Die Ladegeschwindigkeit einer Webseite (Page Speed) gehört zu den wenigen Rankingfaktoren, die von Google offiziell bestätigt sind.
Das bedeutet… die Optimierung Deiner Ladezeiten kann zu mehr organischem Traffic führen!
Aber Websites mit höherer Ladegeschwindigkeit sind nicht nur aus klassischer SEO-Sicht ein Vorteil. Auch KI-Crawler können leichter auf sie zugreifen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, in den KI-generierten Antworten gelistet zu werden. Das ist ein immer wichtiger werdender Bereich, der als Generative Engine Optimization (GEO) bezeichnet wird.
Ein weiterer Vorteil: Eine kürzere Ladezeit kann auch die Absprungrate (Bounce Rate) reduzieren, somit zu mehr wiederkehrendem Traffic führen und am Ende sogar Deinen Gewinn erhöhen.
Lass uns also direkt loslegen.
Warum die Optimierung Deines Page Speed so wichtig ist
Die Ladegeschwindigkeit von Webseiten bestimmt zu großen Teilen, inwieweit sowohl Crawler als auch User mit den Seiten interagieren können.
Langsame Ladezeiten haben eine höhere Absprungrate und weniger Conversions zur Folge, was besonders für mobile User oder User mit instabilen Internetverbindungen gilt.
Und auch die Indexierung durch Crawler kann leiden, wenn Deine Seiten zu langsam laden. Das gilt sowohl für die herkömmlichen Suchmaschinencrawler (SEO) als auch für LLMs wie ChatGPT (Stichwort “Generative Engine Optimization” (GEO)).
Kurz gesagt: Eine gute Ladegeschwindigkeit ist entscheidend für die Performance Deiner Website.
So kannst Du Deinen Page Speed prüfen
Bevor Du mit der Optimierung beginnst, musst Du Deine Ausgangslage kennen.
Obwohl es einige coole Tools zur Messung der Ladegeschwindigkeit gibt – an dieser Stelle Shoutout an GTMetrix und Pingdom! – bietet Googles PageSpeed Insights alles, was Du brauchst, um die aktuelle Performance Deiner Website zu messen.
PageSpeed Insights liefert eine Menge nützlicher Metriken. Die beiden wichtigsten Zahlen, auf die Du achten solltest, sind folgende:
- Der mobile „Speed Score“ Deiner Seite (0-100)
- LCP und „Interaction to Next Paint” Deiner Seite (die Zeit, bis ein Besucher die Seite nutzen kann)
Hinweis: Wir empfehlen Dir, Dich auf den mobilen Page Speed zu konzentrieren, da Google Mobile-First-Indexierung nutzt.
Die Seobility Startseite hat derzeit etwa einen mobilen Speed Score von 82 …

… einen Largest-Contentful-Paint-Wert von 4,1 Sekunden und einen Interaction-to-Next-Paint-Wert von 175 ms.

Falls Du Dich wunderst… wir wissen, dass das durchaus verbesserungswürdig ist und arbeiten bereits daran!
Aber was ist eigentlich ein guter Page-Speed-Score?
Generell solltest Du einen Score zwischen 90 und 100 anpeilen, zumindest ist das der Wert, den Google als gut betrachtet.
Für INP gelten 200 ms oder weniger als gut. 200–500 ms sind verbesserungswürdig und alles über 500 ms gilt als mangelhaft.
Beim LCP-Wert solltest Du nicht über 2,5 Sekunden liegen.
Zu diesem Thema gibt es allerdings noch einiges mehr zu sagen.
Schau Dir unseren Beitrag darüber an, wie schnell Deine Website laden sollte, um einen genaueren Einblick in dieses Thema zu bekommen.
Die Grundprinzipien der Page Speed Optimierung
Bevor wir zu den Tipps kommen, schauen wir uns kurz an, was wir grundsätzlich erreichen wollen.
