11 SEO-Erkenntnisse von Fabian Auler

Die Online-Marketing-Branche profitiert von gegenseitigem Wissensaustausch. Lerne von anderen und gib das Gelernte weiter. Fabian Auler von Farbentour.de lässt uns heute an seinem Erfahrungsschatz teilhaben und berichtet von seinen 11 persönlichen SEO-Erkenntnissen.

Meine 11 persönlichen SEO-Erkenntnisse der letzten drei Jahre

In den letzten Jahren habe ich über 60 Online-Projekte im Bereich Online-Marketing betreut und beraten und möchte heute einige wichtige Erfahrungen aus dieser Zeit mit dir teilen. Wenn du Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar von dir sehr freuen.

1. SEO ist keine exakte Wissenschaft

Im Bereich SEO kann man nie auslernen. Niemand von außen kann genau sagen, welche Algorithmen von Google zur Berechnung der SERPs wie gewichtet werden. Daher ist Suchmaschinenoptimierung keine exakte Wissenschaft, sondern beruht auf vielen Tests, Vermutungen und stellenweise auch auf Hoffnungen.
Insbesondere das „Testen“ ist wahnsinnig schwierig, da viele „Verbesserungen“ nicht sofort zu sehen sind, sondern es oftmals dauert, bis diese greifen. Du hast bspw. einen sehr starken Link von einer themenrelevanten Seite bekommen und wunderst dich, warum nichts passiert? Nach meinen Erfahrungen kann es gern auch mal mehrere Wochen dauern, bis ein starker Link anfängt zu wirken. In dieser Zeit können allerdings unzählige Veränderungen an den Google-Algorithmen vorgenommen worden sein. Fängt die eigene Website jetzt an, gute Rankings zu erreichen, ist sehr schwer zu sagen, ob es an einem starken neuen Link liegt, an einem Google-Update oder vielleicht sogar andere Ursachen hat – z. B. neue Inhalte auf deiner Seite. Als SEO- und Webmaster, der Traffic über die Suchmaschinen erzielen will, muss man mit dieser Unwissenheit leben können.

2. SEO-Texte sind irrelevant

Wer auch immer den Begriff „SEO-Text(e)“ erfunden hat, soll sich hiermit von einem grimmigen Blick meinerseits verachtet fühlen.
Es gibt heutzutage keine SEO-Texte: Entweder schreibst du sinnvolle Texte mit einem hohen Mehrwert (was das ist, ich erkläre ich gleich) oder du lässt es bleiben! Die ganzen Mythen mit einer hohen Keyword-Dichte werden oftmals sehr schnell als Keywordstuffing abgestraft und sollten vermieden werden.
Ein Text mit einem hohen Mehrwert bedeutet, Informationen zu liefern, die bestmöglich die Fragen der Zielgruppe beantworten können. Solche Texte lieben die Menschen, wenn sie im Internet nach Informationen suchen. Die Suchmaschine will immer die bestmöglichen Antworten zu einer bestimmten Frage oder einem Problem liefern.
Überlege dir immer die Suchintention hinter jedem Begriff. Wenn die Menschen in die Suchleiste dein Wunsch-Keyword, zu dem du ranken willst, eingeben, wonach suchen sie dann? Genau diese Fragen muss du beantworten können.
Schau dir dabei immer die TOP 10 (deine Konkurrenz) bei Google an. Welche Informationen liefern diese? Sind es lange oder kurze Texte? Welche Besonderheiten fallen dir auf? Werden bspw. viele Videos verwendet, welche Fragen werden dort genau beantwortet usw.?

Mit Tools wie Hypersuggest oder AnswerThePublic kannst du dir zu vielen Suchbegriffen interessante Fragestellungen und Longtail-Keywords anschauen, um herauszufinden, welche Probleme die Zielgruppe haben könnte und nach welchen Antworten diese sucht.

3. Wer bei SEO spart …

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder Kunden beraten, die zuvor auf „billige SEO-Angebote“ von Agenturen reingefallen sind. Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen, sondern einige Webmaster wachrütteln.
Wie soll eine Agentur oder ein Freelancer für einige wenige Hundert Euro im Monat vernünftig SEO betreiben können?
Allein die komplette Analyse über eine Keywordrecherche bis hin zur Erstellung einer SEO-Roadmap nimmt in den meisten Fällen schon einige Tage in Anspruch. Die Optimierung der Website für die Suchmaschinen ist dazu nie abgeschlossen, da immer wieder Änderungen, Neuerungen (siehe den Punkt „SEO ist keine exakte Wissenschaft“) zu verzeichnen sind. SEO sollte daher immer kontinuierlich betrieben werden.
Wer jetzt auf sogenannte „Spar-Angebote“ wie SEO für 249 € pro Monat hereinfällt, kann sich sicherlich vorstellen, wie wenig für so einen Preis geleistet werden kann. Wer nur wenig Geld für SEO ausgeben möchte, sollte es gleich bleiben lassen und SEO selbst betreiben oder alternative Traffic-Kanäle nutzen.

4. Onpage steht immer vor Linkaufbau, aber irgendwann muss man auch damit mal anfangen, oder?

Backlinks sind im SEO nach wie vor relevant, allerdings sollten vor jedem Linkaufbau die Hausaufgaben in Form einer vernünftigen OnPage-Optimierung gemacht worden sein. Es wird dir nichts bringen, wenn deine Seite unzählig viele Seiten an Duplicate Content, miserablen Texten oder sonstigen groben Fehlern hat. Optimiere deine Seite bestmöglich, bevor du dich ans Linkbuilding heranwagst.

Oftmals sehe ich zwei Seiten bei Webmastern, die ihre Seiten für die Suchmaschinen optimieren:
Die einen optimieren ihre Website überhaupt nicht und wollen alles mit starken Links pushen. Die andere Hälfte optimiert sich die Finger wund und vernachlässigt komplett den Linkaufbau, was wiederum auch nicht optimal ist, da Links nach wie vor ein relevanter Rankingfaktor sind.
Versuche einen Mittelweg zu gehen: Google wird dich nicht belohnen, wenn deine Seite jetzt statt 1,21 Sekunden 1,17 Sekunden schnell lädt. Sei nicht zu perfektionistisch! Kleine Schnitzer können auch noch später korrigiert werden.

5. SEO benötigt Zeit – halte die Füße auch mal still

SEO benötigt immer Zeit und Geduld. Wie bereits angesprochen, wirken viele Optimierungen oftmals erst nach längerer Zeit. Stellenweise habe ich erlebt, dass Optimierungen eine Seite in den Rankings zunächst mal kurz einbrechen lassen können. Als würde Google testen, ob du deine Änderungen wirklich so haben willst und damit unruhige SEO- und Webmaster testen will, die ihre Füße nicht stillhalten können.
Daher ist es wichtig, bei einer Optimierung auch immer Ruhe zu bewahren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Wenn die Rankings einbrechen, gilt es Ursachenforschung zu betreiben.

6. SEO-KPIs – Bitte geil dich nicht an irgendeiner Sichtbarkeitskurve auf!

An einem Sonntagmorgen hat sich ein aufgeregter Kunde bei mir gemeldet: „Herr Auler, unsere Sichtbarkeit ist um 17,1 % gefallen. Google hasst uns! Wir wurden abgestraft.“ Leicht benommen setzte ich mich an meinen PC, um die Entwicklung zu betrachten. Zu zwei traffic-starken Keywords gab es einen Fall von Platz 11 auf Platz 19. Alle anderen Rankings sind gleich geblieben. „Google hasst Sie nicht. Rankingschwankungen sind völlig normal und können von niemandem vermieden werden“, versuche ich den Kunden zu beruhigen … genau hier möchte ich meine Abneigung auf die ganzen Sichtbarkeitsmetriken erklären.

Nur weil Tools irgendeinen Absturz in einer zusammengerechneten Statistik melden, heißt es nicht, sofort in Panik auszubrechen und schreiend durch die Gegend zu rennen:

via GIPHY

Achte lieber auf die realen Traffic-Zahlen sowie die Klickrate in der Search Console. Gibt es hier spürbare Veränderungen? Wenn ja, gilt es Ursachenforschung zu betreiben, wie die Konkurrenz erneut zu analysieren (welche Seiten sind nach vorne gekommen? Ist irgendein Muster zu erkennen?).
Beachte außerdem, dass es IMMER Veränderungen in den Rankings gibt. Rankings werden steigen, aber auch mal fallen. Solche Schwankungen sind völlig normal und können von keinem SEO- / Webmaster vermieden werden.

7. Meta-Title und Meta-Description müssen optimiert werden

Als absolutes Basic zu betrachten ist die Optimierung des Meta-Titles und der Description. Seltsamerweise werden diese von vielen Webmastern nach wie vor nicht richtig optimiert. Achte darauf, dass dein Title aussagekräftig ist und zum Klicken animiert. Welche Inhalte und welchen Mehrwert erwarten den Besucher auf deiner Seite? Versuche dies immer in den Title und in die Description einzubauen.

Achte auch darauf, welche Inhalte, wie z. B. Sonderzeichen, die Konkurrenz in den TOP 10 UND (wenn vorhanden) die Ads-Anzeigen haben. Besonders die Ads-Anzeigen sind häufig besser optimiert als die organischen TOP-10-Anzeigen. Hier gilt es viel zu testen und die Klickrate (CTR) zu analysieren. Je höher die Klickrate zu einzelnen URLs ist, desto höher sind auch deine Chancen, in den organischen Rankings zu steigen.

8. Black-Hat-SEO ist ein absolutes No-Go geworden

Ja, Black-Hat-SEO kann wirklich spannend sein und kann auch 2017 (leider) noch teilweise funktionieren. Jedoch wird Google immer besser darin, solche Techniken zu erkennen und wird dich früher oder später dafür abstrafen. Wer den kurzfristigen Erfolg sucht, wird langfristig niemals erfolgreich sein. Ich habe Webmaster kennengelernt, die zwar erfolgreich durch Black/Grey-Hat-SEO ihre Seiten nach vorne gebracht haben, diese jedoch schon teilweise echt paranoid geworden sind, da sie permanent Angst hatten, von Google erwischt zu werden.

Aus meinen Erfahrungen kann ich dir sagen, dass wenn du nach den Regeln von Google spielst, du dafür früher oder später belohnt werden wirst und dies sogar langfristig! Optimiere deine Seite gründlich, damit der Google Crawler deine Seite einwandfrei indexieren kann und erstelle Inhalte, die für deine Zielgruppe relevant sind und mit Freude konsumiert werden. Unterlasse daher Black-Hat-SPAM-Taktiken wie Keywordstuffing, Linkspam usw.

9. Indexierung ist wichtig

Mache einen regelmäßigen „Frühjahrsputz“ auf deiner Website, um Unterseiten mit nur kleinem oder gar keinem Mehrwert und doppelten Inhalten zu entfernen. Diese Entschlackung führte aus meinen Erfahrungen heraus bei vielen Projekten zu einer positiven Rankingentwicklung. Bedenke, dass auch Google versucht, Kosten zu sparen, daher schicken diese ihre Crawler nur so oft es nötig ist auf Websites.
Gibt es gravierende Fehler, merkt das die Maschine und lässt ihren Crawler seltener über deine Website laufen, was für deine Rankings sehr schädlich sein kann.

10. Make „Interne Links“ great again

Interne Links sind einfach zu setzen und können sehr hilfreich sein. Leider wird dies von so einigen Webmastern komplett ignoriert.

Schaue dir als gutes Beispiel Wikipedia an. Dort es gibt es eine wahre Flut an internen Links, besonders aus dem Fließtext heraus. Solche Links sind besonders mächtig und zeigen Google, um welche Inhalte es sich bei der verlinkten Seite handelt. Setze daher interne Links mit einem exakten Ankertext immer gezielt ein.

11. Unterschätze Webdesign nicht!

Sieht deine Website furchtbar aus, hilft dir SEO auch nicht mehr weiter. So einfach ist das leider. Google versucht immer mehr, echte Nutzersignale für die Berechnung der Rankings mit einzuberechnen. Verlassen deine Besucher aufgrund der Optik oder anderen Fehlern schnell wieder deine Seite, kann sich dies früher oder später negativ auf deine Rankings auswirken.

Danke für deine Aufmerksamkeit. Und nun zu dir: Was sind für dich die wichtigsten SEO-Erkenntnisse aus den letzten Jahren?

Bild: SEO @fotolia/John Smith
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SEO Bewertung der Onlineshops des INTERNET WORLD Business Shop Award 2017

Auch dieses Jahr wurde wieder der INTERNET WORLD Business Shop Award 2017 an hochrangige Onlineshops und Newcomer verliehen.

Internet World hat dabei die Kandidaten in die vier Kategorien Bester Online-Pureplayer, Bester Multichannel-Händler, Bester Marken-Shop und Hidden Champion aufgeteilt. Die Shops wurden hinsichtlich emotionaler Ansprache, besonderer Features oder herausragendem Content Marketing bewertet. Aber wie sind die 12 Gewinner Shops hinsichtlich ihrer Suchmaschinenoptimierung aufgestellt? Gibt es bei den großen Playern Verbesserungsbedarf und haben die Newcomer hier die Nase vorn? Wir haben alle Gewinner Shops mit Seobility analysiert und stellen euch hier unsere Auswertung vor.

SEO Analyse der Shop Award Gewinner

Auffällig ist, dass die meisten Shops relativ viele Probleme mit Duplicate Content (Doppelte Inhalte) aufweisen. Dieses Phänomen ist vor allem bei Webshops sehr häufig, da ähnliche Produkte meist keine individuellen Produktbeschreibungen erhalten.

atp-autoteile
Abbildung 1: Das gleiche Produkt in verschiedener Größenausführung bei atp-autoteile.de

Oft werden auch auf den Produktseiten keine Auswahlfilter eingesetzt, sondern jede Farbe oder Größe eines Artikels als eigene Produktseite ohne spezifische Produktbeschreibung hinterlegt. So entstehen unnötigerweise sehr viele doppelte Inhalte.
Positive Ausreißer sind hier About You und Calmwaters. Wir konnten hier keine bzw. nur sehr wenige doppelte Inhalte feststellen. Das zeigt, dass es möglich ist, trotz großen Aufwands, alle Produkte individuell zu beschreiben.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Seitenladezeit eines Onlineshops. Auch hier sticht About You mit einer durchschnittlichen Antwortzeit von 0,11 Sekunden sehr positiv hervor. Das Schlusslicht bildet der BVB Shop mit durchschnittlich 0,9 Sekunden.

