorgeschrieben ist, spricht man von der Impressumspflicht, teilweise auch von einer Anbieterkennzeichnung.

Entstanden ist das Impressum schon lange Zeit bevor das Internet erfunden wurde, nämlich im Buchdruck. Dort war es im Fußbereich des Titelblatts zu finden und wies den Erscheinungsort, den Verleger und das Erscheinungsjahr des Buches aus. Häufig fand man dort außerdem Angaben zum Drucker oder zu Buchhändlern.

Wer braucht ein Impressum?

Generell benötigt jeder Anbieter von Telemedien, über die Geschäfte abgeschlossen oder in anderer Form Entgelt erzielt werden soll (z.B. über Werbung), ein Impressum. Unter Telemedien sind alle existierenden Informations- und Kommunikationsdienste zu verstehen, also auch Websites. Der Begriff Telemedien schließt aber auch Foren, Blogs oder Emails mit ein. Im Fall einer Website ist der Anbieter des Telemediums der Websitebetreiber oder das dahinter stehende Unternehmen. Die Impressumspflicht trifft beispielsweise sowohl auf einen Online-Shop als auch auf die Website eines Restaurants oder eines Blumenladens zu. Eine Website mit nicht geschäftsmäßigen Inhalten, die aber Werbung schaltet, unterliegt ebenfalls der Impressumspflicht.
Für Betreiber privater Websites ist es dabei oft unklar, ob die Impressumspflicht auch für sie gilt. Rein private Websites sind erst einmal nicht von der Impressumspflicht betroffen. Die Betonung liegt dabei auf den Worten “rein privat”. Darunter fallen nur Websites, die ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen. Eine rein private Website darf z.B. Inhalte über Hobbys und Freizeitvergnügen enthalten. Sobald werbliche Inhalte, wie Banner oder Affiliate Links zur Erzielung von Einnahmen eingebunden werden, zählt die Website aber schon nicht mehr als rein privat. Dies gilt auch, wenn der Betreiber mit der eingebundenen Werbung nur sehr geringe Einkünfte erzielt, beispielsweise auch nur zur Refinanzierung der Kosten für Hosting und Betrieb. Die Einbindung eines einziges Werbebanners kann also schon eine Änderung der rechtlichen Beurteilung für den Websitebetreiber zur Folge haben. Die Website wäre damit impressumspflichtig.
Das Landgericht Aschaffenburg entschied am 3.April 2012, dass die Impressumspflicht auch für Websites, die sich noch im Aufbau befinden, gilt. Für die Richter war unerheblich, ob sich eine Website im Aufbau befindet oder vollendet ist. Allein der Zweck der Website, nämlich ob diese geschäftsmäßig oder privat betrieben wird, war für sie ausschlaggebend.
Websitebetreiber, die sich unsicher sind, ob ihre Website ausschließlich als rein privat gilt, sollten vorsorglich ein Impressum einbinden. Dies gilt besonders für journalistische oder redaktionelle Inhalte, bei denen sich die Abgrenzung von rein privat zu geschäftlich sich oft schwierig gestaltet.

Rechtliche Lage in Deutschland

Die Impressumspflicht ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Folgende Gesetze haben dabei Einfluss auf die Anforderungen an ein Impressum.

Telemediengesetz (TMG)

Als wichtigstes Gesetz zur Impressumspflicht gilt das Telemediengesetz (TMG), speziell dessen §5. Es legt fest, dass geschäftsmäßige Anbieter von Telemedien (unter anderem Websitebetreiber) der Informationspflicht unterliegen. Diese muss im Fall einer Website über die Integration eines Impressums stattfinden. Die Informationen des Impressums müssen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar gehalten werden. Laut TMG muss ein Impressum nur verpflichtend ausgewiesen werden, wenn die Absicht vorliegt mit der Website Geschäfte zu machen oder ein Entgelt zu erzielen. Dabei ist es unerheblich, ob das Entgelt z.B. direkt über einen Online-Shop entsteht oder indirekt über die Einblendung von Werbebannern. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind nur rein private Websites.
Das Telemediengesetz legt außerdem fest, welche Informationen ein Impressum genau enthalten muss. Einzelheiten dazu sind im nächsten Abschnitt “4. Welche inhaltlichen Punkte muss ein Impressum enthalten?” zu finden.

Rundfunkstaatsvertrag

Der §55 des Rundfunkstaatvertrags legt ebenfalls fest, dass Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, ihren Namen und ihre Anschrift veröffentlichen müssen, bei juristischen Personen zudem der Namen und die Anschrift des Vertretungsberechtigten. Das Gesetz erweitert die Impressumspflicht des TMG außerdem auf Websites mit redaktionell-journalistischem Inhalt. Damit beschränkt sich die Impressumspflicht nicht mehr nur auf geschäftsmäßige Anbieter von Telemedien. Websites, die regelmäßig redaktionelle Inhalte online stellen, müssen ebenfalls ein Impressum aufweisen können. Das Gesetz kennt aber auch Grenzen. Meinungsäußerungen in Foren sind beispielsweise nicht kennzeichnungspflichtig.

Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung

Am 17. Mai 2010 wurde die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung auf Grundlage einer EU-Richtlinie verabschiedet. In §2 “Stets zur Verfügung zu stellende Informationen” ist festgelegt, dass ein Dienstleistungserbringer einem Dienstleistungsempfänger vor dem Abschluss eines schriftlichen Vertrags oder vor der Erbringung der Dienstleistung bestimmte Informationen in klarer und verständlicher Form zur Verfügung stellen muss. Wie schon das TMG definiert die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung auch noch einmal, welche Informationen genau in einem Impressum veröffentlicht werden müssen.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Im Bürgerlichen Gesetzbuch legen die Paragraphen §312c und §312d die Unterrichtung des Verbrauchers bei Fernabsatzverträgen fest. Demnach ist ein Unternehmer dazu verpflichtet den Verbraucher vor Abschluss eines Fernabsatzvertrags (z.B. einem Kauf über einen Online-Shop) über seine ladungsfähige Anschrift zu informieren. Auf Websites bezogen muss die Anschrift des Unternehmers im Impressum angegeben werden.

Folgen einer Pflichtverletzung

Grundsätzlich stellt ein fehlendes oder unvollständiges Impressum einen Wettbewerbsverstoß dar. Bei Missachtung der Impressumspflicht können Abmahnungen drohen. In den letzten Jahren wurden tausendfach Websites abgemahnt, weil sie kein oder nur ein unvollständiges Impressum bereit stellten.
Nach §16 TMG kann eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro verhängt werden, wenn ein Websitebetreiber den gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten nicht nachkommt. Das gilt sowohl für vorsätzliche, als auch für fahrlässige Verstöße. Bei fehlenden oder unvollständigen Informationspflichten kann außerdem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) z.B. von Konkurrenten oder Verbraucherschutzverbänden in Anspruch genommen werden. Auch auf diesem Weg kann ein Websitebetreiber haftbar gemacht werden.
Die rechtliche Lage dazu ist allerdings nicht eindeutig. Das Landgericht Düsseldorf und das OLG Hamm bestätigten, dass mit einem fehlenden oder unvollständigen Impressum ein Rechtsverstoß vorliegt. Das Hanseatische OLG und das OLG Koblenz vertreten andererseits die Auffassung, dass ein unvollständiges Impressum nicht unbedingt abmahnfähig ist. Ihrer Meinung nach hindern einige fehlende Informationen den Nutzer nicht daran sich generell über den Betreiber zu informieren.
Aufgrund der teilweise unübersichtlichen Rechtslage sollte man sich als Websitebetreiber gründlich über mögliche rechtliche Fallstricke informieren. Je besser alle rechtlichen Anforderungen bei der Erstellung des Impressums berücksichtigt werden, desto geringer ist die Gefahr einer Abmahnung. Nur ein korrektes und vollständiges Impressum schützt generell vor einer Abmahnung. Im Zweifel sollte immer ein fachkundiger Jurist zur Beratung hinzugezogen werden.

Welche inhaltlichen Punkte muss ein Impressum enthalten?

Der Inhalt des Impressums ist streng geregelt und wird über das TMG und die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung festgelegt.
Die folgende Checkliste gibt einen kurzen Überblick, welche Informationen ein Impressum enthalten muss.

  1. Namen des Dienstanbieters
    Familien- und Vorname sind Pflichtangaben im Impressum.
    Bei juristischen Personen der Firmenname inklusive Angabe zur Rechtsform (z.B. GmbH, AG, GbR, etc.) und den Vertretungsberechtigten. Sofern Angaben über das Kapital der Gesellschaft gemacht werden, muss das Stamm- oder Grundkapital angegeben werden. Wenn nicht alle in Geld zu leistenden Einlagen eingezahlt sind, muss außerdem der Gesamtbetrag der ausstehenden Einlagen veröffentlicht werden.
  2. Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort)
    Die Anschrift der Niederlassung oder ladungsfähige Anschrift (wenn keine Niederlassung existiert) muss angegeben werden.
  3. Angaben zur schnellen Kontaktaufnahme (E-Mail, Telefonnummer, Fax)
    In jedem Fall muss eine E-Mailadresse angegeben werden. Die Angabe einer
    Telefonnummer und, sofern verfügbar, einer Faxnummer ist empfehlenswert. Allerdings
    ist die verpflichtende Angabe der Telefonnummer umstritten. Nach dem Urteil des EuGH
    vom 16.Oktober 2008 kann alternativ eine zweite Möglichkeit der schnellen
    Kontaktaufnahme angegeben werden. Das wäre beispielsweise ein Kontaktformular, auf
    das man innerhalb von einer Stunde Antwort erhält. Für eine seriöse
    Außendarstellung eines Unternehmens ist die Telefonnummer aber trotzdem
    unverzichtbar.
  4. Register und Registernummer
    Immer wenn ein Unternehmen in ein öffentliches Register eingetragen ist (Handelsregister, Genossenschaftsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister), muss das jeweilige Register und die Registernummer angegeben werden.
  5. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Wirtschafts-Identifikationsnummer
    Insofern eine oder beide Nummern vorhanden sind, müssen sie angegeben werden.
  6. Berufsspezifische Angaben
    Freiberufler (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, etc.) müssen Angaben über die Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und den Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen wurde, machen. Außerdem muss die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und wie diese zugänglich sind im Impressum angegeben werden.
  7. Aufsichtsbehörde
    Wenn ein Unternehmen eine behördliche Zulassung benötigt (z.B. Makler, Spielhallenbetreiber, etc.) muss die zuständige Aufsichtsbehörde im Impressum angegeben werden.
  8. Besondere Angaben bei AGs, KGaA und GmbHs
    Firmiert ein Unternehmen unter einer dieser Rechtsformen und befindet es sich in Abwicklung oder Liquidation, muss eine Angabe dazu im Impressum gemacht werden.
  9. Angaben bei journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten
    Wenn eine Website journalistisch-redaktionell gestaltete Angebote enthält, muss zusätzlich ein inhaltlich Verantwortlicher, wie z.B. ein Chefredakteur, etc., mit Namen und Anschrift genannt werden.
  10. Weitere Angaben nach der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung
    Dienstleister müssen ihre AGB zur Verfügung stellen und über Vertragsklauseln und ihren Gerichtsstand informieren. Des weiteren müssen Garantien, die über die gesetzlichen Gewährleistungsrechte hinausgehen, angegeben werden. Sofern die Art der Dienstleistung nicht aus dem Zusammenhang zu erschließen ist, müssen die wesentlichen Merkmale beschrieben werden. Insofern eine Berufshaftpflichtversicherung besteht müssen Angaben über den Namen, die Anschrift und den räumlichen Geltungsbereich des Versicherers gemacht werden.

Da jede Website und jedes Unternehmen andere Eigenschaften mit sich bringen, lässt sich an dieser Stelle kein allgemeines Musterimpressum als Beispiel zeigen. Jedes Impressum muss inhaltlich individuell auf das jeweilige Unternehmen oder die Website abgestimmt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle speziellen Informationen darin enthalten sind und das Impressum rechtsgültig ist.

Wie kann ein Impressum erstellt werden?

Die Schwierigkeit bei der Erstellung eines Impressums besteht vor allem darin, alle vorgeschriebenen Inhalte zu berücksichtigen und keine wichtigen Punkte zu vergessen. Ansonsten wäre das Impressum unvollständig und damit nicht ausreichend.
Neben der eigenen Erstellung eines Impressums bieten alternativ sogenannte Impressumsgeneratoren eine gute Möglichkeit ein rechtssicheres Impressum zu erstellen. Sie fragen alle notwendigen Daten über Formularfelder ab und generieren daraus ein individuelles Impressum. So werden alle notwendigen Pflichtangaben berücksichtigt. Websitebetreiber können das fertige Impressum dann einfach kopieren und in ihre Website integrieren.
Beispiele sind die Impressumsgeneratoren von e-recht24.de, impressum-recht.de oder anwalt.de. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Anbieter von Impressumsgeneratoren.

erecht24.de Impressumsgenerator Screenshot
Abbildung 1: Impressumsgenerator von eRecht24

Platzierung des Impressums

Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass das Impressum “leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar” platziert werden muss.
Um diese drei Voraussetzungen zu erfüllen, bindet man das Impressum am besten direkt in das Navigationsmenü der Website mit ein. Der Link zur Impressums-Seite sollte mit “Impressum” benannt werden und von der Startseite sowie von jeder Unterseite der Website aus erreichbar sein. In vielen Fällen wird das Impressum am unteren Ende der Website verlinkt. Oft ist es aber auch direkt über das Hauptmenü zu erreichen.
Eine Einbindung des Impressums als Pop-Up sollte vermieden werden. Viele Nutzer unterdrücken Pop-Ups, was zur Folge hat, dass das Impressum für den Nutzer nicht einsehbar und somit nicht “unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar” ist.

Impressumspflicht in sozialen Netzwerken?