Kurz und knapp: Jede unserer Maßnahmen für die Verbesserung der Ladegeschwindigkeit zielt auf einen der folgenden Faktoren ab:
- Verbesserung der serverseitigen Ausführungszeit oder die Reduktion der Server-Antwortzeit (Verbesserung der Time to First Byte oder TTFB)
- Reduzierung der Größe einer Webseite und/oder der Zeit, die zum serverseitigen Rendern einer Seite und zum Senden von Webinhalten an den Browser des Clients benötigt wird
- Wiederverwendung von Inhalten und/oder Ressourcen, um Download-Zeit zu sparen
- Reduzierung der Ausführungszeit einer Seite auf Client-Seite
Und jeder der folgenden Tipps zahlt auf eines dieser Ziele ein.
Also, weiter geht’s…
Hinweis: Dieser Abschnitt behandelt hauptsächlich Onpage-Maßnahmen und grundlegende technische Schritte, mit denen Du Deine Website schneller machen kannst. Wenn Du noch mehr zu dem Thema erfahren möchtest, nimm Dir unseren Leitfaden zur Optimierung Deines Servers und Deiner Infrastruktur vor.
Technische und Onpage-Tipps zur Optimierung des Page Speeds
In diesem Abschnitt geben wir Dir 12 Tipps, mit denen Du die Ladegeschwindigkeit Deiner Website optimieren kannst – von der Einrichtung von Caching bis hin zur Optimierung von Bildern, Skripten, Style Sheets und mehr.
1. Implementiere Caching für Deine Website
Schwierigkeit: Einfach bis mittel (für die meisten CMS kannst Du dies mit einem Plugin erledigen)
Warum solltest Du das tun?
Bei dynamischen Websites werden Inhalte (Artikel, Produkte usw.) in einer Datenbank (getrennt vom Haupt-Template) gespeichert und dann im Handumdrehen eine Seite zusammengebaut, wenn ein Benutzer sie besucht.
Allerdings sind für das Abrufen der Inhalte aus einer Datenbank bei jedem einzelnen Besuch viele Ressourcen notwendig.
Caching behebt dieses Problem. Beim Caching wird eine Kopie der vollständigen Seite (d.h. dem Template inklusive Content) beim ersten Rendern erstellt und auf der lokalen Festplatte des Servers gespeichert. Diese zwischengespeicherte Version kann Hunderte Male schneller abgerufen werden, als wenn sie aus der Datenbank abgerufen und bei jedem Laden der Seite gerendert würde.
Beim Caching wird eine Seite nur dann neu aus der Datenbank abgerufen und zusammengesetzt, wenn sie nicht bereits im Cache gespeichert ist (Quelle)
Der Cache wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, normalerweise alle paar Stunden. Das sorgt für ein gutes Gleichgewicht zwischen der Aktualität der Inhalte und einer optimalen Seitenladegeschwindigkeit.
So funktioniert’s
Die meisten CMS ermöglichen es, ein Plug-in (oder eine App) für das Caching zu installieren.
Wenn Du WordPress verwendest, empfehlen wir WP Rocket, das übrigens auch bei vielen anderen Tipps in unserer Liste helfen kann.
Es gibt aber auch kostenlose Plug-ins, wie z.B. W3 Total Cache. Auch bei Shopify findest Du eine große Auswahl. HyperSpeed ist etwa eine gute Allround-App, wenn es um Ladegeschwindigkeit geht.
Am besten suchst Du für Dein CMS nach Bewertungen und Vergleichen von Caching- (und Page Speed-) Plug-ins.
2. Optimiere Deine Bilder und verwende Lazy Loading
Schwierigkeit: Einfach (die meisten Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen eine Optimierung für Web und Lazy Loading wird zum Standard)
Warum solltest Du es tun?
Bilder können dazu beitragen, dass sich Deine Website von der Masse abhebt, dass Deine Inhalte angenehmer zu lesen sind (indem Du die Textblöcke aufteilst) und die Absprungrate sinkt.
Bei Seobility erstellen wir für jeden unserer Blog-Beiträge eigene Bilder.