Antwortzeit der geprüften Onlineshops Internet World Award Seobility
Abbildung 2: Durchschnittliche Antwortzeit der geprüften Onlineshops

Weiter konnten wir feststellen, dass einige Shops eine größere Ansammlung an 404 (Not found) Seiten aufweisen, welche vor allem auf nicht mehr vorhandene Produkte zurückzuführen sind. Damit dies kein Problem für die Suchmaschinenoptimierung und die User Experience des Shops wird, können nicht mehr vorhandene Seiten auf ähnliche Produkte umgeleitet werden. Eine andere Möglichkeit wäre die Produktseite weiterhin zu veröffentlichen, aber auf die fehlende Lieferbarkeit hinzuweisen und andere Produkte vorzuschlagen. Dieses Potential schöpfen aber leider nur sehr wenige der gekürten Shops aus, so dass Suchmaschinen Robots wie auch Besucher unnötigerweise auf nicht mehr vorhandene Seiten gelangen.

Rewe.de am besten optimiert

+++Unser Gewinner mit der höchsten SEO Bewertung von 74% ist Rewe.de+++

Auch wenn hier noch einige Optimierungspotenziale ermittelt werden konnten, zeigt der Shop dennoch die geringste Anzahl an kritischen Fehlern. Mit einer noch ganz ordentlichen Optimierung und technischen Umsetzung folgen Calmwaters und der Onlineshop von Gourmetfleisch auf Platz 2 und 3.

SEO Bewertung der Onlineshops Internet World Award Seobility
Abbildung 3: SEO Bewertung der Onlineshops

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die jeweilige Onpage Optimierung der 12 von Internet World gekürten Shops doch große Unterschiede aufweist. Für einige Auftritte gibt es hier noch enormen Nachholbedarf, damit diese nicht nur bei den Experten der Jury des Shopawards, sondern auch bei Suchmaschinen schlussendlich ganz oben stehen.

Die Analyse der Onlineshops wurde mittels der Onpage Software von Seobility durchgeführt. Seobility crawlt dabei die Website und überprüft diese auf Fehler und Optimierungspotentiale. Dabei werden fehlerhafte Seiten, Probleme bei der Onpage Optimierung, Duplicate Content, interne Linktexte und über 100 weitere Kriterien der Website überprüft und ausgewertet.

Bild: The winner is ©fotolia/gustavofrazao

Keyword Tagging fürs Ranking Monitoring

Speziell für die Überwachung der Rankings in Suchmaschinen ist es wichtig, seine Positionen in den SERPs im Hinblick auf Stärken und Schwächen zu kennen. Dazu zählt auch das Keyword Monitoring, denn Google ändert regelmäßig seine Ergebnisse. Rutscht eine Website im Ranking nur einen einzigen Platz nach oben oder unten, so kann das mehr aber auch viel weniger Besucher bedeuten. Aus diesem Grund ist es wichtig, plötzliche Veränderungen sofort zu erkennen.

Praxisbeispiel Google-Brand-Update

Ein Praxisbeispiel bietet das Google-Brand-Update, welches vor einiger Zeit durchgeführt worden ist. Zahlreiche Brands haben die erste Suchergebnisseite für sich gewonnen. Dagegen haben Onlineshops, welche eben nur die Brand-Produkte anbieten, stark an Sichtbarkeit einbüßen müssen. Sind vorher keine Themenbereiche für die Keywords durch Tags definiert worden, ist es schwierig, das genaue Problem in einer langen “Keyword-Verlierer-Liste” ausfindig zu machen.

Wurden die Keywords jedoch vorher kategorisiert, ist es möglich das Problem anhand der Beobachtung von Keywordgruppen sofort ausfindig zu machen. Ist ein deutlicher Abfall im Ranking bemerkbar, können zur Analyse die einzelnen Keywordtags als Liste ausgegeben und sofort definiert werden, ob es sich beim Rankingverlust z. B. um den Brand-Bereich der Keywords handelt, oder auch andere Gruppen betroffen sind. So können anschließende Onpage Optimierungen an der Website gezielt und strukturiert durchgeführt werden, sodass sich die Verluste im Suchmaschinenranking minimieren.

Da eine manuelle Überprüfung von Keywords fast unmöglich ist und auch unspezifische Ergebnisse liefert, ist es wichtig ein passendes Tool für das Ranking Monitoring zu verwenden.

Mit Seobility kannst du schnell und einfach deine wichtigsten Keywords eintragen und deren Verlauf jeden Tag überprüfen. Behalte die Entwicklung deiner Keywords im Blick und sichere dir so wichtige SEO Rankings.

Keyword Tagging im Seobility Tool

Im Rankingbereich unseres Tools ist es ab sofort möglich die angelegten Keywords mit Tags zu versehen. Der Vorteil darin liegt, dass die Keywords für die einzelnen Themenbereiche durch Tags kategorisiert werden können und so ein Überblick über die verschiedenen Keywordgruppen gegeben wird.

Exemplarisch wurde das Tagging für einen Online Shop gewählt, da in diesem Bereich viele verschiedene Suchbegriffe anfallen, die es zu kategorisieren gilt.
Die Tags können hierbei folgendermaßen aussehen:

  • Kategorien: Geschenke, Promotion, Prüfung, Abi,…
  • Marken: akteo, lanco,…
  • Artikel: Doktorhut, Glücksbringer, Glückwünsche, Ente,…

Schritt 1 – Anlegen eines Tags

Wähle ein Keyword aus den “Überwachten Keywords” und klicke anschließend auf den Bereich Tags. Klicke auf das Tag-Symbol und gebe ein neues Tag ein oder wähle ein bestehendes aus, sofern bereits welche angelegt wurden.

Keywordtagging mei dem Seobility Tool
Abbildung 1: Ansicht der überwachten Keywords – Tagbereich
Keywordtagging mei dem Seobility Tool
Abbildung 2: Anlegen eines Keywordstags

Schritt 2 – Verwendung von mehreren Tags

Es können unterschiedlich viele Tags zu den jeweiligen Keywords hinzugefügt werden. Dies macht Sinn, wenn ein Keyword mehrere Themengebiete umfasst oder auch aus mehreren Begriffen besteht. Anhand des Beispiels “geschenkideen promotion” ist erkennbar, dass dies in die Kategorie Geschenke und Promotion fällt und somit zwei Tags für dieses Keyword ausgewählt wurden.

Abbildung 3: Abbildung der unterschiedlichen Tags

Schritt 3 – Filterung von Tags

Anschließend können die Keywords nach Tags gefiltert werden, indem ein bestimmter Tag im Filter ausgewählt wird. Der Filter zeigt im Beispiel des Online Shops, die hinterlegten Tags, wie art_armbanduhr, art_becher, brand_akteo, kat_abi, kat_diplom, etc.

Abbildung 4: Ansicht der Filterungsauswahl

Wurde ein Filter gewählt, werden in der Keywordliste, die Keywords angezeigt, welche mit dem ausgewählten Tag versehen wurden. Diese können anschließend nach den unterschiedlichen Kriterien: Suchbegriff, Position, Delta, Suchvolumen, CPC oder Tags sortiert werden. So kann analysiert werden, ob eine bestimmte Keywordgruppe an Rankingpositionen gewonnen oder verloren hat.

Abbildung 5: Filterdarstellung des ausgewählten Tags

Schritt 4 – Vergleich zum Mitbewerber

Im Bereich des Sichtbarkeitsdiagramms können die unterschiedlichen Tags und deren Verlauf verglichen werden. Die historischen Daten zeigen den Sichtbarkeitsverlauf der jeweiligen Tags im Vergleich zueinander. So können Keywordgruppen vom eigenen Webshop mit Keywordgruppen einer möglichen Landingpage oder Blogs des Webshops analysiert und verglichen werden. Hierzu können die unterschiedlichen Tags angeklickt und ausgewählt werden.

Keywordtagging_Diagramm_Sichtbarkeit_Tags_Seobility
Abbildung 6: Sichtbarkeitsdiagramm der verschiedenen Tags

Zu der Sichtbarkeitsansicht mit Tags, können zudem die verschiedenen Mitbewerber hinzugefügt werden. So können nicht nur die unterschiedlichen Tags verglichen, sondern auch der Sichtbarkeitsverlauf im Vergleich zum Wettbewerb dargestellt werden. Es wird ersichtlich, ob der Mitbewerber für bestimmte Tags besser optimiert ist oder der eigene Webshop eine bessere Sichtbarkeit aufweist.

Abbildung 7: Sichtbarkeitsdiagramm verschiedener Tags im Vergleich zum Mitbewerber

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Kategorisieren von Keywords für das Ranking Monitoring gerade bei sehr vielen unterschiedlichen Keywords unabdingbar geworden ist. Eine genaue Analyse von Verlierern oder Gewinnern im Ranking lässt sich anhand von Keywordgruppen leichter durchführen, womit etwaige Probleme oder Optimierungs Fortschritte viel besser nachvollzogen werden können.

© fotoloia/pico

Die wichtigsten SEO Tipps für 2016

Natürlich ist SEO mittlerweile zu einem integralen Bestandteil jeder Online Marketing Maßnahme geworden und nicht mehr ein eigener isolierter Bereich für affine Programmier-Nerds oder findige Affiliates. Jeder Online Redakteur oder sonst jemand, der Inhalte für das Web erstellt, kennt mittlerweile die wichtigsten Basics für die Erstellung von guten Inhalten, die dann auch gut von Suchmaschinen gefunden werden sollen.

Allerdings gibt es noch immer genügend Webseiten, die sogar einfache Regeln der Suchmaschinenoptimierung nicht beachten und damit trotz guter Inhalte nicht Ihr volles Potential in den Suchergebnissen von Google & Co. entfalten können.

Die folgenden Tipps sollen Webseitenbetreibern helfen, die häufigsten Fallstricke zu vermeiden und die eigene Website auf Erfolgskurs bei Suchmaschinen zu bringen.

Der Seitentitel

Eines der wichtigsten Optimierungselemente, mit der größten Auswirkung auf das Suchmaschinen Ranking, ist immer noch der Seitentitel. Ist dieser falsch gewählt oder enthält er keine für den Inhalt der Seite relevante Begriffe, wird hier viel Potential verschenkt. Eine Online Agentur, die die firmeneigene Startseite z.B. mit „Webagentur“ betitelt, sollten Sie vielleicht meiden, wenn Sie diese bei der Suchmaschinenoptimierung unterstützen soll.

Wertvolle Optimierungsregeln:

  • Die wichtigsten Suchbegriffe für die Seite unbedingt in den Seitentitel aufnehmen
  • Jede einzelne Seite sollte einen einzigartigen gut beschreibenden Seitentitel haben
  • Vermeiden Sie sehr ähnliche Titel, z.B. zwischen Startseite und einer Unterseite
  • Maximale Länge des Seitentitels von 60 Zeichen (oder genauer 512 Pixel) nicht überschreiten
  • Trotz wichtiger Keywords etc. sollte der Seitentitel immer noch leserlich sein und den Inhalt der Seite gut beschreiben (Bitte keine Keywords nur lose aneinanderreihen)

Themen statt Keywords

Selbstverständlich ist es weiterhin sehr wichtig, sich ein genaues Bild davon zu machen, was potentielle Kunden oder Interessenten bei Google & Co. suchen, um die eigene Website auf diese Suchbegriffe bzw. Keywords abzustimmen. Mittlerweile reicht es aber nicht mehr nur die entsprechenden Begriffe auf der Seite auch zu verwenden, sondern Google möchte vor allem, dass die obersten Ergebnisse die Suchabsicht des Nutzers so gut wie möglich befriedigen. Je nach Art der Suchanfrage kann das ein ausführlicher informativer Artikel zu einem Thema sein oder ein entsprechendes gut präsentiertes Produkt in einem Online Shop.

Beispielsweise ist eine Suche nach einer bestimmten Hardware Technologie („SSD“, „TFT“, usw.) eher ein Fall für die Wikipedia und Technik Blogs, wohingegen die Suche nach einem konkreten Produktnamen mit Hersteller Angabe („Vaio Notebook“, „Macbook Pro“, usw.) eher darauf abzielt ein Produkt online zu kaufen. Die Grenzen dabei verschwimmen zunehmend, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, wo man mit seiner eigenen Seite steht und zu welchen Suchanfragen und vor allem Suchabsichten man Content produzieren will.

Tipps für die Inhaltserstellung:

  • Recherchieren Sie Suchbegriffe, Suchvolumen, Suchtrends etc. bevor Sie Inhalte erstellen
  • Überlegen Sie sich, ob Ihr Inhalt überhaupt ein gleichwertiges oder sogar besseres Ergebnis für die Suchanfragen sein kann, als es bisher in den Suchergebnissen gibt
  • Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf einen kleineren bzw. spezielleren Themenbereich
  • Erstellen Sie Inhalte, um die Suchabsicht der vorher gewählten Suchbegriffe bestmöglich zu befriedigen
  • Verwenden Sie nicht nur wichtige Keywords, sondern schreiben Sie interessante Texte mit echtem Mehrwert für Ihre Nutzer
  • Ein informativer Artikel beschränkt sich nicht auf wenige Keywords, sondern beleuchtet ein ganzes Thema. Verwenden Sie auch Begriffe die semantisch mit den Haupt-Keywords zusammenhängen, um klar zu machen, dass Sie das ganze Thema behandeln.
  • Länger ist immer besser, sofern es interessant bleibt und sinnvoll ist
  • Aktualisieren Sie Ihre Inhalte regelmäßig und ergänzen Sie diese mit Bildern, Tabellen oder Quellenangaben

Duplicate Content

Doppelte Inhalte (engl. duplicate content), egal ob identische Seiten unter verschiedenen URLs, oder Inhalte innerhalb einer Seite, die auf mehreren Seiten verwendet werden, sollten Sie unbedingt vermeiden. Nicht nur, dass Suchmaschinen bei mehreren Möglichkeiten nicht wissen, welche Seite sie in den Suchindex aufnehmen und für Suchanfragen anzeigen sollen, sondern es werden auch die positiven Signale wichtiger Ranking Faktoren wie externe Links, verweisende Linktexte usw. auf mehrere Seiten aufgeteilt, anstatt eine Seite entsprechend zu stärken.

Damit doppelte Inhalte vermieden werden, sind eine gute technische Basis, sowie eine klare und saubere Seitenstruktur unerlässlich. Zudem lässt sich mit entsprechenden Tools einfach überprüfen, ob Inhalte innerhalb einer Website mehrfach verwendet werden.