Allgemein weniger bekannt ist, dass die Impressumspflicht auch für Präsenzen in sozialen Medien (z.B. Blogs, Facebook-Seiten, Youtube-Channels, etc.) gilt. Betreiber von Social Media Sites müssen ebenfalls ein Impressum angeben, insofern die Seite in einem Zusammenhang zu einer geschäftlichen Tätigkeit steht.
Spezielle Gesetze zur Impressumspflicht auf in sozialen Netzwerken gibt es zwar noch nicht, die Entscheidungen der Gerichte sprechen aber für eine Impressumspflicht. Um möglichen Abmahnungen zu entgehen, empfiehlt es sich deshalb auch auf Präsenzen in sozialen Netzwerken ein rechtsgültiges Impressum zu integrieren. Bestätigt wurde das schon vor längerer Zeit vom Landgericht Aschaffenburg. Das Landgericht Regensburg entschied ebenfalls, dass Unternehmen, die ihre Social Media Seiten zu Marketingzwecken nutzen, auch ein Impressum einbinden müssen.
Ein rein privates Profil in sozialen Medien, z.B. bei Facebook, unterliegt nicht der Impressumspflicht. Der Youtube Channel eines professionellen Influencers oder die Facebook Seite eines Unternehmens müssen dagegen unbedingt ein Impressum beinhalten.
Die einfache Angabe von Namen und Anschrift des Seitenbetreiber ersetzt das Impressum auf Social Media Seiten nicht. Nach dem Urteil des OLG Düsseldorf vom 13.August 2013 muss ein ausführliches Impressum auf der Social Media Seite angegeben werden. Das Impressum muss unter einem unmittelbar erreichbaren Menüpunkt eingebunden werden. Facebook bietet in den Angaben zur Seite unter dem Menüpunkt “Info” einen eigenen Bereich für das Impressum. Auf Youtube lässt sich beispielsweise der Reiter “About” dafür nutzen, entsprechende Angaben zu machen.
Wichtiger Hinweis: Auf mobilen Geräten werden nicht unbedingt alle Reiter oder Menüpunkte der Desktopansicht angezeigt. Das Impressum sollte deshalb unter einem Menüpunkt platziert werden, der auch in der mobilen Ansicht oder der jeweiligen App auf Smartphones und Tablets angezeigt wird und gut erreichbar ist.

facebook Impressum Screenshot
Abbildung 2: Impressum auf Facebook

Weitere rechtliche Anforderungen an eine Website

Die Impressumspflicht ist in Deutschland nicht die einzige rechtliche Anforderung an eine Website. Vorschriften zum Datenschutz, Haftungsausschlüssen, Werbung und Streitschlichtung müssen ebenso beachtet werden und werden im Folgenden kurz erläutert.

Datenschutz/Datenschutzerklärung

Die Grundlage für die Datenschutzerklärung bildet §13 des Telemediengesetzes. Jeder Websitebetreiber, der auf seiner Website personenbezogene Daten erhebt oder verarbeitet, ist dazu verpflichtet den Nutzer der Website vorher darüber zu informieren. Das muss allgemein verständlich in Form einer Datenschutzerklärung passieren. Der Inhalt der Erklärung muss jederzeit abrufbar hinterlegt werden, so dass Nutzer die Möglichkeit haben auch nachträglich darauf zuzugreifen. Wie beim Impressum sollte hierfür ein zusätzlicher Menüpunkt “Datenschutz” auf der Website integriert werden. Die Datenschutzerklärung sollte außerdem auch von den Unterseiten aus erreichbar sein. Es ist nicht zu empfehlen die Datenschutzerklärung mit im Impressum anzugeben. Stattdessen sollten zwei getrennte Seiten mit entsprechender Verlinkung genutzt werden, um die Informationen separat kenntlich zu machen.

Die Datenschutzerklärung sollte, soweit zutreffend, folgende Punkte enthalten:

  • Art, Umfang und Zweck der Datenverarbeitung
  • Übermittlung der Daten an Drittländer
  • Anonyme oder pseudonyme Nutzungsmöglichkeiten
  • Widerspruchs- und Widerrufsmöglichkeiten der Datennutzung (falls vorhanden)
  • Auskunfts-, Berichtigungs-, Sperrungs- und Löschungsrechte
  • Nutzung von Cookies
  • Bonitätsprüfungen und Übermittlung von Negativdaten an Auskunfteien
  • Nutzung von Web Analyse Tools
  • Nutzung von Social Plugins

Bei der Nutzung von Cookies bedarf es zusätzlicher Beachtung von Informationspflichten. Eine Aufklärung des Nutzers darüber ist deshalb besonders wichtig. Wenn eine Website Cookies verwendet, empfiehlt sich pauschal ein Cookie-Banner auf der Startseite einzubinden und den Nutzer darüber zu informieren.
Vorsicht: Dabei muss besonders beachtet werden, dass das Cookie-Banner nicht die Links für “Impressum” und “Datenschutz” verdeckt.

DSGVO

Ab 25.Mai 2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft und ersetzt die bisherigen nationalstaatlichen Bestimmungen durch eine europaweiter Verordnung. Sie regelt die Erfassung personenbezogener Daten (z.B. Namen, Anschrift, IP-Adresse, etc.) auf Websites und bringt einige grundsätzliche Veränderungen mit sich. Eine Neuerung der DSGVO ist, dass die Datenschutzerklärung individuell gestaltet werden muss. Ausschlaggebend ist, wie die personenbezogenen Daten erhoben werden. Insofern externe Dienste, wie z.B. Facebook oder Google, personenbezogene Daten auf der Website erheben, muss darüber informiert werden. Darüber hinaus müssen die Voreinstellungen einer Website zukünftig möglichst datenschutzfreundlich angelegt sein. Nur Daten, die für einen bestimmten Verwendungszweck benötigt werden, dürfen verarbeitet werden (privacy by default). Eine datenschutzrechtliche Einwilligung soll erst ab 16 Jahren möglich sein.
Unternehmen und Websitebetreiber sollten bezüglich der DSGVO unbedingt auf dem neuesten Stand bleiben und neue Regelungen frühzeitig umsetzen. Bei komplexeren Fällen ist die Zuhilfenahme eines Datenschutzbeauftragten zu empfehlen.

Disclaimer

Als Disclaimer werden bestimmte Haftungsausschlüsse bezeichnet. Darin wird dem Websitenutzer gegenüber erklärt, dass der Betreiber nicht für externe Inhalte oder Links haftbar gemacht werden kann. Sobald ein Websitebetreiber über den rechtswidrigen Inhalt hinter dem externen Link Bescheid weiß, kann der Haftungsausschluss allerdings wirkungslos sein. In so einem Fall sollte der Betreiber den Link von der Website entfernen, anstatt sich davon zu distanzieren. Das Landgericht Hamburg bestätigte dies. Es entschied, dass ein Websitebetreiber, der auf seiner geschäftlich genutzten Website einen Link integriert, welcher eine Urheberrechtsverletzung zum Ergebnis hat, selbst für die Urheberrechtsverletzung haftet.

Werbung

Besondere rechtliche Pflichten gelten bei der Einbindung von Werbung (z.B. Bannern, Advertorials, etc.) auf einer Website. Die gesetzliche Grundlage dazu bildet §6 des TMG und die allgemeinen Regelungen des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb).
Darin wird festgelegt, dass die Werbung als solche kenntlich gemacht werden muss. Der Auftraggeber der Werbung muss klar identifizierbar sein. Außerdem müssen Angebote zur Verkaufsförderung (Rabatte, Geschenke, etc.) und Gewinnspiele klar und deutlich erkennbar gemacht werden. Über die daran geknüpften Bedingungen muss der Websitenutzer leicht zugänglich informiert werden.

Informationspflichten zur Streitschlichtung

Online Anbieter von Produkten und Dienstleistungen (wie z.B. Online-Shops) müssen seit dem 9.Januar 2016 mittels eines klickbaren Links, z.B. im Impressum, auf die EU-weit gültige Online-Streitbelegungsplattform hinweisen.
Weiterhin müssen nach den §§36 und 37 VSBG (Verbraucherstreitbelegungsgesetz) Informationen zu Teilnahmepflichten an Streitbeilegungsverfahren und weiterführende Informationen dazu auf einer Website hinterlegt werden.
Wenn AGB auf einer Website hinterlegt sind, müssen die Informationen zur Streitschlichtung dort mit angegeben werden.

Lage außerhalb Deutschlands

Für Websites (Dienstanbieter von Telemedien), die ihren Sitz im Ausland haben, gilt grundsätzlich keine Impressumspflicht.
Websites aus EU-Mitgliedsstaaten müssen sich an die rechtlichen Anforderungen ihres eigenen Staates halten. Innerhalb der EU wird das Telemedienrecht durch EU-Richtlinien vorgegeben. Diese setzen die einzelnen Mitgliedsstaaten Nationalstaaten wiederum in nationales Recht um.
Für Websites aus Ländern außerhalb der EU gibt es keine ausdrücklichen Vorschriften. Das internationale Privatrecht bildet hierfür die Grundlage zur Entscheidung und bestimmt, welche Gesetze im speziellen Fall angewendet werden.
Konkreter war eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm von 2013 zu einem Fall eines in Ägypten ansässigen Unternehmens. Darin wurde festgelegt, dass eine auf deutsche Verbraucher abzielende Werbung, die in Deutschland abrufbar ist, grundsätzlich der deutschen Impressumspflicht unterliegt. Wichtige Kriterien bei der Gerichtsentscheidung waren die deutsche Sprache der Website und die Kommunikation weiterer Verbraucherinformationen auf deutsch. Verallgemeinernd lässt sich also sagen, dass Websites, die kommerziell auf den deutschen Markt ausgerichtet sind, auch der deutschen Impressumspflicht unterliegen.

Fazit

Mit der Impressumspflicht macht es der Gesetzgeber den Websitebetreibern nicht leicht. Gleich mehrere Gesetze nehmen Einfluss auf Definition und Inhalte. Die Rechtsgültigkeit jedes Impressums lässt sich nur in Zusammenhang mit der dazugehörigen Website bestimmen. Es gibt viele Sonderregelungen, die nur Websites bestimmter Personengruppen oder Unternehmensformen betreffen. Zudem existieren verschiedene rechtliche Grauzonen. Die Rechtslage vieler unklarer Fälle wird erst durch Urteile der Gerichte genauer definiert, da es vorher oft noch keine klare Regelung gab.
Um Abmahnungen als Websitebetreiber zu entgehen, sollte man sich deshalb immer gründlich über die eigenen Informationspflichten erkundigen und sich bei Unklarheiten rechtliche Beratung suchen. Welchen erweiterten Inhalt das eigene Impressum genau haben muss, kann nur individuell geklärt werden.

Schnellcheck: Impressum

Allgemein

  • Impressum auf der Website eingebaut
  • Impressum in den sozialen Netzwerken ausgewiesen

Platzierung und Benennung

  • Impressums-Link von allen Seiten und Unterseiten unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar
  • Impressums-Link ist eindeutig mit „Impressum“ benannt
  • Impressums-Link wird nicht von einem Werbebanner, einem Cookie-Banner, etc. verdeckt
  • Impressums-Link ist auch über Mobilgeräte gut sichtbar und erreichbar

Inhaltliche Anforderungen

  • Familien- und Vorname des Websitebetreibers
  • Firmenname, Rechtsform und Vertretungsberechtigter (nur bei juristischen Personen)
  • Adresse (der Niederlassung oder ladungsfähige Anschrift, wenn keine Niederlassung existiert)
  • Emailadresse
  • Weitere Möglichkeit der schnellen elektronischen Kontaktaufnahme (z.B. Telefonnummer)
  • Registernummer + Register (nur bei Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister, Genossenschaftsregister)
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer/Wirtschafts-Identifikationsnummer (wenn vorhanden)
  • Angaben zur Kammer, der gesetzlichen Berufsbezeichnung und dem Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen wurde (nur bei Freiberuflern: Ärzte, Rechtsanwälte, etc.)
  • Aufsichtsbehörde (nur wenn behördliche Zulassung benötigt wird, z.B. bei Finanzdienstleistungen)
  • Stamm- oder Grundkapital, ggf. Gesamtbetrag der ausstehenden Einlagen (nur wenn bei Kapitalgesellschaften Angaben über das Kapital gemacht werden)
  • Angaben zur Liquidation (nur bei AGs, KGaAs und GmbHs, welche sich gerade in Abwicklung befinden)
  • Verantwortlicher (nur bei journalistisch-redaktionellem Inhalt, wie z.B. Blogbeiträge, Nachrichten, etc.)
  • Angaben zu AGB, Vertragsklauseln und Gerichtsstand (nur bei Dienstleistern)

Weitere rechtliche Pflichtangaben

  • Datenschutzerklärung
  • Disclaimer (nur wenn benötigt)
  • Werbung kenntlich gemacht (nur wenn benötigt)
  • Informationen zur Streitschlichtung (nur wenn benötigt)

 

Linktipps
https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html
https://www.impressum-generator.de
https://www.impressum-recht.de/impressum-generator
https://www.anwalt.de/vorlage/impressum-generator.php
https://www.gesetze-im-internet.de/tmg

Disclaimer
Alle Angaben dieses Artikels erfolgen ohne Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Diese muss individuell unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls erfolgen.

 

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Linkbuilding – Maßnahmen für einen nachhaltigen Linkaufbau

Linkbuilding, auch Linkaufbau genannt, ist ein bedeutender Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung (SEO), genauer gesagt der OffPage-Optimierung. Ziel ist es, die Anzahl qualitativ hochwertiger Backlinks auf die eigene Website zu erhöhen, da diese zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei Google und Co. zählen. Der Linkaufbau ist somit ein wichtiger Bestandteil der Online-Marketing-Strategie und erfordert heutzutage kreative Maßnahmen, um nachhaltige Erfolge erzielen zu können. Wie sich das Linkbuilding über die Zeit entwickelt hat, wie ein natürliches Backlinkprofil aussehen sollte und welche Maßnahmen zum Linkbuilding geeignet sind, wird in diesem Blogbeitrag erläutert.