Wenn diese aber nicht optimiert sind, können sie Deine Website auch erheblich verlangsamen.
So funktioniert’s
Vergewissere Dich zuallererst, dass Deine Bilder „lazy-loaded“ sind. Hierbei handelt es sich um eine Funktion, bei der Bilder nur dann geladen werden, wenn der Benutzer kurz davor ist, diese zu sehen (z. B. wenn er beim Scrollen in die Nähe des Bildes kommt).
Wenn Du mit WordPress arbeitest, dann ist Lazy Loading bereits eingebaut, solange Du die Version 5.4 oder höher verwendest (was eigentlich jeder tun sollte). Von Version 6.3 aufwärts wurden smartere Lazy-Loading-Funktionen eingebaut, sodass Du hier eigentlich nicht mehr viel machen musst.
Bei anderen CMS oder komplett selbstgebauten Websites musst Du möglicherweise ein Plug-in verwenden oder für die Einrichtung einen Entwickler zur Hilfe heranziehen.
Danach musst Du sicherstellen, dass die Bilder, die Du verwendest, für die Nutzung im Web optimiert sind.
Normalerweise bedeutet das, dass sie in einem Format gespeichert sind, das deren Größe reduziert, ohne dabei Qualitätseinbußen zu verursachen. Es gibt verschiedene Tools, die Dir dabei helfen können.
Mit den meisten Grafikdesign-Tools wie Photoshop (siehe unten) kannst Du Bilder für das Web speichern. Alternativ kannst Du ein Tool wie TinyPNG verwenden, um Bilder individuell zu optimieren.
Wenn Du die Bildoptimierung direkt in WordPress vornehmen willst, kannst Du Smush von WPMU oder Imagify verwenden.
3. Verwende Next-Gen-Formate wie WebP
Schwierigkeit: Mittel (das Konvertieren von Bildern in WebP ist einfach, diese zur Ansicht bereitzustellen, erfordert jedoch einige weitere Optimierungen).
Warum solltest Du es tun?
Wir wissen, dass Bilder optimiert werden müssen. Aber welches Bildformat bietet einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Größe?
PageSpeed Insights empfiehlt WebP. Dies ist ein verlustfreies Bildformat, das speziell für das Internet entwickelt wurde.
Was bedeutet verlustfrei?
Formate wie JPG „verlieren“ typischerweise etwas von der Bildqualität, um die Dateigröße zu verringern. Verlustfreie Bildformate wie PNG und WebP gehen keinerlei Kompromisse bei der Qualität zugunsten der Größe ein.
So funktioniert’s
Plug-ins wie Imagify (oben erwähnt) oder WebP Express können Deine Medien in WebP konvertieren und dann dieses Format für die Anzeige von Bildern verwenden.
Alternativ kannst Du dieses kostenlose Tool dazu verwenden, Deine Bilder manuell in WebP zu konvertieren.
Zum Weiterlesen: A new image format for the Web (Google Developers)
4. Aktiviere GZip-Komprimierung
Schwierigkeit: einfach (eine kleine Änderung der Konfiguration)
Warum solltest Du es tun?
Ein Großteil des Inhalts einer Website besteht aus Text. Beispielsweise basieren HTML, CSS und JavaScript allesamt auf Text.
Da Textinhalte hochkomprimierbar sind, kann darüber die Performance leicht gesteigert werden. Wenn Inhalte komprimiert sind, müssen weniger Daten übertragen werden, was die Ladezeit deutlich verkürzt.
Hinweis: Obwohl das Komprimieren und Dekomprimieren von Inhalten zu kleinen Verbesserungen führt, besteht ein deutlich größerer Vorteil in der Reduzierung der Übertragungsgröße.
So funktioniert’s
Die Aktivierung der GZip-Komprimierung kann normalerweise durch Deinen Hosting-Anbieter erfolgen. Bei cPanel-basierten Hostern musst Du nach dem Abschnitt „Optimize Website“ suchen und die Komprimierung wie unten abgebildet aktivieren.