Tipps, um Duplicate Content zu vermeiden:

  • Leiten Sie Subdomains (z.B. Domain ohne www.) und Protokolle (https:// auf https://) auf eine einheitliche Version der Website weiter (301 Weiterleitung)
  • Leiten Sie weitere Domains auf die Hauptdomain weiter (z.B. firmen-name.de, firmenname.com, firma-mit-ä.de auf firmenname.de)
  • Geben Sie für jede Seite einen Canonical Link an, um verschiedene URLs zu einer Seite, durch URL Parameter, verschiedene Schreibweisen usw., zu vermeiden
  • Geben Sie für Seiten mit Suchergebnissen einen einheitlichen Canonical Link an, damit Filter- und Sortierungseinstellungen keine unnötigen Versionen der Seite für die Suchmaschine erzeugen
  • Vermeiden Sie es komplette Textabschnitte auf mehreren Seiten zu verwenden. Beispielsweise sollten Blog Posts nur mit einem kurzen Teaser Text aufgelistet werden und nicht der ganze Artikel bereits auf der Startseite erscheinen

Interne Verlinkung und Linktexte

Was wäre das größte Geschenk für einen Suchmaschinenoptimierer? Vielleicht einen Link von einer großen deutschen Nachrichtenseite mit dem wichtigsten Suchbegriff für das neue Projekt als Linktext. Genauso wie Links zwischen verschiedenen Websites, werten Suchmaschinen aber auch Links und Linktexte innerhalb einer Website. Also bevor man auf die große Erwähnung in den Medien und der Presse wartet, sollte man zumindest die Hausaufgaben auf der eigenen Seite gemacht haben. Das bedeutet, eine saubere interne Verlinkung zu implementieren und für den Nutzer und die Suchmaschine nützliche Linktexte zu verwenden.

Tipps für die interne Verlinkung:

  • Wichtige Unterseiten und Landingpages sollten bereits auf der Startseite verlinkt werden
  • Verwenden Sie in den Linktexten für die Zielseite wichtige Keywords. Allgemeine und wenig aussagekräftige Linktexte wie „mehr erfahren“, „hier klicken“ usw. sollte man besser vermeiden
  • Vermeiden Sie zu tiefe Linkstrukturen. Bereits mit 400 Links pro Seite lassen sich auch sehr große Websites über nur 3-4 Ebenen abbilden.
  • Verlinken Sie nicht nur über Ihre Seitennavigation, sondern auch im Text auf weiterführende Informationen, Produkte etc.

Mobile Optimierung

Besucher über Handys und Smartphones sind für Sie nicht relevant, da Ihre Zielgruppe aus dem B2B Sektor kommt, oder Sie ein besonders erklärungsbedürftiges Produkt vertreiben? Weit gefehlt! Mittlerweile werden mobile Endgeräte von allen Altersgruppen und Nutzerschichten verwendet, wenn auch nicht immer zum finalen Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung, so zumindest zum Einholen von Informationen im Rahmen einer ersten Recherche. Schlecht optimierte Websites werden bei mobilen Suchanfragen immer weiter nach hinten durchgereicht, was auch offiziell von Google bestätigt wird.

Tipps für eine mobile Optimierung:

  • Stellen Sie eine mobile Version Ihrer Website bereit, entweder über eine Subdomain (m.example.com) oder über Responsive Webdesign (gleiche Domain)
  • Passen Sie Layout, Seitennavigation, Schriftgrößen usw. für eine einfache Bedienung auf Smartphone Displays an
  • Passen Sie Inhalte wie Bilder etc. so an, dass diese auch mit geringeren Datenraten schnell geladen werden können

HTTPS Verschlüsselung

Seit Mitte 2014 wird die verschlüsselte Übertragung von Webseitendaten mittels SSL/TLS von Google als offizieller Ranking Faktor gewertet. Dies bedeutet, dass Google Webseiten mit HTTPS Verschlüsselung stärker in den Suchmaschinen gewichtet. Erste Auswertungen zeigen, dass immer mehr Webseiten auf den vorderen Plätzen HTTPS nutzen. Ob dieser Korrelation auch ein kausaler Zusammenhang zu Grunde liegt, lässt sich aber schwer sagen. Empfehlenswert ist die Nutzung von HTTPS allerdings ohnehin, wenn Ihre Website beispielsweise Nutzerdaten verarbeitet, z.B. bei Online-Shops, Online-Foren, Verzeichnissen usw. Und wer das letzte Quäntchen Onpage Suchmaschinenoptimierung aus seiner Website rausholen will, dem sei die Umstellung auf HTTPS natürlich angeraten.

Wenn Sie auf HTTPS umstellen wollen:

  • Besorgen Sie sich eine ordentliche Zertifikation mit 2048 Bit Verschlüsselung
  • Stellen Sie die internen Links Ihrer Website von https:// auf https:// oder relative Linkpfade um
  • Stellen Sie sicher, dass auf https:// Seiten alle Ressourcen wie Bilder, Videos usw. sowie eingebundene CSS und JavaScript Dateien ebenfalls über HTTPS ausgeliefert werden
  • Leiten Sie alle Anfragen von https:// auf https:// weiter

Kontrolle der Rankings

Egal ob man bereits die Pole Position für die wichtigsten Suchbegriffe inne hat oder ob man sich erst auf dem Weg in die Top 10 befindet, die Beobachtung und die Analyse der eigenen Rankings, sowie auch die der Konkurrenz, ist unerlässlich für eine nachhaltige Erfolgskontrolle der Suchmaschinenoptimierung. Dies schließt nicht nur bestehende Platzierungen mit ein, sondern auch Bereiche und Suchbegriffe, die es erst noch zu erschließen gilt.

Insbesondere bei der Planung und Durchführung eines Website Relaunch ist es immens wichtig, genau zu wissen welche URLs bei Google indiziert sind. Damit kann vermieden werden, dass bestimmte Seiten aus den Suchergebnissen, nach der Umstellung nicht mehr erreichbar sind oder auf andere Inhalte, im schlechtesten Fall die Startseite der Website, weitergeleitet werden.

Bild: Best Practice ©adiruch na chiangmai/fotolia
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Google Mobile-Friendly-Update

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf onpagedoc.com erschienen und wurde nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht.

Google Update „mobile friendly“

Erst Panda und Penguin, dann noch das Mobile-Friendly-Update – mit Google wird es nie langweilig. Aber die echten SEO-Profis überrascht dieses Update nicht wirklich, denn die Suchmaschine mit den bunten Buchstaben setzt schon länger immer stärker auf einen neuen Ranking-Faktor: den echten Nutzer. Rein technische Suchmaschinenoptimierung nur für den Crawler ist spätestens seit dem Panda-Update Geschichte. Und auch künstliches Linkbuilding ist schon für viele Webseitenbetreiber zum Problem geworden. Der Grund dafür ist sehr einfach: beide SEO-Maßnahmen waren rein für den Googlebot gedacht – der echte Nutzer spielte hierbei keine Rolle. Aber gerade auf diesen kommt es doch an, denn Websites werden nicht für die Maschine, sondern den Menschen gemacht. Mit dem ATF (above the fold) Update hatte Google bereits vor Jahren einen ersten Schritt zu besseren, nutzerorientieren Websites gemacht. Das Mobile-Friendly-Update ist da eigentlich nur die konsequente Fortsetzung. Laut einer Studie vom BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) sind über 50 Prozent der Nutzer durch das Smartphone deutlich häufiger im Internet unterwegs und laut Statista nutzen fast 70 Prozent der Deutschen das mobile Internet – Tendenz steigend. Häufig beginnt eine Customer Journey bereits unterwegs mit dem Handy – schnell mal mit dem iPhone im Stau, in der U-Bahn oder in der Wartschlange an der Kasse etwas gegoogelt und dann Zuhause am Rechner intensiver weitergesurft. Was aber, wenn bereits auf dem Smartphone die Website kaum lesbar oder bedienbar ist? Richtig: die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie erneut ansteuere, sinkt rapide. Daher sagt sich auch Google: eine Website sollte heute möglichst auch auf mobilen Endgeräten schnell geladen und ordentlich angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, dann kann und wird eine gute Platzierung in den Suchergebnissen kaum noch möglich sein.

User Experience als wichtig(st)er Ranking-Faktor

Seitens Google hört man auf Kritik von Webseitenbetreibern immer wieder ein Statement:

„Wir machen keine Suchmaschine für Websites, sondern für Nutzer.“

Und dieses Zitat ist schon einige Monate her – also einige Zeit vor der offiziellen Ankündigung des Mobile-Friendly-Updates. Damit wird eines ziemlich deutlich: Google setzt den Fokus weiter auf die Nutzererfahrung und Usability als Ranking-Faktor. Dinge wie die Klickrate (CTR, Click Through Rate) oder Verweildauer sind schon länger ein fester Bestandteil des Algorithmus und haben einen immer größeren Einfluss auf das Google-Ranking. Aber zur User Experience zählt eben auch der visuelle Part – sprich das Design einer Website. Passt sich das Layout nicht an, wenn man beispielsweise mit einem iPhone auf eine bestimmte Website aus den Suchergebnissen klickt, so ist eine erhöhte Abbruchrate und damit eine schlechte User Experience sehr wahrscheinlich. Dass Google dies als wichtigen Onpage-SEO-Faktor betrachtet, ist nur zu verständlich und zeitgemäß. Ob ein dargestelltes Foto nun optisch ansprechend, Textinformationen visuell schön dargestellt oder die Farbauswahl an die Zielgruppe der Website angepasst wurde, spielt für Google nur eine indirekte Rolle. Denn wenn der Webdesigner seinen Job nicht gut macht, dann führt das höchstens zu schlechten Klickraten auf der Seite und kann sich damit negativ auf das Google-Ranking auswirken. Vielmehr geht es den Betreibern der Suchmaschine darum, dass das Layout und die Elemente der Website sich an das mobile Endgerät anpassen und damit besser zu betrachten, lesen und klicken/tippen sind.

Neuer Mobile-Index bei Google

Auch Google hat sich seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben, für Nutzer mobiler Endgeräte besser zu werden. So wird in den Suchergebnissen bereits ein Hinweis direkt unter dem Titel und vor der Meta-Description angezeigt, ob eine Website für mobile Endgeräte optimiert ist oder nicht. Hier geht Google rein von der Art der Darstellung aus, sprich ob die Elemente auf kleineren Displays optimiert angezeigt werden. Ein erstes Indiz für den Crawler ist dabei der Viewport im HTML-Header, der bereits einen Hinweis auf eine mobile-optimierte Website ist. Noch nicht erfasst ist dabei die Ladezeit, die aber gerade auf Smartphones eine wesentliche Rolle spielt. Laut einem Artikel auf moz.com soll aber bereits ein rein mobiler Index mit einer optischen Markierung „Slow“ geplant sein – rein optisch die Seite anzupassen, wird demnach auch in Zukunft nicht mehr reichen. Eine gute Performance und noch schnellere Ladezeiten sind daher gerade für den Mobile-Index von Google von entscheidender Bedeutung. Schon seit langem gibt es bei Google-Pagespeed die Möglichkeit, die Performance von Websites zu testen und auch die Optimierung für mobile Endgeräte zu überprüfen. Eine entscheidende Frage drängt sich bei diesem Thema allerdings auf.

Beeinflusst Googles Mobile-Friendly-Update auch die „normale“ Search?

Vielleicht, aber wahrscheinlich. Google lässt sich hier (mal wieder) nicht in die Karten schauen. Wie moz.com berichtet, soll es mittelfristig einen separaten Mobile-Search-Index geben. Das bedeutet: wenn man mit einem Smartphone oder Tablet einen Suchbegriff eingibt, wird ein anderer Index zur Auswertung der Anfrage genommen, als bei einer Desktop-Suchanfrage. Andere Quellen wiederum behaupten, dass das Mobile-Friendly-Update sehr wohl Auswirkungen auf den „normalen“ Suchindex hat und unlogisch ist das nicht. Der Grund: Zwar sind immer mehr Nutzer mit mobilen Endgeräten im Internet und nutzen logischerweise auch die Suchmaschine unterwegs, jedoch sind die gleichen Nutzer auch parallel im Büro oder zu Hause mit ihren stationären Computern oder Notebooks online. Nicht selten setzt man seine Suche am Rechner fort, die man unterwegs begonnen hat oder andersherum. Was sich hier ändert, ist die Customer Journey, also der Weg des Nutzers durch das Netz. Eine Website, die sowohl für große als auch kleine Bildschirme optimiert ist, dürfte also auch bei Google höher im Kurs stehen. Sich nur darauf zu verlassen, dass man eventuell in einem zukünftigen mobilen Index von Google schlechter dasteht, aber seine Rankings in den „normalen“ Suchergebnissen behält, wäre ein zu hohes Wagnis. Vorsorgen statt Nachsehen sollte hier das Motto lauten.

So machst Du Deine Website mobile-friendly

Design-Tipps für eine bessere Mobile-Website

Es gibt noch eine Vielzahl weitere layout-technische Dinge zu beachten, aber hier sind schon einmal 5 Top-Tipps für ein optimiertes Webdesign für Smartphones & Co:

  • Nur Elemente anzeigen, die wirklich essentiell sind (z.B. Hauptmenü-Icon, Produktbilder, Text usw.). Sekundäre Elemente (z.B. komplexer sitewide Footer) sollte man weglassen, bzw. ausblenden.
  • Mehr Platz lassen: bei mobilen Endgeräten navigiert man mit Fingern und Daumen und braucht daher eine größere Trefferfläche bei Interaktionselementen.
  • Nicht jedes Bild ist skalierbar – soll heißen: wenn ein Teaser mit Text kleiner skaliert wird (z.B. im Landscape-Modus beim iPhone oder Android Handy), dann sind enthalte Schrift, Icons oder Logos eventuell schwer oder gar nicht mehr lesbar.
  • Ladezeit beachten! Trotz UMTS und HSDPA dauert das Laden von Websites auf Smartphones deutlich länger als auf Desktop-Rechnern. Jede eingesparte Millisekunde kann ein paar Prozent Klickrate mehr bringen, was wiederum zu besseren Platzierungen in den Google Suchergebnissen führen kann.
  • Mobile-First: Bei neuen Websites sollte man von Anfang an das mobile Webdesign denken und zuerst das Layout für Smartphones und Tablets definieren. Was in klein schon gut aussieht, lässt sich auch in groß gut darstellen. Hier ist ein Umdenken auch bei Webdesignern gefragt.