Eine umfangreiche Liste mit Linkbuilding-Strategien, bewertet nach Linkwertigkeit, Zeitaufwand und Kosten, findest du in unserem PDF „LINKBUILDING–MAßNAHMEN – Übersicht und Bewertung von Möglichkeiten zum Backlinkaufbau” hier oder am Ende dieses Artikels.

Download Linkbuilding PDF

Rückblick auf das Linkbuilding der Vergangenheit

Vor noch nicht einmal 10 Jahren war das Linkbuilding eine Maßnahme, mit der auf sehr einfache Weise sichtbare Erfolge für das Ranking einer Website erzielt werden konnte. Damals war es möglich mit Hilfe spezieller Tools massenhaft Backlinks in Webkatalogen zu erzeugen, welche sich dann sehr positiv auf das Ranking der Seite auswirkten. Einer der beliebtesten Webkataloge in Deutschland war das „Web-Adressbuch“, eine Liste empfehlenswerter Webseiten in Deutschland. Dmoz.org entwickelte sich wiederum zu einem der relevantesten Webkataloge weltweit. Mittlerweile hat ein großer Teil der Links aus Webkatalogen jedoch keinen bedeutenden Einfluss mehr auf das Ranking einer Seite. Wenn eine Website fast ausschließlich Links aus Webkatalogen aufweist, kann sich das (je nach Qualität der Webkataloge) sogar negativ auf die Bewertung durch Google auswirken.

Der Webkatalog, eines der damals marktführenden Webverzeichnisse
Abbildung 1: Der Webkatalog, eines der damals marktführenden Webverzeichnisse

Ähnlich zu den Webkatalogen wurden auch Artikelverzeichnisse häufig zum Linkbuilding genutzt. Dort war es möglich, kurze Texte zu bestimmten Themen in verschiedenen Rubriken zu veröffentlichen. Websitebetreiber nutzten die Möglichkeit in diesen Texten Backlinks auf die eigene Website zu setzen. Das größte Artikelverzeichnis Deutschlands war zur damaligen Zeit der „Fachwissen-Katalog”, welcher heute jedoch nicht mehr online ist.

Auch Webforen waren im Rahmen des Linkbuildings eine sehr beliebte Anlaufstelle. Durch eine Forensignatur entstand bei jedem Beitrag ein Backlink zur eigenen Website. Seitenbetreiber machten sich dies zunutze und bestückten die Foren mit unzähligen, teils irrelevanten Links. In den Threads selbst wurden ebenfalls fleißig Links gesetzt, um die Anzahl der Backlinks zu steigern. Irgendwann reagierten jedoch auch Suchmaschinen auf diese Entwicklung und werteten die Relevanz solcher Links deutlich ab. Heute sind die meisten Links in Webforen ohnehin mit „nofollow“ ausgezeichnet, wodurch sie stark an Wertigkeit verloren haben.

Ebenfalls gebräuchlich war es, Blogkommentare für das Linkbuilding zu nutzen, indem in den Kommentaren auf fremden Blogs Links zur eigenen Website gesetzt wurden. Webmaster nutzten diese Funktion nur allzu gerne und überhäuften Blogs mit unzähligen Kommentaren. Um wichtige Keywords im Linktext zu platzieren wurden diese zudem als Bestandteile der Namen im Kontaktfeld des Kommentarbereichs eingetragen. Dies führte teilweise zu witzigen oder absurden Namen. Ein Beispiel, das den alten SEOs bestimmt noch bekannt ist, ist „Bernd Sonnensegel“. Er verlinkte mit seinen Kommentaren Seiten wie „sonnenschutz-projekt.de“ und „raumtextilienshop.de“ und täuschte mit dem angegebenen Namen der Suchmaschine einen Link mit wertvollem Ankertext vor. Auch für diese unlautere Linkbuilding Maßnahme gab es spezialisierte Tools, mit deren Hilfe man vollautomatisch und massenhaft Kommentare auf Blogs hinterlassen (bzw. spammen) konnte.

Viele Webmaster nutzten die oben beschriebenen Möglichkeiten des Backlinkaufbaus ausgiebig, um ihre Rankings in den Suchergebnissen zu verbessern, was dazu führte, dass Verzeichnisse, Blogs u.ä. von Links überflutet wurden. Auf diese Weise konnten auch Seiten mit weniger hochwertigem Content Top-Platzierungen erhalten, was wiederum die Qualität der Google Suchergebnisse minderte.

Um solchen spam-artigen Linkbuilding-Praktiken und deren Folgen entgegenzuwirken, reagierte Google mit mehreren Algorithmus-Updates, die wieder für mehr Qualität in den Suchergebnissen sorgen sollten. Backlinks sollten zwar ein Indikator für die Qualität von Webseiten bleiben. Maßnahmen wie z.B. Linkkauf oder Spamming in Blogkommentaren wurden nun jedoch anders durch den Google Algorithmus bewertet, so dass kein Anreiz mehr bestand Backlinks auf diese Art zu erzeugen.

Eines der wichtigsten dieser Updates war das sogenannte „Penguin Update“, welches sich gezielt gegen Webspam durch unnatürliches Linkbuilding und übermäßige Verwendung von gleichen (für das Ranking wichtige) Keywords als Linktexte richtete. Die Rahmenbedingungen für das heutige Linkbuilding wurden dadurch maßgeblich mitbestimmt. Um Webspam weniger Relevanz beizumessen, bewertet der Google Algorithmus seit diesem Update insbesondere folgende Faktoren bei der Beurteilung des Backlinkprofils einer Website entsprechend negativ:

  • Linkkauf
  • Links von themenfremden Seiten
  • zu hoher Anteil an harten Keyword-Linktexten (Im Linktext wird nur das harte Keyword verwendet und wenig Wert auf den Lesefluss gelegt.)
  • zu schnelle Erhöhung der Anzahl an Backlinks (unnatürliches Wachstum)
  • hohe Anzahl an minderwertigen Links

Das heutige Linkbuilding

Als Konsequenz der zahlreichen Updates des Google Algorithmus steht heutzutage die Qualität der Links mehr denn je im Vordergrund. Backlinks sollen nicht künstlich erzeugt werden, sondern auf natürliche Weise entstehen. Suchmaschinen raten deshalb dazu, Linkbuilding nicht aktiv zu betreiben, sondern stattdessen Inhalte mit hohem Mehrwert zu liefern. Wenn diese Inhalte den Usern einen besonderen Nutzen bieten, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie im Internet geteilt und weiterverbreitet werden.

Content-Marketing ist damit der Schlüssel für zeitgemäßes Linkbuilding. Durch gut recherchierte und ansprechend aufbereitete Inhalte wird versucht, potentielle Linkgeber davon zu begeistern, so dass sie den Content teilen und weiterverbreiten. Vor allem nützliche Werkzeuge oder kompakte Informationen, wie z.B., Prüf-Tools, Konfiguratoren, Rechner, Checklisten, Vergleiche, Ebooks, Infografiken, uvm. werden im Internet gerne verlinkt. Der Content muss dabei stark an den Interessen der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sein. Wenn Inhalte der Zielgruppe einen hohen Mehrwert bieten, werden sie weiter empfohlen und geteilt, beispielsweise als Tipp an Gleichgesinnte, als Quelle für einen Text oder als Grundlage für eigenen Content. Im Abschnitt „Handlungsempfehlungen für die Linkaufbau Strategie“ werden die verschiedenen Möglichkeiten ausführlich beschrieben.

Wie sieht ein natürliches und hochwertiges Backlinkprofil aus?

Das Backlinkprofil einer Website sollte eine natürliche Verteilung von Backlinks und Linktexten aufweisen, um möglichst positiv zum Ranking einer Website beizutragen bzw. nicht durch eine unnatürliche Struktur das Ranking negativ beeinflussen. Um dies zu erreichen, empfiehlt es sich folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Ankertexte sollten nicht immer mit dem gleichen Text versehen werden. Statt den wichtigsten Keywords sollten auch andere Begriffe oder schlicht der Domainname verwendet werden, was bei einer natürlichen Verlinkung jedoch meist ganz automatisch passiert. Wenn die eigene Website stattdessen über zu viele Backlinks mit harten Keyword-Linktexten verlinkt ist, steigt die Gefahr einer Abstrafung durch den Google Algorithmus.

Die Anzahl der Backlinks ist ein entscheidendes Kriterium für das Ranking in den Suchergebnissen. Grundsätzlich gilt: je mehr qualitativ hochwertige Backlinks zu einer Website führen, desto höher stuft Google die Relevanz dieser Seite ein. Insbesondere der Anteil neu generierter Backlinks sowie der Zeitraum, in dem diese entstanden sind, sind für Google wichtige Indikatoren dafür, ob die Links auf natürlichem Wege generiert wurden. Bemerkt die Suchmaschine hierbei Unstimmigkeiten, kann dies wieder zur Abstrafung führen.

Weiterhin ist die Platzierung eines Links entscheidend dafür, welche Bedeutung Google diesem Link beimisst. Footer-Links haben beispielsweise nicht die gleiche Relevanz wie Verlinkungen im Fließtext eines themenrelevanten Beitrags und tragen somit auch deutlich weniger zum Ranking der Website bei.

Ein natürliches Backlinkprofil besitzt nicht nur DoFollow-Links, sondern natürlich auch NoFollow-Links. Letztere haben zwar einen geringeren Einfluss auf das Ranking einer Website, allerdings besitzt eine natürlich gewachsene Seite immer auch NoFollow-Backlinks. Es kommt somit auf das richtige Verhältnis zwischen DoFollow und NoFollow Links an, um die Balance zwischen einer hohen Relevanz der Website und einem natürlichen Backlinkprofil zu finden. Von einigen Experten wird empfohlen, dass DoFollow-Links einen Anteil von 70% – 90% der gesamten Backlinks einer Website ausmachen sollten.

Webmaster sollten außerdem darauf achten, dass nicht nur die Hauptseite einer Webseite verlinkt wird, sondern auch sogenannte Deeplinks, also Links zu Unterseiten einer Website, platziert werden. So lässt sich auch mit Unterseiten ein hohes Ranking für spezifische Suchanfragen erzielen.

Darüber hinaus sollten auch von der eigenen Website Links auf externe Seite platziert werden. Ausgehende Links auf andere Webseiten zeigen Google, dass eine Website ein natürliches Verlinkungsschema aufweist und seinen Usern Mehrwert liefert. Dies wird vom Google Algorithmus als Merkmal für hochwertigen Content interpretiert und fließt positiv in die Bewertung der Website mit ein.

Eine weitere positive Eigenschaft eines natürlichen und hochwertigen Linkprofils ist, dass die Links von verschiedenen IP-Adressen bzw. verschiedenen IP Subnetzen stammen. So können Suchmaschinen sicher gehen, dass die Backlinks nicht von ein und derselben Person erstellt wurden. Der Suchmaschinen-Algorithmus verwendet diese Informationen als weiteres Indiz, dass es sich bei den Links nicht unbedingt um Spamming handelt.

Vorsicht vor sogenannten Linkhubs die beispielsweise durch Blog Netzwerke (z.B. PBN) erzeugt werden. Derartige Verteiler werden meist nur zum Setzen von Backlinks zu verschiedensten Seiten erstellt. Kann Google einen solchen Verteiler identifizieren, werden meist nicht nur die Verteiler selbst, sondern auch die Linkempfänger abgestraft.

Kriterien für ein natürliches Backlinkprofil
Abbildung 2: Kriterien für ein natürliches Linkprofil

Handlungsempfehlung für die Linkaufbau-Strategie

Im Folgenden werden einige Handlungsempfehlungen aufgeführt, die dabei helfen sollen, eine erfolgreiche und zielführende Linkbuilding-Strategie zu entwickeln. Darüber hinaus bietet unser PDF „Linkbuilding – Maßnahmen für einen erfolgreichen Linkaufbau“ am Ende des Artikels vielfältige Anregungen in welcher Art und Weise ein Backlinkaufbau möglich ist.

Wettbewerbsanalyse für das Linkbuilding

Mit Hilfe einer Wettbewerbsanalyse können Backlinks der Konkurrenz identifiziert und analysiert werden. Dabei ist es wichtig, die Backlinkquellen, welche für die eigene Seite auch von Nutzen sein könnten, herauszufiltern.

Bei der Analyse der Wettbewerber solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Welche Seiten ranken in den Top 10 zu Deinen Keywords?
  • Wie sieht das Backlink-Profil der Konkurrenten aus?
  • Welche dieser Backlinkquellen bieten relevanten Inhalt?

Zur Analyse des Linkprofils von Wettbewerbern bietet beispielsweise das Backlinktool von Seobility eine gute Unterstützung. Auf Basis der Backlinks der Wettbewerber werden mögliche Linkquellen ausfindig gemacht und für das Linkbuilding der eigenen Website vorgeschlagen. Seobility bietet Dir die Möglichkeit, Seiten zu ermitteln, die für wichtige Suchbegriffe gut platziert sind und ebenfalls als Linkquelle dienen könnten.

Vorschläge zum Backlinkaufbau auf Grundlage einer Wettbewerbsanalyse mit Seobility sind:

  • Verlinkung von mehr als einem Wettbewerber auf einer Seite
  • Seiten in den Top40 Rankings zu Deinen Keywords
  • Seiten mit Gastbeiträgen von Wettbewerbern

Darüber hinaus kannst Du Dir mit unserem Backlink Check die Backlinks Deiner Konkurrenten anzeigen lassen, um diese im Hinblick auf weitere Linkbuilding Möglichkeiten zu analysieren.

