Google AdSense

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Was ist Google AdSense?

Bei AdSense handelt es sich um ein Werbeprogramm von Google, bei dem sich Webseiten- und Blogbetreiber anmelden können, wenn Sie Online-Werbung in Form von Links und Bannern auf ihren Webseiten schalten und damit Einnahmen erzielen möchten. Die Abrechnung erfolgt durch das CPC (Cost per Click) Modell, d.h. der "Publisher" - also der Webmaster der jeweiligen Website, auf der die Werbebanner und Anzeigen eingeblendet werden - enthält pro Klick auf das kontextbezogene Werbemittel eine Vergütung.

Nach einer jahrelangen Entwicklungszeit wurde AdSense im Jahr 2003 von Google der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Name wurde ursprünglich von der im Jahr 1998 gegründeten Firma "Applied Semantics" genutzt, die im Frühjahr 2004 von dem Suchmaschinengiganten aufgekauft und in die eigene Unternehmensstruktur integriert wurde. Das Werbeprogramm wurde in erster Linie als eine Ergänzung zum bestehenden AdWords-Dienst ausgelegt.

In den Anfangsjahren des Werbenetzwerks konnten Webseitenbesitzer lediglich Textanzeigen auf ihren Webseiten schalten lassen. Im Laufe der Jahre wurde das System jedoch fortwährend weiterentwickelt, sodass im Jahr 2009 das Einbinden von Werbebannern ermöglicht wurde.

Aktuelle Zahlen belegen, dass sich das System mit seinen Plätzen für Online-Werbung zum größten Werbenetzwerk der Welt entwickelt hat. Angaben des IT-Giganten zufolge lassen sich mit dem Dienst 80 Prozent der Gesamtheit der Internetnutzer erreichen.

Qualifikation zur Teilnahme am AdSense-Programm

Um sich für das Werbeprogramm anzumelden, müssen Webseitenbetreiber ein gültiges Google Konto besitzen und zudem volljährig sein. Für die Auszahlung der Klickvergütung wird außerdem ein Bankkonto benötigt. Der minimale Auszahlungsbetrag liegt derzeit bei 70 Euro. Wenn die monatliche Klickprovision oberhalb des Grenzbetrags liegt, wird die Vergütung jeden Monat automatisch auf das angegebene Konto überwiesen.

Um Qualität und Relevanz für Werbekunden gewährleisten zu können, wird jede Website genauestens geprüft, bevor sie für das Werbeprogramm zugelassen wird. Zu den Qualitätsrichtlinien gehören sowohl inhaltliche als auch technische Kriterien. So dürfen beispielsweise Webseiten mit jugendgefährdendem oder pornografischem Content keine Online-Werbung über das AdSense-Netzwerk einblenden. Weitere Kriterien für den Ausschluss aus dem Werbeprogramm sind Urheberrechtsverletzungen oder Versuche, das System mit manipulierten Klickzahlen oder anderen nicht erlaubten Methoden auszutricksen. Dies sind aber längst nicht alle Qualitätskriterien, die von Google akribisch durchgesetzt werden. Die gesamte Liste umfasst 13 Kriterien, die kontinuierlich verbessert und optimiert werden, um die Integrität des Werbeprogramms sicherzustellen.

Nach der Zulassung werden in regelmäßigen Abständen Qualitätsprüfungen durchgeführt. Dies geschieht sowohl manuell als auch durch die Unterstützung eines hoch performanten Algorithmus, mit dem sich die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien recht zuverlässig überprüfen lässt und sämtliche Manipulationsversuche effektiv erkannt und unterbunden werden können.

AdSense als Ergänzung zu AdWords

AdSense wird von Laien sowie von unerfahrenen Webmastern oft mit dem Werbenetzwerk AdWords verwechselt, das ebenfalls von Google betrieben wird. Zwischen diesen beiden Programmen existieren jedoch einige gravierende Unterschiede, da AdWords gewissermaßen das Gegenstück zu AdSense darstellt. Bei AdWords handelt es sich nämlich um eine Plattform, bei der sich Privatpersonen oder Unternehmen anmelden können, um Anzeigen zu bestimmten Suchbegriffen und Themenbereichen schalten zu lassen. Die Anzeigenschaltung über AdWords wird Nutzern in den Suchergebnissen über oder unter der organischen Trefferliste angezeigt. Im Bereich des Online-Marketings werden diese bezahlten Anzeigen mit der Bezeichnung SEA (Search Engine Advertising) betitelt. Die Gesamtheit aller Webseiten, die AdWords-Anzeigen schalten, wird als "AdWord Display-Netzwerk" bezeichnet.

Während AdSense sich also an Webmaster richtet, die fremde Werbung auf ihrer Website platzieren und Einnahmen erzielen möchten, ist AdWords auf Werbetreibende ausgerichtet. Somit deckt Google durch die beiden Programme beide Marktseiten ab.

Werbemittel und Klickbeträge

Bei der Auswahl der Werbeblöcke, die auf der Website des Publishers angezeigt werden, hat dieser die Möglichkeit, die angezeigte Werbung grafisch an das Design seiner Webseite anzupassen. Das Angebot an Werbeblöcken umfasst Link- und traditionelle Bannerwerbung, welche sich dank der zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten ideal in das bestehende Layout einer Webpräsenz integrieren lassen. Um die Einbindung der Werbemittel zu erleichtern, werden gängige Bannergrößen von Google bereitgestellt. Des Weiteren hat der Webseitenbetreiber die Wahl darüber, an welcher Stelle auf seiner Seite sowie auf welchen Unterseiten die Online-Werbung eingeblendet werden soll.

Die Höhe des Geldbetrags, der von Google für einen Klick auf der Seite des Publishers bezahlt wird, ist nicht statisch festgesetzt, sondern hängt von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise der Beliebtheit der Website, den Impressionen und dem Verhalten der Besucher. Je relevanter und hochwertiger eine Publisher-Site hinsichtlich der Qualität und des Traffics ist, umso höher ist der Klickbetrag, den der Publisher über das Werbeprogramm erhält. Darüber hinaus steht die Höhe der Klickvergütung in direkter Relation zur Wettbewerbsintensität für ein bestimmtes Keyword.

Die Vor- und Nachteile des Werbeprogramms

AdSense bietet Bloggern und Webseitenbetreibern zahlreiche Vorteile, allerdings auch einige Nachteile, die keinesfalls unterschätzt werden sollten. Im Großen und Ganzen sollte jeder Webmaster individuell beurteilen, ob das Werbeprogramm zum Gesamtkonzept der eigenen Seite passt und ob sich dadurch eventuell ein finanzieller Vorteil in Form von Einnahmen erzielen lässt.

Vor- und Nachteile des Programms im Überblick:

Vorteile Nachteile
einfache Integration in bestehende Webpräsenzen kontinuierliche Optimierung des Webauftritts erforderlich
schnelle und unkomplizierte Anmeldung nicht alle Themengebiete sind profitabel
auch für kleinere Websites geeignet Abhängigkeit von Google
hohes Einnahmepotenzial intransparente Zusammensetzung der Einnahmen

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