Portrait vs. Landscape – eine echte Herausforderung

Website Optimierung Mobile Design

Es gibt verschiedene Strategien und Herangehensweisen, um ein Layout für eine Website für alle Endgeräte zu optimieren. Während früher meist ein oder zwei Standard-Bildschirmgrößen und nur wenige mögliche Auflösungen zu beachten waren, ist es heute ein echtes Mammut-Projekt, ein komplexes Webdesign auf allen Bildschirmen schön und nutzerfreundlich darzustellen. Allein die Anzahl an verschiedenen Bildschirmauflösungen ist regelrecht explodiert, da neben den verschiedenen Desktop-Computern auch eine wahre Vielfalt von Notebooks, Netbooks und Ultra-Books entstanden ist. Dann kommen noch die Tablets mit 7, 9, 10, 11 und 12 Zoll (manche sind sogar noch größer) und diverse Smartphones mit Windows Phone, iOS und Android-Betriebssystemen. Während die Desktop-Computer, Notebooks und Tablets eher im 4:3 oder 16:9 Verhältnis – also im Landscape-Modus betrieben werden, so ist der Usecase für Smartphones eher um 45 Grad gedreht – sprich hochkant im Portrait-Modus. Ob eine Website für mobile Endgeräte optimiert wurde, entscheidet sich dann spätestens, wenn man das Handy zur Hand nimmt und darüber eine Seite ansteuert. Komplexe Menüs werden meist zusammengeklappt und komprimiert dargestellt, Bilder und Inhaltselemente skaliert, zusammengeschoben und neu angeordnet sowie „überflüssige“ Web-Element gänzlich ausgeblendet. Die Anforderungen an einen Webdesigner, dies alles ansprechend und nutzergerecht umzusetzen, damit man auch unter der Mobile-Friendly Brille von Google gut aussieht, sind enorm gestiegen. Es ist hier ratsam, sich unbedingt professionelle Hilfe / Beratung einzuholen, wenn die eigene Website noch nicht für Smartphones und Tablets optimiert wurde.

Responsive Design, Fluid Design, Adaptive Design, Mobile Web App – was ist das Beste?

Wenn man es noch komplizierter machen wollte, dann könnte man noch Fixed und Elastic Design mit in die Möglichkeitenliste aufnehmen. Neben der Wep-App gibt es dann noch die nativen Apps und wenn wir schon dabei sind, kann man noch HTML-Scraper und mobile Templates erwähnen. Als Seitenbetreiber hat man dabei die Qual der Wahl und viele stellen sich die Frage: welche Variante ist die Beste, um meine Website „mobile friendly“ zu optimieren. Leider gibt es hier keinen Pauschalweg und DIE „optimale“ Lösung – es kommt ganz darauf an, worauf man Wert legt und wie das Nutzerverhalten und das Content der Website aussieht. Grundsätzlich aber kann man sagen, dass im Fall der mobilen Endgeräte die Losung lauten sollte: weniger ist mehr! Soll heißen: Nutzer, die mit Smartphones eine Website anschauen, sind noch ungeduldiger als die, die am Rechner sitzen. Warum? Ganz einfach: mit dem Smartphone ist man meist unterwegs im Internet und wird noch leichter und schneller abgelenkt. Lange Ladezeiten (auch wenn es manchmal nur Millisekunden sind) oder schlecht bedienbare Element können schnell die Abbruchrate erhöhen und damit per se zu einem schlechten Ranking führen. Wenn man also über eine Mobile-Optimierung nachdenkt, dann sollte das Reduzieren ganz oben auf der ToDo-Liste stehen. Denn für ein optimales, mobiles Layout braucht man Platz. Während man am Computer mit der Maus präzise navigieren und damit auch kleine Element gut klicken kann, so werden die meisten Websites mit Smartphones eher im Einhand-Modus und mit dem Daumen bedient. Klickbare Flächen sollten also deutlich größer sein und wesentlich mehr Abstand zueinander haben. Apple empfiehlt hier übrigens eine Mindestgröße von 50x50px für Icons, Symbole oder Buttons, hinter denen sich eine Aktion beim Drauftippen verbirgt. Auch Text und Bilder brauchen mehr Abstand und Platz, damit sie leichter auf einem kleinen Display wahrgenommen werden können.Google ist sich hier allerdings noch nicht ganz einig, welche Variante bevorzugt behandelt wird. Fakt ist, dass ein Responsive-Design die beste Möglichkeit ist, um die Inhalte zu crawlen. Fakt ist aber auch, dass mit einer Webapp oder einer separaten mDot (z.B. m.beispiel.de) und mit einem separaten Template eine bessere Performance erreicht werden kann, da hier nicht per se alle Elemente einer Seite mitgeladen und durch Stylesheet-Befehle ausgeblendet werden müssen. Aber egal wie – Fakt bleibt, dass man um eine Mobile-Optimierung nicht mehr herumkommt.

Crawler unterstützt Web-Technologie JS (jQuery) und CSS

HTML5, CSS3 und JavaScript

Immer wieder ein großes Thema in Bezug auf Google und das Crawling der Website sind Technologien, die eine Website dynamisch machen und ein modernes Webdesign ermöglichen. Eine oft verbreitete und beliebte Technologie für die Dynamisierung von Content auf der Website ist AJAX (Asynchronous JavaScript and XML), bei der HTTP(S)-Anfragen verschickt und z.B. Inhalte nachgeladen werden. Was für den Web-Entwickler eine tolle Möglichkeit ist, macht dem Googlebot jedoch Probleme, denn dieser kann derzeit mit AJAX (noch) nicht viel anfangen und das wird sich voraussichtlich auch mit dem Mobile-Friendly-Update nicht viel ändern. Das bedeutet: wenn man über eine Optimierung der Seite für mobile Endgeräte nachdenkt, dann sollte man tunlichst auch den Einsatz von AJAX verzichten, um sich nicht selbst Stolpersteine in den Weg zu legen.

JavaScript und CSS kann eingesetzt werden – Flash aber bitte nicht

Ajax Flash Hidden Script

Aber nicht nur mit AJAX ist es möglich, einen Website dynamisch und schick zu realisieren. Auch wenn kleinere Animationen zum Einsatz kommen sollen, dann sollte man ebenfalls auf Flash verzichten, da dies von den meisten Smartphones und Tablets nicht verarbeitet werden kann und meist auch alles andere als performant ist. Gerade mit CSS3 und HTML5 sind viele Möglichkeiten gegeben, eine Website „in Bewegung“ zu versetzen und dabei den Crawler nicht zu behindern. Gerade letzterer Punkt ist und bleibt auch hinsichtlich des Mobile-Friendly-Updates ein wichtiger Aspekt, denn auch wenn der Crawler Skripte und Stylesheets immer besser „lesen“ und interpretieren kann, so sollte man unbedingt darauf achten, dass JS und CSS nicht vom Crawling ausgeschlossen und somit als Cloaking gewertet werden kann.

Ist deine Website für Mobilegeräte optimiert? Jetzt testen

In den Google Webmaster Tools wird seit einiger Zeit ein Hinweis angezeigt, wenn eine dort aufgelistete Website nicht oder nur unzureichend für Mobilgeräte optimiert wurde. Einen Test kann man schon seit einiger Zeit bei Google PageSpeed Insights durchführen, wo auch Tipps hinsichtlich konkreter Optimierungen auf der Seite gegeben werden.

Yandex führt Backlinks wieder als Ranking-Faktor ein

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf dem Blog von onpagedoc.com erschienen und wurde nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht.

Also doch: Backlinks sind als Ranking-Faktor einfach nicht tot zu kriegen, das beweist jetzt ein Zurückrudern von der russischen Suchmaschine Yandex. Nachdem die Betreiber der Suchmaschine sich bereits seit Ende 2013 von der externen Verlinkung als wichtigen Ranking-Faktor gänzlich verabschiedet haben, gesteht man sich jetzt ein: ohne Backlinks geht es wohl doch nicht. Seit Beginn des Jahres 2014 war es dann soweit und der Algorithmus, mit dem die russische Suchmaschine Websites nach ihrer Relevanz für die Suchergebnisse bewertet, ignorierte den Impact von Backlinks vollständig. Das Ergebnis war eine komplette Neuordnung der SERPs, denn ohne Links kam es auf das an, was den echten Nutzer wirklich interessiert: guten und relevanten Content und User Experience.

Google, Yandex und das ewige Leid mit den Backlinks

Wirft man einen kleinen Blick zurück, dann waren externe Linkverweise praktisch der allererste und anfangs auch einzige Ranking-Faktor für Suchmaschinen – speziell für Google. Umso mehr Links man hatte, desto höher die Wahrscheinlichkeit, ganz oben in den Suchergebnissen zu ranken. Erst mit den Jahren erkannte man, dass sich gerade die Suchmaschinenoptimierer in Scharen darauf gestürzt hatten und künstliches Linkbuilding zu einem mehr als lukrativen Geschäft geworden ist. Mit dem Aufkommen von Penguin wurde erstmals auch die Qualität und Relevanz der Verlinkung von anderen Websites hinterfragt und einige Kandidaten gnadenlos abgestraft. Und trotzdem: geschickt gesetzte Backlinks haben nach wie vor funktioniert und tun es auch heute noch. Es gibt noch genügend (SEO-)Schlupflöcher, durch die man sich in den SERPs nach oben mogeln kann. Das SEO-Lager ist in dieser Hinsicht zwiegespalten: die einen freuen sich über die Tatsache, dass man auch mit mittelmäßigen Content aber ausreichenden Backlinks noch immer erfolgreich unterwegs ist. Die andere Gruppe, zu denen ich mich persönlich auch zähle, war sehr froh über den Ansatz von Yandex, Backlinks gänzlich aus seinem Such-Algorithmus zu verbannen. Denn das Resultat bedeutet im Umkehrschluss: man muss sich endlich mal mit richtig gutem Content und dementsprechend auch echten Nutzern auseinandersetzen. Mit Yandex als Vorreiter war zumindest die Hoffnung da, dass sich auch der Suchgigant aus Kalifornien sich irgendwann von Backlinks als Ranking-Faktor verabschiedet. Aber Pustekuchen: Backlinks are back!

Warum macht Yandex sowas?

Laut einem Artikel auf searchengineland.com sind die Betreiber der Suchmaschine darüber enttäuscht, dass russische SEOs noch immer im großen Stil Links kaufen und verkaufen und damit Yandex neuen Algorithmus ignorieren, berichtet Alexander Sadovsky (Head of Natural Search bei Yandex). Der ursprüngliche Grund, warum Yandex die Backlinks als Ranking-Faktor gestrichen hatte, war die Eindämmung von künstlichem Linkbuilding. Das hat nach eigener Aussage nicht funktioniert und daher orientiert sich Yandex nun am großen Konkurrenten Google, der mit seinem Penguin-Update Backlinks auch negativ bewertet. Statt neutral heißt nun die neue Devise bei den Suchexperten aus Russland: externe Links können sich positiv UND negativ auf die Position in den Suchergebnissen auswirken. So die offizielle Version. Aus eigenen (russischen Quellen) geht aber hervor, dass Yandex in den letzten Monaten dramatisch an Marktanteil eingebüßt hat. Waren es Ende 2013 noch gut 60% Suchtraffic bei Yandex und nur knapp 40% bei Google, so ist heute das Verhältnis gerade einmal 50-50. Ist die Wiederaufnahme der Backlinks als Ranking-Faktor also „nur“ ein Versuch, das Machtverhältnis im russischen Suchmaschinenmarkt umzudrehen? Fakt ist, dass auch in den nächsten Jahren die grauen Backlink-Wolken den blauen Content-Himmel (teilweise) bedecken werden. Schade eigentlich.

WDF*IDF Analyse – Best Practice

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf dem Blog von onpagedoc.com erschienen und wurde nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht. In den Praxisbeispielen wird das WDF*IDF Tool von OnpageDoc genutzt, welches Du selbstverständlich auch weiterhin für Deine WDF*IDF Analysen verwenden kannst. Darüber hinaus solltest Du dir aber auch mal das WDF*IDF Tool von Seobility ansehen, mit welchem Du noch mehr Analysen pro Tag durchführen kannst.

Was ist dieses WDF*IDF eigentlich?

Immer dann, wenn man über Content in Bezug auf SEO spricht, dann redet man zwangsläufig auch über WDF*IDF oder Termgewichtung. Beinahe jedes Analyse-Tool, dass sich auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert hat, bringt eine solches Analyse-Feature mit, um den geschriebenen Text zu optimieren. Aber bevor man sich Hals über Kopf und mit allen Texten in diese „Wunderformel“ stürzt, sollte man verstehen, was WDF*IDF eigentlich ist, wie es funktioniert und wann man besser die Finger davon lässt.

Definition & Erklärung

Ok, Reset: wir vergessen einmal kurz jedes Halbwissen und Gerüchte und wollen noch einmal kurz klären, für was die Formel WDF*IDF eigentlich steht. Within Document Frequency * Inverse Document Frequency – alles klar? Nicht wirklich, oder? Die reine Definition bringt uns hier nicht bedeutend weiter. Eine Erklärung aber schon: es werden zu einem beliebigen Suchbegriff (dieser kann auch aus mehreren Wörtern bestehen) die Top-Websites in den Google Suchergebnissen analysiert und deren Wörter nach Häufigkeit gewichtet. Füllwörter wie „haben“, „ist“, „und“ kommen verhältnismäßig oft vor (auf den analysierten Websites und auf allen anderen Internetseiten generell) und haben daher eine schwächere Gewichtung. Desto spezieller das Wort aber wird, desto seltener kommt es grundsätzlich im Netz vor und umso höher ist die Gewichtung dafür.

Termgewichtung Best Practice

Wem das bis jetzt noch zu theoretisch war, dem sei hier ein praktisches Beispiel gegeben. Wollen wir beispielsweise einen Text zum Thema „Eierschalensollbruchstellenverursacher“ (ja, das Ding gibt es wirklich) bestmöglich auf Relevanz mittels einer WDF*IDF-Analyse schärfen, dann sieht das Ergebnis zur Termgewichtung erst einmal so aus:

WDF*IDF Analyse Termgewichtung

Das SEO-Tool OnpageDoc zeigt hier nun also an, welche Worte die höchste Gewichtung für unser Keyword haben. Was oft falsch verstanden wird: gemeint ist hier nicht die absolute Anzahl der verwendeten Häufigkeit pro Keyword, sondern nur ein Indikator über die Höhe der Gewichtung. Das Wort “Eierschalensollbruchstellenverursacher“ ist eben so selten, dass es die höchste Gewichtung hat. Es bedeutet aber nicht, dass es auch sehr häufig im Text vorkommen muss. Das Analyse-Tool zeigt uns hier eben Worte an, die auf anderen Websites auch vorkommen, die zu unserem Keyword ranken, sprich die in diesem Kontext auch relevant sind.

Warum funktioniert WDF*IDF nicht immer?

Nun könnte man ja denken: „Super. Ich führe jetzt einfach für alle meine Texte eine WDF*IDF-Analyse durch und optimiere die Wörter danach und dann ranke ich automatisch besser.“ Klingt logisch und verlockend, ist aber leider falsch. Denn die Termgewichtung ist vieles, ein Allheilmittel oder gar eine Ranking-Garantie mit Sicherheit nicht. In einigen Fälle ist es sogar gänzlich sinnlos, Websites damit zu analysieren und optimieren. Auch hier soll uns wieder ein Beispiel für ein besseres Verständnis dienen.