Alternativ kannst Du Deiner .htaccess-Datei ein kurzes Code-Snippet hinzufügen:
<IfModule mod_deflate.c> # Enable compression for common content types AddOutputFilterByType DEFLATE text/html AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml AddOutputFilterByType DEFLATE text/css AddOutputFilterByType DEFLATE text/javascript AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript AddOutputFilterByType DEFLATE application/json AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml AddOutputFilterByType DEFLATE image/svg+xml # Optional: Handle old browser bugs (safe for compatibility) BrowserMatch ^Mozilla/4 gzip-only-text/html BrowserMatch ^Mozilla/4\.0[678] no-gzip BrowserMatch \bMSIE !no-gzip !gzip-only-text/html Header append Vary User-Agent </IfModule>
Anschließend kannst Du die korrekte Nutzung auf allen Seiten prüfen, indem Du über Seobility ein Website Audit durchführst. Du findest die entsprechenden Infos im Bericht „Seiten ohne Komprimierung“.
Seobility > Website Audit > Reports.

Alternativ kannst Du mit unserem kostenlosen SEO Check einzelne Seiten überprüfen.
5. Verkleinere Dein JS, CSS und HTML
Schwierigkeit: Mittel (einfach durchzuführen, aber prüfe anschließend, ob alles korrekt funktioniert)
Warum solltest Du es tun?
Kommentare, Zeilenumbrüche, Einzüge und andere unnötige Zeichen können aus JS-, CSS- und HTML-Dateien entfernt werden, um deren Größe zu reduzieren.
So funktioniert’s
Du kannst dieses kostenlose Tool verwenden, um Deine CSS-, JS- und HTML-Dateien zu minimieren.
(Und wenn Du etwas vermasselst, kannst Du das Tool auch zum „Ent-Minimieren“ Deiner Skripte verwenden).
Wenn Du Dir unsicher bist, welche Dateien optimiert werden müssen, kannst Du über das Seobility Website Audit große Dateien auf Deiner Website finden:
Seobility > Website Audit > Reports > Probleme mit eingebundenen Dateien > Filter nach: Große Dateigröße

Zum Weiterlesen: Warum sollte man JavaScript-Code minimieren (Cloudflare)
6. Verschiebe das Parsen von JavaScript
Schwierigkeit: Einfach (kann durch ein Plugin erledigt werden oder durch manuelles Hinzufügen eines Attributs zu den Skripten)
Warum sollst Du es tun?
JavaScript-Bibliotheken sind typischerweise im Header einer Seite enthalten. Standardmäßig muss ein Browser, wenn ein Skript aufgerufen wird, die Datei herunterladen und „parsen“, bevor er mit dem Laden anderer Inhalte fortfährt.
Dies wird als „Render-blocking“ bezeichnet und kann Deine Website erheblich verlangsamen.
Das ist jedoch leicht zu beheben. In unserem Core Web Vitals Guide haben wir genau beschrieben, wie Du dabei vorgehst.
7. Verschiebe das Laden von nicht-kritischem CSS
Schwierigkeit: Mittel (etwas schwieriger als das Aufschieben von JavaScript)
Warum solltest Du es tun?
CSS, wie auch JavaScript, blockiert das Rendern einer Seite. Um also die Ladezeit zu verbessern, kannst Du kritisches CSS (Styles, die zum Rendern von „above the fold“ Content erforderlich sind) direkt in den HTML-Code der Seite einbinden und den Rest später laden..
Es ist nicht ganz so einfach wie das Verschieben von JavaScript (es sei denn, Du verwendest ein Plugin), aber es ist immer noch relativ unproblematisch.
Wie funktioniert’s
In diesem web.dev Guide wird das Verschieben des Ladevorgangs von nicht-kritischem CSS im Detail beschrieben.
Außerdem erklären wir die Vorgehensweise auch hier in unserem Core Web Vitals Guide.
8. Reduziere die Gesamtgröße der Webseite
Schwierigkeit: Schwer (erfordert die Kombination vieler Tipps aus diesem Guide und die Analyse einzelner Requests)
Warum solltest Du es tun?