Die potentiellen Linkquellen können anschließend kontaktiert werden, um sie um eine Verlinkung zur eigenen Website zu bitten. Zuerst gilt es dabei die verantwortliche Kontaktperson zu finden und diese dann mit einem passenden Aufhänger zu kontaktieren. Vorher solltest Du dir auch überlegen, welchen Vorteil Du dem potentiellen Backlinkgeber für eine Verlinkung deiner Website anbieten kannst. Beispielsweise kann auf fehlerhafte Links oder fehlenden Content hingewiesen, eine Kooperation mittels eines Gastbeitrags angeboten oder auf andere Art und Weise zusammengearbeitet werden.

Mentions für die Linkanalyse

Vor allem in Blogs, Online-Magazinen und Fachzeitschriften kann es vorkommen, dass der eigene Unternehmensname oder die Marke erwähnt wird (=Mention), aber keine Verlinkung zur Website gesetzt ist. Hier bietet sich die Chance, mit dem Website-Betreiber in Kontakt zu treten und um eine Verlinkung zu bitten. Mit Hilfe von Google Alerts lassen sich Mentions einfach und kostenlos monitoren.

Broken Linkbuilding

Beim Broken Linkbuilding werden Backlinks fremder Websites, die auf nicht mehr existierende Seiten verweisen, durch Links auf die eigene Website ausgetauscht. Dafür müssen zunächst solche nicht mehr funktionierenden Links im Web ausfindig gemacht werden. Anschließend wird dem Webmaster der Seite des toten Links eine Alternative durch einen Link zum eigenen hochwertigen Content angeboten. Je nach Relevanz der linkgebenden Seite muss der Content auch speziell für diesen Zweck erstellt werden.

Linkanfragen an Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden

Vor allem zu Beginn des Backlink-Aufbaus bietet es sich an, Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden zu kontaktieren und um eine Verlinkung zu bitten. Dies ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Methoden des Linkbuildings und bildet somit einen guten Startpunkt für den Backlinkaufbau. Um zu gewährleisten, dass sich die Backlinks positiv auf das eigene Ranking auswirken ist dabei wieder auf die Qualität der verlinkenden Seiten zu achten.

Aufbau eines eigenen Blogs

Der Aufbau eines eigenen Blogs ist zwar mit einem vergleichsweise hohen Aufwand verbunden, bringt aber großes Potential in Sachen Linkbuilding mit sich. Durch zielgruppenrelevante Blogbeiträge können die Besucherzahlen für die eigene Website deutlich erhöht werden. Sind die Beiträge für Leser hilfreich und bieten ihnen einen Nutzen, lassen Backlinks nicht lange auf sich warten. Wichtig ist, dass die Beiträge darauf ausgerichtet sind, den Nutzern einen wahren Mehrwert zu liefern, und nicht lediglich zum Zweck des Linkbuildings erstellt werden.

Verlinkung von passenden Inhalten zwecks möglicher Rückverlinkung

Das proaktive Verlinken von Inhalten oder Unternehmen und Experten ist eine effiziente Maßnahme um mögliche wertvolle Backlinks zu bekommen. Diese Strategie funktioniert beispielsweise sehr gut im Rahmen eigener Blogartikel. Zuerst müssen Personen oder Inhalte, die gut zum ausgewählten Blogthema passen und sich als Referenz eignen, recherchiert werden. Beim Schreiben eines Artikels lassen sich daraufhin Zitate oder Informationen der vorher recherchierten Quellen im Text verarbeiten. Belegt werden diese mit einer Verlinkung zur jeweiligen Quell-Website (z.B. zu einem Blog- oder Wissensartikel). Nachdem der Blogpost publiziert wurde, werden die vorher zitierten Personen kontaktiert und über die Verlinkung und Nennung im Blogartikel informiert. Dabei ist es wichtig die zitierte Person mit den richtigen Worten über den richtigen Kanal anzusprechen und nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Eine persönliche Mail mit dem Hinweis auf die Verlinkung bietet sich gut als Aufhänger an, worauf sich die weitere Kommunikation aufbauen lässt. Abzuraten ist von unpersönlichen Massenmails, die in den meisten Fällen keine Beachtung finden werden. Das Ziel der Aktion ist, eine Rückverlinkung zu bekommen, beispielsweise über die Erwähnung des Artikels durch die zitierte Person. Im besten Fall stellt der Zitierte Dich oder Deine Website/Blog/Service/etc. ausführlicher in einem seiner nächsten Artikel vor.

Anbieten von kostenlosen Produkten und hilfreichen Inhalten

Eine etwas aufwändigere Maßnahme in Bezug auf Zeit und Kosten ist das Anbieten kostenloser digitaler Produkte oder Inhalte (z.B. eBooks oder Checklisten), wie bereits schon kurz erwähnt wurde. Wichtig ist, dass die Produkte dem Websitebesucher einen realen Mehrwert bieten. Hochwertige Gestaltung und qualitativ guter Inhalt sind Argumente einen Link zum kostenlosen Inhalt zu setzen und damit andere Nutzer darauf aufmerksam zu machen. eBooks sollen dabei tiefgehenden Inhalt zu einem bestimmten Thema liefern und genauso wie Checklisten o.ä. den Nutzer zu einer bestimmten Thematik unterstützend informieren. Im Gegensatz zum Linkbait geht es hierbei nicht darum die Nutzer nur zu Ködern, sondern langfristig verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen und sich somit als Experte für ein Fachthema zu etablieren.

Gastbeiträge

Eine weitere hochwertige Linkbuilding-Methode ist das Verfassen und Veröffentlichen von Gastbeiträgen auf anderen Webseiten oder Blogs. Diese Methode kann gut dafür verwendet werden, sich als Experte für ein bestimmtes Themengebiet zu positionieren und so nicht nur die eigene Bekanntheit zu steigern, sondern auch die Leser anderer Seiten anzusprechen. Auf der externen Website kann ein Backlink zur eigenen Seite gesetzt werden, welcher sich wieder positiv auf das Ranking der eigenen Seite auswirkt.

Infografiken

Linkbuilding mit Hilfe von Infografiken hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Wenn diese übersichtlich und kreativ gestaltet werden und den Nutzern einen Mehrwert liefern, werden solche Grafiken gerne geteilt und weiterverbreitet. Infografiken lassen sich zu so gut wie jedem Themengebiet anfertigen und sollten dem Nutzer stets einen schnellen Überblick über den jeweiligen Bereich verschaffen. Wichtig ist wieder, den Inhalt an die anvisierte Zielgruppe anzupassen, wie das folgende Zitat von „Linkbuilding-Papst“ Sasa Ebach verdeutlicht:

„Der zu verlinkende Inhalt muss dem Linkgeber schmecken, genauso wie der Köder dem Fisch und nicht dem Angler“ Saša Ebach, linkaufbau-onlinekurs.de

Tipp: Um Inspiration für Infografiken zu finden, lassen sich bei Google bereits existierende Grafiken für ein bestimmtes Keyword finden.

Dies ist durch die Eingabe folgender Suchbefehle möglich:
“Keyword” + “Infografik”
“Keyword” + “Infographic”

Influencer-Marketing für den Linkaufbau

Eine weitere Möglichkeit um an hochwertige Backlinks zu kommen ist die Empfehlung durch in der Öffentlichkeit bekannte Fürsprecher, besser gesagt Influencer. Diese berichten auf ihrem eigenen Blog, Youtube-Kanal, etc. über vielfältige Themen und fungieren dabei als Meinungsführer für eine bestimmte Zielgruppe. Aus diesem Grund kann es für Unternehmen sehr interessant sein, auf Influencer zuzugehen und diese auf das eigene Unternehmen oder Produkt aufmerksam zu machen. Im besten Fall verlinkt der Influencer Deine eigene Seite, sodass ein qualitativ hochwertiger Backlink erzeugt wird und zusätzlich potentielle Kunden angesprochen werden.

Influencer Marketing lohnt sich aber nicht nur aufgrund der oftmals hohen Reichweite der Influencer, sondern auch, weil von deren Glaubwürdigkeit profitiert werden kann. Viele Nutzer schenken den Meinungen und Empfehlungen von Influencern mehr Vertrauen als Inhalten, die direkt von einem Unternehmen stammen. Aus diesem Grund ist das Influencer-Marketing eine effektive Linkbuilding-Maßnahme, die sich vorteilhaft auf das gesamte Image einer Website oder eines Unternehmens auswirkt.

Eine detaillierte Anleitung für Influencer-Marketing liefert der Blog „PROinternetmarketing”. Dort wird genauestens erklärt, wie man Influencer findet, mit ihnen in Kontakt tritt und die Kommunikation zu ihnen aufrecht erhält. Die wichtigsten Aspekte haben wir im Folgenden zusammengefasst:

Influencer ausfindig machen

Eine gute Anlaufstelle für die Suche nach Influencern bieten Suchmaschinen.

Tipp: Wer die Google Suche richtig nutzt, kann durch die folgenden Suchbefehle relevante Blogger bei Blog-Hostern wie WordPress oder Blogger.com ausfindig machen.

  • site:wordpress.com (Suchbegriff)
  • site:blogger.com (Suchbegriff)

Zudem gibt es vielfältige Tools, die eine Orientierungshilfe bieten und bei der Recherche nach geeigneten Influencern unterstützen:

Buzzsumo: Dieses Tool analysiert, welche Inhalte zu einem bestimmten Thema in den sozialen Medien besonders oft geteilt werden. Daneben ermittelt es die wichtigsten Influencer zu diesem Thema.

Socialmention: Das Analyse-Tool zeigt die Top-User zu einem bestimmten Keyword an und liefert in Echtzeit Daten über aktuelle Gesprächsthemen innerhalb verschiedener Social-Media-Kanäle.

Influma: Eine Suchmaschine, die gezielt an die eigene Content-Marketing-Strategie angepasst werden kann. Es kann sowohl nach Influencern, als auch nach Blogartikeln, Autoren oder Twitter-Profilen gesucht werden. Zudem ist ein Monitoring der für die eigene Website relevanten Themen möglich.

Durch Influencer-Marketing erfährt die eigene Marke oder das eigene Produkt eine größere Aufmerksamkeit, wodurch neben Verkaufs- und Bekanntheitsförderung, auch ganz natürlich weitere Prozesse wie das Generieren von Backlinks etc. angekurbelt werden.

Wiki

Der Begriff Wiki ist mittlerweile aufgrund der Popularität von Wikipedia allgemein bekannt. Die meisten Wikis beinhalten aber keine vollumfassende Enzyklopädie, sondern sind auf einen bestimmten Wissensbereich beschränkt. Die Wissensbeiträge eines Wikis sollten an einem zentralen Themengebiet mit Bezug zur Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens, welches das Wiki pflegt, ausgerichtet sein. Je qualitativ hochwertiger die Inhalte eines Wikis dabei sind, desto wahrscheinlicher ist es, Verlinkungen zu diesen zu erhalten und dadurch Backlinks aufzubauen. Ganz von selbst werden aber nur die wenigsten Wikis Backlinks anziehen, daher ist hier meist eine entsprechende Pflege von Kooperationen und die passende Content-Verteilung (Outreach) notwendig.

Für die Erstellung eines Wikis gibt es einige Open-Source-Anwendungen, die relativ einfach in die eigene Website-Struktur eingebunden werden können:

Branchenbücher

Die Eintragung der eigenen Website in Branchenbücher stellt eine weitere Möglichkeit des Backlinkaufbaus dar. Branchenbücher sind Verzeichnisse, die Unternehmen nach Branchen oder geographischen Regionen geordnet auflisten. Beim Linkbuilding über Branchenbücher wird ein Link zur Website gesetzt, ein Beschreibungstext über das Unternehmen hinterlegt und abschließend eine passende Kategorie gewählt. Dabei muss unbedingt auf die Qualität der Branchenbücher geachtet werden, denn nur qualitativ hochwertige Backlinks wirken sich positiv auf das Linkprofil aus. Die meisten Branchenbücher versehen die eingetragenen Links zwar mit „NoFollow“, allerdings sind solche Links für ein natürliches Linkprofil ebenfalls von Bedeutung (siehe Abschnitt: Wie sieht ein natürliches und hochwertiges Backlinkprofil aus?).

Die nachfolgenden allgemeinen Branchenbücher werden als gute Linkquelle eingestuft:

Empfehlenswert sind außerdem branchenspezifische Kataloge oder Verzeichnisse. Diese sind zwar nicht so bekannt wie die oben genannten Branchenbücher, bieten aber aufgrund ihrer Themenrelevanz eine mögliche thematisch passende Verlinkung.

Blogparaden

Ein besonderes Beispiel fürs Linkbuilding aus der Blogosphäre sind Blogparaden. Dabei gibt ein Blogger ein bestimmtes Thema oder eine Fragestellung vor und ruft andere Blogger dazu auf, zu diesem Thema ihre Meinung zu äußern und in einem eigenen Blogbeitrag zu veröffentlichen. In diesen Artikeln werden dann zumeist weitere Blogger nominiert, welche wiederum auf den Nominierenden zurück verlinken. Durch das Initiieren, aber auch durch die Teilnahme an einer Blogparade können themenrelevante und hochwertige Backlinks aufgebaut werden.

Eine Definition von Kerstin Hoffmann – PR-Doktor:

„Eine Blogparade ist eine gemeinsame Aktion vieler Blogger zu einem bestimmten Thema, das der Veranstalter der Parade ausruft. Alle Teilnehmer verlinken zum Aufruf, weisen in ihrem Beitrag auf die Blogparade sowie das veranstaltende Blog hin und informieren den Veranstalter über ihren Beitrag. Der Veranstalter sammelt die Links zu allen Beiträgen und veröffentlicht sie. Optional ist ein abschließendes Resümee des Veranstalters. Oft entsteht aus allen Beiträgen ein E-Book, das der Veranstalter kostenlos zum Download zur Verfügung stellt.“

Die Vorteile einer Blogparade sind somit folgende:

  • Die Leser haben die Möglichkeit neue Blogs kennenzulernen.
  • Alle Beteiligten gewinnen an Reichweite.
  • Alle Teilnehmer erhalten hochwertige Backlinks und Links aus sozialen Netzwerken.