Shorthead Keywords

Speziell bei sehr kurzen Suchbegriffen, bei denen die Suchintention dahinter nicht wirklich eindeutig ist, wäre eine WDF*IDF-Analyse absolut sinnlos. Nehmen wir beispielsweise den Shorthead Suchbegriff „Info“ und schauen uns an, was die Analyse von OnpageDoc dazu auspuckt:

WDF*IDF Analyse

Nun mag man vielleicht der allerkreativste Schreiberling unter der Sonne sein, aber einen sinnvollen Text mit dieser Kombination von Suchbegriffen wird wohl kaum umsetzbar sein. Und selbst wenn doch: dann würde man höchstwahrscheinlich trotzdem nicht zu „Info“ ranken. Warum? Ganz einfach: das Wort „Info“ ist eigentlich nur eine Worthülse und kann breitgefächerter kaum sein. Schaut man sich dazu die Termgewichtung an, dann wird das ziemlich deutlich. Von Regionen, Fernsehsendern und absolut generischen Begriffen ist im Prinzip alles vorhanden. Selbst wenn man nun alle diese Begriffe der Gewichtung nach in einen Text packen würde (den Sinn dieses Wortkonstrukts stelle ich erst einmal nicht zur Diskussion), dann würde man dazu trotzdem nicht ranken. Erst in der Kombination mit mindestens einem weiteren Wort (wir befinden uns dann im Midtail-Bereich) wird es auch für die Suchmaschine greifbar und sinnvoll: „Wetter Info“, „Schwarzwald Info“ oder „NDR Info“ lassen sich inhaltlich viel besser definieren und schon wird ein Schuh draus und auch WDF*IDF ergibt wieder Sinn.

Do-Intent Suchbegriffe

Ähnlich schwierig verhält es sich mit „Do-Intent“ Keywords – also Suchphrasen, die auf eine Aktion abzielen. „Sportschuhe bestellen“ wäre eine solche Suchanfrage in dieser Kategorie. Google ist mittlerweile so schlau, dass hier gezielt lokale und Onlineshops als erstes angezeigt werden, ohne das auf der Zielseite auch nur einmal so etwas wie „kaufen“ oder „bestellen“ vorkommen muss. Warum auch? Wenn ein Nutzer in einem Onlineshop ist und einen großen Button mit der Beschriftung „in den Warenkorb“ sieht, muss nicht mehr erklärt werden, was hier zu tun ist. Und genau das versteht mittlerweile auch Google dank semantischer Logik sehr gut und rankt eben diese Seiten ohne WDF*IDF-Optimierung trotzdem sehr gut.

Wann ist die Wortanalyse sinnvoll?

Nun könnte man den Eindruck bekommen, dass WDF*IDF ziemlich sinnfrei ist, oder? Stimmt aber nicht. Eigentlich ist diese Form der Analyse ziemlich cool und kann das Ranking bei Google wirklich verbessern. Man muss eben nur klar abgrenzen, wann man es einsetzen sollte.

Longtail-Search

Immer wieder hört man aus dem SEO-Lager: „Suche ist Longtail!“ Und irgendwie stimmt das in den meisten Fällen auch. Einfaches Beispiel? Kaum jemand würde nur nach „Sportschuhen“ suchen, oder? Man hat doch hier meist etwas bestimmtes im Sinn, z.B. „Sportschuhe für Männer“ oder „Sportschuhe schwarz indoor“ oder „Sportschuhe Unisex Größe 43“. Und schon sind wir im Longtail-Bereich und plötzlich macht auch WDF*IDF wieder Sinn, denn man könnte ja auch eine Informationsseite darüber aufgebaut haben, was das Besondere an „Sportschuhen für Männer“ ist.

Know-Intent Suchbegriffe

Ändern wir einmal die Suchintention von „Do“ auf „Know“, also von „Machen“ auf „Wissen“. Hier ist die WDF*IDF-Analyse eine prima Sache, denn immer dann wenn es um (generische) Informationen geht, dann geht es auch um inhaltliche Relevanz und GENAU DAS ist die Stärke der Termgewichtung. Wenn man über ein bestimmtes Thema schreibt, dann geht es auch darum, den Content auf dieses Thema zu schärfen. In vielen Dingen ist hier das Online-Lexikon Wikipedia Spitzenreiter, denn Google „weiß“, dass die hier abgebildeten Informationen redigiert und (meist) fachlich fundiert sind – ergo einen sehr hohen Relevanzfaktor haben. Klar kassiert Wikipedia eben auch deswegen viele Backlinks auf seinen Content, was die Suchergebnisplatzierung nochmals beflügelt. Und auch die Nutzersignale (Klickrate, Verweildauer usw.) dürften bei der Online-Enzyklopädie ziemlich stark sein. Aber all das wäre nicht möglich, wenn der Content nicht einen sehr hohen Qualitäts-Index besäße.

Freshness als Relevanzfaktor

Wenn wir schon beim Thema Wikipedia und Relevanz sind, schauen wir doch mal, wie die Enzyklopädie hier die Definition ansetzt:

„Relevanz ist eine Bezeichnung für die Bedeutsamkeit oder Wichtigkeit, die jemand etwas in einem bestimmten Zusammenhang beimisst.“

Ich würde gerade bei digitalen Content noch einen weiteren Punkt hinzufügen: Aktualität. Denn bei vielen Themen spielt der Freshness-Faktor keine unbedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang kann eine gezielte WDF*IDF-Analyse sogar eine perfekte Unterstützung sein.

WDF*IDF Analyse

Möchte man beispielsweise einen Artikel über die Ukraine Krise schreiben und macht dazu eine Termgewichtungsanalyse, dann sieht man, dass dort an Stelle 1 der Begriff „Rötzer“ steht. Warum? Ganz einfach: gemeint ist der Journalist Florian Rötzer, der regelmäßig Berichte zum Thema schreibt und zum Zeitpunkt der Analyse gerade erst wieder ein Text veröffentlicht hat, der auf verschiedenen News-Portalen zitiert wird. Wohingegen die exakte Suchphrase „Ukraine Krise“ nicht ein einziges Mal vorkommt, denn das semantisch Gesamtgeflecht aus wichtigen Begriffen beschreibt dieses Thema einfach viel besser, als mantra-artig immer wieder das Ziel-Keyword zu wiederholen. Und jetzt kommt der Freshness-Faktor dazu, denn bei einem solchen Ereignis gibt es manchmal stündlich neue Ereignisse und dementsprechend auch ständig neue Wörter die in Bezug auf die Ukraine Krise wichtig und relevant sind. Ein rein statischer Text mit generischen Informationen dazu wäre also weniger relevant, als eine Seite, die regelmäßig neue und aktuelle Infos zu dem Thema veröffentlicht. Will man also in einer solchen Situation für die Suchmaschine so relevant wie möglich sein, sollte man eine WDF*IDF-Analyse nicht nur ein einziges Mal, sondern eben mehrmals für die Suchphrase durchführen, denn hier ändert sich die Gewichtung der einzelnen Keywords regelmäßig.

Kurz zusammengefasst

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte über die Termgewichtung zusammengefasst.

WDF*IDF ist dann sinnvoll, wenn…

  • … man über aktuelle Geschehnisse schreibt (Freshness matters).
  • … man von einer „Know-Intent“ Suchphrase ausgeht.
  • … man Inspiration bei der Fach-Recherche braucht.

WDF*IDF ist (meist) nicht sinnvoll, wenn…

  • … man von einer „Do-Intent“ Suchphrase ausgeht.
  • … man eine simple Anleitung für guten Content sucht.

Merke: WDF*IDF ist definitiv ein gutes Werkzeug, dass man richtig einsetzen muss, damit es helfen kann. Ein Allheilmittel oder eine Zauberformel für guten Content ist die Termgewichtung definitiv nicht – es bedarf eben doch der guten alten Kreativität beim Schreiben von Texten.

Beitragsbild: © freepik.com

SEO Strategie 2015

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf dem Blog von onpagedoc.com erschienen und wurde nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht.

SEO Strategie 2015

Was war das für ein bewegtes Jahr 2014? Wir haben zahlreiche Updates und Aktionen von Google erlebt, die einen direkten und indirekten Einfluss auf die Rankings hatten. Zahlreiche und zum Teil auch weitreichende Erweiterungen am Algorithmus ließen die einen Seitenbetreiber zusammenzucken und die anderen in die Hände klatschen. Google ist weiter massiv unterwegs, um SPAM und Linkbuilding einzudämmen und hat vor wenigen Monaten gleich zwei große deutsche Content-Marktplätze abgestraft. Auch die PBNs haben eine manuelle Klatsche der Suchmaschine erhalten und viele der Private Blog Networks (= generierte Websites für künstliches Linkbuilding) wurde manuell abgestraft und deren verlinkten Seiten gleich mit. Gerade in der zweiten Jahreshälfte ist eine Menge passiert und manchmal kam man kaum hinterher, um seine Seite anzupassen, bzw. seine SEO-Strategie neu auszurichten. Damit wir 2014 gebührend abschließen können, hier noch einmal die wichtigsten Google-Updates des letzten Jahres chronologisch sortiert.

SEO Jahresrückblick 2014

06.02.2014: Page-Layout-Update

Websites mit zu vielen Werbeanzeigen im oberen Bereich wurden im Ranking herabgesetzt.

24.03.2014: Soft-Panda

Zwar wurde dieses Update nie von Google bestätigt und trotzdem berichteten verschiedene Webmaster zur gleichen Zeit eine Veränderung im Ranking.

16.03.2014: Payday Loan 2.0

Speziell SPAM-lastige Websites in bestimmten Bereichen (z.B. Pharmazie und Kasino) wurden durch dieses Update stärker gefiltert.

19.03.2014: Panda 4.0

Nur 3 Tage später kam das lang befürchtete Panda 4.0 Update, dass gezielt den Content von Websites bewertete und für viel Aufregung sorgte.

12.06.2014: Payday Loan 3.0

Keine 3 Monate später: das Update vom Update. Mit der Version 3.0 wurden speziell SPAM-lastige Suchanfragen gefiltert.

28.06.2014: Google+ Autoren-Bilder aus den Suchergebnissen gelöscht

Die speziell in der Marketing-Branche favorisierten Authorship-Thumbnails, die aus Google+ direkt in den Suchergebnissen angezeigt wurden, flogen endgültig aus den SERPs (außer man ist mit seinem G+ Account eingeloggt und hat die Person in seinen Kreisen).

24.07.2014: Pigeon-Update

Der Name „Pigeon“ wurde nie offiziell von Google bestätigt, sondern ist vielmehr eine Erfindung der SEO-Szene. Hier wurden gezielt die lokalen Sucherbnisse (Google Local) ins Visier genommen und die Rankings z.T. stark verändert.

06.08.2014: Panda 4.1 ausgerollt

Erstmalig integrierte Google in seinen Onpage-Filter „Panda“ auch den Impact von Backlinks, weswegen einige Experten auch von Panda 5.0 sprechen. Tatsächlich wurde weiter an der Stellschraube für Content-Bewertung gedreht.

19.08.2014: Google straft Rankseller und Teliad ab

Gleich zwei große Content-Markplätze bekamen eins mit der Google-Keule ab. Die Abstrafung von Rankseller und Teliad sorgte für viel Aufregen und auch Kritik an Googles Maßnahme, da die beiden Websites mit ihrem Geschäftsmodell per se nicht gegen die Webmaster-Guidelines verstoßen haben.

23.09.2014: PBNs werden abgestraft

In kurzer Zeit werden gleich mehrere PBNs (Private Blog Networks) abgestraft. Google geht damit massiv gegen künstliches Linkbuilding vor, das in diesem Fall nachweislich gegen die Webmaster-Guidelines verstößt.

06.10.2014: „In the News“ Box Update

Google weichte erstmals seinen News-Bereich auf und zeigte in der Universal Search seit dem Oktober auch Nicht-Nachrichtenseiten an. So schafften es auch populäre Blogs in diesen sehr Traffic-lastigen Bereich, ohne speziell als News-Website verifiziert gewesen zu sein.

17.10.2014: Penguin 3.0

Über ein Jahr hat sich Google mit seinem berüchtigten Backlink-Update zeitgelassen. Dann kam es aber gleich richtig dicke und viele Websites mit künstlich gepushten Linkprofilen wurden abgestraft.

21.10.2014: Pirate 2.0 Update

Zwei Jahre war es her, dass Google’s DMCA Update Websites mit „geklautem“ und vor allem urheberrechtlich geschütztem Content abgestraft hat. Mit dem Pirate 2.0 kam nun nach häufiger Kritik endlich das ersehnte Update in Sachen Urheberrechtsschutz.

Man könnte dieser Liste noch einige Punkte mehr hinzufügen, aber das waren aus unserer Sicht die entscheidendsten Meilensteinen in Bezug auf die Suchmaschine mit den bunten Suchmaschinen für das Jahr 2014. Aber warum ist das wichtig? Ganz einfach: wer versteht, was Google in der Vergangenheit „getan“ hat, der kann antizipieren, was noch alles kommen wird.

Was passiert 2015 im Bereich SEO?

Eine Menge – um es auf den Punkt zu bringen. Warum sind wir uns da sicher? Die Erfahrung der letzten Jahre hat einfach gezeigt, dass Google immer aktiver wird, um seine Suchergebnisse qualitativ zu verbessern. Von vielen SEOs wird oftmals kritisiert, dass Google dabei immer mehr von einer Suchmaschine zu einer Findemaschine mutiert. Gerade durch den Knowledge-Graph wird die Google-Suche immer detailliert und viele Suchanfragen können direkt auf der Suchergebnisseite beantwortet werden. Die Daten werden dabei von anderen Websites direkt auf Google angezeigt. Was die Suchenden freut, ärgert die Webseitenbetreiber, denn die Nutzer müssen nicht mehr auf ihre Seiten klicken, um ihre Anfrage zu befriedigen und dadurch entgehen vielen Webmastern ein Menge Traffic, Leads und manchmal sogar Umsatz. Aber auch die organische Suche wird sich 2015 noch stark verändern. Gerade im Kampf gegen künstliches Linkbuilding und in der Erkennung, Interpretation und Bewertung von Content wird Google immer besser – ist aber noch weit von perfekt entfernt.

Welche SEO-Strategie ist 2015 die Beste?

Content, User Experience, Links, Social Media/Mention – das ist die grobe Marschrichtung die Google vorgibt und nach denen die Webmaster idealerweise marschieren sollten. Weil die vier Begriffe eine Menge Interpretationsspielraum lassen, gibt es hier einmal zu jedem Bereich die drei Top-Tipps.