Was ist die goldene Regel, um die Ladegeschwindigkeit einer Website zu verbessern? Halte die Größe jeder einzelnen Seite so klein wie möglich.
Um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, empfehlen wir Dir, so viele Schritte wie möglich aus diesem Guide zu befolgen. Je hartnäckiger Du dabei vorgehst, desto besser.
Das Ziel sollte klar sein. Je kleiner jede Seite ist, desto schneller wird sie geladen – konzentriere Dich also darauf, sie so klein wie möglich zu halten.
Eine Größe von unter 1 MB wäre das ideale Ziel, aber das kann je nach Website variieren. Konzentriere Dich einfach darauf, sie so klein wie möglich zu halten, ohne dabei die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen.
So funktioniert’s
Abgesehen von den Tipps in diesem Guide solltest Du Dir alles ansehen, was Deine Seite lädt (also alle Requests).
Du kannst im Rahmen des Seobility Website Audits Deine Website nach zu großen HTML-Seiten durchsuchen:
Seobility > Website Audit > Reports

Falls Du übergroße Seiten findest, können mit Hilfe von GTMetrix alle Requests, die zum Laden einer Seite nötig sind, analysiert werden.
Schau Dir jeden einzelnen Request an und versuche die Quelle herauszufinden. Stelle Dir dann die folgende Frage: „Kommt meine Webseite ohne diese Anfrage aus? Ist sie wirklich notwendig?“
Du wirst feststellen, dass viele davon eliminiert werden können.
Hier sind einige Beispiele für Requests, die Du entfernen kannst, falls Du sie nicht nutzt:
- Facebook Pixel, Google Ads, Google AdSense
- Andere Werbeskripte von Drittanbietern oder Ad-Tracking-Skripte (diese sind besonders umfangreich)
- Tracking-Skripte für E-Mail-Marketing
- Disqus-Kommentare (diese enthalten Tracking-Skripte von Drittanbietern – Du kannst diese deaktivieren)
- Reduziere die Anzahl der verschiedenen Google-Schriftarten, die Du verwendest./li>
- Google Optimize, Hotjar oder andere User-Tracking- und Optimierungs-Skripte
- FontAwesome-Symbole, falls Du diese kaum nutzt
- Karten-Plugins
- YouTube oder andere Einbettungen
Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass einige Requests größer (und langsamer) sind als andere. Entscheide selbst, ob Du sie weglassen kannst.
9. Nutze eine lokale Version von Skripten, die Du nicht entfernen kannst (wie z. B. Google Analytics)
Schwierigkeit: einfach bis mittel (mit einem Plug-in einfach durchzuführen, etwas anspruchsvoller jedoch, wenn Du es manuell machst)
Warum solltest Du es tun?
Du kannst zwar bei lokalen Skripten kontrollieren, wie lange diese im Cache gespeichert werden (d.h. die Zeit, bevor ein Browser eine neue Version herunterladen muss), aber bei externen Skripten hast Du keinen Einfluss darauf.
Google Analytics wird zum Beispiel nur zwei Stunden lang im Cache vorgehalten. Außerdem verlässt Du Dich dabei auf die Geschwindigkeit/Zuverlässigkeit des externen Servers. Das ist bei den meisten populären Skripten kein allzu großes Problem, aber vergiss nicht, dass selbst Google gelegentlich ausfällt.
So funktioniert’s
Technisch gesehen genügt es, das Skript aufzurufen, den Code zu kopieren, die Kopie zu speichern, sie auf Deinem eigenen Server hochzuladen und diese lokale Kopie dann in Deinem HTML-Code aufzurufen.
Das externe Skript kann sich aber natürlich von Zeit zu Zeit ändern. Daher solltest Du einen CronJob einrichten, der regelmäßig die neueste Version des Skripts herunterlädt (hier wird gezeigt, wie man das für Google Analytics macht).