Testimonials

Testimonials zeigen vertrauenswürdige Fürsprecher meist in einer Kombination aus Bild und Zitat Häufig schildern die Fürsprecher darin ihre positiven Erfahrungen mit dem Produkt und empfehlen es. Bei den Fürsprechern kann es sich beispielsweise um populäre Personen oder typische Verbraucher handeln. Testimonials zeigen dem Besucher einer Website, dass diese ein hohes Ansehen genießt und das jeweilige Produkt oder der Content qualitativ hochwertig beschaffen sind. Hierbei können beispielsweise auch begeisterte Kunden, Blogger oder Nutzer mit einer eigenen Website verlinkt werden, welche dann wiederum einen Backlink zu Deiner Seite setzen.

Das Unternehmen OptinMonster zeigt ein gutes Beispiel und erklärt, warum Testimonials wichtig sind.

Beispieldarstellung von Testimonials des Unternehmens OptinMonster
Abbildung 3: Beispieldarstellung von Testimonials des Unternehmens OptinMonster

LINKBUILDING–MAßNAHMEN – Übersicht und Bewertungen von Möglichkeiten zum Backlinkaufbau – PDF

Neben den in diesem Artikel aufgeführten Beispielen für Linkbuilding-Maßnahmen gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten um Backlinks aufzubauen. In unserem PDF findest du deshalb eine ausführliche Checkliste mit unterschiedlichen Linkbuilding-Taktiken, bewertet nach Linkwertigkeit, Zeitaufwand und Kosten.

Download Linkbuilding PDF

 

Weiterführende Informationen

Google erweitert Suchergebnis-Snippets um längere Beschreibung – Tool Update für die Auswertung der Meta Description

Update Mai 2018:
Nachdem die Länge des Suchergebnis-Snippets erst Ende 2017 erweitert wurde, rudert Google im Mai 2018 wieder zurück. In den meisten Fällen werden nun statt der bisherigen 4 Zeilen wieder nur 2 Zeilen Beschreibungstext im Snippet angezeigt. Google hat mit durchschnittlich 160 Zeichen die Länge des Snippets im Verhältnis zu den vorherigen 320 Zeichen also wieder halbiert.
Danny Sullivan von Google erklärt dazu in einem Post auf Twitter, dass es auch zukünftig keine fest definierte Länge für das Snippet seitens Google geben wird. Letztendlich entscheidet der Algorithmus welche Form des Suchergebnis Snippets zum gegenwärtigen Zeitpunkt am sinnvollsten ist. Somit lässt Google alle Webmaster im Unklaren über eine feste Länge des Snippets und behält sich zukünftige Änderungen vor.
Da weitere Längenänderungen des Snippets nicht vorhersehbar sind, sollten Webmaster die Meta Description nun nicht einfach verkürzen. Damit in jedem Fall alle relevanten Informationen im Snippet angezeigt werden, empfiehlt es sich diese in den ersten 110 Zeichen der Meta Description zu nennen.

In regelmäßigen Abständen ändert Google seinen Algorithmus und auch die Darstellung der Suchergebnisse. Kürzlich wurde die Länge des Suchergebnis-Snippets erweitert. Statt der ursprünglichen 2 Zeilen werden nun bis zu 4 Zeilen in der Beschreibung der Suchergebnisse angezeigt.

Wir bei seobility passen unsere Auswertungen stets an die Vorgaben und Neuerungen von Google an und haben die Änderung der Suchergebnis-Snippets in Form eines Updates in die Software übernommen. Ab sofort gelten die neuen Kriterien bei der Analyse der Meta Description.

Der beschreibende Text des Snippets wird im HTML Code der Webseite meist durch die Meta Description definiert. Im Folgenden wird kurz erklärt was die Meta Description ist, welche Änderungen Google genau durchgeführt hat und wie wir das Update dazu in unserem Tool umgesetzt haben.

 

1. Was ist die Meta Description

Die Meta Description zählt zu den Meta Tags und wird im HTML Code innerhalb desBereiches platziert. Sie liefert eine kurze Beschreibung des Inhalts einer Webseite, ist aber nicht auf der Seite selbst zu sehen, sondern beispielsweise als kurzer Text im Snippet des Google Suchergebnisses. Dort ist die Meta Description unterhalb des Seitentitels und der URL zu finden.

Beispiel Google Snippet seobility

Aus technischer Sicht sieht die Meta Description im HTML Code folgendermaßen aus:

<head> 
<meta name="description" content="Überprüfen Sie Ihre Website mit den kostenlosen 
SEO Tools von Seobility! Erhalten Sie Tipps für eine bessere Suchmaschinenoptimierung.">
</head>

Über das Attribut meta name=”description” wird definiert, dass es sich bei diesem Element des HTML Codes um die Meta Description handelt. Der Inhalt des Google Snippets wird über das Attribut content festgelegt. Hier muss der genaue Wortlaut, so wie er in den Suchergebnissen erscheinen soll, angegeben werden.

2. Google Änderung der Meta Description Länge

Nachdem einige SEO Blogs bereits über eine neue Snippet Länge berichteten, bestätigte Google Ende 2017 offiziell (Artikel), dass der Umfang des Snippets in den Suchergebnissen von 2 Zeilen auf 4 Zeilen erweitert wurde. Ursprünglich war die Länge der Beschreibung auf 155 bis 170 Zeichen begrenzt jetzt wird stattdessen Text mit einer Länge von bis zu 320 Zeichen angezeigt. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zeichen für die Beschreibung des Suchergebnisses hat sich somit fast verdoppelt.

Ein längeres Snippet bietet die Möglichkeit mehr Informationen über den Inhalt des jeweiligen Suchergebnisses anzugeben. Dies hilft dem Suchenden besser zu verstehen, was sich genau auf der gefunden Seite befindet. Damit soll es ihm leichter fallen, sich für ein bestimmtes Suchergebnis zu entscheiden. Google bietet dem Nutzer mit der Erweiterung des Snippets also eine bessere Unterstützung bei der inhaltlichen Bewertung der Suchergebnisse.

3. Seobility Update

Mit dem neusten Seobility Update wurde die maximale Länge bei der Überprüfung der Meta Description von 1.000 auf 1.850 Pixel erhöht. Das entspricht der neuen Google Snippetlänge von 320 Zeichen (oder 4 Zeilen). Ab diesem Schwellenwert zeigt Seobility zukünftig an, dass bei der Meta Description Optimierungsbedarf besteht, da der Text ab dieser Länge im Google Snippet abgeschnitten wird.

Warum geben wir Pixel und nicht Zeichen an?

Seobility misst die Länge der Meta Description in Pixeln. Das hat den Vorteil gegenüber einer Messung in Zeichen, dass die Breite der verschiedenen Zeichen bzw. Buchstaben bei der Längenbestimmung mit eingerechnet wird. Wenn in einem Text sehr viele breite Buchstaben wie z.B. “w” oder “m” vorkommen, ist die gemessene Länge in Pixel oder cm länger, als wenn ein Text vorwiegend aus kurzen Buchstaben wie “i” oder “l” besteht. Diesen Effekt kann man sehr gut mit folgendem Beispiel nachvollziehen.

Beispiel zur Veranschaulichung (jeweils 10 Zeichen):
“iiiiiiiiii”
“wwwwwwwwww”

Die Abfolge des Buchstabens “w” ist deutlich länger als die des Buchstabens “i”.

Die Messung der Länge in Pixeln bezieht also den Faktor der Buchstabenbreite mit ein. Mit Seobility lässt sich also exakt messen, ob der Text im Google Snippet komplett dargestellt oder abgeschnitten wird.

Die Auswertungen zur Meta Description finden Sie in Ihrem Projekt über den Reiter Onpage im Bereich Technik & Meta.

Meta Description Onpage seobility

In der Analyse Problematische Meta-Descriptions werden Ihnen Seiten mit zu langen oder zu kurzen Meta Descriptions aufgelistet.
Im unten gezeigten Beispiel ist die Meta Description 2.776 Pixel lang. Aus dem Hinweis geht hervor, dass dieser Wert deutlich zu lang ist und die Meta Description auf maximal 1.850 Pixel gekürzt werden sollte, da sonst ein Teil davon nicht im Google Snippet angezeigt wird.

Meta Description seobility Details

Neben der Umstellung bei der Auswertung im Crawling, haben wir natürlich auch ein Update für den SEO Check durchgeführt. Hinweise zur Optimierung der Meta Description werden hier unter dem Punkt Meta-Description angezeigt. Die aktuelle und die maximale Länge der Meta Description findet man direkt darunter.

Meta Description seobility seocheck

4. Bedeutung der Änderung für die Optimierung

Für Websitebetreiber bietet die Erweiterung des Google Snippets eine gute Möglichkeit ihren Seiteninhalt ausführlicher zu beschreiben. Ein gut formuliertes Snippet stellt dem Suchenden mehr Informationen bereit. So kann dieser leichter herausfinden, welchen Content die jeweilige Website enthält und welche Website am besten zu seiner Suchanfrage passt.
Richtig genutzt birgt das verlängerte Snippet das Potential mehr Aufmerksamkeit für das eigene Ergebnis zu erzeugen und damit in den Suchergebnissen häufiger angeklickt zu werden. Man sollte also die Chance wahrnehmen, mit einer guten Meta Description die CTR (Click-Through-Rate z.d. Klickrate) zu erhöhen und damit den Traffic auf die eigene Website zu steigern.

Einen weiteren Grund sich mit der Erweiterung des Snippet Textes zu beschäftigen liefert ein Blick zur Konkurrenz. Wenn Wettbewerber die komplette Länge ihrer Snippets ausnutzen, man selbst aber nicht, kann sich das nachteilig auswirken. Die Wettbewerber präsentieren ihre Website mit einer Beschreibung in perfekter Länge, während die eigene Meta Description dem Nutzer möglicherweise durch einen kürzeren Text weniger Informationen liefert und damit auch weniger Platz in den Suchergebnissen einnimmt. Im schlechtesten Fall entscheidet dies darüber, für welches Suchergebnis sich der Nutzer entscheidet.

Darüber hinaus führen längere Google Snippets dazu, dass nachrangige Suchergebnisse schneller aus dem sichtbaren Bildschirmbereich verschwinden. Da nun jedes einzelne Snippet in den SERPs (Suchergebnisseiten) aus mehr Zeilen besteht, nehmen Suchergebnisse generell mehr Platz ein. Das hat zur Folge, dass Ergebnisse, die vorher knapp im sichtbaren Bildschirmbereich lagen nun weiter nach unten rutschen und nicht mehr zu sehen sind. Der Nutzer muss erst scrollen, um diese zu erreichen.
Dadurch erscheinen im sichtbaren Bildschirmbereich weniger Suchergebnisse und die Aufmerksamkeit des Nutzers teilt sich zwischen weniger Treffern auf. Die Relevanz der oberen SERPs nimmt mit der Google Änderung also stark zu, während die unteren Suchergebnisse schneller nicht mehr zu sehen sind und weniger Beachtung finden.

Hinweis: Auf mobilen Endgeräten fällt das Google Snippet deutlich kürzer aus als in der Desktop Ansicht. Aus diesem Grund wird im mobilen Snippet der letzte Teil der Meta-Description abgeschnitten. Damit alle relevanten Informationen im kürzeren Snippet sichtbar sind, empfiehlt es sich das Wichtigste zu Beginn der Meta-Description anzugeben. Eine Kürzung der Meta-Description für mobile Snippets ist nicht zu empfehlen, da sich dies nachteilig auf die Sichtbarkeit in der Desktop Suche auswirken würde.

Mit den Tools von Seobility stellen wir Ihnen alle Hilfsmittel für die Optimierung Ihrer Webseiten bereit. Von der Onpage Analyse über die Backlink-Auswertungen bis zur Keyword Optimierung bietet Seobility eine umfassende SEO Analyse. Tipps und Handlungsanweisungen vervollständigen das Paket und weisen Ihnen den richtigen Weg in die Top Platzierungen. Dort angekommen wird es umso wichtiger die komplette Länge des Such-Snippets auszunutzen und dieses so attraktiv wie möglich zu gestalten, um die größtmögliche Aufmerksamkeit auf das eigene Suchergebnis zu lenken und damit die Besucherzahl und den Erfolg der eigenen Website zu steigern.

 

Bild: Meta ©fotolia/kaiwaterfield

SEO für Onlineshops: Mit der richtigen Strategie auf die erste Seite

Für die meisten Onlineshops sind gute Platzierungen bei Google & Co. unabdingbar für einen wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in Anbetracht dessen, dass Kanäle wie Google AdWords immer kostenintensiver werden um potentielle Kunden zu gewinnen, lohnt es sich umso mehr in nachhaltige Maßnahmen wie die Suchmaschinenoptimierung zu investieren. Florian Kolbe von der Online Solutions Group GmbH gibt uns daher wertvolle Tipps und Hinweise zur Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops!

SEO für Onlineshops: Erste Schritte, Tipps und Tricks

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für Onlineshops ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mit der richtigen Strategie sind Platzierungen auf der ersten Seite bei Google kein Wunschgedanke. Was es dabei zu beachten gilt, erklären wir in diesem Artikel. Dabei gehen wir auf die technischen und inhaltlichen Aspekte des SEO für Onlineshops ein. SEO ist ein Prozess, der den Erfolg eines Onlineshops langfristig und nachhaltig stärkt. Sie lernen hier, worauf es im SEO für Onlineshops wirklich ankommt. Für erfolgreiche Maßnahmen müssen Sie kein SEO-Nerd sein. Mit wenig Aufwand können Sie die Sichtbarkeit Ihres Shops nachhaltig verbessern.