Content-Strategie 2015

Content Strategie 2015

1. More Text Matters – soll heißen, Blogartikel und Unterseiten mit „dünnen“ Texten gehören der Vergangenheit an. Du willst etwas zu einem bestimmten Thema veröffentlichen? Fein, aber dann mach es richtig. Mal auf die Schnelle 400 Worte zusammengetippt ist nicht das Ziel. Besser sollte ein Thema genau recherchiert und ausgearbeitet werden. Nimm dir einfach mehr Zeit für deine Text und veröffentliche weniger Quantität, sondern mehr Qualität.

2. Auf Vielfalt kommt es an – soll heißen, dass nicht nur seitenlange Texte per se als „guter Content“ gewertet werden. Integriere künftig mehr Bilder, Grafiken und Videos und achte unbedingt auch auf die technischen Details wie alt- und title-Tags. Verliere aber niemals die Ladezeit deiner Website aus den Augen, denn Performance wird immer wichtiger. Deine Website sollte in weniger als 3 Sekunden geladen sein – dann bist du auf der sicheren Seite für das SEO-Jahr 2015.

3. Intelligente Inhalte sind besser – soll heißen, dass Content nicht (allein) für den Crawler erstellt wird. Ernsthaft: wer bitte liest gern einen rein nach WDF-IDF-optimierten SEO-Text? Damit wir uns richtig verstehen: Text- und Keyword-Analysen sind wichtig – manchmal sogar essentiell, aber versteife dich nicht nur darauf. Schaue über den Tellerrand hinaus und erstelle Content, der zwar optimiert ist, aber auch dem echten Nutzer Spaß macht. Stelle dir dabei immer die Frage: „Würde ich diesen Content gern teilen und weiterempfehlen?“

Usability Strategie 2015

Usability Strategie 2015

1. Google erkennt Bilder besser – soll heißen, Google wird besser darin, auch Optik zu erkennen. Schaut man einfach auf die Google Bildersuche, so sieht man schon heute, dass Farben und Kontraste gut erfasst werden können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Googlebot auch Bildinhalte von Websites als Ranking-Faktor bewertet. Wenn man beispielsweise einen Onlineshop betreibt, der sich auf einer Unterseite mit schwarzen Damenschuhen befasst aber nur rote Bilder anzeigt, kann sich das eventuell irgendwann nachteilig auswirken.

2. Design wird wichtiger – soll heißen, fühlt sich der User wohl, wird es dem Bot immer öfter ähnlich gehen. Zu einem guten Webdesign gehört aber auch ein optimales Mobile-Konzept, sprich auf mobile Endgeräte optimierte Websites haben schon heute einen gewissen Einfluss auf das Ranking bei Google. Und genau dieser Punkt wird wichtiger – so viel steht fest. Denn immer mehr User sind heute mit Smartphones unterwegs online und sind immer weniger kompromissbereit, wenn sich das Design einer Website nicht an ein kleineres Display anpasst – und Google sieht das nicht anders.

3. Usability Matters – soll heißen, dass eine Website nicht nur gehaltvoll sein und schön aussehen sollte, sondern auch einfach und intuitiv bedient werden sollte. Schon seit einiger Zeit wird bei Google-Page-Speed der Hinweis angezeigt, wenn zu eng stehende Links oder andere Usability-Bugs zu sehen sind. Und Google macht das nicht umsonst, denn der Faktor Mensch wird immer wichtiger. Information ja, aber bitte auch sinnvoll strukturiert und gut erreichbar. Das steigert die Klickrate und wird künftig als Ranking-Faktor enorm an Wertigkeit gewinnen. Kleiner Tipp am Rande: Scrollboxen gehören nicht mehr zum guten Ton.

(Back-)Link-Strategie 2015

Backlink Strategie 2015

1. Linkbuilding 1.0 funktioniert (fast) nicht mehr – soll heißen: Wenn eines genauso sicher ist wie das Amen in der Kirche: vergiss schnödes und stupides Linkbuilding. Die Zeiten, in denen schnell mal ein paar ankertext-optimierte Backlinks gesetzt werden und damit das Ranking nachhaltig gesteigert wird ist definitiv vorbei. Zwar mag diese Strategie in bestimmten Nischen noch immer klappen, aber in stark umkämpften Themenbereichen solltest du diese Taktik unbedingt aus deiner SEO-Strategie für 2015 streichen.

2. Links sind tot, es leben die Links – soll heißen, dass Backlinks auch im Jahr 2015 für Google ein wichtiger Indikator sind, um Websites zu bewerten. Allerdings wird SPAM schneller erkannt als die Jahre zuvor. Achte unbedingt darauf, dass dein Linkprofil natürlich ist: DoFollow, NoFollow, Bildlinks und Textlinks mit unterschiedlichen Ankertexten gehören allesamt in ein solches Profil. Auch verschiedene Quellen sind immer wichtiger: Blogs, Foren, statische Websites, Wikis, soziale Netzwerke und viele mehr – die Abwechslung machts.

3. Schaffe die Linkleichen aus deinem SEO-Keller – soll heißen, dass du dich nicht in Sicherheit wiegen solltest, wenn du bis dato noch nicht abgestraft wurdest. Penguin 4.0 kommt bestimmt und auch der Panda ist mittlerweile linksensibel geworden. Wenn du also vor dem nächsten Update ruhig schlafen willst, dann baue lieber gestern als heute schlechte und minderwertige Backlinks ab. Diese sind nämlich bestenfalls immer wirkungsloser – Worst-Case: du wirst abgestraft und verlierst langerkämpfte Rankings. Die Anti-SPAM-Maßnahmen von Google werden mutmaßlich 2015 eine neue Qualität erreichen, daher gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Social Media Strategie 2015

Social Media Strategie 2015

1. Social Links werden wichtiger – soll heißen, dass Backlinks aus den sozialen Kanälen sehr wahrscheinlich künftig auch auf das Google Ranking einen Einfluss haben werden. Fakt ist, dass dieser Einfluss bis dato noch nicht bestätigt wurde, aber es kann keinesfalls schaden, hier der frühe Vogel zu sein, der sich den Ranking-Wurm pickt. Es gibt verschiedene Expertenstimmen, die schon länger mutmaßen, dass Social Links auf kurz oder lang als Ranking-Faktor Einfluss nehmen werden. Daher unsere Empfehlung: die eigene Website ruhig schon jetzt regelmäßig aus Twitter, Google+, YouTube, Facebook & Co. verlinken.

2. Social Mentions/Signals werden wichtiger – soll heißen, dass es nicht nur auf die Links an sich ankommt, sondern auch durchaus die virale Reichweite in Punkto Social Media bedacht werden sollte. Zwar wurde noch nicht konkret nachgewiesen, dass ein Twitter- oder Google-Plus-Account mit vielen Followern einen Impact auf das Ranking hat, aber man munkelt schon länger, dass dies ein Ranking-Faktor werden kann. Ein weiterer Vorteil von großer viraler Reichweite: viel Traffic auf der Website, was wiederum die CTR (Click Through Rate) und Verweildauer steigert und eben diese beiden Punkte haben schon heute einen direkten Einfluss für Google.

3. Nutze verschiedene Kanäle – soll heißen, dass es mehr als nur Twitter und Facebook gibt. Auch wenn sich Google+ nie ganz durchgesetzt hat, so bewegt sich auch dort ein potentielles Publikum oder mögliche Kundschaft für die eigene Website. Auch YouTube gehört mit zu Social Media und sollte nach Möglichkeit genutzt werden. Und wenn man schon keine eigenen Videos drehen kann/will, so kann man dort auch mit Kommentaren aktiv sein. Mittlerweile kann man auf YouTube auch in den Kommentaren Links platzieren. Aber bitte nicht übertreiben: nur dann kommentieren und Links einbetten, wenn es wirklich sinnvoll ist. Dann kann man wiederum für Traffic auf seiner Seite sorgen – CTR, Verweildauer… na ihr wisst schon.

Die wichtigsten SEO-Veranstaltung 2015

Bei den SEO-Wahlen 2014 von SEO-united.de wurden gerade erst die besten SEO-Konferenzen für 2014 gekürt. Und auch 2015 kommen wieder eine Menge interessanter Tagungen, Events und Konferenzen rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung auf uns zu. Hier einmal die aus unser Sicht wichtigsten Termine für den SEO-Kalender 2015:

  • SEOkomm 2015 – 20. November in Salzburg/Österreich
  • SEO CAMPIXX 2015 – 09. März – 15. März in Berlin
  • SEO Day 2015 – Datum steht noch aus – in Köln
  • SMX München 2015 – vom 17. – 18. März in München
  • SEMSEO 2015 – 07. – 08. Mai 2015 in Hannover
  • Online Marketing Rockstars 2015 – 26. – 27. Februar in Hamburg

Und was tut sich beim OnpageDoc 2015?

Kurz gesagt: eine Menge. Wir haben viele neue und coole Features geplant, die wir 2015 launchen wollen. Auch die aktuellen Funktionen werden stetig auch dank der Anregung unserer Kunden weiter verbessert und optimiert. Außerdem gibt es jede Menge spannende Blogbeiträge rund um das Thema SEM, SEO und E-Commerce. Ein weitere Besonderheit: Unser YouTube-Kanal wird weiter gefüllt – ihr werdet dort künftig informative How-To-Videos sehen, die euch die Arbeit mit unserem SEO-Tool erleichtern und vereinfachen sollen. Auch interessante Tutorials sind geplant, die aktuelle Probleme aufgreifen und euch eine Menge Tipps für die SEO-Praxis mitgeben. Und natürlich sind weitere Gewinnspiele und tolle Aktionen geplant, die wir noch nicht im Detail verraten wollen. Eines können wir euch aber schon jetzt versprechen: 2014 war ein gutes Jahr – 2015 wird noch besser, spannender und in jeder Hinsicht aufregender. Wir wollen uns auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei allen Kunden, Fans, Followern, Partnern und Unterstützern bedanken, die uns letztes Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben. Nicht umsonst ist OnpageDoc auf Platz 3 der beliebtesten SEO-Tools in Deutschland gelangt. Wir geben auch in diesem Jahr weiter Gas und freuen uns zusammen mit euch allen auf die bevorstehenden 361 Tage!

SEO-Tool-Umfrage 2014

Dies ist eine Zusammenfassung aller Ergebnisse zur SEO-Tool-Umfrage 2014, die ursprünglich auf dem Blog von onpagedoc.com veröffentlicht wurden. Nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility wurden diese auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht.

Beste SEO-Tools 2014: Das sind die beliebtesten SEO-Helfer im deutschsprachigen Raum

Welche Tools sind die bekanntesten im deutschsprachigen Raum, welche die meist genutzten und wie beliebt sind die einzelnen Tools? Einige Überraschungen sind dabei, auch wenn sich unter den bekanntesten Tools überwiegend die gewohnten Titel wiederfinden.

Alleskönner und Spezialisten: Diese SEO-Tools führen die Beliebtheitsskala an

Wir haben die Teilnehmer gefragt, welche Tools sie aktuell nutzen, oder zu einem früheren Zeitpunkt genutzt haben. Auf den vorderen Plätzen finden sich sowohl reine Onpage-Tools, Allrounder als auch ein Titel, der vor allem für die Auswertung von Offpage-Faktoren bekannt ist.

Die meistgenutzten SEO-Tools

Sistrix steht auf Platz eins der meistgenutzten Tools und ist, soviel vorweg, auch das bekannteste Tool in der deutschen SEO-Szene. Kein Wunder, der Sichtbarkeitsindex ist viel zitiert und bei großen Google-Updates wartet die Szene gespannt auf die Auschläge im SI, die besonders an den Listen der größten Verlierer und größten Gewinner festgemacht werden. Über 50 Prozent unserer Umfrage-Teilnehmer haben schon mit Sistrix gearbeitet.

Auf Platz zwei folgt Xovi, ebenfalls ein Allrounder-Tool. Xovi genießt nicht erst seit dem „Xovilichter“ Contest größere Bekanntheit in der SEO-Szene; knapp 44 Prozent der Teilnehmer haben schon damit gearbeitet.

Auf Platz drei folgt dann das erste Onpage-Tool, das 2012 gestartete OnPage.org. Mehr als 35 Prozent unserer Teilnehmer haben schon Bekanntschaft mit Captain Onpage gemacht. Auffällig an dieser Stelle: Geht man nur nach der Zahl aktueller Nutzer, schnappt sich ein Tool aus dem Offpage-Bereich den dritten Platz: ahrefs nutzen zur Zeit 19,5 Prozent der Teilnehmer aktiv, bei OnPage.org liegt die Zahl der aktuellen Nutzer knapp darunter (18,5 Prozent). Damit ist ahrefs übrigens das meistgenutzte Tool eines Anbieters, der nicht in Deutschland ansässig ist.

Mit Searchmetrics liegt dann wieder ein Tool-Allrounder auf Platz vier. Schon 31,3 Prozent der Teilnehmer haben die “ Searchmetrics Suite“ des Berliner Anbieters genutzt, der mittlerweile den „Sprung über den großen Teich“ gewagt hat. Geht man nach aktiven Nutzern, liegt mit Majestics ein weiteres Tool vor Searchmetrics, das nicht von einem deutschen Anbieter stammt. Rechnet man aktive und ehemalige Nutzer zusammen, landet der Bekannteste unter den Backlink-Checkern auf Platz fünf.

Die bekanntesten SEO-Tools im deutschsprachigen Raum

Geht man nach reiner Bekanntheit, liegen die Dinge ein wenig anders: Sistrix und OnPage.org liegen fast gleich auf den Plätzen eins und zwei. Dahinter folgt OnpageDoc mit 86 Prozent Bekanntheit – da wir aber der Ausrichter der Umfrage waren, wäre es verwunderlich, wenn mehr als 14 Prozent der Teilnehmer angegeben hätten, zum ersten Mal von uns gehört zu haben ;-). Deshalb möchten wir an dieser Stelle den Sechstplatzierten SEOlytics erwähnen, mit über 80 Prozent Bekanntheit. Die Plätze vier und fünf der bekanntesten SEO-Tools belegen Searchmetrics und Xovi.

Ein Blick auf das Verhältnis zwischen aktueller Nutzung und Nutzung in der Vergangenheit lohnt ebenfalls: Hier haben vor allem die beiden Offpage-Tools ahrefs und Majestic SEO sehr gute Werte. Aber auch die beiden Marktführer Sistrix und Xovi sind im Aufwärtstrend.

SEO-Tool-Umfrage

Die Unbekannten

Weniger als die Hälfte der Umfrageteilnehmer gaben an, SEObility, crawl.me und Strucr zu kennen. Auffällig: Linkbird und Linkbutler sind sehr bekannt, werden aber laut Umfrage nur von wenigen Teilnehmern genutzt. Beide Tools sind vor allem für Linkaufbau und Linkmanagement im Einsatz. SEOs mit Onpage-Fokus haben von ihnen gehört, nutzen sie aber in der Praxis nicht. Daraus auch eine nachlassende Bedeutung von Linkbuilding abzuleiten, wäre aber etwas weit hergeholt.

