Domain für SEO

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Was ist eine Domain?

Unter dem Begriff Domain versteht man im alltäglichen Sprachgebrauch die Internetadresse einer Webseite. Sie stellt die Übersetzung der IP-Adresse in Worte dar und ist somit einprägsamer und benutzerfreundlicher als die lange Aneinanderreihung an Zahlen.

Jede existierende Domain kann nur an eine Webseite vergeben werden und ist somit einzigartig. Die Domain ist jedoch nicht mit der URL zu verwechseln, da sie nur einen Teil der gesamten URL darstellt.

Eine Domain setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Top-Level-Domain (TLD), Domain-Name und Subdomain.

Domain Bestandteile.png

Abbildung: Die Bestandteile einer Domain, Autor: seobility


  • Top-Level-Domain: Die TLD wird vereinfacht auch als Domainendung bezeichnet und kann länderspezifisch (ccTLD, z.B. .de, .at, ...) oder generisch (gTLD, z.B. .com, .net, .info, ...) sein. Darüber hinaus existieren seit einiger Zeit sogenannte neue TLDs (nTLD, z.B. .berlin oder .photography), die eine noch differenziertere geographische oder thematische Einordnung einer Webseite erlauben.
  • Domain-Name: Hierbei handelt es sich um den individuellen Namen der Webseite, z.B. den Firmennamen. Dieser kann nach Belieben ausgewählt werden und stellt den einzigartigen Teil einer Domain dar.
  • Subdomain: Subdomains können für spezifische Bereiche einer Webseite verwendet werden, die von der eigentlichen Webseite getrennt werden sollen, wie z.B. .mobil oder .blog. Die häufigste Subdomain ist jedoch www, was für das World Wide Web steht. Diese kann inzwischen jedoch auch weggelassen werden.

SEO Faktoren bei der Auswahl der Domain

Domainendung

Bezüglich der Domainendung sollten grundsätzlich immer ccTLDs für landesspezifische Inhalte verwendet werden, da diese Google signalisieren, dass eine bestimmte Seite für länderspezifische Suchanfragen besonders relevant ist, was wiederum zu einem höheren Ranking führt.

Abgesehen von den landesspezifischen TLDs hat die Domainendung jedoch keinen direkten Einfluss auf das Ranking einer Webseite. Dies gilt auch für die neuen regionalen TLDs wie .berlin oder .bayern. Allerdings kann die Domainendung einen Einfluss auf das Nutzerverhalten haben, da Endungen wie .info beispielsweise eher angeklickt werden, wenn ein User auf der Suche nach Informationen ist. Somit kann sich die Wahl der Domainendung durchaus indirekt auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einer Webseite auswirken.

Da eine Domain jedoch nur von einer Webseite besetzt werden kann, kann es vorkommen, dass der Wunschname beispielsweise für .de bereits vergeben ist. Wenn dies der Fall ist, kann die Domain aber möglicherweise käuflich erworben werden. Vorher sollte diese allerdings auf mögliche in der Vergangenheit liegende Abstrafungen durch Google sowie das Alter überprüft werden. Denn eine Domain, die vor dem Kauf bereits mehrfach negativ bei Google aufgefallen ist, bildet sicherlich keine guten Startvoraussetzungen für deren SEO.

Bindestriche und Zahlen

Bindestriche wurden früher vor allem im deutschsprachigen Raum in Domains verwendet, um verschiedene Wörter voneinander zu trennen. Google ist inzwischen jedoch sehr gut darin, die einzelnen Wörter einer Domain herauszulesen, sodass die Verwendung von Bindestrichen heutzutage nicht mehr notwendig ist. Zudem können zu viele Bindestriche schnell unseriös wirken, da diese an Domains erinnern, in denen möglichst viele Keywords aneinandergereiht und durch Bindestriche voneinander getrennt wurden. Grundsätzlich sollte man bei Domains, die sich aus mehreren Wörtern zusammensetzen, jedoch immer die Domain mit und ohne Bindestriche besitzen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass eine dieser Versionen durch die Konkurrenz oder einen Domainbroker erworben wird. Dies bringt dann wiederum das Risiko mit sich, dass auf der anderen Version der Domain Aktivitäten betrieben werden, die negativ auf das Image der Webseite abfärben können.

Die Verwendung von Zahlen bietet sich vor allem als Ergänzung an, wenn das Hauptkeyword alleine als Domain-Name nicht mehr verfügbar ist. In manchen Fällen kann deren Verwendung jedoch auch positiv zum Branding beitragen, wie dies beispielsweise bei Check24.de der Fall ist.

Keywords

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, das Hauptkeyword einer Webseite in die Domain einzubinden, da dies positiv zum Ranking beitragen kann (z.B. pizza.de). Allerdings sollte in jedem Fall Keyword-Stuffing vermieden werden, d.h. die Überfüllung der Domain durch Keywords, z.B. www.günstige-steuerberatung-berlin-steuererklärung.de. Solche Domains werden nicht nur von Google abgestraft, sondern wirken auch unseriös und erschweren zudem das Branding. Wenn man bereits eine starke Marke besitzt, kann man auch komplett auf die Verwendung von Keywords verzichten, da eine starke und einzigartige Marke bereits positiv zum Ranking beiträgt. Für Unternehmen hingegen, die ihre Marke noch am Markt positionieren und etablieren müssen, bietet sich zweifelsohne die Verwendung des Hauptkeywords im Domain-Namen an.

Bedeutungshaltiger Name

Für solche Unternehmen, die noch keinen starken Markennamen besitzen, ist es darüber hinaus von Vorteil, einen bedeutungshaltigen Domain-Namen zu wählen, der die Suchintention der User trifft. Denn wenn der Name Auskunft darüber gibt, was den Nutzer auf der Seite erwartet und dies dessen Vorstellungen entspricht, wird die Seite eher angeklickt und die Absprungrate reduziert, was sich positiv auf das Ranking der Seite auswirkt.

Der Nachteil eines solchen Namens besteht jedoch darin, dass dieser im Falle einer Erweiterung des Produktportfolios möglicherweise nicht mehr dessen vollständige Bandbreite abdecken kann. Deshalb sollte der Name nicht zu speziell gewählt werden, wenn zukünftige Expansionen nicht im Vornherein ausgeschlossen werden können.

Kurzer Domainname

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei der Auswahl der Domain zu beachten ist, ist deren Länge. So sollte der Domainname möglichst kurz sein, da dieser ansonsten nicht nur schwerer zu lesen ist, sondern auch die Merkfähigkeit verringert. Hierfür können sich Webseitenbetreiber an einer ungefähren optimalen Länge von 8 Zeichen orientieren. Allerdings handelt es sich hierbei natürlich um keine Faustregel, denn je nach Webseite kann die optimale Länge ganz unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich sollte jedoch immer beachtet werden, dass der Domainname nicht für Suchmaschinen wie Google, sondern für Nutzer ausgewählt wird und somit möglichst kurz und simpel sein sollte.

Nicht zu viele Subdomains

Subdomains bieten zwar eine gute Möglichkeit, um bestimmte separate Inhalte wie z.B. einen Blog von der eigentlichen Webseite zu trennen, allerdings werden durch diese Technik viele verschiedene Webseiten erzeugt. Wenn dies zu hohe Ausmaße annimmt, läuft eine Webseite Gefahr, unter Subdomain Spamming eingestuft zu werden, weshalb auch die Anzahl der Subdomains auf ein nötiges Minimum reduziert werden sollte.

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