Warum SEO für Onlineshops wichtig ist

Ziel eines Onlineshops ist es, die angebotenen Produkte zu verkaufen und dadurch Umsätze zu generieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Shop bei den Suchmaschinen für die relevanten Suchbegriffe gefunden werden. Dies wird durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) erreicht. Dadurch wird die Präsenz und Wahrnehmung des Shops im Web dauerhaft gestärkt. Bei der Suchmaschinenoptimierung spielen viele Faktoren eine Rolle. Einige dieser Rankingfaktoren bewerten technische Aspekte, andere die Usability und wieder andere die Inhalte einer Seite bzw. eines Onlineshops. Google zieht – laut eigener Aussage – mehr als 200 Faktoren für die Bestimmung der Suchergebnisse heran. Je besser die Platzierung, das heißt je weiter vorn der Shop in den Suchergebnissen angezeigt wird, desto höher ist dessen Sichtbarkeit. Über bestimmte SEO Maßnahmen können diese Faktoren positiv beeinflusst werden, so dass die Präsenz und die Sichtbarkeit des Online Shops steigt.

Die Ausgangssituation ist entscheidend

Je nachdem ob ein bestehender Shop optimiert werden soll oder ein Onlineshop neu aufgebaut wird, entscheidet sich welche Maßnahmen am erfolgversprechendsten sind. Dabei spielt das jeweilige Shopsystem eine entscheidende Rolle. Es beeinflusst inwiefern technische Änderungen umgesetzt und implementiert werden können. Für eine erfolgreiche Optimierung ist es daher sehr wichtig, die Möglichkeiten des Shopsystems genau zu kennen, um Änderungen gezielt umsetzten zu können.
Ein anderer wichtiger Punkt ist die Keywordanalyse. Beim Aufbau eines neuen Onlineshops ist sie der wichtigste Bestandteil. Sie dient dazu relevante Keywords und deren Suchvolumen zu identifizieren. Bei einem bestehenden Shop liefern regelmäßige Keywordanalysen neue Potentiale und Ideen für Landingpages. So kann auch ein bestehender Shop seine Präsenz und Sichtbarkeit durch weitere Platzierungen in den Suchergebnissen verbessern.

SEO Faktoren für Online Shops

Content is King – Inhalte als Rankingfaktoren

Am Anfang steht das Keyword

Der wichtigste Aspekt im SEO für Onlineshops ist die Keywordanalyse. Sie bildet die Grundlage für gute Rankings und Inhalte welche die Zielgruppe ansprechen. Ziel hierbei ist es Keywords zu finden welche oft gesucht werden. Sie besitzen ein hohes Suchvolumen und generieren viel Traffic. Zudem sollen Keywords mit hohem Potential recherchiert werden. Diese Keywords besitzen bereits Rankings und stehen auf der Schwelle in die Top 10.Sie werden daher auch als Schwellenkeywords bezeichnet. Die Optimierung dieser Keywords bietet das Potential für Traffic- und Umsatzsteigerungen.
Aufbauend auf der Keywordanalyse wird die Verzeichnisstruktur des Shops erarbeitet bzw. erweitert. Die wichtigsten Keywords werden beispielsweise über die Startseite und Landingpages für die einzelnen Kategorien abgedeckt. Zudem liefert die Keywordanalyse Ausgangspunkte für die Erstellung weiterführender Inhalte wie zum Beispiel Blogartikel.

Die Rolle der Landingpages

Wie schon gesagt werden die wichtigsten und trafficstärksten Keywords über die Landingpages für die Kategorien und die Startseite abgedeckt. Diese Keywords generieren Conversions, sie bedienen also einen Kaufaspekt. Die Abdeckung der Keywords erfolgt in den Metadaten, den URLs und Texten auf der jeweiligen Seite.
Die Texte auf den Landingpages, Kategorie- sowie Produktseiten sollten informativ sein und eine gewisse Länge besitzen. Hierbei liefert der Wettbewerb oft eine gute Orientierung. Es ist sehr wichtig den Nutzern in den Texten relevante Informationen und einen Mehrwert zu liefern. Die Texte sollen die Nutzer über die Produkte und Kategorie informieren und zum Kauf anregen. Keyword-Stuffing, die übermäßige Verwendung von Keywords, wird durch die Verwendung von Synonymen vermieden. So wird eine bessere Lesbarkeit erreicht. Es ist im Allgemeinen sehr wichtig, dass die Texte primär für den Nutzer und nicht für die Suchmaschine erstellt werden. Hierfür sind eine gute Lesbarkeit sowie eine fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik unabdingbar.

Produktbilder und weiterführende Inhalte

Zu einem guten Onlineshop gehören ansprechende Produktbilder. Sie geben dem Nutzer einen Eindruck des Produktes und dessen Eigenschaften. Hier gibt es aus der Sicht des SEO für Onlineshops ebenfalls einige Punkte zu beachten.
Die Pflege der ALT-Tags und eine aussagekräftige Benennung der Bilddatei, unter Verwendung der entsprechenden Keywords, sind unbedingt zu beachten. So werden die Bilder auch für die Suchmaschinen auffindbar und können eingeordnet werden. Weitere Rich Media Formate wie Grafiken, Videos oder interaktive Inhalte sind sinnvoll um dem Nutzer zusätzliche Informationen zu präsentieren. Ein netter Nebeneffekt ist eine steigende Verweildauer und somit ein positives Rankingsignal.
Weiterführende Inhalte wie Ratgeber oder Blogs sind nützlich um weitere Keywords abzudecken und dem Nutzer neue und informative Inhalte zu präsentieren. Blog- oder Ratgeberartikel können neue Produkte präsentieren und so den Verkauf fördern. Zudem sind diese Inhalte eine gute Basis für das Content Marketing und den Aufbau qualitativ hochwertiger Backlinks. Hochwertige Backlinks sind noch immer ein wichtiges Ranking Signal. Ansprechende und informative Inhalte sind ein guter Hebel für die Offpage Optimierung. Zudem profitieren durch eine gezielte interne Verlinkung Produkt- oder Kategorieseiten, wenn diese in einem entsprechenden Blogbeitrag vorhanden sind.

Duplicate Content vermeiden

Die meisten Onlineshops sehen sich mit dem Problem des Duplicate Content konfrontiert. Duplicate Content entsteht, wenn gleiche bzw. identische Inhalte auf verschiedenen Seiten aufgerufen werden können. Dieser kann beispielsweise entstehen, wenn bei verschiedenen Varianten eines Artikels die gleichen Beschreibungstexte verwendet werden. Es handelt sich hierbei um internen Duplicate Content. Diesem Problem kann durch die Verwendung von Canonical Tags begegnet werden.
Entsteht Duplicate Content, weil sich beispielsweise eine Produktkategorie über mehrere Seiten erstreckt, kann eine Paginierung genutzt werden. Diese zeigt den Suchmaschinen den Zusammenhang zwischen den einzelnen Seiten auf. So werden die begrenzten Crawling-Kapazitäten optimal genutzt und wichtige Seiten in den Index der Suchmaschine aufgenommen. In diesem Fall ist zu beachten, dass entweder einer Paginierung oder der Canonical Tag verwendet werden. Eine Nutzung beider Varianten ist nicht zu empfehlen.
Es kann zudem zu Problemen mit Duplicate Content kommen, wenn die Produktbeschreibungen vom Hersteller ohne Änderungen übernommen werden. Man spricht von externem Duplicate Content. Daher sollten individuelle Produktbeschreibungen erstellt werden, das gilt für besonders die wichtigsten Produkte und Top Seller. Standardtexte können für Feeds bei Preissuchmaschinen oder in Affiliate Programmen genutzt werden.

Technik und Usability als Rankingfaktoren

Das technische Grundgerüst

Eine sauber programmierte Seite mit einem schlanken und fehlerfreien Code ist die wichtigste technische Grundlage. Sie sorgt für eine gute Usability und Sichtbarkeit bei Google. So wird nachhaltig qualifizierter Traffic generiert. Grund hierfür ist, dass große Suchmaschinen wie Google oder Bing auch für die Erstellung der Suchergebnisse berücksichtigen. Lädt eine Seite beispielsweise mehrere Sekunden, springen die meisten Nutzer schnell wieder ab. Ein möglicher Kaufvorgang kommt so gar nicht erst zustande. Dies wird auch von Google über die Absprungrate registriert. Ein weiterer dieser Faktoren ist die Verweildauer auf der Webseite. Eine längere Verweildauer lässt darauf schließen, dass die Nutzer auf der Seite relevante und informative Inhalte und Produkte finden. Die Verweildauer muss jedoch im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen betrachtet werden. Für einen Onlineshop sind dies die abgeschlossenen Zielvorhaben. Eine lange Verweildauer und eine geringe Anzahl abgeschlossener Zielvorhaben lässt auf Probleme mit der Usability schließen.

Usability

Ein anderer Punkt aus technischer Sicht ist eine gute Usability und Nutzerfreundlichkeit des Onlineshops. Es ist sehr wichtig, dass die Nutzer ihr Ziel schnell und vor allem unabhängig vom benutzen Endgerät erreichen. In Bezug auf die Usability bedeutet dies, dass sie für jedes Endgerät angepasst wird. Dies wird durch responsive Design erreicht, dass sich automatisch an die jeweilige Bildschirmauflösung anpasst. Alternativ können für Mobilgeräte, wie Smartphones oder Tablets, spezielle mobile Seite erstellt werden. Diese können über eine Subdomain, z.B. www.mobil.beispielshop.de, umgesetzt werden. Bei beiden Varianten ist es wichtig, dass Links und Bedienelemente dabei klar erkennbar und nutzbar sind. Das heißt, dass die entsprechenden Elemente auf Smartphones oder Tablets einfach und klar angetippt werden können, Texte ohne Zoom gut lesbar sind und vieles mehr. Diese Aspekte sind besonders wichtig, da die Nutzung mobiler Geräte immer stärker zunimmt. 2015 wurden erstmals mehr Suchanfragen von mobilen Geräten als von Desktop Computern erfasst. 2016 stammten mehr als 60% der Suchanfragen von mobilen Geräten. Weitere wichtige Usability-Aspekte sind eine gute funktionierende Suche, Vorschläge für ähnliche Artikel und natürlich hilfreiche Filter wie z.B. nach Preis, Marke, Farbe oder Größe.

Handhabung von 404 Fehlern

Die Behandlung von 404-Fehlerseiten ist ein weiterer wichtiger technischer Aspekt im SEO für Onlineshops. Optimalerweise werden 404-Fehlerseiten über eine 301 Weiterleitung behandelt. Eine 404-Fehlerseite kann z.B. entstehen, wenn ein Artikel ausverkauft ist oder aus dem Sortiment genommen wurde. Wird keine Weiterleitung genutzt, sollte die 404-Fehlerseite dem Nutzer Möglichkeiten zur weiteren Interaktion bieten. Bei einem Onlineshop bietet sich die Platzierung ähnlicher oder vergleichbarer Produkte an. Es hat sich ebenfalls bewährt bei ausverkauften oder nicht mehr verfügbaren Produkten auf die entsprechende Kategorie weiterzuleiten. Bei der Einrichtung dieser Weiterleitungen spielt das Shopsystem eine wichtige Rolle. Es sollte die Möglichkeit bestehen diese automatisch einrichten zu können bzw. diese Aufgabe über ein Plug-In zu automatisieren.

Weitere technische Aspekte

Abschließende technische Aspekte sind ein sauberer HTML Code als Grundlage für schnelle Ladezeiten. Die Nutzung des HTTPS-Protokolls ist ein Vertrauenssignal für die Nutzer und die Suchmaschinen. Dieses Signal beeinflusst die Rankings positiv. Die Verwendung sprechender URLs gibt dem Nutzer und auch der Suchmaschine einen ersten Eindruck der Inhalte der Seite. Ob und wie sprechende URLs erzeugt werden können, hängt vom verwendeten Shopsystem ab. Parameter in der URL sollten dabei soweit wie möglich vermieden werden. Dies ist durch verwendetete Filterfunktionen nicht immer möglich.

SEO für Onlineshops zusammengefasst

SEO für Onlineshops ist ein komplexer und vielfältiger Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Eine gute Technik bildet die Grundlage für eine gute Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Präsenz eines Onlineshops. Technisch gut aufgestellte Seiten bzw. Onlineshops senden positive Nutzersignale an die Suchmaschinen und diese fließen ins Ranking ein. Ist die technische Optimierung des Online-Shops abgeschlossen, liegt der Fokus auf den Inhalten und den entsprechenden Keywords. Über Blogs und Ratgeber können Sie weitere Keywords abdecken und das Kundeninteresse wachhalten. Wie oben bereits besprochen, ist Duplicate Content hierbei tödlich für das Google Ranking einer Website – stellen Sie nur einzigartige Texte auf Ihre Seite, die einen echten informativen Mehrwert bieten. Ansprechende und mit den nötigen Tags versehene Produktbilder runden ein gutes Content-Konzept ab. Bei all den vorgestellten Punkten zum Thema SEO für Onlineshops spielt auch immer die Wahl des Shopsystems eine Rolle. Dieses beeinflusst maßgeblich wie die vorgestellten Aspekte umgesetzt und angepasst werden können.

Guerilla-Marketing im Online-Marketing

Der Mensch wird heute mit Werbung überflutet. Dabei ist es egal, ob im Off- oder Online-Bereich. Werbung begegnet uns überall und jeden Tag und ist daher nichts Besonderes mehr. Oft fällt uns Werbung gar nicht mehr auf und genau deswegen ist es wichtig, überraschende und kreative Marketingmaßnahmen zu ergreifen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Keine platten Werbebotschaften, sondern frische und moderne Methoden finden immer mehr Anklang. Guerilla-Marketing ist hier das Stichwort und dabei stellt sich die Frage: Geht Guerilla-Marketing auch Online?
Stefan Frisch, der Experte für Guerilla-Marketing erklärt was Guerilla-Marketing ist und wie diese Art von Marketing auch Online funktionieren kann.