Diese Tools machen neugierig

SEO-Tool-Umfrage

Bei der Frage, welche Tools-SEOs die über 400 Teilnehmer gerne einmal testen würden, landen die selben Anbieter auf den ersten fünf Plätzen, die auch am bekanntesten sind. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass sich die Link Research Tools den fünften Platz mit Xovi teilen. Dicht dahinter liegen wieder drei Tools, die nicht von deutschen Anbietern stammen: Moz, Majestic SEO und ahrefs.

Es fällt auf, dass mit OnPage.org und OnpageDoc zwei reine Onpage Tools auf den ersten Plätzen landen. Offensichtlich gibt es unter den SEOs das Interesse, künftig Tools zu nutzen, die in erster Linie der Analyse von Onpage-Faktoren dienen. Beide Tools wären auch als Ergänzung zu den großen Allroundern Sistrix und Xovi denkbar. Die Onpage-Tools sind dabei eher Projekt-bezogen, während mit Sistrix und Xovi eine große Menge unterschiedlicher Domains analysiert und beobachtet werden können.

Wie zufrieden sind die Nutzer?

Wir haben die Teilnehmer unserer Umfrage gebeten, den einzelnen Tools Schulnoten von eins bis sechs zu geben. Wenn man die durchschnittlichen Noten pro Tool ausrechnet, ergibt sich folgendes Bild:

SISTRIX 2,13
ahrefs 2,16
Majestic SEO 2,25
OnPage.org 2,32
Link Research Tools 2,34
Searchmetrics 2,38
OnpageDoc 2,44
Xovi 2,58
Strucr 2,75
Moz 2,75
linkbird 2,86
crawl.me 2,98
linkbutler 3,07

Eine Eins vor dem Komma schafft keiner der benoteten Anbieter. Die komplette Notenverteilung seht Ihr in der folgenden Grafik:

Notenverteilung SEO-Tool-Umfrage

Langzeitnutzung oder nur getestet?

In weiteren Fragen haben wir uns für die Nutzungsdauer der jeweiligen Tools interessiert. Haben die Teilnehmer die jeweiligen Tools nur für einen kurzen Zeitraum getestet (etwa für ein Projekt) oder für mehr als ein Jahr genutzt?

Wenig überraschend landen bei der Langzeitnutzung die bekannten Allrounder auf den vorderen Plätzen. Sistrix und Xovi liegen mit weitem Abstand vorne. Searchmetrics hat etwas an Boden verloren – vielleicht, weil die starke Präsenz auf dem amerikanischen Markt etwas zu Lasten der Bekanntheit in Deutschland ging?

Testangebote haben unsere Teilnehmer besonders gerne bei OnpageDoc und OnPage.org wahrgenommen. Auch der Hamburger Anbieter Seolytics erzielt hier gute Umfragewerte. Bei der Kurzzeitnutzung zwischen einem und sechs Monaten sind auch die klassischen Offpage-Tools stark vertreten. Vielleicht setzen viele SEOs den Fokus eher auf kontinuierliche Onpage-Optimierung und betrachten Linkbuilding eher auf Projektbasis.

Die gesammelten Ergebnisse findet Ihr in dieser Grafik:

Nur getestet oder Langzeitnutzung

Was gefällt SEOs an den verschiedenen Tools besonders?

Womit überzeugen SEO-Tools ihre Nutzer besonders? Um das zu klären, haben wir die Teilnehmer unserer SEO-Tool-Umfrage angeben lassen, welche Features sie je Tool besonders schätzen. Aus den abgegebenen Bewertungen und der Gesamtzahl der Nutzer (die ein Tool kennen bzw. schon verwendet haben) ergibt sich ein erstklassiger Leitfaden, welche Tools für welche einzelnen Stärken besonders beliebt sind.

Diese Qualitätsmerkmale haben die Nutzer pro Tool bewertet:

  • Support
  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • Features
  • Übersichtlichkeit
  • Onpage-Analyse
  • Offpage-Analyse

Was schätzen Nutzer an SEO Tools

Diese Funktionen schätzen die Umfrage-Teilnehmer an den jeweiligen Tools.

SEO Tool Umfrage Infografik OnpageDoc

Bekannte Tools überzeugen mit starkem Support

Mit der Zahl der Nutzer steigt naturgemäß der Support-Aufwand. Offensichtlich meistern die großen Tool-Anbieter der SEO-Szene diese Herausforderung sehr gut. Auf den ersten drei Plätzen landen drei Tools, die auch zu den Bekanntesten zählen. Ganze 22,8% der Sistrix-Nutzer sind mit dem Support des Unternehmens aus Bonn besonders zufrieden. Bei Xovi geben 18,8% der User an, mit dem Support besonders zufrieden zu sein. Knapp dahinter liegt OnPage.org mit 18,3%. Offenbar sind bei diesen drei großen Tool-Anbietern die Support-Kapazitäten mit der Nutzerzahl gewachsen.

Preis-Leistung: Xovi liegt vorne

Xovi ist nicht nur in absoluten Zahlen gemessen das Tool mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Auch wenn man nur nach Usern geht, die das Tool bereits kennen, ergeben sich starke Zahlen. Ganze 39,2% aller Xovi-Nutzer wissen das Preis-Leistungsverhältnis besonders zu schätzen. Es folgt OnpageDoc mit 33,6%. Den dritten Platz hat sich mit Strucr ein Tool erkämpft, das zu den weniger Bekannten zählt. Hier sind 18,4% der User vom Verhältnis Preis-Leistung besonders angetan.

Features: Sistrix-Kunden sind besonders zufrieden

Auch in Sachen Features haben sich große und bekannte Anbieter einen Vorsprung erarbeitet. Die Sistrix-Toolbox stellt 47% ihrer Nutzer besonders zufrieden. Auf Platz zwei liegt Xovi mit 30,1%, vor OnPage.org mit 28,5%. Auch in diesem Bereich haben die bekannten Anbieter viel aus ihren Möglichkeiten gemacht und begeistern eine große Nutzerzahl mit einem ebenso großen Umfang an Funktionen.

Umfassend ist nicht gleich unübersichtlich

Die Tools mit vielen Features werden von ihren Nutzern auch als besonders übersichtlich wahrgenommen. Sistrix liegt auch hier auf dem ersten Platz und wird von 42,1% seiner Nutzer als sehr übersichtlich geschätzt. Dahinter landet OnPage.org mit 23,9%, vor dem Drittplatzierten, OnpageDoc (20,2%).

Onpage-Analyse: Spezialisten liegen vorne

Die ersten beiden Plätze in Sachen Onpage-Analysefunktionen belegen, wenig überraschend, OnPage.org (36,6%) und OnpageDoc(26,1%). Auf dem dritten Platz folgt auch in dieser Kategorie Sistrix (22,8%). Mit starken 20,9% landet das weniger bekannte Tool Strucr in dieser Wertung auf dem vierten Platz.

Offpage-Analyse: Spezialisten und ein Allrounder

Im Bereich Offpage-Analyse liegen ebenfalls, wie erwartet, die Spezialanbieter vorne. Den ersten Platz sichert sich ahrefs mit 26,7% besonders zufriedenen Nutzern. Dahinter folgt mit Sistrix ein Allrounder, der 24,9% seiner User in diesen Belangen besonders zufrieden macht. Auf den Plätzen drei und vier liegen mit Link Research Tools (23,5%) und Majestic SEO (21,5%) wieder zwei Anbieter, die besonders für ihre Stärken im Offpage-Bereich bekannt sind.

Wertschätzung von Offpage- und Onpage-Funktionen gleichauf

Insgesamt haben zwar etwas weniger Teilnehmer die Tools hinsichtlich ihrer Offpage-Qualitäten als nach ihren Onpage-Features bewertet. Der Unterschied ist aber nicht so groß, dass man daraus eine abnehmende oder gar verschwindende Bedeutung von Offpage in der SEO Strategie ableiten könnte.

Für Zahlenfreunde haben wir alle Ergebnisse in Tabellenform aufbereitet:

 

Tool Support Preis / Leistung Features Übersicht- lichkeit Onpage-Analyse Offpage-Analyse
ahrefs 3,3 15,2 21,5 19,3 4,1 26,7
Xovi 18,8 39,2 30,1 14,9 18,8 14,6
OnpageDoc 10,9 33,6 18,5 20,2 26,1 2,8
OnPage.org 18,3 12,1 28,5 23,9 36,6 3,0
Search Metrics 6,2 6,5 24,1 15,3 9,6 9,9
SISTRIX 22,8 16,6 47,7 42,1 22,8 24,9
Majestic SEO 2,8 13,6 20,4 13,3 3,1 21,1
Strucr 8,7 18,4 12,6 8,7 20,9 1,9
linkbird 9,2 9,2 11,9 10,4 0,9 7,0
Link Research Tools 8,7 9,4 26,2 10,4 3,7 23,5
linkbutler 4,7 4,3 5,1 5,8 2,5 4,7
Moz 3,2 5,4 13,7 8,0 3,5 7,3
crawl.me 5,9 5,9 10,4 7,4 4,4 2,2

 

So viel Geld investieren SEOs in Tools

In diesem Teil der großen SEO-Tool-Umfrage D-A-CH 2014 geht’s um’s Geld: wir wollten wissen, welche Budgets SEOs haben, wenn es um Auswahl und Nutzung von Tools geht. Wir haben gefragt, wieviel Geld SEOs aktuell in Tools investieren und ob sich bei ihrer Planung für 2015 etwas ändert. Außerdem haben wir unsere Teilnehmer nach ihren generellen Online Marketing-Budgets gefragt. Welchen Stellenwert die SEO-Tools darin genießen, erfahrt Ihr nachfolgend.

Die meisten Teilnehmer investieren monatlich weniger als 250 Euro

Wir wollten von unseren Umfrage-Teilnehmern wissen, welchen Betrag sie monatlich in SEO-Tools investieren:

Monatliche Ausgaben für SEO Tools

Insgesamt 51% der Teilnehmer haben angegeben, dass sie bis zu 100 Euro bzw. zwischen 100 und 250 Euro monatlich in Tools investieren. Rechnet man noch die Zahl derer dazu, die gar kein Geld für SEO-Tools investieren, geben 73% der Teilnehmer monatlich weniger als 250 Euro für SEO-Tools aus.

Vielfältiges Angebot auch für geringe Budgets

Das heißt nun aber nicht, dass mehr als die Hälfte der befragten SEOs ganz auf Tools verzichten oder nur ein Tool nutzen. Neben den kostenlosen Testversionen großer Tool-Anbieter gibt es ja noch eine Reihe gänzlich kostenfreier Analysewerkzeuge. Die Preise für Einsteiger-Pakete der großen Tool-Anbieter lassen außerdem Spielraum für kostengünstige Kombinationen. Eine kleine Auswahl der günstigen Angebote haben wir in der folgenden Tabelle zusammengestellt:

Anbieter Preis für das günstigste Paket Schwerpunkt des Tools
Majestic SEO € 39,99 bei dreimonatiger Laufzeit Offpage
Linkresearch Tools € 99,- monatlich Offpage
OnPage.org € 99,90 bei einmonatiger Vertragslaufzeit Onpage
OnpageDoc € 29,90 bei einmonatiger Vertragslaufzeit Onpage
Xovi € 99,- bei einmonatiger Vertragslaufzeit oder € 79,20 bei 24 Monaten Vertragslaufzeit Allrounder
Sistrix € 100,- bei einmonatiger Vertragslaufzeit Allrounder

Rechnet man noch mit ein, dass viele Anbieter kostenlose Testversionen zur Verfügung stellen, erscheinen 200 Euro Budget schon deutlich mehr. Wer das 24-Monatsabo von Xovi bucht, könnte nebenbei auch drei Monate Majestic SEO und drei Monate OnpageDoc in der kleinsten Version nutzen. Auf das Jahr hochgerechnet lägen die monatlichen Ausgaben dann bei kaum 100 Euro für dennoch leistungsfähige Kombinationen.

Teilnehmer nutzen durchschnittlich zwei Tools

Dass unsere Teilnehmer bereits so verfahren, wird auch deutlich, wenn man sich die Antworten auf die Frage der aktuellen Toolnutzung ansieht. Bei 415 abgegebenen Antworten ergibt sich, dass alle Tools zusammengerechnet derzeit 902 mal genutzt werden.

Für Tool-Anbieter wird deutlich, dass sich sowohl die kostenlosen Testversionen, als auch die günstigen Einsteiger-Tarife in der Beziehung nutzen lassen; nicht nur zur Neukundengewinnung. Sondern auch, um das eigene Tool als passende Ergänzung zu anderen Tools zu positionieren.

Rund ein Drittel gibt über 250 Euro im Monat für Tools aus

Weitere 12% der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass sie zwischen 250-500 Euro im Monat investieren. Auch hier sind viele verschiedene Kombinationen denkbar. Ein Linkbuilding-Spezialist könnte mit der Platin-Version von Majestic (299,99 Euro) seinen Bedarf decken. Eine kleinere Agentur nimmt vielleicht noch Sistrix und OnPage.org dazu, oder wechselt, abhängig von aktuellen Projekten, zwischen verschiedenen Anbietern.

Zwischen 500-1000 Euro im Monat liegen 9% der Teilnehmer, 5% investieren zwischen 1000 und 3000 Euro. Spezialisierte Agenturen könnten solche Budgets noch in einzelne Tools stecken, zum Beispiel die Enterprise Version von OnPage.org (€ 1299,90) oder Linkresearch Tool (€1299,-). Es liegt aber nahe, dass in dieser Preisregionen die meisten Agenturen und Inhouse-SEOs einen Mix verschiedener Tools vorziehen.

Die wenigsten investieren mehr als 3000 Euro für SEO-Tools

Über 3000 Euro investieren nur ein Prozent der Teilnehmer pro Monat in Tools. Die Kombinationsmöglichkeiten sind hier natürlich unendlich. Ein Inhouse-SEO könnte die beiden genannten Enterprise-Lösungen noch um den Allrounder Xovi in seiner Enterprise-Version für 500 Euro dazunehmen. Eine große Agentur könnte für dieses Budget fast schon für alle Kunden das passende Tool auswählen.

Geplante Ausgaben für SEO-Tools in 2015

Ob unsere Teilnehmer im nächsten Jahr mehr, weniger oder gleichbleibend viel Budget aufwenden werden, lässt sich anhand der Ergebnisse nicht so einfach sagen. Fest steht aber, dass das Interesse ungebrochen ist, neue Tools auszuprobieren. Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie auf jeden Fall neue Tools testen möchten.