Wenn Du mit WordPress arbeitest, kannst Du entweder dieses kostenlose Plug-in verwenden oder WP Rocket die Aufgabe überlassen.
10. Überprüfe und behebe Fehler in Fehlerprotokollen
Schwierigkeit: schwer (bei der Fehlerbehebung kann eine Änderung des zugrunde liegenden Codes erforderlich sein).
Warum solltest Du es tun?
Manchmal könnte Deine Website „Probleme“ haben, ohne dass es Dir bewusst ist. Die meisten Websites sind so erstellt, dass bestimmte Fehler automatisch behoben und gar nicht erst sichtbar werden.
Doch was bewirken diese versteckten Fehler? Schlechte Performance. Das liegt daran, dass die Fehlerbehebung äußerst ressourcenintensiv ist.
Wenn diese Fehler häufig auftreten, könnte Deine Website etliche Performance-Einbußen erleiden.
So funktioniert’s
Die auftretenden Fehler können sich je nach Website unterscheiden. Daher musst Du nach jenen Stellen suchen, an denen Fehler protokolliert werden, um Probleme auf Deiner eigenen Website zu finden.
Du kannst an den folgenden Stellen nachsehen:
- Fehlerprotokoll in Deinem Hosting-Account
- PHP-Fehlerprotokoll im Root Directory Deiner Website
- Andere Bereiche, die (Fehler)-Protokolle speichern
Sobald Du Fehler entdeckst, kannst Du nach der Problemursache suchen und versuchen, diese zu beheben.
11. Nutze zeitverzögertes Laden für Skripte von Drittanbietern mit Google Tag Manager oder Lazy Loading
Schwierigkeit: schwer (zeitverzögertes Laden von Skripten kann die Performance/das Tracking beeinflussen)
Warum solltest Du es tun?
Auch wenn Skripte von Drittanbietern oft umfangreich sind, sind einige von ihnen für eine Website unerlässlich. Wir können sie daher nicht vollständig entfernen.
Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, die Seitenladegeschwindigkeit zu verbessern und dabei diese Skripte beizubehalten?
Ja, durch eine Methode namens zeitverzögertes Laden.
So funktioniert’s
Das Laden von Drittanbieter-Skripten kann durch Javascript (erfordert Entwicklung und Anpassung Deines Themes), oder durch den Google Tag Manager, verzögert werden.

Teste diese Änderungen gründlich während der Staging-Phase und stelle sicher, dass das Tracking usw. vor dem Livegang einwandfrei funktioniert.
12. Verwende Prefetch/Preconnect, um Verbindungen zu erleichtern
Schwierigkeit: Mittel (relativ einfach zu implementieren, indem Du die entsprechenden Tags zu Deinem Code hinzufügst)
Warum solltest Du es tun?
Aktuelle Browser laden Content und Skripte von Drittanbietern typischerweise von oben nach unten, sobald sie diese abrufen.
Aber wäre es nicht toll, wenn der Browser wüsste, was er weiter unten auf der Seite laden muss? Der Browser könnte mit dem Prefetching (Vorausladen) dieser Ressourcen beginnen, so dass sie, sobald sie benötigt werden, bereits verfügbar sind.
Prefetch- und Prerender-Tags machen genau das.
So funktioniert’s
Beginnen wir mit Prefetch. Dies funktioniert in erster Linie für DNS-Anfragen.
Wenn Du weißt, dass Deine Website Ressourcen auf Websites von Drittanbietern verwendet, wird eine DNS-Prefetch-Anweisung die DNS-Auflösung dieser URL starten, so dass sie für die Verbindung bereit ist.
Durch Hinzufügen von Code wie z. B.:
<link rel="dns-prefetch" href="//www.googletagmanager.com">
bei jedem Skript eines Drittanbieters, ist die gesamte DNS-Auflösungszeit bereits abgeschlossen, sobald das Skript aufgerufen wird.