Guerilla-Marketing Online – oder: Der erste Hund auf dem Mount Everest

Guerilla-Marketing? Hast Du bestimmt schon mal etwas gehört davon, oder?! Das ist doch die Art von Marketing, wo immer irgendwas Überraschendes passiert: z.B. sitzt man in einem Café und plötzlich ist man mitten drin in einem Krimi: Schüsse fallen, ein schwarzer Van stoppt, in den die Verletzten hektisch eingeladen werden, eine Lady in Strapsen fährt auf einem Motorrad vorbei… Und das alles nur, weil irgendjemand den auf dem Marktplatz aufgestellten Button gedrückt hatte, auf dem stand: Push Button for more Drama…

Flash-Mobs als Guerilla-Aktion: 16.000 € gespart…

Ja, genau so kann Guerilla-Marketing aussehen. Klassische Elemente sind auch Flash-Mobs, wie wir einen vor einigen Jahren in Fürth organisiert haben. Dabei handelte es sich um eine Freeze-Aktion: 60 Jugendliche wurden auf dem bestbesuchten Platz der Fußgängerzone für fünf Minuten „eingefroren“. Ergebnis: Hunderte verwunderter Passanten, 3 Zeitungsartikel, ein Fernsehbericht und ein kleines YouTube-Video mit mehr als 8.500 Views. Hätten wir das damals als klassische Werbung (Anzeigen in den Tageszeitungen, Spot im Fernsehen) einkaufen wollen, hätten wir runde 16.000 € zahlen müssen. Unser Preis: Eine satte Portion Eis für jeden der 60 Jugendlichen – deutlich billiger!

Ambush-Marketing: Häng Dich an die Großen mit dran!

Auch ein klassischer Guerilla-Marketing-Ansatz: das sogenannte Ambush-Marketing. Das bedeutet: Du klinkst dich halb legal an ein Großereignis mit dran, das eigentlich von anderen gesponsert wird. Du nutzt aber die Bekanntheit und den Buzz des Großereignisses, klinkst dich mit ein und fährst quasi im „Kielwasser“ des Ereignisses kostengünstig mit. So hat das Puma bei den olympischen Spielen 2016 gemacht: Obwohl adidas der Hauptsponsor war, brachte Puma den Weltrekordler Usain Bolt dazu, auf dem Siegerpodest sein goldfarbenen Puma-Schuhe in die Kameras zu halten – und hat damit das komplette IOC ausgetrickst…

Das geht aber auch im kleineren Maßstab: eine Floristin hat 2014 anlässlich der Landtagswahl in Thüringen einfach unter jedes Wahlplakat in ihrem Ort ein eigenes Plakat aufgehängt. Das war ganz ähnlich gestaltet wie ein klassisches Wahlplakat, nur war darauf der Satz zu lesen: “Wählt Bumen!“ und ihr Logo des Blumenladens. Das Ergebnis hier: Zwei Zeitungsberichte, viele Likes bei Facebook und Tagesgespräch (=(Buzz) in der Kleinstadt, weil viele die Aktion offenbar doch ganz schön frech fanden.

Womit wir bei einem weiteren Baustein wären, der gerne im Guerilla-Marketing genutzt wird: Das Buzz-Marketing. Soll heißen: konstruiere deine Guerilla-Aktionen so, dass sie von den Leuten gerne weitererzählt werden. Das kann Humor sein

Beispiel: Guerilla-Escalator
Abbildung 1: Beispiel -Guerilla-Escalator

Bildquelle: flickr/@Arturo de Albornoz

Das kann aber auch Staunen sein, Irritation, Überraschung. Ziel ist, den (potentiellen) Kunden aus seiner augenblicklichen Lethargie zu holen und ihn in irgendeiner Art und Weise zu überraschen. Wenn ihn die Situation, die wir konstruiert haben, emotional bewegt hat, wird er es seinen Freunden und Bekannten weiter erzählen. Womit wir im Bereich des Viralen Marketings angelangt wären, das ebenfalls gerne im Bereich Guerilla-Marketing genutzt wird.

Virale Infekte, die man sich als Werbetreibender wünscht

Vor allem in Zeiten der Sozialen Netzwerke wird natürlich jede Guerilla-Marketing-Aktion immer dokumentiert und für Facebook & Co. Nutzbar gemacht: Kleine Videos der Aktion, Bilder davon, Interviews mit den Beteiligten, ein Making of etc. In den Netzwerken erst mal gepostet, werden sie mit einem Mausklick schnell weiterverbreitet – eben wie ein Virus, der immer mehr „infiziert“. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder die andere an das Moorhuhn-Phänomen: Damals verbreitete sich das Spiel (und das war noch in Zeiten vor Facebook) rasend schnell millionenfach, denn es wurde per E-Mail weitergeschickt. Jeder wollte es spielen, denn der gesamte Freundeskreis spielte es ja bereits und man wollte einfach dabei sein und mitreden können!

Ein weiterer Ansatz, der oft verwendet wird: Ambient Marketing. Darunter versteht man das einbetten von Guerilla-Marketing-Aktionen in die Lebenswelt des Kunden. Das Beispiel von SIXT an einem Flughafen im Bild zeigt es deutlich:

Beispiel - SIXT: Guerilla-Marketing
Abbildung 2: Beispiel – SIXT: Guerilla-Marketing

Bildquelle: © Sixt Urheber Lizenz

Ganz oft ist Guerilla-Marketing also vor allem eines: Überraschend, unerwartet, grenzüberschreitend und frech. Und es zeichnet sich dadurch aus, dass es in der Tendenz relativ preiswerte Ideen sind, die da umgesetzt werden. Deshalb charakterisiert der Satz „Brain beats Budget“ das Ganze recht gut: Nicht der dicke Etat ist entscheidend, sondern die pfiffige Idee, das überraschende Element, der Verwunderungs-Faktor, der der Idee zugrunde liegt.
Und nicht zuletzt: Jede Guerilla-Aktion bietet dem Kunden einen Nutzen. Ganz oft ist das der Humor oder eine völlig neuartige Verwendung des Produkts wie die kultigen Videos von Blendtec ebenfalls gepaart mit Humor und Staunen. Unterhaltung kann also solch ein Nutzen sein, den Guerilla-Marketing bietet. Analysiert man einmal die Komponenten, die eine erfolgreiche Guerilla-Aktion ausmachen, so ergibt sich das folgende Bild:

Infografik-Guerilla Marketing und Guerilla Aktionen
Abbildung 3: Infografik -Guerilla-Marketing

Aber: Geht Guerilla-Marketing auch Online?

Die bisherigen Beispiele, die ja alle aus der Offline-Welt stammen, legen die Frage nahe: Geht das denn auch Online? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Allerdings sind die Ansätze ein wenig anders, eben angepasst, an die Online-Biosphäre…

Zunächst lässt sich natürlich der Virale Gedanke ganz einfach umsetzen und bildet ja quasi das Grundgerüst der Sozialen Netzwerke: Zeig mir was Geiles und ich teile es weiter! Was hier immer geht: komische Bilder, seltsame Fotos, abgefahrene Videos. Also alles, was mit den Augen beim Scrollen über den Bildschirm schnell wahrgenommen werden kann. Die Bilder kann man branden, mit der eigenen URL markieren und darauf hoffen, dass sie in den Netzwerken fleißig geteilt werden und viral gehen. Und so natürlich viele Surfer dann auf diesem Weg im eigenen Shop landen.

Da kann man sogar an so etwas veraltetes wie Cat Content denken: Immerhin 126 Millionen Zuschauer hat dieses Video bekommen…

Je frecher und provokanter die Bilder, desto höher die Wahrscheinlichkeit des Teilens. Der Autovermieter Sixt versteht es ganz großartig, solche Bildmotive zu generieren. Hier finden sich viele Beispiele von Anzeigen, die alle sehr schnell in den Sozialen Netzwerken viral gingen: frech und immer hart am Rande des Möglichen…

Im Online-Bereich bietet sich an, bei Guerilla-Maßnahmen auf das vorhandene Equipment des Users zurück zu greifen: Den PC, vor dem er gerade sitzt, das Handy, das er in der Tasche hat. Das heißt: den User mit integrieren und ihm Action abverlangen: Er soll ein Foto posten, ein Video drehen. Solche Aktionen lassen sich sehr leicht einbauen in mittlerweile etablierte Formen des Online-Marketings wie zum Beispiel die Free Giveaways: Ein Whitepaper, eine Checkliste, ein E-Book zum kostenlosen Download. Im Prinzip ein alter Hut und ja: die User müssen mit ihren Daten (z.B. Mail-Adresse) zahlen…. Klar, soweit auch bekannt. Aber Guerilla-Marketing wird es, wenn wir eben mit den Erwartungen brechen: Vielleicht lassen wir die User mit einem Foto „bezahlen“ das sie mit einer lustigen Fratze zeigt, die sie schneiden müssen. Dieses Foto muss auf Facebook oder Instagram gepostet werden und enthält den Satz „Ich habe mir gerade XY heruntergeladen…“ So ein Foto geht zumindest im Freundeskreis recht schnell viral.

AIDA Prinzip für das Guerilla Marketing
Abbildung 4: AIDA-Prinzip für das Guerilla-Marketing

Oder wir geben Kunden einen 5%-Rabatt (den Sie ja ohnehin alle Naselang bekommen) wenn sie ein Foto von sich mit einem Zettel in den Händen posten, auf dem steht: „Ja, ich will die Produkte von XY unbedingt haben!“
Oder wir lassen Sie mit einem Lächeln zahlen: Ein Foto-oder Video-Statement, das gepostet werden muss und dann wieder zumindest im Freundeskreis viral geht und so unsere Botschaft weiter trägt…
Oder oder oder… Mit (Kunden-)Bildern lässt sich eben viel machen. Als hauptsächliche Netzwerke kommen da natürlich die großen in Betracht: Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram…
Und natürlich können wir auch die modernen Klassiker nutzen, die allenthalben schon durchexerziert werden – nur dass wir ihnen immer einen Guerilla-Marketing-Twist geben:

Freie Webinare anbieten

Klar, auch ein alter Hut – aber wie wäre es denn, wenn wir sie ein wenig anders präsentieren? Hochkomisch statt todernst? Im Bärenkostüm? Um genau 21:21 ein Webinar mit 21 Minuten Länge? Spiegelverkehrt? Auf dem Kopf stehend? Mit einem fürchterlichen (und dadurch wieder hochkomischen) niederbayerischen Dialekt? Der Möglichkeiten gibt es viele…

Die herausragende Webseite

Natürlich soll unsere Webseite sich von den anderen unterscheiden… Aber irgendwie haben doch alle mittlerweile einen Slider oder den Parallax-Effekt – oder was halt gerade der aktuelle krasse shit so sein mag… Aber dann machen wir es eben genau anders herum: Unser Shop ist der einzige im Steampunkt Design. Oder im seltsamen 70er- oder 80er-Jahre-Retro-Design. Nur in unserem Shop geht man wie Rotkäppchen mit dem Weidenkorb einkaufen und nicht mit dem hochmodernen Edelstahl-Icon-Warenkorb. Denn eigentlich geht es nicht ums Einkaufen… Einkaufen kann der Kunde bei einem Dutzend anderer Online-Händler auch. Eigentlich geht es um etwas viel wichtigeres: Unterhaltung! Wenn der Kunde in unserem Shop bei jedem zweiten Klick grinsen muss, weil etwas unvorhergesehenes passiert, weil die Bestätigungsboxen auf Schwäbisch sind, weil die Buttons beschriftet sind, als würde Meister Yoda sprechen, weil beim Klick auf „kostenpflichtig bestellen“ ein Mini-Video eingeblendet wird, dass die Belegschaft tanzend zeigt weil eben wieder jemand gerade bestellt hat… Es! Geht! Um! Unterhaltung!

Eben: Brot und Spiele auch Online!

Lustige Contests zu kreieren, das ist Guerilla-Marketing: Jeder Kunde, der ein Unpacking-Video unserer bestellten Waren im Bikini (ja, gerade auch die Männer: im Bikini! Da gibt es nunmal keine Ausnahmen!) zuschickt, nimmt an einer Verlosung teil: Eine der im Lostopf befindlichen Bestellungen wird im Nachhinein dann von uns bezahlt. Die lustigen Unpacking-Video landen natürlich auf unserer Webseite und natürlich dürfen die User darüber abstimmen, wer das beste Video zugeschickt hat und zum Gewinner gekürt wird. Netter Viral-Effekt: Jeder Teilnehmer hat ein großes Interesse daran, seine Einsendung über die Sozialen Netzwerke zu posten, damit er möglichst viele Stimmen erhält…

Gruppen nutzen

Ja, auch das kennen wir: Nutze die Facebook-Gruppen, die XING- und LinkedIn-Gruppen und positioniere dich dort als Experte, der mit Rat und Tat Präsenz zeigt. Kann man machen, sollte man auch so machen. Aber vielleicht ist man ja der Einzige in der Gruppe, dessen Posts immer so aus der Masse herausfallen, dass sie einfach immer ganz besonders gut wahrgenommen werden… Zum Beispiel, weil sie in Reimform geschrieben sind, weil in den Antworten immer der Buchstabe „e“ fehlt, denn die Tastatur ist ja kaputt. Oder weil der lockere, flippige Ton (zum Beispiel gerade in den Business-Gruppen von LinkedIn und XING) so derartig auffallend anders und sympathisch ist, dass jeder Post einem im Gedächtnis bleibt.

Content ist auch im Guerilla-Marketing King!

Aber eben immer mit einem Twist, immer etwas gegen den Strich gebürstet! Die Klassiker des Content-Marketing kannst Du natürlich auch im Guerilla-Marketing nutzen:

  • Podcasts
  • Whitepaper
  • E-Books
  • Musik & Animation
  • Infografiken
  • Webinare
  • Slideshows & Videos
  • Mini-Games

Wichtig ist aber immer, dass Du Dir vorher überlegst: Was erwartet der Kunde eigentlich normalerweise von diesem Medium und wie kann ich dem Ganzen dann den Guerilla-Twist geben? Mach es anders, mach es unerwartet, mach es frech!