Budget SEO-Tools 2015

Ob SEOs mehr Budget für Tools ausgeben, liegt sicher auch an den Tool-Anbietern. Wenn interessante Neuerungen vorgestellt werden oder neue Tools auf den Markt kommen, ist die SEO-Szene sicher offen für Tests und Wechsel zwischen den Anbietern.

Interessant ist diese Frage auch mit Blick auf allgemeine Marketing-Budgets im nächsten Jahr.

Marketing-Budget Verteilung 2015

Onpage und Content Marketing mit großem Zuwachs

Wir haben sieben Teildisziplinen des Online Marketing abgefragt, um herauszufinden, wo SEOs im nächsten Jahr ihren Fokus sehen. Die Hälfte unserer Teilnehmer möchte im nächsten Jahr die Bereiche Onpage-Optimierung und Content Marketing ausbauen, beziehungsweise mehr Budget dafür aufwenden. Gleichbleibend interessant, mit leichter Tendenz nach oben, sind für unsere Teilnehmer die Bereiche Linkbuilding, Social Media sowie Web- und Konkurrenz-Analyse. Für bezahlte Anzeigen in Social Media und Google Adwords bleiben die Budgets fast gleich. Dass hier nicht mehr investiert wird, verwundert kaum, da wir nicht gezielt Spezialisten im Bereich PPC/PPI befragt haben.

Online-Marketing-Budget 2015

Aus den Ergebnissen lassen sich auch interessante Rückschlüsse auf das Tool-Angebot ziehen. Onpage-Optimierung wird bei vielen SEOs noch stärker in den Fokus rücken. Die gesteigerte Nachfrage in diesem Bereich könnte sowohl Onpage-Tools, als auch Allrounder begünstigen.

Module für Content Marketing könnten wichtiger werden

Das heißt aber nicht, dass Offpage-Maßnahmen an Bedeutung verlieren. Zwar wollen viele SEOs ihre Budgets für Linkbuilding kürzen oder nicht erhöhen. Es gibt aber unter den vielen Teilnehmern, die mehr ins Content Marketing investieren wollen, sicher viele, die den Bereich Offpage dadurch ersetzen oder erweitern möchten, zum Beispiel mit Online-PR.

Für viele Tool-Anbieter könnte deshalb 2015 eine Anforderung sein, Module für Content Marketing zu entwickeln oder auszubauen. Weil Content Marketing sowohl Offpage als auch Onpage eine Rolle spielt, ist diese Erkenntnis für Tool-Anbieter jeglicher Couleur wichtig.

Jeder Dritte gibt monatlich mehr als 1000 Euro für SEO aus

Wieviel Budget die Teilnehmer unserer Umfrage monatlich insgesamt investieren möchten, lässt sich aus unterschiedlichen Winkeln interpretieren. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, höchstens 1000 Euro pro Monat einzuplanen. Für einen Seitenbetreiber, der davon eine Agentur beauftragt, ist das kein besonders hoher Wert, während ein Einzelkämpfer mit eigenen Projekten, der seine eigene Arbeitszeit hier nicht mit einrechnet, mit 500 Euro verhältnismäßig viel investiert.

SEO Budget 2015

Da auch ein Drittel der befragten SEOs angab, monatlich mehr als 1000 Euro zu investieren, ist die Bandbreite unterschiedlicher Herangehensweisen erkennbar.

Negative-SEO ohne Backlinks

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf dem Blog von onpagedoc.com erschienen und wurde nach der Übernahme von OnpageDoc durch Seobility auf dem Seobility Blog neu veröffentlicht.

Negative SEO

Präambel: lieber nach Googles Regeln spielen

Das Google-Ranking und die damit verbundenen Optimierungsmaßnahmen sind ein zweischneidiges Schwert. Grundsätzlich kann und sollte man natürlich alles unternehmen, damit die eigene Seite (oder die eines Kunden) perfekt aufgestellt ist: Seitenstruktur, die richtigen (semantischen) Keyword-Kombinationen, Performance, Bilder und so weiter – all das sollte den aktuellen Maßgaben Googles entsprechen. Verlassen wir einmal den reinen Blick auf die Seite und kümmern uns auch darum, dass die Website gut verlinkt und in sozialen Medien erwähnt ist, dann sprechen wir von Offpage-Optimierungen. Auch diese sind für ein gutes Ranking in den Google SERPs maßgeblich entscheidend. Nach den Webmaster Guidelines der Suchmaschine mit den bunten Buchstaben sollten externe Links aber möglichst nicht selbst gesetzt werden, sondern natürlich und damit auch freiwillig entstehen. Würde man beispielsweise massenhaft Backlinks selbst setzen, so könnte dies sehr wahrscheinlich zum Abstrafen der Website durch Google führen und die guten Rankings innerhalb der SERPs wären mindestens für einige Wochen bis Monate verloren.

Negative SEO – Klappe die erste: SPAM-Links

Nun könnte man sich sagen: „Ich gehe kein Risiko ein, baue schönen Content und setze nicht einen Backlink selbst, damit ich nicht abgestraft werde.“ Fährt man diese Strategie, umgeht man zumindest die meisten Risiken, die man selbst in der Hand hat. Nun haben wir leider die Situation, dass sich nicht alle liebhaben im schönen Google-Land. Der Konkurrenzdruck in bestimmten Themengebieten (beispielsweise Stichwort Finanz- und Versicherungsbranche) ist enorm hoch, Google Adwords kaum noch zu bezahlen und jeder schreit nach Suchmaschinenoptimierung. Aber was, wenn alle Seiten optimiert sind und sich nichts mehr richtig bewegt in den SERPs? Genau dann kommt es LEIDER immer häufiger zu Negative-SEO – soll heißen: wir machen all das, was Google abstraft – nur nicht für unsere eigene Seite. Hat man das „richtige“ Netzwerk und die entsprechenden Kontakte, so ist es für einige ein Kinderspiel, innerhalb kürzester Zeit massenhaft minderwertiger Backlinks auf eine Seite abzufeuern. Dies geschieht in der Regel durch das automatisierte Veröffentlichen von SPAM-Kommentaren in vielen Blogs – richtig vielen Blogs. Nicht selten kommen hier zehn-, zwanzig- oder dreißigtausend Backlinks zustande, die mit nur einem bestimmten Keyword gesetzt sind: jenes, dass man bei der Konkurrenz gern aus den Suchergebnissen verbannen will. Klingt fies, ist es auch. Diesen massiven SPAM-Links erliegen selbst alte, vertrauenswürdige Seiten innerhalb von wenigen Wochen.

Negative SEO – Klappe die zweite: Angriff ohne Backlinks

Google Disavow Tool

Die erste Taktik ist schon sehr unsauber und leider Gottes funktioniert sie, auch wenn Googles Web-SPAM-Chef Mister Cutts etwas anderes behauptet. Allerdings gibt es hier eine einfach Lösung: das disavow-Tool. Aufmerksame SEOs und Seitenbetreiber finden mit den richtigen SEO-Tools schnell heraus, wenn eine SPAM-Link-Attacke erfolgt und werten all diese schlechten Links (auch Bad-Links genannt) mit der disavow-Funktion in den Webmastertools von Google ab. Somit werden sie nicht mehr gezählt und das Problem ist gelöst. Das Ganze ist zwar ziemlich zeitaufwändig, klappt aber ganz gut. Nur leider schläft die Ultra-Blackhat-SEO-Szene nicht und hat sich eine zweite, noch fiesere Taktik ausgedacht: Negative-SEO ohne Backlinks. Wie geht denn das? Auch hier wird wieder eine Lücke in Googles Algorithmus genutzt. Google legt immer größeren Wert auf nutzerfreundliche Websites, auf denen ein User eine möglichst lange Customer Journey hat – sprich eine hohe Verweildauer aufweist und viele Klicks auf der Website ausführt. Außerdem wertet Google aus, wie oft ein bestimmter Suchbegriff in der Suchmaschine eingegeben wird. Danach wird gemessen, welche Seite am häufigsten dazu angeklickt wurde. Umso höher die Klickzahl auf der eigenen Seite, umso größer der Impact auf eine positive Ranking-Bewertung. Soweit klar. Und nun kommt wieder die Negative-SEO-Taktik ins Spiel, die praktisch reziprok arbeitet, also wieder die Regeln missachtet und alles falsch macht in Bezug auf eine fremde Website.

Wie funktioniert Negative-SEO ohne Backlinks?

Massenhaft SPAM-Links zu setzen ist gegen diese Methode noch vergleichsweise einfach. Denn was hier gemacht wird, ist technisch kniffliger und erfordert ein gewisses Know-How in Sachen Programmierung. Ein Blackhat-SEO setzt an dieser Stelle ein selbstgeschriebenes Skript ein, das die sogenannte CTR von Google negativ manipuliert. CTR steht für „Click Through Rate“ und meint praktisch die Klickrate auf bestimmte Suchergebnisse. Dieses Skript, auch CTR-Bot genannt, führt nun massenhaft Suchanfragen zu einem bestimmten Keyword aus und klickt danach ein Suchergebnis bei Google selbstständig an – aber eben alle Websites, außer einer einzigen: die, die im SERP-Nirvana versenkt werden soll. Passiert genau das wiederholt und über mehrere Tage, „denkt“ Google, dass diese bestimmte Website offenbar nicht relevant für dieses bestimmte Keyword ist und feuert sie aus den Ergebnislisten. Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht. Denn Google ist nicht blöd und hat clevere Programmierer in den eigenen Hallen sitzen, die eben auch Fake-Taktiken erkennen können. Die andere Seite, die Blackhat-SEOs, sind aber oftmals eben mindestens genauso clever. Das „Problem“ von Fake-Suchanfragen und Fake-CTRs ist ein immer wiederkehrendes Muster, was Google schnell erkennen kann: gleiche IP-Adressen, gleicher Browser oder Session-IDs. Allerdings umgeht ein effektiver CTR-Bot diese Problematik, in dem er diese Daten ebenfalls fälscht.

Negative SEO ohne Backlinks? Geht ja gar nicht. Geht ja wohl!

Der liebe Matt Cutts wird nicht müde von der Qualität des Such-Algorithmus zu schwärmen und wie effektiv Anti-SPAM-Maßnahmen im Hause Google funktionieren. Das klappt aber leider eben nicht immer, wie die Suchmaschine sich das wünscht. Negative-SEO funktioniert lieber Matt, Punkt! Dass dies mit SPAM-Backlinks klappt, leuchtet ein und es gibt dafür genügend Beispiele im Netz. Aber Negative-SEO ohne Backlinks? Zweifler könnten jetzt behaupten, es sei nur ein Mythos. Falsch gedacht: Bartosz Góralewicz hat in seinem Blog einen beeindruckenden Artikel darüber geschrieben, dass eben diese Negative-SEO-Taktik bei seinem Kunden angewandt wurde. Auch Góralewicz konnte das nicht glauben und schrieb „This shouldn’t be happening“ – aber auch er musste sich eingestehen, dass es eben doch passierte. Durch stundenweise Überprüfung des Traffics und Suchanfragen der Kunden-Website konnte er diese Blackhat-SEO-Methode aufdecken.

Negative-SEO funktioniert – der Beweis

Negative SEO ohne Backlinks

Um zu beweisen, dass eine solche Taktik funktioniert, hat Góralewicz einen mutigen Selbstversuch gestartet: mit dem Keyword „Pengiun 3.0“ rankte er vor dem Versuch stabil auf Platz 1 oder 2 in den Google Suchergebnissen. Er baute sich einen eigenen CTR-Bot und produzierte damit massenhaft Suchanfragen mit eben genau diesem Suchbegriff, nur dass er alle Websites außer seiner eigenen mit dem Bot anklickte. Binnen weniger Tage wurde er Platz um Platz in den Suchergebnissen herabgesetzt und es war klar: Negative-SEO ohne Backlinks funktioniert.

So kannst du Negative-SEO aufdecken

Dass diese Methode wirklich funktioniert um Konkurrenz-Websiten von guten Google-Positionen zu verbannen, ist ein echtes Problem. Während SPAM-Links noch gut erkennbar sind, so ist diese Negative-SEO-Methode praktisch unsichtbar – für den Webseitenbetreiber aber eben auch Google. Ein gut programmierter CTR-Bot kann seine Aktivität so gut verschleiern, dass es beinahe unmöglich ist, hier einen Fake nachzuweisen. Stürzt die eigene Seite also im Ranking ab, ohne dass man etwas falsch gemacht hat oder mit SPAM-Links attackiert wurde, so kann eben die zweite, noch fiesere Blackhat-Methode angewandt worden sein. Leider gibt es nur sehr wenig, was man dagegen tun kann. Hier 5 Tipps gegen Negative-SEO ohne Backlinks:

  1. Die Website lückenlos Onpage optimieren – saubere Struktur, gute und lange Texte sowie eine ordentliche Performance.
  2. Achte auf die indexierten Unterseiten deiner Website. Viel hilft nicht immer viel – lieber weniger URLs im Google-Index, diese dafür aber sauber optimiert und klar auf bestimmte Keywords definiert.
  3. Behalte die Konkurrenz im Auge: mit Seobility kannst du deine Mitbewerber monitoren und überprüfen, ob diese sprunghaft im Ranking steigen oder fallen und auch deren Backlinks analysieren. So lassen sich erste verdächtige Aktionen aufdecken.
  4. Die wichtigsten, eigenen Keywords jeden Tag überprüfen: verlieren entscheidende Suchbegriffe plötzlich und stetig gute Platzierungen, kann dies ein erstes Indiz für Negative-SEO sein.
  5. Beobachte regelmäßig die Daten in den GWT (Google Webmaster Tools). Hier kannst du gut sehen, wie oft ein bestimmtes Keyword in einem festgelegten Zeitraum gesucht wurde und wie hoch dabei dein CTR-Anteil ist. Sinkt dieser plötzlich und rapide ab, kann auch dies ein Indiz für Negative-SEO sein.

Webspam an Google melden

Nun aber nochmal eine schlechte Nachricht zum Schluss: gegen eine solche Negative-SEO-Methode kann man leider fast nichts (Effektives und Legales) unternehmen. Das disavow-Tool nützt hier nichts und Google hat derzeit noch keine effektive Methode bereitgestellt, um Webmaster davor zu schützen. Die einzige Maßnahme, die man derzeitig gegen solche SEO-Blackhat-Taktiken unternehmen kann, ist Google direkt zu kontaktieren. In den Webmastertools existiert dafür tatsächlich ein Formular, mit dem man das Webspam-Team erreichen kann. Damit ihr nicht lange suche müsst, denn das Kontaktformular ist ganz ordentlich in den GWT „vergraben“, könnt ihr einfachen diesen Link nutzen und dort auf „Webspam melden“ klicken:

https://www.google.com/webmasters/tools/spamreport?hl=de

Ansonsten heißt es wachsam sein und seine Ranking- und Traffic-Daten regelmäßig kontrollieren.