Preconnect funktioniert auf ähnliche Weise, ist aber eher zur Verbesserung bei Problemen mit der Geschwindigkeit zu empfehlen. Anstatt nur die DNS-Abfrage durchzuführen, wird die Verbindung zur Website des Drittanbieters hergestellt, sodass diese sofort einsatzbereit ist.
Es gibt noch weitere Anweisungen, die wir ausführen können, um dem Browser zu helfen, darunter:
- Prefetch oder Preload – lädt statische Ressourcen wie Bilder oder CSS-/Javascript-Dateien im Voraus
- Prerender – lädt eine URL vollständig herunter, um sie für den Zugriff bereit zu machen.
Hier findest Du zu jedem dieser Befehle einen guten Guide.
Andere schnelle Tipps:
Redirects machen Deine Website langsamer, denn für jeden Weiterleitungsschritt muss eine neue Anfrage an den Webserver gesendet werden, bevor der Browser die endgültige Seite erreichen kann. Jeder zusätzliche Weiterleitungsschritt erhöht daher die Ladezeit und erschwert sowohl Usern als auch Crawlern den Zugriff auf Deine Inhalte.
Anstatt auf eine weiterleitende URL zu verlinken, solltest Du immer direkt auf die endgültige Ziel-URL verlinken. So bleibt Deine Website schnell und Du verschwendest kein Crawl-Budget.
Der Report “Weiterleitungen” im Seobility Website Audit listet alle Seiten auf Deiner Website auf, die auf weiterleitende URLs verlinken, sodass Du problematische Links einfach finden und aktualisieren kannst, damit sie direkt auf die Zielseite verweisen.
Seobility > Website Audit > Reports

Optimiere Fonts
Du kannst Deine Ladezeiten verringern, indem Du Fonts selbst hostest, sie vorab lädst und die Anzahl an Variationen (Stärke/Familien) einschränkst.
Begrenze Code Bloat durch Plug-ins, Themes und Integration von Drittanbietern
Egal, ob Du WordPress, Shopify oder andere CMS nutzt, Du kannst Deine Ladezeiten kurz halten, indem Du Deine Plug-ins aktuell hältst und nur Themes und Plug-ins verwendest, die Du auch wirklich brauchst.
Optimierst Du für WordPress?
WordPress ist das weltweit meistgenutzte CMS, über das 40 % aller Websites laufen.
WordPress hat eine Menge Vorteile, wie zum Beispiel die Möglichkeit, mithilfe von Themes und Plug-ins die Funktionalitäten der Website schnell zu verbessern.
Da WordPress so häufig genutzt wird und es einige WordPress-spezifische Tipps für die Optimierung des Page Speed gibt, haben wir einen eigenen Leitfaden zu dem Thema erstellt. In unserem Leitfaden zur Optimierung des Page Speed für WordPress erfährst Du, welche Änderungen Du vornehmen musst, damit Deine WordPress-Website blitzschnell wird.
Fazit
Die Optimierung der Ladegeschwindigkeit einer Website kann von einfachen Anpassungen bis hin zu wesentlichen Infrastrukturänderungen reichen.
Sie sind alle von entscheidender Bedeutung, und je mehr Du davon implementierst, desto schneller wird die Ladegeschwindigkeit Deiner Website sein.
Dein oberstes Ziel sollte darin bestehen, dass Deine Website in weniger als 2 Sekunden lädt. Wenn Du die Tipps in diesem Guide, zusammen mit denen in unserem Core Web Vitals Guide, befolgst, ist dieses Ziel durchaus realisierbar.
Und als Belohnung winken zufriedenere Nutzer, zufriedene Crawler und mehr Suchmaschinen-Traffic.
Teste hier 14 Tage kostenlos, wie Dir Seobility helfen kann, Deine Website auf große Dateien, lange Server-Antwortzeiten, unnötige Redirects und viele andere potenzielle Probleme in Sachen Geschwindigkeit zu prüfen.
Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du uns unten gerne einen Kommentar hinterlassen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9. Februar 2021 veröffentlicht, und am 13. Januar 2026 vom Seobility-Team vollständig überarbeitet und aktualisiert.