Pressearbeit mit Guerilla-Twist

So wie beispielsweise der Outdoor-Ausrüster Mammut: Der hat vor einigen Jahren dem Thema Public Relations und Pressearbeit den Guerilla-Twist versetzt. Mammut lies eine gut gemachte Webseite für Mary Woodbridge einrichten. Die britische Lady wollte als erste 85-jährige mit ihrem Dackel den Mount Everest besteigen. Natürlich ausgerüstet von … klar: Mammut. Der Outdoor-Spezialist launchte die Seite, schickte die entsprechenden Pressemeldungen an die Zeitungsredaktionen und konnte sich schon wenige Stunden später nicht mehr retten ob der Nachfragen von Seiten der Redakteure – schade nur, dass sowohl die Webseite als auch die ganze Geschichte von Oma Woodbridge alles war, nur nicht wahr: Alles ausgedacht und professionell präsentiert, aber eben alles nur Lüge… Das wurde nach ein paar Tagen dann auch verlautbart und prompt gab es den zweiten Schwung der Berichterstattung über diesen gelungenen Coup. Hier ein Link dazu: https://www.persoenlich.com/kategorie-werbung/

Alles ist möglich im Guerilla-Marketing, solange es twistet!

Du siehst also: Eigentlich kann Guerilla-Marketing in jedem Medium, in jeder Form des Contents, in jeder Branche und in jedem Shop genutzt werden, solange es frech, unerwartet und überraschend ist. Da baut eigentlich nur die eigene Fantasie die Mauern…
Aber natürlich kannst Du auch jederzeit (ganz in Guerilla-Manier) querdenken und vom Online- wieder in den Offline-Bereich gehen: So geschehen beim Online-Shop Tivity, der für seine Online-Strickkurse kurzerhand Laternenmasten umstricken lies mit der URL darauf oder bei SIXT, die auf ihr Online-Angebot aufmerksam machten, indem sie die Namen der WLAN-Netze eines Flughafens zu einer Werbeaussage umformulierten.

Wenn also eine solide Marketingstrategie im Hintergrund vorhanden ist, spricht nichts dagegen, einfach mal ein wenig mehr Mut an den Tag zu legen und sich zu trauen: Brain beats Budget!

Ergänzende Links mit Beispielen:

Bild: Guerilla Marketing / Puzzle mit Symbole @fotolia/magele-picture

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Google Featured Snippets – Was steckt dahinter?

Auf Position 0 bei Google zu erscheinen, ist wohl das beste was einer Webseite passieren kann. Es handelt sich dabei um sog. Featured Snippets oder hervorgehobene Snippets die Google in den SERPs oberhalb der organischen Suchergebnissen anzeigt, wenn eine Frage als Suchbegriff gestellt wurde. Die Antwort stammt dabei von einer Webseite, welche nicht zwingend zu der Suchanfrage in den ersten Positionen innerhalb der Suchergebnisse platziert sein muss. Ob eine direkte Antwort gegeben wird, hängt von der jeweiligen Suchanfrage ab, wobei bisher aber noch eher weniger Fragen direkt beantwortet werden.
Damit setzt Google seine Strategie fort, das Kundenerlebnis in der Googlesuche zu maximieren und den Nutzern direkt Lösungen für Ihre Probleme zu bieten. Was diese Featured Snippets sind und wie man den eigenen Inhalt dort platzieren kann, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Die Entstehung von hervorgehobenen Snippets

Im Jahr 2015 veröffentlichte Google das Hummingbird-Update, welches Google Nutzern das Auffinden von Antworten erleichtern sollte. Statt sich ausschließlich auf Keywords einer Webseite zu verlassen, um den Rang für Featured Snippets zu bestimmen, begann Google mit der Priorisierung von Benutzer-Engagement-Metriken. Seither misst Google durch den sog. RankBrain das Verhalten von Nutzern auf Webseiten. Die Erkenntnisse daraus nutzt Google, um die Darstellung der Suchergebnisse für den Nutzer zu optimieren. Dabei verfolgt Google das Ziel, die Suchergebnisse nutzerfreundlicher zu gestalten und dem Suchenden eine schnelle Lösung für seine Frage anbieten zu können.

Beispiel eines Google Featured Snippet in den Suchergebnissen zur Frage: Wie hoch ist der größte Baum der Welt?
Abbildung 1: Beispiel eines Google Featured Snippet in den Suchergebnissen zur Frage: Wie hoch ist der größte Baum der Welt?

Arten von Snippets

Die Darstellung der Antworten ist nicht nur auf einen kurzen Antworttext begrenzt. Neben der einer reinen Textantwort zeigt Google auch Tabellen und Listen an, wo es zur Beantwortung der Frage sinnvoll erscheint. Zusätzlich können die Antworten noch mit einem Bild ergänzt werden, welches auf der Webseite eingebunden wurde. Damit eine Website als Antwort herangezogen wird, muss sie natürlich auch einen entsprechenden Absatz als Antwort, eine Tabelle oder eine Liste beinhalten.

Textantwort als hervorgehobenes Snippet

Die häufigste Form der Antwort-Boxen stellen die Antworten als Textabsatz dar. Dabei werden meist folgende Fragetypen beantwortet:

  • Was ist ..?
  • Wer ist .. ?
  • Woher kommt .. ?
Darstellung als Textantwort eines Featured Snippet für die Frage “Was ist SEA?”
Abbildung 2: Darstellung als Textantwort eines Featured Snippet für die Frage “Was ist SEA?”

Tabelle als hervorgehobenes Snippet

Tabellenformate erscheinen für Fragen, die strukturierte Informationen benötigen, um die Frage ausreichend zu beantworten, wie zum Beispiel die Frage nach Vollmondzeiten, Steuerklassen usw.
Folgende Fragetypen werden dabei meist mit Tabellen beantwortet:

  • Welche … gibt es?
  • Was sind die Besten …?
Google Featured Snippet als Tabelle zur Frage “Parship Kosten?”
Abbildung 3: Google Featured Snippet als Tabelle zur Frage “Parship Kosten?”
Google Featured Snippet als Tabelle zur Frage “Welche Steuerklassen gibt es?”
Abbildung 4: Google Featured Snippet als Tabelle zur Frage “Welche Steuerklassen gibt es?”

Liste als hervorgehobenes Snippet

Die Beantwortung von Fragen durch die Anzeige einer Liste erfolgt dann, wenn die Antwort aus einzelnen Schritten oder der Aufzählung relevanter Punkte besteht. Google berücksichtigt dabei Inhalte, die mit einer nummerierten oder ungeordneten Liste auf der Webseite ausgezeichnet sind.

Folgende Arten von Fragen werden durch eine Liste beantwortet:

  • Wie wird/geht … ?
  • Was benötigt man zu/zum … ?
  • Was sind die besten … ? (Tabellen & Listen)
Liste als Featured Snippet zur Frage “Wie wird man Bundeskanzler?”
Abbildung 5: Liste als Featured Snippet zur Frage “Wie wird man Bundeskanzler?”

Nutze die hervorgehobenen Snippets für deinen Inhalt

Die beiden wichtigsten Voraussetzungen, um als Featured Snippet über den eigentlichen Suchergebnissen zu erscheinen, sind zum einen die eigentlich Nutzerfrage zu beantworten und zum anderen die Antwort für das bevorzugte Anzeigeformat zu optimieren.

Folgende Fragen sollte man sich stellen, wenn man als mögliches Ergebnis für die hervorgehobenen Snippets berücksichtigt werden möchte:

  • Ist mein Inhalt für die Frage des Nutzers optimiert?
  • Gibt es derzeit ein hervorgehobenes Snippet für ähnliche Suchanfragen?
  • Hat der aktuelle Content im Featured Snippet ein hilfreiches Format, das sich klar an die Fragen der Nutzer richtet?
  • Würde ein Featured Snippet dem Nutzer helfen, eine Frage zu beantworten?

Wenn Google in den Suchergebnissen zu einer Frage kein Featured Snippet darstellt, muss dies nicht bedeuten, dass für entsprechenden Suchanfragen auch zukünftig keine direkten Antworten als hervorgehobene Snippets angezeigt werden. Sofern Google auswertbaren und relevanten Inhalt zu einer Frage findet, werden auch Antworten zu bisher unbeantworteten Fragen ergänzt. Hier eröffnen sich vielseitige Möglichkeiten für Webseitenbetreiber in dem neue potentielle Fragen mit zukünftigen Featured Snippets identifiziert werden und der Inhalt dafür entsprechend bereitgestellt wird. Dabei ist es wichtig, den eigenen Inhalt auf das von Google bevorzugte Antwortformat hin zu optimieren. Außerdem ergänzt Google Antworten mit Bildern, welche auf der entsprechenden Zielseite eingebunden sind, um die Darstellung des Snippets zu erweitern. Gerade wenn die Antwort durch ein Bild veranschaulicht werden kann, sollten auch entsprechende Bilder eingesetzt werden.

Wichtigkeit des Rankings – Ergebnisse nach Backlink Metriken

Um zu Analysieren, ob nur große und bekannte Websites mit einem guten Ranking für die ganze Website, als Antwortmöglichkeit herangezogen werden, haben wir die häufigsten Fragen 2016 an Google sowie die hier im Beitrag dargestellten Beispiele genauer analysiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Webseiten nicht zwingend eine große Bekanntheit aufweisen bzw. exzellent verlinkt sein müssen, um von Google als Inhaltsgeber für Featured Snippets herangezogen zu werden. Dadurch haben auch weniger bekannte Websites die Möglichkeit für ein hervorgehobenes Snippet ausgewählt zu werden. Zwingend notwendig ist dafür natürlich die Bereitstellung der Antwort in einem passenden Format.
Außerdem zeigt die Tabelle, dass für die URL ein gutes organisches Ranking in den Suchergebnissen notwendig ist, um auch als Featured Snippet herangezogen zu werden.

Frage Verlinkte Seite Verweisende Domains insgesamt Verweisende Domains für URL Organisches Ranking der URL
Exemplarische Seite für ein gutes Seiten Ranking und hohen Bekanntheitsgrad
de.wikipedia.org 542.000
Seitenanalyse der verlinkenden Seiten für die dargestellten Featured Snippets
Was ist Paywall? hilfe.my-mediastore.de/?p=1208 13 0 2
Was ist Ceta? global2000.at 3.030 6 2
Was ist TTIP? de.wikipedia.org 542.000 902 1
Wie wird man Bundeskanzler? hanisauland.de 2.160 2 5
Wie hoch ist der größte Baum der Welt? monumentaltrees.com 124 0 1
Was ist Suchmaschinen-Optimierung? tagseoblog.de 1.670 13 5
Was ist SEA? alles-online-marketing.de 38 5 3
Wann ist Vollmond? runen.net 336 12 1
Welche Steuerklassen gibt es? vlh.de 2.260 12 1

Tabelle 1: Bewertung der verlinkten Seite für ausgewählte Featured Snippets nach Backlink Metriken von ahrefs.com

Kritische Betrachtung der Featured Snippets

Im ersten Augenblick erscheint die Position 0 als das Beste was einem Seitenbetreiber passieren kann. Jedoch stellt sich die Frage, ob das Traffic Volumen auch wirklich gesteigert wird, wenn die Frage bereits in den SERPs beantwortet wird.
Wird der Suchende tatsächlich noch auf die verlinkte Seite klicken?
Im Selbsttest hat Matthew Barby von HubSpot herausgefunden, dass die Klickrate für eine ausgewählte Frage durch ein hervorgehobenes Snippet merklich angestiegen ist. Die ganze Analyse gibt es hier: Gewusst wie: So optimieren Sie Ihre Inhalte für die Featured Snippet Box von Google

Jedoch gibt es auch Featured Snippets, welche die Frage in den Suchergebnissen nicht direkt in den Snippets beantworten. In der unteren Abbildungen ist zu erkennen, dass auf die Frage “Wie kann man Bundeskanzler werden?” keine klare Antwort formuliert wurde, sondern nur die Artikelüberschrift die Frage des Suchenden beinhaltet. Dies lässt vermuten, dass vor allem die Artikelüberschrift und das Format von großer Bedeutung sind und der eigentliche Inhalt nicht überprüft wird.

Featured Snippet mit Bild für die Frage “Wie kann man Bundeskanzler werden?”
Abbildung 6: Featured Snippet mit Bild für die Frage “Wie kann man Bundeskanzler werden?”

Zusammenfassung

Zu beachten ist, dass die Frage des Nutzers beantwortet und der Inhalt für die Frage im passenden Format dargestellt wird. Ob Google eine Seite als Quelle für ein Featured Snippet auswählt, ist eher Glückssache, denn bisher ist es eher zufällig ob eine Frage auch ein Featured Snippet als Antwort erhält. Außerdem ist anzumerken, dass die Anzahl der Backlinks für eine Webseite kein ausschlaggebendes Kriterium für die Auswahl durch Google darstellt.

Die wichtigsten Kriterien für das Ranking im Featured Snippet:

  • Die Suchanfrage sollte als Überschrift auf der Webseite, welche für das Featured Snippet verwendet werden soll, integriert sein.
  • Die Antwort für das hervorgehobene Snippet, sollte direkt unter der oben genannten Überschrift stehen.
  • Es werden Webseiten bevorzugt, welche den Inhalt für ein Snippet strukturiert und im passenden Format darstellt.
  • Die bevorzugte URL für das Featured Snippet sollte mit der Frage innerhalb der Top 5 in den Suchergebnissen ranken.
  • Viele und gute Backlinks sind kein ausschlaggebendes Kriterium für das Snippet-Ranking.

Weiterführende Informationen